NARR Modular Systems GmbH Defense & Security
Selbe AdresseHerstellung von militärischen Kampffahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Hofmann seit 10.3.2026 | Prokura |
Markus Lajain seit 20.1.2026 | Geschäftsführer |
Paul Renner seit 22.5.2023 | Prokura |
Heidi Hafner seit 11.2.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NARR Isoliersysteme GmbHBalingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)
Anhang zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen ("Gesellschaft"), Amtsgericht Stuttgart HRB 411054, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis sechs Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Für Vermögens-gegenstände des Sachanlagevermögen wird erstmals im Geschäftsjahr 2023 ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 40 gebildet. Die Änderung der Bewertungsmethode hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessenen Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten; die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Die Herstellungskosten werden dabei ausgehend von den Verkaufspreisen retrograd ermittelt. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 3 % (i.Vj. 3 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten bewertet. Das unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Disagio wird entsprechend der Laufzeit des Darlehens aufgelöst. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht ausgeübt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in den Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" (TEUR 642) und "sonstige Verbindlichkeiten" (TEUR 148) ausgewiesen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurden diese Vorjahresbeträge zu dem Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" umgegliedert. Im Vorjahr wurden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in dem Bilanzposten "Forderungen gegen Gesellschafter" (TEUR 590) ausgewiesen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde dieser Vorjahresbetrag zu dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundenen Unternehmen" umgegliedert. Im Vorjahr wurden sonstige Vermögensgegenstände in dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" (TEUR 87) ausgewiesen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde dieser Vorjahresbetrag zu dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" umgegliedert. Die vorstehenden Ausweisänderungen dienen der einheitlichen Darstellung von Forderungen/Verbindlichkeiten innerhalb der NARR-Unternehmensgruppe und haben lediglich eine geringfügige Auswirkung auf die Vermögenslage. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 449 (i.Vj. TEUR 595) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 437 (i.Vj. TEUR 590) gegen Gesellschafter. Disagio Der auf der Aktivseite ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten enthält Unterschiedsbeträge nach § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 2 (i.Vj. TEUR 3). Eigenkapital Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.092 geleistet. Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen von Warenlägern und Maschinen, Forderungsabtretungen sowie übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 18 (i.Vj. TEUR 790) gegenüber Gesellschaftern. III. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 4.268 zugunsten eines verbundenen Unternehmens. Als Sicherheit für beanspruchte Kredite eines verbundenen Unternehmens bei Kreditinstituten wurden Warenläger und Maschinen sicherungsübereignet sowie Forderungen abgetreten. Die besicherten Kredite des verbundenen Unternehmens sind zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 3.312 valutiert. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft und der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wird vor dem Hintergrund der eingeleiteten Maßnahmen zur langfristigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der NARR-Gruppe als unwahrscheinlich angesehen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft. Durch das Factoring erhöhte sich die Liqudität zum Bilanzstichtag um EUR 63.257,41, dem stehen die Finanzierungskosten dieser Maßnahme gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Armin Narr, Geschäftsführer für Vertrieb und Verwaltung, Bisingen (bis 30. November 2023) Herr Uwe Narr, Geschäftsführer für Technik und Entwicklung, Balingen Herr Peter W. Meißner, Geschäftsführer für Vertrieb und Verwaltung, Mainburg (1. Dezember 2023 bis 31. August 2024) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 116 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich wie folgt:
Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen, wird in den Konzernabschluss ihres Alleingesellschafters, der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG, Balingen, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG, Balingen, ist an deren Sitz erhältlich.
