Ökostrom Franken Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Steurer seit 9.8.2018 | Vorstandsmitglied |
Michael Dr.-Ing. Fiedeldey seit 17.2.2017 | Vorstandsmitglied |
Martin Grimmeisen seit 19.11.2015 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
enPlus eGFürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht: Amtsgericht FürthGenossenschaftsregister 278Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn-
und Verlustrechnung
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| 2023 | 2022 | ||
| € | € | € | |
| 1. Umsatzerlöse | |||
| in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert | |||
| Umsatzerlöse ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen | 360.480.158,81 | 195.044.544,44 | |
| 2. Gesamtleistung | 360.480.158,81 | 195.044.544,44 | |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 477,54 | 10.393,38 | |
| b) andere sonstige betriebliche Erträge | 0,28 | 477,82 | 0,09 |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | |||
| Aufwendungen für bezogene Waren übriger Wareneinkauf ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen | 354.604.615,39 | 194.352.790,13 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | |||
| übrige Leistungen ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen | 638.759,44 | 585.727,00 | |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Versicherungsprämien, Gebühren und Beiträge | 5.205,63 | 5.205,63 | |
| b) Rechts- und Beratungskosten | 36.993,40 | 44.412,28 | |
| c) andere ordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen | 51.151,40 | 93.350,43 | 51.221,00 |
| 6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | |||
| a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus Abzinsung | 163.564,79 | 0,00 | |
| b) Zinsen auf Einlagen bei Kreditinstituten und auf Forderungen an Dritte | |||
| nicht zuordenbare Zinsen | 11,00 | 163.575,79 | 10,00 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| Zinsen | |||
| übrige Zinsaufwendungen | 0,00 | 9.470,52 | |
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||
| a) Körperschaftsteuer | 755.982,00 | 1.668,00 | |
| b) Solidaritätszuschlag | 43.828,02 | 91,35 | |
| c) Gewerbesteuer | 650.769,00 | 1.362,00 | |
| d) Kapitalertragsteuer | 40.891,20 | 1.491.470,22 | 0,00 |
| 9. Ergebnis nach Steuern | 3.816.016,94 | 3.000,00 | |
| 10. Jahresüberschuss | 3.816.016,94 | 3.000,00 | |
A. Allgemeine Angaben
Die Genossenschaft mit Sitz in Fürth ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Fürth unter GnR 278 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anforderungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie nach Regelungen der Satzung und den ergänzenden Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.
In der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus sachlichen Gründen die periodenfremden Erträge dem Posten Umsatzerlöse zugeordnet und die periodenfremden Aufwendungen dem Materialaufwand (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren) zugeordnet.
Die Fortführungswahlrechte nach BilMoG leiten sich aus den Übergangsvorschriften des EGHGB ab. Es wurden keine Fortführungswahlrechte in Anspruch genommen.
Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle Euro) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
| • |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. |
| • |
Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. |
| • |
Aktive Rechnungsabgrenzungen werden zeitanteilig vorgenommen. |
| • |
Das Eigenkapital, in Form der einbezahlten Geschäftsguthaben, sowie die Rücklagen und der Bilanzgewinn wurden zum Nennwert bilanziert. |
| • |
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. |
| • |
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. |
| • |
Die Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. |
Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.
C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
Die Genossenschaft besitzt keine Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen.
Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr.
Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten: Noch nicht abziehbare Vorsteuer in Höhe von insgesamt 55.595,39 Euro.
Rücklagen
Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | Andere Ergebnisrücklagen | |||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
| Anfangsbestand | 20.937,99 | 20.637,99 | 126.849,13 | 124.149,13 |
| Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr | 300,00 | 300,00 | 2.700,00 | 2.700,00 |
| Entnahmen für Bilanzverlust Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Entnahmen für Bilanzverlust Berichtsjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Einstellung aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Endbestand | 21.237,99 | 20.937,99 | 129.549,13 | 126.849,13 |
Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen über 6.234.470,69 Euro, Rückstellung für gesetzliche Prüfung einschließlich Jahresabschlussprüfung: 21.450,- Euro, Rückstellung für interne Jahresabschlusserstellung: 12.000,- Euro sowie Veröffentlichung: 800,- Euro.
Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr bzw. über fünf Jahre:
| Verbindlichkeiten | bis zu 1 Jahr | über 5 Jahre | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
| - aus Lieferungen und Leistungen | 68.674.715,50 | 29.191.257,74 | 0,00 | 0,00 |
| - gegenüber Mitgliedern | 238.188,97 | 259.497,73 | 0,00 | 0,00 |
| - sonstige Verbindlichkeiten | 2.621.326,15 | 1.191.195,47 | 0,00 | 0,00 |
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| Tätigkeitsbereich | Umsatz in Euro |
| Gasverkauf inkl. Dienstleistungserlöse | 230.644.170,86 |
| Bandlieferungen | 113.018.411,14 |
| Zertifikate | 15.566.598,04 |
| Bilanzkreisführung | 385.612,58 |
| Biogasflexibilitätshandel | 111.480,73 |
| Sonstige | 753.885,46 |
| Summe | 360.480.158,81 |
| Geographisch bestimmter Markt | Umsatz in Euro |
| Ausschließlich Inlandsumsätze | 360.480.158,81 |
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
| Euro | |
| Periodenfremde Erträge (enthalten im Posten Umsatzerlöse) | 730.885,46 |
| Periodenfremde Aufwendungen (enthalten im Posten Materialaufwand) | 740.791,18 |
Es handelt sich um Aufwendungen aus nachträglichen Korrekturen von Erdgasmengen, Korrekturen für die Inanspruchnahme der Flexibilität aus dem Bioerdgasbilanzkreis und der Restmenge der CO 2 - Zertifikate gem. BEHG aus dem Jahr 2022 und der ertragswirksamen Weiterverrechnung an die entsprechenden Stadtwerke.
D. Sonstige Angaben
Sonstige Finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Bezugsverträgen für 2024 in Höhe von 158,3 Mio. Euro, für 2025 in Höhe von 122,0 Mio. Euro, für 2026 in Höhe von 25,1 Mio. Euro, für 2027 in Höhe von 7,5 Mio. Euro, für 2028 in Höhe von 0,7 Mio. Euro und für 2029 bis 2032 in Höhe von 2,2 Mio. Euro. Diesen Verpflichtungen stehen mengen- und wertmäßig gleiche Abnahmeverpflichtungen der jeweiligen Stadtwerke aus den gespiegelten Absatzverträgen sowie den Vereinbarungen über den bedingten Vertragseintritt gegenüber, so dass für die Genossenschaft kein Risiko besteht. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens sieht im Beschaffungsbuch eine Limitierung bei Short- Positionen von 100 GWh vor.
Die Genossenschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.
Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahres 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 21.450,- Euro; davon entfallen 1.950,- Euro auf Steuerberatungsleistungen und 19.500,- Euro auf Abschlussprüfungsleistungen und Auslagen.
Mitgliederbewegung
| Zahl der Mitglieder | Anzahl der Geschäftsanteile | Haftsummen | |
| Euro | |||
| Anfangsbestand zum 01.01.2023 | 8 | 800 | 0 |
| Zugang | 0 | 0 | 0 |
| Abgang | 0 | 0 | 0 |
| Endbestand zum 31.12.2023 | 8 | 800 | 0 |
| Euro | |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr verändert *) um | 0,00 |
| Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr verändert *) um | 0,00 |
| Höhe des Geschäftsanteils | 100,00 |
| Höhe der Haftsumme | 0,00 |
*) Verminderung mit negativen Vorzeichen
E. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)
Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 findet die Vollversorgung, für die über enPlus beschaffende Unternehmen, über die Wingas GmbH statt. Ein entsprechendes Angebot wurde von der enPlus eG am 22.07.2021 angenommen. Das Vertragswerk (Einzelvertrag mit Anlagen) zwischen Wingas GmbH und enPlus eG ist unterzeichnet. Die Absatzverträge mit den Mitgliedern sind erstellt und unterzeichnet.
Für die folgenden Jahre wurden Beschaffungsgeschäfte getätigt, sodass die Kosten für 2024 um 0,8 Mio. Euro, für 2025 um 2,6 Mio. Euro, für 2026 um 2,8 Mio. Euro, für 2027 um 3,2 Mio. Euro und für 2028 um 3,4 Mio. Euro angestiegen sind. Aufgrund des derzeit sehr volatilen Gaspreises werden ganzjährig Käufe und Verkäufe je nach Marktlage getätigt.
Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges werden durch den Vorstand der Genossenschaft, der Geschäftsleitungen der Mitglieder und dem Backoffice der enPlus laufend überwacht und abgestimmt.
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
| Euro | |
| Jahresüberschuss | 3.816.016,94 |
| Zuführung zur gesetzlichen Rücklage * | -58.762,01 |
| Zuführung zur anderen Ergebnisrücklage | 0,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | -3.757.254,93 |
| verbleibender Jahresüberschuss | 0,00 |
* lt. Satzung 10 % bis Summe der
Geschäftsanteile
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Genossenschaftliche e. V.
