Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 727579
Vorher
UNIDOR Industrieelektronik GmbH
Eingetragen
17.10.1996
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Transformatoren und StromrichternHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb hochwertiger Produkte der Elektronik, insbesondere im Bereich der Soft- und Hardware für die Steuerung und die Meßdatenerfassung von Maschinen und Anlagen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Tessari
seit 13.10.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRSystems GmbH

Trossingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die TRSystems GmbH, im Folgenden auch "TRSystems" genannt, ist seit über 20 Jahren ein wichtiger Marktteilnehmer in der industriellen Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Wir liefern hierfür perfekte Produkte, Ideen und kompetente Dienstleistungen. Vom speziellen Sensor über sinnvolle Überwachungsgeräte, komfortable und universelle Messsysteme bis hin zum kompletten Retrofit von Maschinen.

TRSystems bietet Komponenten und Systemwissen, mit denen sich komplette Automatisierungslösungen realisieren lassen - voll integriert und perfekt aufeinander abgestimmt.

Im Geschäftsbereich OEM gewinnen zunehmend Gesamtsysteme inklusive konzeptioneller, mechanischer und elektronischer Beratung an Bedeutung.

Industrie-Computer in vielen Varianten bieten maßgeschneiderte Rechenpower für IT-gestützte Automatisierung. Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) bieten den klassischen Weg der Automation. HMIO-Controller bilden die Schnittstelle zum Benutzer. Feldbusknoten, E/A-Module und Nockenschaltwerke vervollständigen das Angebot an Automatisierungskompetenzen.

TRSystems, Systembereich Unidor, ist ein Begriff in der Stanz-, Press- und Umformwelt. Wir haben in der Stanz- und Presswelt nicht nur viele tausend Systeme weltweit erfolgreich installiert, sondern auch die Technologie maßgebend geprägt.

Das Geschäftsfeld Automation/Retrofit ist national und international mit Planung und Durchführung von Retrofit an Großpressenanlagen und Automatisierungsanlagen tätig.

Unabhängig davon, ob bestehende automatisierte Anlagen im Rahmen eines Retrofit-Projektes nachgerüstet bzw. modernisiert oder im Bereich der Presstechnik automatisierte Neuanlagen aufgebaut werden sollen, ein umfassendes Expertenwissen und jahrzehntelange Erfahrung sind dafür zwingende Voraussetzungen. Die Firma TRSystems bietet ihren Kunden diese Erfahrung, samt dem umfangreichen Know-How von Feeder, Platinenlader und Roboter, über die Presse bis hin zur hydraulischen und elektrischen Achsenregelung inklusive Visualisierung der Gesamtanlage.

Das Expertenteam "Automation/Retrofit" von TRSystems führt gemeinsam mit dem Kunden die Pressenautomation oder das Pressenretrofit Schritt für Schritt durch. Transparent und kunden- orientiert; von der Projektierung, über die Durchführung bis hin zur abschließenden Schulung der Mitarbeiter.

Damit wir unsere Ziele erreichen, steht die maximale Kunden- und Marktnähe sowie die größtmögliche Produktivität bei straffer Kostendisziplin im Vordergrund. Ein sehr wichtiger Faktor sind motivierte und informierte Mitarbeiter, die sich im Rahmen ihres Potenzials aufgeschlossen und aktiv voll und ganz in die gemeinsame Aufgabe einbringen.

Ein modernes, schlankes Management sorgt im Sinne unserer Kunden, aber auch unserer Mitarbeiter, für eine unbürokratische, dynamische Umsetzung und Abwicklung aller Unternehmens- und Betriebsprozesse.

2. Entwicklung

TRSystems betreibt intensive Entwicklung. Diese Aktivitäten sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen und wurden im Berichtsjahr auf hohem Niveau fortgesetzt. Ziel ist es, unseren Kunden zusätzlichen Nutzen anzubieten und damit unsere eigene Markstellung weiter zu festigen.

Zur Stärkung unserer technologischen Spitzenposition haben wir erneut ca. TEUR 1.900 in die Entwicklung investiert. Im Geschäftsjahr 2023 waren 11 Mitarbeiter im Bereich der Entwicklung tätig.

Die Entwicklungstätigkeiten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt.

In 2023 konnten zunehmend Neu- und Bestandskunden aus dem gewachsenen Standardportfolio, häufig mit kundenspezifischen Anpassungen, bedient werden.