Balingen, den 30. April 2025 NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen Die Geschäftsführung Uwe Narr, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Markt und Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft 7. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Nachtragsbericht IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Prognosebericht V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Markt und Geschäftsmodell Die NARR Isoliersysteme GmbH hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Isolierelementen für die Kälte-, Klima-, Reinraum- und Brandschutztechnik spezialisiert. Unser Leistungsspektrum reicht von der Planung bis hin zur Produktion, Montage und Wartung von Kühlräumen sowie Tiefkühlzellen für die Bereiche Bäckereikälte, Hotel, Gaststätten, Ladeneinrichtungen, Großküchen, Pharmaindustrie und Medizin. Unsere Hauptabsatzgebiete liegen in der DACH-Region, d.h. Deutschland, Österreich und Schweiz. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen mit über 60 Jahren Erfahrung und garantieren Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Innovation. Durch standardisierte und flexible Kühlzellen bieten wir die passgenaue Lösung für unsere weltweiten Kunden. Auf unsere schnelle und unkomplizierte Montage der Kühlzellen sind wir stolz und erfüllen nebenbei ökologische, hygienische und ökonomische Aspekte. Das Unternehmen wird an dem Standort Balingen sowie an dem Standort Bisingen in gepachteten Gewerbeflächen betrieben. Die Verpächterin der beiden Standorte ist die Gesellschafterin Wilhelm Narr GmbH & Co. KG. Als Einsatzfaktoren für die Geschäftstätigkeit werden im wesentlichen Personal, Material und Fremdleistungen benötigt. 2. Forschung und Entwicklung Um in den verschiedenen Branchen individuelle Kühlzellenlösungen anbieten zu können und dabei höchste Qualität- und Hygienestandards gewährleisten zu können, hat die Produktentwicklung einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Die neuesten Produktentwicklungen reichen von -110-Grad-Zellen, über Acryl-VARIO-FLOOR-Beschichtung als spezielle Bodenoberfläche, über Drehtüren mit Sichtfenstern bis hin zu individuellen Säulenverkleidungen und Durchgangsschleusen. Die Produktentwicklung erfolgt dabei mit eigenen Mitarbeitern ohne Inanspruchnahme von Leistungen Dritter für Entwicklungszwecke. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen Eurostat (30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024). Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 startete vielversprechend. Der Auftragsbestand für Kühlzellen lag stabil auf einem hohen Niveau und die Planung sah einen Jahresumsatz auf Vorjahresniveau für die NARR Isoliersysteme GmbH vor. Der Fokus lag weniger auf Wachstum bzw. Umsatzausweitung, sondern vielmehr auf interner Umstrukturierung und Investition in Marketing, Digitalisierung und Automatisierung der Fertigung. Dies sollte zusätzlich durch Personalaufbau und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt werden. Aufgrund dieser geplanten Sonderkosten in die Unternehmensentwicklung war das Planergebnis für die NARR Isoliersysteme GmbH bereits mit einem Jahresfehlbetrag an Gesellschafter und Banken kommuniziert worden. Das 1. Quartal 2023 verlief gemäß Planung Im 2. und 3. Quartal 2023 war die allgemein gedämpfte Marktentwicklung auch bei den Umsätzen und den Auftragseingängen der NARR Isoliersysteme GmbH zu spüren und die Planumsätze wurden in beiden Quartalen signifikant unterschritten. Im 4. Quartal 2023 verbesserte sich die Auftrags- und Umsatzsituation ein wenig. Die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen zeigten Wirkung. Damit konnte die Absatzsituation stabilisiert werden. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Auftragsbestand für Kühlzellen dann leicht höher als zu Jahresbeginn. In diesem Auftragsbestand ist auch ein besonderer Großauftrag für die Pharmaindustrie für das Folgejahr 2024 enthalten. Eine tatsächliche Trendwende in der schwachen Marktsituation ist aber noch nicht absehbar. Neben der Umsatzentwicklung spielen Faktoren, wie Material- und Personalintensität eine große Rolle für den Geschäftsverlauf. Zusätzlich messen wir unsere Produktionsleistung über die produzierten m 2 an Isolierpaneele an unseren beiden Standorten Balingen und Bisingen. Die produzierte Fläche an Isolierpaneele hat sich um ca. 30 % im Vergleich zum Vorjahr verringert. Bei der Materialbeschaffung hat sich die Lage nach einem turbulenten Jahr 2022 im Berichtsjahr deutlich normalisiert. Unsere Hauptrohstoffe sind Stahlbleche, Polyurethanschaum, Kunststoffprofile und Türbeschläge. Unsere langjährigen, guten Lieferantenbeziehungen sowie die Rahmen- und Abrufaufträge sind und bleiben ein Vorteil, um die Versorgung mit Material in diesen stark schwankenden Märkten sicherzustellen. Um in der Region ein attraktiver Arbeitgeber sein zu können, haben wir im Geschäftsjahr 2023 auch in die Benefits für Mitarbeiter, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Betriebsveranstaltungen investiert. Durchschnittlich waren 118,75 Personen (i.Vj.: 129,5) im Jahr 2023 beschäftigt. Darunter waren 1,5 Auszubildende und 8 Aushilfsbeschäftigte, wobei wir insbesondere bei der gewerblichen Ausbildung künftig attraktiver werden möchten und weitere Auszubildende gewinnen möchten. Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Geschäftsjahresergebnis von -1,18 Mio. € (i.Vj. -0,96 Mio. €). 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich um 3,5 Mio. € (-17,2 %) gegenüber dem Vorjahr verringert. Durch einen etwas geringerem Bestandsabbau bei den Vorräten hat sich die Gesamtleistung leicht unterproportional um 16,2% gegenüber dem Vorjahr auf 16 Mio. € (i.Vj. 19,1 Mio. €) verringert. Die Rohertragsquote hat sich aufgrund eines geringeren Materialeinsatzes verbessert. Dennoch ist der Rohertrag absolut um 1,3 Mio. € (11,8 %) niedriger als im Vorjahr. Die Personalkosten konnten durch Abbau von Personal leicht reduziert werden. Auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es einen Rückgang, im Wesentlichen bei den Rechts- und Beratungskosten, im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch reichte die Kostenreduzierung nicht aus, um den Rückgang beim Rohertrag zu kompensieren. Zusätzlich haben sich die Finanzierungskosten um 70 T€ erhöht, da die Kontokorrentkredite stärker in Anspruch genommen wurden und sich gleichzeitig die Konditionen (Zinssätze für Kontokorrentkredite) verschlechtert haben. Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich durch einen steuerlichen Verlustrücktrag in frühere Geschäftsjahre ein Ertrag von 117 T€. Wie bereits erwähnt, war das Geschäftsjahr 2023 als Umbruch- bzw. Investitionsjahr geplant und es wurde mit einem hohen Jahresfehlbetrag gerechnet. Durch die hohe Umsatzverfehlung wirkten sich die hohen Investitionskosten in Interimsmanager, externe Beratung und Unterstützung in Bereichen, wie Marketing, Einkauf, Technik bzw. Digitalisierung wie auch Personal-Recruiting zusätzlich negativ auf das Jahresergebnis aus. 4. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Finanzlage war trotz der schwierigen Markt- und Umsatzsituation sowie den hohen Investitionskosten ganzjährig stabil und es wurden alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt. Dies wurde hauptsächlich durch zwei Maßnahmen erreicht: der Hauptgesellschafter der NARR-Gruppe, die CAPCELLENCE NARR Beteiligungen GmbH, gab weitere Gesellschafterdarlehen über 1,8 Mio. € in die NARR-Gruppe. Ein Teilbetrag von 0,4 Mio. € dieser Gesellschafterdarlehen wurde im Geschäftsjahr 2023 zur Einzahlung in die Kapitalrücklage bei der Gesellschaft verwendet. Weitere 0,24 Mio. € wurden zur Rückzahlung einer Darlehensforderung der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG an die Gesellschaft genutzt. Ferner konnte das Working Capital um knapp 0,7 Mio. € reduziert werden. Dies ermöglichte der Gesellschaft bestehende Bankdarlehen vertragsgemäß von 0,25 Mio. € abzubauen, sowie geleaste Maschinen mit Restwerten von insgesamt über 0,25 Mio. € ins Anlagevermögen zu übernehmen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt insgesamt -0,47 Mio. € (i.Vj. -0,1 Mio. €). Die eingeräumten Betriebsmittelkreditlinien wurden um weitere 0,6 Mio. € in Anspruch genommen. Zum 31.12.2023 bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 0,14 Mio. €. Die Bankverbindlichkeiten bestehend aus Darlehen (0,4 Mio. €) und Kontokorrentkrediten (1,6 Mio. €) und sind durch eine Sicherheiten-Bankenpool-Vereinbarung der Gesellschaften der NARR Firmengruppe abgesichert. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 -0,3 Mio. € (i.Vj. 0,7 Mio. €). Das im Jahr 2017 eingeführte Factoring von Kundenforderungen bei der VR Factoring GmbH wurde weiter beibehalten. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 0,6 Mio. € verringert. Ursache war hierfür auf der Aktivseite der deutliche Abbau des Vorratsvermögens um 0,6 Mio. €. Das Eigenkapital der NARR Isoliersysteme GmbH wurde durch die Umwandlung eines bestehenden Gesellschafterdarlehens in Höhe von 0,7 Mio. € und Eine zusätzliche Einzahlung in Höhe von 0,4 Mio. € in die Kapitalrücklage gestärkt. Dadurch wirkt sich der hohe Jahresfehlbetrag nur gering auf die Eigenkapitalquote aus. Im Vorjahr lag die Eigenkapitalquote bei 10,3 % nun liegt sie zum 31.12.2023 bei 9,8 %. Insgesamt haben sich unter Berücksichtigung der vorstehenden beschriebenen Kapitalmaßnahme die Verbindlichkeiten um 0,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verringert. Das Anlagevermögen wird zu 38,6 % (i.Vj.: 47,2 %) durch Eigenmittel abgedeckt. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, was vor allem auf die konsequente Reduzierung der Vorratsbestände - sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch unfertige und fertige Erzeugnisse zurückzuführen ist. 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft befand sich zum 31. Dezember 2023 in einer herausfordernden wirtschaftlichen Lage. Aus Sicht der Geschäftsführung erfüllte die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 nicht die an das Jahr 2023 gestellten Erwartungen. Auch unter Berücksichtigung des schwachen Marktumfelds, des Preisdrucks und der unternehmensinternen Umstrukturierungen ist das erzielte Ergebnis unbefriedigend. Aus diesem Grund wurde mit dem seit 1. Dezember 2023 eingesetzten neuen Geschäftsführer Herr Peter W. Meißner ein Paket an Sparmaßnahmen eingeleitet und in 2024 konsequent in Umsetzung gebracht. Einige Beratungs- und Umstrukturierungsprojekte wurden kurzfristig eingestellt und der Fokus wurde nun alleine auf die Vertriebsaktivitäten und Kosteneinsparungen gelenkt. Als zusätzliche Unterstützung kam ab März 2024 Herr Markus Lajain als Interimsmanager mit langjähriger Restrukturierungserfahrung hinzu. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
Die Veränderung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr ist unter Ziffer I erläutert. III. Nachtragsbericht Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf die Angaben im Anhang. IV. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risikobericht 1.1 Risikomanagementziele und -methoden Im Rahmen der Geschäftstätigkeit unterliegt die NARR Isoliersysteme GmbH generellen unternehmerischen Risiken, z.B. aus Konjunkturentwicklungen, möglichen Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft auswirken können. Unter Berücksichtigung der marktspezifischen kurzen Lieferzeiten von 3 bis 10 Wochen ist eine längerfristige Prognose nur bedingt möglich. Erfahrungsgemäß orientiert sich die künftige Umsatzentwicklung jedoch meist an der Baubranche. Im Unternehmen ist ein monatliches Berichtswesen sowie ein tägliches Kennzahlensystem implementiert. Anhand dieser beiden Instrumente sind Risiken aus dem laufenden Tagesgeschäft schnell erkennbar. Abweichungen können somit kurzfristig analysiert und notwendige Korrekturmaßnahmen sofort eingeleitet werden. 1.2. Risiken für eine positive Geschäftsentwicklung Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Zu den Risiken, resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere in Deutschland und Europa, aus den internationalen Krisen u. ä. verweisen wir auf Punkt IV.3.1 Prognosebericht. Sollten die dort genannten Abwärtsrisiken die Industriekunden der Gesellschaft betreffen, könnte dies auch negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation der Gesellschaft haben. Risiken aus Nachunternehmerleistungen Rund die Hälfte der Kühlzellen werden mit Montage vor Ort von uns geleistet. Für diese Montagen werden regelmäßig externe Firmen beauftragt. Hier bestehen Risiken vor allem in der Verfügbarkeit und in der Qualität der Ausführung. Durch langjährige Partnerschaften mit diesen Montagefirmen, abgeschlossene Subunternehmerverträge zur Sicherstellung der Rahmenbedingungen sowie regelmäßige Qualitätskontrollen vor Ort und enge Baustellenkoordination gelingt es uns diese Risiken gering zu halten. Risiken aus Gewährleistungsansprüchen Gemäß AGB geben wir Gewährleistung für fünf Jahre auf Kühlzellen und ein Jahr auf elektrische Teile und andere Lieferteile. Bei größeren Projekten wird dies über Gewährleistungsbürgschaften abgesichert. Risiken aus Arbeits- und Fachkräftemangel Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der Stellenbesetzungsproblematik, welches sich inzwischen nicht nur auf die Fachkräfte, sondern auch auf die offenen Stellen im gewerblichen Bereich (Produktionsmitarbeiter) und im Ausbildungsbereich ausgeweitet hat. Dieser Herausforderung begegnen wir mit der Steigerung der Firmenattraktivität, bessere Mitarbeiterbindung, Suche über neue Kanäle und Unterstützung bei der Suche durch externe Personaldienstleister. Risiken aus der Beschaffung von Rohstoffen Die Beschaffung bzw. die Absicherung der Beschaffung von Rohstoffen hat in der jüngsten Vergangenheit deutlich an Bedeutung gewonnen. Unsere partnerschaftlichen und langjährigen Geschäftsbeziehungen zu unseren Lieferanten zahlen sich hier aus. Zusätzlich helfen Rahmenverträge die Bedarfsmengen und die Preisschwankungen abzusichern. Soweit möglich, werden Alternativ- Lieferanten aufgebaut, um auf einen großen Lieferantenpool zurückgreifen zu können. Risiken aus dem Projektmanagement Die Gesellschaft wickelt eine Vielzahl von Standardprojekten in einem Geschäftsjahr ab. Bei der Abwicklung von Großprojekten, die höhere Kapazitäten bei der Gesellschaft bindet, ist ein sorgfältiges Projektmanagement erforderlich. Mit einem sorgfältigen Projektmanagement können die hohen Risiken der Liefertermin-Verschiebung, Materialbeschaffung und -bevorratung, die Produktionsauslastung sowie die Liquiditätsbindung gemeistert werden. 1.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risikosituation der Gesellschaft Die Budgetplanung 2024 und 2025 wurde von einer externen Beratungsgesellschaft plausibilisiert und die Maßnahmen zu den Kosteneinsparungen wurden bewertet. Abschließend kommt die Geschäftsführung sowie die externe Beratungsgesellschaft zu der Einschätzung, dass der Erfolg 2024 und 2025 zu einem nicht kleinen Teilvon der Durchführung des Großprojekts mit einem Kunden aus der Pharmaindustrie abhängt. Da dieses Großprojekt erhöhte Kapazitäten bedarf, ist es entscheidend, wie NARR Isoliersysteme GmbH dieses Projekt koordiniert und abwickelt. Durch die konsequente Umsetzung der Sparmaßnahmen und der Vertriebsaktivitäten kann der schwierigen Situation nachhaltig entgegengewirkt werden und ein Liquiditätsrisiko der Gesellschaft beherrschbar gemacht werden. 2. Chancenbericht Die Geschäftsführung sieht in den zwei Stufen des Maßnahmenpakets (ICEBEAR) für die Kosteneinsparungen und den Ausbau der Vertriebsaktivitäten bei der Gesellschaft folgende Chancen: Die 1. Stufe wurde direkt zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 gestartet und in Umsetzung gebracht. Dazu gehören z.B. Personalabbau, Reduzierung der Kunden-Treuebonus-Staffelung, Neuverhandlung mit Lieferanten, Montagefirmen und Speditionen, aber auch mit Versicherungen und Energiezulieferern. Diese erste Stufe wird jedoch erst im Geschäftsjahr 2025 vollständig wirksam, wird aber auch 2024 schon zu einer Verbesserung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Im Weiteren wird auf den Prognosebericht in Abschnitt IV.3 verwiesen. Die 2. Stufe beinhaltet zusätzliche Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2024 und 2025, deren Effekte noch nicht konkret eingeschätzt werden konnten und welche daher Chancen für die NARR Isoliersysteme GmbH bieten und die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zusätzlich verbessern können. Generell muss das Unternehmen vom eingeschlagenen Wachstumskonzept vorrübergehend abweichen und den Fokus auf Kostensenkung legen. Die ersten Schritte wurden vom neuen Management eingeleitet und umgesetzt. Weitere Chancen entstehen durch die Weiterentwicklung und Verbesserung der "-80-Grad-Zelle" und der konsequenten Umsetzung des Baukastensystems im Standardsegment. Zweiteres hilft Produktionskosten zu reduzieren und stärker in das niedrigere Preissegment eindringen zu können. Zusätzlich werden Chancen durch die Automatisierung mit Hilfe der Stream-Software für die Blechbearbeitungslinie erwartet. Und durch die Vermarktung des neuen "Made in Germany" Labels und der künftigen verstärkten Erschließung des europäischen Marktes werden weitere Chancen gesehen. 3. Prognosebericht 3.1 Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU- Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Inzwischen wurde der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 mit -0,2 % festgestellt (destatis 15.1.2025). Für 2025 wird für Deutschland lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,3 % bis 0,7 % erwartet (Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 29.1.2025; OECD 4.12.2024, EU-Kommission 15.11.2024). Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 und 2025 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,2 % bzw. 3,3 % (OECD 4.12.2024) bzw. jeweils 2,6% (Sachverständigenrat 13.11.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 in der EU mit 0,9 % und für den Euro- Raum mit 0,8 % bzw. 0,7 % erwartet. Auch für 2025 werden in der EU (+1,5 %) bzw. im Euro-Raum (+1,3 %) keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (EU-Kommission 15.11.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024, OECD 4.12.2024). Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, war jedoch mit 2,2 % deutlich geringer als im Vorjahr (5,9 %). Im Euro-Raum lag die Inflation 2024 bei 2,4 % (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, Sachverständigenrat 13.11.2024, EU-Kommission 15.11.2024). Neben den andauernden internationalen politischen und kriegerischen Konflikten erschweren insbesondere die Anfang April 2025 von den USA ausgelösten Zollkonflikte eine verlässliche Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung für 2025 und Folgejahre. Für 2025 wurde für Deutschland bereits vor den US-Zöllen lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,2 % bis 0,4 % erwartet (BMWK 29.1.2025; OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Inzwischen erwarten die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2025 von nur noch 0,1 %. Kurzfristig belasten die neue US-Zollpolitik und die wirtschaftspolitische Unsicherheit die Wirtschaft in Deutschland. Die Mittel aus den zusätzlichen Verschuldungsspielräumen dürften nach und nach expansiv wirken, drohen aber den privaten Konsum und private Investitionen zu verdrängen (Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025). Auch für die Weltwirtschaft wird für das Jahr 2025 nur von verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,1 % bis 3,3 % ausgegangen (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025 vor Auswirkung der US-Zölle). Im Euro-Raum werden mit 1,0 % auch für 2025 keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025 vor Auswirkung der US-Zölle). Die Inflation wird für das Jahr 2025 in Deutschland mit 2,0-2,4 % erwartet. Im Euro-Raum wird die Inflation für 2025 mit 2,1-2,2 % erwartet (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025). Vor Verhängung der US-Zölle hatte sich die Stimmung der Unternehmen in Deutschland aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im März 2025 auf 86,7 Punkte, nach 85,3 Punkten im Februar. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage. Die Erwartungen stiegen merklich. Die deutsche Wirtschaft hofft auf Besserung. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Insbesondere die skeptischen Stimmen bei den Erwartungen sind merklich weniger geworden. Die Unternehmen beurteilten zudem ihre aktuelle Lage besser. Der Auftragsbestand war hingegen leicht rückläufig. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas positiver. Zudem hellten sich die Erwartungen spürbar auf. Insbesondere bei Architektur- und Ingenieurbüros keimte wieder vermehrt Hoffnung auf. Im Handel ist der Index erneut gestiegen. Insbesondere die Erwartungen der Händler fielen weniger pessimistisch aus. Die Unternehmen bewerteten ihre laufenden Geschäfte als etwas besser. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima aufgehellt. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas positiver. Die Erwartungen bleiben trotz einer Verbesserung von starker Skepsis geprägt. Nach wie vor bleibt der Auftragsmangel die größte Herausforderung für die Bauwirtschaft (ifo Institut 25.3.2025). 3.2 Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Seit Mitte 2023 wurde intensiv am Auf- und Ausbau der Vertriebsaktivitäten gearbeitet. Aufgrund der Umfeldsituation liegt die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 bei ca. 15,7 Mio. €. Bei den Personalkosten erwarten wir Kosten in etwa auf Vorjahresniveau wohingegen bei Energie- und Kraftstoffkosten mit Kostensteigerungen zu rechnen ist. Die im Geschäftsjahr 2024 eingeleiteten Kosteneinsparungen werden noch nicht die volle Wirkung zeigen, so dass im Ergebnis zusammen mit dem Umsatzrückgang für die NARR Isoliersysteme GmbH ein Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2024 von erneut 1,1 Mio. € geplant ist. Bei der Planung für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Einschätzung der Auswirkungen und Effektivität der eingeleiteten Vertriebs- und Sparmaßnahmen berücksichtigt. Die Geschäftsführung geht demnach für das Jahr 2025 von einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus Sonderprojekten, Neukundenumsätzen sowie einer Reduzierung von Erlösschmälerungen. Bei der Kostenstruktur ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr unterschiedliche Veränderungen. Die Personalkosten werden sich um ca. 0,3 Mio. € und die Abschreibung um ca. 0,1 Mio. € verringern, wohingegen der Materialaufwand aufgrund der Umsatzsteigerung um ca. 1,8 Mio. € und die sonstigen Kosten um ca. 0,2 Mio. € steigen werden. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 nach drei Verlustjahren erstmals wieder ein positives Jahresergebnis. Das positive Jahresergebnis kann bis zu 1 Mio. EUR betragen unter Berücksichtigung eines im Januar 2025 vollzogenes Sale-and-Lease-Back Geschäfts. Durch die starke finanzielle Unterstützung des Hauptgesellschafters der NARR-Gruppe und die Beibehaltung des aktuell niedrigen Niveaus des Working Capitals können die konjunkturschwachen Jahre erfolgreich überwunden werden. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 lag deutlich hinter den Erwartungen zurück, so dass sich die Liquiditätslage bei der Gesellschaft stetig verschlechterte und vereinzelt Zahlungsprobleme aufgetreten sind. Zusätzlich standen im Lauf des Jahres 2024 nicht mehr alle Kredit(rahmen)verträge in bisheriger Höhe zur Verfügung, so dass kurzzeitig die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft bestand. Aufgrund der Querfinanzierung in der NARR-Gruppe (Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft Wilhelm Narr mbH, Balingen, Wilhelm Narr GmbH & Co. KG, Balingen, Narr Modular Systems GmbH Defense und Security, Balingen) und eines gemeinsamen Sicherheitenpools mit den bei der NARR-Gruppe investierten Banken bestand die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit für die gesamte NARR-Gruppe. Diese Gefahr wurde jedoch durch eine Neustrukturierung der Bankenstruktur nachhaltig abgewendet. Die NARR-Gruppe hatte daher zur langfristigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der NARR-Gruppe und der Gesellschaft im Zeitraum vom Juli 2024 bis April 2025 mit Unterstützung des Hauptgesellschafters nachfolgende Maßnahmen umgesetzt: a) Verkauf eines unbebauten Grundstücks Die Wilhelm Narr GmbH & Co. KG hat in 2024 ein Vorratsgrundstück veräußert und mit diesen liquiden Mitteln eine Darlehensverbindlichkeit zurückgeführt. b) Gewährung eines Wandeldarlehens durch den Hauptgesellschafter Der Hauptgesellschafter der NARR-Gruppe hat im Jahr 2024 ein Wandeldarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 750 zur Verfügung gestellt. Diese Wandeldarlehen wurde in mehreren Tranchen ausbezahlt. Hinsichtlich eines Teilbetrags von TEUR 393 wurde im Juli 2024 eine Wandlung in Eigenkapital bei der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG vorgenommen. c) Debt-Equity Swap Ein von der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG gewährtes Darlehen an die NARR Isoliersysteme GmbH wurden im Dezember 2024 in Höhe von TEUR 600 in die Kapitalrücklage bei der Gesellschaft eingebracht, um die Zinskosten sowie die Verschuldung zu reduzieren. d) Neustrukturierung der Fremdfinanzierung Im Rahmen der Neustrukturierung der Fremdfinanzierung wurde ein Kreditvertrag über TEUR 500 am 24. Januar 2025 durch eine Gesellschafterfinanzierung ersetzt. Für diese Gesellschafterfinanzierung wurde eine Nachrangerklärung gegenüber anderen Kreditgebern erklärt. Des Weiteren wurde mit Datum vom 21. Februar 2025 eine Rückführungs- und Stillhaltevereinbarung der NARR-Gruppe mit den verbliebenen Kreditgebern vereinbart. Inhalt der Rückführungs- und Stillhaltevereinbarung ist unter anderem ein Verzicht der Kreditgeber auf eine ordentliche Kündigung bis zum Ende der Stillhalteperiode (31.12.2027), eine Anpassung der Sicherheitenpool-Vereinbarung sowie eine Sondertilgung in Höhe von TEUR 250 an zwei Kreditgeber sowie die sukzessive Reduzierung der gewährten Kontokorrentlinien. Die Sondertilgung wurde im Februar/März 2025 geleistet. e) Sale-and-Lease-Back Geschäft (bewegliche Anlagegüter) Zur Finanzierung der Sondertilgung aus der Rückführungs- und Stillhaltevereinbarung wurden im Januar 2025 im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back Finanzierung der NARR Isoliersysteme GmbH diverse Anlagegüter im Wert von netto TEUR 942 an eine Leasinggesellschaft veräußert und gegen eine monatliche Miete von netto TEUR 21 zurück gemietet. Der Veräußerungserlös wurde nach Verrechnung mit einer Leasing-Sonderzahlung und einer Kaution am 29. Januar 2025 gutgeschrieben. f) Einräumung einer revolvierenden Kreditlinie durch den Hauptgesellschafter Zur Absicherung von Liquiditätslücken wurde am 3. Februar 2025 von dem Hauptgesellschafter der Wilhelm Narr GmbH & Co. KG eine revolvierende Kreditlinie über TEUR 250 eingeräumt. Die Kreditlinie ist bis zum 30. Juni 2026 befristet. Daneben wurde für einen Zeitraum vom April 2025 bis 30.September 2025 eine revolvierende Kreditlinie über TEUR 150 von dem Hauptgesellschafter eingeräumt. Die sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der Gesellschaft und der Neustrukturierung der Finanzierung ergebenden Auswirkungen auf die NARR-Gruppe und die Gesellschaft wurden in einer Planungsrechnung bis zum 30. April 2026 erfasst. Diese Planungsrechnung besteht aus einer Planungsrechnung für den Zeitraum von 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025, die einer Plausibilitätsprüfung durch die AdPrimi Mittelstandsberater GmbH & Co. KG am 5. Dezember 2024 unterzogen und mit einer sog. Durchfinanzierungsbestätigung versehen wurde sowie aus einer Fortschreibung dieser Planung für den Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis 30. April 2026. Die Planungsrechnung bis 30. April 2026 zeigt keinen ungedeckten Liquiditätsbedarf. Die NARR-Gruppe hat vorsorglich weitere Maßnahmen zur Liquiditätsgewinnung in Planung. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Währungsrisiken, da die Gesellschaft die Umsätze ausschließlich in EURO fakturiert . Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen für Lieferungen und Leistungen werden durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend abgedeckt. Die Forderungen sind zusätzlich durch eine Warenkreditversicherung und durch echtes Factoring gegen Ausfall abgesichert. Zusätzlich wird dem Ausfallrisiko bei den Kundenforderungen durch Vereinnahmung von Abschlagszahlungen begegnet. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht hinsichtlich der Betriebsmittelkredite (1,6 Mio. €) aufgrund variabler Verzinsung ein Zinsänderungsrisiko, welches die Geschäftsführung gezwungen ist einzugehen. Die übrigen Verbindlichkeiten werden nicht oder mit einem Festzinssatz verzinst. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht kein Währungsrisiko, da die Lieferanten fast ausschließlich in EURO fakturieren. Hinsichtlich des Liquiditätsrisikos der Gesellschaft wird auf die Ausführungen im Prognosebericht in Abschnitt IV.3 zu der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft verwiesen.
Balingen, den 30. April 2025 NARR Isoliersysteme GmbH Die Geschäftsführung Uwe Narr, Geschäftsführer In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NARR Isoliersysteme GmbH, Balingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. April 2025 Grant
Thornton AG
Höfer, Wirtschaftsprüfer Maier, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 5. Mai 2025. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Herstellung von militärischen Kampffahrzeugen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen