Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 2435
Vorher
fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mit beschränkter Haftung, Aachen
Eingetragen
3.8.1981
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die anwendungsorientierte Forschung, Entwicklung, Verwertung von Schutzrechten und Know-how sowie Beratung auf jedem Gebiet des Kraftfahrwesens und auf benachbarten Gebieten sowie die Ausübung aller damit verbundenen geschäftlichen Vorgänge. Die Gesellschaft ist im In- und Ausland berechtigt: - alle Geschäfte und Arbeiten, die zur Durchführung des Geschäftszweckes oder im Interesse der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar erforderlich oder dringlich sind, selbst vorzunehmen oder durch Dritte ausüben zu lassen, - die Vertretung von Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art zu übernehmen, - Zweigniederlassungen zu errichten, - Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu gründen, sich an Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art zu beteiligen, auch als persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter einer Gesellschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, stille Gesellschafter im Sinne der §§ 335ff. HGB aufzunehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Kotte
seit 4.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.09% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Unbekannt
60.79%
Unbekannt
24.30%
Unbekannt
9.00%
Unbekannt
4.30%
Unbekannt
1.70%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
ZF Friedrichshafen AG
Germany
65.00%
VOSS Automotive GmbH
Germany
26.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fka GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.487,77 95.980,77
44.488,77 95.981,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.314.522,16 2.424.759,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.001.165,53 2.409.189,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.274,29 496.121,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171.233,08 385.978,75
4.891.195,06 5.716.048,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.660,00 152.660,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.550,00 2.550,00
3. Beteiligungen 2.500,00 - 2.500,00
157.710,00 157.710,00
5.093.393,83 5.969.740,54
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.381.544,06 1.671.256,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.183.477,41 4.029.129,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.754.443,78 1.977.150,91
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 321.787,64 393.911,87
4. Sonstige Vermögensgegenstände 150.726,50 67.701,98
5.410.435,33 6.467.894,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.944.671,09 3.506.448,17
9.736.650,48 11.645.598,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 168.904,53 190.345,19
- 14.998.948,84 17.805.684,71

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 550.000,00 550.000,00
II. Kapitalrücklage 511.291,88 511.291,88
III. Bilanzgewinn 11.509.303,97 12.318.389,03
12.570.595,85 13.379.680,91
B. Rückstellungen 777.058,52 1.821.004,24
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 640.585,28 768.989,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 743.331,84 1.430.788,76
3. Sonstige Verbindlichkeiten 267.377,35 405.221,21
1.651.294,47 2.604.999,56
14.998.948,84 17.805.684,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 11.319.154,90 12.854.865,34
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.976.268,85 -7.709.952,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.543.079,18 -1.480.537,99
-9.519.348,03 -9.190.490,88
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -956.264,22 -1.030.460,75
-956.264,22 -1.030.460,75
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.805.243,45 -1.755.485,62
5. Betriebsergebnis -961.700,80 878.428,09
6. Erträge aus Beteiligungen 223.700,44 202.875,35
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.985,72 7.585,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.581,77 -16.392,09
9. Finanzergebnis 273.104,39 194.068,34
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 59.416,85 -377.448,34
11. Ergebnis nach Steuern -629.179,56 695.048,09
12. Sonstige Steuern -9.905,50 -30.749,33
13. Jahresfehlbetrag/ -überschuss -639.085,06 664.298,76
14. Gewinnausschüttung -170.000,00 -170.000,00
15. Bilanzgewinn 11.509.303,97 12.318.389,03

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma fka GmbH mit Sitz in Aachen im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Nummer HRB Nr. 2435 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 25 Jahren bzw. 33 1/3 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Außenanlagen beträgt 15 Jahre. Die beweglichen Sachanlagen werden linear und degressiv über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Ein Übergang auf Abschreibungen in gleichen Jahresraten erfolgt, sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge ergeben.

Geringwertige Anlagegüter bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter von mehr als € 800,00 werden über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen enthalten sind.

Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt und, soweit erkennbare individuelle Ausfallrisiken bestehen, um entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe gekürzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr - wie im Vorjahr - nicht aktiviert.

Der Posten Technische Anlagen und Maschinen (Flachbahnprüfstand) erhöhte sich durch einen Zugang über T€ 217. Es wurde eine neue Messnabe angeschafft. Die Höhe der Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen verminderte sich entsprechend.

Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unsere Gesellschaft ist zu 100 % an der fka SV Inc., San Jose, USA, (Anteile an verbundenen Unternehmen) beteiligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft weist für das Jahr 2023 ein Jahresergebnis in Höhe von T$ -247 (Vj. T$ 41) und zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital T$ -265 (Vj. T$ -17) aus.

Der Ausweis unter den Beteiligungen betrifft eine 25 % - Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der im Jahr 2009 gegründeten Aachen Acoustics Colloquium GbR, Aachen. Die Gesellschaft weist für das Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 15 (Vj. 14) und zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von T€ 47 (Vj. T€ 31) aus.

Darüber hinaus ist unsere Gesellschaft auch persönlich haftende Gesellschafterin in Höhe von 50 % der Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik GbR, Aachen. Diese weist für das Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 554 (Vj. T€ 399) und zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von T€ 625 (Vj. T€ 644) aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im aktuellen Jahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Mit Ausnahme eines Betrages in Höhe von T€ 246 hatten die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Vorjahres eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 1.754 (Vj. T€ 1.852) sind Forderungen gegen Gesellschafter aus dem Cash-Management in Höhe von T€ 933 (Vj. T€ 850) enthalten. Darüber hinaus wurde in 2019 ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von T$ 275 (T$ 246) mit einer Laufzeit bis 30. Mai 2023 gewährt, welches zum 31. Dezember 2023 zu 100% (im Vorjahr zu 0%) wertberichtigt ist. Weiter wurde im Jahr 2023 ein weiteres Gesellschafterdarlehen im Wert von T$ 50 gewährt. Dieses Darlehen ist ebenfalls zum 31. Dezember 2023 zu 100% wertberichtigt. Im Übrigen betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen des Geschäftsjahres und des Vorjahres in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen T€ 322 (Vj. T€ 394). Hierzu zählen die Aachen Acoustics Colloquium GbR, die Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik GbR sowie die Aachen Colloquium China Inc.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 550. Mehrheitsgesellschafterin ist die ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 12.148 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere noch ausstehende Rechnungen (T€ 585) sowie den Personalbereich (T€ 88).

Es wurden im aktuellen Jahr erstmalig Rückstellungen für die Altersteilzeit (Blockmodell) in Höhe von T€ 46 gebildet. Die Altersvorsorge wurde durch eine Versicherungsbürgschaft abgesichert.

Die Rückbaurückstellung für den Flachbahnprüfstand wurde hinsichtlich der heutigen Baukosten indexiert und nachberechnet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche verbleibenden Verbindlichkeiten haben im aktuellen Jahr wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Sicherheiten gesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Höhe von T€ 42 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die aus Leasing- und Wartungsverträgen resultieren. Hiervon sind T€ 42 innerhalb eines Jahres fällig.

Ferner bestehen jährlich kündbare Mietverpflichtungen für Immobilien in Höhe von T€ 121.

IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinnverwendungsvorschlag

Die erwirtschafteten Jahresüberschüsse werden bis zu € 170.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet, sofern nicht mit mehr als 80% der Stimmen ein davon abweichender Beschluss gefasst wird. Über die Verwendung des € 170.000,00 übersteigenden Anteils am Jahresüberschuss entscheidet die Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 175 Mitarbeiter (Vj. 172) (im Wesentlichen Angestellte) beschäftigt.

Geschäftsführung

Dr.-Ing. Jens Kotte, Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Anwendung der Erleichterung nach § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB wird Gebrauch gemacht.

Beirat

Prof. Dr. Lutz Eckstein - Vorsitzender - Universitätsprofessor der RWTH Aachen University, Aachen

Dieter Eckhardt, Leiter Mergers and Acquisitions der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

Uwe Class, VP Advanced System Development der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

Dr. Thomas Röthig, Vorsitzender der Geschäftsführung der VOSS Automotive GmbH, Wipperfürth

Gesamtbezüge des Beirats

Der Beirat bezieht keine Bezüge.

Konzernverhältnisse

Unsere Gesellschaft ist Tochterunternehmen der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen. Die ZF Friedrichshafen AG erstellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis, der im Bundesanzeiger bekannt zu machen ist.

Nachtragsbericht

Der Krieg in der Ukraine könnte wie im Vorjahr negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht". Ein bestandsgefährdendes Risiko sehen wir hieraus für die Gesellschaft nicht.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Angaben zum Abschlussprüferhonorar unterbleiben, da von der Erleichterung nach § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht wird.

 

Aachen, den 23 April 2024

fka GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Dr.-Ing. Jens Kotte

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 24.06.2024.

