Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 621085
Eingetragen
9.12.1994
Branche
Herstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Büro- oder Schulartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Haushalts-, Büro- und Kunststoffprodukten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Melanie Gäng
seit 16.1.2025
Prokura
Dominik Supper
seit 16.1.2025
Prokura
Andreas Krügener
seit 15.8.2022
Prokura
Dawid Kopalski
seit 13.9.2021
Geschäftsführer
Oliver Stark
seit 29.9.2016
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Robert Thoma GmbH

Görwihl

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Rotho-Gruppe ist eine international und über Generationen hinweg tätige (familiengeführte) Unternehmensgruppe deren Tätigkeit sich im Kern auf die Entwicklung, Produktion, den Handel und Vertrieb von Konsumgütern aus Kunststoff erstreckt. Das ständig den Marktanforderungen anzupassende Sortiment umfasst Produkte für Küche, Aufbewahrung, Haushalt, Büro und Babyartikel sowie fortschrittliche Abfall- und Entsorgungssysteme für gewerbliche Kunden und B2B-Unternehmen. Die Muttergesellschaft des Konzerns ist als Immobilien-Besitzgesellschaft und im Dienstleistungsbereich tätig.

Die Steuerung der Tochtergesellschaften erfolgt zentral aus dem Firmensitz in Görwihl. Hierbei stehen steuerliche und rechtliche Vorgaben, sowie wirtschaftlich sinnvolle Strategien im Mittelpunkt. Die Steuerung erfolgt über finanzielle Ergebnisgrößen, wobei hauptsächlich die Kennzahlen "Umsatzerlöse" und "EBT" (Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag zuzüglich sonstiger Steuern und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) nach jeweiligem Segment verwendet werden, um zielführende Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen bestmöglich zu treffen und die Ertragskraft der Segmente vorausschauend zu bestimmen. Darüber hinaus wird die Finanzierung und Liquiditätsentwicklung auf Konzernebene überwacht und gesteuert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Ein treibender Erfolgsfaktor der Gruppe ist die fortwährend hohe Zahl innovativer Produkte, die jährlich auf den Markt gebracht werden. Bei der Produktentwicklung stehen Funktionalität, ansprechendes Design und ganz wesentlich die ökologische Nachhaltigkeit im Fokus. Darüber hinaus ist die Gestaltung des digitalen Wandels in allen Unternehmensbereichen erfolgreich in Umsetzung und die Bedeutung nimmt weiter zu.

1.3 Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2021 waren jahresdurchschnittlich 656 Arbeitnehmer (einschließlich zehn Auszubildende und Geschäftsführer) beschäftigt; im Vorjahr waren es 635 Arbeitnehmer. Die Zunahme von jahresdurchschnittlich 21 Mitarbeitern ist insbesondere durch die personelle Aufstockung im Produktionswerk in Koszalin (Polen) verursacht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2021 erneut maßgeblich gekennzeichnet von den Folgen der COVID-19-Pandemie. Im Frühjahr 2021 wurden vielerorts angeordnete politische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sukzessive zurückgenommen. Nach kurzer Erholung lies die Weltwirtschaft ab dem dritten Quartal 2021 nach. Wesentliche Ursache war, da in China erneut umfangreichen Quarantänemaßnahmen verhängt wurden, die den globalen Seehandel beeinträchtigten. Störungen in der Logistik verstärkten die globalen Engpässe. Ein daraus resultierender Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten beeinträchtigte zum Jahresende die globale Industriekonjunktur.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) weist in seinem Konjunkturbericht vom Herbst 2022 für das Jahr 2021 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,4 Prozent aus. Im Oktober 2021 ging der IWF noch von 4,9 Prozent aus. Ausschlaggebend für diese Korrektur war eine Revision der Prognosen für die beiden größten Wirtschaftsregionen USA und China

Gemäß Europäischer Kommission hat die EU-Wirtschaft im Jahr 2021 ein deutliches Wachstum von 5,3 Prozent erreicht. Demnach hat sich die Wachstumsdynamik in Europa die im Frühjahr 2021 einsetzte und bis Ende 3. Quartal 2021 anhielt, den Schätzungen zufolge von 2,2 Prozent im dritten Quartal auf 0,4 Prozent im 4. Quartal 2021 abgeschwächt. Die Ursache dafür waren insbesondere der Anstieg der COVID-19-Infektionszahlen, die hohen Energiepreise und die anhaltenden Lieferausfälle.

Das BIP der Schweiz verzeichnete gem. Portal der Schweizer Regierung 2021 zu Preisen des Vorjahres ein Wachstum von 4,2%. Dieser deutliche Anstieg folgt auf den Rückgang im Jahr 2020 (-2,4%), der auf den Beginn der Covid-19-Pandemie zurückzuführen war. Dank dieses Aufschwungs lag das BIP 2021 über dem Niveau von 2019

In Deutschland verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bis zur Jahresmitte in 2 verschiedenen Richtungen. Der Handel und viele Dienstleistungsbereiche waren von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie noch stark beeinträchtigt, während sich die Industriekonjunktur aufgrund stabiler Nachfrage zunächst robust entwickelte. Ab Sommer dämpften die weiter steigenden Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen die Entwicklung in der deutschen Industrie allerdings. Insgesamt ist das deutsche BIP nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 um 2,7 Prozent gestiegen, nachdem es im Vorjahr pandemiebedingt um 4,6 Prozent zurückgegangen war.

Für die Staaten in Osteuropa gab es im Jahr 2021 gem. EU-Kommission ebenfalls eine deutliche Erholung. Polens Wirtschaft überraschte in der zweiten Jahreshälfte 2021 trotz COVID-19 und Lieferkettenprobleme positiv. Das reale BIP-Wachstum lag in 2021 bei 5,7 Prozent (2020: - 2,5 Prozent).

Branchenentwicklung

Der Einzelhandel war auch im Jahr 2021 von COVID-19 Maßnahmen stark betroffen. Nach Schätzungen der Eurostat stieg der Einzelhandel im Euroraum im Jahr 2021 um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei sank im Dezember 2021 das Absatzvolumen im Euroraum gegenüber dem Vormonat um 3 Prozent, im Nonfood-Bereich um 5,2 Prozent.

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben gem. Statistischen Bundesamtes preisbereinigt 0,7 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Dabei mussten jedoch Teile des stationären Handels, etwa der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf, auch im zweiten Jahr der Coronavirus-Krise Umsatzeinbußen hinnehmen. Der Internet- und Versandhandel konnte im Jahr 2021 dagegen ein deutliches Plus von 12,4 Prozent erzielen.

