Großhandel mit Anstrichmitteln
Giersch GmbH
Adjutantenkamp 18, 58675 Hemer, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niclas Anders Persson seit 27.11.2024 | Geschäftsführer |
Cengiz Tezsoy seit 27.11.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
CTC AB | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Giersch GmbH (vormals: Enertech GmbH)HemerJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Giersch GmbH (vormals Enertech GmbH), Hemer1. Grundlagen 1.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen Giersch GmbH ist eine mittelständisches Unternehmen mit ihrem Hauptsitz in Hemer und Schulungszentren in Hohenaspe und Kaufbeuren. Giersch beschätigte 2023 durchschnittlich 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inklusive Auszubildende). Giersch fertigt und vertreibt Heizungsbrenner und -kessel, photovoltaisch-thermische Solaranlagen, sowie - als Handelswaren - regenerative Heizsysteme, wie Wärmepumpen, Photovoltaik-Module- und Gasbrennwertgeräte. Die bedeutendsten Absatzmärkte der Giersch GmbH sind Kesselhersteller, deutsche Heizungsbauunternehmen und Handelsunternehmen, die in der Heizungsbranche tätig sind. Brenner werden auch ins Ausland exportiert. Um den Marktauftritt klarer zu gestalten und den allseits bekannten Markennamen "Giersch" wieder besser zu nutzen, wurde mit Wirkung zum 01.12.2023 das Unternehmen von Enertech GmbH in nunmehr Giersch GmbH umbenannt. Das Geschäftsjahr 2023 war durch die Auswirkungen der geopolitischen Krisen wie z. B. den Russland-Ukraine-Konflikt und den Nahostkonflikt wenig beeinflusst. Das Geschäft mit Russland und Weißrussland war bereits in 2022 vollständig eingestellt worden. 1.2 Forschung und Entwicklung Giersch unterhält eine spezielle Abteilung zur Forschung und Entwicklung, in der im Wesentlichen neue Brennertypen (z.B. Bioheizöl) - insbesondere für solche Medien, die unter der Bezeichnung Green Fuels bekannt sind - konstruiert werden. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden auch individuelle Produkt- und Fertigungslösungen entwickelt. Eventuell angefallene Entwicklungskosten wurden nach HGB entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nicht aktiviert. 2. Wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelten sich im Jahr 2023 regional durchaus unterschiedlich. In den USA beschleunigte sich das Wachstum im Jahresverlauf, während es sich in China nach gutem Jahresbeginn mit zunehmenden Jahresverlauf abschwächte. In dem für Giersch relevanten Bereich der Europäischen Union (Deutschland) stagnierte das Bruttooinlandsprodukt weitgehend. Obwohl sich hier die Arbeitsmärkte solide präsentierten, hielten sich die Verbraucher aufgrund der Unsicherheiten im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts sowie des Nahost-Konflikts mit Ausgaben zurück. Des Weiteren beeinflussten die inflationsbedingt gestiegenen Kosten, im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte Energiekosten und das erhöhte Zinsniveau die wirtschaftliche Entwicklung in der EU und in Deutschland negativ. Trotz vorgenannter Einflussfaktoren wird nach letzten Prognosen im Berichtsjahr 2023 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % (Vorjahr 3,4 %) gesehen. In der für Giersch relevanten Euro-Zone betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Geschäftsjahr 0,5 % (Vorjahr 3,5 %). Im Berichtsjahr 2023 haben verschiedene geopolitische Konflikte wie z. B. der Russland-Ukraine-Konflikt oder die Krise im Nahen Osten die Weltwirtschaft beeinflusst. Insbesondere die deutlich gestiegenen Energiepreise sowie die gestörten Lieferketten stellten alle Unternehmen vor große Herausforderungen. Beispielsweise kam es - seit 2022 andauernd - unverändert zu Engpässen bei der Versorgung mit Wärmepumpen, die sich erst im Laufe des Jahres auflösten. Von Seiten der Regierungen wurden verschiedene Gesetze und Gesetzesentwürfe kontrovers diskutiert, entworfen und wieder verworfen, was die Endverbraucher verunsicherte und zu deutlicher Kaufzurückhaltung führte. Auch die später vorgenommene endgültige