Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 19732
Vorher
Deilmann-Haniel Shaft Sinking GmbHDeilmann-Haniel GmbH
Eingetragen
8.6.2006
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
die Ausführung von Hoch-, Tief- und Industriebauten aller Art, insbesondere Schachtabteufen, Untertagearbeiten, Tunnelbau, Spezialtiefbau, Stollenbau und Anwendung des Gefrierverfahrens sowie Bohrarbeiten aller Art sowie Planungs- und Engineeringarbeiten, die Herstellung oder Bearbeitung von Materialien zur Ausführung von Bauten und überhaupt jede Betätigung, die unmittelbar oder mittelbar der Gesellschaft zu dienen bestimmt ist. Die Gesellschaft ist zur Betriebsführung für andere Gesellschaften berechtigt

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dirk Thoene
seit 6.10.2022
Geschäftsführer
Werner Siedentopf
seit 22.3.2021
Prokura
Frank Otten
seit 18.10.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Redpath Mining Inc.CAN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deilmann-Haniel International Mining and Tunneling GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REDPATH DEILMANN GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die REDPATH DEILMANN GmbH (RD GmbH) ist eine Spezialgesellschaft, die Bau- und Servicearbeiten in den Bereichen Bergbau und Tunnelbau durchführt. Die Tätigkeiten umfassen Planung und Bau von Schächten, Reparatur-, Sanierungs- und Montagearbeiten in Schächten und sonstigen untertägigen Hohlräumen, Planungsarbeiten für Bergbau- und Vereisungsprojekte, Raisebore- und Vereisungsarbeiten. Die Hauptkunden im Bergbau sind Betreiber von Kohle-, Kali-, Salz- und Erzbergwerken sowie von Endlagerbergwerken für die untertägige Lagerung von Abfällen und im Bereich Tunnelbau die Tunnelbauunternehmen.

Die Aktivitäten und Projekte werden im In- und Ausland ausgeführt. Aufgrund der stagnierenden Nachfrage auf dem deutschen Markt verstärkt die Gesellschaft vermehrt und erfolgreich die Akquisitionsbemühungen im europäischen und im russischsprachigen Raum, wobei aufgrund der Sanktionen der Fokus auf den europäischen Raum gelegt wird.

Die Gesellschaft verfügt über jeweils eine Tochtergesellschaft in Russland (OOO Deilmann-Haniel Schachtostroj (DHS)), in Belarus (OOO Redpath Deilmann Belschachtostroj (RDB)) und zwei in Großbritannien (Redpath Deilmann UK Ltd. (RD UK) sowie RDMI Freezing JV Ltd. (RDMI)). Die DHS ist für die Ausführung der russischen Projekte und die Marktbearbeitung der russischsprachigen Märkte zuständig, die RDB unterstützt die Gesellschaft bei der Abwicklung des weißrussischen Projektes. In beiden Ländern wurden die Aktivitäten aufgrund der geopolitischen Lage eingestellt. Die serbische Tochtergesellschaft (RGP Deilmann d.o.o) wurde in 2024 geschlossen. Die RD UK ist eine Projektgesellschaft für das Teufen von drei Schächten auf dem Bergwerk Woodsmith in Yorkshire (UK) und die RDMI führt Gefrierarbeiten im Rahmen des High Speed zwei Eisenbahnprojektes in London (UK) aus. Für Steuerungszwecke werden alle Gesellschaften als Einheit (Gruppe) betrachtet.

Nach § 267 HGB erfüllt die RD GmbH die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft.

Wirtschaftsbericht

Die wirtschaftliche Lage für die RD GmbH in Deutschland war im Berichtszeitraum geprägt von den Projekten auf dem Bergwerk Konrad. Im Bereich des Geschäftes bei den Stammkunden wie K+S, SWS und RAG waren positive Veränderungen in der Nachfrage zu verzeichnen.

Bei der ARGE Konrad 1, einer 50/50-Arbeitsgemeinschaft mit der Thyssen Schachtbau GmbH (TS) (im Folgenden "ARGE K1"), wurden im Wesentlichen Schachtstuhlmontagen ausgeführt. Auf Konrad 2 (ebenfalls ARGE mit TS) wurden die Arbeiten zum Einbau der Innenschale ETS-Nord auf der zweiten Sohle fertiggestellt, Injektionsarbeiten im Schacht und umfangreiche Bauarbeiten im Bereich des Schachtkopfes ausgeführt.

In der ARGE Förderanlage Schacht Konrad 2 ("ARGE AFK2"), ebenfalls eine 50/50 Arbeitsgemeinschaft mit TS, wurden umfangreiche Planungsarbeiten für die endgültige Schachtförderanlage im Schacht Konrad 2 ausgeführt.

Der auf dem ehemaligen Salzbergwerk Asse in Wolfenbüttel bearbeitete Auftrag wurde mit geringen Umsätzen fortgeführt.

Im Ausland war die wirtschaftliche Lage für die RD GmbH durch die Projekte in England und Frankreich geprägt.

