Variotech Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Tobias Fleig seit 13.6.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Variotech Holding GmbH (vormals HydroTech Holding GmbH) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Variotech GmbHNordhornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die Variotech GmbH ist Tochterunternehmen der Variotech Holding GmbH, Nordhorn, die wiederum Tochterunternehmen der Kap Nordhorn Holding, Nordhorn, ist. Zwischen der Variotech GmbH und der Variotech Holding GmbH ist ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffformteilen, insbesondere Werkstückträger und ähnliche Erzeugnisse. Das hierfür eingesetzte Produktionsverfahren ist das Thermoformen. Unsere Produkte werden überwiegend in der Automatisierungstechnik im Bereich Automobil, Elektronik und Pharma eingesetzt. Ein Großteil unseres Umsatzes entfällt hier auf Kunden im Inland. Daneben werden Kunden in europäischen Märkten und in bisher geringem Umfang auch außerhalb Europas beliefert. Gleichzeitig sind unsere Produkte auch in anderen Bereichen einsetzbar, da wir in der Lage sind, individuelle Produkte für unsere Kunden herstellen zu können. Die benötigten Rohstoffe und weitere Einsatzstoffe kaufen wir primär in Deutschland und Europa ein. Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 80 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Variotech GmbH ist im Qualitätsmanagement nach ISO 9001, im Umweltmanagement nach ISO 14001 und im Arbeitsschutzmanagement nach ISO 45001 zertifiziert. Alle Zertifizierungen wurden im Jahr 2022 mit erfolgreicher Rezertifizierung bestätigt. Das Tochterunternehmen Variotech Corporation hat im Jahr 2022 die Erschließung des US-Amerikanischen Marktes fortgeführt und insbesondere für inländische Kunden vor Ort produziert. Forschung und Entwicklung im engen Sinne des § 255 Abs. 2a HGB betreibt die Gesellschaft nicht. Dafür betreiben wir umso intensiver eine in die unsere operativen Prozesse integrierte, laufende Produktinnovation. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globalen Wachstumsaussichten zum Ende des Jahres 2022 sind getrübt. Der Krieg in der Ukraine dämpfte das weltweite Wachstum und wirkte als Triebfeder für die Inflation. Europa ist insbesondere von der Steigerung der Energiepreise betroffen. Nach ersten Berechnungen des IWF (Internationaler Weltwährungsfonds) wurde im Jahr 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % erzielt. Auch die Deutsche gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2022 beeinflusst von den Auswirkungen des Ukraine Krieges. Energiepreiserhöhungen sowie Material- und Lieferengpässe, zunehmender Fachkräftemangel und die nach wie vor andauernde, wenn auch nachlassende, Corona-Pandemie wirkten auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zwar um 1,9 % höher als im Jahr 2021, jedoch fiel das Wachstum niedriger aus als am Jahresanfang erwartet. Die Entwicklung der Wirtschaftsbereiche verlief in 2022 zum Teil sehr unterschiedlich. Während einige Dienstleistungs- und Wirtschaftsbereiche wie Handel, Verkehr und Gastgewerbe nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Maßnahmen von Nachholeffekten profitierten, führten Material- und Fachkräftemangel im Baugewerbe zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung. Hohe Energiepreise, die eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten sowie gestörte Lieferketten, insbesondere im ersten Halbjahr 2022, bremsten auch die Wirtschaftsleistungen im verarbeitenden Gewerbe. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren rund 1,3 % mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie zuvor in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen leichten Beschäftigungszuwachs. Die Inflation zog im Kalenderjahr weiter deutlich an und erreichte z. T. auf Monatsbasis Raten in der Größenordnung von 10 %. Ebenfalls setzte eine Zinswende ein und die Finanzierungskosten stiegen im Jahresverlauf deutlich. Auch die Kunststoffbranche blickt Ende 2022 auf ein herausforderndes Jahr zurück. Steigende Energiekosten und Inflation sowie Lockdowns wichtiger chinesischer Häfen aufgrund der Null-Covid-Politik Chinas verschärften die Preissituation und Verfügbarkeit der Rohstoffe. Während die kunststoffverarbeitende Menge in Deutschland von 14,0 Mio. t in 2021 auf 13,6 Mio. t in 2022 zurückgegangen ist, konnte umsatzseitig durch Weitergabe der Kostensteigerungen ein Umsatzplus von rund 12 % auf knapp 79 Mrd. € erzielt werden. Am deutlichsten fiel nach Erhebungen des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) die Umsatzentwicklung in der Kunststoffverpackungsbranche mit einem Wachstum um 14,91 % aus, gefolgt von den Herstellern von Bauprodukten mit 12,27 % und den technischen Anwendungen mit 11,87 % und den Herstellern von Konsumprodukten mit einem Umsatz-Plus von 11,46 %. b) Geschäftsverlauf Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 konnte im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus der gestiegenen Nachfrage aus der verarbeitenden Industrie und daneben auch aus der Weitergabe gestiegener Kosten. Die bereits in 2021 begonnene Verknappung von Rohstoffen wurde auch in 2022 wahrgenommen. Diese führte vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage sowohl zu Materialpreissteigerungen als auch zu längeren Lieferzeiten. Durch die langjährigen Geschäftsbeziehungen mit unseren Hauptlieferanten konnten die Verfügbarkeiten jedoch jederzeit sichergestellt werden, so dass kein Abbruch von Materiallieferungen erfolgte. Der Anstieg der Nachfrage führte auch im Rahmen unseres USA-Geschäftes zu einer Steigerung des Bedarfs für unsere Produkte und damit zur Steigerung des Umsatzes. Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 80 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Aufbau der Belegschaft um knapp 13 % und geht einher mit der gestiegenen Nachfrage. Gleichzeitig wurden bereits in 2022 Maßnahmen eingeleitet, um dem erhöhten Kapazitätsbedarf in der Produktion Rechnung zu tragen. So wurden Investitionen in den Ausbau des Maschinenparks initiiert und Erweiterungsplanungen durchgeführt, die sich jeweils in 2023 niederschlagen werden. Die eigene Ausbildung von Fachpersonal sichert den Bedarf an Fachkräften und trägt zur Übernahme der gesellschaftlichen Gesamtverantwortung bei. Die Auszubildendenquote im Jahr 2022 belief sich auf 4 %, gemessen an der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Auftragsspitzen wurden durch den Einsatz von Aushilfen und Zeitpersonal ausgeglichen. c) Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage Ertragslage Der handelsrechtliche Rohertrag nach § 276 S.1 HGB GmbH ist aus vorstehend genannten Gründen im Vergleich zum Jahr 2021 von TEUR 8.905 auf TEUR 10.791 gestiegen, wobei der Anstieg spürbar geringer ausfällt als der Umsatzanstieg. Ergebnisbelastend erhöhten sich die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Letztere wurden insbesondere durch höhere Aufwendungen für Messeaufwendungen, gestiegenen Reisekosten, Verpackungsmaterialien sowie Fremdarbeiten beeinflusst. Bei den Personalkosten spielen neben dem Mitarbeiteraufbau auch signifikante Lohn- und Gehaltserhöhungen eine Rolle. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist ebenfalls gestiegen, konkret von TEUR 1.702 auf TEUR 1.960, und die Variotech GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen positiven Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.821 (Vorjahr: TEUR 1.634) erwirtschaften. Hier ist zu berücksichtigen, dass dieser Betrag aufgrund der Versteuerung auf Ebene des Organträgers nicht um Ertragsteuern gemindert ist und dass der Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt wird (die ausgewiesenen Ertragsteuern resultieren aus einem BP-Zeitraum vor Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags). Während die absoluten Ergebnisse der Gesellschaft gestiegen sind, war die Rendite etwas rückläufig. Finanzlage Die Liquiditätslage des Unternehmens war während des gesamten Geschäftsjahres positiv. Das Unternehmen hat einen positiven Cashflow (Ergebnis nach Steuern + Abschreibungen) von TEUR 2.438 erwirtschaftet. Mit dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten sämtliche Verbindlichkeiten des Jahres 2022 bedient werden. Ferner waren die Aufnahme von Hilfskrediten und/oder Stundungen von Kapitaldiensten nicht nötig. Die Gesellschaft hat auch in 2022 keine Corona-Liquiditätshilfen beantragen müssen. Die Investitionen im Sachanlagevermögen (TEUR 596, Vorjahr: TEUR 956) stellen sowohl Erweiterungsinvestitionen als auch Ersatzinvestitionen dar. Im Finanzanlagevermögen hat die Variotech GmbH im Jahr 2022 weitere Darlehen an ein verbundenes Unternehmen als Anlaufinvestition vergeben. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im Wesentlichen aus dem laufenden Cash-Flow. In der Finanzierung der Gesellschaft erfolgte eine Umstellung. Es wurden quasi sämtliche Bankverbindlichkeiten zurückgeführt und eine Finanzierung über die mittelbare Muttergesellschaft, die nun zentral die bankseitige Gruppenfinanzierung übernimmt, aufgenommen. Diese Finanzierung ist formal kurzfristig ausgestaltet, wird aber de facto längerfristig zur Verfügung stehen. Teil der Finanzierung der Gesellschaft ist unverändert ein Factoring von Kundenforderungen. Vermögenslage Die Vermögenslage ist durch eine Erhöhung der Bilanzsumme, die sowohl aus einer Steigerung des Anlagevermögens als auch des Umlaufvermögens von TEUR 5.147 auf TEUR 6.698 resultiert, geprägt. Das Eigenkapital bewegt sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 9,7 % (Vorjahr 12,3%). Die Eigenkapitalquote einschließlich fiktiver Thesaurierung des Gewinns des Geschäftsjahres beläuft sich auf 37,6 % nach 44,0 % im Vorjahr. Die Rückstellungen sind moderat gestiegen. Während auf der einen Seite geringere Rückstellungen für Gewährleistungen resultieren, wurden die Rückstellungen für ausstehende Kundenboni erhöht. Weitere Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen in den Bereichen Personal und für Abschluss- und Prüfungsaufwendungen sowie Prozessrisiken. Auf der Aktivseite prägt ein Anstieg der Vorräte und der Kundenforderungen das Bild. Letzteres bildet insbesondere ein gegenüber dem Vorjahr verändertes Geschäftsvolumen am Jahresende ab. Gesamtbetrachtung Unsere Erwartungen an das abgelaufene Geschäftsjahr konnten wir übertreffen und zweistellige Wachstumsraten erzielen. Die im Lagebericht des Vorjahres genannten Umsatz- und Ergebnisziele konnten trotz Rohstoffverknappung und den gestiegenen Kosten im Zuge der Ukraine-Krise erreicht bzw. übertroffen werden. Besonders deutlich konnten dabei die Umsatzerwartungen übertroffen werden. In dieser Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres beurteilen wir die erreichten Ergebnisse vor dem Hintergrund der vorgefundenen Rahmenbedingungen als absolut zufriedenstellend. 3. Chancen-, Risiko und Prognosebericht a) Chancenbericht Der zunehmende Fachkräftemangel erhöht den Bedarf nach Automatisierungslösungen. Wir verstehen uns als adäquater Partner, um mit unseren Produkten im Rahmen der Automatisierung zu unterstützen und sehen hier weitergehende Chancen im Ausbau neuer Partnerschaften und der Festigung bestehender Kundenbeziehungen. Gleichzeitig halten die Trends zur Emissionssenkung, Elektromobilität und alternativen Antrieben in der Automobilindustrie unbeirrt an. Diese werden sich in der Produktentwicklung sowohl beim OEM als auch bei den Zulieferern niederschlagen. Neue Lösungen nach Werkstückträgern aus Kunststoff werden bereits nachgefragt. Als qualifizierter und zertifizierter Hersteller steht Variotech seinen Kunden zur Seite, um eine hohe Funktionalität, verbunden mit optimaler Packdichte, zu bieten. Die Erfahrung aus einer Vielzahl von Projekten p. a. gereicht uns hier zum Vorteil. Unser Bestreben ist es, unsere Arbeiten immer weiterzuentwickeln, um unseren Kunden eine optimale Lösung zu bieten und wir sehen hierin einen wichtigen Faktor für eine positive Entwicklung. Mittels dieser Erfahrung und der Unterstützung unserer qualifizierten Mitarbeiter sind wir außerdem in der Lage, Produktinnovationen weiterzuentwickeln, die auch für andere Kundengruppen außerhalb des Automobil-Sektors interessant sind. Hier liegen nach unserer Auffassung erhebliche Wachstumschancen. So konnten wir im vergangenen Jahr beispielsweise eine patentierte Weiterentwicklung eines unserer Werkstückträger, speziell für korrosionsempfindliche Bauteile, auf den Markt bringen. Ziel der Variotech Corp., Indianapolis / USA ist die weitere Erschließung des US-amerikanischen Marktes, indem wir ein erhebliches Wachstumspotential sehen. b) Risikobericht Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Hierzu erstellen wir u. a. Planungsrechnungen, die monatlich anhand kontinuierlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert und berichtet werden. Abweichungen werden somit frühzeitig erkannt und hinterfragt. Es werden Maßnahmen eingeleitet, um diesen bei Bedarf entgegenzuwirken. Neben den Soll-Ist-Vergleichen möchten wir Risiken für unser Unternehmen minimieren. Hierzu gehören: • Forderungsausfallsrisiken, welche durch den Forderungsverkauf an einen Factorer minimiert werden. • Von uns verursachte Schäden, für die eine Produkthaftpflichtversicherung besteht. • Im Produktionsbereich wird die Wahrscheinlichkeit eines nicht optimalen Betriebes der Fertigungsanlagen durch vorbeugende Maßnahmen, insbesondere Prüfungen, Wartungen und Instandhaltungen, reduziert. • Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch Sicherungsmaßnahmen reduziert und extern begutachtet. • Da sich ein Großteil unserer Kunden im EURO-Raum befindet, resultieren aus Lieferungs- und Zahlungsströmen keine wesentlichen Wechselkursrisiken. • Durch die weiterhin hohe Nachfrage an Kunststoffen wird eine Verknappung von Standardkunststoffen zunächst bestehen bleiben. Die damit einhergehenden Preisänderungsrisiken werden durch Rahmenvereinbarungen mit den Rohstofflieferanten abgefedert. • Der Anstieg der Strompreise wird zu erhöhten Produktionskosten führen, da die Thermoformproduktion energieintensiv ist. In Zusammenarbeit mit einem Strommakler wurden Stromkontrakte für die kommenden Jahre abgeschlossen, um eine Preisbindung zu erzielen und die Planungssicherheit zu befähigen. Die durch die Bundesregierung installierte Strompreisbremse dürfte zu einer gewissen Entspannung beitragen. Auf folgende allgemeine, nicht bezifferbare Risiken weisen wir im Folgenden hin: Zyklische Schwankungen der Gesamtwirtschaft bzw. der einzelnen Branchen haben Auswirkungen auf unsere Nachfrage. Beschaffungsentscheidungen unserer Kunden hängen in hohem Maße von deren wirtschaftlicher Entwicklung ab. Neben den Chancen aus den Trends zur Emissionssenkung, Elektromobilität und alternativen Antrieben könnten sich im Umkehrschluss negative Auswirkungen aus der Umstellung der Prozesse auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden ergeben. Diese sind derzeit noch nicht absehbar. In vielen Branchen droht aufgrund der demographischen Entwicklung ein Fachkräftemangel. Diesem Risiko begegnen wir mit entsprechender Ausbildung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine, hohe Preise und die drohende Energiemangellage führen zu Unsicherheiten in der Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, auch wenn wir mit Blick auf unsere Auftragsbücher derzeit nicht davon ausgehen, dass wir von den Auswirkungen wesentlich beeinträchtigt werden. Unsere Risikolage hat sich abgesehen von den allgemeinen Rahmenbedingungen (wie Energiekostensteigerungen, Lieferkettenprobleme) gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Selbiges gilt für die Chancen für unser Unternehmen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass derzeit keine erkennbaren Marktrisiken bestehen, welche die zukünftige Entwicklung des Unternehmens signifikant negativ beeinträchtigen oder gar den Fortbestand gefährden könnten. a) Prognosebericht Der IWF erwartet für 2023 ein Wachstum von lediglich 2,8 % für die Weltwirtschaft und damit eine ungewöhnlich niedrige Wachstumsrate. Für das Jahr 2023 rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur 0,2 %. Für den Arbeitsmarkt wird eine weitere Zunahme der Erwerbstätigkeit prognostiziert. Darüber hinaus wird die Arbeitsnachfrage steigen und weitere Fachkräfteengpässe werden resultieren. Ein Abrutschen in die Rezession ist für die deutsche Wirtschaft für 2023 nicht auszuschließen. Die Verbraucherpreise werden nach Einschätzung des Bundewirtschaftsministeriums um jahresdurchschnittlich 6,0 % ansteigen. Demgegenüber sollen die Effekte der Energiepreisbremsen, die Einführung des sog. 49 €-Tickets oder die Aussetzung der Anhebung des CO 2 -Preises dämpfend auf die Inflationsentwicklung wirken. Die bereits eingetretene Zinswende wird sich im Jahr 2023 fortsetzen. Bei Rohstoffen und insbesondere beim Rohöl gehen die Prognosen für die Preisentwicklung auseinander. Unter dem Strich ist davon auszugehen, dass 2023 ähnlich volatil werden wird wie das vorangegangene Jahr 2022. Trotz allem werden in der Kunststoffbranche Anzeichen für Konsolidierungen in den Beschaffungsmärkten und bei Lieferketten identifiziert, so dass von einer moderaten Erholung der Preise und Verfügbarkeiten bis Ende des Jahres 2023 gesprochen wird. Damit bestehen für die Kunststoffbranche positive Aussichten für das Jahr 2023 einschließlich einer Wachstumsrate oberhalb des BIP-Wachstums. Die Variotech GmbH plant in diesem Zusammenhang und in Erwartung einer gemäßigten Normalisierung an den Kunststoffmärkten mit einer Steigerung des Umsatzes und des EBIT im moderaten bis mittleren einstelligen Bereich im Geschäftsjahr 2023. Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und der vorliegenden Auftragslage sehen wir das Erreichen dieser Zielmarken als realistisch an. Abschließend bleibt festzustellen, dass die Variotech GmbH sich für die Zukunft auch weiterhin gewappnet sieht, um den Anforderungen ihrer Kunden als verlässlicher Partner gerecht zu werden, innovative Lösungen zu entwickeln und gleichzeitig auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte positiv Einfluss zu nehmen.
Nordhorn, den 6. April 2023 Benedikt Fleig, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Variotech GmbH hat ihren Sitz in Nordhorn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (Reg.-Nr. 131838). Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer, bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Abschreibungen erfolgten weit mehrheitlich nach der linearen Methode. Die planmäßigen Abschreibungen auf bestimmte Teile des Altbestandes wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der linearen oder degressiven Methode vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Neuzugänge im Berichtsjahr erfolgten nach der linearen Methode. Die planmäßigen Abschreibungen auf den Altbestand wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der linearen oder degressiven Methode vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu 800,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2019 vollständig abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Altbestandes mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wurden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und auf 5 Jahre linear abgeschrieben. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen. Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen erfolgten wahlrechtsgemäß nur im Fall dauerhafter Wertminderungen. Analog DRS 25 werden dabei wechselkursbedingte Wertänderungen als dauerhafte Wertminderungen angesehen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten sowie den Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Erforderlichenfalls erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden - sofern erforderlich - angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeit-äquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt keine Abzinsung. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind. Rückstellungen für drohende Verluste und unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten und dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die auf fremde Währung lauten, werden mit den am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen bewertet. C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind hinsichtlich der Besicherung und der Rückzahlungsmodalitäten teilweise mit nicht fremdüblichen Konditionen ausgestattet. II. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 9.375,18 € (Vorjahr: 49.097,74 €) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. III. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 €. Es ist in voller Höhe eingezahlt. IV. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind anhand des folgenden Verbindlichkeitenspiegels ersichtlich:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wären vorbehaltlich des Ausweises den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Für die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft geht die Geschäftsführung davon aus, dass diese längerfristig zur Verfügung stehen. V. Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 2), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 0). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. D. Sonstige Angaben I. Haftungsverhältnisse Für Darlehen von T€ 8.330 (Vorjahr: T€ 0) der Kap Nordhorn Holding GmbH (mittelbares Mutterunternehmen) haftet die Gesellschaft durch Abtretung von Vorräten, Forderungen und Pfandrechte. Das Risiko der Inanspruchnahme wird von der Gesellschaft aufgrund der Kenntnisse über die wirtschaftliche Lage der mittelbaren Muttergesellschaft als gering eingeschätzt. II. Angaben zu Arbeitnehmern Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittliche 80 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon sind 31 Mitarbeiter Angestelltenbereich und 49 Mitarbeiter dem gewerblichen Bereich zuzurechnen. III. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Der Geschäftsführung gehört im Geschäftsjahr folgender Herr an: Herr Benedikt Fleig, Nordhorn, hauptberuflicher Geschäftsführer der Kap Nordhorn Holding GmbH und der Variotech Unternehmensgruppe, Nordhorn IV. Finanzielle Verpflichtungen Aus den am 31.12.2022 bestehenden Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 380.200,33 €. Die finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von 157.800,00 € gegenüber verbundenen Unternehmen. V. Angaben zur Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Variotech GmbH wird im Falle einer Aufstellung in den Konzernabschluss der Kap Nordhorn Holding GmbH, Nordhorn, einbezogen. Die Kap Nordhorn Holding GmbH, Nordhorn, stellt den freiwilligen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 besteht nicht, der Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Ein freiwilliger Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird nicht aufgestellt. VI. Angaben zum Anteilsbesitz
VII. Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Nordhorn, 6. April 2023 Benedikt Fleig Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Variotech GmbH, Nordhorn: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Variotech GmbH, Nordhorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Variotech GmbH für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage der Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil unseres Bestätigungsvermerks.
Nordhorn, den 6. April 2023 GB
Revision GmbH
Carsten Niehues, Wirtschaftsprüfer ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
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