Der ifo Geschäftsklimaindex lag am Ende des Jahres 2021 bei 94,7 Punkten. Durch die erneut sich verschärfende Pandemielage wurden konsumnahe Dienstleister und der Einzelhandel besonders hart getroffen. Für den Handel ging der Indexwert im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 6,8 Punkte auf - 4,1 Punkte zurück. Nach anfänglicher Erholung vom Januarwert -16,6 Punkte auf +16 Punkte im Juli, ging er im 2. Halbjahr kontinuierlich zurück.

Der von der Europäischen Kommission ermittelte Consumer Confidence Indicator misst die Konsumneigung der europäischen Verbraucher. Der Indikator verbesserte er sich nach einem starken Rückgang zu Jahresbeginn über das Gesamtjahr hinweg erheblich und liegt zum Jahresende bei - 9,6 Punkten (2020: - 15,3 Punkte) in der EU bzw. - 8,3 Punkten (2020: - 13,9 Punkte) im Euroraum.

Für Deutschland entwickelte sich der GfK-Konsumklimaindex ähnlich. Zum Ende des Jahres 2021 kühlte sich der Index aufgrund der anhaltenden Pandemie und steigenden Inflationsraten spürbar ab. Mit - 1,8 Punkten lag der Index allerdings immer noch deutlich über seinem entsprechenden Vorjahreswert von - 6,8 Punkten. Nachdem der Indexwert zu Beginn des Jahres auf - 15,5 Punkte zurückgegangen war, erholte er sich sukzessive und erreichte im November mit 1,0 Punkten seinen Jahreshöchstwert.

Die Verbraucher legen zunehmend großen Wert auf die Verwendung von nachhaltigen Rohmaterialien und der Vermeidung von Einwegverpackungen aus Kunststoff. Die Rotho-Gruppe trägt dieser Entwicklung u. a. dadurch Rechnung, dass, wo immer möglich, rezyklierte Rohmaterialien verwendet und nur langlebige Produkte hergestellt werden. Darüber hinaus werden auch alternative Rohstoffe verwendet. Die konsequente Ausrichtung zur Nachhaltigkeit in allen Bereichen ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und bildet damit auch die Grundlage den ökologischen Marktanforderungen vorausschauend gerecht zu werden.

2.2 Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Die Unternehmensgruppe konnte in 2021 eine weitere Zunahme der Umsatzerlöse verzeichnen. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 119,9 Mio. Euro um 1,6 Mio Euro auf 121,5 Mio Euro erhöht.

Investitionen

Es wurden strategische Investitionen in Produkte und Prozesse vorgenommen, um die Wettbewerbssituation vorausschauend über die kommenden Jahre nachhaltig zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2021 sind Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 5.441 durchgeführt worden. Die Investitionen betreffen fast ausschließlich mit TEUR 5.352 das Sachanlagevermögen und betreffen im Wesentlichen neue Spritzgussmaschinen und Spritzgusswerkzeuge. Die Abschreibungen im Konzern liegen mit TEUR 6.906 in Höhe von TEUR 284 über dem Niveau des Vorjahres.

Beschaffung

Die Rohmaterialpreisentwicklung, deren rasanter Anstieg sich im 4. Quartal des Jahres 2020 bereits abgezeichnete, hat im Verlauf des Jahres 2021 zu einer historisch nie dagewesenen hohen Preisstellung geführt. Der ICIS-Preisindex veränderte sich vom niedrigsten Stand im Sommer des Jahres 2020 zum höchsten Stand im 4. Quartal des Jahres 2021 um mehr als 100%

Die Materialverfügbarkeit war 2021 immer gegeben. Dennoch muss die Verfügbarkeit weiterhin sehr genau begleitet werden, da u. a. die Lieferanten weiter die Mengen vermehrt längerfristig zuteilen und aus heutiger Sicht auch künftig keine Mehrmengen zu vergeben haben.

Der Einsatz von Rezyklaten in Rotho-Produkten entwickelte sich wie geplant auch 2021 weiterhin dynamisch. Aufgrund der hohen Rohmaterialpreise im Bereich Virginmaterial stieg auch der Preis für Rezyklate im Jahr 2021 um mehr als 50%.

Durch die Störungen der globalen Lieferketten haben sich die Beschaffungspreise in allen Bereichen erheblich verteuert.

2.3 Lage

a) Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

In der nachfolgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Posten der Konzern-GuV werden nachfolgend erläutert.

Konzern-G.u.V.-Posten 2021 2020 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 121.466 98,3 119.928 98,9 +1.538
Bestandsveränderungen +2.038 +1,7 +1.275 +1,1 +763
Aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 0 0,0 0
Gesamtleistung 123.504 100,0 121.203 100,0 +2.301
Sonstige betriebliche Erträge 3.137 2,5 2.284 1,9 +853
Materialaufwand 41.832 33,9 42.013 34,7 -(+)181
Rohergebnis 84.809 68,6 81.474 67,2 +3.335
Personalaufwand 33.129 26,8 32.285 26,6 +(-)844
Abschreibungen AV 6.906 5,6 6.622 5,5 +(-)284
Sonstige betriebliche Aufwendungen 42.494 34,4 37.708 31,1 +(-)4.786
Betriebsergebnis 2.280 1,8 4.859 4,0 -2.579
Erträge aus Gewinngemeinschaften 418 0,4 419 0,4 -1
Sonstige Zinsen/ Erträge 16 0,0 28 0,0 -12
Zinsen/ähnliche Aufwendungen 528 0,4 614 0,5 -(+)86
Finanzergebnis -94 0,0 -167 -0,1 +73
Ertragsteuern -113 -0,1 826 0,7 -(+)939
Ergebnis nach Steuern 2.299 1,9 3.866 3,2 -1.567
Sonstige Steuern 140 0,2 143 0,1 -(+)3
2.159 1,7 3.723 3,1 -1.564

Im Geschäftsjahr 2021 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 121.466 erzielt worden, die mit TEUR 1.538 über dem Vorjahresniveau lagen. Dabei haben sich die Inlandsumsätze von TEUR 49.391 um TEUR 2.421 auf TEUR 46.970 vermindert und die Auslandsumsätze von TEUR 70.537 um TEUR 3.959 auf TEUR 74.496 erhöht.

Die Erhöhung der Bestände in Höhe von TEUR 2.038 (Vorjahr TEUR 1.275) betreffen insbesondere die fertigen Erzeugnisse.

Diese Entwicklung führte zu einer Zunahme der Gesamtleistung von TEUR 121.203 um TEUR 2.301 auf TEUR 123.504.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 853 auf TEUR 3.137 gestiegen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Zunahme der periodenfremden Erträge zurückzuführen.

Die Materialaufwendungen konnten trotz der Umsatzzunahme um TEUR 181 auf TEUR 41.832 reduziert werden. Der Rückgang der Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) von 34,7 % auf 33,9 % ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Aufwendungen für bezogenen Leistungen -bei einer Erhöhung der Aufwendungen für RHB-Stoffe und bezogene Waren aufgrund der Zunahme der Umsatzerlöse und Materialpreissteigerungen- verursacht.

Der Personalaufwand hat sich von TEUR 32.285 um TEUR 844 auf TEUR 33.129 erhöht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) ist ebenfalls von von 26,6 % auf 26,8% insbesondere durch die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl gestiegen.

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 37.708 um TEUR 4.786 auf TEUR 42.494 erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die umsatzbedingten Erhöhungen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie auf die überproportionale Zunahme der Aufwendungen für E-Commerce zurückzuführen.

Bei einer Erhöhung des Rohergebnisses um TEUR 3.335 bzw. 4,1 % hat sich das Betriebsergebnis aufgrund der beschriebenen Entwicklung von TEUR 4.859 um TEUR 2.579 auf TEUR 2.280 verschlechtert.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.186 (Vorjahr TEUR 4.692) erzielt werden. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern ist trotz der Zunahme der Gesamtleistung und sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere auf die Zunahme der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Die Ertragsteuern haben sich insbesondere auf Grund von Steuererstattungen, der Verringerung der passiven latenten Steuern und des Ergebnisrückgangs um TEUR 939 auf TEUR -113 vermindert.

Nach einem Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 3.723 im Vorjahr hat die Rotho-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 einen Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.159 erwirtschaftet.

b) Darstellung der Vermögenslage

In der nachfolgenden Übersicht sind die Konzernbilanzpositionen zum 31.12.2021 den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Konzernbilanzposten werden nachfolgend erläutert.

Konzernbilanz-Posten 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
AKTIVA
Immaterielle VG 424 0,4 727 0,7 -303
Grundstücke/Bauten 21.187 19,1 21.785 19,8 -598
Anlagen/Maschinen 13.980 12,6 14.219 13,0 -239
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.294 5,7 6.617 6,0 -323
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.415 1,3 529 0,5 +886
Finanzanlagen 899 0,8 916 0,8 -17
Langfristig gebundenesVermögen 44.199 39,9 44.793 40,8 -594
Vorräte 25.083 22,6 23.801 21,7 +1.282
Forderungen aus Lieferungen/Leistungen 23.125 20,8 25.262 23,0 -2.137
Sonstige Vermögensgegenstände 4.256 3,8 4.188 3,8 +68
Liquide Mittel 14.112 12,7 11.592 10,6 +2.520
Aktive RAP 269 0,2 129 0,1 +140
Mittel-/kurzfristiggebundenes Vermögen 66.845 60,1 64.972 59,2 +1.873
Konzern-Gesamtvermögen 111.044 100,0 109.765 100,0 +1.279
Konzernbilanz-Posten 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital 1.200 1,1 1.200 1,1 0
Kapitalrücklage 4.629 4,2 4.629 4,2 0
Gewinnrücklagen 4.240 3,8 4.240 3,9 0
Währungsumrechnung 15.537 14,0 13.628 12,4 +1.909
Konzern-Bilanzgewinn 26.561 23,8 24.654 22,4 +1.907
Anteile anderer Gesellschafter 2.057 1,9 1.938 1,8 +119
Langfristig verfügbaresKapital 54.224 48,8 50.289 45,8 +3.935
Pensionsrückstellungen 1.406 1,3 1.627 1,5 -221
LangfristigesFremdkapital 1.406 1,3 1.627 1,5 -221
Steuerrückstellungen 663 0,6 1.242 1,1 -579
Sonstige Rückstellungen 16.278 14,7 14.886 13,6 +1.392
VerbindlichkeitenKreditinstitute 28.013 25,2 31.129 28,4 -3.116
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3 0,0 1 0,0 +2
Verbindlichkeiten ausLieferungen/Leistungen 6.613 6,0 7.164 6,5 -551
Sonstige Verbindlichkeiten 1.736 1,6 948 0,9 +788
Passive RAP 2 0,0 4 0,0 -2
Passive latente Steuern 2.106 1,8 2.475 2,2 -369
Mittel-/kurzfristigverfügbares Kapital 55.414 49,9 57.849 52,7 -2.435
Konzern-Gesamtkapital 111.044 100,0 109.765 100,0 +1.279

Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahr von TEUR 109.765 um TEUR 1.279 (+1,2 %) auf TEUR 111.044 zugenommen. Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Erhöhung der Vorräte und der flüssigen Mittel -bei einer Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen- und auf der Passivseite auf die Erhöhung des Eigenkapitals und der sonstigen Rückstellungen -bei einer tilgungsbedingten Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten- zurückzuführen.

Das Sachanlagevermögen hat sich von TEUR 43.150 um TEUR 275 auf TEUR 42.875 reduziert. Es wurden TEUR 5.352 investiert. Die Sachanlagen wurden um die betriebsgewöhnlichen Abschreibungen in Höhe von 6.509 vermindert.

Die Vorratsbestände sind um TEUR 1.282 auf TEUR 25.083 gestiegen. Die Bestandszunahmen waren vor allem bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben um TEUR 2.137 (8,5 %) auf TEUR 23.125 abgenommen. Dies ist insbesondere auf ein geringeres Aktionsgeschäft am Jahresende im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 68 auf TEUR 4.256 erhöht. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungsansprüche.

Die liquiden Mittel sind um TEUR 2.520 auf TEUR 14.112 angestiegen.

Insbesondere auf Grund des im Geschäftsjahr 2021 erwirtschafteten Konzernjahresüberschusses (TEUR 2.057) und der Erhöhung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (TEUR 1.909) ist das Konzerneigenkapital von TEUR 50.289 um TEUR 3.935 auf TEUR 54.224 gestiegen. Die Eigenkapitalquote der Rotho-Gruppe erreicht mittlerweile 48,8 % (Vorjahr 45,8 %) und ist im Branchenvergleich ein hervorragender Wert.

Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag zu 122,7 % (Vorjahr 112,3 %) durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Pensionsrückstellungen haben um TEUR 221 auf TEUR 1.406 abgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere bei den Rückstellungen im Vertriebsbereich um TEUR 1.392 auf TEUR 16.278 erhöht.

Die Bankverbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.116 auf TEUR 28.013 abgenommen. Der Anteil der Bankenfinanzierung an dem Gesamtkapital beträgt 25,2 % (Vorjahr 28,4 %).

Die passiven latenten Steuern haben sich von TEUR 2.475 um TEUR 369 auf TEUR 2.106 vermindert.

c) Darstellung der Finanzlage

In der Konzernkapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr werden nachfolgend erläutert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von TEUR 11.733 um TEUR 1.110 auf TEUR 10.623 vermindert.

Durch Investitionen in das Anlagevermögen ist ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -5.358 entstanden.

Bei den Bankdarlehen waren Neuaufnahmen von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 1.060 (Vorjahr TEUR 1.829) und Tilgungen in Höhe von TEUR 4.651 (Vorjahr TEUR 3.577) zu verzeichnen.

Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag hat sich von TEUR 11.592 auf TEUR 14.112 erhöht.

Zum 31.12.2021 verfügte die Rotho-Gruppe über zugesagte Kreditlinien von Banken in Höhe von TEUR 35.956. Diese waren am 31.12.2021 mit TEUR 28.013 in Anspruch genommen. Zum 31.12.2021 verfügte die Rotho-Gruppe damit über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.943.

Im Berichtsjahr und im Geschäftsjahr 2022 sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2023 sind keine Liquiditätsengpässe absehbar. Die Rotho-Gruppe verfügt über Kreditlinien, die den maximalen Fremdfinanzierungsbedarf des Geschäftsjahres übersteigen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in der Gruppe bestehen überwiegend in den Währungen des Euro und des Schweizer Frankens. Im Geschäftsjahr 2021 sind Kursverluste in Höhe von TEUR 3.577 angefallen, denen Kursgewinne im Umfang von TEUR 1.696 gegenüberstehen.

Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist insgesamt als zufriedenstellend einzustufen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht 2022

Die Rotho-Gruppe bewertet mit erhöhter Konzentration intensiv und in regelmäßigen Zeitabständen die strategische Ausrichtung der Gruppe und aller Beteiligungsgesellschaften. Der seit vielen Jahren anhaltende Konzentrationsprozess auf Lieferanten- und Kundenseite erfordert eine strategische und professionelle Vorgehensweise, wodurch wir den daraus resultierenden Problemstellungen nachhaltig begegnen können.

Die strategische Ausrichtung einer höheren Internationalisierung konnte in den vergangenen Jahren bereits erfolgsversprechend angestoßen werden und unsere dahingehenden Anstrengungen zielen unverändert in einen weiteren kraftvollen Ausbau unserer Marktposition.

Die Weiterentwicklung unseres Standorts im polnischen Koszalin mit deutlicher Erweiterung unserer Kapazitäten im Bereich Produktion und Logistik ermöglicht uns das geplante kontinuierliche konzernweite Wachstum. Der Standort in Polen erlaubt es uns, wie geplant, unsere Kunden im östlichen Zentraleuropa in räumlicher Nähe zu bedienen, was unsere Wettbewerbsfähigkeit in diesen Märkten stetig erhöht.

Der Ausbau unserer Marktposition wird des Weiteren durch kontinuierlich hohe Investitionen in neue Produkte mit hohem Kundennutzen in allen Produktkategorien gestärkt. Die weitere Fokussierung liegt auf einer konsequenten Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie, auf den Ausbau und die Optimierung der digitalen Absatzmöglichkeiten und dem Einsatz nachhaltiger Rohstoffe.

Das Geschäftsjahr 2022 stand im Wesentlichen weiterhin unter folgenden Einflüssen:

Die internationalen Lieferketten, die durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt waren, haben sich im Laufe des Jahres 2022 weiter stabilisiert, so dass es über das gesamte Jahr zu keinen Lieferengpässen im Bereich des Rohmaterials kam.

Die extrem hohen Rohmaterialpreise, die sich im Jahr 2021 auf einem historisch hohen Wert festgesetzt hatten, haben sich durch die Stabilisierung der weltweiten Lieferketten zur Jahresmitte des Jahres 2022 entspannt, allerdings liegen die Rohmaterialpreise noch immer oberhalb des Niveaus des Jahres 2020, was durch den Krieg in der Ukraine und der daraus entstandenen Preisexplosion am Rohölmarkt zu erklären ist.

Aufgrund der erheblichen Inflationsrate sind die Preise für alle anderen Güter gestiegen, was dazu führt, dass die Einsparung beim Rohmaterialpreis vollständig durch Preissteigerungen anderer Güter, insbesondere auch durch Steigungen der Löhne- und Gehälter, aufgebraucht wurde. Dieser Entwicklung begegneten wir mit Preiserhöhungen, die allerdings nicht die kompletten Auswirkungen kompensieren konnten.

Der Einfluss des Krieges in der Ukraine auf die Geschäftstätigkeit Rotho Gruppe im Geschäftsjahr 2022 zeigt sich im Bereich der Währungskurse und der Inflationsrate. Beide Entwicklungen stellen für die Unternehmensgruppe eine erhebliche Herausforderung dar.

Die Rotho Gruppe, hat alle Geschäftsbeziehungen mit Kunden in der Russischen Föderation unmittelbar nach Kriegsbeginn eingestellt; nennenswerte wirtschaftliche Auswirkungen entstanden dadurch nicht.

Aufgrund der Inflation und der Verunsicherung durch den Krieg in der Ukraine kam es in nahezu allen Ländern der Europäischen Union zu einer nie dagewesenen Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Vom 2. Quartal 2022 bis Mitte 3. Quartal 2022 kam es daher zu massiven Umsatz- und Auslastungsrückgängen der Produktion, die in den Sommermonaten mit mehr als 30% ihren Höhepunkt hatten.

Dieser Entwicklung begegneten wir mit einer Personalreduktion und massiven Kostensenkungsmaßnahmen, die im 1. Quartal 2022 beginnend, das gesamte Geschäftsjahr 2022 aufrechterhalten blieben. In der 2. Jahreshälfte konnten die Einflüsse der Konsumzurückhaltung durch die Gewinnung neuer internationaler Handelskunden kompensiert werden. Seit dem 4. Quartal des Jahres 2022 hat sich das Kaufverhalten der Konsumenten wieder normalisiert.

Die Geschäftsleitung der Gesellschaft war in der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Branchenentwicklung daher weiterhin den Marktanforderungen geschuldet konservativ und vorsichtig.

Diese Einschätzung wirkte sich in den wesentlichen Unternehmensbereichen wie folgt aus:

Vertrieb: Im Geschäftsjahr 2022 konnten Konzernumsatzerlöse in Höhe von 123,2 Mio Euro, trotz des Einbruchs im 2. und 3. Quartal, leicht über dem Vorjahresniveau (121,5 Mio. Euro) realisiert werden. Die Umsatzeinbrüche bei bestehenden Kunden in nahezu allen Bereichen konnten durch nationale und internationale Neukunden ausgeglichen werden.

Beschaffung: Das hohe Niveau der Rohmaterialpreise im Jahr 2021 hat sich bis zur Jahresmitte 2022 entspannt, allerdings liegen die Rohmaterialpreise noch immer auf einem Preisniveau oberhalb des Jahres 2020. Alle anderen Einkaufsbereiche, insbesondere auch Energiekosten standen unter dem Einfluss erheblicher Preissteigerungen, was durch die Entlastungen über die Preisreduzierungen des Rohmaterials nicht kompensiert werden konnte.