Das in Belarus akquirierte Projekt zum Teufen von zwei Gefrierschächten für Slavkali wurde aufgrund ausbleibender Zahlungen des Kunden eingestellt und der Auftrag im März 2022 gekündigt. Bis Mitte Juli 2022 wurden noch restliche Schachtarbeiten ausgeführt, um unsere Geräte vollständig zu demontieren. Ende des vorangegangenen Jahres wurde beim Internationalen Schiedsgericht in Stockholm (SCC) Klage gegen den Bauherrn Slavkali und den Generalunternehmer Sinomec eingereicht. Die Klage wurde auf Nedra Neshins, die in 2023 die Assets einschließlich des Bergwerks Neshinsky von Slavkali übernommen hat, erweitert. Das Schiedsgerichtsverfahren dauert aktuell noch an. Hier gab es im Oktober 2024 Anhörungen. Mit einem Schiedsspruch ist nicht vor 2025 zu rechnen.

In England wurden im Berichtsjahr die Arbeiten auf dem Bergwerk Woodsmith für den Auftraggeber Anglo American planmäßig auf 3 Schächten ausgeführt. Die Gefrierarbeiten im Rahmen des High Speed 2 Eisenbahnprojektes verlaufen ebenfalls planmäßig.

In Frankreich führt RD für die französische MDPA Wartung, Instandhaltung, Sanierungs- und Bauarbeiten auf einem ehemaligen Salzbergwerk im Elsass aus. Dort wurden toxische Abfälle eingelagert, die sachgemäß verwahrt werden müssen.

In Bochum und in Reden (in Arge mit der Saarmontan GmbH) im Saarland führt RD für die RAG Sanierungs- und Bauarbeiten für die Wasserhaltung der stillgelegten Kohlenbergwerke im Ruhrgebiet und im Saarland aus.

Die übrigen Projekte der Gesellschaft verliefen insgesamt im erwarteten Rahmen.

Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft

Vermögenslage:

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich im Berichtsjahr auf rd. 212,5 Mio. € (Vorjahr: 198,4 Mio. €). Davon entfallen auf das Anlagevermögen 5,4 Mio. € bzw. 2,5 % (Vorjahr: 6,0 Mio. € bzw. 3,0 %) und auf das Umlaufvermögen 196,1 Mio. € bzw. 92,3 % (Vorjahr: 179,7 Mio. € bzw. 90,6 %).

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen zurückgegangen.

Der Anstieg der unfertigen Bauleistungen um 4,9 Mio. € auf 132,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Nachlaufkosten aus dem Projekt in Belarus.

Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 6,6 Mio. € auf 34,1 Mio. € ergibt sich hauptsächlich aus veränderten Darlehensständen. Das Darlehen an die Muttergesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um 4,5 Mio. € auf 26,5 Mio. € aufgebaut.

Die Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände um 1,9 Mio. € auf 0,5 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Körperschaftsteuerforderungen gegen das Finanzamt von 1,0 Mio. € resultierend aus Steuererstattungsansprüchen in Frankreich und aus Abrechnungen mit Krankenkassen von 0,5 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresüberschusses von 6,6 % im Vorjahr auf 8,5 % verbessert. Die Fremdkapitalquote beträgt 91,5 % (Vorjahr: 93,4 %), davon entfallen auf die Rückstellungen 2,8 % bzw. 5,9 Mio. € (Vorjahr: 3,1 % bzw. 6,2 Mio. €) und auf die Verbindlichkeiten 88,7 % bzw. 188,5 Mio. € (Vorjahr: 90,3 % bzw. 179,2 Mio. €). Die wesentliche Änderung der Passivseite ist durch die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des laufenden Jahresüberschusses und der Verbindlichkeiten insbesondere aufgrund signifikant gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften geprägt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit 164,2 Mio. € nahezu unverändert und übersteigen die unfertigen Leistungen um 31,5 Mio. €.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften um 9,7 Mio. € auf 20,0 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus der ARGE Konrad 1 Schachbauarbeiten und der ARGE Konrad 2 Schachtsanierung.

Ertragslage:

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern an.

Das Ergebnis nach Steuern lag bei 5,0 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Nach Abzug der sonstigen Steuern wurde das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von rd. 4,9 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) abgeschlossen. Folgende Effekte haben im Wesentlichen zur Erhöhung des Jahresüberschusses um 2,5 Mio. € beigetragen.

Der Umsatz der RD GmbH im Geschäftsjahr 2023 betrug 47,3 Mio. € und lag damit 2,5 Mio. € über dem Vorjahreswert. Hauptanteil daran hatten die Projekte Woodsmith und Freezing HS2 in England, vorwiegend durch die Mitarbeitergestellung seitens RD, und die inländischen ARGEN Konrad 1, Konrad 2 und AFK2, jeweils 50/50-Arbeitsgemeinschaften mit der Thyssen Schachtbau GmbH (TS). Diese Entwicklung entspricht im Wesentlichen unserer Prognose aus dem Vorjahr.

Die positiven Wechselkurseffekte in 2022 mit Währungsgewinnen von 1,7 Mio. € wiederholten sich in 2023 nicht. Dies führte im Wesentlichen zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 2,3 Mio. € auf 0,4 Mio. €.

Aufgrund der Einstellung der Bauaktivitäten in Belarus im Vorjahr verminderten sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen um 2,7 Mio. €. Gleichzeitig erhöhten sich die Fremdleistungen im Zusammenhang mit dem Projekt Woodsmith, Wasserhaltungsprojekten und diversen Planungsprojekten um 0,4 Mio. €.

Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung erhöhte sich unter anderem durch tarifliche Anpassungen, wesentlich mehr Auslandseinsätze der Mitarbeiter insbesondere in England und eine leichte Erhöhung der Mitarbeiterzahl in Deutschland bei gleichzeitigem Abbau der Belegschaft der weißrussischen Betriebsstätte zum Vorjahr um 2,4 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer geringeren Managementfee sowie niedrigeren Versicherungsaufwendungen.

Die beschriebenen Veränderungen führten zu einem Betriebsergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern von 4,0 Mio. € gegenüber einem Vorjahresbetriebsergebnis von 2,4 Mio. €.

Die Erträge aus Beteiligungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,2 Mio. € nach 0 € im Vorjahr und stehen im Zusammenhang mit Gewinnausschüttungen aus der ARGE AKV 1.

Das Zinsergebnis verbesserte sich um 1,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr aufgrund von um mehr als 3 % gestiegenen 3-Monats-Euribor-Sätzen von 2022 auf 2023 im Rahmen der EZB-Zinspolitik bei leicht gestiegenen Ausleihungen.

Finanzlage:

Die Gesellschaft finanziert das laufende Geschäft im Wesentlichen über die erhaltenen Anzahlungen auf die Projekte, bestehende Bankguthaben sowie über konzerninterne Kreditvergaben. Kreditlinien bei Kreditinstituten bestehen nicht.

Der aus liquiden Mitteln bestehende Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr um 5,3 Mio. € auf 9,4 Mio. € erhöht. Der Anstieg resultiert aus Zahlungsmittelzuflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,1 Mio. € und aus operativer Tätigkeit von 9,1 Mio. € bei Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4,9 Mio. €.

Aus der dargestellten Bilanzstruktur ergibt sich eine Liquidität 1. Grades 1 von 4,9 % (Vorjahr: 2,2 %), eine Liquidität 2. Grades 2 von 31,3 % (Vorjahr: 25,6 %) sowie eine Liquidität 3. Grades 3 von 102,2 % (Vorjahr: 98,3 %). Das Working-Capital 4 der Gesellschaft lag Ende 2023 bei 4,2 Mio. € (Vorjahr: -3,0 Mio. €).

1 = [Kassenbestand + Guthaben bei Kreditinstituten] / [kurzfristige Rückstellungen + kurzfristige Verbindlichkeiten]
2 = [Kassenbestand + Guthaben bei Kreditinstituten + kurzfristige Forderungen + kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände] / [kurzfristige Rückstellungen + kurzfristige Verbindlichkeiten]
3 = Umlaufvermögen / [kurzfristige Rückstellungen + kurzfristige Verbindlichkeiten]
4 = Umlaufvermögen - [kurzfristige Rückstellungen + kurzfristige Verbindlichkeiten]

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Den Bereichen Arbeitssicherheit und Compliance messen wir einen hohen Stellenwert zu, auch wenn diesbezügliche Kennziffern nicht im Sinne von Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden.

Die Arbeitssicherheit ist dabei von herausragender Bedeutung und wird regelmäßig monatlich gemessen. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Jahr keine schwerwiegenden Unfälle zu verzeichnen gehabt.

Die Gesellschaft agiert international. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, geltendes Recht und lokale Gesetze zu beachten. Die Gesellschaft verfügt über ein Compliance Programm, mit dem die Mitarbeiter für mögliche Themen in regelmäßigen Schulungen sensibilisiert werden und in Verbindung mit einem funktionierenden Internen Kontrollsystem Missbräuche vermieden werden.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft fokussiert sich unverändert auf die Akquisition und Ausführung von Großprojekten in Deutschland und im europäischen Ausland sowie auf kleinere und mittlere Projekte auf dem heimischen Markt.

Das Haupt-Geschäftsfeld der Gesellschaft bleibt unverändert der Schachtbau. Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Bodenvereisung und horizontalen Auffahrungen von Strecken und Sonderbauwerken werden ebenfalls weiterverfolgt.

Die konjunkturelle Entwicklung und die Veränderungen der Rohstoffpreise haben für die RD GmbH auf dem deutschen Markt geringe Auswirkungen, da ein erheblicher Teil der Leistungen im Endlagerbergbau erzielt wird. Hier konnte in 2023 ein Auftrag in Arbeitsgemeinschaft zur Verfüllung des Bergwerks Gorleben gewonnen werden. Der Beginn der Verfüllarbeiten erfolgt Ende 2024. Weitere potentielle Projekte sind in der Anbahnungsphase. Der Markt bewegt sich auf dem gleichen Niveau der Vorjahre.

Der russischsprachige Raum ist unter veränderten Vorzeichen wegen des Ukraine- Krieges bis auf weiteres kein Zielmarkt für RD. Die Marktlage konkret in Russland und Belarus stellt sich aufgrund der EU-Sanktionen als schwierig dar. Deshalb werden in diesen beiden Ländern bis auf Weiteres alle Akquisitionsaktivitäten eingestellt, vermutlich für viele Jahre. Aufgrund belarussischer Vorschriften ist eine Ausfuhr von Geräten und Material im Zuge der Vertragskündigung nur mit Sondergenehmigung der Regierung aus Belarus möglich, so dass die Ausfuhr aufgrund der aktuellen politischen Situation unter Umständen einem Risiko unterliegt. Die Ausfuhr ist bisher nicht erfolgt. Die Gesellschaft sieht weiterhin Wachstumschancen und verfolgt weiterhin konkrete Großprojekte von namhaften kasachischen und schwedischen Bergwerksgesellschaften und akquiriert verstärkt Planungsleistungen für den Bau von Schächten mit dem Ziel, frühzeitig in Kontakt mit dem Kunden und den Projekten zu kommen.