Gesetzesverabschiedung konnte die Verunsicherung der Verbraucher nicht beseitigen. Bezogen auf Giersch zeigte sich ein differenziertes Bild. Aufgrund des steigenden Zinsniveaus sowie steigender Energiepreise zeigte sich eine deutliche Eintrübung in der Baubranche und eine deutliche Fokussierung der Endkunden auf Maßnahmen zu konventionellen Heizsystemen, was einerseits zur Zurückhaltung bei Neubestellungen für Wärmepumpen führte und andererseits die Nachfrage nach Öl- und Gas-Brennern befeuerte, die naturgemäß mit geringeren Investitionen verbunden sind. Vormaterialseitig zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr eine Entspannung, was ein sinkendes Preisniveau zur Folge hatte. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung bleiben hoch. Die Folgen der weltweiten Krisen sind derzeit kaum abschätzbar. Die bei allen Wärmepumpenproduzenten deutlich ausgeweiteten Kapazitäten lassen einen Preisverfall erwarten. 2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Konzerns Giersch versteht sich im Wesentlichen als Produzent von Heizungsbrennern, -kesseln und photovoltaisch-thermischen Solaranlagen, sowie als Händler von regenerativen Heizsystemen, wie Wärmepumpen, Photovoltaik-Modulen und Gasbrennwertgeräten. Das dafür benötigte Vormaterial wird überwiegend in der EU eingekauft. Aufgrund der langjährigen Lieferantenbeziehungen konnte die Materialversorgung trotz der geopolitischen Herausforderungen über das Jahr sichergestellt und verbessert werden. Die Veränderungen in den Materialpreisen konnten größtenteils zeitnah an die Kundschaft weitergegeben werden, wodurch das Risiko schwankender Vormaterialpreise stark vermindert wurde. Die Geschäftsführung steuert die Giersch GmbH strategisch nach den Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA und EBT. Daneben gibt es eine Vielzahl von Kennzahlen, die monatlich, wöchentlich bzw. täglich berichtet werden. Der geplante Umsatz konnte deutlich übertroffen werden. Der Umsatz teilt sich auf in 83 % Inlandsgeschäft und 17 % Export. Trotz teilweise gestiegener Vormaterialpreisen konnten die Stück-Deckungsbeiträge und die Mengen in allen Bereichen gesteigert werden. Im Berichtjahr wurden Aufwendungen getragen, deren Verursachung teils in den Vorjahren lag oder die einmaliger Natur waren. Diese belaufen sich auf mehr als 700 TEUR. Das EBITDA beträgt TEUR +1.003 und liegt damit - trotz der Sondereffekte - über dem Vorjahreswert von -1.087 TEUR. Die Gesamtleistung liegt mit TEUR 17.862 bei auf niedrigem Niveau weiter verringerter Bestandsveränderung deutlich über dem Vorjahreswert von 15.092 TEUR. Ohne einen Sondereffekt, der den Vorjahren zuzuordnen ist, beträgt die Steigerung der Gesamtleistung 18,4 %. Der Materialaufwand beträgt 56,1 % (Vj. 61,3 %) im Verhältnis zur Gesamtleistung und liegt unter dem geplanten Niveau. Die Personalaufwandsquote liegt 7,4 %-Punkte unter dem Vorjahreswert, was einerseits durch die erhöhte Gesamtleistung und andererseits durch Verschiebungen (Personalaufwand vs. Sonstige betriebliche Aufwendungen) bedingt ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Verhältnis zur Gesamtleistung - trotz der beschriebenen Verschiebung und trotz der Sondereffekte - um lediglich 0,6 %-Punkte über dem Vorjahreswert. Die Sonstigen betrieblichen Erträge liegen inklusive einer Umsatzsteuererstattung für Vorjahre (102 TEUR) um 182 TEUR über dem Vorjahreswert. Die Abschreibungen sind absolut um 5 TEUR gestiegen und relativ um 0,2 %-Punkte gesunken. Die Ertragssteuerbelastung beträgt 323 TEUR; nach -147 TEUR im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte beträgt der ausgewiesene Jahresüberschuss 326 TEUR nach einem Jahresfehlbetrag i.H.v. 1.220 TEUR im Vorjahr. Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2023 bei 14.638 TEUR. Das Finanzergebnis beträgt TEUR -111 (Vj. TEUR -43) und spiegelt das veränderte Zinsniveau des Marktes wider. Es beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für Konzerninterne Finanzierungen. Unter der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag werden die anfallenden Körperschafts- und Gewerbesteuern aus dem laufenden und aus Vorjahren (323 TEUR) ausgewiesen. Die Bilanzsumme ist von TEUR 8.467 im Vorjahr auf nun TEUR 7.942 gesunken. Das Anlagevermögen beträgt TEUR 2.479 zum 31. Dezember 2023 (Vj. TEUR 2.651). Größere Einzelinvestitionen wurden nicht getätigt. Ausgaben zur Verbesserung der IT-Ausstattung wurden direkt als Aufwand gebucht. Die Vorräte liegen mit TEUR 3.831 leicht unter dem Vorjahreswert (TEUR 3.865). Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zeigt sich ein Rückgang von TEUR 1.605 im Vorjahr auf nun TEUR 1.232 zum 31. Dezember 2023. Der Rückgang ist einerseits auf die verbesserten Abläufe im Debitorenbereich und andererseits auf die im Vorjahr enthaltenen Steuererstattungsansprüche zurückzuführen. Der Bank- und Kassenbestand beträgt TEUR 339 (Vj. TEUR 281). Das Eigenkapital hat sich vom Eröffnungswert zu Beginn des Jahres 2023 von TEUR 2.534 um den Jahresüberschuss (326 TEUR) auf TEUR 2.860 zum 31. Dezember 2023 verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg von 29,9% auf komfortable 36,0%. Dies ist sowohl durch das absolut gestiegene Eigenkapital als auch auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen. Die Rückstellungen betragen TEUR 1.606 zum 31. Dezember 2023 (Vj. TEUR 1.181). Hier zeigt sich sowohl die ausgeprägte Risikovorsorge als auch die durch das positive Ergebnis bedingte Steuerrückstellung (248 TEUR). Die Verbindlichkeiten liegen in Summe mit TEUR 3.455 unter dem Vorjahr (Vj. TEUR 4.751). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden vor dem Hintergrund der verbesserten Liquidität und der Nutzung von Skontozahlungen deutlich verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden unter anderem durch die planmäßige Rückführung eines Intercompany-Darlehens reduziert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Cashflow (vor Veränderung des Working Capitals) beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 903 (Vj. TEUR -988). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da die Vorjahres- und die Planzahlen im Jahr 2023 deutlich übertroffen wurden, sieht die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 als gut an. 2.4 Weitere Leistungsindikatoren Die Mitarbeiteranzahl der Giersch GmbH beträgt 2023 im Durchschnitt 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Auszubildende). Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 2 Interim Manager in der Gesellschaft tätig. 2.5 Wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Produktbereiche Während der Umsatz im Bereich der Brenner nur leicht gesteigert wurde, konnten der Bereich der Wärmepumpen um 50,4 % und andere Bereiche weit stärker zulegen. In allen Produktbereichen werden positive operative Ergebnisse erzielt. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement bei Giersch umfasst Maßnahmen zur systematischen Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Kontrolle von Chancen und Risiken. Durch die Integration in die Controlling-Prozesse ist es ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Ferner trägt das klar strukturierte Reporting zur Muttergesellschaft (CTC AB, NIBE-Konzern) zur Früherkennung von Sachverhalten bei. Ein regelmäßiges und standardisiertes Reporting in Verbindung stellt sicher, dass die Geschäftsführung zeitnah und strukturiert über die aktuelle Chancen- und Risikosituation informiert wird. Neben den in den regelmäßig zu erstellenden Forecasts und im Planungsprozess zu berücksichtigenden Risiken werden auch die gesamtwirtschaftlichen Chancen und Risiken näher betrachtet. Auf auftretende Adhoc-Chancen und Risiken werden in regelmäßigen Geschäftsleitungs-Meetings erörtert. Bei akutem Bedarf werden zusätzliche Analysen und Berichte erstellt, die im Kreis der Führungskräfte präsentiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Trotz der Analyse kann generell das Eintreten von Risiken nicht ganz ausgeschlossen bzw. die Realisierung von Chancen nicht vollumfänglich sichergestellt werden. Chancenbericht: Unter Chancen werden Ereignisse oder Entwicklungen