Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 4937
Eingetragen
13.11.2000
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Beteiligung an Industriebetrieben und anlagen aller Art sowie Erwerb, Vermietung und Verpachtung von Immobilien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jessica Sauer
seit 18.7.2024
Prokura
Regina Seiwald
seit 18.7.2024
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FLIB GmbH

Haiger

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 87.790.851,07 86.191
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vorjahr: Erhöhung) - 5.797,00 57
3. andere aktivierte Eigenleistungen 25.516,05 87.810.570,12 0
4. sonstige betriebliche Erträge 906.007,49 689
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 8.221,62 (2)
88.716.577,61 86.937
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 51.952.487,05 - 53.149
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 1.305.696,31 - 53.258.183,36 - 936
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 9.727.300,40 - 9.082
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 2.067.574,90 - 1.939
davon für Altersversorgung: EUR - 20.042,25 - 11.794.875,30 (- 26)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 1.304.268,08 - 1.166
8. sonstige betriebliche Aufwendungen - 15.582.957,21 - 15.450
davon aus der Währungsumrechnung: EUR - 18.502,89 - 81.940.283,95 (- 58)
6.776.293,66 5.215
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.125,69 13
davon aus Abzinsung: EUR 0,00
(5)
10. negative Zinsen aus Geldanlagen 0,00 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 521.672,42 - 521.672,42 - 518.546,73 - 387
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.303.342,30 - 1.622
davon aus latenten Steuern: EUR 3.130,00 (3)
13. Ergebnis nach Steuern 3.954.404,63 3.219
14. sonstige Steuern - 72.618,06 - 73
15. Jahresüberschuss 3.881.786,57 3.146

Konzernanhang 2023/2024

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die FLIB GmbH hat ihren Sitz in Haiger und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 4937.

Der Konzernabschluss der FLIB GmbH, Haiger, zum 30. Juni 2024 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. i. V. m. §§ 264 ff. HGB) in Euro unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 298 HGB i. V. m. § 266 HGB für die Konzernbilanz und § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses wird das gesetzliche Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "negative Zinsen aus Geldanlagen" erweitert.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der FLIB GmbH, Haiger, werden die Gesellschaften, an denen die FLIB GmbH, Haiger, unmittelbar und mittelbar zu mehr als 50 % beteiligt ist, einbezogen.

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen:

Mutterunternehmen

FLIB GmbH, Haiger

Beteiligungsquote
Tochterunternehmen
ORANIER Heiztechnik GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Properties GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Küchentechnik GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER e-Power GmbH, Haiger 100,0 %
Elkas Logistic Solutions GmbH, Gladenbach 100,0 %
Tochterunternehmen der ORANIER Heiztechnik GmbH, Haiger
Justus GmbH, Haiger 100,0 %
ORANIER Heiz- und Küchentechnik GmbH, Chur/Schweiz 100,0 %
Tochterunternehmen der ORANIER Heiztechnik GmbH und der ORANIER Küchentechnik GmbH, beide Haiger
ORANIER Trademark GmbH, Haiger jeweils 50,0 %

III. Konsolidierungsgrundsätze

1. Der Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (§§ 300 ff. HGB) aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 30. Juni 2011. Für danach erfolgte Erwerbe gilt als Konsolidierungszeitpunkt der Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligung bzw. der Zeitpunkt, zu dem die Beteiligung nicht mehr unwesentlich i. S. d. § 296 HGB ist. Der sich zum Bilanzstichtag aus der Währungsumrechnung des Beteiligungswertes ergebende Differenzbetrag wird als gesonderter Posten ausgewiesen.

2. Die Aktiv- und Passivposten von auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet worden ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral ausgeglichen und sind im Konzerneigenkapital verrechnet.

3. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden verrechnet. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr gem. § 304 HGB liegen nicht vor.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen werden grundsätzlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft aufgestellt. Bei der einbezogenen Auslandsgesellschaft werden Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede angepasst, soweit sich wesentliche Änderungen ergeben.

2. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der fortgeschriebene Buchwert des ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung im Zuge der Vollkonsolidierung der ORANIER Küchentechnik GmbH, Haiger, von TEUR 622 und einem im Jahresabschluss der Elkas Logistic Solutions GmbH, Gladenbach, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 78. Die als entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesenen Unterschiedsbeträge werden über fünf Jahre abgeschrieben. Diese gewählte Abschreibungsdauer orientiert sich an dem Lebenszyklus im jeweiligen Marktsegment.

3. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungssätze liegen im Rahmen der steuerlich zulässigen Prozentsätze.

4. Die für die Vorräte angesetzten Anschaffungskosten sind nach dem gewogenen Durchschnitt ermittelt. Notwendige Abwertungen werden vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nettobetrag ausgewiesen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Bestehende Ausfallrisiken bei Debitoren sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

6. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Vorauszahlungsbetrag Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

7. Die Rückstellungen sind für sämtliche ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Dabei sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

8. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

9. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

10. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus Grundgeschäften (Darlehensverträge) auf den 3-Monats-Euribor wurden als Mikro-Hedges betrags- und fristengleiche Zinsswaps sowie ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) abgeschlossen.

Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente ermitteln sich wie folgt:

Nominalbetrag Marktwert
30.6.2024 30.6.2024
TEUR TEUR
Zinsswaps 1.752 66
Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) 612 - 28

Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet. Die Laufzeiten der Zinsswaps betragen bis zu 7 Jahre.