Anfang 2022 konnte für das englische Eisenbahnprojekt HS2 in Arbeitsgemeinschaft ein Projekt zur Vereisung von insgesamt zwölf Querschlägen eines Eisenbahntunnels in der Nähe von London gewonnen werden. Der Auftrag wurde um zwei weitere Querschläge erweitert und die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte 2025 andauern. Insgesamt bewegt sich im europäischen Raum die Marktlage für die bearbeiteten Geschäftsfelder auf gleichem Niveau wie im Vorjahr, während in Deutschland vermehrt Schachtprojekte ausgeschrieben werden.

Im Dezember 2023 gewann RD in ARGE mit Thyssen Schachtbau den Auftrag für den Bau von zwei Schächten für die Südwestsalz (SWS) in Heilbronn mit Baubeginn in 2024 und einer geplanten Dauer von drei Jahren.

Der engere Verbund mit den Landesgesellschaften der Redpath-Gruppe und die damit einhergehende Verbreiterung der Marktpräsenz bietet Chancen, dass die Gesellschaft ihr spezifisches Know-how auch in Projekte einbringen kann, die nicht in der regionalen Zuständigkeit der Gesellschaft liegen.

In Zusammenarbeit mit der kanadischen Schwestergesellschaft Redpath Canada Limited hat RD einen Vertrag mit Anglo American Woodsmith über den Bau von drei Schächten auf dem Bergwerk Woodsmith in Yorkshire, England, unterzeichnet. Im Oktober 2021 wurde ein erster Teilauftrag im Rahmen eines Letter of Intent abgeschlossen und im Mai 2022 ein Teilauftrag, der eine Laufzeit bis Ende 2023 hat, unterzeichnet. Die Teufarbeiten in den beiden ca. 1.550 m tiefen Bergwerksschächten, die mittels mechanischer Schachtbohrmaschinen Typ SBR erfolgen, verlaufen erfolgreich. Im Januar 2024 wurde der Folgeauftrag "Big Sink" über das Teufen der Schächte bis zur Endteufe mit einem Gesamtvolumen von T€ 530 unterschrieben.

Mitte Mai 2024 wurde von Anglo American im Zusammenhang mit stark gesunkener Liquidität und strategischer Neuausrichtung beschlossen, die Arbeiten an zwei der drei Schächte einzustellen und diese beiden Schächte in den Care and Maintenance Modus zu überführen. Das Teufen des Service Schachtes soll dreischichtig bis vorerst Ende 2025 weitergeführt werden. Eine Änderung des Vertrags wurde entsprechend verhandelt, ist bisher noch nicht unterschrieben worden. Die Strategie von Anglo American beinhaltet neben Eisenerz und Kupfer weiter das Projekt Woodsmith mit seinem Polyhalitvorkommen als Kerngeschäfte fortzuführen. Zur Vermarktung des Produktes sind und werden strategische Partnerschaften geschlossen. Entsprechende Studien hinsichtlich einer wertschöpfenden Syndizierung mit einem oder mehreren strategischen Partnern werden in 2025 durchgeführt werden. Somit besteht die Chance, dass bei gegebener Marktfähigkeit des Polyhalits das Projekt auch über 2025 hinaus fortgesetzt wird.

Da das Projekt im Wesentlichen durch die englische Tochtergesellschaft RD UK mit eigenem Personal und lokalen Nachunternehmern durchgeführt wird und RD als Nachunternehmer fungiert, werden sich die direkten negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der RD im überschaubaren Rahmen halten.

Vor dem Hintergrund des derzeitigen Auftragsbestands, der Marktlage und der Veränderungen auf dem Projekt Woodsmith insgesamt erwartet die Geschäftsführung, dass sich der Umsatz gegenüber 2023 leicht positiv entwickeln wird. Für das Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern erwarten wir eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Der Cashflow des kommenden Jahres wird sich voraussichtlich leicht positiv gestalten.

Aufgrund der Reduzierung des Auftragsumfangs auf dem Projekt Woodsmith kompensiert durch die Projekte Verfüllung Gorleben und dem Schachtbauprojekt Heilbronn ist von einer konstanten Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses in 2025 auszugehen.

Die Gesellschaft hat per 31. Dezember 2023 einen Auftragsbestand von 150,6 Mio. €, welcher sich bis zum September 2024 nur geringfügig auf 150,4 Mio. € verringert hat. Der Auftragsbestand setzt sich im Wesentlichen aus mehreren Großaufträgen zusammen. Somit bestehen grundsätzlich eine starke Abhängigkeit von Großprojekten und das Risiko einer Verschlechterung der Ertragslage bei Unterbrechungen oder Wegfall eines oder mehrerer dieser Großprojekte. Aufgrund der Besonderheiten des Projektgeschäftes ist die Auslastung der REDPATH DEILMANN GmbH in Deutschland zu einem erheblichen Teil durch Aufträge gesichert. Langlaufende große Projekte werden, sofern sie wie geplant verlaufen, auch im Jahr 2024 für eine solide Grundauslastung sorgen und es werden weitere Projekte angeboten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Situation hinsichtlich kleinerer und mittlerer Projekte im Jahr 2024 und über das Jahr 2025 hinaus besser als in 2023 entwickeln wird.

Projektrisiken können aus der Performance von Personal und Maschinen, Logistik und der politischen Situation resultieren. Zur Überwachung und Steuerung hat die Gesellschaft entsprechende Routinen eingeführt.

Weitere Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit können sich aus Vertrags-, Steuer- oder Wettbewerbsrecht oder auch Gewährleistungszusagen ergeben. Durch interne Richtlinien, organisatorische Maßnahmen, die Einführung eines Compliance-Systems und kompetente juristische Beratung ist die Gesellschaft in der Lage, diese Risiken weitgehend zu begrenzen. Erforderliche Risikovorsorgen sind bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung der Risiken ist komplex und schwer quantifizierbar, daher kann bei Eintritt des Risikofalles die getroffene Vorsorge überschritten werden.

Risiken können sich ebenfalls ergeben aus den Änderungen technischer Methoden zum Teufen von Schächten, die seitens Konkurrenzunternehmen angeboten werden könnten und die zu einem Verlust oder zumindest einer deutlichen Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft führen würden. Zur Vermeidung dieser Risiken entwickelt die Gesellschaft eigene mechanisierte Teufverfahren einschließlich der dazugehörigen Maschinentechnik, um über Innovationen der Verfahrenstechnik und höhere Mechanisierung deutliche Produktivitätssteigerungen und damit Kostenvorteile zu erarbeiten.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zu negativen finanziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen, haben sich nicht ergeben.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen Finanzinstrumente, die die Gesellschaft verwendet, sind der Ein- und Verkauf von Gütern und Dienstleistungen auf Ziel und die daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Grundsätzliches Ziel ist es dabei, finanzielle Risiken für die Gesellschaft zu vermeiden oder zu minimieren.

Dazu wird z.B. vor Annahme von Aufträgen, auch bei Stammkunden, die Kreditwürdigkeit über Auskunfteien geprüft, um das Ausfallrisiko zu reduzieren. Im Rahmen des Cash-Managements werden die Ausfall- und Liquiditätsrisiken kontinuierlich überwacht und verfolgt. Die Überwachung erfolgt mittels kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, welche regelmäßig auf Basis neuerer Entwicklungen aktualisiert werden, zeitnaher Verfolgung von Zahlungseingängen bzw. von Zahlungsverzügen und Soll-Ist- Vergleichen auf Basis des Budgets für das laufende Geschäftsjahr. Die Forderungen und Verbindlichkeiten valutieren in Euro. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten im Einzelfall auf fremde Währungen lauten, erfolgt eine Überwachung des Preisänderungsrisikos je nach Bedeutung der Position.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt die Überwachung nach den gleichen Grundsätzen unter Berücksichtigung der besonderen Beziehungen im Konzern.

 

Dortmund, den 10. Dezember 2024

REDPATH DEILMANN GmbH

Jochen Greinacher, Geschäftsführer

Dirk Thöne, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.599,83 121.718,33
2. Geleistete Anzahlungen 242,74 291,48
62.842,57 122.009,81
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 2.668.594,49 2.737.654,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.426.671,15 2.077.405,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.047.833,51 704.322,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.723,37 166.097,81
5.145.822,52 5.685.480,18
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 206.655,01 206.655,85
206.655,01 206.655,85
5.415.320,10 6.014.145,84
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.182.136,25 3.456.139,78
2. Unfertige Bauleistungen 132.673.865,41 127.755.533,32
135.856.001,66 131.211.673,10
3. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 52.924,13 211.698,71
135.908.925,79 131.423.371,81
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.815.525,57 12.350.431,77
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 2.379.394,71 1.958.057,13
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.081.405,51 27.496.754,07
davon aus Lieferungen und Leistungen: € 3.190.685,33 [1.106.033,89]
davon aus Darlehen: € 30.890.720,18 [26.390.720,18]
davon gegen Gesellschafterin: € 26.500.000,00 [22.000.000.00]
4. Sonstige Vermögensgegenstände 460.976,41 2.357.457,68
50.737.302,20 44.162.700,65
III. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 9.423.933,99 4.090.590,00
196.070.161,98 179.676.662,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 367.848,65 495.865,29
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 10.605.425,67 12.226.765,79
212.458.756,40 198.413.439,38

