Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 7519
Vorher
STF Werle GmbH Stahlbetonfertigteile und IngenieurbauSTF Stahlbetonfertigteile GmbHSTF-Holterman GmbH
Eingetragen
30.12.2004
Branche
Herstellung von vorgefertigten Bauelementen und Gebäuden aus Beton, Zement oder KalksandsteinHerstellung von Baublöcken und Mauersteinen aus sonstigem Beton, von Dachsteinen, Steinplatten und dergleichen aus Beton, Zement oder KalksandsteinHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Produktion, Handel und Vertrieb von Stahlbetonfertigteilen bzw. Betonprodukten und Transportbeton; des Weiteren alle Ingenieurbüroleistungen für das Bauwesen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rob Wensink
seit 12.10.2022
Prokura
Martin Lazor
seit 12.10.2022
Prokura
Geschäftsführer
Willem Hardeman
seit 7.2.2022
Geschäftsführer
Jan Hardeman
seit 7.2.2022
Geschäftsführer
Maikel John Holterman
seit 30.10.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
STF Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
STF Holding B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Holcon GmbH

Xanten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Holcon GmbH, Xanten

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Seit 2015 war eine kontinuierliche positive Entwicklung der deutschen Bauwirtschaft festzustellen. Nach einem mehrjährigen Inverstitionsstau in den Bereichen Gewerbeimmobilien, Verkehrswegebau und Wohnungsbau zeigte sich eine sehr gute Auslastung der Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe. Nach einem deutlichen Corona bedingten Einbruch im Frühjahr 2020 erfolgte im Jahr 2021 eine leichte Erholung der Bauwirtschaft. Dieser Trend wurde durch den Beginn des Ukraine Krieges im 1. Quartal 2022 deutlich zum Negativen umgekehrt. Steigende Energiekosten, erhebliche Materialpreiserhöhungen und steigende Zinsen verursachten eine erhebliche Steigerung der Baukosten. Der hohe Bedarf an Wohneinheiten in Deutschland kann nicht gedeckt werden, da eine wirtschaftliche Umsetzung kaum gegeben ist. In den Niederlanden wirken sich die die Vorschriften zur Reduzierung des CO 2 -Belastung zusätzlich stark behindernd für die Bauwirtschaft aus. Allgemein ist die Konsumfreude durch Unsicherheit bei der Kostenentwicklung der Lebenshaltungskosten stark gedämpft. Kostenintensive Forderungen zur CO 2 -Reduktion im Bauwesen belasten in Deutschland das Geschäftsklima. Die Erwartungen der Bauwirtschaft zur Geschäftsentwicklung sind 2022 eher pessimistisch.

Trotz der allgemen mit Negativtrend besetzten Geschäftsentwicklung der Bauwirtschaft im Jahr 2022 konnte die Holcon GmbH erneut ein starkes Wachstum erzielen. Ein sehr engagierter und erfolgreicher Vertrieb über die Holcon BV führte zu einem erheblichen Wachstum (Kubikmeterzahl) des Unternehmens. Insbesondere die Produktion/Lieferung von Betonfertigteilen für Rechenzentren im Raum Frankfurt führte zu einer deutlichen Umsatzsteigerung. Neben dem Anstieg der produzierten m3 trug auch die Inflation zu einem Umsatzwachstum bei.

Die durchschnittliche Anzahl der produzierten m3 lag im Jahr 2022 bei 1.178 m3. Vor allem im 4. Quartal 2022 lag die durchschnittliche Kubikmeterzahl auf einem hohen Niveau von 1.315 Kubikmetern je Woche.

Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. 59,6 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. Auch 2024 setzt sich die geteilte Entwicklung fort. Der Wirtschaftstiefbau wächst real um 7 %, der Hochbau verliert real 1%. Insgesamt werden im Wirtschaftsbau 2024 ca. 60 Mrd. Euro umgesetzt, real ein Zuwachs um knapp 3 %.

2. Umsatz und Auftragsenwicklung

Gemäß Betriebsgenehmigung (März 1981) ist für das Werk Xanten eine maximale tägliche Betonproduktion von 450 To. (180 m3) zugelassen. Daraus ergibt sich bei ca. 220 Produktionstagen eine maximale theoretische Kapazität von 39.600,- m3 (99.000 to.) p.a.

Betonumsatz Werke Xanten und Hattersheim

Umsatz 2020: 44.422 m3 Beton (Fertigteile) 26.911 TEUR
Umsatz 2021: 48.685 m3 Beton (Fertigteile) 24.597 TEUR
Umsatz 2022: 57.800 m 3 Beton (Fertigteile) 37.918 TEUR


Auftragsvolumen 31.12.2020 10.823 TEUR
Auftragsvolumen 31.12.2021 33.522 TEUR
Auftragsvolumen 31.12.2022 64.437 TEUR


Diese Angaben zur Umsatz- und Auftragsentwicklung umfassen sowohl das Hauptwerk in Xanten als auch die Zweigniederlassung in Hattersheim.

3. Investitionen

2019 EDV-Equipment, Cloud basierte IT-Systemumstellung inkl. neuer Hardware, Glasfaserleitung, BFW-Programm
2020 Recyclinganlage ; TT-Bahn Stahlschalung; Stahl wandschalung für Stehende Produktion
2021 Reparatur Mischanlage, Persönliche Schutzausrüstung, "Safety First"- diverse Investionen
2022 Brückenkran für Fertigteil-Lagerplatz, Erneuerung Kranschienenfundament, verschiedene interne Transportmittel, ein biegemaschine und verschiedene Ersatzinvestitionen.

4. Finanzierungsmaßnahmen bzw.- vorhaben

Die Finanzierung erfolgt innerhalb des Konzernverbundes.

5. Personal (Werk Xanten und Werk Hattersheim)

Mitarbeiter Verwaltung: 15 Mitarbeiter
Mitarbeiter Formenbau: 7 Mitarbeiter
Mitarbeiter Fertigteilproduktion, Werkslogistik: 130 Mitarbeiter


Altersversorgung: Betriebsrenten werden den Mitarbeitern nicht gewährt. Rückstellungen für die Kostenstelle sind nicht erforderlich.

Bis 2025 werden voraussichtlich 2 Mitarbeiter altersbedingt aus dem Personalbestand ausscheiden.

6. Umwelt / Arbeitssicherheit

Bezüglich Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorschriften wird das Unternehmen durch einen externen Dienstleister (DEKRA) überwacht.

Meldepflichte Unfälle 2018 02 Fälle (1 x Arbeitsunfall, 1 x Wegeunfall)
Meldepflichte Unfälle 2019 02 Fälle (2 x Arbeitsunfall)
Meldepflichte Unfälle 2020 04 Fälle (4 x Arbeitsunfall)
Meldepflichte Unfälle 2021 10 Fälle (10 x Arbeitsunfall)
Meldepflichte Unfälle 2022 12 Fälle (11 x Arbeitsunfall, 1 x Wegeunfall)


2021 wurde eine Kampagne zur Steigerung des Sicherheitsbewußtseins bezüglich Arbeitssicherheit der Mitarbeiter initiiert. Man hat sich an den Richtlinien der niederländischen "safety culture ladder" orientiert. Dieser Norm folgend wurde Zertifizierung die Qualitätsstufe 2 angestrebt. Die erfolgreiche Zertifizierung der Stufe 2 wird im März 2022 erreicht. Im Jahr 2023 erfolgt eine erneute Auditierung zur Verlängerung der Gültigkeit des Zertifikats. Ob man bereits 2023 die Zertifizierung nach Stufe 3 anstrebt, ist mit internen Audits zu prüfen. Die Richtlinien der höheren Qualitätsstufen fordern neben organisatorischen und technischen Änderungen im Betriebsablauf eine erhebliche Änderung der Denkweise der Mitarbeiter. Die begrenzt erscheinende Toleranz der Mitarbeiter, ihre langjährig tief verankerte Einstellung zum Thema Arbeitssicherheit vollumfänglich zu ändern stellt eine besondere Herausforderung für die Betriebsführung dar.

Das integrierte Managementsystem für Qualität- und Umweltschutz nach ISO 14001 ist dauerhaft sicher im Unternehmen etabliert. Die Rezertifizierung wurde 2022 erreicht. Maßnahmen zur Ressourcenschonung wurden erfolgreich umgesetzt.

7. Zweigniederlassungen

Als organisatorisch dem Werk in Xanten untergeordnete Produktionsstätte gibt es das Betonfertigteilwerk in Hattersheim (Siemensstrasse 1, 65795 Hattersheim)

Dieser Produktionsstandort dient als Kapazitätserweiterung für das Werk in Xanten. In Abstimmung mit dem unmittelbar angrenzenden Nachbarbetrieb ist eine Schiffsverladung der Fertigteile möglich. Via Rhein, Main, Donau ist eine Lieferung von der Nordseeküste bis zum schwarzen Meer möglich.

Das Werk in Hattersheim ist nicht ISO 14001 zertifiziert.

Durch die zentrale Lage im Rhein-Main Gebiet mit sehr aktiver Bautätigkeit ergeben sich Chancen zur Umsatzsteigerung bei Einsatz von effektiver Vertriebsstruktur. Seit 2019 wird hier auch für Bauvorhaben im Rhein-Main Gebiet produziert. Das Datacenter wurde 2020 erfolgreich fertig gestellt. 2021 wurde die Auslastung des Werkes in Hattersheim verbessert. Datacenter Projekte im Großraum Frankfurt und bei Berlin sowie Projekte in den Niederlanden, die via Schiffstransport wirtschaftlich bedient werden konnten, bestätigten den Wettbewerbsvorteil durch die Lage dieser Produktionsstätte.

Die Produktionsstätte in Hattersheim ist auch für die Qualitätsstufe 2 nach den Richtlinien der "Sicherheitskulturleiter" zertifiziert.

Da im Frankfurter Raum diverse weitere Datacenter geplant sind, sieht man weiterhin gute Chancen Folgeaufträge zu generieren.

8. Wesentlich Vorgänge des Geschäftsjahres

Übernahme durch die Hardeman-Gruppe

Das Jahr 2022 war durch eine Reihe von besonderen Ereignissen geprägt. Erstens war das Jahr 2022 geprägt durch die Übernahme durch die niederländische Hardeman-Gruppe im Januar 2022.

Situation in der Ukraine

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine hat unter anderem zu einem extremen Anstieg der Marktpreise für Stahl geführt (150 % im Vergleich zu historischen Höchstständen). Für eine Reihe von Werken hat dies zu erheblichen Verlusten im Vergleich zu den kalkulierten Stahlpreisen geführt. Um diese Verluste abzumildern, hat Holcon mit seinen Kunden zusammengearbeitet, um diese extremen Steigerungen mit den Beteiligten zu teilen. Im 3. und 4. Quartal 2022 fielen die Stahlpreise jedoch wieder stark. Durch höhere Kalkulationspreise für neue Arbeiten gelang es Holcon, diesen Verlust auszugleichen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die höheren Stahlpreise in einem rückläufigen Stahlmarkt berücksichtigt wurden.

II. Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 195 auf nunmehr T€ 7.819 (Vorjahr T€ 7.624) gestiegen. Das Verhältnis Anlagevermögen zur Bilanzsumme beträgt 9,1 % (Vorjahr 6,1 %) und das Umlaufvermögen zur Bilanzsumme 85,0 % (Vorjahr 78,4 %).

Die Veränderung der Aktiva resultiert in erster Linie aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 948 und einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 312.

Die Veränderung der Passiva ergibt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten auf T€ T€ 1.594 (Vorjahr T€ 858), einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 1.118 (Vorjahr T€ 1.487) und einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 5.081 (Vorjahr T€ 5.255).

Die verringerte bilanzielle Überschuldung ist durch Rangrücktritts- und Patronatserklärungen von Konzerngesellschaften gesichert.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft ist aktuell bilanziell überschuldet und weist ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung hat die Gesellschaft eine Rangrücktrittserklärung erhalten um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Ferner wurden neue vertragliche Regelungen geschaffen, die den Fortbestand der Gesellschaft sichern sollen.

Durch diese Konzernbeziehungen ist die Zahlungsfähigkeit sichergestellt, die Finanzierung und Fortbestand der Gesellschaft gesichert.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Jahr 2022 liegen um rund 35,0 % über dem Vorjahr. Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.829 auf T€ 37.918 gestiegen.

Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) liegt mit 66,5 % über Vorjahresniveau (59,85 %).

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Gesamtleistung) hat sich von 24,2 % im Vorjahr auf 18,8 % verringert.

Im Ergebnis sind die Material- und Personalaufwendungen im Vergleich zu den Umsatzerlösen geringer gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 523 auf T€ 714 verbessert.

III. Chancen, Risiken und ausblick der zukünftigen Entwicklung

4. Chancen

Die Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung werden als gut beurteilt. Das Fertigteilwerk ist durch regelmäßig erfolgte Reparaturen technisch und logistisch wettbewerbsfähig (Erweiterung Freilager mit 2. Portalkran, technische Aufrüstung der Mischanlage, Recyclinganlage für Frischbeton und Investitionen zur Prozessoptimierung). Der Personalbestand in der Produktion besteht überwiegend aus eigenem Personal mit den Anforderungen entsprechender Qualifikation. Die Altersstruktur läßt kein kurzfristes Ausscheiden von Mitarbeitern mit Know How Verlust erwarten. Organisatorisch erfolgt ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess durch digitale Aufrüstung.

Trotz dereher negativ prognostizierten konjunkturellen Entwicklung in der Bauwirtschaft für 2023 (N.V., februari 2023) erwartet man bei der Holcon GmbH keine Verschlechterung der Umsatzzahlen. Besonders der erfolgreiche Einstieg in das Produktsegment Datacenter läßt auch in den Folgejahren eine weitere gute Auslastung der Fertigteilwerke in Xanten und Hattersheim erwarten. Zu den potentiellen Auftraggebern deren Arbeitsmethodik deutlich von deutschen oder niederländischen Kunden abweicht, werden intensive Kontakte gepflegt, die einen Vorsprung vor Wettbewerbern begründen. Für 2023 und 2024 werden weitere Aufträge im Bereich Datacenter erwartet bzw. wurden bereits umgesetzt.

2. Risiken

Die Fertigteilbranche ist unmittelbar abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und von den damit verbundenen Investitionen.

Ein Insolvenzrisiko unserer Auftraggeber und damit verbundene Zahlungsausfälle wird durch abgesicherte Aufträge gemindert.

Ein Risiko für eine Erweiterung der Produktionskapazitäten bei gutem Auftragseingang besteht in der Tatsache des Mangels an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2015 in erheblichem Umfang nach Europa zugewanderte Personengruppen konnten die von der Politik prognostizierte Beseitigung des Mangels an Fachkräften nicht umsetzen.

Seit 2020 zeigten sich erste Versorgungsengpässe und deutlich steigende Preise für weltweit gehandelte Rohstoffe auf Rohölbasis sowie Holz und Stahl. Die anhaltende Störung von Lieferketten sorgten 2021 neben weiter steigenden Preisen für Rohstoffe und Energie für besondere Herausforderungen, Vorprodukte für die Fertigteilproduktion sowie Schalmaterial fristgerecht zu beschaffen. Bis 2022 sind die Preise nur noch weiter gestiegen. Auch für 2023 erwarten wir weitere Preiserhöhungen (DeSTatis, 2023).

Die wichtigsten Risiken für unsere Geschäftstätigkeit bleiben bestehen:

1. Der volatile Stahlmarkt;

2. Preissteigerungen bei Roh- und Hilfsstoffen;

3. Projektverschiebungen, die zu Produktionsausfällen und möglichen Insolvenzproblemen bei unseren Kunden führen;

4. Zunehmender regulatorischer Druck auf die Bauindustrie in den Niederlanden und Europa im Allgemeinen;

5. Speziell, als Folge von Punkt vier, die Diskussionen und Beschränkungen im Zusammenhang mit Stickstoff/PFAS;

6. Zunehmendes Ungleichgewicht auf dem Wohnungsmarkt.

Im Jahr 2022 haben wir eine hohe Nachfrage nach Betonelementen für Parkhäuser, Vertriebszentren und Datenzentren festgestellt. Dieser Trend führt dazu, dass viele Wettbewerber wie Holcon für das kommende Jahr volle Auftragsbücher haben. Die derzeitige Konjunkturwende wird jedoch dafür sorgen, dass der Wettbewerb zunehmen wird, was zu einem zusätzlichen Druck auf die Margen führen wird.

Die Versorgungslage von Kies ist zu beobachten, da man in Deutschland der Genehmigung weiterer Abbauflächen inzwischen häufig kritisch eingestellt ist.

Corona-Krise

Corona stellt - zumindest im Moment - kein Risiko dar, diese Gesundheitskrise scheint abgewendet zu sein.

Ukraine Krise

Der Ukraine Krieg hat entschiedenen Einfluss auf Energie und Materialpreise.

Mit diesen Risiken hat die gesamte Baubranche zu rechnen.

3. Ausblick

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von einem gut gefüllten Auftragsbuch. Im Jahr 2022 konnten wir fast 58.000 m3 produzieren. Für 2023 erwarten wir eine Produktion von etwa 55.000 m3 und einem Umsatz von rund 45 Millionen Euro, allerdings zu einem höheren Preis pro m3. Neben einer starken Marktposition auf dem niederländischen Markt, wo eine große Nachfrage nach Logistikzentren, Nutzgebäuden und Parkhäusern besteht, hat Holcon seine Aktivitäten in Deutschland erneut ausgebaut. Vor allem im Bereich der Rechenzentren hat sich Holcon dort einen guten Ruf erarbeitet, was zu interessanten Aufträgen in Berlin und Frankfurt geführt hat.

Der Trend zum vermehrten Einsatz von vorgefertigten Betonelementen auf Baustellen ist unverkennbar. Die Vorteile dieser Bauweise sind zahlreich: Die Produktion findet in einer kontrollierten Arbeitsumgebung statt, die Baustellenlogistik wird vereinfacht, die Bauzeit verkürzt sich und der Preis ist wettbewerbsfähig. Um der steigenden Nachfrage nach Betonfertigteilen gerecht zu werden, sind unsere beiden Werke in Xanten und Hattersheim (Frankfurt) voll ausgelastet. Dabei bleibt es eine Herausforderung, genügend qualifiziertes Personal zu finden, um die bekannt hohe Qualität von Holcon weiterhin zu gewährleisten.

In den letzten zehn Jahren hat sich Holcon von einem kleinen Unternehmen zu einem Marktführer für strukturelle Betonelemente auf dem niederländischen Markt entwickelt, der sich durch exzellente Ingenieurskunst, hervorragende Planung und Lieferung von hoher Qualität zu einem vernünftigen Preis auszeichnet. Die nächste Herausforderung besteht darin, eine zunehmend solide Position auf dem "Heimatmarkt" Deutschland zu erlangen, wobei Aufträge für Rechenzentren die ersten Schritte sind.

Wir müssen uns weiterhin als Unternehmen profilieren, indem wir an der Spitze der zukünftigen Entwicklungen stehen.

Anfang 2023 mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Trendwende. Die Zurückhaltung der Verbraucher und Unternehmen ist unverkennbar. Die Kaufkraft der Privatpersonen sinkt aufgrund der hohen Inflation, der hohen Hypothekenzinsen und der geänderten Gesetzgebung bezüglich der Box-3-Vermögen. Dies macht es für Privatpersonen weniger interessant, in Immobilien zu investieren. Darüber hinaus besteht nach wie vor Ungewissheit über die Entwicklung des Stickstoffdossiers. Die Aussichten für den Bausektor für das Jahr 2023 und darüber hinaus sind daher weniger günstig. Insbesondere die gestiegenen Zinssätze lassen die Nachfrage nach neuen Wohnungen sinken. Auch die Aussichten für den Tiefbau sind wenig aussichtsreich. Viele Investitionspläne stehen aufgrund stark gestiegener Baukosten und längerer Lieferzeiten unter Druck. Die oben genannten Punkte geben Holcon keinen unmittelbaren Anlass zur Sorge, da wir nicht von einem bestimmten Sektor abhängig sind und die Art der Aufträge, die wir bearbeiten können, ziemlich einzigartig ist. Sie sind jedoch auch keine Signale, die man abtun sollte. Der Bausektor wird schrumpfen, was sich auf Holcon auswirken wird.

IV. Forschung , Entwicklung

Das vor einigen Jahren entwickelte eigene Holcon-Bausystem wurde in einigen Referenzbauvorhaben, (Villa Flora, Venlo, Verwaltung SOZAWe, Groningen), hinsichtlich Praxistauglichkeit erprobt. Für eine größere Verbreitung auf dem Fertigteilmarkt erscheint eine intensivere Vertriebspolitik förderlich. Das Potential wurde bisher nicht aktiviert, da konventionelle Bauvorhaben für weitgehende Auslastung der Produktionskapazitäten sorgten.

Aus aktuellem Anlaß wird der partielle Ersatz von natürlichen Zuschlagstoffen (Kies) für die Betonherstellung durch recyceltes Betongranulat untersucht. Für die erforderlichen Eigenschaften des in den STF Holterman Fertigteilwerken verwendeten Betons ist eine besondere, von Fremdstoffen weitgehend freie Qualität des recycelten Betongranulats erforderlich.

Die physikalischen Eigenschaften des Betongranulats weichen soweit von denen des Kieses ab, das besondere Maßnahmen beim Betonrezept und Verarbeitungsprozess berücksichtigt werden müssen.

Der Einsatz von Betongranulat wurde in größerem Umfang 2020 für das Projekt "Westflank" in Utrecht erfolgreich eingesetzt. Mit den gesammelten Erfahrungen und Kontakten zu leistungsfähigen Rohstofflieferanten können zukünftig aus Klimaschutzgründen vermehrt erwartete Bauvorhaben mit diesen Anforderungen bedient werden.

 

Xanten, den 11. Oktober 2024

Holcon GmbH

Jan Hardeman

Willem Hardeman

Hendrik Arend Hardeman

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.235.080,05 707.347,44
I. Sachanlagen 1.235.080,05 707.347,44
1. technische Anlagen und Maschinen 1.226.619,67 657.577,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.460,38 49.770,07
B. Umlaufvermögen 4.396.527,97 6.649.195,98
I. Vorräte 1.716.707,41 2.096.552,08
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.000,00 30.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.686.707,41 2.066.552,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.464.962,18 4.312.033,68
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.085,18 75.799,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.348.168,02 4.195.681,71
3. sonstige Vermögensgegenstände 64.708,98 40.552,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 214.858,38 240.610,22
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 462.785,73
Aktiva 5.631.608,02 7.819.329,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 530.819,51 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 6.237.121,76 6.237.121,76
III. Verlustvortrag 6.749.907,49 7.464.077,39
IV. Jahresüberschuss 993.605,24 714.169,90
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 462.785,73
B. Rückstellungen 39.100,00 26.500,00
1. sonstige Rückstellungen 39.100,00 26.500,00
C. Verbindlichkeiten 5.061.688,51 7.792.829,15
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.297,06 1.118.162,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 522.297,06 1.118.162,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.708.146,08 5.081.108,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.708.146,08 5.081.108,25
3. sonstige Verbindlichkeiten 831.245,37 1.593.558,14
davon aus Steuern 123.856,00 657.575,16
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21.669,48 2.350,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 831.245,37 1.593.558,14
Passiva 5.631.608,02 7.819.329,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.541.773,52 37.917.673,89
2. sonstige betriebliche Erträge 47.787,69
3. Materialaufwand 22.180.681,67 25.223.675,19
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.086.839,99 19.059.977,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.093.841,68 6.163.697,88
4. Personalaufwand 7.605.110,98 7.119.815,99
a) Löhne und Gehälter 6.122.806,45 5.730.641,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.482.304,53 1.389.174,60
5. Abschreibungen 183.240,12 107.964,80
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 183.240,12 107.964,80
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.388.003,03 4.673.112,05
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 384,66 96,48
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 191.517,14 126.820,13
9. Ergebnis nach Steuern 993.605,24 714.169,90
10. Jahresüberschuss 993.605,24 714.169,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Holcon GmbH, Xanten

1. Allgemeine Angaben

Die Holcon GmbH hat ihren Sitz in Xanten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kleve (HR B Reg.Nr. 7519).

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zu den Bilanzierungs, Bewertungs- und Ausweismethoden

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung angewendet und von der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer und degressiver Abschreibungen bewertet. ofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 10 und 20 Jahren.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Hierbei wird als Bewertungsvereinfachungsverfahren die sogenannte FiFo-Methode eingesetzt.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Holcon GmbH

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen * 1.084.299,56 710.972,73 0,00 1.795.272,29
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.240,69 0,00 0,00 144.240,69
1.228.540,25 710.972,73 0,00 1.939.512,98
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen * 426.722,19 141.930,43 0,00 568.652,62
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.470,62 41.309,69 0,00 135.780,31
521.192,81 183.240,12 0,00 704.432,93
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen * 1.226.619,67 657.577,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.460,38 49.770,07
1.235.080,05 707.347,44

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Die Gesellschaft weist ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf. Die Gesellschaft hat hierzu eine Rangrücktrittserklärung und Patronatserklärung von Konzerngesellschaften erhalten und den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Rückstellungen für Personal (Urlaub, Überstunden) 10 10
Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen 25 13
sonstiges 4 4
39 27

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 1.224 (Vorjahr T€ 417). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung von T€ 4.932 (Vorjahr T€ 4.664) enthalten.

Latente Steuern

Zum Abschlussstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuer. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:

a) abweichenden Abschreibungen (technische Anlagen und Maschinen),

b) steuerlichen Verlustvorträgen

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Erlöse aus dem Verkauf von Betonfertigteilen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

2023
T€
2022
T€
Mieten und Mietnebenkosten 4.126 3.462
Werbe- und Reisekosten 97 274
Reparatur und Instandhaltung 210 194
Rechts- und Beratungskosten 186 165
Entsorgungskosten 172 197
Kfz-Kosten 44 48
sonstiges 553 333
5.388 4.673

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 191 (Vorjahr T€ 127).

5. Sonstige Pflichtangaben

Personal

Es waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 28 32
Arbeiter 122 120
150 152

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

Jan Hardeman, kaufmännische und operative Geschäftsführung, Lunteren / Niederland

Willem Hardeman, kaufmännische und operative Geschäftsführung, Lunteren / Niederland

Hendrik Arend Hardeman, kaufmännische und operative Geschäftsführung, Kootwijkerbroek / Nie derland

Da nur drei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Gesamt Restlaufzeiten
T€ bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.482 1.482 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.482 1.482 0 0
- aus sonstigen Verträgen 2 2 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Summe 1.484 1.484 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.484 1.484 0 0

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

• Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

• Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

• Finanzierungen

• Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

• Abreden im Ein- oder Verkauf

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:

Art der Beziehung Art des Geschäfts
in T€
direktes sowie alle übergeordneten Mutterunternehmen übrige verbundene Unternehmen Verkäufe von Vermögensgegenständen 34.391
Kauf von Vermögensgegenständen 159
Nutzung von Vermögensgegenständen (Pacht, Miete, Leasing) 1.826
Erhaltene Finanzierungen 4.932
Zins- und ähnliche Aufwendungen 191
Erhaltene Bürgschaften/Garantien 4.000

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Holcon Holding B.V. (vormals STF Holding B.V.) mit Sitz in Markelo/Niederlande, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Markelo erhältlich.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 994 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Xanten, den 11. Oktober 2024

Holcon GmbH

Jan Hardeman

Willem Hardeman

Hendrik Arend Hardeman

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Holcon GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Holcon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Holcon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf Angabe der Finanzlage im Anhang sowie die Angaben zu den Risiken des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft die Überschuldung abbauen konnte und die Liquidität abgesichert ist. Aufgrund der Überschuldung der vergangenen Jahre deutet dies weiterhin auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Meine Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert, da die Gesellschaft eine Patronatserklärung erhalten hat und somit den Fortbestand zum 31. Dezember 2023 gesichert hat.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in meiner Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; ich gebe kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die unten beschriebenen Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Ich bestimme von den Sachverhalten, die ich mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert habe, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

 

Gronau, 16. Oktober 2024

Stephan Busmann, Wirtschaftsprüfer

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