Redwood Materials Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alma Chao seit 7.5.2025 | Geschäftsführer |
Calman Ballow Lankton seit 7.5.2025 | Geschäftsführer |
Martin Fritz Reinhold Dr. Reichstein seit 5.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REDUX Recycling GmbHBremerhaven (vormals: Offenbach am Main)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023REDUX Recycling GmbH, Offenbach am MainI. Grundlagen der Gesellschaft Die REDUX Recycling GmbH (kurz REDUX) mit Sitz in Offenbach, betreibt am Standort in Bremerhaven die Sortierung von Batteriegemischen sowie die mechanische Verwertung von Lithium-Ionen-Batterien (kurz LIB). Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei im Bereich LIB. Das Kundenportfolio setzt sich aus europäischen Rücknahmesystemen zusammen, welche im Zuge der Umsetzung der Europäischen Richtlinie für die Herstellerverantwortung zur Batterierücknahme 1998 gegründet wurde. Darüber hinaus bezieht REDUX Lithium-Altbatterien von Automobil-OEMs und Händlern, die am Standort zerlegt und verwertet werden. Mit einem genehmigten Durchsatz von 12.000 Jahrestonnen betreibt die REDUX eine der größten Verwertungs- und Sortieranlagen im Geschäftsfeld Geräte- und Haushaltsbatterien in Europa. Zudem ist die REDUX mit einer Kapazität von 10.000 Jahrestonnen einer der führenden Verwerter von LIB in Europa. II. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeine Marktentwicklung Nach dem krisengeprägten Jahr 2022 hat sich die allgemeine Marktlage im Jahr 2023 grundsätzlich stabilisiert. Gerade im Bereich der Energiekosten konnte eine deutliche Verbesserung beobachtet werden, sodass gegen Ende des Jahres das Vorkrisenniveau nahezu erreicht wurde. Da sich diese Entwicklung jedoch erst mit Verzögerung in den Erzeugerpreisen niederschlägt, waren die Preissteigerungen bei Zulieferern weiterhin hoch. Auch bei der Beschaffung hat sich die Lage entspannt, die Lieferzeiten für Ersatzteile und neue Gewerke haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Am Rohstoffmarkt kam es hingegen im Verlaufe des Geschäftsjahres zu einer Abkühlung, an deren Ende die niedrigsten Metallpreise der vorangegangenen 30 Monate standen. Bei einzelnen Metallen haben sich die Preise im Vergleich zum Januar um bis zu 50% verringert. Im Geschäftsfeld der HHB gab es nur geringfügig Änderungen zum Vorjahr. Die Sammelquoten blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert und wurden von den Sammelsystemen erreicht. Insgesamt entwickelt sich der Markt auf der Nachfrageseite weiterhin seitwärts. Auf der Angebotsseite konnte für den deutschen Markt eine Konsolidierung beobachtet werden, da einzelne Marktteilnehmer aus dem Sortiergeschäft ausgestiegen sind. Aufgrund der aktuellen rechtlichen Lage ist die Konkurrenz im europäischen Ausland derzeit nicht relevant. Die Entwicklungen im Markt für LIB stellten sich auf der Nachfrageseite deutlich positiv dar. Der vermehrte Einsatz von LIB im Bereich der Gerätebatterien ("Elektrifizierung der Gesellschaft") sowie der disruptive Wandel in der Automobilbranche hin zur Elektromobilität, führt zu einem kontinuierlichen Nachfrageanstieg für das Recycling von LIB. Sinnbildlich dafür sind die Ankündigungen zum Ausbau der Produktionskapazitäten auf Seiten der Hersteller sowie der Recyclingkapazitäten auf Seiten der Verwerter von LIB. Viele dieser Anlagen wurden jedoch erst Ende 2023 fertiggestellt oder werden in den kommenden Jahren gebaut. Daher ergab sich auf Seiten der Recycler im abgelaufenen Geschäftsjahr ein ähnliches Bild wie im Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 Das Geschäftsfeld der Sortierung von HHB wurde an die Redux Batteries GmbH (anschließend Umfirmierung in Saubermacher Recycling GmbH, kurz SMR) abgespalten, es werden am Standort Bremerhaven jedoch weiterhin Altbatterien im Auftrag der SMR sortiert. Da die Vertragsstruktur mit den größeren Rücknahmesystemen im Geschäftsjahr 2023 gehalten bzw. ausgebaut werden konnte, lag die gesamte Sortiermenge am Standort Bremerhaven über der der Vorjahre. Im Bereich LIB wurde das Geschäftsprofil weiter geschärft und der Fokus auf eine Erweiterung des Geschäftsfelds gelegt. In diesem Zuge konnten neue Partner für den Prozessschritt der thermischen Behandlung gesichert werden und somit die Kapazitäten in diesem wichtigen Bereich erhöht werden. Zudem konnten die Lagerkapazitäten bei externen Partnern deutlich erweitert werden. In Folge hat sich der gesamte Verwertungsprozess im Verlaufe des Geschäftsjahres deutlich stabilisiert. Auch auf der Seite der Abnehmer der Outputmaterialien konnten Fortschritte erzielt werden und neue, langfristige Verträge abgeschlossen werden. Die ersten Auslieferungen unter diesen Verträgen fanden im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres statt. Einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatte die Entwicklung an den Metallmärkten. Da die Verkaufserlöse unmittelbar an die LME-Kurse gebunden sind, gab es hier einen deutlichen Umsatzrückgang. Auf der Einkaufsseite kam es gegen Ende des Jahres zu einem Hold-Up-Problem. Lieferanten lieferten in Erwartung geringerer Verwertungsentgelte im Folgejahr weniger Altbatterien. Dieses Problem konnte mit einer vorgezogenen Anpassung bei den Verwertungsentgelten gelöst werden, führte jedoch zu weiteren Erlösschmälerungen. Auf der Kostenseite haben sich vor allem die gestiegen Kosten für externe Prozessschritte negativ auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. 3. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr Das abgelaufene Geschäftsjahr hat zwei wesentliche Änderungen für die Gesellschaft mit sich gebracht. Zunächst betrifft dies die Abspaltung des HHB-, AlMn-, sowie NiMh-Geschäfts in die Redux Batteries GmbH (Umfirmierung zur Saubermacher Recycling GmbH) per 14. Juli 2023. Dies umfasst im Wesentlichen den Standort Offenbach, der seit 2022 ausschließlich das AlMn- und NiMh-Geschäft betreibt. Die Sortierung von HHB wird bis auf weiteres sowohl in Offenbach als auch in Bremerhaven fortgeführt. Darüber hinaus konnte für das LIB-Geschäft in Bremerhaven die Redwood Materials Inc als starker Partner gefunden werden. Der Verkaufsprozess wurde im September 2023 abgeschlossen. 4. Lage des Unternehmens Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 11.030 TEUR (Vorjahr: TEUR 12.520, -12 %) verringert. Hauptgrund für die Veränderung ist die Abspaltung des Anlagevermögens der Redux Batteries GmbH. Im Detail ergeben sich die folgenden Veränderungen innerhalb der Aktiva und Passiva: Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen von TEUR 5.882 auf TEUR 4.713 (-19,9 %) verringert. Zum einen ergibt sich die Änderung aus der Abspaltung, zum anderen wurden geplante Investitionen aufgrund der dynamischen Marktsituation teilweise in die Nachfolgeperioden verschoben. Bei den Vorräten haben sich die Bestände von TEUR 4.663 auf TEUR 1.932 verringert. Hauptgründe hierfür sind der Abbau des Lagerbestands im LIB Bereich, gefallene Metallpreise sowie ebenfalls die Abspaltung. Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 1.476 auf TEUR 3.582 erhöht, was in erster Linie auf den Abbau der Lagerbestände im 4. Quartal und einen geänderten Ausweis eines Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Das Guthaben bei Kreditinstituten hat sich von TEUR 153 auf TEUR 596 erhöht. In Summe hat sich das Umlaufvermögen um TEUR 214 (-3,3 %) nur leicht verringert. Die Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 145). Durch Maßnahmen, die im Zuge der Abspaltung und Übernahme durch die Redwood Materials getroffen wurden, wurde das Eigenkapital gestärkt und beläuft sich nun auf TEUR 1.072. Dies entspricht einer Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 370 (+52,7 %). Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich verringert wurden (Verringerung um TEUR 2.314; -69 %), erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um TEUR 40. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 538, nach TEUR 30 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern waren rückläufig (-37,3 %) bei insgesamt TEUR 3.501 im laufenden Geschäftsjahr. Anzahlungen von Kunden beliefen sich auf TEUR 143. Insgesamt konnten somit die Verbindlichkeiten um TEUR 1.776 verringert werden. Die Rückstellungen (TEUR 1.590) blieben auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist im Allgemeinen als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, die Verbindlichkeiten stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfrist zu begleichen sowie die bestehenden Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen. Die Abspaltung der Redux Batteries GmbH und die Übernahme durch Redwood Materials wirkten sich positiv auf das Eigenkapital aus, das nun eine Höhe von TEUR 1.072 aufweist; dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 9,7 %. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir weiterhin stabil. Kurzfristiger Finanzbedarf kann innerhalb des Konzerns gedeckt werden. Die Zahlungsfähigkeit ist gemäß den aktuellen Planungen jederzeit gewährleistet und wir gehen unverändert vom Fortbestand der Gesellschaft aus, da die Gesellschaft auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen kann. Ertragslage Durch die Abspaltung des umsatzstarken NiMH-Geschäfts hat sich der Umsatz der Gesellschaft von TEUR 13.623 im Vorjahr auf 9.899 TEUR im Berichtsjahr vermindert (-27,3 %), der Umsatz im LIB Bereich blieb dabei jedoch stabil. Durch neu erschlossene Absatzmöglichkeiten konnte der Lagerbestand an Fertigerzeugnissen zudem deutlich verringert werden. Zusammen mit der Bestandsverringerung aufgrund der Abspaltung verringerten sich die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 2.678. Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen verringerten sich proportional zu den Erlösen von TEUR 8.058 auf TEUR 5.913. Da das Gros der Mitarbeiter bei der Redux Recycling GmbH verblieben ist und darüber hinaus die Produktionskapazitäten im Bereich LIB erhöht wurden, verringerte sich der Personalaufwand nur leicht von TEUR 4.580 im Vorjahr auf TEUR 4.175 (-8,8 %). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einer Verringerung auf TEUR 2.627 (Vorjahr: TEUR 3.583, -26,7 %). Auch hier lässt sich der Rückgang im Wesentlichen auf die Abspaltung zurückführen. III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Chancen der künftigen Entwicklung Als führender Anbieter für Verwertung von LIB kann REDUX zum einen die steigende Nachfrage am Markt für Recyclinglösungen von LIB bedienen und gleichzeitig die Schwarzmasse als Ausgangsprodukt für die Gewinnung von Rohstoffen für die Batterieherstellung zur Verfügung stellen. In Anbetracht der Marktentwicklungen im Bereich LIB und den regulatorischen Rahmenbedingungen besteht hier die Chance, sich zusammen mit dem neuen Gesellschafter als First-Mover langfristig als Markt- und Technologieführer im Wertstoffkreislauf zu positionieren. Operativ ergeben sich Chancen in der Beschaffung von Inputmaterialien durch einen verbesserten Marktzugang zusammen mit dem neuen Gesellschafter. Insbesondere am stark umkämpften OEM Markt erwarten wir neue, langfristige Kooperationen. Auch auf der Abnehmerseite gibt es Chancen auf eine bessere Marktansprache. Für das Folgejahr konnte bereits ein Großteil des Outputstroms vertraglich abgesichert werden. Nach dem Preisverfall bei den Metallpreisen in 2023 wird für die Folgeperioden eine stabile bis positive Entwicklung erwartet. Somit erwarten wir insgesamt eine positive Entwicklung auf der Erlösseite. Bei den Kosten ergeben sich neue Chancen aus höheren Kapazitäten bei neuen Partnern für externe Prozessschritte und einer entsprechenden Kostendegression. Durch eine weitere Stabilisierung der internen Prozesse soll zudem eine erhöhte Effizienz erreicht werden, die wiederum einen positiven Effekt auf die Kosten hat. 2. Risiken der zukünftigen Entwicklung und Risikomanagement Risiken können sich aus einer Intensivierung des Wettbewerbs, insbesondere durch aggressive Marktansprache, ergeben. Dadurch kann es zu einem Preisverfall auf der Inputseite kommen, beziehungsweise zu einer Verringerung der Inputvolumina. Bei unveränderten Preisen am Metallmarkt führt dies zu einem Risiko für die Ertragslage des Unternehmens. Auch wenn REDUX mit abfallrechtlichen Genehmigungen gut aufgestellt ist, sind diese ggf. für neue Materialströme notwendig. Sollte es hier zu Verzögerungen kommen, wird es zu Einschränkungen in der Produktion und im Stoffstrom kommen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sucht REDUX aktiv die Zusammenarbeit mit den Behörden, um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Weiterhin kann es bei diversen Zulieferern und Subunternehmen zu Kapazitätsengpässen und Preisanpassungen kommen, die eine unmittelbare Auswirkung auf die Produktion respektive die Ertragslage haben würden. Das Management begegnet diesem Risiko indem langfristig Verträge mit entsprechenden Mengen und Kapazitätszusagen abgeschlossen werden. 3. Prognosebericht Die Entwicklung der Ertragslage hängt stark von den tatsächlich gelieferten Mengen ab. In Hinblick auf die Mengenplanung ist davon auszugehen, dass die Ertragslage zunächst stabil auf dem Niveau des vierten Quartals des Vorjahres liegt und sich mit Fortschreiten des Geschäftsjahrs stetig verbessert. Ausgehend von dieser Planung gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft einen Großteil des Liquiditätsbedarfs aus eigenen Mitteln decken kann. Sollte es zu weiterem Liquiditätsbedarf kommen - insbesondere in Hinblick auf anstehende Investitionen - werden diese Bedarfe durch die Gesellschafterin gedeckt. Die Gesellschaft hat eine Planungs- und Liquiditätsrechnung bis zum 31. Dezember 2025 aufgestellt. Die Planung ist insgesamt als konservativ zu betrachten, wobei von einer Ausweitung des LIB-Geschäfts ausgegangen wird. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft ist unter Berücksichtigung von zugesagten Gesellschafterdarlehen in hinreichender Höhe über den gesamten Planungshorizont gedeckt. Die Ertragslage für 2024 sehen wir besser als in den vorangegangen Jahren, da ein großer Teil der erwarteten Erlöse und Kosten durch langfristige Verträge gedeckt sind. Sollte sich wider Erwarten die Situation schlechter darstellen, ist der Bestand aus der Sicht der Geschäftsleitung gemäß der aktuellen Planung der Gesellschaft gesichert. Dies gilt insbesondere unter der Berücksichtigung der seitens der Gesellschafterin gewährten und zu gewährenden Darlehen und Verpflichtungserklärungen und umfasst auch unerwartete bestandsgefährdenden Risiken. Die Gesellschafterin hat für den beschriebenen Fall eine Absichtserklärung abgegeben. 4. Wichtige Ereignisse nach dem Stichtag Keine. 5. Gesamtbewertung Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, schwankenden Rohstoffpreisen, Verknappung der thermischen Kapazitäten und sich ändernden Preisniveaus. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Absicherung und der Erweiterung im Geschäftsfeld LIB, sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken zusammen mit unserer Gesellschafterin jedoch gut gerüstet.
Offenbach, 31. August 2024 gez. Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023REDUX Recycling GmbH, Offenbach am MainI. Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse
II. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der REDUX Recycling GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zu beachten. Die Gesellschaft wendet dabei die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB gemäß Art. 75 Abs. 2 EGHGB an. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267, 288, 274a HGB Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr mit steuerlicher und handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2023 aufgespalten. Der Recyclingstandort in Offenbach am Main wurde dabei auf eine neue Gesellschaft übertragen, während der Standort Bremerhaven weiterhin durch die Redux Recycling GmbH betrieben wird. Zur Abwendung der wirtschaftlichen Überschuldung wurden im Berichtsjahr Darlehen über TEUR 1.180 und TEUR 5.046 TEUR in Eigenkapital umgewandelt. III. Gliederungsgrundsätze Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich teilweise gegenüber dem Vorjahr. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen denen des Vorjahres mit folgender Änderung: Zum 31. Dezember 2022 wurden unter den unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen Forderungen in Höhe von T€ 1.555 ausgewiesen, deren Leistungserbringung bereits vollzogen war, die Abrechnungsmodalitäten und Gutschriften von den Kunden jedoch noch ausstanden. Aufgrund der Natur dieser Forderungen wurde der Ausweis zum 31. Dezember 2023 geändert in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 531); der Vorjahresvergleich der beiden Bilanzposten ist somit eingeschränkt. Die Abspaltung des Standortes Offenbach am Main wurde durch direkte Buchung gegen die jeweiligen betroffenen Bilanzpositionen buchhalterisch umgesetzt. Der Vorjahresvergleich der Abschlusszahlen ist dahingehend nur eingeschränkt möglich. IV. Einfügen von Posten Zur Verbesserung der Klarheit der Bilanz wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in einem separaten Posten ausgewiesen. V. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind grundsätzlich nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. VI. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten jeweils unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Euro (EUR) ausgewiesen. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und Werte sind zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert und gemäß ihrer planmäßigen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Zuschreibungen erfolgen gemäß § 253 Abs. 5 HGB, sofern der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Die planmäßigen linearen Abschreibungen richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von EUR 250,01 bis 800,00 werden im Zugangsjahr grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Dabei wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Für Hilfs- und Betriebsstoffe wurde ein Festwert gebildet, der regelmäßig überprüft wird, letztmalig zum 31. Dezember 2020. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert. Die Steuerrückstellungen, soweit vorhanden, beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind geleistete Zahlungen ausgewiesen, die erst im folgenden Geschäftsjahr als Aufwand zu berücksichtigen sind. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 72) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. VII. Erläuterungen zur Bilanz: Im Rahmen der Abspaltung des Standortes Offenbach am Main ergab sich eine abspaltungsbedingte bilanzielle Vermögensminderung in Höhe von T€ 16, welche durch Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 16 im Eigenkapital entsprechend berücksichtigt wurde. VIII. Verbindlichkeitenspiegel: Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 3.717 (Vorjahr: 6.036), davon gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 892 (Vorjahr: TEUR 2.314) und davon gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.522). Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4.650 (Vorjahr: 4.107), davon gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 1.041) und davon gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.501 (Vorjahr: TEUR 3.066). Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.487). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. Andere Verbindlichkeiten waren nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. IX. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Jahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 6.470 (Vorjahr: TEUR 2.470) verzeichnet. Unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 252) enthalten. Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden Steuererstattungen für Vorjahre gezeigt. X. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern belaufen sich im Vorjahr auf TEUR 92, wobei sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stammten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 3.501 (Vorjahr: TEUR 5.588), wovon TEUR 0(Vorjahr: TEUR 672) aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stammen. XI. Sonstige Pflichtangaben 1. Angaben zu den Arbeitnehmern Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt insgesamt 68 Mitarbeiter, davon 54 gewerbliche Arbeitnehmer und 14 Angestellte, beschäftigt (ohne Organmitglieder). 2. Mitglieder der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Michael Vollmann, Prok. Mag. (FH), Kalsdorf (Österreich) - bis 14. September 2023 Dr. Martin Fritz Reinhold Reichstein, Hamburg Dr. Dirk Demuth, Walldorf - seit 24. Oktober 2023 Jason Thompson, Reno (USA) - seit 24. Oktober 2023 Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aus Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehenden Verpflichtungen (Miet- und Leasingverträge) betragen für die folgenden fünf Geschäftsjahre TEUR 2.016 (netto, Vorjahr: TEUR 1.585) wovon auf das folgende Geschäftsjahr TEUR 570 entfallen. 4. Angaben zur Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der REDUX Recycling GmbH wird in den Konzernabschluss der Redwood Materials Inc. mit Sitz in 2800 Lockheed Way, Carson City, NV 89706, Vereinigte Staaten, einbezogen und im dortigen Firmenbuch veröffentlicht. 5. Verwendung des Jahresergebnisses Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.470 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Vorgänge von Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt worden sind (§ 285 Nr. 33 HGB). Um den Fortbestand (Going Concern) der Gesellschaft zu gewährleisten, stellt die Gesellschafterin der REDUX ein umfangreiches, langjähriges Darlehen zur Verfügung.
Offenbach, den 31. August 2024 gez. Dr. Martin Reichstein, Geschäftsführer gez. Dr. Dirk Demuth, Geschäftsführer gez. Jason Thompson, Geschäftsführer ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDie Gesellschaft hat von den Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB Gebrauch gemacht. Wir weisen gem. § 328 Abs. 1a HGB darauf hin, dass sich der offen gelegte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht. An die REDUX Recycling GmbH, Offenbach am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der REDUX Recycling GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REDUX Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hannover, den 29. November 2024 Gehrke
Econ GmbH
gez. Olaf Goldmann, Wirtschaftsprüfer gez. Ralf Schnippengerd, Wirtschaftsprüfer |
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