 

gez. D. Eckhardt

Dr. T Roethig

Prof. Dr. L. Eckstein

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 355.441,16 0,00 0,00 0,00 355.441,16
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.024.625,38 15.065,00 0,00 0,00 1.039.690,38
1.380.066,54 15.065,00 0,00 0,00 1.395.131,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.006.139,39 0,00 0,00 0,00 6.006.139,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.017.267,54 2.190,53 214.745,67 0,00 6.234.203,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.755,34 63.129,20 0,00 467,22 2.697.417,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 385.978,75 0,00 -214.745,67 0,00 171.233,08
15.044.141,02 65.319,73 0,00 467,22 15.108.993,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.660,00 0,00 0,00 0,00 152.660,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.550,00 0,00 0,00 0,00 2.550,00
3. Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
157.710,00 0,00 0,00 0,00 157.710,00
16.581.917,56 80.384,73 0,00 467,22 16.661.835,07
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 355.440,16 0,00 0,00 355.440,16
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 928.644,61 66.558,00 0,00 995.202,61
1.284.084,77 66.558,00 0,00 1.350.642,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.581.380,23 110.237,00 0,00 3.691.617,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.608.077,82 624.960,39 0,00 4.233.038,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.138.634,20 154.508,83 0,00 2.293.143,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.328.092,25 889.706,22 0,00 10.217.798,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.612.177,02 956.264,22 0,00 11.568.441,24
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.487,77 95.980,77
44.488,77 95.981,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.314.522,16 2.424.759,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.001.165,53 2.409.189,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.274,29 496.121,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171.233,08 385.978,75
4.891.195,06 5.716.048,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.660,00 152.660,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.550,00 2.550,00
3. Beteiligungen 2.500,00 2.500,00
157.710,00 157.710,00
5.093.393,83 5.969.740,54

Lagebericht für den Jahresabschluss 2023

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

1.2 Branchenkonjunktur

1.3 Wettbewerbssituation sowie F&E-Aktivitäten

2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

2.2 Vermögens- und Finanzlage

3 Chancen- und Risikobericht

4 Prognosebericht

5 Literaturverzeichnis

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Für das vergangene Jahr ermittelte der Internationale Währungsfonds (IWF) einen weltweiten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1%. Die Prognose für das laufende Jahr 2024 liegt zu Beginn des Jahres bei einem Wachstum von ebenfalls 3,1% [IWF24]. In den Entwicklungs- und Schwellenländern betrug das Wirtschaftswachstum 2023 wie im Vorjahr 4,1% [IWF24]. In den Industrieländern blieb die Entwicklung der Wirtschaftsleistung mit durchschnittlich 1,6% (2022: 2,6%) hinter der der Schwellenländer zurück [IWF24]. Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF für die Industrieländer zu Beginn des Jahres ein Wachstum von 1,5%. Die Eurozone verzeichnete 2023 einen Anstieg um 0,5% nach 3,4% im Vorjahr [IWF24]. In den USA stieg die Wirtschaftsleistung um 2,5%, nachdem im Jahr 2022 ein Anstieg um 1,9% vorausgegangen war. Die Wirtschaftsleistung in Japan wuchs 2023 um 1,9% (Vorjahr 1,0%) [IWF24]. Der asiatische Raum, der im Jahr 2022 mit das stärkste Wachstum verbuchte, verzeichnete auch 2023 wieder die höchsten Wachstumsraten (5,4%). China, das 2022 ein Wachstum von 3,0% vermeldete, legte im letzten Jahr um weitere 2,2 Prozentpunkte zu (2023: 5,2%, Prognose 2024: 4,6%) [IWF24]. Indien zeigt mit -0,5 Prozentpunkten gegenüber 2022 eine geringe Abnahme (2022: 7,2%) in Bezug auf das Wirtschaftswachstum und lag damit 2023 bei 6,7%. Die Prognose geht 2024 von einem Wachstum von 6,5% für Indien aus [IWF24].

1.2 Branchenkonjunktur

Die Automobilindustrie bewegt sich weltweit in einem herausfordernden Umfeld. Die Automobilproduktion (Pkw und Nutzfahrzeuge) hatte 2017 weltweit mit 97,3 Millionen Einheiten einen vorläufigen Höhepunkt verzeichnet [OIC17]. Im Jahr 2019 wurden nur noch 91,8 Millionen Fahrzeuge produziert [OIC19]. Während die Coronakrise im Jahr 2020 für einen globalen Einbruch der Automobilproduktion auf nur noch 77,6 Millionen Personenkraft- und Nutzfahrzeuge sorgte [OIC20], deutete das Jahr 2021 mit 80,2 Millionen produzierten Fahrzeugen einen Aufschwung an [OIC21]. Das Jahr 2022 bestätigte diesen Aufwärtstrend mit 85 Millionen weltweit produzierten Fahrzeugen [OIC22]. Im vergangenen Jahr 2023 konnte das produzierte Volumen nochmals um 10% auf 93 Millionen und damit auf ein mit der Vorkrisenzeit vergleichbares Niveau gesteigert werden [OIC23].

Die Volkswagen-Gruppe (VW) hatte 2023 einen Zuwachs der Verkaufszahlen um 10,4% auf weltweit 9,3 Millionen Einheiten zu verzeichnen und revidiert dadurch den jüngsten Abwärtstrend des Vorjahres [VOL24]. Bei Betrachtung von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben konnten die Verkaufszahlen zudem um rund 34,7% auf 771.100 Fahrzeuge gesteigert werden [VOL24]. Toyota übertrifft mit +7,2% das Vorjahresergebnis von 11,2 Millionen Fahrzeugen abermals und setzt sich zum dritten Mal in Folge an die Spitze der Statistik [BAU23]. Bezogen auf alle Antriebsformen verkaufte GM 2023 insgesamt 6,2 Millionen Fahrzeuge (+5% zu 2022) und belegte damit Platz 5 im Absatz-Ranking, während Tesla mit Platz 16 die Top10 nicht erreichte [STA24].

Im Kampf um die Marktführerschaft in den USA schaffte es der US-Konzern GM, sich erneut an die Spitze seines Heimatmarktes zu setzen. Dabei erzielte er mit 2,6 Millionen verkauften Fahrzeugen einen Zuwachs von rund 14,1% gegenüber dem Vorjahr. Toyota konnte seinen Absatz in den USA im Gegensatz zum Vorjahr um 6,6% auf 2,2 Millionen Einheiten steigern. Der bei insgesamt 8% liegende Anteil von BEV-Verkäufen in den USA wurde 2023 maßgeblich durch Tesla (+38% gegenüber 2022) bestimmt [FIN24].

Auch für die deutschen Premiumhersteller ergab sich 2023 ein gemischtes Bild. Die BMW Group verzeichnete mit 2,55 Millionen verkauften Fahrzeugen einen Zuwachs von 6,5% zum Vorjahr und konnte sich zudem mit der Kernmarke BMW mit 2,3 Millionen Einheiten (+7,2% zu 2022) auf Platz 1 im globalen Premium-Segment behaupten [BMW24]. Audi hat im Jahr 2023 knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge an Kunden übergeben. Das sind rund +17,1% mehr als 2022 [AUD24]. Mercedes-Benz Cars liegt mit 2,04 Millionen verkauften Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Mercedes-Benz Vans-Geschäft wuchs innerhalb des Jahres wie schon im Vorjahr um 8% und stellt mit 447.800 verkauften Einheiten einen Bestwert dar (415.300 in 2022) [MER24]. Im Kontext der angespannten, gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage konnten die deutschen Hersteller das Niveau ihres operativen Konzernergebnisses vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr nur teilweise halten (BMW Group 17.096 Mio. € (-27,3%) [BMW24], Mercedes-Benz Group 19.660 Mio. € (-3,9%) [MER24], Volkswagen Group 23.194 Mio. € (+5,1%) [VOL24]).

Die Lage bei den Zulieferern ist weiterhin sehr angespannt, wie diverse Umstrukturierungsmaßnahmen zeigen. So konnte ZF zwar beispielweise sein EBIT um 35,7% steigern, dieses liegt mit 3,2% aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Finanzergebnis ist im gleichen Zeitraum von -547 Mio. € auf -742 Mio. € gesunken [ZF 24]. Ein ähnliches Bild ist bei Continental zu beobachten. Das EBIT konnte um 145,6% gesteigert werden, ist mit einem Wert von 4,5 % aber ebenfalls auf einem niedrigen Niveau. Das EBIT der Konzerntochter Continental Automotive lag trotz Umsatzsteigerung von 10,8 % bei -0,3 % [CON24].

1.3 Wettbewerbssituation sowie F&E-Aktivitäten

Hauptziele der fka sind die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, die Verwertung von Schutzrechten und Know-how sowie die Beratung auf dem Gebiet der zukunftsweisenden Mobilität sowie themenverwandter Bereiche. Aufgrund ihrer Forschungsnähe nimmt die fka eine Sonderrolle unter den Entwicklungsdienstleistern ein. Aktuelle F&E-Ergebnisse und umfangreiches Grundlagenwissen werden in innovative Entwicklungen für Fahrzeughersteller und Zulieferer überführt. Für diese angewandte Forschung verfügt die fka mit ihren Geschäftsbereichen Chassis & NVH, Vehicle Concepts, Body & Interior, Drivetrain & Thermal Management, Electrics & Electronics, Automated Driving und Strategy & Consulting über fundierte Gesamtfahrzeugkompetenz. Der größte Teil der Kundenaufträge umfasst Zukunfts- und Vorentwicklungsthemen. Serienanwendungen werden simulations- und versuchsseitig ebenso begleitet.

Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte werden sowohl durch die Kundennachfrage als auch durch die aus Unternehmenssicht künftig am Markt erwarteten Bedarfe bestimmt. Hierbei konzentriert sich die fka übergreifend auf die Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Fahrerlebnis, welche sehr unterschiedliche und teils gegensätzliche Anforderungen an die o.g. Disziplinen stellen.

2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Das Jahr 2023 war global von vielen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Dabei führten insbesondere der russische Krieg in der Ukraine, die global steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Energiepreise zu einer Unsicherheit in der Automobilindustrie, die sich direkt und indirekt auf das Ergebnis der fka ausgewirkt haben. Insbesondere im Bereich der Forschung und Vorserienentwicklung wurden die Budgets und externen Vergaben oft stark reduziert. Daraus resultieren im Vergleich zu den Vorjahren oft kleinere Projekte, deren Akquise aufgrund von aufwändigen Freigabeprozessen bei Kunden oft langwierig ist.

Daraus resultierte eine Verringerung des Umsatzes um 24% auf 14.626 T€ (2022: 19.279 T€) und eine Verringerung der betrieblichen Gesamtleistung um 22% auf 14.645 T€ (2022: 18.857 T€). Der Bestand der unfertigen Leistungen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 274 T€ ab (2022: Verringerung um 988 T€).

Sparmaßnahmen aufgrund des Umsatzrückgangs führten zu einer Reduzierung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von 62% und Aufwendungen für bezogene Leistungen von 42 %. Die allgemeinen Lohnsteigerungen in der Branche führten zu einer Steigerung der Personalkosten um 4 %. Ein technischer Defekt an einem Prüfstand führte zu beträchtlichen Umsatzeinbußen.

Das Ergebnis nach Steuern betrug -629 T€ nach 695 T€ im Vorjahr. Dabei ist eine Einzelwertberichtung von Forderungen aus vergangenen Jahren gegenüber der Tochtergesellschaft fkaSV in Höhe von 286 T€ berücksichtigt worden. Insgesamt verblieb 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -639 T€ (2022: Jahresüberschuss 664 T€).

Der Auftragsbestand der fka hat sich im Jahresverlauf auf einen Wert von 6.097 T€ verringert. Dies ist insbesondere der kürzeren Dauer der beauftragten Projekte geschuldet. Die Kundenzufriedenheit lag auf einer Skala von 1 bis 5 bei einem Wert von 1,15 und war damit auf dem sehr guten Niveau der Vorjahre.

Im Vergleich zu den Planwerten wurden die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3.1 Mio.€ bzw. 18% unterschritten. Die Personalkosten sind aufgrund von Lohnanpassungen zwar gestiegen, aber um 681 T€ geringer als geplant. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -639 T€, der unter Plan liegt.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Eigenkapitalquote stieg von 75% im Vorjahr auf 83%. Damit ist das Anlagevermögen vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das Vorratsvermögen wurde durch Anzahlungen in einem Verhältnis von 46% (Vorjahr: 46 %) gedeckt.

Der Cashflow betrug -562 T€ (direkte Methode) nach -1.511 T€ im Vorjahr. Den liquiden Mitteln des Unternehmens in Höhe von 2.945 T€ stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.651 T€ gegenüber. Einen weiteren wesentlichen Anteil an dieser Bilanzposition haben die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 641 T€, die im Vergleich zum Vorjahr um 128 T€ gesunken sind. Dies resultiert aus der geringeren Bereitschaft der Kunden für Anzahlungen und einer vermehrten meilensteinbasierten Abrechnung.

Das negative Ergebnis zum Bilanzstichtag zeigt die aktuell schwierige Lage und unterstreicht den Handlungsbedarf für Weiterentwicklungen. Die Liquidität ist im Vergleich zu Wettbewerbern gemessen an unserer Größe weiterhin gut, sodass die finanziellen Mittel für die Transformation vorhanden sind.

3 Chancen- und Risikobericht

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin sehr volatil, sodass eine Prognose mit hohen Unsicherheiten verbunden ist. Auch wenn sich viele der Risiken nicht direkt auf das Geschäft der fka auswirken, so haben sie indirekt Einfluss auf den Auftragsbestand und damit auf das Ergebnis der fka. Insgesamt geht die fka davon aus, dass das Wachstum der Wirtschaft in Deutschland weiter auf einem niedrigen Niveau stagniert [IFO24b].

Gesamtwirtschaftlich gesehen dürften weiterhin die Inflation und die wirtschaftlich schlechte Stimmungslage dazu führen, dass die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen weiterhin verhalten ist und die Absatzzahlen im Vergleich zu der Zeit vor Corona auf einem niedrigen Niveau bleiben. Zusammen mit volatilen und hohen Rohstoff- sowie Energiepreisen kann dies dazu führen, dass viele Hersteller und Zulieferer bei der Beauftragung von Dienstleistern weiter sparen werden. Die Einsparmaßnahmen können dann insbesondere Firmen wie die fka treffen, deren Fokus im Bereich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung liegt. Mittelfristig führen fehlende Innovationen zu einem Wettbewerbsnachteil, sodass diese Einsparungen nur temporär Sinn ergeben. Wann mit einer Erholung zu rechnen ist, ist aber schwer zu prognostizieren.

Unter den geringeren Absatzzahlen und höheren Kosten leiden seit Beginn der Corona- Pandemie insbesondere die Zulieferer, die somit jetzt schon mehrere herausfordernde Jahre hinter sich bringen mussten. Zusätzlich ist der derzeitige Wandel in der Automobilindustrie kostenintensiv und führt zu Änderungen in der Wertschöpfungskette. Zusammen mit steigenden Zinsen ist demnach das Risiko von Insolvenzen in diesem Bereich und damit von Zahlungsausfällen für die fka weiterhin hoch. Ein an die finanzielle Bewertung der Kunden angepasster Zahlungsplan soll dieses Risiko für die fka mindern.

Zudem führt der höhere Kostendruck bei vielen Kunden dazu, dass Entwicklungskapazitäten ins Ausland verlegt und Mitarbeiter in Deutschland abgebaut werden. Kurzfristig rechnet die fka damit, dass nur zwingend notwendige Projekte extern vergeben werden, um die eigenen Kapazitäten auszulasten. Mittelfristig geht die fka davon aus, dass der Bedarf an Entwicklungskapazitäten in Deutschland wieder zunehmen wird, sodass Dienstleister wie die fka davon profitieren werden. Um kurzfristig auf die geringere Nachfrage zu reagieren, werden offene Stellen nur bedingt nachbesetzt. Dabei wird darauf geachtet, die laufenden Kosten zu reduzieren, das Potential für die Zukunft aber nicht zu verspielen.

Der Wandel in der Automobilindustrie ist für die fka andererseits auch eine Chance, da die Basis hierfür eine fundierte und anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ist. Thematisch ist die fka gut dafür aufgestellt, den Wandel mitzugestalten, in dem schon seit Jahren der Schwerpunkt der Arbeiten auf den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung liegt. Aufgrund der flachen Hierarchien und im Vergleich zu anderen Dienstleistern kleinen Größe der fka kann sie für viele Kunden als "Schnellboot" dienen und effizient domänenübergreifende Fragestellungen bearbeiten. Insbesondere die gute Qualifikation der fka-Mitarbeiter auf verschiedenen Gebieten der Mobilitätssysteme hilft, die Probleme in interdisziplinären Teams ganzheitlich zu bearbeiten. Unterstützt wird die fka hierbei durch ein starkes Partnernetzwerk.

Diese Qualität hilft auch, dem immer stärker werdenden Wettbewerbs- und Preisdruck entgegenzuwirken. Viele Dienstleister verlagern ihre Aktivitäten ins Ausland, sodass sie zu deutlich günstigeren Preisen anbieten können. Die fka geht davon aus, dass diese Entwicklung weiter zunimmt, sodass der Wettbewerbs- und Preisdruck hoch bleibt. Um dem entgegenzuwirken, konzentriert sich die fka weiterhin auf qualitativ hochwertige Dienstleistungen im Bereich der Forschung und Vorserienentwicklung, bei der es auf eine Kombination aus Schnelligkeit, Interdisziplinarität, Gesamtsystemverständnis, Innovationsgeist und strukturiertem Arbeiten ankommt.

Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Arbeitsabläufe führt zu einer stetig wachsenden Bedrohung durch Schadsoftware und Cyberkriminalität. Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen kann ein Ausfall der digitalen Geschäftsprozesse nicht ausgeschlossen werden.

Eine Verschärfung des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine sowie des Konflikts im Nahen Osten und eine damit gegebenenfalls resultierende Ausweitung auf weitere Länder können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Zudem ist schwer abzuschätzen, wie sich der Konflikt zwischen den USA und China inkl. protektionistischer Maßnahmen wie Zöllen weiterentwickelt und welche Folgen sich daraus für die Weltwirtschaft ergeben.

Neben den beschriebenen Risiken kann es unvorhersehbare Ereignisse geben, die sich negativ auf das Ergebnis der fka auswirken können.

4 Prognosebericht

Die Prognose enthält Erwartungen und Einschätzungen der fka. Unvorhersehbare Ereignisse und eine weitere Zuspitzung der Konflikte zwischen der Ukraine und Russland, dem Nahen Osten sowie zwischen den USA und China sind nicht berücksichtigt.

Für das Jahr 2024 erwartet der IWF mit Stand Januar weltweit ein zum Vorjahr identisches Wirtschaftswachstum von 3,1%. Für die führenden Wirtschaftsregionen wird derweil von einem Rückgang in Höhe von 0,1 Prozentpunkten, für die EU von einem Zuwachs von 0,4 Prozentpunkten und für Deutschland von +0,8 Prozentpunkten ausgegangen. 2025 soll laut Prognose des IWF das Wirtschaftswachstum weltweit bei 3,2%, in der EU bei 1,7% und in Deutschland bei 1,6% liegen und somit leicht ansteigen. Für Asien wird 2024 noch ein Wachstum von 5,2% (China: 4,6%; Indien: 6,5%) und für 2025 von 4,8% (China: 4,1%; Indien: 6,5%) vorhergesagt [IWF24].

Die globale Automobilindustrie steht trotzdem erneut vor einem sehr herausfordernden Jahr. Laut Branchenverband VDA wird für das Jahr 2024 mit rund 2,8 Millionen Neuzulassungen in Deutschland gerechnet. Dies entspricht zwar einer Steigerung von etwa einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, ist aber noch immer ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Insbesondere bei der Elektromobilität wird ein Absatzrückgang von 9% auf 635.000 Einheiten erwartet (BEV: -14%, auf 451.000; PHEV: +5%, auf 185.000). Für Europa wird mit einem Absatzplus von 4% gerechnet, womit diese Region, wenn auch unter Berücksichtigung des schwachen Vorjahresniveaus, stärker wachsen würde als der chinesische (+1%) und der globale (+2%) Markt [VDA24].

Während sich die Probleme im Zusammenhang mit Liefer- und Transportketten im Verlauf des letzten Jahres weitestgehend stabilisiert haben, stellen finanzwirtschaftliche Effekte und ein steigender Kostendruck neue Herausforderungen für die Automobilindustrie dar. Wenngleich der Geschäftsklimaindex auf einem unverändert niedrigen Niveau bleibt, zeigt sich, bekräftigt durch die teilweise schon veröffentlichten Jahresbilanzen, ein leichter Optimismus der Branche für das Jahr 2024 [IFO24a].

Die eingeschränkte Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist maßgeblich durch zu hohe Energiepreise, ein komplexes Steuersystem und ein wenig stabiles Rohstoff- und Energienetzwerk beeinflusst. Hier besteht insbesondere aus Sicht der Automobilindustrie politischer Handlungsbedarf. Statt starker Regulierung durch zusätzliche Instrumente ist vielmehr eine durch klare Ziele definierte Wirtschafts- und Industriepolitik gefordert, um eine solide Basis für die Fortsetzung der technologischen Transformation der Branche bereitzustellen. Dies wird in Zukunft ein Kernaspekt für die Sicherung der wirtschaftlichen Signifikanz des Wirtschaftsstandortes Deutschland und Europa sein [VDA24].

Im Hinblick auf den batterieelektrischen Fahrzeugmarkt stellt sich auch 2024 in Deutschland vermutlich keine ruhige Situation ein. Trotz Kürzung der Mittel für den Ausbau der Tank- und Ladeinfrastruktur und der ausgelaufenen Förderung beim Kauf von Elektrofahrzeugen müssen beide Felder aktiv stimuliert und vorangetrieben werden, damit sich die hohen Investitionen der Industrie amortisieren. Wenn die meist zum zweiten Quartal auslaufenden Sonderaktionen der Hersteller durch zum einen eine angepasste Preisgestaltung der Hersteller und zum anderen durch ein wachsendes Angebot günstigerer, importierter Elektrofahrzeuge aufgefangen werden können, dann muss die Ladeinfrastruktur den steigenden Fahrzeugbestand bedienen können. Eine gut ausgebaute Infrastruktur wird sowohl im PKW- als auch im Nutzfahrzeugbereich ein Schlüsselelement für die Transformation des Verkehrssektors bleiben [BÖN24].

Aufgrund der zuvor beschriebenen Randbedingungen gehen wir für die fka von einem verhaltenen Jahr mit einer Steigerung der betrieblichen Gesamtleistung von 8 % aus. Kosteneinsparungen sollen dabei helfen, das EBIT deutlich zu steigern. Investitionen in Themenerweiterungen und strukturelle Anpassungen werden den Gewinn aber belasten. Diese werden sich voraussichtlich erst ab Ende des Jahres 2024 positiv auf das Ergebnis der fka auswirken. Zusammen mit einer weiteren Erholung der Wirtschaft in Deutschland gehen wir von einer deutlichen Steigerung der betrieblichen Leistung und des EBITs im Jahr 2025 aus.

 

Aachen, 23. April 2024

fka GmbH

Die Geschäftsführung

Dr.-Ing. Jens Kotte

Quellen:

5 Literaturverzeichnis

[AUD24] Audi Konzern Kombinierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2023, 2024.
[BMW24] BMW Group BMW Group Bericht 2023, 2024.
[BAU24] Auto Motor und Sport - Uli Baumann Größter Autobauer 2023 https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/groesster-autobauer-2023-diejahresbilanzen-der-hersteller-v2/, 14.03.2024
[BÖN24] electrive.net- Daniel Bönninghausen Quo vadis Elektromobilität 2024 https://www.electrive.net/2024/02/27/quo-vadis-elektromobilitaet-2024-derpaneltalk/, 27.02.2024
[CON24] Continental Geschäftsbericht 2023, 2024.
[FIN24] finanznachrichten.de GM wird 2023 zum meistverkauften US-Autobauer https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2024-01/61052598-gm-wird-2023- zum-meistverkauften-us-autobauer-020.htm?lang=de, 14.03.2024
[IFO24a] ifo Institut Stimmung in der deutschen Automobilindustrie weiterhin verhalten https://www.ifo.de/fakten/2024-01-11/stimmung-der-deutschenautomobilindustrie-weiterhin-verhalten, 15.03.2024
[IFO24b] ifo Institut ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt, https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognosefruehjahr-2024, 06.03.2024
[IWF24] IWF - International Monetary Fund World Economic Outlook Update January 2024, The risks to global growth are broadly balanced and a soft landing is a possibility
[MER24] Mercedes-Benz Group Mercedes-Benz Group Geschäftsbericht 2023, 2024.
[OIC17] OIC - International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2017 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2017-statistics/, 14.03.2022.
[OIC19] OIC - International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2019 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2019-statistics/, 14.03.2022.
[OIC20] OIC - International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2020 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2020-statistics/, 14.03.2022.
[OIC21] OIC - International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2021 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2021-statistics/, 14.03.2022.
[OIC22] OIC- International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2023 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2022-statistics/, 14.03.2022.
[OIC23] OIC- International Organization of Motor Vehicle Manufacturers 2022 Statistics https://www.oica.net/category/production-statistics/2023-statistics/, 15.03.2022.
[STA24] Statista.com Größte Automobilhersteller weltweit nach Fahrzeugabsatz in den Jahren 2022 und 2023 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173795/umfrage/automobilherstellernach-weltweitem-fahrzeugabsatz/, 14.03.2024
[VDA24] VDA VDA Jahresauftakt-PK 2024 - VDA-Präsidentin fordert Paradigmenwechsel https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240130_PM_VDA-Prsidentin-Hildegard-M-ller-fordert-Paradigmenwechsel, 15.03.2024.
[VOL24] Volkswagen Group Geschäftsbericht 2023, 2024.
[ZF 24] ZF Friedrichshafen AG Geschäftsbericht 2023, 2024.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die fka GmbH,Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fka GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fka GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entsprentspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit dedes Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen -gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 26. April 2024

S & P Wirtschaftsprüfer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Mojert, Wirtschaftsprüfer

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