Deutsche Fischfang-Union Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sigmundur Andresson seit 13.9.2005 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Icefresh GmbHCuxhavenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 24. Mai 2024. AnhangA. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Eintragung in das Handelsregister Die Gesellschaft ist unter der Firma Icefresh GmbH beim Amtsgericht Tostedt unter der Nr. HRB 110870 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Cuxhaven. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften der §§ 276, 288 HGB in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind zum Vorjahr unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ist in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgelegt. Die Abschreibungen erfolgen für die Zugänge bis zum 1. Januar 2006 linear und nach dem 1. Januar 2006 - soweit steuerlich zulässig - degressiv mit späteren Übergang auf die lineare Methode. Die Abschreibungen für alle nach dem 1. Januar 2008 angeschafften Vermögensgegenstände erfolgen nach der zeiteinteiligen linearen Abschreibungsmethode. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2009 wird abhängig von der Nutzungsdauer die lineare oder im Rahmen der steuerlichen Zulässigkeit die degressive Abschreibungsmethode gewählt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens aus Vereinfachungsgründen jeweils als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungskosten nach dem gleitenden Durchschnitt bewertet. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Sie enthalten angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf niedrigere Börsen- oder Marktpreise bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Diese Abschläge berücksichtigen erkennbare Bestandsrisiken in ausreichendem Maße. Forderungen sind mit den entsprechenden Nennwerten, sonstige Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Das Bilanzierungswahlrecht zum Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern wird nicht wahrgenommen. Forderungen und Verbindlichkeiten, die in Fremdwährungen bestehen, werden unter Anwendung des § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von dem Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. C. Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses 1. Anlagevermögen und Anlagenspiegel Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben. Die sonstigen Ausleihungen (TEUR 7.658) betreffen in Höhe von TEUR 5.500 (Vorjahr TEUR 0) Ausleihungen an Gesellschafter. 2. Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Das voll eingezahlte und zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt TEUR 200. Der Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 10 wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und in den anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter wurde in 2023 nicht vorgenommen. 4. Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen von TEUR 992 bestehen für Personalkosten TEUR 93, Wirtschaftsprüfer TEUR 26, Mietnebenkosten TEUR 422 und Übrige Lieferungen und Leistungen von TEUR 451. 5. Verbindlichkeiten In 2021 wurde ein Darlehen bei einen Kreditinstitut in Höhe von TEUR 3.000 aufgenommen. Zum Stichtag belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 2.000). Hiervon haben TEUR 500 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren belaufen sich auf TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 1.500). Sicherheiten wurden nicht gestellt. Sämtliche übrige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 747 (Vorjahr TEUR 389) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr TEUR 306) resultieren in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr TEUR 368) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 11) sowie außergewöhnliche Erträge aus Buchgewinnen aus dem Abgang des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 1.946 enthalten. Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr TEUR 37) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. 3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten. 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 5. Abschreibungen auf Finanzanlagen In den Abschreiben auf Finanzanlagen sind außerordentliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 6. Zinsen und ähnlichen Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB Von der Gesellschaft werden unmittelbar folgende Beteiligungen gehalten:
*) Die Angabe des Eigenkapitals und Jahresergebnisses unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von TEUR 1.056 (Vorjahr TEUR 1.660) und aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 57). 3. Durchschnittliche Beschäftigungszahl Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 73 Mitarbeiter (Vorjahr: 74), davon sind 15 Angestellte und 58 Gewerbliche Mitarbeiter. Der Geschäftsführer ist darin nicht enthalten. 4. Geschäftsführung Hauptberuflicher Geschäftsführer ist Herr Sigmundur Andresson, Frankfurt. Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BT2022 Seafood B.V. Oegstgeest/Niederlande, einbezogen, welche als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird entsprechend den in den Niederlanden maßgeblichen Rechtsvorschriften im Register der niederländischen Handelskammer, der "Kamer van Koophandel", offengelegt. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von EURO 565.810,96 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft eine besondere Bedeutung haben.
Cuxhaven , 8. Mai 2024 Sigmundur Andresson, Geschäftsführer LageberichtA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens der Icefresh GmbH ist die Be- und Verarbeitung, der Im- und Export sowie der Handel mit Fisch und Fischerzeugnissen. Zur Unternehmenssteuerung werden bilanz-, ertrags- und liquiditätsorientierte Leistungsindikatoren ausgewertet, insbesondere sind dies Umsatz und Betriebsergebnis (EBITDA). Somit wird sichergestellt, dass bei Abweichungen frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. 2. Ziele und Strategien Ein wesentlicher Marktfaktor bei Fischprodukten ist die Qualität. Unser Ziel ist hochwertige Fischprodukte zu produzieren und zu vermarkten, um weiterhin den hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden nachzukommen. Die Gesellschaft orientiert sich an den Grundprinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Environmental, Social, Governance (ESG). Ein wichtiges Ziel in diesem Zusammenhang ist Schritt für Schritt unseren CO2 -Fußabdruck zu verringern. Im Einklang mit unserem Engagement für Energieeffizienz, reinvestiert unsere Unternehmensgruppe in neue energieeffiziente Produktionsanlagen sowie fortschrittliche Technologien zur Reduzierung des Energiekonsums. B WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen[1] Die Erholung der deutschen Wirtschaft konnte sich nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 und den Folgen des Kriegs in der Ukraine nicht weiter fortsetzen. Trotz der jüngsten Preisrückgänge dämpfen die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Zusätzlich zum hohen Preisniveau, belasten ungünstige Finanzierungsbedingungen, insbesondere durch hohe Zinsen, sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die Wirtschaftslage. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr (1,9 %) zurück gegangen. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 zurück. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief dabei unterschiedlich. Am deutlichsten war der Rückgang bei der Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) zu verzeichnen, der mit insgesamt 2,0 % deutlich zurück ging. Das Baugewerbe verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr nur ein kleines Minus (-0,2 %). Hohe Baukosten, Fachkräftemangel und die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen machten sich im Jahr 2023 bemerkbar. Davon war jedoch vor allem der Hochbau betroffen. Die Produktion im Tiefbau und Ausbaugewerbe konnte dagegen im Vorjahresvergleich gesteigert werden. Im Gegensatz zu den übrigen Wirtschaftszweigen konnte die Mehrzahl der Dienstleistungsbereiche dagegen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten. Der Dienstleistungssektor ist im Jahr 2023 damit die Stütze der deutschen Wirtschaft. Auf der Nachfrageseite nahmen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ab. Im Wesentlichen dürfte dies insbesondere auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Auch der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben. Trotz sinkender Preise, nahm auch der Außenhandel in Deutschland ab. Da die Importe jedoch im Vergleich zu den Exporten stärker zurück gingen, wurde das BIP-Wachstum insgesamt durch einen positiven Außenbeitrag gestützt. Der Arbeitsmarkt bleibt in einem schwierigen Umfeld weiterhin robust. Die Erwerbstätigkeit konnte im Jahr 2023, wie schon im Vorjahr, zulegen. Die Wirtschaftsleistung wurde von mehr als 45,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht und damit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Anzahl der erwerbstätigen Personen lag damit um 0,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Beschäftigungsaufbau war 2023 insbesondere im Dienstleistungsbereichen zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2023 hat der europäischen Fischereisektor noch immer mit den Auswirkungen des Austrittes des Vereinigten Königreiches (VK) aus der EU zu kämpfen. Der Brexit beeinflusst insbesondere den Abschluss fischereilicher Vereinbarungen zwischen der EU und Drittstaaten, wie z.B. Grönland und Norwegen, nachteilig. Die EU hat zwar ein Programm (Brexit Adjustment Reserve (BAR) zur Anpassung der europäischen Wirtschaftssektoren an den Brexit aufgelegt. Diese Maßnahme ist am 31. Dezember 2023 ausgelaufen und wird die entstandenen nachteiligen Effekte nicht kompensieren können. Auch der Konflikt mit Norwegen bezüglich der Fangquotenbasis der EU für den arktischen Kabeljau in den Gewässern um Spitzbergen ist im Jahr 2023 erneut ausgebrochen. Norwegen hat diese Quote unterhalb der historisch und rechtlich garantierten Menge festgelegt. Die EU-Kommission dagegen hat, auf der Grundlage der zugrundeliegenden internationalen Verträge, die vollen zulässigen Gesamtfangmengen festgelegt. Zum Ende des Jahres 2023 waren zwar positive Gespräche zwischen den Parteien zu verzeichnen, der Konflikt konnte jedoch noch nicht beigelegt werden. 