Impulse von unseren Kunden und Anwendern für die Weiterentwicklung unserer Steuerungs- und Bedienlösungen haben wir konsequent in neue Produkte umgesetzt und konnten so das Portfolio überarbeiten und erweitern.

Die netzwerkbasierten, abgesetzten Bedienlösungen der notion.Client-Serie wurden dank erweitertem Funktionsumfang am Markt gut angenommen. Sie ermöglichen die herstellerneutrale Integration von Bedien- und Beobachtungsfunktionen einschließlich Prozessdaten und Kamerabildern. Mit knapp 110 cm Bildschirmdiagonale konnte die Plattform erneut die Grenzen des Portfolios erweitern.

Neben der Optimierung von Produktionsabläufen und Implementierung von neuen Technologien beschäftigen wir uns laufend mit der kontinuierlichen und lückenlosen Qualitätskontrolle unserer Produkte.

Die Störungen der Lieferketten durch den Krieg in der Ukraine und durch die Corona-Pandemie sind in der Berichtsperiode zwar zurückgegangen, trotzdem haben kurzfristige Produktportfolio- Bereinigungen von Zulieferern immer wieder die Überarbeitung bestehender Produktteile erforderlich gemacht.

Wir werden auch zukünftig weitere finanzielle Mittel für Investitionen in diesen Bereichen vornehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Globale Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023 nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) widerstandsfähiger als erwartet. Trotz hoher Inflation und einer entsprechend restriktiven Politik vieler Notenbanken sowie zahlreicher geopolitischer Konflikte ist die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr um 3,1 % gewachsen. Das sind 0,1 %-Punkte mehr als noch im Oktober 2023 prognostiziert. Ursächlich für den etwas über den Erwartungen liegenden Verlauf war unter anderem die überraschend robuste Konjunktur in den USA und einigen großen Entwicklungs- und Schwellenländern. Außerdem machte sich bemerkbar, dass die Inflation weltweit schneller zurückging als vorhergesagt und China einen höheren Beitrag zum globalen Wirtschaftswachstum leistete als angenommen. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Im Jahr davor hatte das Plus bei 3,5 % gelegen.

Die Industrienationen verzeichneten 2023 laut IWF insgesamt einen Zuwachs um 1,6 % (Vj. 2,6 %) und die Entwicklungs- und Schwellenländer wie im Vorjahr ein Plus von 4,1 %. In den USA stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,5 % (Vj. 1,9 %) und in China um 5,2 % (Vj. 3,0 %). Die Konjunktur in der Eurozone war dagegen von Konsum- und Investitionszurückhaltung sowie hohen Energiepreisen und Finanzierungskosten geprägt und expandierte nur um 0,5 % (Vj. 3,4 %).

Besonders schwach entwickelte sich Deutschland, wo das BIP nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt um 0,3 % schrumpfte, während es 2022 noch um 1,8 % zugenommen hatte. Verantwortlich dafür waren laut Destatis die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Einbußen gab es vor allem im produzierenden Gewerbe, während viele Dienstleistungsbereiche die Konjunktur stützten.

Branchenentwicklung

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Gesamtjahr 2023 - trotz nachlassender Dynamik im zweiten Halbjahr - erneut ein Umsatzwachstum erzielt.

Laut Angaben des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) stand für 2023 unterm Strich ein Branchenumsatz von 238,1 Milliarden Euro zu buche, was einem Plus von 6 % gegenüber 2022 entspricht. Die reale Produktion - also ohne Preiseffekte - stagnierte zwar im letzten Jahr (0,0 %), die Branche bleibt aber die einzige große Industriebranche in Deutschland, deren Produktionstätigkeit heute wieder über dem Vor-Corona-Niveau liegt.

Der Inlands- und Auslandsumsatz kamen im vergangenen Jahr auf 115,0 Milliarden Euro (+ 7,2 %) und auf 123,1 Milliarden Euro (+ 5,1 %). Die Erlöse mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum erhöhten sich 2023 um 5,8 % auf 44,0 Milliarden Euro, die mit Drittländern um 4,7 % auf 79,1 Milliarden Euro.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat zum Jahresende 2023 insgesamt 908.000 Menschen beschäftigt. Das waren so viele wie seit Ende 1995 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahres- dezember stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,1 % bzw. um 10.000 Menschen. Damit bleibt die Elektroindustrie - nach Köpfen - die zweitgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland.

2. Geschäftsverlauf

a. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Entgegen unserer Prognose mussten wir einen Umsatzrückgang von knapp 1 % hinnehmen. Bei der damaligen Prognose sind wir im Bereich der Automation von einer Fertigstellung aller laufenden Projekte im Geschäftsjahr 2023 ausgegangen. Tatsächlich wurde jedoch die Mehrzahl der Projekte erst im Laufe des Kalenderjahres 2024 abgeschlossen. Während sich im Systembereich Unidor die Umsätze verringert haben (TEUR -235), konnten die Umsätze im Bereich System -technik gesteigert werden (TEUR +266).

Der Auftragseingang ist mit TEUR 11.574 um ca. 36 % gegenüber dem Vorjahreswert gesunken. Im Vorjahr 2022 konnten gegen Ende des Jahres noch mehrere Projekte im Bereich der Automation gewonnen werden. Eine Fertigstellung der Projekte konnte wie oben bereits geschrieben aber überwiegend erst in 2024 vorgenommen werden.

b. Produktion

Die Produktionsabläufe werden permanent unseren neuen Produkten und Technologien, den aktuell gültigen Normen bzw. Standards sowie den aktuellen Marktverhältnissen angepasst.

c. Beschaffung

TRSystems pflegt eine partnerschaftliche, faire und jahrelange Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten. Damit stellen wir sicher, stets zuverlässig und mit hochwertigen Eingangsmaterialen und -produkten versorgt zu werden. 2023 haben sich auch die Störungen in den weltweiten Lieferketten weitestgehend verringert. Um unsere Versorgung langfristig abzusichern, haben wir uns weiterhin intensiv mit alternativen Einsatzmaterialien und Zulieferunternehmen beschäftigt.

Darüber hinaus tragen wir als zuverlässiger und liquiditätsstarker Partner mit hoher Zahlungsmoral zur finanziellen Stabilität in der Zulieferkette bei.

d. Investitionen

Die Sachinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 58 (Vj. TEUR 83).

Neben zahlreichen Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde insbesondere in die EDV investiert.

e. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die getätigten Investitionen konnten vollumfänglich aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Für einen über den laufenden Cashflow hinausgehenden Finanzbedarf haben wir uns aus den uns zur Verfügung stehenden "liquiden Mitteln" bedient.

f. Personal- und Sozialbereich

Wesentlicher Erfolgsfaktor sind unsere motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vielfalt in der Belegschaft ist ein Erfolgsfaktor für TRSystems. Toleranz und Diversität beispielsweise hinsichtlich Geschlecht, Nationalität und Alter tragen dazu bei, dass wir auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen und dem Fachkräftemangel in Deutschland vorbeugen können. Auch Menschen mit Behinderung bietet TRSystems attraktive Arbeitsplätze.

Den umfassenden Erfahrungen älterer Beschäftigter messen wir eine hohe Bedeutung bei.

Deshalb ist es unser Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten.

Stichtagsbezogen hat sich der Personalstand zum Vorjahr kaum verändert. So waren am 31. Dezember 2023 74 Personen bei TRSystems beschäftigt.

g. Umweltschutz

Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für das Unternehmen eine hohe Priorität.

Wie für das Geschäftsjahr 2023 vorgesehen haben wir uns nach DIN ISO 14001:2015 erfolgreich zertifizieren lassen.

h. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2023

Im Geschäftsjahr waren keine nennenswerten Vorgänge zu verzeichnen.

3. Lage

a. Ertragslage

Trotz der positiven Branchenentwicklung verringerte sich unser Umsatz wenn auch minimal um TEUR -146.

Während wir die Umsätze im Bereich Systemtechnik zwar um TEUR 266 steigern konnten, verringerten sich dagegen die Umsätze im Systembereich Unidor um TEUR -235. Des Weiteren konnte eine Vielzahl von größeren Projekten im Automationsbereich aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr im Berichtsjahr 2023 fertiggestellt werden.

Die Bestandserhöhung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen von TEUR 1.507 (Vj. TEUR 410) resultiert fast ausschließlich aus dem höheren Bestand an laufenden Projekten im Automationsbereich. Gegen Ende des Jahres 2022 konnten wir mehrere Projekte für uns gewinnen. Die Realisierung dieser war jedoch überwiegend erst im Kalenderjahr 2024.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (einschließlich der neutralen Erträge) sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 93 angestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen um TEUR 102 höhere Zuschüsse im Zusammenhang mit einem Entwicklungsprojekt. Daneben konnten periodenfremde Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines gewonnenen Rechtsstreites unterjährig erfolgswirksam ausgebucht werden. Dagegen haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Erträge im Zusammenhang mit Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 59 reduziert.