Grund- und Sicherungsgeschäfte stimmen in ihren Bedingungen und Parametern überein (Critical Term Match-Methode). Sie wurden jeweils zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Zum Bilanzstichtag ergaben sich hieraus keine zu bildenden Drohverlustrückstellungen.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zu diesem Bilanzposten ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:

30.6.2024 30.6.2023
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.480 10.358
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (7.480) (10.358)
sonstige Vermögensgegenstände 473 262
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (473) (262)
Gesamtbetrag 7.953 10.620
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (7.953) (10.620)

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio von TEUR 17 (30.6.2023: TEUR 21).

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu ersehen:

30.6.2024 30.6.2023
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.934 11.634
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (4.057) (4.003)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (6.877) (6.493)
davon Restlaufzeit über 5 Jahre (0) (1.138)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291 235
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (291) (235)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.295 4.666
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (3.295) (4.666)
sonstige Verbindlichkeiten 4.273 4.128
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (3.973) (3.228)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (300) (900)
davon gegenüber Gesellschaftern (2.318) (1.138)
Gesamtbetrag 18.793 20.663
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (11.616) (12.132)
davon Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre (7.177) (7.393)
davon Restlaufzeit über 5 Jahre (0) (1.138)
davon gegenüber Gesellschaftern (2.318) (1.138)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 3.591 (30.6.2023: TEUR 4.312) durch Grundschulden, Pfandrechte an beweglichen Sachen sowie Sicherungsabtretung der Forderungen gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Anlagegegenständen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren.

5. Passive latente Steuern

Die Bildung des Postens passive latente Steuern resultiert aus von der Steuerbilanz abweichenden Bewertungen von Sachanlagen im Rahmen der Behandlung von Unterschiedsbeträgen bei der Kapitalkonsolidierung. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit unternehmensindividuellen Steuersätzen von 28,25 %. Der Saldo der passiven latenten Steuern hat sich wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zum Ende des Geschäftsjahres
TEUR TEUR TEUR
passive latente Steuern 3 - 3 0

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

a) nach Tätigkeitsbereichen

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Feststoffbrenngeräte 50.902 45.277
Küchengeräte 18.003 24.410
Gasheizgeräte 4.422 4.747
übrige 20.142 16.944
Erlösschmälerungen - 5.678 - 5.187
87.791 86.191

b) nach geographisch bestimmten Märkten

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Inland 69.081 75.409
Ausland 18.710 10.782
87.791 86.191

VII. sonstige Angaben

1. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:

30.6.2024
TEUR
bis ein Jahr 678
über ein Jahr 432
1.110

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer wird für Abschlussprüferleistungen des Geschäftsjahres 2023/2024 voraussichtlich ein Honorar von TEUR 87 (2022/2023: TEUR 83)

und für Steuerberatungsleistungen TEUR 26 (2022/2023: TEUR 25) berechnen.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern 123 Angestellte und 80 gewerbliche Arbeitnehmer.

4. Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer des Mutterunternehmens war im Geschäftsjahr 2023/2024

 

Herr Diplom-Kaufmann Nikolaus Fleischhacker, Dillenburg.

 

Haiger, den 31. Oktober 2024

Nikolaus Fleischhacker

Konzernkapitalflussrechnung 2023/2024

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
laufende Geschäftstätigkeit
- Periodenergebnis 3.882 3.146
- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.304 1.165
- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 126 843
- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 938 - 6.086
- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 1.346 767
- Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen 4 - 1
- Zinsaufwendungen 519 368
- Ertragsteueraufwand 2.303 1.621
- Ertragsteuerzahlungen - 1.065 - 2.667
cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.665 - 844
Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 55 0
- Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 9
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 2.885 - 1.870
- erhaltene Zinsen 3 0
cash-flow aus der Investitionstätigkeit - 2.937 - 1.861
Finanzierungstätigkeit
- Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen 2.339 1.703
- Auszahlungen für Darlehenstilgungen - 2.317 - 1.913
- gezahlte Zinsen - 522 - 368
- gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens - 1.500 0
cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit - 2.000 - 578
wechselkurs-, konsolidierungkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 8 7
Liquiditätsveränderung gesamt 1.736 - 3.276
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode - 2.067 1.209
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 331 - 2.067

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.812 623
Jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten - 2.143 - 2.690
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 331 - 2.067

Konzernlagebericht 2023/2024

Inhaltsverzeichnis:

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Heiztechnik

1.2 Küchentechnik

1.3 Ladungsträger

2. Geschäftsverlauf/Lage

2.1 Ertragslage

2.1.1 ORANIER Heiztechnik-Gruppe

2.1.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

2.1.3 ORANIER Properties GmbH

2.1.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

2.1.5 ORANIER e-Power GmbH

2.1.6 Gesamtergebnis

2.2 Vermögenslage

2.3 Finanzlage

2.4 Liquiditätslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

1. ORANIER Heiztechnik-Gruppe

2. ORANIER Küchentechnik GmbH

3. ORANIER Properties GmbH und ORANIER e-Power GmbH

4. Elkas Logistic Solutions GmbH

5. Gesamt

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

1.1 ORANIER Heiztechnik GmbH und ORANIER Küchentechnik GmbH

1.2 Elkas Logistic Solutions GmbH

2. Chancenbericht

2.1 ORANIER Heiztechnik GmbH

2.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

2.3 ORANIER e-Power GmbH

2.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

3. Gesamtaussage

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des FLIB-Konzerns ist die Beteiligung an Industriebetrieben, Industrieanlagen und Immobilien aller Art. Schwerpunkte sind Unternehmen der Branche Heiztechnik (insbesondere Feststoffbrenngeräte, Gasheizgeräte und Gartengrills), der Branche Küchentechnik (Standherde, Einbaugeräte), die Produktion von Ladungsträgern und der Betrieb eines Gewerbeparks in Haiger-Sechshelden mit E-Ladepark für Autos.

2. Forschung und Entwicklung

Auch wenn der Konzern in den Hauptbetätigungsbereichen Heiz- und Küchentechnik keine eigene Fertigung unterhält, wird intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet.

Diese Arbeit erstreckt sich in der Sparte Heiztechnik bei den Kamin- und Pelletöfen auf neue Designentwürfe, auf die Verbesserung der Verbrennungstechnik und auf neue Technologien wie automatische Verbrennungsluftregelung und App-gesteuerte Steuerungselektroniken. Pionierarbeit hat ORANIER Heiztechnik im Bereich der wasserführenden Kamin- und Pelletöfen geleistet. Das eigene Buch "Ratgeber für wasserführende Kamin- und Pelletöfen" hat sich inzwischen in der fünften Auflage als Standardwerk in der Branche etabliert. Darüber hinaus ist der "Ratgeber für Pelletöfen" jetzt in der zweiten Auflage erschienen und untermauert die Kompetenz von ORANIER in dieser Technologie. Das Sortiment der Gasöfen wird ergänzt um Gaskaminöfen, die neben der Wärme auch noch flackerndes Feuer ohne die lästigen Holz- und Reinigungsarbeiten bieten.

In der Sparte Küchentechnik verfügen wir über eine eigene Abteilung für Produktmanagement mit einem angeschlossenen Labor. Die Arbeit erstreckt sich schwerpunktmäßig auf die Produktgruppen Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Standherde. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den produzierenden Firmen technische Ideen umgesetzt. Die neue Generation der Kochfeldabzügen, das sind Kochfelder mit integriertem Dunstabzug, wird im kommenden Jahr an den Start gehen. ORANIER hat zwei Produktlinien, zum einen als Panoramakochfeld mit vier nebeneinander liegenden Kochzonen und dem dahinter liegenden Abzug, zum anderen eine Produktserie mit konventioneller Anordnung und dem Abzug zentral in der Mitte. Die breite Modellpalette unterscheidet sich dabei in der Ausstattung der Kochzonen und der Bedienelemente.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Heiztechnik

Nach zwei boomenden Jahren hat sich die Branche wieder normalisiert. Die auslösenden Faktoren waren:

- Krieg in Europa

Bei vielen Verbrauchern wuchs als Folge des Ukraine-Krieges wegen drohender Engpässe bei der Energieversorgung das Bedürfnis, eine von Gas und Strom unabhängige Heizung zu installieren und so ein Stück Sicherheit zu schaffen. So sind seit dem Jahr 2021 die Verkaufszahlen von Holzöfen sprunghaft angestiegen. Inzwischen ist wieder ein Stück Normalität eingetreten, d. h. ein Saisonzyklus mit starken Saisonmonaten von September bis November und schwächeren Verkaufszahlen in den Frühjahrs- und Sommermonaten. Verglichen mit den Boomjahren zuvor ist das zunächst ein deutlicher Rückgang.

- Austauschpflicht nach den Vorschriften der BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes)

Weil moderne Einzelraumfeuerstätten gegenüber alten Anlagen um bis zu 80 % weniger Emissionen verursachen, sieht die BImSchV den stufenweisen Austausch von Altgeräten vor. Die nächste und letzte Austauschfrist ist Ende 2024, dann müssen alle Geräte, die älter als 2010 sind, ausgetauscht werden. Die prognostizierte Menge von über 3 Mio. Geräten ist von den Herstellern nicht zu schaffen, deshalb wird sich der Austausch noch über den vorgesehenen Termin hinaus fortsetzen.

Die Veränderungen in Stück betragen im Einzelnen:

Limitierender Faktor für die Verkaufszahlen sind nach wie vor die Kapazitätsgrenzen. Alle Hersteller schieben inzwischen einen enormen Auftragsbestand vor sich her, der sich augenblicklich je nach Modell auf über neun Monate beziffert. Die Rohstoffversorgung zur Produktion der Geräte hat sich inzwischen stabilisiert. Alle notwendigen Materialien, wie Stahl, Vermiculite, Glaskeramikscheiben für Kaminöfen und die Elektronik für die Pelletöfen sind in ausreichender Menge verfügbar.

1.2 Küchentechnik

Vor drei Jahren mussten die Menschen während der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen, daher wurden die Konsumausgaben umgeschichtet. Der Renovierungstrend umfasste u. a. die technische Erneuerung der Hausgeräte, insbesondere im Bereich Küche. Es entstand ein Nachfrageboom durch vorgezogene Investitionen. Seit dem Ende der Pandemie wird die wiedergewonnene Freiheit nun verstärkt zu Reisen und Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen Wohnung genutzt und die Konsumausgaben im häuslichen Umfeld sind weiter zurückgefahren worden, nachdem bereits in den Vorjahren Einschnitte hingenommen werden mussten.

Im Jahr 2023 erreichte nach ZVEI-Berechnungen der inländische Gesamt-Jahresumsatz mit Haushalt-Groß- und -Kleingeräten ca. 10,05 Milliarden Euro, ein Minus von etwa vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Haushalt-Großgeräte kamen hier auf einen Anteil von ca. 6,3 Milliarden Euro (- 7,4 %). Damit gingen die Absatzmengen nach den pandemiebedingten Zuwächsen seit 2020 und dem robusten Vorjahr erstmals zurück. Aufgrund des Rückgangs der Baukonjunktur, unter anderem bedingt durch hohe Zinssätze und Anstiege etwa im Bereich der Lohn- und Materialkosten, waren insbesondere Einbaugeräte 2023 und 2024 weniger nachgefragt.

Für 2025 ist die Haushaltsgerätebranche vorsichtig optimistisch. Der sich abzeichnende Rückgang der Inflation sowie eine mögliche Zinssenkung könnten positive Signale für die Anschaffungsbereitschaft im weiteren Jahresverlauf setzen.

1.3 Ladungsträger

Unter Ladungsträger versteht man Lager und Transporteinrichtung für große Teile und Baugruppen. Man unterscheidet Universalladungsträger, z. B. Gitterboxen und Spezialladungsträger. Diese werden individuell für spezielle Teile konstruiert und gefertigt. Hauptabnehmer ist die Automobilindustrie, aber auch viele andere Branchen, so z. B. Airlines oder Bahngesellschaften. In diesem Markt werden jährlich Umsätze in Milliardenhöhe getätigt.

Nach einer langsamen Erholung in den Jahren 2023/2024 ist der Markt aufgrund der schwächelnden Automobilindustrie wieder angespannt. Mit einer Belebung wird im Laufe des Jahres 2025 gerechnet.

2. Geschäftsverlauf/Lage

2.1 Ertragslage

Der konsolidierte Konzernumsatz ist von EUR 86,2 Mio. auf EUR 87,8 Mio. gestiegen.

Der Materialaufwand ist leicht um EUR 0,8 Mio. auf EUR 53,3 Mio. gesungen. Die Materialeinsatzquote entspricht somit 60,7 %.

Der Personalaufwand hat sich auf EUR 11,8 Mio. erhöht.

Seit der Übernahme aller Geschäftsanteile an der ORANIER Küchentechnik GmbH wird der Firmenwert auf fünf Jahre abgeschrieben. Durch die Vollkonsolidierung der ELKAS Logistic Solutions GmbH fließen auch die Abschreibungen auf immaterielle und materielle Anlagegüter in die Konzernrechnung ein. Zusammengenommen erhöhten sich die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 139 auf TEUR 1.304.

Neben gestiegenen Umsätzen sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gestiegen.

2.1.1 ORANIER Heiztechnik-Gruppe

In der aktuell günstigen Marktlage bei Feststoffbrenngeräten in Verbindung mit den gestiegenen Preisen sowie der Marktentwicklung bei den Gasheizgeräten konnte der Umsatz der Heiztechnik-Gruppe auf TEUR 63.493 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 57.389) deutlich gesteigert werden.

Die aufgebauten Produktionskapazitäten der Lieferanten führten zum Abbau der Auftragsüberhänge. Außerdem konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Frühjahr- und Sommermonaten wieder Lagerbestände in Vorbereitung auf die umsatzstarken Monate im Herbst aufgebaut werden.

Im Exportgeschäft hat sich die ORANIER Heiztechnik GmbH in den letzten Jahren gut aufgestellt und ist nun in nahezu allen westlichen europäischen Nachbarländern entweder mit einer eigenen Niederlassung oder mit einem Generalimporteur vertreten. Hier liegt auch weiterhin ein interessantes Wachstumspotential.

Der Rohertragsquote konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund von Margenverbesserungen von 40,5 % auf 41,4 % gesteigert werden und trug damit wesentlich zu einer weiteren Ergebnisstabilisierung bei.

Trotz des gestiegenen Umsatzvolumens konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Während die vertriebsseitig veranlassten Aufwendungen infolge der positiven Unternehmensentwicklung angestiegen sind, führten Einsparungen bei den übrigen Bestandteilen zu dieser ebenfalls positiven Kon-stellation.

Das Ergebnis der Justus GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals auf TEUR 3.248 erhöht (Vorjahr: TEUR 3.175). Auch hier haben sich die günstigen Entwicklungen auf den beschriebenen Absatzmärkten besonders positiv bemerkbar gemacht.

2.1.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

Im Berichtsjahr sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.406 auf nunmehr TEUR 18.342.

Eine positive Entwicklung hingegen ist bei den OEM-Produkten zu erkennen. Hier stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.068 auf TEUR 1.770.

Das Rohergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 7.820 und damit entsprechend der Umsatzentwicklung deutlich unter dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.030 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Eine deutliche Reduzierung gab es bei den Vertriebskosten (TEUR 953), da insbesondere die Kosten für Verkaufsprovisionen und für Ausgangsfrachten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken sind.

Alles in allem waren die Deckungsbeiträge zu gering, um den bestehenden Kostenblock abzudecken. Somit blieb das Ergebnis vor Steuern bei der ORANIER Küchentechnik GmbH mit TEUR - 1.501 deutlich negativ.

2.1.3 ORANIER Properties GmbH

Der Gewerbepark Sechshelden liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn Abfahrt der A 45 Dillenburg und in der geographischen Mitte Deutschlands. Diese Lage, in Verbindung mit einer gepflegten Gesamterscheinung, modernen Bauten und Infrastruktur, sorgt dafür, dass alle vermietbaren Flächen belegt sind. Etwa die Hälfte wird von Unternehmen aus dem Konzernverbund genutzt, der Rest ist an Unternehmen unterschiedlicher Branchen langfristig vermietet.

Die Mieteinnahmen an konzernfremde Unternehmen liegen auf Vorjahresniveau. Die Mietverträge wurden alle langfristig abgeschlossen; die Bonität der Mieter schwankt zwischen sehr gut und befriedigend. Die Mietzahlungen erfolgen pünktlich. Die Umsatzerlöse mit Dritten liegen bei TEUR 1.239 und damit über dem Niveau der Vorjahre.

2.1.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

Nach deutlichen Verlusten im Geschäftsjahr 2022/2023 (TEUR 646) konnte die wirtschaftliche Lage stabilisiert werden. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit kann allerdings nur durch eine Zusammenlegung der beiden Fertigungsstandorte gesichert werden. In Vorbereitung darauf wurde eine neue Lackieranlage bestellt, die im 1. Halbjahr 2025 geliefert und aufgebaut wird. Durch die Konzentration auf einen Standort können die Kosten des innerbetrieblichen Transports vermieden und die Effizienz gesteigert werden.

2.1.5 ORANIER e-Power GmbH

Die Ladeinfrastruktur konnte nach einjähriger Bauzeit im Dezember 2023 in Betrieb genommen werden. Die Photovoltaikanlage auf den Dächern versorgt seit Mai 2024 die Ladesäulen mit Strom, die überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Hinterlegung des Ladeparks in den einschlägigen Portalen und Apps wird ORANIER e-Power nun überall angezeigt. Trotzdem bleiben die elektrischen Betankungen hinter den Erwartungen zurück, nicht zuletzt, weil der Ausbau der E-Mobilität in Deutschland ohne die notwendige politische Unterstützung nicht wie geplant verläuft.

2.1.6 Gesamtergebnis

Das im Vorjahr prognostizierte starke Umsatzwachstum konnte vor dem Hintergrund der seinerzeit ebenfalls erläuterten eingeschränkten Planbarkeit aufgrund des unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfelds nicht erreicht werden. Durch die Steigerung des EBITDA und des Deckungsbeitrags II ist die prognostizierte Trendumkehr bei der Umsatzrentabilität jedoch gelungen. Im Berichtsjahr wurde ein zufriedenstellender Gewinn von TEUR 3.882 nach Steuern (Vorjahr: TEUR 3.146) erzielt.

2.2 Vermögenslage

Aus der Konsolidierung der im Geschäftsjahr 2021/2022 erworben Anteile der ORANIER Küchentechnik GmbH ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.244, der künftig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Zum Bilanzstichtag beträgt der Restwert TEUR 622.

Die Sachanlagen weisen einen Buchwert von EUR 11,7 Mio. aus. Die größten Positionen sind dabei die Grundstücke und Bauten (EUR 7,0 Mio.). Im Berichtsjahr wurden bei den Sachanlagen insgesamt Zugänge im Wert von TEUR 2.885 aktiviert.

Die Vorräte haben sich auf TEUR 18.169 erhöht. Der Lagerbestand besteht fast ausschließlich aus aktuellen Modellen; für Geräte mit niedrigem Lagerumschlag wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um TEUR 2.878 unter dem Vorjahr.

2.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 26,9 % der

Deutschland Europäisches Ausland
Kaminöfen
2023 26,4% -9,5%
1-6/2024 -36,7% -46,1%
Pelletöfen
2023 -39,1% -58,1%
1-6/2024 -65,5% -30,1%
Festbrennstoffherde
2023 -10,9% 22,1%
1-6/2024 -23,9% -49,9%

Bilanzsumme. Sie beinhalten im Wesentlichen Darlehen in Höhe von

EUR 2,8 Mio. für den Erwerb der Anteile an der Küchentechnik

EUR 3,5 Mio. für den Kauf und die Weiterentwicklung des Betriebsgeländes in Haiger

EUR 2,4 Mio. für den Ladepark für Elektroautos

in Anspruch genommene Kontokorrentlinien

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen um TEUR 1.371 unter dem Vorjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Darlehen gegenüber JUST Properties S.A, Luxemburg, in Höhe von TEUR 900 sowie Umsatz- und Lohnsteuerverbindlichkeiten. Darüber hinaus wird ein Gesellschafterdarlehen von EUR 2,3 Mio. zur Verfügung gestellt.

Daneben wird der Konzern nach wie vor in erheblichem Umfang durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozentpunkte auf 36,0 % gestiegen.

2.4 Liquiditätslage

Zur Finanzierung des operativen Geschäftes verfügt der Konzern neben den bereits genannten Komponenten Eigenkapital und Darlehen über ausreichende Kontokorrentlinien. Durch den Aufbau des Vorratsvermögens ergibt sich durch diese Kapitalbindung ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 6.665. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR - 2.937. Die Unternehmensgruppe war damit jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Deckungsbeitrag, EBITDA sowie Umsatzrentabilität betrachtet.