Personal: Die Personalkapazitäten zu Beginn und Ende des Jahres 2022 waren in etwa auf gleichem Niveau, die notwendige Personalreduktion im 2. Quartal konnte ausgeglichen werden. Die jeweils vorhandenen Personalkapazitäten waren für einen störungsfreien Ablauf ausreichend.

Finanzierung: Basierend auf der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2022 und Kostensenkungsmaßnahmen waren keine Liquiditätsengpässe zu verzeichnen. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien hatten den Fremdfinanzierungsbedarf des Geschäftsjahres 2022 ausreichend abgedeckt.

Die im Geschäftsjahr 2017 gebildete Rückstellung für eine gegen Rotho erhobene Patentrechtsklage, die im Geschäftsjahr 2018 um CHF 1,8 Mio., sowie im Geschäftsjahr 2019 um weitere CHF 0,5 Mio. erhöht wurde, ist aus Gründen der Vorsicht nach wie vor unverändert.

Vorläufiges Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2022

Im Geschäftsjahr 2022 konnten Umsätze in Höhe von 123,2 Mio. Euro realisiert werden. Durch die Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen konnten die erheblichen Auswirkungen des Umsatzeinbruchs bei unseren Bestandskunden auf die Kostenstruktur abgefedert werden. Die Neukundengewinnung ermöglichte es darüber hinaus, ein negatives Konzernergebnis zu vermeiden. Alle vorausschauenden Maßnahmen und Anstrengungen führten trotz schwierigster Rahmenbedingungen in 2022 zu einem vorläufig ermittelten Konzerngewinn von ca. 1,5 Mio. Euro.

Die prognostizierte Umsatz- und Ergebniserwartung für das Jahr 2022 konnte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.

3.2 Prognosebericht 2023

Das Konsumenten Kaufverhalten normalisierte sich im 4. Quartal des Jahres 2022 wieder auf das Vorjahresniveau. In Verbindung mit der Neukundengewinnung im Jahr 2022 erwarten wir für das Jahr 2023 wieder eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Stand Juli 2023 wurde der ursprünglich geplante Konzernumsatz leicht überschritten. Wir gehen aus heutiger Sicht von einem Konzernergebnis im unteren siebenstelligen Bereich aus.

3.3 Chancen- und Risikobericht

Durch das umfassende monatliche Planungs- und Berichtswesen kann weiter wirksam sichergestellt werden, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken und Chancen regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit fortwährend und vor allem rechtzeitig die Handlungsspielräume zur Unternehmenssicherung geschaffen werden können.

Elementarrisiken werden durch umfassenden Versicherungsschutz begrenzt.

Durch die während der Produktion stattfindende Produktionsüberwachung und anschließender Nachkalkulation der Fertigungsaufträge werden Ertragsrisiken rechtzeitig erkannt.

Auf Sondereinflüsse bei den Einkaufspreisen der Rohmaterialien wird der Konzern im Bereich Beschaffung weiter professionell und strategisch reagieren. Hierzu gehört zwingend unverändert die Prüfung, ob durch bedingte Erhöhung des Lagerbestands eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt werden kann. Es bestehen keine besonderen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten.

Aufgrund der Wettbewerbssituation am Absatzmarkt besteht das weiter das Risiko, dass Kostensteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt nicht vollständig weitergegeben werden können.

Gegen Produktionsrisiken werden unverändert qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und Verbesserung der Geschäftsprozesse eingesetzt.

Im Vertrieb wird weiter darauf geachtet, dass keine besonderen Abhängigkeiten von einzelnen Kunden entstehen. Die wesentlichen Risiken im Vertrieb bestehen unverändert in einer sinkenden Binnen- und Exportnachfrage der Konsumenten, die sich auf die Umsätze der Gesellschaft negativ auswirken kann. Derzeit entsteht aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten, ein sich änderndes Risiko der Preisaggressivität der Mitbewerber, insbesondere im Preiseinstiegssegment, auf das Rotho sich grundsätzlich einstellen muss.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bzw. Währungsrisiken werden Zinsswaps und Zins-Cap-Geschäfte bzw. Devisenswaps eingesetzt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken bestehen, werden soweit notwendig entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Zur Minimierung von Ausfallrisiken wird ein angemessenes Debitorenmanagement, inkl. konzernweiten Warenkreditversicherungen, eingesetzt.

Durch das sich stetig verändernde Marktumfeld und die erreichte Marktposition ergeben sich für die Rotho-Gruppe für das kommende Geschäftsjahr zahlreiche Chancen zum weiteren Ausbau des bestehenden Erfolgspotentials.

Chancen ergeben sich insbesondere im weiteren Ausbau des neuen Standorts in Polen und der damit einhergehenden Verbesserung der logistischen und vertriebsseitigen Möglichkeiten in den skandinavischen und osteuropäischen Märkten.

Gesamtrisiko

Um die Ertragskraft der Rotho-Gruppe weiter zu verbessern und die Strukturen den Markterfordernissen anzupassen, werden mit Nachdruck Optimierungsprojekte umgesetzt.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar.

 

Görwihl, 22.08.2023

Robert Thoma GmbH

gez. Oliver Stark, Geschäftsführer

KONZERNBILANZ

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.253 515.427
2. Geleistete Anzahlungen 9.800 211.890
424.053 727.317
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.186.813 21.784.850
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.979.761 14.219.246
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.293.793 6.617.162
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.414.861 528.776
42.875.228 43.150.034
III. Finanzanlagen
1. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 898.955 915.625
898.955 915.625
44.198.236 44.792.976
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.560.086 11.065.608
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.194.204 2.638.123
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.011.449 9.897.431
4. Geleistete Anzahlungen 317.219 199.764
25.082.958 23.800.926
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.124.717 25.262.492
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.256.215 4.187.812
27.380.932 29.450.304
III. Wertpapiere
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.112.160 11.591.515
66.576.050 64.842.745
C. Rechnungsabgrenzungsposten 269.475 129.562
111.043.761 109.765.283

PASSIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000 1.200.000
II. Kapitalrücklage 4.628.727 4.628.727
III. Gewinnrücklagen 4.240.493 4.240.492
IV. Bilanzgewinn 26.561.225 24.653.779
V. Währungsumrechnungsdifferenzen 15.536.314 13.628.098
VI. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 2.056.769 1.938.202
54.223.528 50.289.298
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.406.066 1.626.632
2. Steuerrückstellungen 663.541 1.241.823
3. Sonstige Rückstellungen 16.277.788 14.885.929
18.347.395 17.754.384
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.012.914 31.128.929
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.641 518
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.612.954 7.164.440
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.735.815 948.477
36.364.324 39.242.364
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.062 4.312
E. Passive latente Steuern 2.106.452 2.474.925
111.043.761 109.765.283

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 -31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 121.465.883,00 11.992.771.200,00
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.038.416,00 127.496.400,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.137.292,00 228.411.300,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.790.934,00 3.377.539.400,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.040.522,00 823.797.400,00
41.831.456,00 4.201.336.800,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.741.353,00 2.800.699.800,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.387.797,00 427.758.000,00
33.129.150,00 3.228.457.800,00
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.906.400,00 662.160.400,00
6.906.400,00 662.160.400,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 42.494.322,00 3.770.811.300,00
8. Erträge aus Gewinngemeinschaften 418.615,00 418.615,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.796,00 27.514,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 528.056,00 613.472,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -113.040,00 825.556,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.299.161,00 3.866.227,00
13. Sonstige Steuern 140.393,00 142.941,00
14. Konzern-Jahresüberschuss 2.158.768,00 3.723.286,00

Ergebnisverwendung

2021
EUR
2020
EUR
Konzern-Ergebnis 2.158.768 3.723.286
Anteile anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss -80.184 -210.274
Einstellungen in Rücklagen -0 -16.571
Konzern-Gewinnvortrag 24.482.641 21.157.338
Konzern-Bilanzgewinn 26.561.225 24.653.779

Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21

2021
TEUR
2020
TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 2.159 3.723
+/- Abschreibungen/ Zuschreibungen Anlagevermögen 6.906 6.622
+/- Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 1.185 3.642
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge 1
-/+ Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -78 13
-/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 672 -3.417
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 234 -102
+/- Zinsaufwendungen / -erträge 512 586
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag -113 826
-/+ Ertragsteuerzahlungen -854 -161
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.623 11.733
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 92 29
+ Einzahlungen aus Abgängenvon Gegenständen des Finanzanlagevermögens 38
- Auszahlungen für Investition in das immaterielle Anlagevermögen -89 -571
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.352 -4.479
- Auszahlungen für Investition in das Finanzanlagevermögen 0 0
+ Erhaltene Zinsen 1
- Auszahlungen für den Erwerb von Deckungsvermögen -45 -44
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.358 -5.026
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -171 -171
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.060 1.829
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -4.651 -3.577
- Gezahlte Zinsen -503 -569
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.265 -2.488
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.000 4.219
- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.520 886
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.592 6.487
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.112 11.592

Konzerneigenkapitalspiegel

EUR Eigenkapital des Mutterunternehmens
gezeichnetes Kapital Stammkapital Rücklagen Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Summe
Stand 31.12.2019 1.200.000,00 4.628.727,00 4.223.920,00 8.852.647,00
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 16.572,00 16.572,00
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresfehlbetrag
Stand 31.12.2020 1.200.000,00 4.628.727,00 4.240.492,00 8.869.219,00
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 1,00 1,00
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresüberschuss
Stand 31.12.2021 1.200.000,00 4.628.727,00 4.240.493,00 8.869.220,00
EUR Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinn-/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand 31.12.2019 13.410.700,00 20.985.020,00 343.457,00 43.235.157,00
Ausschüttung -171.138,00 -171.138,00
Währungsumrechnung 217.398,00 217.398,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -16.572,00
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag 343.457,00 -343.457,00
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresüberschuss 3.513.012,00 3.513.012,00
Stand 31.12.2020 13.628.098,00 21.157.339,00 3.496.440,00 48.351.096,00
Ausschüttung -171.138,00 -171.138,00
Währungsumrechnung 1.908.216,00 1.908.216,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag 3.496.440,00 -3.496.440,00
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresüberschuss 2.078.584,00 2.078.584,00
Stand 31.12.2021 15.536.314,00 24.482.641,00 2.078.584,00 52.166.759,00
EUR Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand 31.12.2019 1.493.582,00 142.214,00 89.188,00 1.724.984,00 46.516.808,00
Ausschüttung -171.138,00
Währungsumrechnung 2.944,00 2.944,00 220.342,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag 89.188,00 -89.188,00
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresfehlbetrag 210.274,00 210.274,00 3.723.286,00
Stand 31.12.2020 1.582.770,00 145.158,00 210.274,00 1.938.202,00 50.289.298,00
Ausschüttung -171.138,00
Währungsumrechnung 38.383,00 38.383,00 1.946.599,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen
Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag 210.274,00 -210.274,00
Sonstige Veränderungen
Konzern-Jahresüberschuss 80.184,00 80.184,00 2.158.768,00
Stand 31.12.2021 1.793.044,00 183.541,00 80.184,00 2.056.769,00 54.223.528,00

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. Allgemeine Angaben

Die Robert Thoma GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter HRB 650211 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Hauptstraße 84, 79733 Görwihl, Deutschland.

Der Konzernabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung erfolgt die Angabe der Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten im Anhang.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

2. Konsolidierungskreis und Angaben des Anteilsbesitzes

In den Konzernabschluss sind neben der Robert Thoma GmbH als Muttergesellschaft 3 (Vorjahr 3) inländische und 4 (Vorjahr 4) ausländische Tochterunternehmen einbezogen worden, bei denen die Robert Thoma GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, da ihr die Mehrheit der Stimmrechte an den Tochterunternehmen zustehen.

In den Konzernabschluss sind folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden:

Kapitalanteil der Obergesellschaft

unmittelbar
Rotho Kunststoff GmbH, Görwihl 100,0 %
Rotho Babydesign GmbH, Görwihl 60,0 %
Rothopro GmbH, Görwihl 90,0 %
Rotho Kunststoff AG, Würenlingen (Schweiz) 100,0 %
Rotho Sp.z o.o., Koszalin (Polen) 100,0 %
Rotho Italia s.r.l., Eppan a/d Weinstraße (Italien) 100,0 %
mittelbar
Rotho Advanced Solutions AG, Würenlingen (Schweiz) 69,8 %

3. Befreiungsvorschriften für inländische Gesellschaften

Die Rotho Kunststoff GmbH, Görwihl, wurde gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 und ihres Lageberichts 2021 befreit.

4. Abschlussstichtag

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft (31. Dezember 2021) aufgestellt, der mit dem Stichtag der einbezogenen Tochterunternehmen übereinstimmt.

5. Konsolidierungsmethoden

Die bisher angewandten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten.

Für die bis zum 31. Dezember 2009 bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung unverändert die Buchwertmethode gewählt. Danach sind die Beteiligungsbuchwerte des Mutterunternehmens mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss zu verrechnen.

Bei erstmals ab dem Geschäftsjahr 2010 einbezogenen Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB. Dabei werden im Rahmen der Erstkonsolidierung die Vermögenswerte, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Minderheitenanteile werden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Konzernanteil des zu Zeitwerten bewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens aufgerechnet.

Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz ausgewiesen und planmäßig über die Geschäftsjahre der voraussichtlichen Nutzung abgeschrieben.

Für das erstmals nach § 290 HGB i.d.F des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 zu konsolidierende Tochterunternehmen Rothopro GmbH wurden gemäß § 301 Abs. 2 Satz 4 HGB die Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (1. Januar 2010) zugrunde gelegt.

Der sich aus der Erstkonsolidierung der Rothopro GmbH ergebende passive Unterschiedsbetrag von TEUR 10, der auf Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor der Erstkonsolidierung beruht, wurde in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt.

Für den im Geschäftsjahr 2012 erfolgten Hinzuerwerb von 10,0 % der Anteile an der Rothopro GmbH, Görwihl, ist auf eine Erstkonsolidierung verzichtet worden. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten dieser Anteile mit dem darauf entfallenden Eigenkapital im Zeitpunkt des Erwerbs in Höhe von TEUR 158 ist mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet worden.

Aus der Erstkonsolidierung der Rotho Sp. z o.o., Koszalin (Polen), zum 2. Juni 2014 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) hat sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 43 ergeben. Der aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear (p.r.t.) abgeschrieben.

Aus der Erstkonsolidierung der Rotho Italia s.r.l. (vormals: Aalta s.r.l.), Eppan a/d Weinstraße (Italien), zum 14. August 2015 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) hat sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4 ergeben. Der aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear (p.r.t.) abgeschrieben.

Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital werden im Konzernabschluss innerhalb des Konzern-Eigenkapitals gesondert als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Bei der Schuldenkonsolidierung sind die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet worden.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten sind im erforderlichen Umfang konsolidiert worden.

Gewinne aus Beteiligungserträgen einbezogener Unternehmen werden eliminiert.

Zwischenergebnisse aus Warenlieferungen und Verkäufen von Sachanlagegegenständen im Konzernkreis wurden eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Latente Steuern, die durch erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen entstehen, werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet.

6. Fremdwährungsumrechnung

Die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse werden wie folgt umgerechnet:

Eigenkapital: Historischer Kurs

Übrige Bilanzposten: Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung: Jahresdurchschnittskurs

Der Unterschiedsbetrag aus der differenzierten Umrechnung der Bilanzposten in Euro ist innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurde bei der Währungsumrechnung das Realisationsprinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB sowie das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB beachtet.

Im Geschäftsjahr wurden saldierte Währungsverluste in Höhe von TEUR 1.881 (Vorjahr TEUR 1.637) im Jahresergebnis erfasst.

7. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Neben der im Folgenden beschriebenen Bilanzierungsänderung waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über längstens 7 Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte wurden nicht aktiviert.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über die betriebliche Nutzungsdauer über 5 Jahre linear (p.r.t.) abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sie werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen unter angemessener Berücksichtigung von technischem Fortschritt und wirtschaftlicher Überalterung abgestellt.

Die Abschreibungen der Sachanlagen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen überwiegend linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung werden auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Soweit keine Einzelkalkulationen vorhanden sind, erfolgt die Bewertung nach der retrograden Methode, ausgehend von den durchschnittlichen Verkaufspreisen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten einschließlich Zölle und Frachten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Vorräte wurden verlustfrei bewertet. Abschläge auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten wurden vorgenommen, wenn diese höher sind, als die voraussichtlichen Verkaufserlöse unter Berücksichtigung noch anfallender Kosten und erwarteter Erlösschmälerungen oder bei eingeschränkter Gängigkeit.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,87% (Vorjahr: 2,3%) verwendet. Erwartete jährliche Rentensteigerungen sind mit 2,0% berücksichtigt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden mit ihrem beizulegenden Wert mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verrechnet.

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Lebensversicherungen, die mit dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung) angesetzt worden sind, was im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Die aus der Auf-/ Abzinsung resultierenden Aufwendungen und Erträge werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände saldiert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen unter Einbeziehung von steuerlichen Verlustvorträgen gebildet. Die Steuerabgrenzungen resultieren aus der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bei den ausländischen Tochterunternehmen sowie aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen der deutschen Konzerngesellschaften im Konzernabschluss ist kein Gebrauch gemacht worden. Die Steuerlatenzen wurden mit den individuellen Landessteuersätzen bewertet. Die passiven latenten Steuern (TEUR 2.441) wurden mit den aktiven latenten Steuern (TEUR 335) zusammengefasst und unter dem Posten "passive latente Steuern" ausgewiesen.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

8. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Bezüglich der Behandlung der Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf die Ausführungen zur Kapitalkonsolidierung verwiesen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr TEUR 219) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr und Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr TEUR 203) enthalten.

Konzern-Bilanzgewinn

Der Konzern-Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 24.483.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals insgesamt wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen, der diesem Konzernabschluss als Anlage 5 beigefügt ist.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit dem dafür vorgesehenen Planvermögen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.406 (Vorjahr TEUR 1.627).

Angaben zur Verrechnung: 31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen 2.233 2.385
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 827 759
Zeitwert der Vermögensgegenstände 827 759
verrechnete Aufwendungen 54 65
verrechnete Erträge 23 21

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 176. In Höhe dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalkosten, noch nicht abgerechnete Boni und sonstige Erlösschmälerungen, ausstehende Rechnungen, Schadenersatzverpflichtungen, bestrittene Verbindlichkeiten sowie pauschale Garantie- und Kulanzrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis zu fünf Jahren
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.013,00 14.258,00 10.057,00 3.698,00
31.12.2020 31.129,00 5.239,00 21.548,00 4.342,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3,00 3,00
31.12.2020 1,00 1,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.613,00 6.613,00
31.12.2020 7.164,00 7.164,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.736,00 1.736,00
31.12.2020 948,00 948,00
Gesamt 36.365,00 22.610,00 10.057,00 3.698,00
31.12.2020 39.242,00 13.352,00 21.548,00 4.342,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen in Höhe von TEUR 23.075 (Vorjahr TEUR 23.372) gesichert.

Im Übrigen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr TEUR 250) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 807 (Vorjahr TEUR 319).

Passive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 335 resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Sachanlagevermögen und der Zwischenergebniseliminierung und Schuldenkonsolidierung.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.441 ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Sachanlagevermögen (unterschiedliche Abschreibungsmethoden in Steuer- und Konzernbilanz), in den Vorräten (unterschiedliche Herstellungskosten und Abwertungsmethoden in Steuer- und Konzernbilanz) und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

9. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Produktbereiche:

2021
TEUR
2020
TEUR
Haushaltswaren und Büroartikel 111.560 109.974
Babyartikel 9.176 9.200
Immobilien, Energieerzeugung und Sonstige Umsatzerlöse 730 754
121.466 119.928

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende geographische Märkte:

2021
TEUR
2020
TEUR
Deutschland 46.970 49.391
Schweiz 29.792 29.344
Übrige EU-Länder 38.553 34.599
Übrige Drittländer 6.151 6.594
121.466 119.928

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insgesamt TEUR 1.361 (Vorjahr TEUR 581) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Anlagenabgängen und aus der Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.696 (Vorjahr TEUR 1.546) enthalten.