Trotz einer um TEUR 951 höheren Gesamtleistung hat sich unsere Materialintensität um 5,17 Prozentpunkte erhöht. Dieser Umstand ist auch der Projektabgrenzung im Automationsbereich geschuldet.

Einhergehend mit der höheren Gesamtleistung hat sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr mit +0,66 Prozentpunkten kaum verändert. Im Berichtsjahr wurde erneut eine unterjährige Lohn- und Gehaltssteigerung vorgenommen. Auch wurde im Vorjahr noch von der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2022 Gebrauch gemacht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (einschließlich der neutralen Aufwendungen) haben sich um TEUR 128 bzw. 10,3 % erhöht. Die Veränderung resultiert unter anderem aus dem Betriebsaufwand. Neben zunehmenden Reinigungskosten (+ TEUR 14) haben auch höhere Kosten aus Wartungsverträgen (+ TEUR 17) zu höheren Ausgaben in diesem Bereich geführt. Die Gründe für die Veränderung im Verwaltungsaufwand sind dagegen vielschichtiger, resultieren aber auch aus höheren Rechts- und Beratungskosten (+ TEUR 20).

Des Weiteren waren höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abschreibung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 69) erforderlich geworden.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Entwicklungen hat sich das Jahresergebnis um TEUR -648 auf TEUR -634 verschlechtert.

b. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.417 verschlechtert und wird mit TEUR -404 ausgewiesen. Neben dem im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -648 gesunkenen Jahresergebnis, hat sich stichtagsbezogen auch der Bestand an unfertigen Leistungen vor dem Hintergrund der abgegrenzten Projekte im Automationsbereich deutlich erhöht. Gegenläufig ist aber der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie der Verbindlichkeiten im Verbundbereich.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -58 (Vj. TEUR -106). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist ausschließlich auf die diesjährigen Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wie bereits im Vorjahr nicht auszuweisen.

Die Finanzlage war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit gesichert.

c. Vermögenslage

Unverändert bilden das Vorratsvermögen mit TEUR 6.222 (Vj. TEUR 4.283), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.163 (Vj. TEUR 1.056) sowie die liquiden Mittel TEUR 1.205 (Vj. TEUR 1.667) die wesentlichen Posten auf der Aktivseite.

Wie bereits an anderer Stelle vermerkt, ist für den Anstieg des Vorratsvermögens im Wesentlichen der stichtagsbezogene hohe Bestand an unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit der Projektabgrenzung im Automationsbereich verantwortlich. Daneben haben sich auch die Verbindlichkeiten aufgrund erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere vor dem Hintergrund von Steuererstattungsansprüchen sowohl für das laufende Geschäftsjahr als auch für frühere Jahre aufgrund von Verlustrückträgen erhöht.

Durch das negative Jahresergebnis haben sich auch die liquiden Mittel um TEUR -462 verringert.

Das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital von TEUR 3.896 (Vj. TEUR 4.530) entspricht nunmehr noch 42,32 % (Vj. 60,21 %) der Bilanzsumme.

Gegenüber Kreditinstituten hatte TRSystems unverändert keinerlei Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig unter Ausnutzung gegebener Skontierungsmöglichkeiten innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des Jahresfehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr äußerst negativ entwickelt.

Die nachfolgenden Rentabilitätskennziffern basieren auf folgenden Formeln:

Umsatzrentabilität = (Jahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand) x 100 / Umsatzerlöse Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss x 100 / Eigenkapital am Ende des Vorjahres Gesamtkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand) x 100 / Gesamtkapital am Ende des Vorjahres Materialaufwandsquote = Materialaufwand / Gesamtleistung x 100

Personalintensität = Personalaufwand / Gesamtleistung x 100

So beträgt die Umsatzrentabilität -5,85 % (Vj. 0,17 %). Die gleiche Entwicklung nahmen leider die Eigenkapitalrentabilität, nunmehr -14,00 % (Vj. 0,31 %) sowie die Gesamtkapitalrentabilität mit -10,22 % (Vj. 0,30 %).