Prüfungsverband für Genossenschaften
Pfeuferstraße 7
81373 München
Mitglieder des Vorstands (Vor- und Zuname):
Marcus Steurer
Dr. -Ing. Michael Fiedeldey
Bezüglich der Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat unterbleiben die Angaben gem. § 286 Abs. 4 HGB.
Bevollmächtigter des Aufsichtsrats (Vor- und Zuname):
Dipl.-Verw. Wiss. Matthias Exner
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an
| Mitglieder des Vorstands und ehemalige Mitglieder des Vorstands | 0,00 Euro |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | 0,00 Euro |
Fürth, den 22.05.2024
enPlus eG
Der Vorstand
Marcus Steurer
Dr. Michael Fiedeldey
A. Lagebericht
1. Geschäftszweck
Geschäftszweck
Die enPlus eG ist ein Einkaufsverbund für die gemeinsame Beschaffung von Energie zur Versorgung der Mitglieder. Die Mitglieder des Verbundes sind gegenwärtig acht Energieversorgungsunternehmen unterschiedlicher Unternehmensgröße (Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgung GmbH, Gasversorgung Ebermannstadt GmbH, SWN Stadtwerke Neustadt GmbH, Erlanger Stadtwerke AG, infra fürth gmbh, EFG Erdgas Forchheim GmbH, Stadtwerke Hof Energie+Wasser GmbH, Herzo Werke GmbH). Die enPlus eG verfolgt keine Gewinnerzielungsabsicht. Sie ist eine horizontale Kooperation für die Energiebeschaffung und bietet ihren Mitgliedern folgende ökonomische und nicht- ökonomische Vorteile:
| ― |
Direkter Zugang zu Expertenwissen und Transparenz für die neuen und komplexeren Märkte |
| ― |
Stärkung der Marktstellung zur Bündelung der Nachfrage |
| ― |
Minimierung der Risiken für jedes Einzelunternehmen |
Steuerungssystem
Die enPlus arbeitet mit Key Performance Indicators respektive Steuerungskennziffern, um das Unternehmen zu navigieren und weiterzuentwickeln. Hierbei wurden Vorschauen/Forecasts sowie PLAN-/IST-Abweichungen erstellt. Im Einzelnen betrachtet das Unternehmen insbesondere die nachfolgenden drei Hauptkennziffern und deren Entwicklung:
| ― |
Umsatz |
| ― |
Working Capital |
| ― |
Operativer Cashflow |
2. Geschäftsverlauf
Entwicklung im Branchenumfeld
Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist 2023 gegenüber dem Vorjahr, gemäß der Veröffentlichung des AGEB (AG Energiebilanzen e. V.), um etwa 4,3 % gesunken. Die Witterung hatte nur einen eher geringeren Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung, vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück.
Gemäß der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist der Energieverbrauch in Deutschland in 2023 auf ein historisches Tief gefallen und rechnet mit einem Rückgang von ca. 7,9 %. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AG Energiebilanzen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus.
Das Jahr 2023 war geprägt von einer Beruhigung der Preise sämtlicher energierelevanten Rohstoffe und damit elektrische Energie und Erdgas an den Börsen. Sowohl das Preisniveau als auch die Volatilität haben bedeutsam abgenommen. Die Großhandelspreise bewegten sich dennoch auf höherem Preisniveau als vor den Krisenjahren. Über eine langfristige Beschaffung war es somit möglich, die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit für die Stadtwerke und deren Kunden zu unterstützen.
Der Wettbewerb, insbesondere bei Haushalts- und Kleingewerbekunden, nimmt durch das sinkende Preisniveau wieder zu. Der Wahl des passenden Beschaffungskonzepts bzw. der Beschaffungsstrategien mit dem auf die Mitglieder angepassten Risikomanagement muss daher weiterhin höchste Bedeutung beigemessen werden, so dass die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt.
Entwicklung der Genossenschaft
Auftrags- und Umsatzentwicklung
Die acht Mitglieder der Genossenschaft und ein nicht zur Genossenschaft gehörender Kunde haben im Geschäftsjahr 2023 Erdgas und Biogas bezogen.
