MT - Messe & Event GmbH
Selbe AdresseMesse-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Deumeland seit 13.11.2008 | Prokura |
Martin Buhl-Wagner seit 13.5.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Freistaat Sachsen | 50.00% |
Stadt Leipzig | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FAIRNET GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Über die FAIRNET GmbHDie FAIRNET GmbH, Leipzig, ist eine kleine
Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.
Gegenstand des Unternehmens sind Serviceleistungen im
Zusammenhang mit Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen,
insbesondere die Planung und Realisierung von Messe- und
Produktpräsentationen, ferner die Beratung von
Unternehmen bezüglich der Teilnahme an Messen und
Ausstellungen einschließlich Unterstützung bei
der Vorbereitung, Teilnahme und Nachbereitung von Messen im
In- und Ausland.
2. Wirtschaftsbericht2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Situation in der MessewirtschaftDas ifo Institut - Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung an der Universität München
e.V. rechnete in seiner im Dezember 2023
veröffentlichten Konjunkturprognose Winter 2023
für das Jahr 2023 mit einem realen Wachstum der
Weltwirtschaft um +2,7 %, was dem Niveau des Vorjahres
entspräche.
In Deutschland hat sich die Konjunktur im Jahr 2023
abgeschwächt. Die erwartete Erholung für die
zweite Jahreshälfte blieb laut ifo Institut trotz
rückläufiger Inflation und steigenden
Lohneinkommen aus. Insbesondere der private Konsum wurde
dadurch gebremst, dass ein Teil des Kaufkraftzuwachses
gespart wurde. Zudem fehlten Impulse aus dem Warenhandel
und der Industrieproduktion. Notenbanken dämpften die
Konjunktur zur Inflationsbekämpfung und Zinsanhebungen
der Europäischen Zentralbank führten zu einer
Abkühlung des deutschen Immobilienmarkts.
Kräftige Impulse gingen lediglich von den staatlichen
Investitionen aus, insbesondere resultierend aus der
Beschaffung von Rüstungsgütern. Die Finanzpolitik
zeigte im Jahr 2023 eine leichte expansive Ausrichtung,
besonders durch Maßnahmen zur Bewältigung der
Energiekrise. Für das Jahr 2023 schätzte das ifo
Institut in seiner Konjunkturprognose Winter 2023 insgesamt
einen Rückgang des preisbereinigten
Bruttoinlandsproduktes um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr
ein.
Die vorgenannte Konjunkturprognose des ifo Institutes
wurde im Januar 2024 in einer ersten Berechnung des
Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, bestätigt.
Nach Angaben des AUMA - Ausstellungs- und Messeausschuss
der Deutschen Wirtschaft e.V. vom Dezember 2023/Januar 2024
wurden im Jahr 2023, dem ersten Jahr mit einem kompletten
Messeprogramm seit dem Beginn der Corona-Pandemie, 340
Messeveranstaltungen mit rund 180.000 ausstellenden
Unternehmen und einer Besucherzahl von 11,5 Mio. in
Deutschland durchgeführt. Damit stelle das Jahr 2023
für die Messewirtschaft in Deutschland ein Jahr der
Erholung dar, jedoch werden die Vor-Corona-Zahlen laut AUMA
noch nicht erreicht. Der internationale
Geschäftsreiseverkehr habe sich wieder normalisiert,
sodass nationale sowie internationale Messeteilnehmer
wieder auf den Messeplatz Deutschland, der weltweit als
Nummer eins gelte, kommen. Neben Unwägbarkeiten,
resultierend aus gesamtwirtschaftlichen Verunsicherungen
und weltpolitischen Umbrüchen, gäbe es in der
Wirtschaft und Gesellschaft fortlaufend neue Themen,
für die es Plattformen zum Austausch braucht. Messen -
als Schaufenster der Innovationen - sind und bleiben nach
Ansicht des AUMA einer dieser wichtigen Treffpunkte, um den
Wandel voranzubringen. So wurden im Jahr 2023 fast 20 neue
Messeformate umgesetzt. Darüber hinaus erfordern
veränderte Kundenbedürfnisse, bedingt durch die
Corona-Pandemie, zielgruppengerechte Konzepte. Zwar
würden Teilnehmerzahlen und Standflächen noch
immer wichtige Messdaten für Messeveranstalter
darstellen, jedoch würden Zufriedenheit und
Weiterempfehlung in den Vordergrund rücken.
2.2 GeschäftsverlaufFinanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr
2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 22,4 Mio.
(Vorjahr: EUR 28,4 Mio.) sowie ein an die
Muttergesellschaft abzuführendes Jahresergebnis in
Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). Damit
wurde die im Lagebericht zur Vorperiode enthaltene und aus
einer im Februar 2023 vorgenommenen Bewertung des
Leistungsportfolios resultierende Prognose eines
voraussichtlichen Umsatzes in Höhe von EUR 22,2 Mio.
erreicht, während die Prognose des Jahresergebnisses
vor Gewinnabführung (EUR 0,7 Mio.) mit diesem
Geschäftsergebnis deutlich übertroffen wurde.