mit wesentlicher positiver Wirkung auf die Möglichkeiten, die Unternehmensziele zu übertreffen, verstanden. Chancenmanagement umfasst dementsprechend den systematischen Umgang mit diesen Chancen und Potenzialen in der Gesellschaft. Durch die Verknüpfung der Planungs- und Berichtsprozesse im Controlling mit den Strategieprozessen ist das Chancenmanagement ein wichtiger Bestandteil der operativen und der strategischen Unternehmensführung. Für Giersch ergeben sich Chancen aus der zunehmenden Ausrichtung auf die Bereiche der erneuerbaren Energien in Verbindung mit den konventionellen Medien und den bewährten Marktkontakten. Es werden Produktentwicklungen mit den Kunden durchgeführt und der Markt wird zur Identifikation von möglichen Neukunden und Potentialen laufend analysiert. Bei entsprechenden Möglichkeiten werden gezielte Maßnahmen eingeleitet. Maßnahmen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen werden deutlich vorangetrieben, um die Wettbewerbsfähigkeit der Giersch GmbH weiter zu verbessern. Darüber hinaus ergeben sich aus der laufenden Prozess- und Produktionsoptimierung weitere Chancen und Potentiale. Aus dem derzeitigen Russland-Ukraine-Konflikt und Nahostkonflikt können sich zuküntig weitere Potentiale und Möglichkeiten für Giersch ergeben, deren Ausmaß derzeit jedoch noch nicht quantifizierbar ist. Risikobericht: Unter Risiken werden allgemein drohende Ereignisse oder Entwicklungen mit negativer Wirkung auf die Möglichkeiten, die Unternehmensziele zu erreichen, verstanden. Die Giersch GmbH hat Teil des NIBE-Konzerns Risiken mittels externer Versicherer zu einem großen Teil abgesichert. Abgestimmt auf die Risiko-Kosten Präferenz des Konzerns wurden für die Versicherungssparten angemessene Selbstbehalte vereinbart. Aus heutiger Sicht sind die Risiken bekannt und priorisiert. Es sind keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken zu erkennen. Gesamtwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der fortschreitenden Globalisierung und des damit zusammenhängenden, steigenden Kostendrucks, können Risiken in der Wettbewerbsfähigkeit bestehen. Die Veränderungen der länderspezifischen Rahmenbedingungen werden kontinuierlich verfolgt, um bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen zur Risikominimierung einleiten zu können. Aus dem Russland-Ukraine-Konflikt resultieren bisher keine negativen Einflüsse auf die Giersch GmbH. Auf eine Geschäftsverbindung mit Russland wird seit März 2022 verzichtet. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Konflikts könnten sich ggfs. Risiken in der Beschaffungs- und Personalsituation ergeben. Ausfallrisiko: Die Außenstände werden von der Debitorenbuchhaltung und der Geschäftsführung überwacht und es wird bei eventuellen Ausfallrisiken aktiv gegengesteuert. Cyberrisiken: Die Gefahr von Cyberangriffen aus verschiedenen Richtungen und Regionen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Nicht zuletzt aufgrund der seit Jahren zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung ist auch die Giersch GmbH erhöhten Risiken ausgesetzt. Eingeleitete Maßnahmen sind die Überarbeitung der IT-Strategie, IT-Konzepte und der IT-Sicherheitsarchitektur. Das Risiko eines Cyberangriffs kann aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Geschäftsführung bewertet das Risiko als mittel. Absatzrisiken: Die Erreichung der Absatzziele unterliegt konjunkturellen und kundenseitigen Schwankungen. Das primäre Absatzrisiko besteht derzeit im erhöhten Wettbewerbsdruck infolge der Kostensteigerungen (v.a. im Bereich Energie- und Personalkosten). Vor dem Hintergrund der durch die unklaren Gesetzgebungsprozesse und -diskussionen im Energie und Heizungsumfeld besteht die Gefahr, dass die Endabnehmer im deutschen Markt weiter verunsichert werden und eine verstärkte Kaufzurückhaltung zeigen. Auswirkungen aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts auf den Absatzmarkt sind aktuell nicht zu verzeichnen. Beschaffungsrisiken: Um unsere Produkte herstellen zu können, werden Rohstoffe und andere Vormaterialien, aber auch Energie und Frachtkapazitäten benötigt. Nach dem gestiegenen Vormaterialpreisen in den Vorjahren zeigte sich im Berichtsjahr hier eine leichte Erholung. Aufgrund der vermehrt auftretenden geopolitischen Krisen (Russland-Ukraine-Konflikt, Konflikt im Nahen Osten, u.s.w.) können jedoch in naher Zukunft durchaus gestörte Lieferketten und erneut steigende Preise resultierten. Aufgrund langjähriger Lieferantenbeziehungen werden die Risiken auf die Lieferfähigkeit bzw. Materialversorgung für Giersch als verhältnismäßig gering bewertet. Produktionsrisiken: Risiken aus unerwarteten Ausbringungs- und Qualitätsproblemen können auftreten. Mit vorbeugender Instandhaltung und der weiteren Qualifizierung der Mitarbeiter wird versucht, das Risiko auf einem möglichst geringen Niveau zu halten. Die Gesellschaft schließt für alle Geschäftsbereiche in angemessenem Umfang Versicherungen ab, die den finanziellen Schaden aus Produktionsrisiken minimieren sollen. Personalrisiken: Um nachhaltigen Erfolg zu erreichen, benötigt Giersch engagierte und hochqualifizierte Arbeitnehmer auf allen Funktionsebenen. Es bestehen hier vor allem die Risiken, Leistungsträger für offene Stellen nicht zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren. Durch Schaffung breiter Verantwortungs- und Aufgabenbereiche, Arbeitszeitflexibilität, wettbewerbsgerechte Entlohnung, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die damit einhergehende Positionierung als attraktiver Arbeitgeber werden Personalrisiken verringert. Geeignete Maßnahmen werden im Bereich der betrieblichen Weiterbildung und in dem rechtzeitigen Aufzeigen von weiteren Entwicklungsmöglichkeiten - auch im Konzern - gesehen. Aufgrund der zunehmenden Verknappung von Fachkräften auf dem Personalmarkt sind die Personalrisiken trotz vorgenannter Maßnahmen als mittel einzustufen. Die Spätfolgen der COVID-19-Pandemie sind weiterhin spürbar, die Lage auf dem Personalmarkt hat sich weiter verschärft. Mit gezielten Werbe- und Marketingmaßnahmen wird die Personalbeschaffung unterstützt. Negative Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. Währungsrisiken: Es werden sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig die Geschäftsfälle generell in EUR abgewickelt. Da hier Geschäfte in Fremdwährungen die Ausnahme darstellen ist das Währungsrisiko als gering zu bewerten. Zinsrisiken: Es werden einzelne Investitionen in das Sachanlagevermögen mittels Miete oder Leasing finanziert. Die Konditionen hierfür werden bei Vertragsabschluss für die komplette Laufzeit fixiert. Des Weiteren besteht ein Intercompany Darlehen in Höhe von TEUR 2.645. Die Verzinsung der Inanspruchnahmen hieraus erfolgt angelehnt an den 3-MonatsEuribor. Hier wird das Zinsänderungsrisiko als gering eingestuft. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wird die Summe der Chancen höher bewertet als die Eintrittswahrscheinlichkeit der genannten Risiken. 3.2 Prognosebericht Im Zeitraum Oktober bis November 2023 wurden die Planzahlen für das Jahr 2024 erstellt. Im Planansatz wird mit einem Betriebsergebnis (Operating Profit) von TEUR 1.085 gerechnet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Wärmepumpenmarkt wurde dieser Plan Ende März 2024 aktualisiert. In diesem Forecast wird für das Jahr 2024 mit einem Betriebsergebnis (Operating Profit) von TEUR 891 gerechnet. Trotz der aktuellen geopolitischen Spannungen wird davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftliche Lage weiterhin positiv entwickelt. Insbesondere wird im Heizungsmarkt erwartet, dass die Verunsicherung der Endverbraucher zurückgehen wird. Es wird angenommen, dass die globalen Krisenherde (z.B. Russland-Ukraine-Konflikt, Krise im Nahen Osten) nicht weiter eskalieren, aus diesem Grund wurden in den Planzahlen keine Sondereffekte hieraus berücksichtigt. Ein Unsicherheitsfaktor verbleibt in Bezug auf die zukünftige Preisentwicklung im Bereich des Vormaterials und der Energie. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das geplante Ergebnis als ambitioniert, jedoch als erreichbar angesehen.