Die Umsatzerlöse 2023/2024 lagen bei EUR 87,8 Mio., der Deckungsbeitrag II (Nettoerlös abzgl. aller variablen Kosten) beträgt EUR 35,8 Mio., das sind 40,8 % vom Umsatz. Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 9,1 % vom Umsatz. Insgesamt hat der Konzern ein Jahresergebnis von TEUR 3.882 erwirtschaftet, das entspricht einer Umsatzrentabilität von 4,4 %.

III. Prognosebericht

Die ORANIER Unternehmensgruppe hat sich in den vergangenen beiden Jahren breiter aufgestellt. Mit der ORANIER Küchentechnik GmbH und der Elkas Logistic Solutions GmbH hat sich die Abhängigkeit von dem Markt für Einzelraumheizungen reduziert. In den einzelnen Bereichen sind die Strategien durchaus unterschiedlich.

1. ORANIER Heiztechnik-Gruppe

In den vergangenen Jahren hat der Markt überdurchschnittliche Wachstumsraten ermöglicht, die sich nun wieder normalisieren. Das breite Produktsortiment und die Vielzahl der Vertriebswege im In- und Ausland werden den Effekt bei ORANIER und JUSTUS weitgehend abfedern. Dennoch ist mit einem Rückgang im Umsatz und Ertrag zu rechnen.

2. ORANIER Küchentechnik GmbH

ORANIER Küchentechnik GmbH ist einer der wenigen kleineren Anbieter, der sich in dem von großen Konzernen dominierten Markt behaupten kann. Die Entwicklung der Geräte findet weitgehend im eigenen Haus statt, die Produktion erfolgt in verlängerter Werkbank bei leistungsfähigen Lieferanten in der ganzen Welt. Der Überwachung der Produktion und der intensiven Wareneingangskontrolle wird dabei höchste Priorität eingeräumt.

Die gesamtwirtschaftliche Schwäche führt auch zu Rückgängen im Küchen- und Möbelhandel. Dem begegnet ORANIER durch ein verstärktes Engagement als OEM-Partner für die Eigenmarken der großen Handelsketten wie XXXLutz, Segmüller oder Porta. Dabei wird nicht nur die Spezifikationen der Geräte übernommen, sondern auch die Disposition, die Logistik und der Aftersale-Service. So können die bestehenden Kapazitäten sehr gut genutzt werden. Mit einer Zunahme des Rohertrags soll so das Ergebnis in den kommenden Jahren schrittweise verbessert werden.

3. ORANIER Properties GmbH und ORANIER e-Power GmbH

Der Standort in Haiger-Sechshelden liegt nicht nur in der Mitte von Deutschland, sondern auch von Europa. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn in Verbindung mit einer repräsentativen Immobilie bietet nicht nur Potential für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe, sondern auch für die Mieter. Alle Räumlichkeiten sind langfristig vermietet, mit der Photovoltaikanlage auf den Hallendächern können die Ladesäulen versorgt werden.

4. Elkas Logistic Solutions GmbH

Durch die Zusammenlegung der Produktion kann ein effizienter Produktionsprozess realisiert und damit die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Im kommenden Geschäftsjahr ist wegen der anstehenden Umzugskosten zunächst noch mit einem schwachen Ergebnis zu rechnen.

5. Gesamt

Die Umsatzerlöse 2023/2024 lagen bei EUR 87,8 Mio., das Jahresergebnis bei TEUR 3.882. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024/2025 geht von einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse und des Deckungsbeitrags aus, ebenso von einer starken Reduzierung des EBITDA, das sich aber dennoch auf einem auskömmlichen Niveau bewegen wird. Es gilt dabei nach wie vor zu beachten, dass der Planbarkeit aufgrund des volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfelds durchaus Grenzen gesetzt sind.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Neben gesamtwirtschaftlichen Risiken ist unser Konzern diversen weiteren spezifischen Risiken ausgesetzt, die im Folgenden beschrieben sind:

1.1 ORANIER Heiztechnik GmbH und ORANIER Küchentechnik GmbH

Marktlage

Wie unter Ziffer II. 1. bereits beschrieben, lagen die Schwankungsbreiten sowohl in der Heiztechnik als auch in der Küchentechnik in den letzten Jahren im einstelligen Bereich. Nachdem ORANIER keine eigene Fertigung unterhält, liegt der Break-even-Point deutlich unter den Schwankungsbreiten. Zudem ist die Kundenstruktur breit angelegt, so dass keine ausgeprägte Abhängigkeit von einzelnen Abnehmern besteht.

Produktqualität

Durch die ausgelagerte Produktion hat ORANIER keinen unmittelbaren Einfluss auf die Produktqualität. Diese wird durch einen umfangreichen Leistungskatalog und Stichprobenkontrollen beim Wareneingang sichergestellt. Kundendienst-Statistiken und Fehler bei der Wareneingangsprüfung führen zu unmittelbaren Rückkopplungen in dem Leistungskatalog an die Lieferanten.

Versorgungssicherheit

Durch den Ausfall eines Lieferanten kann es zu Versorgungsengpässen kommen. Für jede Produktgruppe hat ORANIER allerdings mehrere alternative Lieferanten, auf die das Sortiment aufgeteilt ist. Im Falle des Ausfalls eines Lieferanten können nach einer Übergangszeit von 3 bis 4 Monaten die übrigen Lieferanten die fehlenden Fertigungskapazitäten ausgleichen.

Währungsrisiko Einkauf

Ca. 95 % der Fertiggeräte werden im Ausland zugekauft. Die Lieferverträge wurden ausschließlich auf Euro-Basis abgeschlossen. Bei starken Währungsschwankungen könnte es zu Nachverhandlungen der Lieferanten kommen.

Währungsrisiko Verkauf

Mehr als 98 % des Umsatzes wird im Euro-Raum getätigt, sodass von einer Währungsverschiebung nur der geringe Umsatzanteil mit der Schweiz betroffen ist.

EDV

Der Konzern verfügt über ein selbst programmiertes ERP-System, das laufend an die Bedürfnisse angepasst wurde. Dieses System kann nicht mehr weiterentwickelt werden und soll durch eine SAP-Lösung ersetzt werden. Die Prozessaufnahme ist erfolgt, die Schulungen laufen. Die Umstellung soll Mitte 2025 erfolgen.

Die Sicherung der Daten erfolgt regelmäßig und automatisiert.

Liquidität

Neben dem laufenden Betrieb werden aus dem Cash-Flow auch die Annuitäten für das Betriebsgelände und den Erwerb der ORANIER Küchentechnik bedient. Sollte die Ertragslage einbrechen, so bietet der vergleichsweise niedrige Verschuldungsgrad ausreichend Puffer.

Dem Risiko von Zahlungsstromschwankungen infolge Zinsänderungsrisiken begegnen wir durch Abschluss von Mikro-Hedges (Zinsswaps bzw. Zinsbegrenzungsgeschäften). Diese ökonomischen Sicherungsbeziehungen werden als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Konzernabschluss abgebildet.

Schadensrisiko

Für alle wesentlichen Risiken wie Cyber-Kriminalität, Feuer, Unwetter, Überschwemmung ist eine entsprechende Versicherung abgeschlossen, die Schäden weitgehend abdeckt. Der Selbstbehalt ist jeweils vergleichsweise niedrig und gemessen am Gesamtvermögen zu vernachlässigen. Die Verträge werden jährlich von einem internationalen Maklerbüro überprüft.

1.2 Elkas Logistic Solutions GmbH

Elkas unterhält eine eigene Fertigung und ist folglich sensibel bei Schwankungen im Auftragseingang. Mit Abrufaufträgen großer Kunden kann die Produktion allerdings für einige Monate nivelliert werden.

2. Chancenbericht

2.1 ORANIER Heiztechnik GmbH

Nach 2 Boomjahren hat sich der Markt in der Heiztechnik wieder normalisiert. ORANIER und JUSTUS zählen zu den Marktführern in Europa mit steigender Bedeutung. Diese lagen nicht nur in Deutschland, sondern auch in den von ORANIER bedienten ausländischen Märkten. Im kommenden Geschäftsjahr wird auf Grund der gesetzlichen Regelungen der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) zum Austausch von älteren Kaminöfen weiterhin mit einem starken Markt gerechnet. Außerdem werden wasserführende Geräte als Ergänzung zu Wärmepumpen eine interessante Kombination, um dem klimagerechten Umbau des Heizungsmarktes zu begegnen. Für diesen wachsenden Markt hat ORANIER neue Modelle entwickelt, die international ein interessantes Wachstumspotential bieten.

2.2 ORANIER Küchentechnik GmbH

Eine mögliche Rezession macht die Käufer besonders preissensibel. Große Möbelketten steigen auf Eigenmarken um, damit die Vergleichbarkeit geringer und die Wettbewerbsfähigkeit besser wird. ORANIER ist Partner von XXXLutz, Segmüller und Porta für deren Eigenmarken und wird im kommenden Jahr im OEM Bereich die Umsätze deutlich erhöhen.

2.3 ORANIER e-Power GmbH

Die exponierte Lage des Betriebsgeländes direkt neben der Autobahnabfahrt bietet der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen die Möglichkeit des schnellen Aufladens. Die 12 Schnellladesäulen können durch die Versorgung des Geländes mit Mittelspannung ausreichend mit Strom versorgt werden.

2.4 Elkas Logistic Solutions GmbH

Der neue Fertigungsstandort bietet ausreichend Platz und Kapazitäten, um bei verbesserter Wettbewerbsfähigkeit den Umsatz und Ertrag zu steigern.

3. Gesamtaussage

Alle Chancen und Risiken werden überschattet von der Klimakrise, dem Krieg in der Ukraine und der Verunsicherung der Bevölkerung infolge des Misstrauens gegenüber der Wirtschaftspolitik der Regierung. Die Menschen sind vorsichtig bei Neuanschaffungen, deshalb droht in Europa - wenn nicht sogar weltweit - eine Rezession.

ORANIER ist in der komfortablen Situation, dass mit den Kamin- und Pelletöfen Produkte angeboten werden, die in Krisenzeiten als Zweitheizung ein Stück Sicherheit geben.

Mit den aktuellen Erträgen aus der Heiztechnik ist die Unternehmensgruppe jederzeit in der Lage, eine mögliche Nachfragedelle in den übrigen Sparten ausgleichen zu können und so nicht nur die notwendige technische Weiterentwicklung der Produkte zu finanzieren, sondern auch den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

 

Haiger, den 31. Oktober 2024

Geschäftsleitung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FLIB GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FLIB GmbH, Haiger, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FLIB GmbH, Haiger, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschenburg, den 31. Oktober 2024

Siegwolf, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.6.2024 30.6.2023
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 192.399,00 134
2. Geschäfts- oder Firmenwert 700.436,00 959
3. geleistete Anzahlungen 0,00 892.835,00 77
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 6.959.313,00 7.110
2. technische Anlagen und Maschinen 115.120,00 118
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.146.306,00 1.230
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 475.516,05 11.696.255,05 12.589.090,05 1.329
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.670.135,00 4.241
2. unfertige Erzeugnisse 368.487,00 552
3. fertige Erzegnisse und Waren 13.762.885,79 10.983
4. geleistete Anzahlungen 367.258,07 18.168.765,86 709
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.479.607,51 10.358
2. sonstige Vermögensgegenstände 473.246,37 7.952.853,88 262
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.811.919,60 27.933.539,34 623
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.861,71 114
40.671.491,10 38.799

Passiva

30.6.2024 30.6.2023
EUR EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 255.000,00 255
II. Kapitalrücklage 119.500,00 120
III. Gewinnrücklagen:
1. gesetzliche Rücklage 9.128,07 9
2. andere Gewinnrücklagen 1.745.000,00 1.754.128,07 1.745
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 42.087,96 34
V. Gewinnvortrag 8.584.122,87 6.938
VI. Jahresüberschuss 3.881.786,57 14.636.625,47 3.146
B. Rückstellungen:
1. Steuerrückstellungen 2.187.819,54 958
2. sonstige Rückstellungen 5.051.630,03 7.239.449,57 4.925
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.933.423,14 11.634
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291.148,39 235
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.295.266,43 4.666
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.273.078,10 4.128
davon aus Steuern: EUR 656.677,80 (721)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 101.253,23 18.792.916,06 (97)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.500,00 3
E. Passive latente Steuern 0,00 3
40.671.491,10 38.799
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Zugänge Abgänge
1.7.2023 U = Umbuchungen 30.6.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
U 107.000,00
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.428.560,01 24.500,00 0,00 1.560.060,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.344.211,61 0,00 0,00 1.344.211,61
U 107.000,00
3. geleistete Anzahlungen 77.000,00 30.000,00 0,00 0,00
U 107.000,00 U 107.000,00
2.849.771,62 54.500,00 0,00 2.904.271,62
II. Sachanlagen:
U 279.165,05
1. Grundstücke und Bauten 10.970.637,10 17.331,55 0,00 11.267.133,70
2. technische Anlagen und Maschinen 175.015,92 29.972,17 0,00 204.988,09
U 2.530.576,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.675.321,71 881.359,79 47.019,68 7.040.237,96
U 2.809.741,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.328.902,28 1.956.354,96 0,00 475.516,05
U 2.809.741,19 U 2.809.741,19
16.149.877,01 2.885.018,47 47.019,68 18.987.875,80
U 2.916.741,19 U 2.916.741,19
insgesamt 18.999.648,63 2.939.518,47 47.019,68 21.892.147,42
kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge
1.7.2023 30.6.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.294.974,01 72.687,00 0,00 1.367.661,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 384.932,61 258.843,00 0,00 643.775,61
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.679.906,62 331.530,00 0,00 2.011.436,62
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 3.860.275,10 447.545,60 0,00 4.307.820,70
2. technische Anlagen und Maschinen 57.216,92 32.651,17 0,00 89.868,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.444.781,71 492.541,31 43.391,06 2.893.931,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.362.273,73 972.738,08 43.391,06 7.291.620,75
insgesamt 8.042.180,35 1.304.268,08 43.391,06 9.303.057,37
Buchwert
30.6.2024 30.6.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 192.399,00 133.586,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 700.436,00 959.279,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 77.000,00
892.835,00 1.169.865,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 6.959.313,00 7.110.362,00
2. technische Anlagen und Maschinen 115.120,00 117.799,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.146.306,00 1.230.540,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 475.516,05 1.328.902,28
11.696.255,05 9.787.603,28
insgesamt 12.589.090,05 10.957.468,28

Konzerneigenkapitalspiegel 2023/2024

Eigenkapital des Mutterunternehmens
gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen
EUR EUR EUR
Stand 1.7.2022 255.000,00 119.500,00 9.128,07
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2023/1.7.2023 255.000,00 119.500,00 9.128,07
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2024 255.000,00 119.500,00 9.128,07
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR
Stand 1.7.2022 1.745.000,00 1.754.128,07 1.873.628,07
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2023/1.7.2023 1.745.000,00 1.754.128,07 1.873.628,07
Ergebnisvortrag 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand 30.6.2024 1.745.000,00 1.754.128,07 1.873.628,07
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 1.7.2022 27.854,75 2.137.517,55 4.800.255,80 9.094.256,17
Ergebnisvortrag 0,00 4.800.255,80 - 4.800.255,80 0,00
Währungsumrechnung 6.792,24 0,00 0,00 6.792,24
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 3.146.349,52 3.146.349,52
Stand 30.6.2023/1.7.2023 34.646,99 6.937.773,35 3.146.349,52 12.247.397,93
Ergebnisvortrag 0,00 3.146.349,52 - 3.146.349,52 0,00
Ausschüttung 0,00 - 1.500.000,00 0,00 - 1.500.000,00
Währungsumrechnung 7.440,97 0,00 0,00 7.440,97
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 3.881.786,57 3.881.786,57
Stand 30.6.2024 42.087,96 8.584.122,87 3.881.786,57 14.636.625,47

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