Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 17103
Vorher
Elektro-Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
7.12.1948
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Herstellung und, der Vertrieb von Bedarfsartikeln der Elektrizitätswerke, insbesondere für den Ortsnetzbau, sowie von Schaltgeräten für den Industriebedarf.Der Großhandel mit Elektromaterial und Elektrogeräten aller Art,insbesondere mit Kabelgarnituren und Installationsmaterial für Schalt- und Verteilungsanlagen, sowie für Licht- und Kraftanlagen. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Werksvertretungen übernehmen; und Zweigniederlassungen einrichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Robert Rappold
seit 19.4.2024
Geschäftsführer
Sabine Maria Wagner
seit 19.4.2024
Prokura
Alexander Friedrichs
seit 13.9.2021
Prokura
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EBG electro GmbH

Lünen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

EBG electro GmbH, Lünen

Die Geschäftstätigkeit der EBG electro GmbH hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert und erstreckt sich größtenteils auf die Herstellung und den Vertrieb von Kabelverteilerschränken, Markt- und Festplatzverteilern, Niederspannungsverteilungsanlagen, Sicherungsleisten, Produkte für den Aufbau intelligenter Stromverteilnetze sowie entsprechendem Zubehör. Die Kunden sind im Inland zu einem großen Teil Unternehmen der öffentlichen Stromversorgung. Die Auslandskunden sind überwiegend Partnerfirmen, die die Produkte der EBG electro im jeweiligen Land auf eigene Rechnung vertreiben.

A. Geschäftsverlauf

A.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die globale Wirtschaft ist 2023 nach Angaben des IWF um 0,3 % geschrumpft. Zwar ließ einerseits das Beenden der Pandemie-Schutzmaßnahmen in den Industriestaaten wieder mehr wirtschaftliche Aktivität zu, andererseits belasteten verschiedene Faktoren die Weltwirtschaft. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat insbesondere in Europa für große Unsicherheit und steigende Energiepreise gesorgt. Ferner war die - zur Inflationsbekämpfung durchgeführte - rasche Zinswende der US-Notenbank ein Belastungsfaktor. Trotz erheblicher Belastungen bzw. Risiken zeigten sich die Volkswirtschaften in den USA (BIP 2023: +2,4 %) und der Eurozone (+0,6 %) widerstandsfähig - vor allem, weil der Arbeitsmarkt und der private Konsum weiter stabil blieben.

Die Probleme durch Material- und Lieferengpässe sind im Laufe des Berichtsjahres weiter zurückgegangen, wodurch in einzelnen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes wieder höhere Produktionsleistungen möglich waren. Demgegenüber standen allerdings zum Teil deutliche Produktionseinbußen in energieintensiven Sektoren.

Für viele Unternehmen des Industriesektors Elektrotechnik - speziell die Bereiche Schaltgeräte, Schaltanlagen sowie Industriesteuerungen - war das Jahr 2023 erneut ein sehr gutes Geschäftsjahr. So konnten Umsatzzuwächse erzielt werden, sowohl in Deutschland als auch in Europa war die Nachfrage hoch. Negativ auf das Wachstum haben sich Produktionsengpässe und teilweise erhebliche Probleme bei der Materialversorgung ausgewirkt, sodass viele Unternehmen mit einem erheblichen Auftragsrückstand in das Jahr 2024 gegangen sind.

Für den wichtigsten Kundenstamm der EBG electro war 2023 ein herausforderndes Jahr, welches durch weltweite Versorgungsengpässe sowie von energiepolitischen Maßnahmen geprägt war. So befindet sich die Energiewirtschaft im Zentrum des „Green Deal“ auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität (massive Reduktion von CO2 Emission und anderen Treibhausgasen), was ebenfalls erhebliche Auswirkung auf den Sektor der Energieversorgung haben wird und wiederum die Nachfrage beeinflusst. Insbesondere die großen Energieversorger stehen wegen der anhaltenden Energiewende bei der Energieerzeugung und -verteilung vor massiven Veränderungen und disruptive Technologien sind gefordert.

In denen für EBG electro relevanten Marktsegmenten stehen kleine und mittelständische Zulieferfirmen vielfach Großkunden in Form von Energieversorgern gegenüber, was zu einem unausgewogenen Kräfteverhältnis führt. Darüber hinaus werden größere Aufträge im Rahmen europaweiter Ausschreibungsverfahren vergeben und die Produkte der verschiedenen Hersteller müssen sich größtenteils kundenseitig an der geltenden DIN-Norm orientieren, was diese austauschbar macht und der Preis eine übergeordnete Rolle als Vergabekriterium einnimmt. Andererseits wächst der Bedarf an Produkten schneller als die Produktionskapazitäten zur Verfügung gestellt werden können, was zu einer gewissen Entspannung der Situation führt.

A.2 Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren gelten bei EBG electro insbesondere das EBIT sowie der Umsatz. Im Geschäftsjahr war das vierte mal in Folge eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen. Der Jahresumsatz lag mit insgesamt TEUR 30.403 rd. 2,3 % über dem des Vorjahres. Im Vorjahr wurden leicht steigende Umsätze prognostiziert. Trotz des weiterhin starken Wettbewerbs konnte sich EBG electro im Markt behaupten und die eigene Position durch Umsatzsteigerungen - welche insbesondere preisbedingt erreicht wurden - ausbauen. Das Umsatzplus wurde dabei insbesondere auf den EU-Märkten generiert. Insgesamt sind die wichtigsten Exportmärkte weiterhin Belgien, Portugal, die Niederlande, Argentinien und Norwegen. Das im Vorjahr prognostizierte leicht verbesserte EBIT wurde deutlich übertroffen. Das EBIT beträgt TEUR 2.619 (Vorjahr: TEUR 1.566), was einen Anstieg in Höhe von rd. 66,7 % bedeutet. Das EBIT ist im Wesentlichen durch folgende Posten außerordentlich beeinflusst:

Saldo der Wertberichtigungen auf Forderungen: TEUR 556

Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens: TEUR -160

Insgesamt wird diese Entwicklung seitens der Geschäftsführung als sehr zufriedenstellend eingeschätzt.

A.3 Produktion

Die Herstellung unserer Produkte findet unverändert überwiegend am Sitz unserer Gesellschaft in Lünen statt. Darüber hinaus werden zusätzlich Teile von einer Schwestergesellschaft aus Tschechien (EBG plastics) geliefert. Die benötigten Pressteile werden sowohl selbst gepresst als auch von der tschechischen Schwester bezogen. Darüber hinaus werden zur Kapazitätsabsicherung ebenfalls Pressteile fremdbezogen. Die auftragsspezifische Bestückung der Schränke erfolgt in Lünen.

A.4 Beschaffung und Absatz

Die Gehäuse werden zum größten Teil aus Composit Material (glasfaserverstärktem Polyester „SMC“) hergestellt. Die entsprechenden Pressmassen beziehen wir von Spezialanbietern, mit denen wir in der Vergangenheit Rahmenverträge mit einer möglichst langen Preisbindungszeit abgeschlossen haben. Wir mussten weiter mit hohen Beschaffungspreisen, insbesondere im Bereich der Rohmaterialien, umgehen. Auch bei den Elektroeinbauteilen, welche wir von Partnerunternehmen erhalten, waren die Preise unverändert hoch. Die Kombination aus den konstant hohen bzw. weiterhin erhöhten Beschaffungspreisen und die zum Teil unvorhersehbaren Schwierigkeiten im weltweiten Beschaffungsmarkt fordern unsere Beschaffungsaktivitäten erheblich. Dem sind wir mit Preiserhöhungen auf der Absatzseite begegnet, welche trotz rückläufiger Stückzahlen bei der Absatzmenge zu erhöhten Umsätzen geführt haben.

A.5 Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen beliefen sich auf TEUR 3.139, wovon TEUR 3.063 auf den Rückkauf des Betriebsgrundstücks in Lünen ("sale-and-lease-back") entfielen. Die Finanzierung des Grundbesitzes erfolgte über die Verrechnung des über die Leasinglaufzeit angesammelten Mieterdarlehens.

Zum Bilanzstichtag standen weitere kurzfristige Banklinien in Höhe von TEUR 161 zur Verfügung.

A.6 Personal- und Sozialbereich

2023 wurden im Durchschnitt 113 Mitarbeiter beschäftigt, was einem Anstieg von 17 Personen entspricht. Hierdurch, sowie aufgrund der tariflichen Lohnerhöhung von 5,2 %, hat sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß deutlich um TEUR 1.196 erhöht.

Auszubildende wurden im Berichtsjahr nicht beschäftigt.

Die EBG electro ist Mitglied des Unternehmensverbands WestfalenMitte in Hamm/Arnsberg. Der Geschäftsführer der EBG electro ist erster stellvertretender Vorsitzender des Unternehmensverbands. Die Entlohnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt nach dem Tarif Metall NRW.

B. Vermögens-, Finaz- und Ertragslage

B.1 Ertragslage

Im Wesentlichen aufgrund der guten Auftragslage sowie den bei den Kunden durchgesetzten Preissteigerungen in Verbindung mit im Vergleich zum Vorjahr insgesamt - insbesondere mengenbedingt - zurückgegangenen Materialkosten, konnte das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.306 auf TEUR 15.426 gesteigert werden. Der Umsatz ist dabei um TEUR 680 auf insgesamt TEUR 30.403 gestiegen, während der Materialaufwand um TEUR 723 auf TEUR 16.186 gesunken ist.

Die Organisationsaufwendungen (Summe aus Personalaufwand, sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Abschreibungen) erhöhten sich um TEUR 1.263, wobei der Anstieg der Personalkosten und der Abschreibungen durch geringere Betriebskosten, insbesondere bei den Leiharbeitnehmern, nur zu einem geringen Teil kompensiert werden konnten.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verschlechterte sich von um TEUR 784 auf TEUR -1.379 (Vorjahr: TEUR -595). Neben einem erhöhten Zinsaufwand (TEUR +295) wirkte sich hier insbesondere eine weitere Wertberichtigung in Höhe von TEUR 959 auf die zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Aktien der Compleo Charging Solutions AG (heute firmierend unter CCS Abwicklungs AG), Dortmund, aus.

Insgesamt verblieb ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.217 (Vorjahr: TEUR 931).

B.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich um TEUR 3.734 auf TEUR 24.191.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen um TEUR 8.675 (im Wesentlichen durch die Vergabe konzerninterner Ausleihungen im Rahmen der Cashpool-Vereinbarungen sowie dem Erwerb des Betriebsgrundstücks in Lünen).

Das kurz- und mittelfristig gebundene Vermögen hat sich dagegen im Wesentlichen durch den Ausgleich konzerninterner Forderungen (TEUR -9.189) sowie die Verwendung des Mieterdarlehens für den Erwerb der Immobilie in Lünen (TEUR -2.881) um TEUR 12.358 vermindert.

Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital aufgrund einer beschlossenen Ausschüttung aus vororganschaftlichen Gewinnen um TEUR 6.000 vermindert. Des Weiteren blieb das Eigenkapital aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrag unverändert. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 63,8 % auf 48,8 %.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 1.733 auf TEUR 11.476. Verantwortlich hierfür waren im Wesentlichen die Zunahmen bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.060 und der Anstieg bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.395. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang in Höhe von TEUR 732 bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus.

B.3 Finanzlage

Die finanziellen Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr durch fristgerechte Zahlung erfüllt.

Die Liquidität ist durch die vorhandenen Mittel und die eingeräumten Kreditlinien gesichert. Kundenforderungen sind überwiegend im Rahmen des Factoring-Verfahrens gegen Ausfälle abgesichert.

Die Cashflows in Anlehnung an den früheren DRS 2 (Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 2) stellen sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 15.942 -357
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -10.663 -1.759
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -5.000 -42
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 279 -2.158
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -5.895 -3.737
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -5.616 -5.895

C. Risiko- und Chancenbericht

Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzlich Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ereignisse.

C.1 Risikobericht

Die strategische Ausrichtung der EBG group als Gesellschafterin der EBG electro erforderte in den letzten Jahren erhebliche Mittelbindung in Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sowie Forderungen gegen Gesellschafter mit entsprechendem Ausfallrisiko je nach Entwicklung der Gesellschaften. Das langfristige Engagement in den Finanzanlagen und den Forderungen gegen Gesellschafter reduzierte sich von TEUR 14.131 auf TEUR 12.927.

EBG electro hält eine erhebliche Position der börsennotierten Aktien (rd. 12 %) des ehemaligen Tochterunternehmens Compleo Charging Solutions AG (heute firmierend unter CCS Abwicklungs AG). Der Wert dieser Aktien betrug zum Beginn des Jahres 2022 mehr als EUR 35 Mio. Mit diesem Pfund im Rücken hat sich die EBG-Gruppe offensiv auf die Zukunft ausgerichtet.

Im zweiten Halbjahr 2021 wurden die beiden Unternehmen EBG eqs in Dortmund und EBG jung in Ostrach erworben. Ferner wurden mit EBG sales und EBG innolab zwei zukunftsgerichtete Unternehmen mit dem Fokus strategischer Marktentwicklung (EBG sales) und Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie Robotik (EBG innolab) gegründet.

Die Finanzierung dieser Entwicklungsstrategie sollte durch gezielte Aktienverkäufe erfolgen. Im Jahresverlauf ist jedoch der Aktienkurs unerwartet drastisch eingebrochen und das Paket hatte zum Jahresultimo, nachdem die Compleo Charging Solutions AG im Dezember 2022 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt hat, lediglich einen Wert von rd. TEUR 324. Zu diesem Preis wurden die am 31.12.2023 noch vorhandenen Aktien im Januar 2024 in Gänze verkauft.

Die EBG group hat bereits Mitte 2022 mit der Schließung des Kunststoffstandorts (EBG schroeder) in Kierspe und mit Verlagerung der dortigen Aktivitäten an den tschechischen Standort (EBG plastics) in Ostrava/CZ begonnen, sich konsequent von verlustbringenden Geschäften zu trennen.

Ferner wurde im ersten Quartal 2023 die EBG sales wieder aufgelöst und die EBG innolab im Verlauf des Jahres 2023 erfolgreich vom internen Cost Center zum nach Außen agierenden Unternehmen gewandelt.

Schließlich wurde auch die Schließung der stark defizitären EBG jung beschlossen. Diese befindet sich derzeit in der Umsetzung. Tragfähige Produktbereiche wurden zu EBG electro und EBG eqs verlagert, der Rest wurde im Wesentlichen eingestellt.

Somit konnten wesentliche liquiditätsbelastende Aktivitäten bereits eliminiert werden.

Erschwerend kommt für die Liquiditätssituation der EBG electro hinzu, dass kurzfristige Banklinien mit Compleo Aktien als Sicherheit hinterlegt wurden. Diese Linien sind mittlerweile ausgelaufen und befinden sich zum Teil seit mehreren Monaten in einem ungeklärten, aber bisher geduldeten Zustand.

Zur Sicherung des Fortbestandes der EBG electro GmbH - und der weiteren operativen Gesellschaften der EBG Gruppe - wurde daher der Verkauf der Anteile an der EBG electro GmbH und der EBG innolab GmbH an einen Investor verhandelt. Der Abschluss des Kaufvertrages (Signing) erfolgte am 29. Februar 2024 und der Vollzug der Transaktion (Closing) erfolgt am 2. April 2024. Im Laufe der Verhandlungen wurden vom Investor vorab zunächst TEUR 1.600 zur Stützung des operativen Geschäftsbetriebs als Darlehen gewährt, TEUR 1.000 hiervon entfielen auf die EBG electro. In Folge der angespannten Liquiditätssituation wurde zudem eine weitere Zwischenfinanzierung in Höhe von TEUR 800 im Februar 2024 notwendig. Die bestehenden Bankverbindlichkeiten der Gesellschaft werden nach Abschluss der Transaktion unmittelbar zurückgeführt bzw. neu verhandelt. Der Erwerber wird nach eigenem Bekunden die EBG electro in den bestehenden Finanzierungverbund seiner Gruppe aufnehmen, das operative Geschäftsfeld ausbauen und den unmittelbaren Fortbestand der EBG electro sicherstellen. Die wirtschaftliche Solidität und Solvenz der Erwerber-Gruppe ist auf Basis der vorliegenden Informationen gewährleistet. Der erfolgreiche Vollzug und der rechtliche Bestand der Transaktion ist zwingende Voraussetzung für den Fortbestand der Gesellschaft und die erfolgte Bilanzierung zum 31. Dezember 2023.

Sonstige Risiken

Die geschäftlichen Risiken sind insbesondere durch die Preis- und Absatzentwicklung in den Märkten geprägt. Die energiepolitische Gestaltung der Energiewende führt zwar zunehmend zu Investitionen in die Stromverteilnetze, dieses führt aber auch dazu, dass Planungen und Strategieausrichtungen immer volatiler geworden sind. Das größte Risiko bildet aktuell jedoch der Beschaffungsmarkt ab. Wir gehen davon aus, dass sowohl die Verfügbarkeit von Material- und Rohstoffen als auch die Bezugspreise fortlaufend Schwankungen unterliegen werden und EBG electro vor große Herausforderungen stellt. Ergänzt durch zusätzlich steigende Tariflöhne und -gehälter, die die Herstellkosten weiterhin erhöhen, wird die Ertragslage, wenn nicht entsprechend gegengesteuert werden kann, negativ beeinflusst.

Durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios mit intelligenten Lösungen sollen die Marktpositionen abgesichert und ausgebaut werden. Derzeit haben wir uns von der Position des Vorreiters zum "Follower" gewandelt. Dadurch sparen wir zwar erhebliche Investitionskosten, nutzen jedoch ggf. ein Ertragspotenzial nicht aus.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Abwertungen bzw. Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

C.2 Chancenbericht

Durch einen stark aufgestellten Vertrieb und dank der sich erneuernden und wachsenden Märkte, in denen EBG electro aktiv ist, ergeben sich immer wieder Chancen und Absatzmöglichkeiten. Durch die Umsetzung von kontinuierlichen Verbesserungs-Prozessen (KVP), den Ausbau von Controllinginstrumenten und die weitere Fokussierung auf Themen der Rationalisierung und Digitalisierung der Prozesse sowohl in der Fertigung als auch in der Verwaltung, wird zusätzlich innerbetriebliche Transparenz und dadurch die Basis für weitere Möglichkeiten zur Ergebnisverbesserung geschaffen.

EBG electro hat eine unverändert starke Position bei Kabelverteilerschränken und Sicherungsleisten für Energieversorgungsunternehmen (EVU) und weist größtenteils jahrelange Kundenbindungen vor.

Durch Mitgliedschaften in der „Arbeitsgemeinschaft verstärkter Kunststoffe“ (AVK TV) und beim „Zentralverband der Elektroindustrie“ (ZVEI) versucht EBG electro sowohl auf der Rohstoffseite als auch bei technischen Gesichtspunkten Erfahrungen einzubringen und im Gegenzug am „state of the art“ zu partizipieren.

Da sich EBG electro und die Produkte größtenteils an Normvorgaben orientieren müssen, engagiert sich EBG electro in verschiedenen Normungskreisen bei der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik), einem Organ des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Zusätzlich wenden wir uns der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen zu, um zukünftige Standards zu erkennen, mitzugestalten und voranzutreiben. Ein großer Wert wird außerdem auf die fortlaufende Entwicklungsarbeit gelegt, die konsequent betrieben wird.

Diese Struktur und die verschiedenen geplanten und eingeleiteten Maßnahmen sind die Voraussetzungen, unsere Präsenz in den vorhandenen Segmenten zu sichern, weiter auszubauen sowie neue Märkte erfolgreich zu erschließen. Die bereits erwähnte und anhaltende Energiewende, wird zusätzlich Chancen beim Ausbau der Energienetz-Infrastruktur liefern. Zurzeit ist eine Belebung in Verbindung mit dem Aufbau intelligenter Verteilnetze erkennbar. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um eine nachhaltige Entwicklung handelt, bei der aktuell jedoch noch nicht abzuschätzen ist, in welchem Tempo und Wachstumsraten diese vollzogen wird.

Ferner sehen wir große Chancen, am immer weiter voranschreitenden Ausbau der Lade-Infrastruktur der E-Mobilität zu partizipieren und mit dem bereits vorhandenen und ergänzenden Produktportfolio wie zum Beispiel mit Wandlermessschränken die Märkte beliefern zu können.

Insbesondere durch den o. g. Investor sehen wir für EBG electro erhebliche Chancen für eine starke und nachhaltige Entwicklung.

D. Prognosebericht

Das laufende Jahr 2024 ist wegen der noch anhaltenden Knappheit der liquiden Mittel schwächer gestartet als das Vorjahr, da nicht sämtlich benötigte Zukaufteile erworben werden konnten. Die Auftragseingänge liegen jedoch auf einem guten Niveau. Sofern sich durch den neuen Eigentümer die Beschaffungslage entspannt, blicken wir sehr positiv in die Zukunft, sodass die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 grundsätzlich sehr optimistisch sind.

Dem gegenüber steht jedoch die weiterhin anhaltende Ungewissheit hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen, welche durch die Vielzahl möglicher Verlaufsszenarien auch eine Prognose der globalen wirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2024 und darüber hinaus erschwert.

Insbesondere der bisher hohe Auftragseingang und -bestand lässt jedoch ein erfolgreiches Geschäftsjahr erwarten und insofern EBG electro diesbezüglich weitestgehend von möglichen negativen Einflüssen verschont bleibt, erwarten wir für das laufende Jahr leicht steigende Umsätze bei einem gleichzeitig leicht verbesserten EBIT.

 

Lünen, den 2. April 2024

gez. Dag Hagby, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 18.981.057,52 10.306.528,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.641.262,65 2.250.399,59
II. Sachanlagen 4.146.748,42 1.426.876,26
III. Finanzanlagen 13.193.046,45 6.629.252,92
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.191.298,33 17.550.319,39
I. Vorräte 4.405.718,73 4.414.142,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 443.325,27 13.083.142,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 342.254,33 53.034,43
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.890,48 68.695,60
24.191.246,33 27.925.543,76

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 11.808.822,57 17.808.822,57
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.585.411,59 2.585.411,59
III. Gewinnvortrag 7.123.410,98 13.123.410,98
B. RÜCKSTELLUNGEN 906.431,00 373.331,00
C. VERBINDLICHKEITEN 11.475.992,76 9.743.390,19
24.191.246,33 27.925.543,76

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 15.425.203,36 13.120.505,55
2. Personalaufwand -7.207.625,36 -6.011.579,31
a) Löhne und Gehälter -6.054.767,76 -4.980.827,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.152.857,60 -1.030.751,33
3. Abschreibungen -1.027.852,93 -681.833,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.027.852,93 -681.833,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.571.267,90 -4.860.785,61
5. Erträge aus Beteiligungen 224,98 -8.328,06
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 202.149,07 103.058,13
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26,83 1.696,80
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -958.500,00 -363.593,24
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -622.352,55 -328.114,46
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -21.109,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.240.005,50 949.917,38
12. sonstige Steuern -23.348,84 -19.370,75
13. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -1.216.656,66 -930.546,63
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

EBG electro GmbH, Lünen

I. Allgemeine Angaben

Die EBG electro GmbH ist in das Handeslregister des Amtsgerichts Dortmund HRB 17103 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Lünen.

Das Mutterunternehmen ist alleinige Gesellschafterin der EBG electro GmbH. Zur Kräftigung der gesellschaftlichen Beziehungen unter beiden Gesellschaften wurde in 2021 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft unterliegt den Rechtsfolgen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Abweichungen

1. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Vermögensgegenstände werden planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. aktivierungsfähigen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Die Abschreibungen auf bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis jeweils EUR 250,00 Einzelwert werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben, gleichzeitig wird ihr Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen unterstellt. Zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG im Rahmen von Sammelposten zusammengefasst und über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Zuzahlungen in das Eigenkapital des Unternehmens ausgewiesen.

Die Bewertung der Ausleihungen erfolgt zum Nennwert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Eine weitere Beteiligung und die Anteile an einer Genossenschaft werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

4. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum gewogenen Einstandspreis bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wertansatz zum Bilanzstichtag geboten ist.

Erzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt, die bei fertigen Erzeugnissen teilweise retrograd durch Abschläge von den Verkaufspreisen unter Berücksichtigung von Abschlägen im Rahmen der verlustfreien Bewertung ermittelt werden. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit wird durch Abschreibungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, wird für das latente Ausfall-, Zins- und Kostenrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,0 % des Forderungsbestandes in Abzug gebracht.

6. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

9. Verbindlichkeiten

Der Ausweis erfolgt in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages.

III. Angaben zur Bilanz und GuV

1. Angaben zur Bilanz

a) Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Von den Ausleihungen entfallen TEUR 12.868 (Vorjahr: TEUR 4.906) auf die Gesellschafterin.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 25) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 9.225) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter entfallen vollumfänglich (Vorjahr: TEUR 0) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.099) gegenüber Unternehmen enthalten, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

d) Verbindlichkeitenspiegel

Bilanzausweis davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
von 1 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
davon gesichert*
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.957.855,83 5.957.855,83 0,00 0,00 324.000,00
(Vorjahr) (5.948.207,42) (5.948.207,42) 0,00 0,00 (997.500,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.174.501,62 2.174.501,62 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.905.996,63) (2.905.996,63) 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.457.846,15 1.457.846,15 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (398.412,71) (398.412,71) 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.885.789,16 1.885.789,16 0,00 0,00 1.001.749,95
(Vorjahr) (490.773,43) (490.773,43) 0,00 0,00 0,00
11.475.992,76 11.475.992,76 0,00 0,00 1.325.749,95
(Vorjahr) (9.743.390,19) (9.743.390,19) 0,00 0,00 (997.500,00)

* Die Sicherung erfolgt durch Sicherungsübereignungen von Maschinen, anderen Anlagen, Wertpapieren des Anlagevermögens und Vorräten. Zudem ist für das Betriebsgrundstück eine Grundschuld bestellt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 1.054 (Vorjahr: TEUR 209) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 179) gegenüber Gesellschaftern enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen - wie im Vorjahr - vollumfänglich auf sonstige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 59) Steuerverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Aufwendungen für Altersversorgung

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 58) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

b) Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Gemäß Ergebebnisabführungsertrag vom 15. Dezember 2021 wurde der Jahresüberschuss an das Mutterunternehmen abgeführt.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Dag Hagby
Geschäftsbereiche: Verwaltung, Vertrieb, Technik

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

2. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 2 HGB, das den Konzernabsschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die "EBG group GmbH" mit Sitz in Lünen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht.

3. Haftungsverhältnisse

Für Darlehen über einen Betrag in Höhe von insgesamt TEUR 1.600 (hiervon entfallen TEUR 1.000 auf die EBG electro GmbH) ist eine (Gesamt-)Grundschuld an dem Betriebsgrundstück in Lünen in Höhe von TEUR 1.600 zzgl. 15 % Zinsen jährlich und 5 % einmaliger Nebenleistung bestellt.

Für persönliche Darlehen einer der Gesellschaft nahestehenden Person sind zum Bilanzstichtag der Warenbestand mit einem Wert in Höhe von TEUR 700 sowie der gesamte Bestand an den Wertpapieren des Anlagevermögens als Sicherheit gestellt.

Von der Inanspruchnahme der genannten Haftungsverhältnisse wird aktuell nicht ausgegangen.

4. außerbilanzielle Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind

Factoring

Im Geschäftsjahr erfolgte weiterhin echtes Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kreditinstituten. Dadurch werden Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Gleichzeitig wird die Ertragslage durch die anfallenden Gebühren und Diskontzinsen belastet. Es bestehen allgemeine Risiken aus den Kündigungsrechten, da die dann fehlende Vorfinanzierung von Forderungen zu Liquiditätsengpässen führen kann. Die Summe der abgetretenen und somit am Bilanzstichtag nicht mehr aktivierten Forderungen beträgt TEUR 1.595 (Vorjahr: TEUR 2.706).

Sale-and-lease-back-Geschäft beim Grundbesitz

Im Jahre 2008 ist der Grundbesitz der Gesellschaft im Wege eines Sale-and-lease-back-Geschäftes veräußert und zurückgemietet worden. Der Leasingvertrag lief zum 30. Juni 2023 aus, der Grundbesitz wurde planmäßig gegen Verrechnung mit dem bestehenden Mieterdarlehen zurückerworben.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen zum 31. Dezember 2023 Zahlungsverpflichtungen von insgesamt TEUR 186, die sich auf die Jahre 2024 bis 2026 wie folgt verteilen:

TEUR
2024 164
2025 15
2026 7
186

6. Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt (ohne Auszubildende):

2023 Vorjahr
Arbeiter 88 72
Angestellte 25 24
113 96

7. Angaben zum Status der Gesellschaft

Aufgrund einer angespannten Liquiditätssituation ist die Gesellschaft bestandsgefährdet. Für weitere Einzelheiten verweisen wir insbesondere auf den Abschnitt "C.1 Risikobericht" im Lagebericht.

V. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die in den Finanzanlagen bilanzierten Aktien an der Compleo Charging Solutions AG wurden im Janaur 2024 zu einem Veräußerungspreis von TEUR 324 vollständig veräußert. Aus dem Verkaufserlös der als Sicherheit eingesetzten Aktien liegen TEUR 100 auf einem Sperrkonto der kreditgewährenden Bank.

Im Februar 2024 hat die Gesellschaft ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 800 erhalten. Hierfür wurde eine zusätzliche (Gesamt-)Grundschuld an dem Betriebsgrundstück in Lünen in Höhe von TEUR 800 zzgl. 15 % Zinsen jährlich und 5 % einmaliger Nebenleistung bestellt.

 

Lünen, den 2. April 2024

gez. Dag Hagby, Geschäfstführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.111.031,09 1.212,00 0,00 0,00 3.112.243,09
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 328.564,48 3.063.424,96 0,00 0,00 3.391.989,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.675.757,09 6.161,83 0,00 -29.136,99 2.652.781,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.773.948,78 67.789,36 0,00 0,00 11.841.738,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.694,00 0,00 0,00 0,00 125.694,00
14.903.964,35 3.137.376,15 0,00 -29.136,99 18.012.203,51
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.906.241,12 7.961.755,33 0,00 0,00 12.867.996,45
2. Beteiligungen 4.700,00 0,00 0,00 -4.700,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.050,00 0,00 0,00 0,00 1.050,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.080.855,04 0,00 0,00 -605.561,20 1.475.293,84
6.992.846,16 7.961.755,33 0,00 -610.261,20 14.344.340,29
25.007.841,60 11.100.343,48 0,00 -639.398,19 35.468.786,89
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 860.631,50 610.348,94 0,00 1.470.980,44
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 132.149,72 57.191,31 0,00 189.341,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.430.382,77 88.975,23 -29.136,99 2.490.221,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.914.555,60 271.337,45 0,00 11.185.893,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.477.088,09 417.503,99 -29.136,99 13.865.455,09
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 363.593,24 958.500,00 -170.799,40 1.151.293,84
363.593,24 958.500,00 -170.799,40 1.151.293,84
14.701.312,83 1.986.352,93 -199.936,39 16.487.729,37
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.641.262,65 2.250.399,59
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.202.648,41 196.414,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 162.560,92 245.374,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 655.845,09 859.393,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.694,00 125.694,00
4.146.748,42 1.426.876,26
III. FINANZANLAGEN
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.867.996,45 4.906.241,12
2. Beteiligungen 0,00 4.700,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.050,00 1.050,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 324.000,00 1.717.261,80
13.193.046,45 6.629.252,92
18.981.057,52 10.306.528,77

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmtenverkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigenJahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EBG electro GmbH, Lünen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EBG electro GmbH, Lünen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EBG electro GmbH, Lünen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir als Abschlussprüfer waren nicht in der Lage, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise in Bezug auf die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.639 sowie auf die hierauf entfallenden planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 605 zu erlangen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der immateriellen Vermögensgegenstände, der Abschreibungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe IV. 7. im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt C.1 (Risikobericht) des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Situation befindet und der Fortbestand der Gesellschaft vom Abschluss der dort genannten Verkaufstransaktion abhängt. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, 2. April 2024

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsesellschaft

gez. Michael Orban, Wirtschaftsprüfer

gez. Deniz Sevilmis, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung: 2. April 2024

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