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 250.000,00 250.000,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 8.260.000,00 8.260.000,00
III. GEWINNRÜCKLAGEN
Andere Gewinnrücklagen 100.000,00 100.000,00
IV. GEWINNVORTRAG 4.460.776,88 2.064.668,81
V. JAHRESÜBERSCHUSS 4.907.390,66 2.396.108,07
17.978.167,54 13.070.776,88
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.561.816,00 2.647.922,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.380.216,77 3.523.971,04
5.942.032,77 6.171.893,04
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 164.169.265,64 164.119.680,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 164.169.265,64 [164.119.680,35]
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.648,80 116.354,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 96.648,80 [116.354,23]
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 19.974.395,02 10.310.409,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 19.974.395,02 [10.310.409,64]
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.155.232,84 1.073.248,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.155.232,84 [1.073.248,79]
davon aus Lieferungen und Leistungen: € 155.232,84 [73.248,79]
davon aus Darlehen: € 1.000.000,00 [1.000.000,00]
Sonstige Verbindlichkeiten 3.143.013,79 3.551.076,45
5. davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 3.143.013,79 [3.551.076,45]
davon aus Steuern: € 1.069.369,20 [1.564.607,27]
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 175.948,92 [7.190,57]
188.538.556,09 179.170.769,46
212.458.756,40 198.413.439,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
1. Umsatzerlöse 47.265.580,41 44.801.092,67
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Bauleistungen 4.918.332,09 7.694.239,37
3. Sonstige betriebliche Erträge 446.373,78 2.305.584,16
davon aus der Währungsumrechnung: € 10.652,02 [1.696.275,03]
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.023.491,32 -4.679.352,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.730.077,75 -2.295.288,94
-4.753.569,07 -6.974.641,87
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.698.483,52 -28.078.526,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -7.092.929,63 -6.361.626,36
davon für Altersversorgung: € -93.489,83 [-239.638,67]
-36.791.413,15 -34.440.152,98
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.258.698,17 -3.494.535,52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.856.759,59 -7.524.895,52
davon aus der Währungsumrechnung: € -12.793,17 [-34.232,59]
8. Erträge aus Beteiligungen 2.200.000,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.478.213,41 398.650,60
davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.478.213,41 [398.650,60]
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -0,84 -0,63
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -232.180,68 -253.904,55
davon an verbundene Unternehmen: € -78.827,25 [-46.840,27]
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € -46.224,00 [-46.345,00]
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.464.697,53 -42.624,60
davon latenter Steueraufwand: € -1.621.340,06 [450.686,49]
13. Ergebnis nach Steuern 4.951.180,66 2.468.811,13
14. Sonstige Steuern -43.790,00 -72.703,06
15. Jahresüberschuss 4.907.390,66 2.396.108,07

Anhang 2023

1. Pflichtangaben

Firma: REDPATH DEILMANN GmbH
Sitz 44231 Dortmund, Haustenbecke 1
Registergericht: Amtsgericht Dortmund
Handelsregister-Nummer: 19732

2. Allgemeine Angaben

Die REDPATH DEILMANN GmbH (kurz RD GmbH) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Registernummer HRB 19732 eingetragen.

Die Geschäftsanteile werden gehalten von:

Redpath Mining Inc., North Bay, Kanada, mit 100 %

Die RD GmbH ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der ATON 2 GmbH, München. Die ATON GmbH, München, stellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, in den die RD GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der ATON 2 GmbH wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der ATON 2 GmbH, München, stellt den größten Kreis an Konzernunternehmen dar. Dieser Konzernabschluss ist in deutscher Sprache am Sitz der Gesellschaft in München erhältlich.

Die Redpath Mining Inc., Kanada, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist in englischer Sprache am Sitz der Gesellschaft in North Bay, Kanada, erhältlich. Es erfolgt keine Offenlegung.

Die RD GmbH ist deshalb von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 HGB befreit.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die RD GmbH ist zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Weitere Informationen sind unter den jeweiligen Posten zu finden.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV- Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen nur die gesetzlichen Pflichtbestandteile. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 1.000,00 nicht übersteigen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern es sich um eine nur vorübergehende oder voraussichtlich dauerhafte Wertminderung handelt.

Die Vorräte umfassen unfertige, noch nicht abgerechnete Bauleistungen, die zu Herstellungskosten ausgewiesen sind. Sie umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Aktivierungswahlrechte des § 255 Abs. 2 und Abs. 3 HGB werden entsprechend ausgeübt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde zum Stichtag Gebrauch gemacht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Geschäftsjahr, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,83 % ohne Entgeltumwandlung und 1,83 % mit Entgeltumwandlung; Vorjahr: 1,76 % bzw. 1,81 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden außerdem jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf EUR 29.131 (Vorjahr: EUR 34.497) und unterliegt der Ausschüttungssperre.

Erfolgswirksame Veränderungen des Diskontierungszinssatzes werden im Zinsergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag der Einbuchung eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bilanzerläuterungen

5. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen mit EUR 144.531,41 vornehmlich Abgrenzungen für Softwareanwendungen (Vorjahr: EUR 348.899,75) und mit EUR 173.586,29 Abgrenzungen für Unterkünfte für Mitarbeiter in Großbritannien (Vorjahr: EUR 0,00).

8. Aktive latente Steuern

Bei den aktiven latenten Steuern handelt es sich um Differenzen zwischen der nach weißrussischem Recht aufgestellten Steuerbilanz für die Betriebsstätte und der Betriebsstätten-Bilanz, wie sie in den handelsrechtlichen Jahresabschluss eingeflossen ist.

Die weißrussische Betriebsstätte hat gemäß dem handelsrechtlichen Jahresabschluss einen Jahresfehlbetrag erzielt. Nach weißrussischem Recht hat die Betriebsstätte Steuern in Höhe von EUR 665.349,84 an das lokale Finanzamt abgeführt. In gleicher Höhe wurden aktive latente Steuern zum Stichtag gebildet.

Die Höhe der latenten Steuern für die Jahre 2017-2022 wurde geprüft und auf den Gesamtwert der in diesem Zeitraum nach weißrussischem Recht an das lokale Finanzamt abgeführten Steuern in Höhe von EUR 9.940.075,74 angepasst.

Der Betrag aus der Aktivierung latenter Steuern ist in voller Höhe von EUR 10.605.425,67 (Vorjahr: EUR 12.226.765,79) ausschüttungsgesperrt.

9. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt EUR 250.000,00 und ist voll eingezahlt.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Personalkosten (Urlaub, Prämien, Freischichten etc.) 2.024.964,23 1.753.083,21
Ausstehende Rechnungen 888.432,54 1.410.191,83
Garantierückstellung 280.820,00 240.696,00
Übrige 186.000,00 120.000,00
3.380.216,77 3.523.971,04

Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden wie folgt aufgegliedert:

2023 2022
EUR EUR
Inland mit Dritten 28.764.367,94 27.814.401,19
Inland mit verbundenen Unternehmen 11.161,51 9.000,00
Ausland mit Dritten 6.459.334,64 10.578.176,03
Ausland mit verbundenen Unternehmen 12.030.716,32 6.399.515,45
47.265.580,41 44.801.092,67

Die im Ausland erwirtschafteten Umsätze wurden zu rd. 29 % (Vorjahr: rd. 32 %) in der EU und zu rd. 71 % (Vorjahr: rd. 68 %) in den Drittländern (Großbritannien, Südkorea, Brasilien und Kanada) erzielt.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus Rückstellungsauflösungen, Kostenweiterbelastungen, PKW-Nutzungen von Mitarbeitern und Erträge aus Währungsumrechnung.

Periodenfremde Erträge sind in Höhe von EUR 126.012,24 (Vorjahr: EUR 367.869,37) enthalten. Sie betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus Rückstellungsauflösungen.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen für den Verwaltungsbedarf, Instandhaltungsaufwendungen, Abgaben und Versicherungen, Managementumlagen der Muttergesellschaft, EDV-Aufwendungen, Beratungskosten, Mieten und Leasingaufwendungen sowie Währungsdifferenzen enthalten.

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 107.129,43 (Vorjahr: EUR 160.719,28) Avalprovisionen. Gemäß § 255 Abs. 3 HGB erfolgt eine Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen im Umfang der projektbezogenen Avalprovisionen.

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr 2023 werden im Saldo Ertragsteuern von EUR 2.464.697,53 ausgewiesen (Vorjahr: EUR 42.624,60). Diese entfallen im Wesentlichen in Höhe von EUR 56.675,53 (Vorjahr: EUR 42.624,60) auf ausländische Quellensteuer (Kanada) für gezahlte Darlehenszinsen von der Gesellschafterin. In Höhe von EUR 1.621.340,12 (Vorjahr: EUR 0,00) entfallen auf die Anpassung der aktiven latenten Steuern auf den Wert der tatsächlich bezahlten Körperschaftssteuer für die Jahre 2017 - 2022 für die Betriebsstätte in Belarus. EUR 121.332,00 (Vorjahr EUR 0,00) entfallen auf Körperschaftsteuer der Betriebsstätte in Frankreich.

16. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 239 309
Angestellte Mitarbeiter 160 376
Σ 399 685

17. Wesentlicher Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
%
Deilmann-Haniel Schachtostroj OOO 99,99 148.501.000,00 RUB 16.247.000,00 RUB
Berezniki, Russische Föderation
Deilmann-Haniel Belschachtostroj OOO 99,99 1.931.323,00 BYN 82.562,00 BYN
Soligorsk, Weißrussland
RGP Deilmann d.o.o. 100,00 590.000,00 RSD i.G. RSD
Beograd-Novi Beograd, Serbien
Redpath Deilmann UK Limited 66,67 13.725.522,00 GBP 9.451.038,00 GBP
Birmingham, Großbritannien

18. Arbeitsgemeinschaften

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 2022
% EUR EUR
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad 1
Mülheim / Ruhr
50,00 10.780.615,47 2.114.523,86
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad 2
Mülheim / Ruhr
50,00 35.868.771,27 17.650.203,79
Arbeitsgemeinschaft Konrad Versatzaufbereitung
Dortmund
50,00 2.088.121,77 1.115.638,12
Arbeitsgemeinschaft Blindschächte ASSE
Mülheim / Ruhr
50,00 2.386.666,96 -1.892,34
Arbeitsgemeinschaft Notfahreinrichtung Konrad
Dortmund
50,00 -29.170,74 -464,36
Arbeitsgemeinschaft Burg Altena
Dortmund
50,00 -438.526,30 -91,00
Arbeitsgemeinschaft Bergwerk Sigmundshall
Mülheim / Ruhr
50,00 127.514,09 -349,60
Arbeitsgemeinschaft Sanierung Schacht Zielitz 1
Mülheim / Ruhr
50,00 462.162,94 271.206,67
Arbeitsgemeinschaft VBS Schacht Neurode
Dortmund
50,00 -1.005.015,82 90,80
Arbeitsgemeinschaft Freezing Comol 5
Dortmund
60,00 905.417,23 -3,40
Arbeitsgemeinschaft Reden 4/5
Dortmund
33,33 2.761.366,05 -17.319,13
Arbeitsgemeinschaft Schachtförderanlage Konrad 2
Dortmund
50,00 2.065.317,77 534.410,45
Arbeitsgemeinschaft Demontagekammer Ibbenbüren Schacht 1
Dortmund
60,00 841.297,18 308.360,29
Arbeitsgemeinschaft HWB Konrad
Dortmund
50,00 25.072,40 25.072,40
Arbeitsgemeinschaft Verfüllung Gorleben
Mülheim / Ruhr
50,00 3.207,79 3.207,79