Trotz einer um TEUR 951 höheren Gesamtleistung hat sich unsere Materialintensität um 5,17 Prozentpunkte erhöht. Verantwortlich hierfür ist unter anderem auch die Projektabgrenzung im Bereich Automation.

Einhergehend mit der gesteigerten Gesamtleistung hat sich die Personalintensität nur leicht negativ entwickelt und beträgt 44,33 % nach 43,67 % im Vorjahr.

Unsere wirtschaftliche Lage kann aber insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden.

b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie leisten den entscheidenden Beitrag für die erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Sie zeigen Engagement, Leidenschaft und bringen das nötige Wissen sowie die relevanten Kenntnisse mit, damit wir unseren Erfolgskurs fortsetzen können. Das Ziel unserer Personalarbeit ist es, dieses profitable Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Daher fördern wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und investieren in deren persönliche, methodische und fachliche Weiterentwicklung.

Für uns sind die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Wir ergreifen Maßnahmen, um Arbeitsunfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen, die in der täglichen Arbeit auftreten können oder mit dem Arbeitsablauf zusammenhängen. Daher bieten wir unseren Mitarbeitern, außer der Sprechstunde beim Betriebsarzt, Präventionskurse wie Rückenschule, Ernährungs- und Ergonomie-Beratung sowie einen Gesundheitstag (AOK) an.

Wir möchten damit sicherstellen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit über ihr gesamtes Erwerbsleben hinweg und auch darüber hinaus aufrechterhalten. Weiterhin werden wir alles tun, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.

III. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft wird im Gesamtjahr 2024 aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) insgesamt um 3,2 % wachsen und sich damit etwas schwächer entwickeln als im Vorjahr, in dem das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,3 % zunahm. In den Industrienationen geht der IWF von einer Steigerung um 1,7 % aus. Hierzu sollen die USA mit 2,6 % deutlich stärker beitragen als die Eurozone mit 0,9 %. Für die deutsche Wirtschaft wird lediglich ein Zuwachs von 0,2 % erwartet. Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden nach Einschätzung des IWF 2024 insgesamt um 4,3 % expandieren, allen voran Indien mit plus 7,0 %, China mit 5,0 % und die übrigen asiatischen Schwellenländer mit 5,4 %.

Nach wie vor warnen die Ökonomen aber vor hohen Risiken für die künftige Entwicklung, die unter anderem von einer Verschärfung der Handelskonflikte etwa zwischen den USA, China und Europa ausgehen würden. Diese könnten zu immer höheren Zöllen und Gegenzöllen mit dem Ergebnis einer generellen Verteuerung für alle führen. Auch die anhaltende Inflation im Dienstleistungssektor beurteilt der IWF kritisch.

Geopolitisch blieben der andauernde Russland-Ukraine-Konflikt und zuletzt auch die Auseinandersetzungen im Nahen Osten im Fokus.

Gemäß Angaben des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) belief sich im Gesamtzeitraum von Januar bis einschließlich August 2024 der aggregierte Elektroumsatz auf 146,4 Milliarden Euro und lag damit um 7,6 % tiefer als noch im Vorjahr. Dabei entfielen 70,2 Milliarden Euro auf die inländischen Erlöse. Das waren 7,8 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Auslandsumsatz reduzierte sich hier in mehr oder weniger gleicher Größenordnung, nämlich um 7,4 % auf 76,2 Milliarden Euro. Schließlich wurden mit dem Euroraum Erlöse von 27,3 Milliarden Euro (- 7,1 %) und mit Ländern aus anderen Währungsgebieten 48,9 Milliarden Euro (- 7,6 %).

Für die ersten zehn Monate im Geschäftsjahr 2024 können wir über alle Bereiche hinweg einen Umsatzanstieg von knapp 10 % verzeichnen.

Aufgrund einer länger andauernden Nachfrageschwäche im Bereich Systemtechnik haben wir seit Januar 2024 für diesen Firmenteil das Instrument der Kurzarbeit im Einsatz. Die Anmeldung erfolgte für 12 Monate und wird voraussichtlich noch bis Ende Februar 2025 andauern. Dennoch haben wir im Mai 2024 für alle Bereiche eine Lohn- und Gehaltssteigerung vorgenommen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem moderaten Umsatzanstieg im unteren zweistelligen %-Bereich aus. Das Jahresergebnis sollte abhängig von der Realisierung einzelner Projekte im Automationsbereich deutlich über dem des Berichtsjahres liegen.