Zusammensetzung des Personalaufwands:

2021
TEUR
2020
TEUR
Löhne und Gehälter 28.741 28.007
Soziale Abgaben 4.539 4.336
Aufwendungen für Altersversorgung -151 -58
33.129 32.285

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

2021
Anzahl
2020
Anzahl
Gewerbliche Mitarbeiter 449 439
Angestellte 196 180
645 619

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr 2021 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 0) auf geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen worden. Es handelt sich dabei um außergewöhnliche Aufwendungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 561 (Vorjahr TEUR 652) ausgewiesen. Diese betreffen insbesondere Aufwendungen für Zuführungen zu den Wertberichtigungen und aus der Ausbuchung von Forderungen sowie periodenfremde Kostenbelastungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.577 (Vorjahr TEUR 3.183) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 65) enthalten. Korrespondierend zur Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen sind Zinserträge aus dem Planvermögen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 20) verrechnet worden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 49 sowie Erträge aus der Auflösung von passiven Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 418 enthalten.

10. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus den Kassenbeständen und den jederzeit verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht dem auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" in Höhe von TEUR 14.112 (Vorjahr TEUR 11.592) abzüglich der bestehenden Kontokorrentverbindlichkeiten über TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

11. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 348 (Vorjahr TEUR 340).

Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.533 (Vorjahr TEUR 2.021) und sind wie folgt fällig:

TEUR
fällig 2022 417
fällig über 1 Jahr bis 5 Jahre 939
fällig über 5 Jahre 177

Derivative Finanzinstrumente

Außer dem Zinsswap (s. Bewertungseinheiten) bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren derivativen Finanzinstrumente.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft hat in 2012 einen Zinsswap (Payer-Swap) über TEUR 2.500 (Sicherungsgeschäft) mit einer Laufzeit bis 2032 zusammen mit einem variablen Bankdarlehen abgeschlossen. Durch den Zinsswap wird eine variable Zinszahlungsverpflichtung in eine fixe Zinszahlungsverpflichtung getauscht. Der negative Marktwert des Zinsswaps auf Basis einer Marktbewertung nach anerkannten Bewertungsmodellen beträgt zum Stichtag TEUR 173. Das Darlehen und der Zinsswap haben zum 31.12.2021 einen Umfang von jeweils TEUR 1.429.

Der Zinsswap dient der Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus dem Grundgeschäft (cashflow hedge).

Das Grundgeschäft bildet zusammen mit dem Sicherungsgeschäft in Höhe von TEUR 1.429 eine Bewertungseinheit (Mikro-Hedge), mit der Folge, dass der negative Marktwert des Payer-Swaps durch die Werterhöhung des Grundgeschäfts ausgeglichen wird und § 249 Abs. 1 HGB insoweit nicht zur Anwendung kommt. Der Betrag des abgesicherten Risikos entspricht somit dem beizulegenden Wert des Zinsswaps.

Zur Ermittlung der (prospektiven) Wirksamkeit des Mikro-Hedges wurde die Critical Term Match-Methode herangezogen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Konzernabschlussprüfers belaufen sich auf TEUR 132; davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 88, auf Steuerberatungsleistungen TEUR 43 und auf sonstige Leistungen TEUR 1.

Geschäftsführer

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Dipl. Wirtschaftsingenieur Lorenz Dietsche kaufmännischer Geschäftsführer (bis 17.02.2021)
Oliver Stark kaufmännischer Geschäftsführer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Februar 2021 ist Herr Lorenz Dietsche als Geschäftsführer abberufen worden.

Auf die Angabe nach §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a) und § 314 Abs. 1 Nr. 6b) HGB wird unter analoger Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht gemäß § 314 Nr. 25 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, waren nicht zu verzeichnen.

Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss des Mutterunternehmens

Gemäß schriftlicher Beschlussfassung der Gesellschafter der Robert Thoma GmbH vom 02. März 2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Görwihl, 22.08.2023

gez. Oliver Stark, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.997.140,00 25.737,00 78.773,00 67.663,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 140.308,00 4.225,00
3. Geleistete Anzahlungen 678.685,00 10.220,00 -65.663,00
2.816.123,00 29.962,00 88.993,00 2.000,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.798.002,00 1.205.920,00 232.085,00 7.973,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.005.827,00 4.682.267,00 3.041.768,00 463.848,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 38.104.285,00 1.579.394,00 699.296,00 22.168,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.776,00 3.628,00 1.378.845,00 -495.989,00
208.436.890,00 7.471.209,00 5.351.994,00 -2.000,00
III. FINANZANLAGEN
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen 941.678,00
212.194.691,00 7.501.171,00 5.440.987,00
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.169.313,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 144.533,00
3. Geleistete Anzahlungen 146.647,00 476.585,00
146.647,00 2.790.431,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.243.980,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 658.407,00 123.535.303,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 171.521,00 40.233.622,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399,00 141.861,00
830.327,00 220.427.766,00
III. FINANZANLAGEN
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen 16.670,00 925.008,00
993.644,00 224.143.205,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.481.713,00 22.512,00 250.835,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 140.308,00 4.225,00
3. Geleistete Anzahlungen 466.785,00 146.647,00
2.088.806,00 26.737,00 397.482,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.013.152,00 847.960,00 1.196.055,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 101.786.581,00 4.377.960,00 4.040.933,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 31.487.123,00 1.346.478,00 1.271.930,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
165.286.856,00 6.572.398,00 6.508.918,00
III. FINANZANLAGEN
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen 26.053,00
167.401.715,00 6.599.135,00 6.906.400,00
Abschreibungen
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.755.060,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 144.533,00
3. Geleistete Anzahlungen 146.647,00 466.785,00
146.647,00 2.366.378,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.057.167,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 649.932,00 109.555.542,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 165.702,00 33.939.829,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
815.634,00 177.552.538,00
III. FINANZANLAGEN
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen 26.053,00
962.281,00 179.944.969,00
Nettowerte
Stand 31.12.2021
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.253,00 515.427,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen 9.800,00 211.890,00
424.053,00 727.317,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.186.813,00 21.784.850,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.979.761,00 14.219.246,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 6.293.793,00 6.617.162,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.414.861,00 528.776,00
42.875.228,00 43.150.034,00
III. FINANZANLAGEN
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen 898.955,00 915.625,00
44.198.237,00 44.792.976,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

an die Robert Thoma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Robert Thoma GmbH, Görwihl, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung für dasGeschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Robert Thoma GmbH, Görwihl, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist imAbschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zumKonzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlussesund des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, daVerstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichtsrelevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheitenbesteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass dieGesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu denzukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Waldshut-Tiengen, 28. August 2023

Auren KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Michael Greiner, Wirtschaftsprüfer

Christian-Andreas Steinwachs, Wirtschaftsprüfer

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