Erläuterung wesentlicher GeschäftsfelderDiese positive Geschäftsentwicklung resultiert
vorrangig aus dem Geschäftsfeld "Projektmanagement
für Messen und Kongresse". In diesem
Geschäftsfeld liegen die Umsatz- und
Ergebnisbeiträge um 20 % bzw. 28 % über dem
geplanten Niveau. Der Vorjahresumsatz wurde um 25 % und der
Ergebnisbeitrag des Vorjahres um 34 % überschritten.
Das Geschäft aus Eigenveranstaltungen der
Muttergesellschaft wurde in besonderer Weise dadurch
beeinflusst, dass für das erste Quartal des Vorjahres
geplante Eigenveranstaltungen der Leipziger Messe, wie die
HAUS-GARTEN-FREIZEIT und die Leipziger Buchmesse,
pandemiebedingt nicht stattfinden konnten. Wesentliche
Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Geschäft mit
Eigenveranstaltungen der Muttergesellschaft erwirtschaftete
die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Z
- Internationale Zuliefermesse für Teile, Komponenten,
Module und Technologien im Verbund mit der Intec -
Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen,
Fertigungs- und Automatisierungstechnik und der GrindTec -
Internationale Fachmesse für Werkzeugbearbeitung und
Werkzeugschleifen, der Leipziger Buchmesse in Verbindung
mit der Manga-Comic-Con und dem Lesefest Leipzig liest, der
Therapie-Messen in Leipzig und Düsseldorf sowie der
Cosmetic-Business in München. Dabei ist es der
Gesellschaft gelungen, die technisch-organisatorischen
Dienstleistungen für die Eigenveranstaltungen der
Leipziger Messe an anderen Messeplätzen weiter zu
etablieren und auszubauen. Das betrifft neben der
Cosmetic-Business in München die therapie
DÜSSELDORF.
Wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge im
Geschäft mit Gast-, Event- und Kongressveranstaltungen
am Messeplatz Leipzig resultieren u.a. aus der World of
Fireplaces - internationale Fachmesse für
Feuerstätten und Wohnfühlambiente, der EMMK
Ordermesse Möbel & Küche, der Touristik &
Caravaning sowie aus der Erbringung von Standbau- und
anderen messespezifischen Dienstleistungen im Rahmen des
75. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie
e.V., des Deutschen Rheumatologiekongresses 2023 sowie des
Weltradgipfels Velocity Leipzig 2023 der European Cyclists'
Federation (ECF).
Im Geschäft mit Messe- und Kongressveranstaltungen
auf nationalen Messeplätzen resultieren die
wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem
Leitkongress für Energie- und Wasserwirtschaft GAT/WAT
in Köln, der K5 Future Retail Conference in Berlin
sowie aus weiteren Kongressveranstaltungen in Berlin und
Düsseldorf.
Im Geschäftsfeld "Projektmanagement individuelle
Kunden" liegen die Umsatz- und Ergebnisbeiträge um 19
% bzw. 29 % unter dem geplanten Niveau. Der Vorjahresumsatz
wurde um 37 % und der Ergebnisbeitrag des Vorjahres um 36 %
unterschritten. Das liegt zum einen an dem turnusbedingten
Fehlen von nationalen und internationalen Leitmessen, auf
denen die Gesellschaft mit wesentlichen Kunden vertreten
ist. Zum anderen fehlte Corona-bedingt der notwendige
Vorlauf in der Neukundengewinnung.
Die Gesellschaft konnte das Geschäft mit ihren
Stammkunden halten. Besonders hervorzuheben sind die
individuellen Kundenprojekte von Jenoptik Optical Systems
GmbH auf nationalen und internationalen Messeplätzen,
der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH auf
der EXPO REAL in München, der
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) auf der
Internationalen Grünen Woche in Berlin und von dem
weltweit führenden Lieferanten von
Verbrauchsmaterialien und Lösungen für die
Gießereiindustrie Foseco auf der GIFA in
Düsseldorf.
Gleichzeitig ist es der Gesellschaft gelungen,
Ausschreibungen für die Fraunhofer-Gesellschaft zur
Förderung der angewandten Forschung e.V. und der
Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH für sich
zu gewinnen sowie mit mehreren Neukunden zum Teil
längerfristige Geschäftsbeziehungen eingehen,
welche sich positiv auf die Folgejahre auswirken werden.
Im Geschäftsfeld "Projektmanagement Events und
Service" liegt der Umsatzbeitrag um 19 % über dem
geplanten Niveau, während sich der Ergebnisbeitrag
gegenüber dem Jahresplan mehr als verdoppeln konnte.
Der deutlich höhere Vorjahresumsatz in diesem
Geschäftsfeld war hier maßgeblich geprägt
durch das Event "Tag der Deutschen Einheit" in Erfurt,
welches einer der umfangreichsten Aufträge der FAIRNET
GmbH Unternehmensgeschichte war. Ein vergleichbares
Eventprojekt konnte in 2023 nicht realisiert werden. In
diesem Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt auf der
Vorbereitung für die UEFA EURO 2024. Gleichzeitig
verantwortete die Gesellschaft die Leipziger Markt Musik
und weitere Events im Zusammenhang mit Eigen-, Gast-,
Event- und Kongressveranstaltungen auf der Leipziger Messe.
2.3 Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageMit EUR 22,4 Mio. lagen die im Geschäftsjahr 2023
realisierten Umsatzerlöse um EUR 6,0 Mio. bzw. um rund
21 % unter dem Vorjahreswert von EUR 28,4 Mio.
Die Gesamtleistung der Gesellschaft inklusive der
sonstigen betrieblichen Erträge sowie der
Bestandsveränderungen unfertiger Leistungen (EUR 0,2
Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) beläuft sich im
Geschäftsjahr 2023 auf EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR
28,6 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen
sind im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(TEUR 94; Vorjahr: TEUR 108) und Erträge aus
unterschiedlichen Zuwendungen (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 82)
enthalten.
Die Materialaufwendungen unterschreiten mit EUR 18,2
Mio. den Vorjahreswert in Höhe von EUR 24,1 Mio. um
EUR 5,9 Mio. bzw. um 24 %. Einschließlich der
Veränderungen des Bestandes an unfertigen Leistungen
bleibt der Rohertrag der Gesellschaft unverändert bei
EUR 4,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die Rohertragsquote
erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 auf 19 %
(Vorjahr: 15 %).
Die Personalaufwendungen liegen im Geschäftsjahr
2023 unverändert bei EUR 2,3 Mio. im Vergleich mit dem
Vorjahr. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt
beschäftigten Arbeitnehmer (ohne
Geschäftsführung) beträgt 37 (Vorjahr 34),
wovon durchschnittlich eine Person (Vorjahr zwei Personen)
befristet beschäftigt waren. Aufwandssteigerungen
resultieren neben der gestiegenen Beschäftigtenzahl
zudem aus den tariflichen Entgelterhöhungen innerhalb
des Jahres 2023. Demgegenüber wirkten sich im
Vorjahresvergleich deutlich reduzierte Zuführungen zu
Personalkostenrückstellungen aufwandsmindernd aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR
0,8 Mio. um EUR 0,1 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR
0,7 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus
erhöhten Aufwendungen für Sonstige Fremdarbeiten
und gestiegenen Reisekosten. Diese Erhöhungen ergeben
sich im Wesentlichen aus der Teilnahme der Gesellschaft an
der Euro-Shop 2023 in Düsseldorf. Zudem
übersteigen die Aufwendungen aus Wertberichtigungen
auf Forderungen die des Vorjahres erheblich.
Per Saldo schließt die FAIRNET GmbH im
Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis vor
Gewinnabführung in Höhe von EUR 1,4 Mio. ab, dass
damit um EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahresergebnis (EUR 1,5
Mio.) liegt. Dieses Ergebnis wird an die
Muttergesellschaft, der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, abgeführt.
VermögenslageHinsichtlich der Vermögenslage haben sich
gegenüber dem Vorjahr die nachfolgenden
Änderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur
ergeben.
Die Vermögenslage der FAIRNET GmbH ist zum
Bilanzstichtag insbesondere durch flüssige Mittel (EUR
0,3 Mio.; Vorjahr EUR 1,7 Mio.), geleistete Anzahlungen
(TEUR 0,5; Vorjahr: TEUR 0,0), Lieferungs- und
Leistungsforderungen (EUR 0,6 Mio.; Vorjahr EUR 1,4 Mio.)
und Ansprüche gegen die Muttergesellschaft Leipziger
Messe Gesellschaft mbH (EUR 0,6 Mio.; Vorjahr: EUR 0,4
Mio.) geprägt. Zusammen belaufen sich diese
Vermögenswerte zum Bilanzstichtag rund 95 % des
Gesamtvermögens der Gesellschaft (Vorjahr: 97 %). Die
Forderungen gegen die Muttergesellschaft resultieren aus
Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus
dem konzerninternen Cash-Pooling, wobei eine Verrechnung
mit Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr
erfolgte.
Die Erhöhung der Eigenkapitalquote der FAIRNET
GmbH, Leipzig, zum Bilanzstichtag von 32 % im Vorjahr auf
56 % zum 31.12.2023 ist im Wesentlichen auf deutlich
geringere Stichtagssalden der Sonstigen Rückstellungen
und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
zurückzuführen.
FinanzlageDie Liquidität der Gesellschaft wird in einem
konzerninternen Cash-Management durch die
Muttergesellschaft, die Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, verwaltet. Diese verfügt über ein
effektives Finanzmanagement, dessen Ziel die permanente
Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist.
Liquiditätskontrollen erfolgen im Rahmen eines
wöchentlich ermittelten Liquiditätsstatus,
welcher die im Cash-Pool der Unternehmensgruppe vorhandenen
flüssigen Mittel berücksichtigt. Die Anlage der
Zahlungsmittel erfolgt unter dem primären Aspekt
größtmöglicher Vermögenssicherung,
wobei die Anlagedauer u. a. unter Berücksichtigung der
voraussichtlichen Mittelverwendungszeitpunkte gewählt
wird.
Der Cashflow (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung
bzw. Verlustausgleich zzgl. Abschreibungen) belief sich im
Geschäftsjahr 2023 auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6
Mio.).
Die Liquidität der Gesellschaft war auch im
Geschäftsjahr 2023 uneingeschränkt
sichergestellt. Mit EUR 0,3 Mio. befindet sich der
Stichtagsbestand der flüssigen Mittel um EUR 1,4 Mio.
unter dem Betrag zum vorangegangenen Bilanzstichtag (EUR
1,7 Mio.).