Die für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 erzielten Umsatzerlöse und vermarkteten Gasmengen stellen sich insgesamt wie folgt dar:
| Jahr | Umsatz *) 2023 | Menge 2023 | Umsatz *) 2022 | Menge 2022 |
| TEUR | MWh | TEUR | MWh | |
| Erdgasverkauf | 229.137 | 3.581.581 | 108.607 | 3.748.218 |
| Biogasverkauf | 1.507 | 18.010 | 1.140 | 15.867 |
| Bandlieferungen | 113.018 | 1.484.820 | 67.882 | 1.815.072 |
| Zertifikate | 15.567 | 0 | 15.896 | 0 |
| Biogasflexibilitäten | 111 | 32.395 | 43 | 36.983 |
| Bilanzkreisführung | 386 | 104.412 | 132 | 36.210 |
| Sonstige | 754 | 0 | 1.344 | 0 |
| insgesamt | 360.480 | 5.221.218 | 195.044 | 5.652.350 |
*) einschließlich
Dienstleistungserlöse
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 ist um insgesamt 165.436 TEUR bzw. 84,8 % angestiegen, dies ist der zweite starke Anstieg in Folge. Dies lag vor allem an den enorm angestiegenen Gaspreisen, den höheren Umsätzen aus dem Verkauf der Jahresbänder zur Preisabsicherung und der wieder anfallenden Bilanzierungsumlagen sowie der Einführung einer Gasspeicherumlage seit Oktober 2022.
Demgegenüber ist der Gasabsatz, ohne Preisabsicherungsgeschäfte, im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Ein Großteil des Mengenrückgangs ist darauf zurückzuführen, dass aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges eine Gasmangellage befürchtet wurde. Die Bundesregierung hatte deshalb in 2022 dazu aufgerufen, den Gasverbrauch in Deutschland durch Einsparungen zu reduzieren. Dies wird vor allem durch die Privathaushalte zur Kostenreduktion fortgeführt. In der Industrie führt der hohe Gaspreis und die schwächelnde Konjunktur zu Mengenrückgängen. Darüber hinaus lag der Temperaturjahresschnitt 2023 mit 10,6°C (Quelle: Deutscher Wetterdienst) nochmal über dem bisherigen Temperaturrekordjahr 2022. Neben den besonders zu milden Wintermonaten wurde der wärmste je gemessene Sommer in Europa registriert. Damit war 2023 das wärmste Jahr seit 1881.
Zu den gestiegenen Erdgaspreisen ist anzumerken, dass diese noch deutlich unter dem durchschnittlichen Marktpreisniveau 2023 lagen, weil die erforderlichen Erdgaskontingente für 2023 bereits in den Vorjahren über Einkaufskontrakte günstiger beschafft wurden. Da die Genossenschaft keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt, werden die günstigen Einkaufspreise grundsätzlich auch an die Gasvertriebe weitergegeben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden jedoch Umsatzerlöse, welche durch Absicherungsgeschäfte in steigenden Märkten erzielt worden sind, nicht vollumfänglich durch nachträgliche Portfoliopreisänderungen an die Mitglieder durchgereicht, sondern sind in der Genossenschaft verblieben. Grund hierfür ist der Aufbau von Rücklagen in der Genossenschaft, um zukünftigen Risiken in der Energiebeschaffung entgegenzuwirken, da die bisherigen Beschaffungsverträge in dieser Form nicht mehr angeboten werden. Die Absatzmengen bei Biogas haben sich durch die milderen Temperaturen und der dadurch geringen Nachfrage und der hohen Preise verringert.
Im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2023 konnte der Umsatz um 34.261 TEUR (WP: 326.219) und die Absatzmenge um 457 GWh (WP: 4.764) gesteigert werden.
Beschaffung
Mit Beginn der Belieferung durch die enPlus eG zum 01.10.2008 wurde zunächst der Gesamtbedarf an Kommunalgas für fünf Mitglieder gedeckt. Zwischenzeitlich werden acht Mitgliedsunternehmen mit Erdgas beliefert, sowie 01.01.2018 auch Abnahmestellen eines weiteren Unternehmens.
Für den Zeitraum bis einschließlich Dezember 2025 wurden für Haushalts- und Gewerbekunden Tranchen-Vollversorgungsverträge mit Lieferanten auf Basis prognostizierter Jahresverbrauchsmengen geschlossen. Darüber hinaus sind für den Bedarf verschiedener Großkunden entsprechende Einzelverträge (sog. back-to-back-Verträge) vorhanden.
Zusätzlich zu der Belieferung mit konventionellem Erdgas werden seit 01.01.2011 auch Biogasbelieferungen, insbesondere für die Versorgung von dezentralen Energieerzeugungsanlagen (BHKWs), durchgeführt. Seit 01.01.2012 führt die enPlus einen eigenen Biogasbilanzkreis, welcher von drei Mitgliedern genutzt wird. Weiterhin gibt es auch Biogaslieferungen, welche als Vollversorgungsverträge im Subbilanzkreis eines Lieferanten abgewickelt werden.
Die Absicherung der Belieferung durch die Vorlieferanten ist durch Verpflichtungserklärungen sichergestellt. Die Verträge mit den Mitgliedern wurden analog zu den Bezugsverträgen der enPlus abgeschlossen, so dass für die enPlus kein Risiko entsteht.
Die aufgrund der extremen Preisbewegungen an den Handelsmärkten deutlich eingeschränkte Liquidität im OTC- und Börsenhandel hat sich wieder verbessert. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Angebotssituation weiterhin eingeschränkt ist, gerade im Hinblick auf Produkte mit Mengenflexibilität. Aus diesem Grund ist eine breite Aufstellung mit vielen Handelspartnern ein Wettbewerbsvorteil.
Der Materialaufwand insgesamt ist im analogen Verhältnis zu den Umsatzerlösen gestiegen. Auch der darin enthaltene Aufwand für bezogene Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, da u. a. die Kosten für Lizenz- und Handelsgebühren angestiegen sind, sowie durch die angespannte Beschaffungssituation mehr Stunden abgerechnet wurden.
Investitionen
Investitionen sind bislang nicht vorgesehen. Notwendige Einrichtungen zur Erbringung von Dienstleistungen werden von den Mitgliedern der Gesellschaft vorgehalten.
Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben
Die Finanzierung des laufenden Gasbezugs erfolgt durch entsprechende Liquiditätsdisposition. Langfristige Finanzierungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant.
Personal- und Sachbereich
Für die Genossenschaft sind zwei Vorstandsmitglieder tätig. Diese erhalten von der Gesellschaft eine Aufwandsentschädigung. Darüber hinaus bedient sich die Genossenschaft der Unterstützung der Mitgliedsunternehmen gegen Aufwandsumlage im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages.
Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei Generalversammlungen abgehalten. Zu den wesentlichen Beschlüssen zählten die Verlängerung der Bestellung des Bevollmächtigten, die Anpassung der Verrechnungssätze der Geschäftsbesorgung, sowie die Feststellung des Jahresabschlusses 2022 und die Genehmigung des Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr 2024 - 2028.
Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand
Seitens des Vorstands wird die Perspektive der Gesellschaft weiterhin positiv eingeschätzt. Das Konzept der Bündelung von Kräften in einer Einkaufsgemeinschaft, verstärkt die Position der Mitgliedsunternehmen bei zunehmenden Wettbewerbsdruck. Das professionelle Portfoliomanagement, welche die Beschaffungsstrategie regelmäßig überprüft und überarbeitet, ist für die Gesellschaft, aber insbesondere für deren Mitglieder existenziell wichtig.
Darüber hinaus ist ein Controlling installiert, welches die Interessen der Gesellschaft und Mitgliedsunternehmen schützen soll. Die enPlus ist dahingehend sehr gut aufgestellt, so dass die Gesellschaft auf die Herausforderungen des volatilen Marktumfelds schnell und professionell reagieren kann.
3. Lage der Genossenschaft
Vermögenslage
In der nachfolgenden Bilanz sind die Vermögenswerte und die Schuldposten nach ihrer sachlichen Zugehörigkeit und Fristigkeit strukturiert.
| Bilanz | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Aktiva | ||||
| kurzfristige Forderungen | 36.142 | 43,4 | 13.992 | 45,2 |
| flüssige Mittel | 47.151 | 56,5 | 16.922 | 54,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 30 | 0,1 | 30 | 0,1 |
| Summe | 83.323 | 100,0 | 30.944 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 4.047 | 4,9 | 231 | 0,7 |
| kurzfristige Schulden | 79.249 | 95,0 | 30.686 | 99,2 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 27 | 0,1 | 27 | 0,1 |
| Summe | 83.323 | 100,0 | 30.944 | 100,0 |
Die kurzfristigen Schulden lagen im Berichtsjahr höher, da vermehrt Zahlungen an Lieferanten erst im neuen Jahr geleistet wurden und das Handelsvolumen angestiegen ist, entsprechend hatten sich auch die kurzfristigen Mittel erhöht.