Hemer den, 28.03.2024 Giersch GmbH gez. Dr. Josef Becker, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023GIERSCH GMBH (VORMALS ENERTECH GMBH), HEMERAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Giersch GmbH (vormals Enertech GmbH), HemerI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Giersch GmbH hat ihren Geschäftssitz in Hemer und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Registernummer HRB 8776 eingetragen. Mit Wirkung zum 01.12.2023 wurde die Gesellschaft Enertech GmbH in Giersch GmbH umbenannt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3-5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Der Firmenwert betrifft im Wesentlichen die mit dem Erwerb der Enertech GmbH übernommenen Geschäftserwartungen und ist gemäß § 246 Abs. 1 S. 4 HGB aktiviert worden. Der Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Ursächlich für die Annahme der 10-jährigen Nutzungsdauer ist die konservative und stabile Kundenstruktur der Gesellschaft, gepaart mit den langen Lebenszyklen der vertriebenen Produkte und dem innerhalb der Lebensdauer der Produkte stattfindenden Verkauf von Ersatzteilen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Bis 2021 wurden geringwertige Anlagegüter von mehr als EUR 250,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten (Poolbildung) zusammengefasst und im Wirtschaftsjahr und in den folgenden 4 Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Seit 2022 werden GWG's (250,- bis 800,- Euro) im Jahr der Anschaffung sofort vollständig abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend berücksichtigt werden. Waren werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag Aufwendungen darstellen. Zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (u.a. Jubiläen) wird auf die Ausführung unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und, soweit notwendig, unter Berücksichtigung künftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt die Abzinsung mit einem fristenkongruenten Zinssatz. Für bestehende Gewährleistungsrisiken wird zudem eine pauschale Rückstellung in Höhe von 0,5 % der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin, der CTC AB (vormals: Enertech AB), Ljungby, Schweden, bestehen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0). Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 64). 2. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25. 3. Pensionsrückstellungen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 4 TEUR. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen in Summe TEUR 2.646. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.645 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gibt es nicht. Die übrigen Verbindlichkeiten haben allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen für PKW, IT-Hardware/Server sowie Kopierer in geschäftsüblichem Umfang. Im aktuellen Geschäftsjahr betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 280 (Vorjahr TEUR 497). 2. Organe Geschäftsführung Herr Dr. Josef Becker, Rüthen, operativer und kaufmännischer Geschäftsführer Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Giersch GmbH sind: Frau Helene Richmond (Aufsichtsratsvorsitzende), Managing Director CTC AB (vormals: Enertech AB) Herr Håkan Erlandsson (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Chief Financial Officer CTC AB (vormals: Enertech AB) Herr Joachim Hultqvist, Research & Development Manager CTC AB (vormals: Enertech AB) Herr Henrik Henningsson Regional Manager International Sales NIBE Industrier AB Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge. 3. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 68 (Vorjahr 72), davon sind 24 (Vorjahr 26) gewerbliche Mitarbeiter und 44 (Vorjahr 46) Angestellte. 4. Leistungen an ehemalige Geschäftsführer Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer einschließlich deren Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 55 (i. V. TEUR 53). Die Rückstellung für laufende Pensionen für diesen Personenkreis beträgt 654 TEUR (i.V. 695 TEUR). 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den ausgewiesenen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 326 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der Giersch GmbH ist die CTC AB (vormals: Enertech AB), Ljungby, Schweden, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen ist. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Hemer, den 28.03.2024 gez. Dr. Josef Becker, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 15. April 2024
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Giersch GmbH (vormals Enertech GmbH), Hemer Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Giersch GmbH (vormals Enertech GmbH), Hemer, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Giersch GmbH (vormals Enertech GmbH), Hemer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Iserlohn, 28. März 2024 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez. Diplom-Ökonom Ralf Kaufmann, vereidigter Buchprüfer gez. Diplom-Ökonom Benjamin Schwalvenberg, Wirtschaftsprüfer |
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