Aufgrund des Geschäftsmodells der TRSystems GmbH mit seinen unterschiedlichsten Geschäftsbereichen (OEM, Systembereich Unidor und insbesondere Automation/Retrofit) sowie mit den geopolitischen Krisen verbundenen Unsicherheiten können wir für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus nur schwer eine Prognose abgeben. In Abhängigkeit der Realisierung von Umsätzen im Bereich der Automation rechnen wir aber für 2024 mit einer erheblichen Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren.

Unsere Prognose basiert auf der von Konjunkturforschern und Fachverbänden erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ist wie diese mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der TRSystems als weltweit tätiges, mittelständisches Unternehmen bringt vielfältige Chancen und Risiken mit sich. Dabei lassen sich Chancen häufig nur unter Inkaufnahme gewisser Risiken nutzen. Das Management von Chancen und Risiken ist daher ein grundlegender Baustein unserer Unternehmensführung, der eine wesentliche Bedeutung für unsere langfristige positive Entwicklung hat. Generell gehen wir Risiken möglichst nur dann ein, wenn aus dem damit verbundenen Geschäft ein angemessener Beitrag zum Unternehmenswert erwartet werden kann.

Das Management von Risiken ist zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung und unerlässlich für unser Ziel einer langfristig positiven Entwicklung der TRSystems. Das bei uns implementierte Kontroll- und Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensplanung und der Geschäftsstrategie. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um Risiken noch besser identifizieren, bewerten und bewältigen zu können.

Wir werten regelmäßig Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der entsprechenden Ausrichtung des Produktportfolios und den Kostentreibern. Unsicherheiten und Marktveränderungen im Umfeld unseres täglichen Geschäfts beobachten wir sehr genau, um gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können.

Weitere Kernelemente unseres Überwachungssystems bilden die monatliche Analyse von Auftragseingängen, Umsätzen sowie wichtigen Aufwandspositionen, um Abweichungen zeitnah festzustellen.

Produkt- und Innovationsrisiken vermeiden wir durch den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden. Qualitätsrisiken begegnen wir durch ein systematisches Qualitätsmanagement, ergänzt durch umfangreiche Prüfverfahren und regelmäßige Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter.

IT-Risiken werden durch den Einsatz modernster Technologien sowie durch gezielte Vorkehrungen zum Datenschutz auf ein Minimum reduziert. Dennoch können IT-Ausfälle nicht gänzlich ausgeschlossen werden, und die Risiken aus Cyberkriminalität nehmen weltweit zu. In der jüngeren Vergangenheit haben wir unsere Anstrengungen zur Vermeidung von Hackerangriffen durch neue Sicherheitssoftware und die Zusammenarbeit mit externen Beratern erhöht. Damit wir im Ernstfall auf ausreichende Kapazitäten zugreifen zu können, besteht zudem die Anfrage einer Cyberversicherung, über die wir Unterstützung durch externe Spezialisten mobilisieren können. Hinzu kommen wiederholte Schulungen für unsere Beschäftigten im Bereich Datensicherheit, um sie für die hohe Priorität dieses Themas zu sensibilisieren.

Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein konsequent ausgestaltetes Debitorenmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gewährten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unseres potenziellen Neukunden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken absehbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Mögliche Liquiditätsrisiken werden überwacht und gesteuert, sind aber zum derzeitigen Zeitpunkt auf Basis des Bestandes an liquiden Mitteln und den eingeräumten, aber bisher nicht benötigten, Kreditlinien auszuschließen. Die TRSystems verfolgt eine äußerst konservative Risikopolitik. Mit unseren Geschäftsbanken verbinden uns langjährige Geschäftsbeziehungen.

Um stets in ausreichendem Umfang auf hochwertige Zukauf-Materialien und -Komponenten zugreifen zu können und Beschaffungsengpässe zu vermeiden, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in fairen, meist langjährigen Partnerschaften zusammen. Dem Risiko von Versorgungsausfällen begegnen wir generell, soweit sinnvoll, mit einer Second-Source-Strategie, einer rollierenden Bedarfsplanung sowie Sicherheitslägern. Die Gefahr von Störungen in der Lieferkette hat sich nach dem Ende der Corona-Pandemie etwas verringert, besteht durch die vielfältigen geopolitischen Spannungen aber fort.

