Primus Malteser gemeinnützige GmbH
Selbe AdresseSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Aladar Linzbauer seit 19.8.2025 | Prokura |
Daniel Brozowski seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Alexandra Michels seit 11.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Malteser Deutschland gGmbH | 29.56% |
| 28.43% | |
Primus Service GmbHEigenbeteiligung | 27.88% |
Peterhoff Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH | 11.82% |
| 2.31% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PRIMUS Service GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlage des UnternehmensDie Primus Service GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine 42,0-prozentige Tochtergesellschaft der Valletta GmbH mit Sitz in Köln und eine 40,4-prozentige Tochtergesellschaft der Malteser Deutschland gGmbH mit Sitz in Köln und damit ein verbundenes Unternehmen des Konzerns Malteser Deutschland gGmbH. Der Sitz der Gesellschaft ist ebenfalls Köln. Die Gesellschaft ist mit Stand 31. Dezember 2023 an folgenden wesentlichen Standorten vertreten:
Die Primus Service GmbH wurde am 14. Juli 1998 mit Sitz in Freudenberg gegründet. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Produktion und Belieferung von Verpflegung und hiermit verbundener Dienstleistungen. Hierzu gehören insbesondere die Patientenversorgung und der Betrieb von Verpflegungseinrichtungen in Krankenhäusern, die Betriebsgastronomie, die Flüchtlingsversorgung, die Speisenanlieferung in Seniorenheimen, Kindergärten und Schulen, sowie die Einsatzversorgung von polizeilichen Großlagen. Darüber hinaus werden auch Management-Dienstleistungen in diesen Geschäftsfeldern erbracht. Die Strategie der Primus Service GmbH bezieht sich auf:
Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen, hat die Gesellschaft eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Zum 1. September 2015 wurde der Gesellschaftszweck der Primus Service GmbH zudem um die Strombeschaffung innerhalb des Konzernverbundes erweitert, um die Synergien durch Bündelung und Vereinheitlichung nutzen zu können. Die Primus Service GmbH tritt als Energielieferant der 2. Stufe, mit entsprechenden behördlichen Genehmigungen, für die Strombeschaffung und Weiterleitung an die Endverbraucher der Malteser Gesellschaften und somit innerhalb des Konzerns der Malteser Deutschland gGmbH auf. Aktuell werden ca. 101 konzernverbundene Abnahmestellen mit rd. 14,7 GWh Strom p.a. beliefert. Eine Strom-Versorgung an Endabnehmer außerhalb des Konzernverbundes erfolgt nicht. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Risiken für das Weltwirtschaftswachstum beurteilt der IWF für 2024 als ausgewogener. Dies begründet er mit sinkenden Inflationsraten und stabilem Wachstum. Der IWF geht in seiner Prognose vom Januar 2024 davon aus, dass das globale Wachstum im Jahr 2024 bei 3,1 % liegt. Für die Inflation geht der IWF davon aus, dass diese im Jahr 2024 weiter sinkt - von im Jahresdurchschnitt geschätzten 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank preisbereinigt im Jahr 2023 um 0,3 % nach einer Steigerung um 1,9 % im Vorjahr. Die Ursachen werden in der Energiekrise und den geopolitischen Spannungen gesehen, die zu Verunsicherung bei Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten führten. Zudem verlor nach den Analysen des Statistischen Bundesamtes der Welthandel an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Auf allen Wirtschaftsstufen dämpften darüber hinaus die hohen Preise die Konjunktur. Weitere Einflussfaktoren waren ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Aus-land. Die Energiekrise und gesunkene Realeinkommen belasten noch immer die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Für das Jahr 2024 erwartete die Bundesregierung in ihrer Herbstprojektion eine Steigerung des Bundesinlandsproduktes in Höhe von 1,3 %. Begründet wurde dies mit einer zurückgehenden Inflation, Lohnzuwächsen und einer stabileren Nachfrage. Die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen jedoch eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar, die in der Herbstprojektion noch nicht berücksichtigt war. Im ersten Quartal wurden die Wachstumsprognosen von verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstituten nach unten korrigiert. So hat die OECD ihre Prognose für das Wachstum des BIP in Deutschland für das Jahr 2024 auf 0,3% reduziert. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg erneut gegenüber dem Vorjahr, und zwar um 0,9 %; und betraf insbesondere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Zusätzliche Beschäftigung entstand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen. Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2023 um 6,1 %. Ursachen sind insbesondere hohe Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichszahlungen. Dies führte zu einer Steigerung des verfügbaren Einkommens bei den privaten Haushalten um 5,9 %. Die Inflationsrate liegt im Jahr 2023 mit im Jahresdurchschnitt 5,9 % wieder unter der des Jahres 2022 (6,9 %). Eine hohe Inflationsrate verzeichnen weiterhin die Preise für Nahrungsmittel (12,4 %, Vorjahr: 13,4 %). Ursache für die immer noch hohe Inflationsrate waren weiterhin die Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht Wachstumshemmnisse mittelfristig vor allem im sinkenden Arbeitsvolumen, dem veralteten Kapitalstock und fehlenden innovativen Unternehmen. 2. Geschäftsverlauf Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg im Jahr 2023 um 64,7 % auf 2.781 TEUR gegenüber 1.688 TEUR im Jahr 2022. Trotz der weiterhin angespannten konjunkturellen Lage, dem andauernden Ukrainekrieg sowie einer auch im Jahr 2023 hohen Inflationsrate kann für das Geschäftsjahr 2023 ein wiederum positives Ergebnis verzeichnet werden, welches deutlich über dem Planziel liegt. In der Prognoseberichterstattung für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein geringeres Jahresergebnis vor Steuern von rund 1.419 TEUR erwartet. Damit konnte die Prognose aus 2022 für das GJ 2023 um 1.696 TEUR übertroffen werden. Ein Teil des Ergebnisses resultiert jedoch aus Einmaleffekten im Jahr 2023, wie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen oder periodenfremden Erträgen. Die seit Jahren verfolgte Strategie der Diversifikation der Geschäftsfelder zeigt besonders in herausfordernden Zeiten ihre Wirkung und hat entscheidend zu dieser positiven Ergebnisentwicklung beigetragen. Die Gesellschaft erzielte im Vergleich zum Vorjahr ein um 1.092 TEUR höheres Ergebnis, welches in Anbetracht des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und der geopolitischen Ereignisse als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden kann. Auftragsspezifische Drohverlustrückstellungen und Rückstellungen für Beendigungskosten von im Jahr 2024 auslaufenden oder drohend auslaufenden Verträgen sind als Rückstellungen in Ergebnis enthalten und belasten dieses entsprechend negativ. Nach überstandener Covid-19 Pandemie und dem Wegfall auch der letzten Schutzmaßnahmen zum 07.04.2023 ist im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Normalisierung der Geschäftsabläufe und der Erlössituation zu verzeichnen gewesen, wobei dieses nicht in bei allen Aufträgen gleichermaßen festzustellen war, vor allem in der Betriebsverpflegung mit einem hohen Anteil an Verwaltungsanstellten. Der Bereich Care ist weiterhin von einem hohen Kostendruck bei den Auftraggebern geprägt. Die durch die Inflation stark gestiegenen Kosten wurden nur teilweise und meist auch nur zeitversetzt von Kostenträgen refinanziert. Hierdurch steigt auch der Druck zur Kostenreduzierungen bei den Dienstleistern. Für die von der Primus-Service im Konzernverbund bewirtschaften Senioreneinrichtungen wurde zum 01.08.2023 die Stufe 1 eines neuen Preis- und Leistungsmodells umgesetzt. Hierbei wurden vor allem durch Standardisierung der Speisenangebote und Harmonisierung der Leistungsumfänge über alle Einrichtungen der Seniorenhilfe und -pflege deutliche Kostenreduzierungen für die konzerninternen Aufraggeber erzielt, die jedoch zu Lasten von Umsatz und Ertrag bei der Primus Service gehen. Mit Beginn des Jahres 2024 erfolgte Umsetzung der Stufe 2 des neuen Preismodells und dahinterstehender Leistungsverzeichnisse. Für die nach dem Verkauf mehrerer Akutkrankenhäuser im Konzernverbund verbliebenen zwei Krankenhäuser erfolgt die Einführung neuer Versorgungskonzepte mit angepassten Preisstrukturen im Laufe des Jahres 2024. Der externe Auftrag der Speisenversorgung sowohl für Patienten und Mitarbeiter für ein großes städtisches Klinikums stellt sich auch weiterhin als wirtschaftlich sehr schwierig dar. Durch Nachverhandlungen konnte hier aber eine Verbesserung der Preis- und Abrechnungsmodalitäten für die Primus Service erzielt werden. Die für das Jahr 2023 angenommene Erholung/Steigerungen der Patientenzahlen ist jedoch nicht eingetreten. Daraus restierend müssten wir unsere Prognosen für die Jahre 2024 bis 2026 nach untern korrigieren und die im letzten Jahr gebildeten Drohverlustrückstellung ergebnisbelastend anpassen. Im Jahr 2023 sind für das Geschäftsfeld Care entsprechend der Prognose 2022 keine nennenswerte Auftragsveränderungen zu verzeichnen gewesen. Im Segment der Betriebsverpflegung konnte im Jahr 2023, entgegen der Prognose 2022, eine positive Erlösentwicklung verzeichnet werden, wobei hier die Gründe vielfältig sind. Durch Aufhebung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen und die teilweise zu verzeichnende Abkehr von weitreichenden Home-Office-Regelungen stehen uns wieder größere Gäste- und Erlöspotentiale zur Verfügung. Die hohe Inflation, die im Bereich der Beschaffung von Lebensmitteln bis zum Ende des III. Quartals noch deutlich über dem Verbraucherpreisindex Deutschland lag, hat durch die Weitergabe an die Auftraggeber und/oder Endkunden ebenfalls zur Erlössteigerung ggü. dem Vorjahr beitragen. Hierbei ist jedoch zu erwähnen, dass notwendige Preisanpassungen in der Regel nur zeitversetzt realisiert werden konnten und aufgrund der rasanten Entwicklung der Einkaufspreise nicht in der notwendigen Häufigkeit, was zu Lasten des Ertrages ging. Auch wenn nach überstandener Covid-19 Pandemie eine allgemeine Erholung der Erlöse festzustellen war, die teilweise bereits vor Corona-Niveau erreicht haben, ist diese Entwicklung nicht gleichmäßig bei allen Aufträgen zu verzeichnen gewesen. Bei Kunden und Einrichtungen mit einem hohen Büro- und Verwaltungsanteil ist die Existenz von Home-Office-Regelungen weiterhin spürbar. Grundsätzlich ist in der deutschen Wirtschaft keine einheitliche Linie der Anwendung von Home-Office-Regelungen festzustellen. Während die Befürworter von großzügigen Home-Office-Regelungen Vorteile der Mitarbeitermotivation und -rekrutierung, Leistungsbereitschaft und Arbeitsleitungen sehen, stehen bei den Kritikern die Vorteile der direkten Kommunikation und Zusammenarbeit im Vordergrund. Hier bleibt abzuwarten, wie sich in Deutschland das Home- bzw. Mobile-Office weiterentwickelt. Auch die hohe Inflation hat einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Primus Service. Auftraggeber haben in Phasen einer länger andauernden Konjunkturschwäche einen stärkeren Fokus auf der Kostenseite und somit stehen auch die Kosten Mitarbeiterverpflegung verstärkt auf den Prüfstand. Hier ist teilweise zu festzustellen, dass dieser Kostendruck auf die Dienstleister übertragen wird. Aber auch bei den privaten Endkunden, die ebenfalls deutlich die Auswirkungen der hohen Inflation verspüren, ist eine Änderung des Nutzungsverhaltens von Versorgungseinrichtung zu registrieren. Die Häufigkeit der Nutzung von Betriebsrestaurant, Kantinen oder anderweitigen Versorgungseinrichtungen wird überdacht und teilweise durch günstigere Eigenversorgungs-Alternativen ersetzt. Zu der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 haben auch mehrere Neuaufträge aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen beitragen. Hervorzuheben hierbei ist, dass bei den erfolgreichen Neuakquisitionen bei Auftragsvergabe an die Primus Service nicht der Preis das auschlaggebende Kriterium war, sondern das Gesamtpaket aus Preis und Leistung zu den Vertragsabschlüssen führte. Insbesondere die Themen Innovation und Nachhaltigkeit überzeugten die Auftragsgeber und bestärken die Primus Service, den eingeschlagenen Weg der Erbringung von nachhaltigen Dienstleitungen fortzuführen und auszubauen. Demgegenüber standen im Jahr 2023 drei Auftragsverluste, wovon einer aufgrund von Unwirtschaftlichkeit durch die Primus Service gekündigt wurde. Insgesamt übertreffen auf Jahressicht die Neuaufträge sowohl im Umsatz als auch im Ertrag die Auftragsbeendigungen. In unserem Prognosebericht für 2023 war als Planziel Neugeschäft (Cateringbereich ohne eigenregie+) ein Erlöszuwachs von rd. 2.662 TEUR enthalten. Im Ist konnte mit rd. 5.040 TEUR eine deutliche Übererfüllung in Höhe von rd. 2.378 TEUR bzw. 89,3% verzeichnet werden Im Geschäftsfeld der Polizeieinsatzverpflegung hat sich die bereits im 2. Halbjahr 2022 durch Aufhebung der meisten Corona-Schutzmaßnahmen begonnene Erlöserholung auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Großveranstaltungen mit polizeilicher Präsenz finden wieder im vollen Umfang und Anzahl wie vor der Covid-19 Pandemie statt. Eine polizeiliche Großlage zu Beginn des Jahres 2023 mit mehreren Tausend Verpflegungseinheiten pro Tag führte in der Sparte zu einer positiven Erlös- und Ertragslage, welches über den Planungen der UPL liegt. Wiederum sehr erfreulich stellte sich der Geschäftsverlauf in dem Segment der Flüchtlings- und Asylbewerberversorgung dar. Gegenüber dem bereits sehr erfolgreichem Vorjahr 2022 konnten im Geschäftsjahr 2023 sowohl der Erlös als der der Ertrag nochmals gesteigert werden. Einerseits ist dieses auf das hohe Engagement der Malteser in der Migration und Flüchtlingshilfe zurückzuführen, anderseits konnte die Primus Service durch ihre hohe Expertise in diesem Segment diverse externe Aufträge neu akquirieren. Die durch den Ukraine-Krieg weiterhin sehr hohe Zahl an Kriegsflüchtlingen aber auch die gestiegene Anzahl von nach Deutschland eingereisten Asylbewerbern haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. So sind die Anzahl der Erstanträge auf Asyl in Deutschland im Jahr 2023 auf rd. 329 TSD angestiegen. Das entspricht einer Steigerung ggü. 2022 von 51% (rd. 218 TSD). Zentrale Einrichtungen für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern waren zumeist bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet. Teilweise wurden zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen und führten zu entsprechenden Erlössteigerungen. Im Jahr 2023 wurden vier Neuaufträge erfolgreich gestartet. Demgegenüber stehen zwei Auftragsbeendigungen. Im Geschäftsfeld eigenregie+ zeigt sich die Entwicklung bei Neuaufträgen und Umsatzerlösen ebenfalls sehr positiv. Der Umsatz konnte ggü. dem Vorjahr um rd. 31% gesteigert werden. Dies begründet sich in Auftragszuwächsen im Jahr 2023 bzw. aus unterjährigen Neuaufträgen des Jahres 2022. Auftragsverluste waren im Jahr 2023 in deutlich geringer Zahl zu verzeichnen. Zusätzlich ist auch die hohe Inflation für einen Teil der Mehrerlöse ausschlaggebend, da höhere Einkaufspreise direkt an die Kunden weitergeben werden. Die hohe Inflation bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Durch die stark gestiegenen Einkaufspreise und dem allgemeinen hohen Kostendruck, vor allem im Care-Bereich als Hauptkunden in diesem Segment, findet ein zunehmender Preisvergleich auf dem Beschaffungsmarkt statt. Kunden-Lieferantenbeziehungen verlieren an Bedeutung, der Preis ist das alleinige Entscheidungskriterium bei der Lieferantenauswahl. Eine deutlich höhere Wechselbereitschaft bei der Auswahl der Lieferanten ist die Folge. Ebenso können Kunden- und Vertragsbeziehungen nur mit höheren Rabatten und Nachlässen und/oder Zusatzleistungen, wie die kostenfreie Gestellung von EDV-Lösung für Einkauf und Speisenproduktion, aufrechterhalten werden, was zu Lasten der Marge geht. Der sich bereits in den Vorjahren gezeigte Bedarf an Beratungsleistungen zu Kostenoptimierung außerhalb der Beschaffung von Food- und Non-food-Artikeln, insbesondere bei Personalanalysen, hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Aufgrund der notwendigen Personalressourcen hat dieser Sachverhalt jedoch nur wenig Einfluss auf Erlöse und Ertrag und ist ein kaum skalierbarer Angebotsbaustein der Beratungsmarke eigenregie+, der im Wesentlichen der Kundenbindung und -akquise dient. Zudem ist in diesem Geschäftsbereich ein sehr hoher Mitbewerberdruck festzustellen. Eine zunehmende Anzahl von Mitbewerbern mit identischem oder ähnlichem Geschäftsmodellen bei gleichzeitig wachsendem Widerstand des Großhandels gegen die Ausbreitung von Einkaufsplattformen gehen vermehrt zu Lasten der Marge in diesem Segment. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Die Erwartungen hinsichtlich der Ertragslage im Jahr 2023 wurden deutlich übererfüllt. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) steigerte sich von 109.103 TEUR im Jahr 2022 um 23.634 TEUR auf 132.737 TEUR. Dies entspricht einem signifikanten Zuwachs in Höhe von 21,7 %.
Bei den konzerninternen Erlösen ist ein Zuwachs um 4.394 TEUR bzw. 11,3 % zu verzeichnen. Dieser Zuwachs begründet sich in erster Linie mit dem Engagement der Malteser in der Migration und Flüchtlingshilfe, wo die Primus Service entsprechende Verpflegungsdienstleitungen erbringt. Die Veränderung von 380 TEUR, bzw. 46,2 % bei den Erlösen Cafeteria Malteser resultiert aus der Lockerung der Einschränkungen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie mit einhergehenden Erlössteigerungen. Im Jahr 2022 waren teilweise noch Erlöseinbußen zum Beispiel durch Besuchsverbote entstanden. Weiterhin führten notwendige Preisanpassungen durch die hohe Inflation zu der ausgewiesenen Erlössteigerung. Bei den Erlösen Catering konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 7.254 TEUR, bei den sonstigen Erlösen/betriebl. Erträgen ein Anstieg um 11.606 TEUR, bzw. 20,3 % und 34,5 % verzeichnet werden, sodass die Prognose 2022 deutlich übertroffen werden konnte. Dieser deutliche Anstieg ist im Wesentlichen auf den Erlöszuwachs aus dem Neukundengeschäft zurückzuführen, aber auch eine leichte Erholung des Bestandgeschäfts, bei welchem die Folgen der COVID-19 Pandemie im Vorjahr noch wesentlich deutlicher zu spüren waren, trägt hierzu bei. Die Erlösentwicklung zeigt, dass im dritten Jahr in Folge die externen Erlöse (67,4 %) die konzerninternen Erlöse (32,6 %) der Gesellschaft deutlich übersteigen. Die Prognose aus dem Lagebericht 2022 konnte somit hinsichtlich der Entwicklung der Erlöse im externen Bereich (Betriebsverpflegung und Care ohne Neugeschäft) übertroffen werden. Die Erlösverschiebung ist zum Teil auf die Veräußerung mehrerer Akutkrankenhäuser durch den Malteser-Konzern in den letzten 3 Jahren zurückzuführen, insbesondere zeigt diese Entwicklung aber auch die erfolgreiche Entwicklung aller Geschäftsbereiche außerhalb des Konzernverbundes. Zugleich reduziert diese Entwicklung die Abhängigkeit einzelner Sparten für den Gesamterfolg der Primus Service und macht die Gesellschaft resistenter gegen Krisen und allgemeine Veränderungen durch den gesellschaftlichen Wandel. Die auf die Gesamtleistung bezogene Materialaufwandsquote betrug 53,7 % gegenüber 52,7 % im Vorjahr. Die gestiegene Materialaufwandsquote resultiert im Wesentlichen aus der inflationären und überdurchschnittlich hohen Preissteigerung für Nahrungsmittel, welche in dieser Geschwindigkeit nicht immer an den Endverbraucher weitergegeben werden konnten. Auch der Zuwachs der Erlöse im Segment eigenregie+ trägt zur Erhöhung der Materialaufwandsquote bei. Diesen im Rahmen der Einkaufsbündelung erwirtschafteten Erlösen, stehen höhere Materialaufwandsquoten entgegen. Durch die Verschiebung der Verhältnisse am Gesamtumsatz der Primus Service GmbH verändert sich die Materialaufwandsquote daher entsprechend. Die Personalkostenquote ist mit 33,7 % gegenüber 34,1% im Vorjahr leicht gesunken. Dies ist auf die Erlöszuwächse von weniger personalintensiven Aufträgen, insbesondere auch im Geschäftsfeld eigenregie+ zurückzuführen. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.549 (Vorjahr: 1498) Mitarbeiter. Im Berichtsjahr wurde ein EBIT in Höhe von 4.349 TEUR (Vorjahr: 3.112 TEUR) und ein EBITDA von 5.116 TEUR von (Vorjahr: 3.832 TEUR) erwirtschaftet. b) Finanzlage Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft besteht wie im Vorjahr aus liquiden Mitteln und beträgt 945 TEUR (Vorjahr: 385 TEUR). Es besteht zudem ein zentrales Cash-Pooling des Malteser Deutschland Konzerns in der Gesellschaft. Am Ende eines jeden Bankarbeitstages werden die Salden der eingeschlossenen Einzelkonten auf das Cash-Pool-Führungskonto der Malteser Deutschland gGmbH übertragen. Die hieraus resultierenden Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 8.648. Die Zahlungsfähigkeit ist jederzeit gegeben.
c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Primus Service GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 29.384 TEUR. Damit hat sich das Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahreswert (23.109 TEUR) um 6.275 TEUR bzw. 27,2 % erhöht.
Die Eigenkapitalquote ist von 14,9 % zum 31. Dezember 2022 auf 16,1 % zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Wir sehen die Gesellschaft sehr solide finanziert. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage ist für die Gesellschaft auch künftig eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, trotz der aktuell konjunkturellen Schwierigkeiten erfolgreich am Markt auftreten zu können und das angestrebte Wachstum zu realisieren. Investitionen in das Anlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr größtenteils durch Innenfinanzierung realisiert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beurteilen wir insgesamt als äußerst zufriedenstellend. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung unseres Unternehmens werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern verwendet. Diese haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt.
Die Erlösziele wurden im Geschäftsjahr 2023 übertroffen. Hierzu beigetragen haben vor allem die entgegen der Planung gestiegenen Erlöse aus dem Geschäftsfeld der Flüchtlingsversorgung und der Eigenregie+, sodass das Ergebnis vor Steuern entgegen des Prognoseberichts 2022 deutlich besser ausgefallen ist. Wir verweisen diesbezüglich auch auf den Abschnitt "2. Geschäftsverlauf". Eine stabile bis fortwährende Erlösentwicklung hingegen konnte in den Geschäftsbereichen Catering sowie der Versorgung der polizeilichen Großlagen registriert werden, die sich entgegen unserer Prognose 2022 positiv entwickelt haben. Zu einer sich im Vergleich zum Vorjahr gesamthaft erholenden Erlössituation trug auch die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen bei. Diese im 3. Corona-Steuerhilfegesetz verankerte Maßnahme wurde nochmals bis Ende 2023 verlängert. Trotz verschiedener ergebnisbelastender Sondereffekte, welche bereits unter dem Punkt Geschäftsverlauf näher erläutert wurden, ist das Planziel in dem Geschäftsjahr 2023 erreicht bzw. übererfüllt worden. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Die Primus Service GmbH befindet sich in einem kontinuierlichen Optimierungsprozess hinsichtlich Risikoerkennung, -analyse und -kommunikation. Diese beständige Überprüfung und Weiterentwicklung der existierenden Instrumente, welche zuletzt in ein Business Itelligence System (Abkürzung BI), zusammengeführt wurden, zielt auf ein präzises und schnelles Risikomanagement ab, welches sich in umfangreichen internen Überwachungs-, Controlling- und Frühwarnsystemen widerspiegelt. In diesem Zusammenhang sind auch die fortschreitende Standardisierung und Digitalisierung der operativen und betriebswirtschaftlichen Prozesse sowohl in den Objekten als auch in der zentralen Verwaltung zu sehen. Es bestehen Maßnahmen zur Funktionstrennung, Arbeitsanweisungen und Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Darüber hinaus erfolgten eine sorgfältige Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal. Das von der Primus Service GmbH implementierte System von Planungs- und Kontrollinstrumenten bildet für die Geschäftsführung die Basis zur Früherkennung von Unternehmensrisiken und zur Ergreifung wirksamer Gegenmaßnahmen. Wirtschaftliche bzw. rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht absehbar. Sonstige Risiken und Chancen Nach Überwindung der Covid-19-Pandemie stellten sich mit der hohen Inflation, einem schwachen Wirtschaftswachstum, dem Ukraine-Krieg und dem Gaza-Konflikt weitere bzw. neue Herausforderungen für die Primus Service dar. Trotz der vielen negativen Einflüsse hat es die Primus Service GmbH verstanden, sich weiterhin am Markt stabil zu behaupten und sogar weitere Marktanteile für sich zu generieren. Im Jahr 2023 hat sich die Situation mit COVID 19 konsolidiert und ist nicht mehr der Haupttreiber von Krankheitsausfällen im Unternehmen, allerdings wurde dies abgelöst von sonstigen Atemwegserkrankungen, so dass es auch weiterhin eine große Herausforderung ist, Mitarbeiterausfallstunden zu ersetzen. Daher ist auch weiterhin davon auszugehen, dass im Care-Sektor auch weiterhin bestimmte Infektionsschutz-(Corona)-Regeln (wie Masken- bzw. Testpflicht) an örtlichen Schwerpunkten umgesetzt werden müssen, die sich sowohl auf Mitarbeiter als auch Gäste beziehen. Im Bereich der Betriebsverpflegung ist weitestgehende Normalität zu verzeichnen. Wenn man davon absieht, dass sich die Gästesituation langfristig ändern wird. Es zeigt sich, dass die Situation vor Corona nicht allseits wieder erreichbar sein wird. Die Mitarbeiter in Unternehmen, denen es möglich ist, Homeoffice zu nutzen, fehlen in der Betriebsgastronomie. Auch die grundsätzliche Flexibilisierung, die durch das Etablieren von neuen DV-gestützten Kommunikationsmöglichkeiten einher geht, macht die Mitarbeiter der Kundenunternehmen mobiler. Beide Faktoren beeinflussen die Gästepotentiale erheblich. Der mittelweile über zwei Jahre andauernde Ukraine-Krieg hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Hohe Energiepreise, Lieferkettenprobleme und die Sanktionen gegen Russland haben die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stark beeinträchtigt. Viele Firmen sind gezwungen, ihre Produktion zu drosseln oder sogar vorübergehend einzustellen, was zu Umsatzeinbußen und Arbeitsplatzverlusten führt. Auch bei Verbrauchern macht sich die Unsicherheit bemerkbar und sie zeigen Zurückhaltung. Somit fehlen der deutschen Wirtschaft wichtige Impulse des privaten Konsums. Das allgemeine schwierige wirtschaftlichen Umfeld ist auch mit Risiken für die Gemeinschaftsverpflegung verbunden ein drohende Insolvenzwelle hätte erheblichen Einfluss auf das Bestandgeschäft als auch auf das zukünftige Wachstum und Neuakquisitionen. IT-Risiken Die Sicherheitslage im Berichtsjahr wird durch das BSI als angespannt bis kritisch beurteilt, wobei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und kommunale Betriebe in den Fokus von Cyberkriminellen gerieten. Auch die SoCura und ihre Kunden waren Ziele von Angriffen, wobei einzelne Benutzerkonten kompromittiert wurden, jedoch kein größerer Schaden entstand. Der während der Covid-19- Pandemie etablierte hohe Anteil von mobilen und Heimarbeitsplätzen sorgt weiterhin für die damit einhergehenden Risiken. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit betreibt die SoCura ein wirksames IT-Sicherheitsmanagement, das risikomindernde technische Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Verbesserungen initiiert und überwacht. Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz der SoCura umfassten die Erhöhung des Anteils von Mehrfaktor-Authentisierung, die Härtung der Aktive Directory Infrastruktur, die zielgruppengerechte Fachkräfteschulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die Teilnahme an einer verbundübergreifenden Krisenstabsübung. Im Rahmen von Förderprogrammen wurde u.a. ein Konzept für die Einführung eines Security Operation Centers (SOC) entwickelt. Die Angemessenheit des IT-Sicherheitsniveaus wurde durch die Rezertifizierung nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001:2013 nachgewiesen. Das verbleibende finanzielle Restrisiko wird durch eine Cyberversicherung abgedeckt. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die Primus Service GmbH sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, welche auch einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor anhaltenden und riesigen Herausforderungen und Veränderungen. Ein Großteil der Krankenhäuser, insbesondere kleine und mittelgroße Einrichtungen, sind in einer finanziellen prekären Lage. Laut einer Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft steht jedes vierte bis fünfte Krankenhaus vor der Insolvenz. Sinkende Patientenzahlen bei gleichzeitiger Kostenexplosion in den letzten Jahren haben viele Einrichtungen in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Hinzu kommt eine Mangel an Fachärzten und Pflegekräften, was mit Teilschließungen von einzelnen Bereichen oder Stationen führt. Viele kleinere und mittelgroße Krankenhäuser werden ohne einen finanzstarken Träger nicht überleben. Es droht eine Konzentration großer Klinikkonzerne mit eigenen Servicegesellschaften, so dass sich hier für externe Dienstleister kaum Marktpotentiale generieren lassen bzw. sich der Anteile am Markt eher noch verringern werden. Weiterhin ist zu beobachten, dass zunehmend eine Zentralisierung der Speisenversorgung von Krankenhäusern erfolgt. Viele kleinere Küchen werden aufgrund notwendiger Investitionen und fehlender finanzieller Mittel, aber auch wegen des aktuellen Fachkräftemangels, stillgelegt. Die Speisenproduktion vor Ort ist oftmals wirtschaftlich kaum noch darstellbar. Die Versorgung verlagert sich daher immer mehr hin zu großen Produktions-/Zentralküchen oder Verteilzentren mit Einsatz von zugekauften Fertigmenüs. Der Betrieb von solchen Großküchen oder Verteilzentren ist für externe Dienstleister mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Stark steigende Kosten für Lebensmittel, Energie- und Logistikkosten bei gleichzeitig unsicheren und/oder sinkenden Patientenzahlen potenzieren das finanzielle Risiko in nicht kalkulierbare und kaum tragbare Größenordnungen. Der zunehmende Einsatz von vorgefertigten Menüs reduziert Verpflegungsdienstleister zu Logistikdienstleistern. Die Wertschöpfungsketten des Lebensmitteleinkaufes und der Speisenproduktion fehlen hier bei gleichzeitigem Personalrisiko. Wir sehen im Bereich der Patientenversorgung von Krankenhäusern nur sehr geringe Wachstumschancen, zumal es auch nur sehr wenige Ausschreibungen für Verpflegungsdienstleistungen gibt. In den Einrichtungen der Seniorenhilfe und Altenpflege zeichnet sich ein ähnliches Bild wie bei den Krankenhäusern ab. Die Träger stehen vor enormen finanziellen Herausforderungen gepaart mit einem akuten Mangel an Fach- und Pflegekräften. Häufig können nicht mehr alle Betten belegt werden. Der Grund ist die gesetzlich vorgeschriebene Untergrenze für das Personal. Die Heime dürfen nur so viele Betten belegen, wie sie den Anforderungen entsprechend mit ihrem Personal abdecken können. Den Kostendruck spüren zunehmend die Dienstleister, bei gleichzeitig negativer Erlösentwicklung durch fehlende Bewohner, aufgrund der nicht möglichen Vollauslastung der Einrichtungen. Analog zu den Krankenhäusern ist eine Konzentration der Betreiber mit häufig eigenen Servicegesellschaften festzustellen. Wir sehen im Bereich der Patienten- und Bewohnerversorgung von Krankenhäusern und Einrichtungen der Seniorenhilfe nur sehr geringe Wachstumschancen. Neben den hohen wirtschaftlichen Risiken ist die Anzahl von Ausschreibungen und Anfragen sehr gering. Auch im Bereich der öffentlichen Gemeinschafts-/Betriebsverpflegung haben in den letzten Jahren die Risiken deutlich zugenommen. Die schwache und auf absehbare Zeit nicht spürbar anziehende Konjunktur, hohe Energie- und Rohstoffpreise, Störungen in den Lieferketten, der Fachkräftemangel und die fehelende Inlandsnachfrage haben negative Auswirkungen auf diesen Geschäftsbereich der Primus und bürgen aktuell als auch in der Zukunft Risiken. Auftraggeber haben in Phasen einer länger andauernden Konjunkturschwäche einen stärkeren Fokus auf der Kostenseite und somit stehen auch die Kosten Mitarbeiterverpflegung verstärkt auf den Prüfstand. Hier ist häufig zu festzustellen, dass dieser Kostendruck auf die Dienstleister übertragen wird. Aber auch bei den Endkunden, die ebenfalls im privaten Bereich deutlich die Auswirkungen der hohen Inflation verspüren, ist eine Änderung des Nutzungsverhaltens von Versorgungseinrichtung zu registrieren. Die Häufigkeit der Nutzung von Betriebsrestaurants, Kantinen oder anderweitigen Versorgungseinrichtungen wird überdacht und teilweise durch günstigere Eigenversorgungs-Alternativen ersetzt. Durch mangelnde Produktionsauslastungen oder Störungen der Produktionsabläufe durch Lieferkettenprobleme sind zunehmend Gästepotentiale schwankend und/oder in verringertem Umfang generierbar. Zudem hat die während der Covid-19-Pandemie stark an Bedeutung gewonnen Home-Office-Arbeit Einfluss auf unsere Erlöspotentiale. Zwar kehren einige Firmen von sehr arbeitnehmerfreundlichen und weitreichenden Home-/Mobile-Office-Regelungen ab, jedoch weisen Studien darauf hin, dass die Arbeit von zu Hause auch in Zukunft eine wesentlich größere Rolle spielen wird als vor Corona. Insbesondere dem Wandel in der Arbeitswelt ist die Primus Service GmbH frühzeitig begegnet und hat verschiedene Angebote und Konzepte entwickelt. Insbesondere der Web-Shop "DailyBox" konnte ein erfolgreiche Markteinführung verzeichnen und wird von den Kunden an den Standorten, wo diese Bestellplattform eingeführt wurde, rege genutzt. Deutlich gestiegen sind auch die Anforderungen an eine nachhaltige Dienstleistungserbringung. Tierwohl, Regionalität und Produktqualität stiegen weiterhin in ihrer Bedeutung, wenngleich hier oftmals noch eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen und der dafür vorhandenen Zahlungsbereitschaft besteht. Die Bereitschaft unserer Auftraggeber beziehungsweise die der Arbeitgeber, mit einer höheren Subvention Mehraufwendungen für die Erbringung einer nachhaltigen Dienstleitung auszugleichen, schwindet in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Stagnation. Auch in den nächsten Jahren besteht die Herausforderung darin, Auftraggeber vom Mehrwert des Einsatzes von nachhaltigen und hochwertigen Produkten sowie umweltfreundlichen Verpackungen und den damit einhergehenden Mehrkosten zu überzeugen. Die Primus Service setzt hierbei auf ein gesamtheitliches Nachhaltigkeitskonzept, welches nicht nur tagesaktuelle und medienwirksame Themen aufgreift und einen gesamtheitlichen Ansatz vom Produkt, der Lieferung, der Produktion und Ausgabe hat. Die Primus Service hat hier ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept erstellt, welches für drei Teilbereiche unserer Qualitätscharta (Produkt, Handwerk und Verantwortung) konkrete Ziele und Zeiträume benennt. In der Messung und Auswertung der Ziele sowie deren transparente Darstellung und Veröffentlichung gegenüber Kunden sehen wir ein USP und somit auch Wettbewerbsvorteile. Der Wandel in der Arbeitswelt sowie in den Lebens- und Essgewohnheiten stellt die Verpflegungsdienstleister vor neue Herausforderungen. Die Schärfung des kulinarischen Profils steht immer mehr im Vordergrund. Unter diesem Aspekt wurde die Bildung der PRIMUS-Qualitäts-Garantie und ihre schriftliche Niederlegung in die PRIMUS-Qualitäts-Charta konzipiert und stetig ausgebaut. Die Primus Service ist überzeugt, mit dieser strategischen und konzeptionellen Ausrichtung eine Vorreiterrolle einzunehmen und somit den künftigen Marktanforderungen als Grundstein für eine weiter erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung gerecht zu werden. Neben dem Thema Nachhaltigkeit spielt auch die weitere Digitalisierung, insbesondere der Einzug künstlicher Intelligenz in die Gemeinschaftsverpflegung, eine zentrale Rolle, dieses sowohl zur Erreichung noch Nachhaltigkeitszielen als auch betriebswirtschaftlichen Aspekten. Als Beispiele für den Einsatz künstlicher Intelligenz seien die visuelle Speisenerkennung bei Self-Service Scannerkassen, Serviceroboter, die KI-basierende Nassmüllanalyse oder die ebenfalls auf künstlicher Intelligenz aufbauende Speisen- und Menüplanung genannt. In der Vernetzung der verschiedenen Anwendungen sehen wir den entscheidenden Ansatz für den effektiven Einsatz von KI in der Gemeinschaftsverpflegung. Die Primus Service ist hier mit verschiedenen Pilotprojekten breit aufgestellt. Explizit die KI-basierenden Nassmüllanalyse ist bei Pilotprojekten weit fortgeschritten und steht kurz vor der bundesweiten Einführung in vielen Einrichtungen. Hier haben sich weitreichende Erkenntnisse und Potentiale für die Planungs-, Bestell- und Produktionsprozesse gezeigt. Der Einsatz KI basierender Tools gewinnt auch in Zeiten von Personal- und Fachkräftemangel immer mehr an Bedeutung, da hier mitarbeiterunabhängig eine gleichblende Prozessqualität generiert und gewährleistet werden kann. Die Primus Service GmbH arbeitet nach den Vorgaben der DIN EN ISO 9001 als zertifiziertes Managementsystem und lässt die Umsetzung durch die jährliche Auditierung regelmäßig überprüfen. Im Rahmen dieser Forderungen steht neben dem Management aller interessierter Parteien im Kontext der Organisation vor allem eine umfassende Chancen- und Risiken-Bewertung im Fokus des unternehmerischen Handelns. Ein im Geschäftsjahr 2022 eingeführte digitales Audittool ermöglicht neben der mobilen Durchführung von Audits (inkl. standardisierter Fotodokumentationen und Nachbesprechungen vor Ort) eine leistungsstarke Auswertung über das Web Dashboard, sowie die Dokumentation der eingeleiteten Maßnahmen. Im Jahr 2023 erfolgte die Ausweitung auf alle Einrichtungen der Primus Service. Sämtliche Dokumentationen stehen nach Abschluss sofort (in Echtzeit) online zur Verfügung und können unternehmensweit durch alle Stakeholder abgerufen werden. Somit ist die sichere Umsetzung von Standards über alle Betriebsstätten hinweg einheitlich und transparent gewährleistet. Die Standortanalysen ermöglichen es präventiv Missstände und Mängel vorzubeugen und Vergleichsberichte ermöglichen die Entwicklung von systemischen Strategien zur fortlaufenden Verbesserung. Erhebliche Fortschritte konnte die Primus Service auch in der weiteren Einführung und Nutzung ihrer CPM-Software zur Analyse und Steuerung der betriebswirtschaftlichen Prozesse und Kennzahlen erreichen. Eine Vielzahl und EDV-gestützten Vorsystemen sind mittlerweile über automatisierte Schnittstellen angeschlossen. Sämtliche betriebswirtschaftlichen Prozesse von der Planung, Auswertung, Analyse und ggf. Gegensteuerung sind jetzt über ein System möglich. Fast in Echtzeit können betriebswirtschaftliche Entwicklungen, gestützt von relevanten Kennzahlen, zur Verfügung gestellt werden und somit Abweichungen oder Fehlentwicklungen unverzüglich erkannt. Die Möglichkeit von Ad-hoc-Analysen leistet hier geeignete Unterstützung. Die Gesellschaft wird damit der Anforderung einem modernen und zertifizierten Managementsystem nachzukommen gerecht und die Umfeld-, Brachen-, und Wettbewerbsrisiken werden somit stetig beobachtet und bewertet. Die Ergebnisse werden in Maßnahmen umgesetzt, die Umsetzung dieser Maßnahmen bezüglich Effektivität und Effizienz bewertet und wichtige Erkenntnisse daraus nachhaltig dokumentiert und der Organisation bereitgestellt. Produkt- und Umweltrisiken Für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Primus Service ist von entscheidender Bedeutung, den veränderten Bedürfnissen und Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Dienstleistungen entgegenzutreten. Die PRIMUS Service GmbH arbeitet stetig an der Entwicklung neuer bzw. Optimierung bestehender Konzepte. Von zentraler Bedeutung ist hier die Primus Qualitäts-Charta, die mittleilweile um Themen der Nachhaltigkeit ergänzt wurden. Die strategische Ausrichtung auf eine nachhaltige und hochqualitative Gastronomiedienstleistung, basierend auf den transparent und klar definierten Prinzipien der Qualitäts-Charta in den Bereichen Produkt, Handwerk und Verantwortung sind eine klare Antwort auf die Herausforderungen und Veränderungen der Zukunft. Wenn auch grundsätzlich keine nennenswerten direkten Umweltrisiken für die Produkte und Dienstleistungen der PRIMUS Service GmbH vorliegen, werden uns die durch die Erderwärmung hervorgerufenen rapiden Klimaveränderungen mehr als in der Vergangenheit vor Herausforderungen stellen. Temperaturerhöhungen, Hitzewellen, Spätfröste, Trockenheit, Starkregen, Hagel und Stürme führen zu geringeren Ernten, und das alles zu einer Zeit, in der die Lebensmittelpreise aufgrund des Krieges in der Ukraine ohnehin sehr hoch sind. Mit jeder weiteren Zunahme der Erderwärmung würden Dürren häufiger und intensiver, warnen die Klimatologen. So zeigen der Klimawandel und die COVID-19-Pandemie abermals, dass biologische Risiken in einer globalisierten Welt weitreichende Folgen für die gesamte Wirtschaft haben können. So können z.B. sprunghaft ansteigende Nachfragen, oder zusammenbrechende globalisierte Lieferketten zu Lieferengpässen führen, die auch zur Sicherstellung der Produktionsabläufe der PRIMUS Service GmbH erforderlich sind. Mit dem Hintergrund der ethischen Verantwortung zur Reduktion der CO2-Emission, aber auch der steigenden Lebensmittelpreise, hat die PRIMUS Service im aktuellen Geschäftsjahr ein KI-gestütztes Managementsystem zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung eingeführt und konnte die ersten Erfolge verzeichnen. Personalrisiken Die Veränderungen in Arbeitswelten, insbesondere bei Kunden im Bereich der Betriebsverpflegung, erfordern Anpassungen. Die Einführung von New Work-Arbeitswelten, hybriden Modellen und reduzierten Belegungszahlen eröffnet Chancen für innovative Verpflegungskonzepte. Als Antwort auf mögliche Herausforderungen im Zusammenhang mit veränderten Tischgastzahlen und Auslastungen hat die Primus Service digitale Verpflegungsangebote für Take-Away-Geschäft und Homeoffice ein-geführt. Die kontinuierliche Entwicklung neuer kulinarischer Konzepte und die Diversifikation der Leistungsbereiche stärken die Position des Unternehmens. Das 2022 gestartete Entwicklungsprogramm zur Stärkung der Führungs- und Kommunikationskultur wird 2023 mit einem neuen Jahrgang fortgesetzt, um über alle Führungsebenen ein einheitliches Führungsverständnis zu schaffen. All dies wirkt sich positiv auf die Mitarbeiterführung, Motivation und Leistung aus. Ebenso wurde das kulinarische Entwicklungsprogramm im fünften Jahr fortgesetzt. Dieses Programm bietet praxisnahe Impulse und Inhalte zur Umsetzung der Vision in Punkto Kulinarik und Nachhaltigkeit. Die gezielte Förderung von Weiterbildung signalisiert eine investitionsbereite und wertschätzende Führungs- und Unternehmenskultur, welche die Anziehung von qualifizierten Fach- und Führungskräften unterstützt. Kontinuierliche Budgeterweiterungen, Investitionen in einen professionellen Webauftritt und bewerberfreundliche Verfahren sowie interne Recruiting-Schulungen für Führungskräfte sind Schritte zur Stärkung der Position als attraktiver Arbeitgeber. Die verbesserten Prozesse richten sich gezielt auf die Anforderungen der Bewerberzielgruppen aus. Trotz positiver Anpassungen bleibt die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der aktuellen Krisen bestehen, was potenzielle Herausforderungen für das Personalmanagement mit sich bringt. So könnten die verstärkte Nachfrage nach New Work-Arbeitswelten und reduzierte Belegungszahlen eine Anpassung der Auftragsstrukturen erfordern, was eine kontinuierliche Anpassung der Verpflegungsangebote und Flexibilität in den Leistungsbereichen bedeutet. Die dynamische Natur der Arbeitswelt erfordert möglicherweise kontinuierliche Anpassungen und Ergänzungen der Weiterbildungsangebote, um mit den sich ändernden Anforderungen Schritt zu halten. Trotz verbessertem Employer Branding und optimierten Prozessen bleibt die Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte in einem wettbewerbsintensiven Markt zu gewinnen und zu halten. Die Primus Service hat sich 2023 erfolgreich auf die Veränderungen in der Arbeitswelt eingestellt und nutzt Chancen, um die Position als attraktiver Arbeitgeber zu stärken. Die Investitionen in die Führungs- und Kommunikationskultur sowie das konsequente Employer Branding zeigen das Engagement des Unternehmens für die Sicherstellung eines zeitgemäßen und ansprechenden Arbeitsumfelds. 2. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von ca. 122.441 TEUR. Das entspricht einem Rückgang von 4.418 TEUR, beziehungsweise -3,5% % gegenüber 2023. Dieser Rückgang beruht insbesondere auf dem Wegfall von Sonder-/Einmaleffekten der Versorgung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und Asylbewerbern und Veränderungen im Auftragsbestand mit Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung der Unternehmensplanung für das Jahr 2024. Bei den konzerninternen Aufträgen zur Versorgung von Einrichtungen der Seniorenhilfe und Krankenhäusern gehen wir von leicht rückläufigen Erlösen aus. Diese begründet sich mit dem bereits Mitte des Jahres 2023 begonnen Einführung des neuen Leistung- und Preisemodells, welches zu Beginn des Jahres 2024 mit Umsetzung von Stufe II die volle Auswirkung auf Umsatz und Ertrag zeigt. Für den externen Bereich (Betriebsverpflegung und Care ohne Neugeschäft) gehen wir in der Planung für 2024 gegenüber 2023 von leicht steigenden Erlösen aus. Diversen Neuaufträgen aus 2023 stehen entsprechende Auftragsbeendigungen im Jahr 2023 gegenüber bzw. laufen im Jahr 2024 aus oder stehen vor einer Neuausschreibung. Weiterhin führt die zum Jahresende 2023 ausgelaufene Corona-Unterstützungs-Maßnahme des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für den Verkauf vom Speisen im Haus zu Rückgängen bei den Erlösen als auch im Ergebnis. Erlössteigerungen resultieren im Wesentlichen aus der Weitergabe von Kostensteigerungen im Bestandsgeschäft. Deutliche Erlösrückgänge erwarten wir im Bereich der Asyl- und Flüchtlingsversorgung. Neben einen veränderten Auftragsbestand und dem Auslaufen einiger Verträge zum Jahresende 2023 bzw. befristeter Verträge im Jahr 2024 gehen wir nicht davon aus, dass im Jahr 2023 eine Maximalauslastung der Einrichtungen erreicht wird. Neu-Akquisitionen für 2024 im Cateringbereich (ohne die Sparte eigenregie+) sind in unserer Erlösprognose mit rd. 2.662 TEUR enthalten. In der Sparte der Einsatzverpflegung bei polizeilichen Großlagen wird die Fußball-EM im Juni und Juli positive Effekte auf den Geschäftsverlauf haben, so dass wir hier mit steigenden Erlösen ggü. 2023 rechnen. Im Bereich der Primus-Marke Eigenregie+ weisen die Planwerte für 2024 gegenüber 2023 einen leichten Erlösrückgang aus. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf unsichere Vertragsverhältnisse zum Zeitpunkt der Erstellung der Unternehmensplanung zurückzuführen. Diese konnten jedoch mittlerweile erfolgreich verlängert werden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist auch für 2024 von einem Wachstum auszugehen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir in unserem Prognosebericht mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 1.154 TEUR. Gegenüber 2023 entspricht das einem Rückgang in Höhe von 3.371 TEUR oder 74,5%. Dieser Rückgang beruht insbesondere auf positiven Einmaleffekten im Jahr 2023 aus der Auflösung von Rückstellungen und periodenfremden Erträgen. Weiterhin führt die nicht verlängerte Regelung der reduzierten Mehrwertsteuer für Verkauf von Speisen im Haus zu einem nicht unerheblichen Ergebnisrückgang. Hinzu kommen die bereits beschriebenen Auswirkungen des neuen Leistungs- und Preismodells für konzernverbundene Aufträge sowie Annahmen einer geringeren Auslastung und Veränderungen im Auftragsbestand der Sparte Flüchtlings- und Asylbewerberversorgung. Weiterhin sind Einmalkosten für Projekte über die weitere Digitalisierung in die Unternehmensplanung aufgenommen worden. Zum 01.01.2025 wird die konzerninterne Strombeschaffung über die Primus Service eingestellt, was vor allem zu Lasten des Umsatzes gehen wird. Risiken für das Ergebnis ergeben sich vor allem aufgrund des weiteren Fortganges des Ukraine-Krieges mit den allgemeinwirtschaftlichen Folgen sowie der schwachen Konjunktur in Deutschland. Weiterhin sind aufgrund der geopolitischen Lage und daraus resultierende Risiken für die Lieferketten starke Preisschwankungen auf dem Beschaffungsmarkt zu befürchten. Ebenso Folgen des globalen Klimawandels, die bei Extremwetterlagen und Ernteausfällen zu deutlichen Preisveränderungen für einzelne Produktgruppen führen können. Aktuell stehen in einer Vielzahl von Bundesländern neue Tarifvereinbarungen an, teilweise sind diese auch im Verzug. Sowohl bei den Beschaffungspreisen als auch bei Veränderungen in den Personalkosten besteht ein Risiko, inwieweit diese an Auftraggeber und Endkunden weitergegeben werden können.