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen EUR 278.868,20
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) EUR 101.133,26
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (sämtliche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem bis fünf Jahren) EUR 977,84
- davon gegenüber fremden Dritten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 60.672,58
- davon gegenüber fremden Dritten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr bis fünf Jahren EUR 116.084,52
Verpflichtungen aus Bestellobligo EUR 616.258,04

Verpflichtungen aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude betragen EUR 89.612,00. Die Mietverträge (ausschließlich in Weißrussland) haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr und können per Option von Seite der RD GmbH aus verlängert werden. Bei Mietverträgen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr gibt es ebenfalls die vorgenannte Option.

Die restlichen Verpflichtungen betreffen i. H. v. EUR 189.256,20 Miet- und Leasingverträge über PKW- und Geschäftsausstattung.

20. Haftungsverhältnisse

Die RD GmbH haftet als Gesellschafterin der oben aufgeführten Arbeitsgemeinschaften unbeschränkt. Nach unserer Einschätzung können die Arbeitsgemeinschaften ihre zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllen, sodass die RD GmbH voraussichtlich nicht in Anspruch genommen wird.

21. Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt:

Dipl.-Ing. Jochen Greinacher, Essen - einzelvertretungsbefugt -, CEO (Vorsitzender)

Dipl.-Kfm. Dirk Thöne, Olpe, CFO

Die Geschäftsführer sind hauptberuflich für die Gesellschaft tätig und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

22. Abschlussprüferhonorar

Der Jahresabschluss der Redpath Deilmann GmbH, Dortmund, wird in den Konzernabschluss der ATON 2 GmbH, München, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Von der Befreiungsklausel des § 285 Nr. 17 HGB wird Gebrauch gemacht.

23. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.907.390,66 zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

24. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse, die Einfluss auf den Jahresabschluss haben könnten, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

25. Angaben zur globalen Mindestbesteuerung

In Deutschland wurde mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" eine Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung ("MinStG", sog. OECD Pillar-II) erlassen. Aufgrund der Geltung des MinStG erst ab dem Jahr 2024 ergab sich zum Abschlussstichtag kein tatsächlicher Steueraufwand nach diesem Gesetz. Im Rahmen einer Betrachtung möglicher Auswirkungen auf die Gesellschaft wurden zum Abschlussstichtag keine Sachverhalte identifiziert, aus denen wesentliche Effekte hinsichtlich einer möglichen Entrichtung einer Mindeststeuer zu erwarten sind (§ 285, Nr. 30a HGB).

 

Dortmund, den 10. Dezember 2024

REDPATH DEILMANN GmbH

Jochen Greinacher, Geschäftsführer

Dirk Thöne, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.187.174,88 5.080,00 4.471,68 0,00 1.187.783,20
2. Geleistete Anzahlungen 291,48 242,73 291,47 0,00 242,74
1.187.466,36 5.322,73 4.763,15 0,00 1.188.025,94
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Bauten 4.560.133,08 47.171,39 1.111.374,34 0,00 3.495.930,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.279.080,66 51.880,00 893.471,16 -9.637,09 16.427.852,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.872.978,34 729.161,87 81.260,56 9.637,09 3.530.516,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.097,81 0,00 163.374,44 0,00 2.723,37
24.878.289,89 828.213,26 2.249.480,50 0,00 23.457.022,65
III. FINANZANLAGEN:
Anteile an verbundenen Unternehmen 289.666,42 0,00 0,00 0,00 289.666,42
26.355.422,67 833.535,99 2.254.243,65 0,00 24.934.715,01
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.065.456,55 64.198,50 4.471,68 1.125.183,37
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.065.456,55 64.198,50 4.471,68 1.125.183,37
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Bauten 1.822.478,60 123.394,30 1.118.537,26 827.335,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.201.675,66 676.467,48 876.961,88 15.001.181,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.168.655,45 394.637,89 80.610,11 2.482.683,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.192.809,71 1.194.499,67 2.076.109,25 18.311.200,13
III. FINANZANLAGEN:
Anteile an verbundenen Unternehmen 83.010,57 0,84 0,00 83.011,41
20.341.276,83 1.258.699,01 2.080.580,93 19.519.394,91
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 30.12.2022
Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.599,83 121.718,33
2. Geleistete Anzahlungen 242,74 291,48
62.842,57 122.009,81
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Bauten 2.668.594,49 2.737.654,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.426.671,15 2.077.405,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.047.833,51 704.322,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.723,37 166.097,81
5.145.822,52 5.685.480,18
III. FINANZANLAGEN:
Anteile an verbundenen Unternehmen 206.655,01 206.655,85
5.415.320,10 6.014.145,84

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die REDPATH DEILMANN GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der REDPATH DEILMANN GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REDPATH DEILMANN GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 10. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer

Zans Gorskis, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

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