2. Geschäftsverlauf Die Icefresh GmbH wird laufend von Lieferanten aus Island und Norwegen mit frischer Rohware beliefert und kann dadurch ihren Kunden eine hohe Liefersicherheit bieten. Darüber hinaus bezieht die Gesellschaft saisonal regelmäßig frische Kabeljau-Rohware aus Nord-Norwegen von den Anlandungen der Fangschiffe verbundener Unternehmen. Diese Rohware dient teilweise auch der direkten Vermarktung an Großkunden auf dem europäischen Markt. Desweiteren ist es der Gesellschaft gelungen, durch die spanische Tochtergesellschaft ihre Marktanteile in den Ländern Südeuropas weiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden rund 8.111 Tonnen an frischem Fisch im Wert von 40,2 Mio/Euro verarbeitet (Vorjahr: rund 8.093 Tonnen / 38,5 Mio/Euro). In diesem Zusammenhang nahmen die verarbeiteten Lachsmengen von 33 % auf nun 36 % zu und die Kabeljaumengen nahmen von 23 % auf nunmehr 22 % ab. Aus den im Berichtsjahr bezogenen Rohwarenmengen an frischem Seefisch wurden 3.364 Tonnen (Vorjahr: 3.319 Tonnen) Fischfilet hergestellt und in den Handel gebracht. Der Anteil an Lachs-Filet beträgt im Berichtsjahr 47 % (Vorjahr: 42 %) und der Anteil an Kabeljau-Filet 17 % (Vorjahr: 19 %). Neben der Frischware wurden in 2023 insgesamt 125 Tonnen Tiefkühlfilets (Vorjahr: 127 Tonnen) in den Handel gebracht. Die Absatzmenge lag im Geschäftsjahr 2023 leicht über dem Vorjahresniveau. Die Modernisierung der Fertigungsanlagen und die Optimierung des Produktionsprozesses wurden fortgesetzt. Darüber hinaus wurden weitere Kosteneinsparungen umgesetzt. Diese Maßnahmen haben sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Icefresh GmbH hat nach wie vor keinerlei Probleme, ihre Fischprodukte im Markt abzusetzen. Vor dem Hintergrund der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wurde der prognostizierte Umsatz aufgrund der erzielten Absatzmengen moderat übertroffen. Das erwartete Betriebsergebnis (EBITDA) auf dem Niveau des Vorjahres konnte - auch aufgrund von außerordentlichen Erträgen aus dem Verkauf von Anteilen an Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.946 - hingegen deutlich übertroffen werden. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Geschäftsführung daher zufriedenstellend. 3. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Neben einem Großkunden versorgt Icefresh zahlreiche bedeutende Versorgungsunternehmen und viele kleinere Kunden im In- und Ausland. Die Icefresh GmbH schloss das Berichtsjahr 2023 mit einem Geschäftsergebnis (EBITDA) in Höhe von +1,92 Mio/Euro (Vorjahr: +3,91 Mio/Euro) ab. Nachstehende Tabelle erläutert das Betriebsergebnis im Einzelnen (in T-Euro). Innerhalb der sonstigen Posten sind Währungsaufwendungen enthalten. Aufgrund der leichten Erhöhung an verarbeiteten Fischmengen wurden Umsatzerlöse über dem Vorjahresniveau erzielt. Das positive Ergebnis ist im Wesentlichen durch den Ertrag aus Veräußerung von Unternehmensanteilen in Höhe von TEUR 1.946 begründet, welches im Rohergebnis ausgewiesen ist. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft reduziert sich im Berichtsjahr um 1,7 Mio/Euro auf 22,4 Mio/Euro. Die Reduzierung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf eine Verringerung der Verbindlichkeiten sowie Abschreibung der Finanzanlagen zurückzuführen. Auf der Aktivseite ging der Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter von rd. EUR 6,9 Mio. einher mit einer Steigerung der langfristigen Ausleihungen an Gesellschafter um EUR 5,5 Mio. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 64,06 % (Vorjahr 56,9 %). Die Sachanlagenintensität beträgt 3,35 % (Vorjahr 4,6 %). Die Entwicklung der übrigen Bilanzposten ist weit überwiegend von der Finanzierung des operativen Geschäftes geprägt. c) Finanzlage Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR 1.649 und betrugen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres TEUR 215. Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung der Bankverbindlichkeiten sowie dem Anstieg von Ausleihungen. C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. Prognosebericht Aufgrund der Verteuerung der Rohstoffprodukte in den Vorjahren werden wir unsere Rohmaterialmärkte genau beobachten, um bei weiterem Anstieg der Beschaffungspreise mit vertretbaren Einsparungen und Preiserhöhungen entgegenwirken zu können. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat zu einer Verschärfung der Preisteigerung geführt. Trotz einer Entspannung auf dem Energiemarkt ist der weitere Verlauf der Teuerungsrate derzeit nicht absehbar. Gegenwärtig können wir den Einfluss der Preissteigerung auf die für unser Unternehmen relevanten Rahmenbedingungen nicht absehen. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt. Für das neue Geschäftsjahr sehen wir uns dennoch durch die Modernisierung unserer Fertigungsanlagen und Optimierung des Produktionsprozesses für das neue Geschäftsjahr gut aufgestellt. Von der Geschäftsführung wird erwartet, dass in 2024 die Produktionsmengen sowie die entsprechenden Umsätze wie im Vorjahr erreicht werden können. Aufgrund gestiegener Rohwaren- und Produktionskosten erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis (EBITDA). 2. Chancen- und Risikobericht Die Icefresh GmbH verfügt über ein internes Steuerungs- und Überwachungssystem. Die Durchführung erfolgt durch das Finanz- und Rechnungswesen der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen. Die wichtigsten internen Steuerungsgrößen sind Profitabilität, Eigenkapitalquote und Liquidität. Das Risikomanagement ist Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Damit wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt, analysiert und gegensteuernde Maßnahmen einleiten kann. Darüber hinaus unterstützen die Instrumentarien des Rechnungswesens und der Kostenrechnung das Risikomanagement. Für Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Forderungsausfälle hat es im Berichtsjahr nicht gegeben. Im Bereich der Beschaffung von Rohwaren bestehen Risiken in der Entwicklung der Umrechnungskurse von Fremdwährungen. Im Rahmen des Risikomanagements wird die Entwicklung der Umrechnungskurse überwacht. Die Rohwarenversorgung sowie die Entwicklung der Einkaufspreise der unterschiedlichen Rohwaren kann Schwankungen unterliegen. Durch die Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten werden diese Schwankungen geglättet. Es kann aber zu Veränderungen der Roh- warenpreise kommen. Daraus ergeben sich sowohl Risiken und Chancen. Gleiches gilt für die Entwicklung der Verkaufspreise. Kurzfristig sind keine weiteren nennenswerten Risiken, die die Geschäftsgrundlagen erschüttern könnten, erkennbar. Mögliche Risiken könnten sich aber unter Umständen im Bereich der Rohwarenversorgung, der Verkaufspreis- und Einkaufspreisentwicklung ergeben. Aufgrund der soliden wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der weiterhin positiven Ertragslage bestehen insgesamt aus Sicht der Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Nachhaltig gefangener Wildfisch ist ein knappes und nachgefragtes Nahrungsmittel. Die qualitativ hochwertigen Fischprodukte der Gesellschaft sind auf den relevanten Absatzmärkten nachgefragt und bietet Wachstumspotential. Gleichzeitig hat die Gesellschaft über Jahre hinweg eine starke Kundenbindung zu Ihren wesentlichen Kunden aufgebaut die Stabilität aber auch weitere Chancen bietet.
Cuxhaven, 8. Mai 2024 Sigmundur Andresson, Geschäftsführer der Icefresh GmbH [1] Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 Bestätigungsvermerk des Unabhängigen AbschlussprüfersAn die Icefresh GmbH, Cuxhaven PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Icefresh GmbH, Cuxhaven - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Icefresh GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 24. Mai 2024 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kunze, Wirtschaftsprüfer Obst, Wirtschaftsprüfer |
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