Bestandsgefährdende Entwicklungen, die dazu führen könnten, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht erkennbar. Solche Risiken können jedoch, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen instabilen politischen Situation sowie des anhaltenden Ukraine-Kriegs, niemals vollständig ausgeschlossen werden.

2. Chancenbericht

Seit nunmehr 25 Jahren ist die TRSystems ein stabiler und wichtiger Marktteilnehmer der industriellen Steuerungs- und Automatisierungstechnik sowie der OEM-Entwicklung und -Fertigung.

"ARM"- und "PC"-Prozessoren-basierende Steuerungskonzepte sowie innovative kundenspezifische Systemkomponenten auf hohem Niveau entstehen in engster Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Mit der eigenen, intuitiven Bedienfeld-Software eröffnet sich für TRSystems die Möglichkeit, die Wertschöpfung für komplette Bediensysteme weitestgehend im eigenen Haus zu halten. TRsystems prüft konsequent auch den Einsatz modernster, additiver Fertigungstechnologien, um die hoch individualisierten Steuerungskomponenten kosteneffektiv und schnell zu produzieren. Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als erwartet, hätte TRSystems grundsätzlich die Chance auf einen über den Prognosen liegenden Geschäftsverlauf.

Unser Konzept des atmenden Unternehmens sowie flexible Kapazitätsreserven und Prozesse verschaffen uns eine hohe Lieferfähigkeit, sodass wir auf etwaige positive Konjunkturausschläge gut vorbereitet sind. Deshalb bauen wir unsere Stellung in wichtigen Märkten kontinuierlich aus und prüfen laufend zusätzliche interessante Absatzregionen.

Die Faktoren wie Flexibilität und Qualität werden durch die hohe Kompetenz und Leistungsbereitschaft der TRSystems Belegschaft noch verstärkt. Das Engagement, die Erfahrung und das Know-how unserer Mitarbeiter sorgen dafür, dass wir Nachfrage- und Auslastungsschwankungen besser bewältigen und die Kundenbindung durch überzeugenden Service erhöhen können.

Grundsätzlich ermöglicht uns der in der Vergangenheit erarbeitete gute Ruf als zuverlässiger sowie qualitäts- und serviceorientierter Partner, der auf Kontinuität setzt, in bestehenden und neuen Marktsegmenten zusätzliche Kunden zu gewinnen. Die hohe Zuverlässigkeit unserer Mitarbeiter sowie unser sehr aktuelles und bedarfsorientiertes Produktportfolio mit laufenden Innovationen erhöhen ebenfalls die Chance auf neue Abnehmer.

Die wiederholte Präsenz auf einer regional bedeutenden Messe für Absolventen und Berufs- einsteiger zeigt die gewünschte Wirkung, TRSystems wird als Ausbildungsbetrieb und Partner für studentische Abschlussarbeiten wahrgenommen.

3. Gesamtaussage

Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 war für TRSystems aufgrund der Nichtrealisierung einer Vielzahl an Projekten im Bereich der Automation leider stark rückläufig.

Anders als vorgesehen mussten wir im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang von knapp 1 % hinnehmen.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages haben sich die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren negativ entwickelt.

Anhand der uns vorliegenden Zahlen für die ersten zehn Monate des Geschäftsjahres 2024 können wir von einem moderaten Umsatzanstieg im unteren zweistelligen %-Bereich ausgehen.

Im Bereich Systemtechnik haben wir seit Januar 2024 Kurzarbeit angemeldet.

Das Jahresergebnis sollte abhängig von der Realisierung einzelner Projekte im Automations- bereich deutlich über dem des Berichtsjahres liegen.

Angesichts des Geschäftsmodells der TRSystems GmbH mit seinen unterschiedlichsten Geschäftsbereichen (OEM, Systembereich Unidor und insbesondere Automation/Retrofit) sowie mit den geopolitischen Krisen verbundenen Unsicherheiten können wir für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus nur schwer eine Prognose abgeben.

Aus heutiger Sicht ergeben sich für die TRSystems keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotenziale. Solche Risiken können jedoch, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen instabilen politischen Situation sowie des anhaltenden Ukraine-Kriegs, niemals vollständig ausgeschlossen werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle können vorkommen, sind aber dennoch die absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Neukunden.

 

Trossingen, 9. Dezember 2024

TRSystems GmbH

Geschäftsführung

Klaus Tessari

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 140.784,88 179.146,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.472,42 29.318,17
II. Sachanlagen 125.312,46 149.827,88
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.832,46 149.827,88
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.480,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 9.059.296,31 7.338.794,57
I. Vorräte 6.222.177,68 4.282.773,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.632.435,40 1.388.785,43
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.656,30 216.271,52
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.382,63 797,75
3. Übrige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.593.396,47 1.171.716,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.204.683,23 1.667.235,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.992,10 6.279,96
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.205.073,29 7.524.220,58

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.896.681,10 4.530.700,13
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 102.258,38 102.258,38
II. Kapitalrücklage 373.137,76 373.137,76
III. Gewinnvortrag 4.055.303,99 4.041.008,29
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -634.019,03 14.295,70
B. Rückstellungen 272.694,03 429.058,53
C. Verbindlichkeiten 5.035.698,16 2.564.461,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.292.447,88 817.235,65
2. Übrige Verbindlichkeiten 2.743.250,28 1.747.226,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.205.073,29 7.524.220,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.056.293,77 7.205.617,87
2. Personalaufwand 6.326.790,81 5.817.902,19
a) Löhne und Gehälter 5.388.032,23 4.935.175,44
b) Soziale Abgaben 938.758,58 882.726,75
3. Abschreibungen 97.051,33 99.995,81
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 97.051,33 99.995,81
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.380.142,64 1.251.610,65
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 278,00 196,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 122,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -119.928,27 8.304,54
8. Ergebnis nach Steuern -627.484,74 27.878,68
9. Sonstige Steuern 6.534,29 13.582,98
Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) 634.019,03 -14.295,70

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TRSystems GmbH hat ihren Sitz in Trossingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 727579 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 10 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Der Buchwert der im Vorjahr noch ausgewiesenen Finanzanlage (TR Automation GmbH & Co. KG i.L.) lag nicht über ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Beteiligungsansatz an der TR Automation GmbH & Co. KG i.L. wurde bereits im Jahr 2021 vollständig abgeschrieben. Die Liquidation der Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2023 abgeschlossen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr vollumfänglich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten vollumfänglich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt DM 200.000,00 (EUR 102.258,38).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 5.036 (Vj. TEUR 2.564) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 0 über einem und unter 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - zugleich gegenüber Gesellschaftern - resultieren in Höhe von TEUR 2.298 (Vj. TEUR 866) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Damit saldiert wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 49).

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2023
TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 611
Verpflichtung aus Bestellobligo 2.196
2.807
Fälligkeiten der Leasing- und Mietraten
bis 1 Jahr 346
bis 5 Jahre 265
611

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Es sind außergewöhnliche Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 77 enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es sind außergewöhnliche Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 87 enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Geschäftsführer 1
Gewerbliche Arbeitnehmer 16
Angestellte 61
78

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung ist Herr Klaus Tessari, Elektrotechniker, bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die TR Electronic GmbH, Trossingen. Der vorliegende Jahresabschluss der TRSystems GmbH wird in den Konzernabschluss der TR Electronic GmbH, Trossingen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 bis zur Unterzeichnung dieses Berichtes gab es keine Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TRSystems GmbH.

 

Trossingen, 9. Dezember 2024

TRSystems GmbH

Geschäftsführung

Klaus Tessari

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 3.334.716,81 58.690,16 5.000,00 3.388.406,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 335.991,66 1.125,00 0,00 337.116,66
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 335.991,66 1.125,00 0,00 337.116,66
II. Sachanlagen 2.993.725,15 57.565,16 0,00 3.051.290,31
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.993.725,15 45.085,16 0,00 3.038.810,31
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.480,00 0,00 12.480,00
III. Finanzanlagen 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 3.155.570,76 97.051,33 5.000,00 3.247.622,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 306.673,49 14.970,75 0,00 321.644,24
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 306.673,49 14.970,75 0,00 321.644,24
II. Sachanlagen 2.843.897,27 82.080,58 0,00 2.925.977,85
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.843.897,27 82.080,58 0,00 2.925.977,85
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 140.784,88 179.146,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.472,42 29.318,17
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.472,42 29.318,17
II. Sachanlagen 125.312,46 149.827,88
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.832,46 149.827,88
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.480,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TRSystems GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRSystems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRSystems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 9. Dezember 2024

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
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Mader, Wirtschaftsprüfer

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