Das Eigenkapital besteht aus den Geschäftsguthaben verbleibender Mitglieder, den Rücklagen und dem Bilanzgewinn. Die Eigenkapitalquote - bezogen auf die Bilanzsumme - erhöhte sich um 4,2 %, was vor allem auf den hohen Jahresüberschuss zurückzuführen war.
Sämtliche Vermögens- u. Schuldenposten haben kurzfristigen Charakter. Der Rechnungsabgrenzungsposten des Jahres 2023 betrifft den zeitanteilig abzugrenzenden Aufwand für das Folgejahr.
Finanz- und Liquiditätslage
Die nachfolgende Tabelle stellt die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Vorgänge des Geschäftsjahres 2023 dar:
Finanzierungsrechnung
| Mittelverwendung | TEUR |
| Zunahme flüssige Mittel | 30.229 |
| Zunahme Forderungen | 22.151 |
| Summe | 52.380 |
| Mittelherkunft | TEUR |
| Cash-flow | 11.488 |
| Zunahme Verbindlichkeiten | 40.892 |
| 52.380 |
Der Jahres-Cash-Flow setzt sich wie folgt zusammen:
| Jahres Cash-flow | 2023 |
| TEUR | |
| Jahresüberschuss | 3.816 |
| Veränderung Rückstellungen | 7.672 |
| zahlungsunwirksame Aufwendungen | 0 |
| Summe | 11.488 |
Zur Finanzierung der Außenstände am Bilanzstichtag werden neben den flüssigen Mitteln, die kurzfristigen Forderungen herangezogen. Bankfinanzierungen und Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr nicht benötigt. Zur Liquiditätssteuerung sind Vorkehrungen mit den Mitgliedern getroffen worden. Zur Deckung der laufenden betrieblichen Aufwendungen werden Pauschalen und Umlagen von den Mitgliedern erhoben. Die Finanz- und Liquiditätslage war jederzeit geordnet.
Ertragslage
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| Jahr | 2023 | 2022 | Veränderung |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Rohergebnis | 5.237 | 116 | 5.121 |
| so. ordtl. Aufwendungen | 93 | 101 | -8 |
| Betriebsergebnis | 5.144 | 15 | 5.129 |
| Finanzergebnis | 164 | -9 | 173 |
| Ertragsteuern | 1.492 | 3 | 1.489 |
| Jahresergebnis | 3.816 | 3 | 3.813 |
Das Rohergebnis ist um 5.121 TEUR bzw. 4.414,7 % von 116 T€ auf 5.237 TEUR angestiegen. Es basiert im Wesentlichen aus Erlösen aus Preisabsicherungsgeschäften und geringer eingetretenen Risiken sowie dem Finanzergebnis von 164 TEUR. Das Finanzergebnis resultiert aus dem Zinsertrag für kurzfristige Bankguthaben ab Juli 2023.
Wesentliches Ziel der Genossenschaft ist die preisgünstige Beschaffung von Energie für deren Mitglieder und die Bündelung von Ressourcen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet und dem Unternehmenszweck angemessen. Ein weiteres Ziel ist die stetige Verbesserung der Eigenkapitalstruktur durch die Erhöhung der Rücklagenanteils. Daher wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse, welche durch Absicherungsgeschäfte in steigenden Markt erzielt worden sind, nicht vollumfänglich durch nachträgliche Portfoliopreisänderungen an die Mitglieder durchgereicht, sondern sind in der Genossenschaft verblieben.
Der Vorstand beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 insbesondere aufgrund der Entwicklung der Umsatzerlöse und des gestiegenen Jahresüberschusses als sehr gut.
4. Risikobericht
Risikoverständnis
Risiken sind Bestandteil jeglicher unternehmerischen Geschäftstätigkeit und beinhalten die Gefahr, dass durch interne bzw. externe Ereignisse sowie durch Handlungen oder Entscheidungen Unternehmensziele nicht erreicht werden oder gar der Fortbestand eines Unternehmens gefährdet wird. Nur ein bewusster und zielorientierter Umgang mit Risiken ermöglicht, die unternehmerischen Ziele optimal zu erreichen. Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen insbesondere die Umsatz- und Ertragsplanung, die Finanzplanung sowie deren ständige Überwachung und Anpassung.
Risikomanagementsystem
Die enPlus eG hat ein systematisches Risikofrühwarnsystem eingerichtet, um alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System wird bedarfsorientiert fortentwickelt. Die Steuerung des Systems wird durch die Stadtwerke Bamberg als Dienstleister übernommen.
Durch regelmäßige Abfragen an die Bereiche Frontoffice, Backoffice, Controlling, Informationstechnologie und Recht wird sichergestellt, dass die Risikosituation des Unternehmens unter ständiger Beobachtung steht. Hierzu werden Risiken identifiziert, analysiert und sowohl brutto als auch nach Berücksichtigung von Gegensteuerungsmaßnahmen bewertet. Den Mitgliedern der Generalversammlung geht halbjährlich ein konsolidierter Risikobericht zu.
Allgemeine Risikosituation
Das Risikomanagement umfasst alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Das Hauptgeschäft der Genossenschaft liegt im Handel mit Erdgas. Die Absicherung der Verträge durch die Vorlieferanten erfolgt i.d.R. über Verpflichtungserklärungen, beispielsweise den bedingten Vertragseintritt. Für das Kommunalgasportfolio, welches v.a. den Bedarf für Haushalts- und Gewerbekunden beinhaltet, wurden bis einschließlich 2025 Tranchenverträge geschlossen. Darüber hinaus gibt es - um einige Beispiele zu nennen - sog. back-to-back-Verträge für Großkunden, sowie Bandmengen zur Preisabsicherung. Weiterhin gibt es noch Lieferverträge für Biogas und CO 2 -Zertifikate. Grundsätzlich sind Absatz- und Bezugsmengen aus Sicht der enPlus ausgeglichen, da Rechte und Pflichten aus den Verträgen mit den Vorlieferanten, über sog. Vertragsspiegelungen auf die Kunden der enPlus übergehen. Von Bedeutung ist hierbei insbesondere der Umstand, dass die enPlus nach Beschluss in der Generalversammlung vom 10.07.2019 von der Erfüllungspflicht im Falle eines vorgelagerten Kontrahentenausfalls entbunden wurde. Nach der Generalversammlung vom 03.12.2019 wurde die Entbindung von der Erfüllungspflicht aufgrund der ausnahmslosen Zustimmung aller Kunden der enPlus auch auf die Bestandsverträge erweitert.
Spezifische Risikosituation
An der Umsetzung der Präventions- und Gegensteuerungsmaßnahmen, welche nach dem Dokumentationsfehler (betreffend Lieferjahr 2022) erarbeitet wurden, wird weiterhin gearbeitet. Hauptaugenmerk liegt bei einem revisionssicheren Portfoliomanagementsystem, welches die individuellen Handelsgeschäfte der enPlus möglichst flexibel abbilden kann.
Wie auch im Vorjahr bestand unterjährig für die enPlus insbesondere das Problem der Liquiditätssteuerung, was im Wesentlichen durch die Inkongruenz zweier Zahlungsströme verursacht wird. Im Gegensatz zu den Zahlungsflüssen an den Vorlieferanten, welche sich aufgrund des monatlichen Gasverbrauches "badewannenartig" verteilen, besteht ein gleichmäßiger Zahlungseingang durch die Auflösung der Bandabsicherungen. Dies führt im Saldo bei der enPlus insbesondere zu Jahresbeginn bis einschließlich Jahresmitte zu Liquiditätsengpässen, welche durch Gegensteuerungsmaßnahmen ausgeglichen werden müssen. Im Lieferjahr 2023 behalf man sich hierbei konkret mit folgenden Maßnahmen:
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Zur Abmilderung des Liquiditätsdefizites wurden die Gewinne aus den Bandabsicherungen auf die 115%ige Abnahmemenge aufgeteilt. Solange sich die Abnahmemenge unter 115% befand, wurde den Kunden damit unterjährig ein etwas höherer Abrechnungspreis verrechnet. |
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Die monatlichen Abschlagszahlungen der Kunden wurden jeweils den Abschlagszahlungen an den Vorlieferanten um 1 Monat vorgezogen. |
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Erhebung von Sonderabschlägen von Kunden, welche sich über der 115%igen Abnahmemenge befanden. |
Mindereinnahmen oder Mehreinnahmen von Kunden mit Abnahmemengen oberhalb von 115% der jeweiligen jährlichen Vertragsmenge wurden im Zuge der Endabrechnung des Kommunalgasvertrages verursachergerecht an diese Kunden nachverrechnet.
Umfeldrisiken
Aufgrund des seit 24. Februar 2022 herrschenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine ergeben sich bisher für das Portfolio der enPlus eG bzw. deren Kunden insbesondere folgende Risiken:
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Volatiler Markt mit einem zunächst deutlich gestiegenen Preisniveau bei inzwischen bis auf Weiteres wieder fallendem Trend, sodass auch die Beschaffungskosten des enPlus Portfolios zwischenzeitlich bzw. mittelfristig steigen. |
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Einschränkungen des Energiehandels am Großhandelsmarkt. Zwischenzeitlich gab es nur vereinzelt Vertragsangebote von Lieferanten. |
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Das aktuell immer noch schwierige und teilweise auch dauerhaft veränderte Marktumfeld führt dazu, dass die auf einem Vollversorgungsvertrag beruhende Beschaffungsstrategie der enPlus in den Folgejahren für eine Lieferung der Kommunalgasmengen ab 2026 umgestellt werden muss, da bis auf Weiteres keine derartigen Verträge mehr für Kommunalgasmengen dieser Größenordnung angeboten werden. Dies bedeutet in der Folge deutlich höhere Risiken, da die enPlus ab 2026 selbst für Strukturierungs-, Prognose- sowie Spot- und Ausgleichsenergierisiken aufkommen muss. - Allerdings werden diese Risiken dann gegenüber den Kunden entweder durchgereicht oder über einen entsprechenden Risikoaufschlag bestmöglich eingepreist und abgerechnet. Für die möglichen Verluste bei einem Realszenario mit höheren Risiken, als sie eingepreist wurden, benötigt die enPlus ausreichend Kapital oder zumindest Regelungen zur (verursachergerechten) Nachbelastung der Kunden, um zu jedem Zeitpunkt die Zahlungsfähigkeit der enPlus zu gewährleisten. |
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Für RLM-Kunden in der Größenordnung von ca. 10 GWh/a bis 100 GWh/a werden jedoch wieder Vollversorgungsverträge mit geringeren Flexibilitäten und gleichzeitig höheren Vollversorgungsaufschlägen auf das Jahresprodukt THE Base angeboten, als das vor dem Ukrainekrieg der Fall war. |
5. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)
Aufgrund der aufgestellten Ertragsplanung wird im Jahr 2024 (WP 4.014 GWh) von einer mengenmäßigen abnehmenden Belieferung der Genossen bei gleichbleibender Abnehmerzahl ausgegangen. Der Vorstand erwartet laut dem Wirtschaftsplan für 2024 ein positives Ergebnis bei einem Umsatz von rd. 217 Mio. Euro.
Die Prognose des Vorstandes für den Umsatz des Geschäftsjahres 2023 von rd. 326 Mio. Euro konnte mit 360 Mio. Euro übertroffen werden.
Die Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind mit hoher Unsicherheit verbunden. Die Risiken, die sich unter anderem aus dem weiteren Verlauf des Ukrainekrieges und aus geopolitischen Entwicklungen heraus ergeben, sind im Risikobericht näher erläutert. Wir verweisen auf unsere Ausführungen. Die Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf im Jahr 2024 und die damit verbundenen Kennzahlen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifiziert werden.
6. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren
Durch das über die letzten Jahre aufgebaute Expertenwissen in der Gasbeschaffung, dem Portfoliomanagement, dem Reporting und dem Risikomanagement sowie der kaufmännischen Abwicklung entstehen Leistungsfaktoren, die zu einem Mehrwert für die Mitglieder führen.
Fürth, 22.05.2024
enPlus eG
Der Vorstand
Marcus Steurer
Dr. Michael Fiedeldey
B. Bericht des Bevollmächtigen der Generalversammlung
Der Bevollmächtigte der Generalversammlung hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag zur Gewinnverwendung geprüft und in Ordnung befunden. Er befürwortet den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns.
Der Vorschlag entspricht der Satzung.
Der Bevollmächtigte der Generalversammlung hat sich im Vorfeld zur ordentlichen Generalversammlung über den Geschäftsverlauf und das Risikomanagement unterrichten lassen.
Fürth, 22.05.2024
Matthias Exner, Bevollmächtigter der Generalversammlung
7. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 22. Mai 2024 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der enPlus eG, Fürth, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:
An die enPlus eG
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der enPlus eG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der enPlus eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Bevollmächtigte ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft, zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, 22. Mai 2024
Der Genossenschaftliche e. V. Prüfungsverband für Genossenschaften
Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer
Tobias Sengenberger, Wirtschaftsprüfer
Gesellschafterversammlung der enPlus eG am 12.06.2024
Der Jahresüberschuss 2023 wird - wie in der vom Vorstand und Bevollmächtigten vorgeschlagenen Weise - verwendet.
Hof, im Juni 2024
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