Köln, den 18. Juli 2024 Sven Sommer Geschäftsführer Alexandra Michels Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
PRIMUS Service GmbH, Köln
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft PRIMUS Service GmbH mit Sitz in Köln ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in der für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Form des § 266 HGB. Die Gliederung wurde nach § 265 Abs. 5 HGB um die Positionen Forderungen gegen nahestehende Körperschaften und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Körperschaften ergänzt. Als nahestehende Körperschaften werden der Malteser Hilfsdienst e.V., Köln, die Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH, Köln, die SoCura GmbH, Köln und Primus Malteser GmbH, Köln bezeichnet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang anzubringenden Vermerke wurden zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit der Angaben teilweise im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig drei Jahre. Sachanlagevermögen Mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. auch degressive Abschreibungen. Den Abschreibungen liegt für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und sechzehn Jahren für bewegliche Vermögensgegenstände zugrunde. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, deren Anschaffungskosten mindestens EUR 250,00 und maximal EUR 1.000,00 ohne Umsatzsteuer betragen, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Scheidet ein solches Anlagegut aus dem Vermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Wiederbeschaffungs- oder Marktpreisen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Nennwert; erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch die Bildung angemessener Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Zum Nennwert. Eigenkapitel Ansatz des gezeichneten Kapitals zum Nennbetrag Rückstellungen für Pensionen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwert (sog. "Projected Unit Credit Method") unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) und auf Basis der 2023 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Renten- und Einkommensdynamik je 1 und 2,20 % p.a. Die Abzinsung erfolgt damit gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei ihrer Bemessung sind alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften berücksichtigen den Wert der Leistungsverpflichtungen zuzüglich künftig anfallender Aufwendungen zu Vollkosten abzüglich des voraussichtlichen Werts der Gegenleistung. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Jubiläumsrückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins, der sich auf Grundlage der Rückstellungsabzinsungsverordnung RückAbzinsV bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Verbindlichkeiten Mit ihren Erfüllungsbeträgen. Rechnungsabgrenzungsposten Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 2.178) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 136) sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen nahestehende Körperschaften betreffen unverändert zum Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 6.020 (Vorjahr: 4.843) handelt es sich hauptsächlich um Forderungen aus Kundenbonus- und Rückvergütungsansprüchen in Höhe von TEUR 4.936 (Vorjahr: TEUR 4.192). Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Aus dem Gewinnvortrag wurden im Jahr 2023 für das Jahr 2022 TEUR 1.500 ausgeschüttet. Vom Eigenkapital unterliegen insgesamt TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 42) der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Die Pensionsrückstellungen enthalten mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen, für welche eine Subsidiärhaftung gegenüber dem Malteser Versorgungswerk e.V., Köln, bzw. dessen Versorgungsberechtigte besteht (TEUR 301; Vorjahr: TEUR 370). Das Malteser Versorgungswerk e.V. ist eine Einrichtung für Arbeitgeber, die als Unternehmen des Malteser-Verbundes durch die überbetriebliche Unterstützungskasse betriebliche Altersvorsorgemaßnahmen durchführen. Der Zugang für Mitarbeiter zum Versorgungswerk ist seit 2003 geschlossen. Bei der Berechnung der Rückstellung wurden die entsprechenden auf die Gesellschaft entfallenden Verpflichtungen abzüglich des Guthabens der Gesellschaft beim Malteser Versorgungswerk e.V., Köln, berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen des Malteser Versorgungswerk betragen unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre (1,83 %) zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 866 unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,75 %) zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 876. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 42). Er unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Weiterhin bestehen Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a. Diese betragen unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre (1,83 %) zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 722, unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,75 %) zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 737. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 63). Er unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbands der Diözesen Deutschlands (KZVK) und bei der Bayrischen Zusatzversorgungskasse (BZVK). Die KZVK und die BZVK sind rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalten ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalten sind keine im Wettbewerb stehenden Einrichtungen. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die KZVK und die BZVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden von der KZVK 6,0 % (davon 0,4 % getragen durch den Mitarbeiter) von der BZVK 4,8 % im Abrechnungsverband II des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben. Seit 1. Januar 2020 gilt für die KZVK ein Finanzierungssystem, dessen Kernelemente die Zusammenlegung der Abrechnungsverbände S und P sowie die Erhebung eines einheitlichen Pflichtbeitrags von 6 % ist, über den die Finanzierung aller zugesagten Leistungen der KZVK sichergestellt wird. Damit soll das von den Arbeitgebern und der KZVK gegebene Versprechen, dauerhaft eine betriebliche Altersversorgung zu gewähren, erfüllt werden und zugleich die Tragfähigkeit der finanziellen Gesamtbelastung der beteiligten Arbeitgeber sichergestellt werden. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter für die KZVK TEUR 956 (Vorjahr: 1.039 TEUR), für die BZVK TEUR 663 (Vorjahr: 778 TEUR). Auf die PRIMUS Service GmbH entfällt hierbei insgesamt eine Barwertdifferenz von TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 739), welche die Bemessungsgrundlage für den durch die PRIMUS Service GmbH zu zahlenden Finanzierungsbeitrag darstellt. Im Jahr 2023 wurden insgesamt Finanzierungsbeiträge an die KZVK in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 42) gezahlt. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sind Steuerrückstellungen von TEUR 535 erforderlich (Vorjahr: TEUR 1.075). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 125) betreffen in Höhe von 20 TEUR (Vorjahr 88) Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Körperschaften resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Umsatzerlöse von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 5.879 (Vorjahr: TEUR 3.683) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.740 (Vorjahr: TEUR 1.026). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 71) enthalten. Die Zinsaufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 mehr (Vorjahr: TEUR 16). 5. Sonstige AngabenMitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.549 (Vorjahr: 1.498), davon 1.159 Voll- und Teilzeitkräfte (Vorjahr: 1.129) sowie 390 GfB-Kräfte (Vorjahr: 369). Geschäftsführer Die Leitung der Einrichtung oblag den Geschäftsführern:
Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernverhältnisse Die PRIMUS Service GmbH ist über die Gesellschafter Valletta GmbH, Köln, und die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH, Köln, eine Konzerngesellschaft der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH, Köln. Der Jahresabschluss der PRIMUS Service GmbH wird in den Konzernabschluss der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Angaben bezüglich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers erfolgen ausschließlich im Konzernabschluss der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH. Nachtragsbericht Mögliche Auswirkungen durch wirtschaftliche Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges auf unser Geschäft bleiben weiterhin bestehen. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht. Gewinnverwendungsvorschlag Wir schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.781 (Vorjahr: TEUR 1.688) auf das folgende Geschäftsjahr 2024 vorzutragen.
Köln, den 18. Juli 2024 gez. Sven Sommer Geschäftsführer gez. Alexandra Michels Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PRIMUS Service GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PRIMUS Service GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRIMUS Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Lars Müller, Wirtschaftsprüfer Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer
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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen