Viktor Baumann GmbH & Co Kommanditgesellschaft

53332 Bornheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRA 2617
Eingetragen
19.11.1974

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Viktor Baumann GmbH & Co Kommanditgesellschaft

Bornheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

VIKTOR BAUMANN GMBH & CO. KG, BORNHEIM

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 11.162.812,75 4.937,0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.251,00 19,0
II. Sachanlagen 11.103.561,75 4.868,0
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.208,00 1,4
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.567.184,00 4.006,1
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.118.625,00 627,3
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.544,75 233,2
III. Finanzanlagen 50.000,00 50,0
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50,0
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.859.852,22 5.651,9
I. Vorräte 196.787,51 121,3
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.942.147,99 4.430,0
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 6.009,20 (Vorjahr: TEUR 21,3)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.720.916,72 1.100,6
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 48.220,34 28,0
18.070.885,31 10.616,9

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL 5.106.008,65 3.618,4
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 900.000,00 900,0
II. Rücklagen 2.718.395,67 2.129,5
III. Jahresüberschuss 1.487.612,98 588,9
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.030.600,00 296,8
1. Steuerrückstellungen 70.000,00 0,0
2. Sonstige Rückstellungen 960.600,00 296,8
C. VERBINDLICHKEITEN 11.934.276,66 6.701,7
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 7.158.048,90 (Vorjahr: TEUR 3.765,6)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen: EUR 16.151,93 (Vorjahr: TEUR 11,3)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 867.362,44 (Vorjahr: TEUR 860,0)
18.070.885,31 10.616,9

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Rohergebnis 12.504.044,99 10.824,1
2. Personalaufwand 6.545.154,57 6.527,4
a) Löhne und Gehälter 5.374.433,58 5.349,9
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.170.720,99 1.177,5
- davon für Altersversorgung: EUR 7.519,70 (Vorjahr: TEUR 8,5)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.210.742,05 939,8
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.854.230,37 2.539,4
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.289,12 1,6
6. Aufwendungen aus Verlustübernahme 147.238,95 119,8
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 167.149,19 82,6
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 70.000,00 0,0
9. Ergebnis nach Steuern 1.512.818,98 616,7
10. Sonstige Steuern 25.206,00 27,8
11. Jahresüberschuss 1.487.612,98 588,9

Anhang 2023

Viktor Baumann GmbH & Co. KG, Bornheim

A. Allgemeine Angaben

Die Viktor Baumann GmbH & Co. KG mit Sitz in Bornheim wird beim Registergericht Bonn unter der Nummer HRA 2617 geführt. Die Gesellschaft ist nach § 267a Abs. 1 HGB i.V.m. § 264a HGB als mittelgroße Personengesellschaft einzustufen.

B. Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gliederung der Bilanz erfolgte unter Beachtung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Liquide Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verwiesen, der Bestandteil des Anhangs ist.

An folgenden Gesellschaften hält die Viktor Baumann GmbH & Co. KG mindestens 20% der Anteile:

Eigenkapital zum Jahresergebnis
Gesellschaft Anteil in % 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
B.I.L.T. Baumann Industrie & Logistik Training GmbH, Bornheim 100,0 25,0 25,0 0,0 0,0
Kran & Schwerlastservice Bonn GmbH, Bonn 100,0 25,0 25,0 0,0 0,0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 3.260,25 (i. Vj. EUR 9.099,10) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 2.848 (i. Vj. TEUR 1.096) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 9.086 (i. Vj. TEUR 5.606) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und davon TEUR 1.795 (i. Vj. TEUR 411) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 1.199 (i. Vj. TEUR 744) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 5.960 (i. Vj. TEUR 3.021) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und davon TEUR 1.795 (i. Vj. TEUR 411) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 16 TEUR (i. Vj. TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 11).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höher durch Sicherungsübereignung der finanzierten Gegenstände besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind i.H.v. TEUR 364 durch Sicherungsübereignung der finanzierten Gegenstände besichert.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Posten i.H.v. EUR 500.000,00 (Vorjahr EUR 0,00) für Verfahrenskosten enthalten.

F. Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften: EUR 10.041.732,26 (Vorjahr EUR 4.771.328,07)

davon für nahestehende Unternehmen: EUR 10.041.732,26 (Vorjahr EUR 4.771.328,07)

Mit einer Inanspruchnahme wird wegen der guten Liquiditäts- und Kapitalausstattung der Gesellschaften, für die die Bürgschaften gewährt wurden, nicht gerechnet.

G. Sonstiges

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverpflichtungen: EUR 3.905.758,40 (Vorjahr EUR 3.950.484,99)

Die Gesellschaft hat mehrere Mietverträge mit Restlaufzeiten bis zum 31. Dezember 2023 abgeschlossen. Die Mietverpflichtungen belaufen sich auf EUR 3.342.347,40 (Vorjahr EUR 3.282.347,40) netto und bestehen vollumfänglich gegenüber nahestehenden Unternehmen. Zusätzlich hat die Gesellschaft Leasingverträge mit Restlaufzeiten bis zu 60 Monaten abgeschlossen. Die Leasingverpflichtungen belaufen sich insgesamt auf EUR 563.411,00 (Vorjahr EUR 668.137,59) netto.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Durchschnittliche Beschäftigtenanzahl
Angestellte
-kaufmännische 31 26
-technische 18 13
Gewerbliche Arbeitnehmer 73 89
Gesamt 122 128

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Geschäftsführung obliegt der Viktor Baumann GmbH, Bornheim, diese vertreten durch ihre Geschäftsführerin:

Frau Sabine Baumann-Duvenbeck (Geschäftsführerin), Bonn

Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Komplementärin der Viktor Baumann GmbH & Co. KG, Bornheim, ist die Viktor Baumann GmbH, Bornheim, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 30.000,00.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.487.612,98 mit den Rücklagenkonten der Gesellschafter zu verrechnen.

 

Bornheim, den 21. Februar 2025

Viktor Baumann GmbH

Sabine Baumann-Duvenbeck

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 240.732,89 0,00 0,00 1.789,52 238.943,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 95.094,01 0,00 0,00 0,00 95.094,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.691.595,49 5.402.730,85 180.246,77 359.172,37 11.915.400,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.767.940,53 1.659.802,43 53.000,00 1.658.735,41 2.822.007,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 233.246,77 416.544,75 -233.246,77 0,00 416.544,75
9.787.886,80 7.479.078,03 0,00 2.017.907,78 15.249.047,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
10.078.609,69 7.479.078,03 0,00 2.019.697,30 15.537.990,42
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 221.695,89 9.786,00 1.789,52 229.692,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.736,01 150,00 0,00 93.886,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.685.495,49 1.000.218,62 337.497,37 3.348.216,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.140.611,53 200.587,43 1.637.816,41 703.382,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.919.843,03 1.200.956,05 1.975.313,78 4.145.485,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.141.538,92 1.210.742,05 1.977.103,30 4.375.177,67
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.251,00 19.037,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.208,00 1.358,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.567.184,00 4.006.100,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.118.625,00 627.329,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.544,75 233.246,77
11.103.561,75 4.868.033,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
50.000,00 50.000,00
11.162.812,75 4.937.070,77

Lagebericht der Geschäftsjahr 2023

Der Lagebericht wird in folgende Berichtsteile untergliedert:

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

1.2 Überblick über den Geschäftsverlauf

2. Ertragslage

3. Vermögenslage

4. Risikobericht

5. Chancenbericht

6. Zukünftige Entwicklung und Nachtragsbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

In der organisatorischen Struktur der Baumann Unternehmensgruppe handelt es sich bei der Viktor Baumann GmbH & Co. KG um die Betriebsgesellschaft, die in dieser Rechtsform seit Oktober 1974 besteht. Die familiären Wurzeln des Unternehmens lassen sich bis ins 19. Jahrhundert verfolgen.

Unternehmensgegenstand ist in erster Linie der Großraum- und Schwertransport im Straßengüterverkehr sowie Kran- und Montagearbeiten mittels mobilen Autokranen bis 500 to. Hubkraft und sonstigen hydraulischen Hebe- und Verschubvorrichtungen. Des Weiteren ist die Vermietung von Lagerfläche für Schwergut ein Bestandteil des Unternehmens.

Der Sitz des Unternehmens ist in Bornheim bei Bonn.

Mit Zertifikat-Registrier-Nr. 01 013 2300640 SCC-SCP vom 06.10.2023 hat die TÜV Rheinland Cert GmbH, Köln bescheinigt, dass wir für die Planung und Durchführung von Autokranarbeiten, Schwertransporten und Montagen ein Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Managementsystem (SGU-Managementsystem) eingeführt haben und anwenden. Durch ein Audit wurde der Nachweis erbracht, dass dieses SGU-Managementsystem die Forderungen der SCCP**-Checkliste (**uneingeschränkte Zertifizierung Petrochemie) des SCC (Sicherheits Certifikat Contraktoren) - Sektorkomitees erfüllt. Das Zertifikat ist gültig bis 19.10.26. Weiterhin wurde der Nachweis erbracht, dass wir aufgrund dieses Qualitäts- Managementsystems die Forderungen der Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfüllen. Das Überwachungs-Audit ist bereits in der Vorbereitung für den Herbst 2026. Die Gesellschaft verfügt über die Lizenz Nr. D-05-051-G1044 der Europäischen Gemeinschaft, ausgestellt vom Landrat des Rhein- Sieg-Kreises, die das Unternehmen berechtigt, auf allen Verkehrsverbindungen für die Wegstrecken im Gebiet der Gemeinschaft grenzüberschreitenden, gewerblichen Güterkraftverkehr im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1072/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.10.2009 und der allgemeinen Bestimmungen dieser Lizenz durchzuführen. Die Lizenz wurde am 11.06.2015 verlängert und gilt bis zum 28.06.2025.

1.2 Überblick über den Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 haben sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedingt durch die Corona Krise und der verschiedenen Lockdowns aufgehoben und der normale Geschäftsbetrieb hat wieder Fahrt aufgenommen. Der Umsatz hat sich dadurch um 8,9 % auf 22,2 Mio. EUR gesteigert. Der Dieselpreis hat sich in 2023 trotz des Ukrainekriegs wieder entspannt.

Anfang des Jahres 2023 ist es bei einem Kesselbrückentransport eines Transformators im Umspannwerk Niederzier zu einem Unfall gekommen. Der Transformator ist mit der Kesselbrücke umgekippt. Dadurch kam es zu einem Totalschaden des Transformators. In einem Verfahren vor dem Landgericht Straubing wurde von der 2. Kammer für Handelssachen ein Vergleichsvorschlag zur Abwicklung des Schadens gemacht, der durch die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgedeckt ist. Die Zustimmung der Verfahrensbeteiligten zu diesem Vergleich steht zum Teil noch aus.

Die Auslastung im Bereich Schwertransport hat aufgrund des Ausbaus der Netzinfrastruktur im Bereich Netzleitung konstant Fahrt aufgenommen. Die Nachfrage für Transformatorentransporte wird in den nächsten Jahren konstant bleiben. Leider kommt es bei diesen Projekten immer wieder zu Terminverschiebungen. Dies kann verschiedene Gründe haben, der Transformator ist beim Hersteller nicht durch das Prüffeld gegangen oder das Umspannwerk ist aus umwelttechnischen Aspekten noch nicht genehmigt. Diese Verschiebungen beeinflussen eine zuverlässige Umsatzprognose stark.

In der Sparte Kranarbeiten hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1 Mio. auf 6,8 Mio. EUR. verbessert. Diese Steigerung wurde durch eine große Abstellung im Werk eines Rahmenvertragspartners eingefahren. Gleichzeitig konnte diese Auslastung nicht mit dem eigenen Fuhrpark geleistet werden, was zu einer Steigerung der Fremdkranleistung von 645 Tsd. EUR. führte.

2. Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Rohertrag 12.219 10.407 1.810
Personalaufwand 6.421 6.402 19
Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.211 940 271
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.355 2.413 58
2023 2022 Veränderung
Betriebsergebnis 2.232 652 1.580
Beteiligungsergebnis -147 -120 -27
Finanzergebnis -164 -81 -83
Neutrales Ergebnis -363 138 -501
Ertragsteuern -70 0 -70
Jahresergebnis 1.488 589 899

Die wesentlichen Entwicklungen sowie verschiedene Kennzahlen der Ertragslage für die Geschäftsjahre 2023 - 2022 stellen sich wie folgt dar:

Der Rohertrag sowie das Jahresergebnis zeigen folgende Entwicklung:

2023 2022
Rohertrag (in T€) 12.219 10.407
Jahresergebnis (in T€) 1.488 589

Der Personalaufwand im Verhältnis zum Rohertrag zeigt folgende Entwicklung:

2023 2022
Personalaufwand (in T€) 6.421 6.402
Rohertrag (in T€) 12.219 10.407
Personalaufwendungen (in%) 52,6 61,5

Die durchschnittliche Beschäftigung lag im Jahr 2023 auf Vorjahresniveau:

2023 2022
Aufwendungen (in T€) 2.355 2.413
Rohertrag (in T€) 12.219 10.403
Aufwendungen (in %) 19,3 23,2

3. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 9 19 -10
Sachanlagen 11.104 4.868 6.236
Finanzanlagen 50 50 0
11.163 4.937 6.226
Umlaufvermögen
Vorräte 197 121 76
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.645 4.266 -621
Forderung gegen Gruppenunternehmen 706 130 576
Sonstige Vermögensgegenstände 591 34 557
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 48 28 20
Flüssige Mittel 1.721 1.101 620
6.908 5.680 1.228
18.071 10.617 7.454
Passiva
Eigenkapital
Festkapitalanteile 900 900 0
Rücklagen 2.718 2.130 588
Bilanzgewinn 1.488 589 899
5.106 3.619 1.487
Fremdkapital
mittel- und langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.152 3.759 3.393
Verbindlichkeiten gegenüber Gruppenunternehmen 2.000 0 2.000
Mietkaufverbindlichkeiten 364 467 -103
9.516 4.226 5.290
Fremdkapital
kurzfristig
Rückstellungen 1.031 297 734
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6 7 -1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.205 777 428
Verbindlichkeiten gegenüber Gruppenunternehmen 166 477 -311
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 867 860 7
Sonstige Verbindlichkeiten 174 354 180
3.449 2.772 677
18.071 10.617 7.454

Die wesentlichen Entwicklungen sowie verschiedene Kennzahlen der Vermögenslage für die Geschäftsjahre 2023 - 2022 stellen sich wie folgt dar:

Die Sachanlagenintensität zeigt folgende Entwicklung:

2023 2022
Sachanlagen (in T€) 11.104 4.868
Bilanzsumme (in T€) 18.071 10.617
Sachanlagenintensität (in %) 61,4 45,9

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zur Bilanzsumme zeigen folgende Entwicklung:

2023 2022
Forderungen aus LuL (in T€) 3.645 4.266
Bilanzsumme (in T€) 18.071 10.617
Forderungen aus LUL (in %) 20,2 40,2

Das Eigenkapital ist zum Stichtag mit TEUR 5.091 positiv.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zur Bilanzsumme zeigen nachfolgende Entwicklung:

2023 2022
Verbindlichkeiten aus LuL (in T€) 1.205 777
Bilanzsumme (in T€) 18.071 10.617
Verbindlichkeiten aus LuL (in %) 6,7 7,3

4. Risikobericht

Umfeld- und Branchenrisiken

Der Unternehmensgegenstand ist aufgegliedert in die Bereiche Großraum- und Schwertransport im Straßengüterverkehr sowie Kran- und Montagearbeiten mittels mobilen Autokranen und sonstigen hydraulischen Hebe- und Verschubvorrichtungen. Die Ertragslage bildet so die Abhängigkeit von den jeweiligen Branchen und den daraus resultierenden Risiken ab.

Die Kundenstruktur in den Bereichen Großraum- und Schwertransport besteht aus Maschinen- und Anlagenbauern, Bauindustrie sowie aus den Bereichen Energieversorgung und Netzausbau. Kran- und Montagearbeiten sowie die Vermietung von Lagerfläche werden im regionalen Einzugsbereich der Standorte durchgeführt, sind aber nicht von einer bestimmten Branche abhängig.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Jahr 2023 langsam auf das Niveau von 5,9 % gefallen. Dies wird sich in den kommenden Jahren auf ein nahezu normales Niveau austarieren. Die Teuerungsrate bei Rohstoffen ist zum Teil bis auf 50 % angestiegen. Das bringt auf der einen Seite eine deutliche Kostensteigerung auf Seiten des Einkaufs, andererseits sind dadurch ganze Industrien, wie z.B. die Bauindustrie, fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Die betriebswirtschaftlichen sowie volkswirtschaftlichen Folgen der maroden Infrastruktur spitzen sich trotz der bereits ergriffenen und durchgeführten Maßnahmen immer weiter zu. Fast täglich werden weitere Brücken abgelastet. Das resultiert in längeren Transportrouten und führt damit zu höheren Kosten, gleichzeitig nehmen die genehmigungsrelevanten Auflagen zur Durchführung des Transports exorbitant zu. Die externen Kosten belasten die gesamte Branche erheblich und somit verliert der Standort Deutschland immer weiter im Marktvergleich mit anderen Industrienationen.

Seit 2021 wird das Genehmigungsverfahren für genehmigungspflichtige Transporte / Kranfahrten von der Autobahn GmbH bearbeitet, was inzwischen fast zu einem Kollaps des Systems geführt hat. Die Bearbeitungszeiten für Transportgenehmigungen liegen heute, je nach Bundesland, zwischen 10-12 Wochen. Dabei kommt es vermehrt vor, dass im Voraus geplante Transporte nicht an dem terminierten Termin starten können, da die Genehmigung noch nicht vorliegt. Ein Verständnis der Kundenseite über diesen Zustand ist schwierig zu erreichen. Auch die Unternehmen aus den grenzanliegenden Standen sehen mit Unverständnis auf den Standort Deutschland.

Personalrisiken

Der Fachkräftemangel ist in allen Branchen gegenwärtig. In den letzten Jahren sind viele langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand gegangen. Dies hat sich auch in 2023 fortgesetzt. In der gesamten Logistikbranche fehlen jährlich 70.000 LKW-Fahrer. Der Anteil der Berufskraftfahrer, die kurz vor dem Ruhestand stehen, liegt mit 39 % deutlich über dem Durchschnitt in allen Berufen von 25 %. Diese Entwicklung wird weitreichende Folgen haben, wenn es langfristig zu Engpässen in der Logistikbranche kommt. Das kann zu möglichen Engpässen in der Versorgung der Wirtschaft und der Gesellschaft führen, von denen ganze Industriezweige abhängig sind.

Im Gegensatz zu dem nationalen Trend wurden die vakanten Fahrerstellen in der Viktor Baumann GmbH & Co. KG neu besetzt. Durch die firmeninterne Aus- und Weiterbildung von jungen Mitarbeitern konnten gleichzeitig Positionen im Projektmanagement erfolgreich besetzt werden. Das Angebot an Ausbildungsplätzen im kaufmännischen und operativen Bereich wurde ebenfalls ausgeweitet und alle Stellen konnten zufriedenstellend besetzt werden.

Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass durch den demographischen Wandel Stellen zukünftig unbesetzt bleiben und daraus folgernd Projekte nicht realisiert werden können oder zeitlich verschoben werden müssen. Um diesem Riskio stärker zu begegnen, haben wir in 2021 die B.I.L.T. (Baumann Industrie und Logistik Training) gegründet, um eigenes Personal besser zu qualifizieren und neue Mitarbeiter dadurch zu gewinnen. Um dieses Geschäftsfeld zu stärken und um weitere Synergien darin zu heben, wurde im November 2023 mit Wirkung zum Januar 2024 der Geschäftsbetrieb des Logistik-Trainings-Zentrums Neuss durch die B.I.L.T. erworben.

5. Chancenbericht

Das Ziel der CO 2 -neutralen Energieversorgung ist eine große Chance für den Logistikmarkt. Der Netzausbau wird der Branche in den kommenden zehn Jahren eine konstante Auslastung bieten. Gleichzeitig müssen die Umspannwerke entsprechend dem gestiegenen Bedarf erneuert und ausgebaut werden. Um im Wettbewerb von Transformatoren-Transporten leistungsfähiger gegenüber dem Wettbewerb zu sein, ist die Bestellung einer weiteren Kesselbrücke mit höherer Gewichtskapazität geplant.

Eine Initiative für die alternative Energie "Wasserstoff" wurde mit starken Partnern aus der Region ins Leben gerufen. Die Partner kommen aus den Bereichen Logistik, Energie und der Verwaltung. Der Wasserstoff wird für die Logistik der Treibstoff der Zukunft sein.

6. Zukünftige Entwicklung und Nachtragsbericht

Im Bereich Kran- und Montagearbeiten sind die Rahmenvertragspartner durch die enorme Steigerung der Energiekosten stark betroffen. Einer dieser Kunden plant für 2024 die Nachfrage/den Bedarf an Kran- und Montageleistung auf 30 % des vorherigen Umsatzes zu reduzieren. Dieser Einbruch soll durch die Neukundengewinnung in der Chemie aufgefangen werden. Die bestehenden Rahmenverträge in der Chemieindustrie sind entweder verlängert worden oder sind für weitere Jahre gültig.

Die Auftragslage ist im Bereich Schwertransport weiterhin gut. Die angestrebte Energiewende und der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt dem Logistikmarkt eine konstante Auslastung.

Darüber hinaus ist mit einer konstanten Auslastung durch den Netzausbau im Zusammenhang mit der Energiewende zu rechnen. In den kommenden Jahren kann von einer gleich hohen Auslastung ausgegangen werden, es sei denn, dass die Regierung eine Umorientierung dieses Kurses vornehmen wird. Aktuell zeichnet sich ab, dass das operative Ergebnis in 2024 aufgrund der Auslastung in etwa auf Vorjahresniveau liegen wird. Für 2025 gehen wir von einer in etwa gleichbleibenden Auslastung aus; wegen eines anstehenden Vergleiches wird auf Abschnitt 1.2 verwiesen.

 

Bornheim, im Februar 2025

Sabine Baumann-Duvenbeck

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Viktor Baumann GmbH & Co. KG, Bornheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Viktor Baumann GmbH & Co. KG, Bornheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Viktor Baumann GmbH & Co. KG, Bornheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264 a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde - liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss. seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 14. März 2025

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Alfred Doll, Wirtschaftsprüfer

Ralf Reinart, Wirtschaftsprüfer

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