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageAufgrund der unter den Gliederungspunkten 2.1 bis 2.3
vorgenommenen Ausführungen ist für die
Gesellschaft eine positive wirtschaftliche Gesamtsituation
und stabile Unternehmensentwicklung zu konstatieren.
3. PrognoseberichtNach einem Wachstum der globalen Konjunktur im Jahr 2023
von insgesamt voraussichtlich +2,7 % (Vorjahr: +2,7 %)
prognostizierte das ifo Institut - Leibniz-Institut
für Wirtschaftsforschung an der Universität
München e.V. in seiner im Dezember 2023
veröffentlichten Konjunkturprognose Winter 2023
für das Jahr 2024 ein Wachstum des realen weltweiten
Bruttoinlandsproduktes von +2,0 %, wobei die Konsumausgaben
der privaten Haushalte zur tragenden Säule dieses
Wachstums werden dürften. Die Abschwächung der
Konjunkturdynamik im Vorjahresvergleich beträfe
hierbei sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als
auch die Schwellenländer. Bei der Wachstumsprognose
wurde seitens des ifo Institutes unter anderem davon
ausgegangen, dass sowohl in den USA als auch in Europa
Leitzinssenkungen eintreten werden und der weltweite
Warenhandel sowie die Industrieproduktion vor dem
Hintergrund des fortschreitenden Abbaus erhöhter
Lagerbestände wieder an Dynamik gewinnen dürften.
Dämpfend werde sich hingegen eine
verhältnismäßig schwache
Wirtschaftsentwicklung in China auswirken.
Ein Risiko für die weltwirtschaftliche
Entwicklungsprognose wird seitens des ifo Institutes darin
gesehen, dass erwartete Reallohnsteigerungen zu einem
Beschäftigungsrückgang führen könnten,
der einer Konjunkturerholung entgegenwirken würde.
Darüber hinaus könnte eine mögliche
Ausweitung des Gaza-Krieges sowie eine weitere Eskalation
des Ukraine-Krieges unmittelbare negative Folgen für
die Weltwirtschaft nach sich ziehen. Ein weiteres
weltwirtschaftliches Risiko gehe von der
Wirtschaftsentwicklung Chinas aus, wo hohe Schulden der
Unternehmen und privaten Haushalte die Bauwirtschaft
belasten.
Für die deutsche Wirtschaft prognostizierte das ifo
Institut in seiner im Dezember 2023 veröffentlichten
Konjunkturprognose für das Jahr 2024 eine Zunahme des
realen Bruttoinlandsproduktes um +0,9 % im Vergleich zum
Vorjahr. Das ifo Institut geht davon aus, dass ab 2024
gesamtwirtschaftlich eine Erholung einsetzt.
Wachstumsimpulse würden vor allem vom privaten Konsum
ausgehen. Das ifo Institut rechnet mit weiter steigenden
Haushaltseinkommen bei weiterhin sinkenden Inflationsraten
sowie Rekordbeschäftigung und einer davon ausgehenden
Belebung der Konsumkonjunktur. Zudem geht das Institut
davon aus, dass der Zinshöhepunkt im Frühsommer
überschritten sein wird. Sowohl das Verarbeitende
Gewerbe als auch der Handel würden davon profitieren.
Eine weiterhin rückläufige Entwicklung
prognostiziert das ifo Institut für die Baukonjunktur
angesichts der deutlich gestiegenen Kreditzinsen sowie
hoher Baupreise. Hohe Unsicherheit bestünde
bezüglich der zukünftigen Finanzpolitik infolge
der im November 2023 für ungültig erklärten
Umschichtung der aus der Corona-Pandemie resultierenden
Kreditermächtigungen in den Klima- und
Transformationsfonds. Infolgedessen könnte sich die
Erholung der deutschen Wirtschaft verzögern, da
wirtschaftspolitische Unsicherheit die
Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten
Haushalten senkt.
Das Ergebnis der Verbandsumfrage des Instituts der
Deutschen Wirtschaft im Dezember 2023 liefert hinsichtlich
der Erwartungen für das Jahr 2024 insgesamt ein
deutlich eingetrübtes Bild. Von den 47 befragten
Verbänden rechnen 23 Verbände mit einem
Produktions- bzw. Geschäftsrückgang im Vergleich
zum Vorjahr, während 15 Branchen eine Produktion auf
dem Vorjahresniveau und lediglich 9 Branchen einen leichten
Produktionsanstieg prognostizieren. Zurückhaltend
fallen ebenfalls die Investitionsprognosen aus. So rechnen
22 der befragten Wirtschaftsverbände für das Jahr
2024 mit rückläufigen Investitionen, während
16 Verbände gleichbleibende Investitionen und
lediglich 8 Verbände steigende Investitionen
prognostizieren. Gleichermaßen verhalten fallen die
Prognosen für die voraussichtliche
Beschäftigungsentwicklung in den jeweiligen
Wirtschaftszweigen aus: 23 Verbände rechnen mit einer
rückläufigen Beschäftigungsentwicklung,
während 19 Verbände
Beschäftigungsstabilität und nur 5 Verbände
einen Beschäftigungsanstieg erwarten.
Für die deutsche Messewirtschaft zeigt die
Verbandsumfrage ein etwas positiveres Bild, indem für
das Jahr 2024 von einer leicht verbesserten
Geschäftsentwicklung bei im Vorjahresvergleich
erhöhten Investitionen und einer stabilen
Beschäftigungssituation ausgegangen wird.
Nach Angaben des AUMA - Ausstellungs- und Messeausschuss
der Deutschen Wirtschaft e.V. vom Januar 2024 stehen
für das Jahr 2024 in Deutschland mehr als 330 Messen
im Kalender, davon 180 nationale oder internationale
Leitmessen. Dabei kehren nahezu alle Messen in ihren
vertrauten Takt zurück, die Sommertermine aufgrund des
großen Nachholbedarfs nach der Corona-Pandemie haben
sich nicht durchgesetzt. Der AUMA rechnet ab dem Jahr 2025
mit einer branchenweiten Erholung des deutschen Messewesens
und nicht wie zuletzt angenommen ab dem Jahr 2024. Die
deutsche Messewirtschaft unterliege einem ständigen
Wandel. Dynamik hinsichtlich des Entstehens neuer
Märkte durch Innovationen und Kurzfristigkeit,
insbesondere in Bezug auf das Ausstellen auf Messen und
noch mehr auf den Besuch von Messen, nähmen zu. Neben
mehr Flexibilität erwarten Aussteller sowie Besucher
nach Ansicht des AUMA höchste Servicequalität.
Auch das Thema Nachhaltigkeit in ökologischer,
sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht gewinne zunehmend an
Bedeutung am Messeplatz Deutschland. Zudem steigt laut dem
AUMA die Konkurrenz weltweit, da auch internationale
Messestandorte die Bedeutung von Messen für die eigene
Wirtschaft erkannt haben. Konstant in diesem Wandel seien
jedoch echte Messeauftritte und damit einhergehend die
persönliche Geschäftsanbahnung. Eine
gänzliche Digitalisierung von Messen habe nicht
funktioniert. Stattdessen setze man auf digitale
Erweiterungen und Verlängerungen, die Messeauftritte
in Präsenz optimal flankieren. Darüber hinaus
würden technische Möglichkeiten wie
Künstliche Intelligenz und Virtual Reality physische
Messeveranstaltungen zukünftig beeinflussen.
In ihrer Planung geht die Gesellschaft für das
Geschäftsjahr 2024 von Umsatzerlösen in Höhe
von EUR 28,8 Mio. und einem Jahresergebnis vor
Gewinnabführung in Höhe von EUR 1,6 Mio. aus. Auf
Basis einer im Februar 2024 vorgenommenen Neubewertung der
drei Geschäftsfelder und einer daraus abgeleiteten
Prognose für das Geschäftsaufkommen erhöht
sich der erwartete Umsatzerlös auf EUR 30,2 Mio. und
das Jahresergebnis vor Gewinnabführung auf EUR 1,7
Mio.
Am Standort Leipzig erwartet die Gesellschaft eine
erfolgreiche Fortführung der Geschäftsentwicklung
in dem Geschäftsfeld "Projektmanagement Messen und
Kongresse". Für die im Jahresturnus stattfindenden
Publikumsveranstaltungen - u. a. die Leipziger Buchmesse
zusammen mit der Manga-Comic-Con, die Hobbymesse Leipzig,
die HAUS-GARTEN-FREIZEIT in Verbindung mit der
mitteldeutschen handwerksmesse, das International Transport
Forum (ITF) sowie die PARTNER PFERD - wird mit einer
insgesamt stabilen Geschäftsentwicklung gerechnet.
Wesentliche Umsatz- und Ergebnisimpulse werden im Rahmen
der turnusbedingt nur in den geraden Jahren stattfindenden
Messen - u. a. der der Paint-Expo - Weltleitmesse für
industrielle Lackiertechnik -, der OTWorld, dem
Tierärztekongress und der denkmal mit der MUTEC -
erwartet.
Bei den Kongress- und Gastveranstaltungen werden
wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge u. a. aus den
Veranstaltungen Touristik & Caravaning, Leipzig
Interventional Course (LINC), Deutscher Chirurgie Kongress
(DCK), Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Urologie e.V. (DGU) und Kongress der Deutschen Gesellschaft
für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS) resultieren.
Darüber hinaus werden durch die FAIRNET GmbH wieder
bei einer Vielzahl weiterer Messeveranstaltungen der
Muttergesellschaft und unterschiedlichsten
Gastveranstaltungen, Konzerten und Events standbauliche und
weitere Dienstleistungen zu realisieren sein.
Wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge werden
auch im Geschäftsjahr 2024 im Geschäftsfeld
individuelle Kundenprojekte erwirtschaftet. Diese werden
durch das Geschäft mit Stammkunden und dem
Geschäft mit den im Vorjahr gewonnenen Kunden
generiert werden. Gleichzeitig erwartet die Gesellschaft
ein erfolgreiches Geschäft mit Neukunden.
Außerordentlich positive Effekte im
Geschäftsfeld Event und Service erwartet die FAIRNET
GmbH im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2024. Darüber
hinaus wird die FAIRNET GmbH bis 2028 die Leipziger
Marktmusik veranstalten. Die Gesellschaft hat im Rahmen der
turnusgemäßen Ausschreibung den Zuschlag
erhalten.
4. RisikoberichtDie FAIRNET GmbH ist in das Risikomanagementsystem der
Muttergesellschaft, Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, eingebunden. Dieses umfasst neben dem internen
Überwachungssystem sowie dem Controllingsystem auch
ein Risikofrüherkennungssystem mit folgenden
wesentlichen Bestandteilen:
Ziel des Früherkennungssystems ist es, mit einer
möglichst geringen Zeitverzögerung (insbesondere
bestandsgefährdende) interne oder externe
Entwicklungen mit Einfluss auf die Schlüsselfaktoren
des Unternehmens zu erfassen und die möglichst
frühzeitige Meldung dieser Entwicklungen an die
Geschäftsführung sicherzustellen, um angemessene
Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.
Das Risikomanagementsystem wird jährlich an
gegebenenfalls geänderte unternehmensexterne und
unternehmensinterne Bedingungen sowie an Veränderungen
der Prozesse und Funktionen angepasst beziehungsweise
entsprechend ergänzt.
Für die Gesellschaft schwerwiegende Risiken, die
mit einer wesentlichen Wahrscheinlichkeit deren Fortbestand
gefährden, bestanden für das Geschäftsjahr
2023 nicht und sind auch für das Geschäftsjahr
2024 nicht erkennbar. Andere Risiken können mit den
auf Ebene der Muttergesellschaft verankerten
Überwachungs-, Controlling- und
Früherkennungssystemen bewältigt werden.
Forderungsausfallrisiken wird durch ein etabliertes
Forderungsmanagement und Mahnwesen in der Finanzbuchhaltung
entgegengewirkt. Weiterführende gerichtliche
Mahnverfahren erfolgen durch die Rechtsabteilung der
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig.
Da die FAIRNET GmbH, Leipzig, in ein konzerninternes
Cash-Management-System einbezogen ist, bestehen keine
Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus
Zahlungsstromschwankungen.
Zu den allgemeinen geopolitischen und
gesamtwirtschaftlichen Risiken und deren unmittelbaren wie
mittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung
der Gesellschaft verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Prognosebericht.
5. Chancenbericht und strategische AusrichtungFür die Folgejahre bleibt es Anspruch der
Gesellschaft, ihr Geschäft in den drei
Geschäftsfeldern "Projektmanagement Messe und
Kongresse", "Projektmanagement individuelle Kunden" und
"Projektmanagement Event und Eventservices" sowohl am
Messeplatz Leipzig als auch national und international
weiter voranzutreiben und auszubauen.
Der Geschäftsumfang der FAIRNET GmbH am Standort
Leipzig in den Geschäftsfeldern Messe und Kongresse
sowie Event und Eventservices wird auch künftig stark
vom Messe- und Kongressgeschäft der Muttergesellschaft
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, sowie dem
Veranstaltungsportfolio der Verbundgesellschaft Leipziger
Messe Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig, beeinflusst.
Der künftige Geschäftsverlauf der Gesellschaft
wird auch davon beeinflusst werden, wie sich die
geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
(u. a. Russland-Ukraine-Krieg, Gaza-Krieg,
Preisentwicklungen im Allgemeinen und an den
Energiemärkten im Besonderen, Prozess- und
Lieferkettensituation, Verfügbarkeiten von Personal,
Waren und Dienstleistungen) entwickeln.
Die Veränderungen im Geschäftsumfeld der
Leipziger Messe Unternehmensgruppe, ihrer Wettbewerber und
ihrer Kunden erforderten eine Neujustierung der Strategie
der Leipziger Messe Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit der
FAIRNET GmbH, Leipzig, und ihren weiteren
Verbundgesellschaften hat die Leipziger Messe Gesellschaft
mbH, Leipzig, deshalb bereits im Vorjahr den
Strategieprozess "Muster-Messe 4.0" mit dem Leitmotiv
"Wachsen in Balance" aufgesetzt.
Hierbei wurden die folgenden fünf strategischen
Handlungsfelder definiert, die jeweils mit entsprechenden
Schwerpunktthemen untersetzt wurden: die nachhaltige
Positionierung der Unternehmensgruppe, eine
kundenzentrierte Marktbearbeitung, ein nachgefragtes
Angebotsportfolio, die operative Exzellenz sowie eine
resiliente Unternehmensbasis. Chancen für die FAIRNET
GmbH, Leipzig, ergeben sich hierbei u. a. aus der
Überarbeitung der Vertriebs- und
Vermarktungsstrukturen sowie optimierten Pricing-Strategien
mit dem Ziel, weitere Ertragspotenziale zu
erschließen.
Der konsequente Ausbau des Geschäftsfeldes
"Projektmanagement individuelle Kunden" auf nationalen und
internationalen Messeplätzen bleibt weiterhin eine
wichtige strategische Zielsetzung der Gesellschaft. Es gilt
kontinuierlich zusätzliche Wachstumspotenziale zu
identifizieren und zu erschließen. Der besondere
Marktzugang, der aus der strategischen Partnerschaft mit
der Messe Düsseldorf resultiert, ist auch in den
Folgejahren gezielt hierfür zu nutzen.
Flankierend werden Vertriebs-, Kreations- und
Pricing-Strategien sowie das Kostenmanagement
kontinuierlich einer kritischen Analyse unterzogen mit dem
Ziel, weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren und
hieraus umsetzungsreife Konzepte zu entwickeln.
Um hochflexibel auf Projekt- und Kundenanforderungen
reagieren zu können, wurde intern die Struktur der
FAIRNET GmbH, Leipzig, weiterentwickelt. Der bestehenden
Spezialisierung Rechnung tragend wurden alle Prozesse, die
die jeweiligen Geschäftsfelder betreffen, in einer
Struktureinheit gebündelt. Durch diese Straffung und
Schärfung der Struktur hat die Gesellschaft die
organisatorischen Rahmenbedingungen für ihre
Zukunftsfähigkeit geschaffen. Die Einbettung der Teams
in fachliche Bereiche gewährleistet, dass die
Gesellschaft auch im Zusammenhang mit demographischen und
sonstigen personellen Entwicklungen ihre
Leistungsfähigkeit erhält.
Eine der größten Herausforderungen ist in
diesem Zusammenhang neben der Aus- und Weiterbildung die
Mitarbeiterbindung und die Gewinnung von qualifizierten
Fachkräften. Dies ist die Grundvoraussetzung, dass die
FAIRNET GmbH die notwendige Agilität bezogen auf die
tatsächliche Marktentwicklung sicherstellen und damit
die strategische Zielsetzung einer soliden und organisch
weiterwachsenden Geschäftsentwicklung auch über
2024 hinaus umsetzen kann.
Leipzig, den 19. März 2024
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. AllgemeinesDie FAIRNET GmbH, Leipzig (im Folgenden auch
"Gesellschaft" genannt) ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft hat
den Jahresabschluss gemäß den
gesellschaftsvertraglichen Regelungen nach den Vorschriften
des Dritten Buches des HGB für große
Kapitalgesellschaften unter Beachtung des GmbHG
aufgestellt. Von den Aufstellungserleichterungen des §
288 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Gesellschaft ist seit dem 1. Juli 1995 ein
Tochterunternehmen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig. Ihr Geschäftszweck ist die Erbringung
sämtlicher Serviceleistungen, wie Beratung, Planung,
Vorbereitung und Realisierung der Teilnahme an Messen,
Ausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen.
II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im
Vergleich zum Vorjahr beibehalten.
Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert.
Entgeltlich erworbene Lizenzen werden über einen
Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen sowie
die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden unter
Zugrundelegung von Nutzungsdauern zwischen drei und 13
Jahren bilanziert. Zugänge von
Vermögensgegenständen mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis maximal EUR
1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und
über einen Zeitraum von fünf Jahren
abgeschrieben.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.
Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der
unfertigen Leistungen offen vom Vorratsvermögen
abgesetzt. Der diese Bilanzposition übersteigende
Betrag der erhaltenen Anzahlungen wird als "Erhaltene
Anzahlungen auf Bestellungen" unter den Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden zum Nennwert
bilanziert. Einzelwertberichtigungen werden in angemessener
Höhe gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko
wird auf Leistungsforderungen gegen konzernfremde
Unternehmen ein pauschaler Abschlag in Höhe von 1,0 %
der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen
vorgenommen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert
angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen,
sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle bei
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten. Ihr Ansatz erfolgt in Höhe des
Erfüllungsbetrags, der unter Beachtung des Grundsatzes
der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung
notwendig ist.
Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung
erfolgte nach den anerkannten versicherungsmathematischen
Grundsätzen mittels der
"Projected-Unit-Credit-Methode". Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden wie im Vorjahr die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der
Bewertung wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe des von
der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV
ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre bei einer
angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von
1,74 % p. a. (i. Vj. 1,44 %) zugrunde gelegt. Dabei wurde
wie im Vorjahr eine künftige Fluktuation mit 5,0 % p.
a. berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen
Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währungen
lauten oder auf fremde Währungen lauteten, erfolgt die
Umrechnung in Euro zum Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge sind in die
Gewinn- und Verlustrechnung zum jeweiligen Kurs der Zahlung
bzw. mit dem Kurs zum Bilanzstichtag eingegangen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der
Gesellschafterin, der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, werden die latenten Steuern auf deren Ebene
ausgewiesen.
III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens geht aus der Übersicht
"Entwicklung des Anlagevermögens" in der Anlage zum
Anhang hervor. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres
sowie die weiteren Angaben nach § 284 Abs. 3 HGB sind
- soweit zutreffend - dort ebenfalls vermerkt.
Die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 54 (i.
Vj. TEUR 17) resultieren aus Aufwendungen im Zusammenhang
mit Veranstaltungen im Folgejahr, für die zum
Bilanzstichtag bereits ein Kundenauftrag vorliegt.
Zusätzlich werden geleistete Anzahlungen für
diese Projekte in Höhe von TEUR 515 (i. Vj. TEUR 0)
unter den Vorräten ausgewiesen. Diesen
Bilanzpositionen stehen erhaltene Anzahlungen für
Veranstaltungen in Höhe von insgesamt TEUR 118 (i. Vj.
TEUR 270) gegenüber. Der die unfertigen Leistungen
übersteigende Betrag der erhaltenen Anzahlungen in
Höhe von TEUR 64 (i. Vj. TEUR 254) ist als "Erhaltene
Anzahlungen auf Bestellungen" unter den Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von TEUR 610 bestehen wie im Vorjahr
ausschließlich (TEUR 610; i. Vj. TEUR 417) gegen die
Gesellschafterin und betreffen Forderungen aus dem Liefer-
und Leistungsverkehr (TEUR 398; i. Vj. TEUR 4) sowie aus
der Festgeldanlage im Rahmen des konzerninternen
Cash-Poolings (TEUR 394; i. Vj. TEUR 595), welche auch die
Ergebnisabführung beinhaltet (TEUR 1.360; i. Vj. TEUR
1.535). Den Forderungen stehen Verbindlichkeiten (TEUR 182;
i. Vj. TEUR 182) gegenüber, die in Abzug gebracht
wurden. Diese Verbindlichkeiten resultieren
ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Sämtliche Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Steuerrückstellung betrifft abzuführende
Lohnsteuer.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen
für ausstehende Rechnungen (TEUR 456; i. Vj. TEUR
833), Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen
Leistungsvergütungen (TEUR 144; i. Vj. TEUR 161),
Verpflichtungen aus noch nicht in Anspruch genommenem
Urlaub, aus Gleitzeitguthaben und Gehaltsrückstellung
(TEUR 57; i. Vj. TEUR 94), Jubiläumsverpflichtungen
(TEUR 36; i. Vj. TEUR 41) sowie für
Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit der
Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des
Jahresabschlusses (TEUR 31; i. Vj. TEUR 38) gebildet.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr,
eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen richten sich gegen eine Schwestergesellschaft
und ergeben sich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023
stellen sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 wie
folgt dar:
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR
20.528 im Inland sowie in Höhe von TEUR 1.913 im
Ausland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in
Höhe von TEUR 193 (i. Vj.: TEUR 281) sind im
Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen (TEUR 94; i. Vj.
TEUR 108), Erträge aus Zulagen und Zuschüssen
(TEUR 57; i. Vj. TEUR 82) und aus Auflösungen von
Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 14; i. Vj. TEUR
51) sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 2; i.
Vj. TEUR 1) enthalten. Des Weiteren beinhaltet die Position
Erträge aus sonstigen weiterberechneten Kosten (TEUR
21; i. Vj. TEUR 28).
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
resultieren mit TEUR 0,3 (i. Vj. TEUR 0,1) aus der
Berechnung von Verzugszinsen sowie mit TEUR 0,4 (i.Vj. TEUR
0,0) aus der Abzinsung der
Jubiläumsrückstellungen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf
Bürgschaftsprovisionen mit TEUR 0,3 (i. Vj TEUR 0,1)
und enthielten im Vorjahr zudem Aufwendungen aus der
Aufzinsung von Rückstellungen (TEUR 0,1).
V. Sonstige AngabenGeschäftsführer der FAIRNET GmbH, Leipzig, war
im Geschäftsjahr 2023 Herr Martin Buhl-Wagner,
Geschäftsführer (Sprecher) der Leipziger Messe
Gesellschaft mbH, Leipzig. Für die
Geschäftsführertätigkeit erhielt der
Geschäftsführer keine Bezüge von der
Gesellschaft.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten
Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) belief sich
auf 37 (i. Vj. 34) Angestellte, wovon durchschnittlich eine
Person (i. Vj. zwei Personen) befristet beschäftigt
waren. Zusätzlich befand sich im Jahresdurchschnitt
eine Person (i.Vj. keine Person) in Elternzeit.
Die Geschäftsanteile an der FAIRNET GmbH, Leipzig,
werden vollständig von der Leipziger Messe
Gesellschaft mbH, Leipzig, gehalten. Die Gesellschaft wird
in den Konzernabschluss der Leipziger Messe Gesellschaft
mbH, Leipzig, einbezogen, der im elektronischen
Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Zwischen der FAIRNET
GmbH, Leipzig, und der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, besteht ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag. Auf dessen Grundlage wird
das ansonsten auszuweisende Jahresergebnis vollständig
von Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig,
übernommen (Jahresüberschuss) bzw. ausgeglichen
(Jahresfehlbetrag).
Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum
Bilanzstichtag nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen lagen in Höhe
von TEUR 2.275 vor. Mit TEUR 1.990 handelt es sich hierbei
im Wesentlichen um zum Bilanzstichtag bereits
ausgelöste Bestellungen das Folgejahr betreffend.
Weitere TEUR 285 betreffen Miet- und
Leasingverpflichtungen, davon TEUR 130 Verpflichtungen aus
Miete und Betriebskosten, resultierend aus dem
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Muttergesellschaft.
Auf die Angabe des Gesamthonorars des
Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird
verzichtet, da diese Angaben in dem die Gesellschaft
einbeziehenden Konzernabschluss der Leipziger Messe
Gesellschaft mbH enthalten sein werden.
Leipzig, den 19. März 2024
Entwicklung des Anlagevermögens
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