Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 4229
Vorher
Diamond Aircraft Service GmbH
Eingetragen
19.4.1994
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen
Gegenstand
Die Erbringung von Service- und Reparaturleistungen an Luftfahrzeugen, der An- und Verkauf von Flugzeugen nebst Zubehör, der Betrieb einer Flugzeugwerft, die Erbringung von Flugservice- und -dienstleistungen, insbesondere Demonstrations- und Überführungsflüge, die Gestellung von Piloten sowie die Durchführung aller Arbeiten auf dem Gebiet der Avionik. Die Tätigkeit der Gesellschaft kann auch auf den Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art ausgedehnt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Georg Müller-Breuer
seit 20.7.2021
Prokura
René Petersen
seit 29.8.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
127.850 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AirAlliance GmbH

Burbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht und Bericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftstätigkeiten des Unternehmens

Die AirAlliance GmbH bietet dem Kunden ein breites Portfolio an Leistungen, wie die Wartung und Reparatur von Luftfahrzeugen, An- und Verkauf von Neu- und Gebraucht-Flugzeugen, Flugzeug-Ersatzteileverkauf sowie Entwicklungsarbeiten, Avionik-Umbauten und Umrüstung von Luftfahrzeugen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Um den sich stetig ändernden Vorschriften für die europäische Luftfahrt zu genügen, muss die technische Ausrüstung von Luftfahrzeugen laufend angepasst werden. Die AirAlliance GmbH ist entsprechend der Verordnung (EU) Nr. 748/2012 Anhang I (Part 21) von der EASA unter der Zulassungsnummer 21J.236 als Entwicklungsbetrieb zugelassen. Die zugehörigen Genehmigungsbedingungen berechtigen den Inhaber, große und kleine Änderungen an EASA zugelassenen Flugzeugmustern in den Bereichen Kabine, Elektrik und Avionik zu evaluieren und die hierfür erforderlichen Zulassungsdokumente für Änderungen an Segelflugzeugen, Motorseglern, Leichtflugzeugen, kleinen und großen Flugzeugen zu erstellen. Wartungsunternehmen für Luftfahrzeuge nutzen diese genehmigten Unterlagen, um Kundenflugzeuge umrüsten zu können. Der Umfang der durchgeführten Projekte reicht von einfachem Austausch von Flugzeugkomponenten und -geräten bis hin zur komplexen Zulassung moderner Flugzeug-Avionik.

Ende 2020 gab es weltweit 387 von der EASA zugelassene Entwicklungsbetriebe. Die Standorte sind nicht auf Europa beschränkt, denn zahlreiche Länder sind mit EASA technische Kooperationsvereinbarungen eingegangen und haben eigene Entwicklungsbetriebe unter EASA Aufsicht genehmigen lassen. Jedoch nahezu 80 % aller aktiven EASA Entwicklungsbetriebe befinden sich in Deutschland bzw. EU-Ländern. Eine nach Ländern aufgeschlüsselte Anzahl der aktiven Entwicklungsbetriebe kann unter folgender Quelle im Bereich "Downloads" eingesehen werden:

https://www.easa.europa.eu/domains/aircraft-products/design-organisations/design-organisations-approvals group-easa-downloads

(ohne mittlerweile durch den Austritt der UK entfallenen Betriebe)

Die zahlenmäßige Entwicklung der Betriebe für Entwicklung, Herstellung und Instandhaltung auf nationaler Ebene stellt sich darüber hinaus wie folgt dar:

Statistik Betriebe für Entwicklung, Herstellung und Instandhaltung

Betriebe 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Anzahl der vom LBA genehmigten nationalen Entwicklungsbetriebe 15 12 11 11 11 11
Anzahl der genehmigten Herstellungsbetriebe 152 157 158 150 152 152
Anzahl genehmigte CAMOs in Luftfahrtunternehmen 162 157 134 126 123 112
Anzahl sonstiger CAMOs 171 158 147 145 139 132
Anzahl der genehmigten Instandhaltungsbetriebe 434 403 388 341 382 372
Anzahl der im Auftrag der EASA betreuten Instandhaltungsbetriebe *) 12 10 1 0 0 1
Betriebe 2020
Anzahl der vom LBA genehmigten nationalen Entwicklungsbetriebe 8
Anzahl der genehmigten Herstellungsbetriebe 149
Anzahl genehmigte CAMOs in Luftfahrtunternehmen 130
Anzahl sonstiger CAMOs 63
Anzahl der genehmigten Instandhaltungsbetriebe 390
Anzahl der im Auftrag der EASA betreuten Instandhaltungsbetriebe *) 3

*) in Nicht-EU Ländern

Diese Aufstellung enthält die Anzahl entsprechender Betriebe am 31.12. eines jeden Jahres.

Quelle: https://www.lba.de/DE/Presse/Statistiken/Statistiken_node.html

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Corona-Pandemie hinterließ in 2020 tiefe Spuren. Konjunkturforscher haben neben den bekannten Größen wie Bruttoinlandsprodukt völlig neue Indikatoren wie R-Wert, Inzidenzen und Infektionszahlen kennengelernt, was ihre Prognosen nicht einfacher gestaltete. Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 5 % geschrumpft, nach einem noch geringen Anstieg um 0,6 % im Vorjahr. Den Schätzungen des statistischen Bundesamtes zufolge war die Rezession nicht ganz so hoch ausgefallen wie in der Finanzkrise 2009, als ein Rückgang von 5,7 % zu verzeichnen war. Nach dem ersten pandemiebedingt starken Einbruch im Frühjahr hatte nach einer kräftigen Erholung im Sommer ein erneuter Lockdown im Herbst ein Wiedereinscheren auf den Wachstumspfad vereitelt. Nur die gute finanzielle Situation des Staates, aber auch die Widerstandskraft der Unternehmen und deren umsichtiges Pandemiemanagement haben das Land vor Schlimmerem bewahrt. Einnahmeausfälle infolge eines um 8 % gesunkenen Steueraufkommens und um rd. 158 Milliarden Euro höhere Ausgaben haben den Staatshaushalt jedoch stark belastet und das erste Haushaltsdefizit seit 2011 beschert. Die Staaten der Europäischen Union hatten wegen der Krise erstmals die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgesetzt.

Die Prognosen für 2021 sind derzeit noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Sie hängen im Wesentlichen von der Entwicklung der Faktoren "Virus", "Lockdown" und "Impfstoff" ab. In einem Basisszenario wird von einem Ende des Lockdowns im ersten Quartal sowie einem steigenden Ausrollen der Impfungen im Lauf des ersten Halbjahres ausgegangen. Der internationale Währungsfonds (IWF) und die Vereinten Nationen gehen von einem kräftigen globalen Wachstum der Wirtschaft von 5,5 % im Jahr 2021 aus, wenngleich in unterschiedlicher Ausprägung. Für Deutschland erwarten die Ökonomen des IWF ein Plus von 3,5 %. In anderen europäischen Ländern, mit Ausnahme Italiens, sieht es ähnlich aus.

China hat die Pandemie aufgrund starker Einschränkungen für Unternehmen und Bürger bislang gut im Griff, was ein schnelles Hochfahren der Wirtschaftsleistung auf bis zu 8,1 % ermöglichen soll. Auch den USA wird mit einer Wachstumsprognose von 5,1 % ein Comeback konstatiert.

Mit einer Rückkehr der deutschen Wirtschaft zum Vor-Corona-Niveau wird jedoch erst frühestens um die Jahreswende 2021/22 gerechnet, vorausgesetzt, dass so viele Menschen gegen das Corona-Virus geimpft sind, dass sich Kontaktbeschränkungen erübrigen und sich das Wirtschaftsleben normalisiert hat.

Quellen:

Creditreform 01/2021 S. 27 Finanzen, Bankenumfrage

Siegener Zeitung, Wirtschaft, Ausg. 15.01.2021 "Aufschwung nach dem Katastrophenjahr"; Ausg. 221.01.2021 "Wirtschaftsweiser sieht große Risiken" und Ausg. 27.01.2021 "Weltwirtschaft kommt wieder in Fahrt".

2.2 Entwicklung der Luftfahrtbranche

Infolge der Pandemie ist der Luftverkehr, gemessen an der Anzahl der verkauften Personenkilometer, im Jahr 2020 weltweit um zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Nach einem Rückgang von -94 % in der Spitze im April erholte sich der Flugverkehr im Sommer langsam wieder. Mit dem seit September stark steigenden Infektionsgeschehen stoppte diese Erholung und pendelte sich auf Jahressicht bei einem Verlust von -70 % ein. Europäische wie internationale Fluggesellschaften waren betroffen. Die Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten mit nahezu ausschließlich internationalem Umsteigeverkehr verzeichneten den stärksten Einbruch im Passagiergeschäft. In den von starkem Inlandsgeschäft geprägten Märkten wie Nordamerika und Asien verlief der Rückgang mit -35 % weniger stark.

Die Zahl der Fluggäste in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 auf ein historisches Tief gesunken. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes starteten oder landeten rund 57,8 Millionen Passagiere auf den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Einbruch um rd. 75 %. 2019 war mit 226,7 Millionen Fluggästen noch ein Rekord bei den Passagierzahlen verzeichnet worden. Zugleich bedeuten die Fluggastzahlen im Jahr 2020 den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung 1991 mit 63 Millionen Fluggästen.

Bei der Entwicklung an den deutschen internationalen Flughäfen verzeichnete von den vier großen Hub-Flughäfen (Frankfurt, München, Berlin-Brandenburg und Düsseldorf) der Standort München mit einem Minus von 84 % den größten Verkehrsrückgang. Deutlich geringer fielen die Einbußen an den Flughäfen aus, an denen die Luftfracht einen großen Anteil ausmacht. Dazu gehören Frankfurt (-64 %), Köln/Bonn (-55 %) sowie Leipzig/Halle. An diesem Flughafen, an dem unter anderem der Logistikdienstleister DHL sein Luftfracht-Drehkreuz eingerichtet hat, lag der Verkehr im Januar 2021 (-11 %) nur knapp unter dem Vorjahresniveau. An den generell weniger frequentierten Regionalflughäfen fiel der Rückgang mit -56 % unterdurchschnittlich aus.

Der Corona-Schock im Luftverkehr sitzt nach wie vor tief. Nach Einschätzungen der Experten wird es in diesem Jahr eine langsame Erholung geben; man geht davon aus, wieder auf rund 51 Prozent des Flugverkehrs des Vorkrisenniveaus zu kommen, wie airliners.de berichtet. Wir werden mit Sicherheit noch eine längere Zeit von Reisebeschränkungen begleitet werden. Zudem müssen auch die Reisenden erst wieder Vertrauen und Sicherheit in ihrem Reisealltag aufbauen.

In einer Umfrage hatte die Mehrheit der Deutschen bestätigt, mit keiner unbegrenzten Reisefreiheit im Sommer zu rechnen. Die Folgen dieser eher noch unerfreulichen Prognosen werden wir in diesem Jahr wohl hinnehmen müssen.

Quellen:

https://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Presse/Pressemitteilungen/2021/11.02.2021.- %20Luftverkehr %20ist %20weiter %20r %C3 %BCckl %C3 %A4ufig/

https://www.airliners.de/zahl-fluggaeste-bricht-2020-75-prozent/59187

https://www.bdl.aero/de/publikation/bericht-zur-lage-der-branche/

https://reisetopia.de/news/eurocontrol-flugverkehr-prognose-2021/

Bestand an Luftfahrzeugen in der Bundesrepublik Deutschland

Kennzeichenklasse 2012 2013 2014 2015 2016 2017
A - Flugzeuge über 20 t 767 758 751 751 777 753
B - Flugzeuge 14 bis 20 t 30 34 33 34 35 37
C - Flugzeuge 5,7 bis 14 t 217 199 207 191 211 219
E - einmotorige Flugzeuge unter 2 t 6.757 6.733 6.689 6.596 6.553 6.527
F - einmotorige Flugzeuge 2 bis 5,7 t 150 155 149 147 160 174
G - mehrmotorige Flugzeuge unter 2 t 239 240 228 229 221 219
I - mehrmotorige Flugzeuge 2 bis 5,7 t 414 403 393 371 381 391
H - Drehflügler (Hubschrauber) 774 769 745 757 733 729
K - Motorsegler 3.185 3.263 3.357 3.403 3.456 3.528
L - Luftschiffe 5 3 3 3 3 3
O - Ballone 1.215 1.201 1.183 1.164 1.124 1.102
Segelflugzeuge 7.793 7.704 7.657 7.567 7.450 7.383
Luftfahrzeuge gesamt 21.546 21.462 21.395 21.213 21.104 21.065
Kennzeichenklasse 2018 2019 2020
A - Flugzeuge über 20 t 740 749 718
B - Flugzeuge 14 bis 20 t 39 42 40
C - Flugzeuge 5,7 bis 14 t 216 223 229
E - einmotorige Flugzeuge unter 2 t 6.541 6.560 6.549
F - einmotorige Flugzeuge 2 bis 5,7 t 191 202 215
G - mehrmotorige Flugzeuge unter 2 t 215 218 221
I - mehrmotorige Flugzeuge 2 bis 5,7 t 388 388 391
H - Drehflügler (Hubschrauber) 728 729 721
K - Motorsegler 3.619 3.683 3.781
L - Luftschiffe 3 3 3
O - Ballone 1.080 1.078 1.062
Segelflugzeuge 7.304 7.237 7.150
Luftfahrzeuge gesamt 21.064 21.112 21.080

Diese Aufstellung enthält die Anzahl der registrierten Luftfahrzeuge jeweils zum 31.12. eines jeden Jahres.

Quelle: https://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/SBl/SBl3/Statistiken/Technik/Verkehrszulassung.html?nn=2092166

2.3 Geschäftsverlauf der AirAlliance GmbH

Das Berichtsjahr war nach einem positiven Start für die AirAlliance GmbH ein aufgrund der Pandemie mit Unsicherheiten im Hinblick auf die Realisierung der Umsatzziele und Sicherung stabiler Beschäftigung im Segment Werft behaftetes Geschäftsjahr. Das Unternehmen ist dank des breit aufgestellten Produktportfolios gut durch die Krise gesteuert. Es hat in der Gesamtbetrachtung bereits wie im Jahr zuvor eine sehr zufriedenstellende Entwicklung aufgewiesen.

Bei unserem Hauptlieferanten PilatusAircraft stabilisierte sich die Produktion nach dem Lock-Down und der Wiederöffnung der Lieferketten im Sommer, so dass das Unternehmen trotz aller Einschränkungen durch das Corona-Virus 82 neue Pilatus PC-12NG/NGX und 41 neue Pilatus PC-24 produzieren und ausliefern konnte. Alle bestellten Flugzeuge wurden termingerecht ausgeliefert, so dass auch die AirAlliance trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie ein sehr erfolgreiches Jahr mit Pilatus-Produkten verzeichnete. Weiterhin konnten wir die Auslieferung eines Luftfahrzeuges des US-Herstellers Gulfstream verbuchen.

Im Geschäftsjahr wurden 12 (Vj.: 11) Neuflugzeuge sowie 2 (Vj.: 2) Gebrauchtflugzeuge diverser Fabrikate ausgeliefert und in den Verkaufserlösen gebucht. In den 12 Neuflugzeugen waren zwei Vermittlungsgeschäfte enthalten, aus denen eine Provision zugeflossen ist. Der im Segment Luftfahrzeuge realisierte Umsatz lag bei 67,2 Mio. € (Vj.: 46,6 Mio. €).

Die im Lagebericht für das Jahr 2019 gestellten Prognosen hinsichtlich Umsatzerlösen von 52 Mio. € sowie eines Rohertrages von rd. 9 Mio. € wurden übertroffen.

Im Geschäftsjahr 2020 ist der Umsatz insgesamt ggü. dem Vorjahr von 56,3 Mio. € um rd. 36 % auf 76,8 Mio. € gestiegen. Dies lag im Wesentlichen an der deutlichen Umsatzsteigerung im Bereich der 2-strahligen PC 24 Business Jets, von denen wir drei (Vj.: 1) Exemplare verkaufen konnten.

Im Segment Werftbetrieb inklusive sonstiger Erlöse lag der Umsatz mit rd. 9,6 Mio. € annähernd auf dem Vorjahresniveau (9,7 Mio. €). Der deutlich angestiegene Luftfahrzeugumsatz hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass der Rohertrag mit rd. 12,2 Mio. € das Niveau des Vorjahres (9,9 Mio. €) um rd. 24 % übertroffen hat.

Die Umsatzentwicklung stellt sich in den wesentlichen Geschäftsbereichen wie folgt dar:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Geschäftsbereich T€ T€ T€ %
Wartung, Reparatur, Sonstige 9.630 9.704 -74 -0,8
Flugzeugverkauf 67.182 46.614 20.568 44,12
Gesamt 76.812 56.318 20.494 36,4

2.4 Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und besondere geschäftliche Ereignisse im Geschäftsjahr

2.4.1 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 97 (Vj.: T€ 263) in das Anlagevermögen, mit Schwerpunkt Ausbau des Luftfahrzeug-Service Centers im Bereich Werftbetrieb und IT-Ausstattung, vorgenommen. Den Investitionen standen planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von T€ 292 (Vj.: T€ 285) gegenüber.

2.4.2 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Zum 31.12.2020 beträgt das bilanzielle Eigenkapital 4,75 Mio. € (Vj.: 5,26 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt 21,7 % (Vj.: 29,0 %). Die Abnahme ist trotz eines deutlich verbesserten Jahresergebnisses im Wesentlichen durch eine Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft AirAlliance Group GmbH bedingt.

Zum 31.12.2020 bestanden bei den Hausbanken zur reibungslosen Abwicklung des operativen Geschäftsbetriebes Kredite zur Zwischenfinanzierung des Luftfahrzeug-Umlaufvermögens sowie Avalrahmen für Anzahlungen auf Luftfahrzeuge in ausreichender Höhe.

Die Unternehmensfinanzierung der Gesellschaft hat sich in 2020 auf stabilem Niveau bewegt und kann als gesichert bezeichnet werden. Die Gesellschaft hat ggü. Vorjahr einen von T€ 3.181 auf T€ 4.602 verbesserten, positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Anmerkung: vereinfachte Cashflow-Ermittlung: Jahresüberschuss + Abschreibungen

2.4.3 Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:

- 2019: 55
- 2020: 58

Der Personalbedarf wurde an dem wachsenden Aufgabenumfang im Vertrieb Luftfahrzeuge und Werft des Berichtsjahres ausgerichtet. Mit unseren durchschnittlich 5 Auszubildenden (Ausbildungsquote rd. 8 %) in den Berufsbildern Fluggerät-Mechaniker Instandhaltungstechnik sowie Fluggerät-Elektroniker dokumentieren wir, dass wir unsere unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen. Die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter entspricht den Erfordernissen und wird laufend überprüft bzw. konsequent vorangetrieben.

Im Bereich Werft wurde bei aufgrund der Pandemie leicht rückläufiger Auftragslage ab Mai 2020 bis Jahresende in geringem und abnehmendem Umfang Kurzarbeit durchgeführt.

2.4.4 Umweltschutz

Das wirtschaftliche Handeln der AirAlliance GmbH basiert auf den gültigen Standards des Umweltschutzes und verpflichtet zur schonenden und effizienten Nutzung aller Ressourcen. Die eingesetzten maschinellen Anlagen und Werkzeuge entsprechen den Anforderungen an den Umweltschutz und dem Stand der Technik. Darüber hinaus möglicherweise bestehende Umweltrisiken sind durch eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgedeckt.

2.4.5 Qualitätsmanagement

Grundlage der Geschäftstätigkeit sind die in den Qualitätssicherheitshandbüchern niedergelegten Verfahren und Handlungsanweisungen, deren Einhaltung der Garant für hohe und gleichbleibende Qualität der Arbeitsprozesse ist.

Das Qualitätsmanagement ist verantwortlich für die Überwachung und Bewertung der Umsetzung von EASA- (Europäische Agentur für Flugsicherheit) und Luftfahrtbundesamt-Anforderungen.

AirAlliance besitzt im Sinne des Luftrechts Genehmigungen in den Bereichen Part 21J Entwicklungsbetrieb, Part 21G Herstellungsbetrieb, Part 145 Instandhaltungsbetrieb und Part M Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Aus dem Jahresabschluss abgeleitete Kennziffern zur Ertragslage haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Gesamtleistung 75.040 63.313
Sonstige betriebliche Erträge 735 209
Sonstige Aufwendungen 69.155 59.197
EBIT 6.620 4.325
Finanzergebnis -543 -240
Jahresergebnis vor Steuern (EBT) 6.077 4.086

Die Gesamtleistung hat sich ggü. dem Vorjahr um rd. 19 % erhöht. Diese Steigerung lag im Wesentlichen in der Ausweitung des bereits oben erwähnten Luftfahrzeuggeschäfts begründet.

In den sonstigen Aufwendungen sind adäquat gestiegene Materialaufwendungen in Höhe von rd. 62,8 Mio. € (Vj.: rd. 53,4 Mio. €) enthalten. Die Materialaufwandsquote beläuft sich im Berichtsjahr im Verhältnis zur Gesamtleistung (rd. 75,0 Mio. €) auf rd. 84 % (Vj.: 84 %). Die auf höherer Umsatz- und Gesamtleistungsentwicklung basierende Ertragssituation zeigt im Verbund mit dazu in etwa proportional gestiegenen sonstigen Aufwendungen ein ggü. 2019 deutlich verbessertes Jahresergebnis vor Steuern (EBT).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der AirAlliance GmbH ist als geordnet anzusehen. Die AirAlliance GmbH war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen.

Geschäftsjahr Vorjahr
Anlagenintensität 1) 4,72 % 6,8 %
Eigenkapitalquote 2) 21,73 % 29,0 %
Anlagendeckung 3) 460,78 % 428,7 %
Liquidität 2. Grades 4) 28,4 % 73,4 %

1) Anlagevermögen / Bilanzsumme

2) Eigenkapital / Bilanzsumme

3) Verhältnis Eigenkapital zu Anlagevermögen

4) Verhältnis liquide Mittel und kfr. Forderungen < 1 J zu kfr. Verbindlichkeiten < 1 Jahr

In 2020 sind längerfristige Kreditfinanzierungen > 1 Jahr infolge des Verkaufs von 2 LFZ sowie ein Investitionsdarlehen ausgelaufen, daher hat die Liquidität 2. Grades ggü. Vorjahr deutlich abgenommen.

Die AirAlliance GmbH verfolgt eine proaktive Investitionspolitik, um ihre Kapazitäten zu erweitern, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Finanzierungsverhältnisse entsprechen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Mit der zukunftsorientierten Investitionspolitik wurde die Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit gelegt.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit hat mit einer Größenordnung von 4,6 Mio. € das Niveau des Vorjahres (3,2 Mio. €) übertroffen. Vereinfachend wird der Cashflow aus operativer Tätigkeit aus dem Jahresüberschuss abzüglich der Abschreibungen ermittelt. Allerdings ist aufgrund der Gewinnausschüttung iHv 4,8 Mio. € an die Muttergesellschaft der verfügbare Cashflow zum Stichtag stark gesunken. Für weitere Investitionen in die Infrastruktur und Zukunftssicherung des Unternehmens wird ein in ähnlicher Höhe zum Vorjahr erwarteter Cashflow aus operativer Tätigkeit zur Verfügung stehen.

Die Vermögenslage ist geordnet und zufriedenstellend.

4. Risikobericht und Prognose

4.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt im Kern über die bewährten Instrumente des Controllings, eines nach Segmenten gestaffelten Reportings und der Buchführung. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen werden mit Unterstützung einer Business Intelligence Software durch individuelle Berichte, Soll-/Ist-Vergleiche, Forecasts und Kennzahlen im Aussagegehalt verbessert.

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken wird ein System vorgehalten, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

- Im Bedarfsfall Absicherung von Handelsgeschäften durch Kontrakte

- Plan/Ist-Segmentberichterstattung, Kostenstellenrechnung und Betriebsabrechnungsbogen für die Bereiche: Wartung und Reparatur, Flugzeugverkauf sowie Entwicklungsarbeiten

- mitlaufende Auftragskalkulation und Überwachung des Anarbeitungsgrades

- aussagefähige Zwischenabschlüsse und Monatsreportings

- kurz- und mittelfristige Planrechnung

- zeitnahe Überwachung der Außenstände durch ein stringentes Mahnwesen. Die durchschnittliche Laufzeit der Debitoren hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und betrug in 2020: 6 Tage. (Vj.: 11 Tage)

- Vorhaltung eines angemessenen Versicherungsschutzes

4.2 Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Aus der Risikoanalyse ergaben sich keine Anhaltspunkte darüber, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdet sein könnte. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Anhängige Aufsichtsverfahren gegen die AirAlliance GmbH, die zu Ansprüchen führen könnten oder die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht.

Bestandsgefährdende Risiken sind auch unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Branche derzeit nicht erkennbar.

4.3 Preisänderungsrisiken

Der Handel mit Luftfahrzeugen unterliegt Preisschwankungen, bedingt durch den Dollarkurs und die allgemeine Wirtschaftslage. Ein bedeutender Einfluss von Währungskurseffekten besteht nicht, da den USD-Verpflichtungen Einnahmen in USD in ähnlicher Höhe gegenüberstehen bzw. auch Finanzmittel in USD vorgehalten werden.

4.4 Ausfallrisiken

Die Ausfallrisiken sind im Vergleich zu anderen Branchen gering. Die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste für die AirAlliance GmbH verursacht werden, ist durch ein zentrales Kredit-Management sowie durch die Herausgabe der Luftfahrzeuge erst nach vollständigem Erhalt des Kaufpreises bzw. des Rechnungsbetrages begrenzt.

4.5 Zinsänderungsrisiken

Aufgrund der seit vielen Jahren anhaltenden und seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) nachhaltig gestützten Niedrigzinsphase, die in der kurz- und mittelfristigen Prognose keine signifikanten Änderungen erkennen lässt, ist das Zinsänderungsrisiko als marginal zu betrachten. Ein geringes Risiko besteht in für Guthaben ab einem mittleren einstelligen Mio.-€-Bereich, die seitens der Kreditinstitute mit Verwahrentgelten belegt werden.

4.6 Liquiditätsrisiken

Das Risiko, benötigte Finanzmittel nicht oder nicht rechtzeitig zur Begleichung fälliger Verpflichtungen vorhalten bzw. beschaffen zu können, besteht nicht. Auf Grund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit der AirAlliance GmbH zu jeder Zeit sichergestellt.

4.7 Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Auf Grund der Struktur der verwendeten Finanzinstrumente und des implementierten Überwachungssystems und bei der Luftfahrzeugvertragstypisch bedingten, geringen Ausfallwahrscheinlichkeit werden derartige Risiken nicht gesehen.

4.8 Gesamtrisiken

Auf Basis der aktuell vorhandenen Informationen ist festzustellen, dass sowohl heute als auch in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Risiken bestehen, die einzeln oder kumulativ den Fortbestand der AirAlliance GmbH gefährden könnten. Das vorhandene Risikomanagementsystem macht alle bestehenden Risiken im erforderlichen Umfang transparent und beherrschbar.

4.9 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die AirAlliance GmbH hat in den vergangenen Geschäftsjahren die notwendigen Schritte und Investitionen eingeleitet und ihre Anlagen und betrieblichen Einrichtungen den Erfordernissen des modernen Wirtschaftens angepasst. Notwendige Investitionen zur Erweiterung und Verbesserung der Sicherheit in der IT-Infrastruktur und der Erhöhung des Digitalisierungsgrades durch Modernisierung der ERP-Systeme für Auftragsverarbeitung, Warenwirtschaft und Kundenbeziehungsmanagement (CRM) sowie betriebsinterne Kommunikation sind durchgeführt bzw. in der Umsetzungsphase. Um den steigenden Anforderungen an strategische Unternehmenssteuerung und Gesellschafter-Reporting Rechnung zu tragen, wurden Planungs- und Reportingprozesse mit Hilfe einer datenbankgestützten Business Intelligence Lösung professionalisiert.

4.10 Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Durch unsere breite Dienstleistungspalette sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Marktstellung weiter auszubauen. Durch systematische Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sind wir in der Lage, das hohe Know-how und die von unseren Kunden und Geschäftspartnern wahrgenommene starke Marktstellung als "Full-Service Anbieter" entlang der gesamten Lieferkette zu sichern.

4.11 Voraussichtliche Entwicklung

Die Geschäftsbereiche Werft und Entwicklung waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 zufriedenstellend ausgelastet. Der Auftragsbestand der Werft für externe und Projekte für die eigene Flotte liegt bei rd. 1,1 Mio. € per 30.04.21 was einer Reichweite von ca. 1,6 Monaten entspricht, gemessen am durchschnittlichen Umsatz der ersten drei Monate 2021.

Im Segment Luftfahrzeuge generiert der Pilatus PC-12NGX starkes Interesse. Für 2021 erwarten wir ein Niveau der Auslieferungen in etwa auf Höhe des Berichtsjahres. Die Perspektiven für den zweistrahligen PC 24 stimmen für 2021 und darüber hinaus optimistisch. Hier befinden wir uns in Verhandlungen mit mehreren Interessenten aus dem Bereich des Corporate Business. Auch bei den Mustern vom Typ Gulfstream, mit dem wir in 2020 die erste Auslieferung durchführten, erwarten wir mittelfristig weitere Abschlüsse. Zusätzliches Wachstum wird AirAlliance - ebenfalls mittelfristig - durch die Erweiterung des Produktportfolios um 2-motorige Turboprop-Geschäftsreiseflugzeuge eines italienischen Herstellers realisieren. Ein Muster dieses Typs wurde im April 2021 als Demonstrator angeschafft.

Ein entscheidender Faktor für die künftige Entwicklung ist der weitere Verlauf der Corona-Pandemie und die Geschwindigkeit des Impfprozesses, da durch den bis 30.06.2021 verlängerten zweiten Lock-Down und den mutierenden Virus eine große Unsicherheit in der Wirtschaft allgemein und in den Prognosen des Unternehmens vorhanden ist. Andererseits führt die starke Einschränkung der Mobilität dazu, dass sich unsere Kunden vorzugsweise auf ihren eigenen Flugbetrieb konzentrieren und vermehrt Flugzeuge kaufen.

Vorausgesetzt, die pandemische Lage lässt es zu, werden wir in 2021 an folgenden Messen und Ausstellungen teilnehmen:

AERO, Friedrichshafen Juli 2021

AirAdventure EAA, Oskosh Juli 2021

Hausmesse Air Alliance Siegerland

NBAA, Las Vegas 2021

Die Gesellschaft besitzt auch unter Einbezug der derzeitigen krisenbedingten Restriktionen und Szenarien, deren Auswirkungen noch schwer abschätzbar sind, die notwendigen Voraussetzungen für ein nachhaltiges und langfristiges Unternehmenswachstum.

Für 2021 erwarten wir in den Segmenten LFZ-Verkauf und Werft unter Einbezug eines infolge der noch anhaltenden Corona-Krise frühestens ab Jahresmitte zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwungs Umsatzerlöse sowie ein Jahresergebnis vor Steuern (EBT) auf dem Niveau des Vorjahres.

5. Zweigniederlassungen

Die AirAlliance GmbH besitzt keine Zweigniederlassungen.

 

Burbach, 11.06.2021

gez. Felix v. Waldow, Geschäftsführer

gez. René Petersen, Geschäftsführer

gez. Dr. Michael Bitzer, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

AIRALLIANCE GMBH, BURBACH

AKTIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.031.658,00 1.226.507,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 322.373,00 466.308,00
- davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte: EUR 309.672,00 (Vorjahr: EUR 442.390,00)
II. Sachanlagen 691.385,00 742.299,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.922,00 65.530,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.857,00 125.519,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 513.606,00 551.250,00
III. Finanzanlagen 17.900,00 17.900,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.900,00 17.900,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 20.816.987,64 16.828.489,23
I. Vorräte 16.440.122,85 11.471.546,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.423.279,09 2.786.911,25
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 1.573.963,85 (Vorjahr: EUR 585.921,57)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 953.585,70 2.570.030,99
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.231,78 67.718,49
21.873.877,42 18.122.714,72

PASSIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.753.717,35 5.257.762,49
I. Gezeichnetes Kapital 127.850,00 127.850,00
II. Bilanzgewinn 4.625.867,35 5.129.912,49
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.531.552,28 651.986,73
C. VERBINDLICHKEITEN 15.477.341,57 12.048.149,36
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten: EUR 12.239.398,03 (Vorjahr: EUR 10.226.286,10)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.443,22 38.292,14
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 87.823,00 126.524,00
21.873.877,42 18.122.714,72

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Rohergebnis 12.977.748,13 10.102.914,84
2. Personalaufwand 3.667.527,05 3.422.162,77
a) Löhne und Gehälter 3.036.052,93 2.879.532,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 631.474,12 542.629,86
- Aufwendungen für Altersversorgung: EUR 6.914,53 (Vorjahr: EUR 7.941,12)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 291.918,26 284.705,07
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.398.366,92 2.070.562,97
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 412.328,32 (Vorjahr: EUR 0,00)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.935,91 46.449,90
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 551.133,22 286.295,84
- davon aus der Abzinsung: EUR 177,00 (Vorjahr: EUR 208,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.756.510,19 1.184.022,47
- davon latente Steuern: EUR 38.701,00 (Vorjahr: EUR 37.785,00)
8. Ergebnis nach Steuern 4.320.228,40 2.901.615,62
9. Sonstige Steuern 10.177,54 5.019,00
10. Jahresüberschuss 4.310.050,86 2.896.596,62
11. Gewinnvortrag 5.129.912,49 2.233.315,87
12. Gewinnausschüttung -4.814.096,00 0,00
13. Bilanzgewinn 4.625.867,35 5.129.912,49

ANHANG

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

2. Gliederung des Jahresabschlusses

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

II. Angaben zur Bilanz

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

IV. Sonstige Angaben

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: AirAlliance GmbH
Firmensitz: Burbach
Registergericht: Siegen
Handelsregister-Nr.: HRB 4229

2. Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz ist nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Angabe der Bilanzierungsmethoden

Alle bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände und Schulden sind unter den gesetzlich vorgeschriebenen Posten ausgewiesen.

Ansatzwahlrechte und Ausweiswahlrechte sind (mit Ausnahme der Bilanzierungswahlrechte nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB) nicht in Anspruch genommen worden.

b) Angabe der Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute sind zum Nennwert bewertet.

Fremdwährungsguthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibungszeitraum entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibungszeitraum entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und der Abgang im Zugangsjahr unterstellt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Der Wert der fertigen und unfertigen Produkte ist zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ermittelt worden.

Forderungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Im Übrigen sind die Posten des Umlaufvermögens zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt zum Nennbetrag.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und die die Vorjahre betreffenden Steuern, soweit eine Veranlagung nicht durchgeführt ist.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB.

c) Angaben zur Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden -soweit sie nicht kursgesichert waren- zum Bundesbankdevisenkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

II. Angaben zur Bilanz

1. Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultiert ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 222. Dieser setzt sich aus Entwicklungskosten abzüglich passiver latenter Steuern zusammen.

2. Der Brutto-Anlagenspiegel in der nach § 284 Abs. 3 HGB geforderten Form ist integraler Bestandteil des Anhangs.

3. Es bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Diese sind zum 31.12.2020 wie folgt ausgewiesen:

- Forderungen EUR 1.270.027,85 (Vorjahr EUR 0,00)
- Verbindlichkeiten EUR 605.523,05 (Vorjahr EUR 230.394,67)

4. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst, der sich wie folgt darstellt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2020
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Art der Verbindlichkeit
- gegenüber Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten 12.239.398,03 12.239.398,03 0,00 0,00
Vorjahr 10.226.286,10 5.504.415,86 4.721.870,24 0,00
Übrige 3.237.943,54 3.237.943,54 0,00 0,00
Vorjahr 1.821.863,26 1.821.863,26 0,00 0,00
15.477.341,57 15.477.341,57 0,00 0,00
Vorjahr 12.048.149,36 7.326.279,12 4.721.870,24 0,00

5. Die Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten betreffen in Höhe von EUR 12.239.398,03 (Vorjahr EUR 5.318.228,27) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.908.057,83) gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten. Die Finanzierung der Luftfahrzeuge erfolgt über die Finanzdienstleistungsinstitute und wird zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit nicht unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

6. Die Gesellschaft hat für ihre Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 15.477.341,57 die folgenden Sicherheiten gestellt:

- Verpfändung Festgelder

- Verpfändung LFZ

- Gesamtschuldnerische Haftung Gesellschaft und Gesellschafter für Rahmenkredit

7. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beläuft sich auf EUR 73.444,38 (Vorjahr EUR 74.254,53) es handelt sich dabei um befristete Leasingverträge für PKWs. Zudem bestehen Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen für Verwaltungsgebäude, Werft-, Lagerhallen und sonstige Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 359.545,87 (Vorjahr EUR 314.574,19) (bei frühstmöglicher Kündigung).

8. Die AirAlliance GmbH haftet für die Finanzierung der Hallen der AirAlliance Group GmbH in Höhe von EUR 3.069.787,52.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es sind die Bewertungseffekte aus den Fremdwährungsverbindlichkeiten und Fremdwährungsforderungen bei Projekten der LFZ saldiert worden. Bei den sonstigen Sachverhalten wurde keine Saldierung vorgenommen.

IV. Sonstige Angaben

1. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung in 2021 weiter als unsicher ein und kann angesichts der mit der Pandemie einhergehenden behördlichen Maßnahmen einen Rückgang ihrer Leistungen, insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt vereinbarten bundesweiten Beschränkungen nicht ausschließen. Insgesamt sind die mit einem dadurch möglichen Rückgang der Leistungen einhergehenden Verluste aus eigener Kraft für mehrere Monate überbrückbar.

2. Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin vor, den Jahresüberschuss per 31. Dezember 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr durchschnittlich 58 Mitarbeiter beschäftigt. Sie teilen sich wie folgt auf:

- Angestellte 30
- Arbeiter 27
- Aushilfen 1

4. Die Gesellschaft verzichtet auf die Nennung der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans gewährten Bezüge unter Hinweis auf § 286 Abs.4 HGB.

5. Das Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr aus den vertretungsberechtigten Geschäftsführern:

Felix von Waldow, Kaufmann

René Petersen, Techniker

Wolfgang Krombach, Kaufmann, abberufen am 29. Februar 2020

Ab dem 1. März 2021 wurde Herr Dr. Michael Bitzer als Geschäftsführer bestellt.

6. Die AirAlliance GmbH ist Tochterunternehmen der AirAlliance Group GmbH mit Sitz in Burbach.

7. Die AirAlliance Group GmbH stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2020 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Burbach, den 11. Juni 2021

gez. Felix v. Waldow, Geschäftsführer

gez. René Petersen, Geschäftsführer

gez. Dr. Michael Bitzer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

der AirAlliance GmbH, Burbach

Anschaffungs/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.135.378,92 0,00 11.575,10 1.123.803,82
davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.061.741,20 0,00 0,00 1.061.741,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.500,25 0,00 0,00 84.500,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 385.755,80 8.934,47 6.223,68 388.466,59
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.365.440,87 88.164,79 55.676,65 1.397.929,01
1.835.696,92 97.099,26 61.900,33 1.870.895,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.900,00 0,00 0,00 17.900,00
2.988.975,84 97.099,26 73.475,43 3.012.599,67
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 669.070,92 143.931,00 11.571,10 801.430,82
davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 619.351,20 132.718,00 0,00 752.069,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.970,25 5.608,00 0,00 24.578,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.236,80 16.593,47 6.220,68 270.609,59
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 814.190,87 125.785,79 55.653,65 884.323,01
1.093.397,92 147.987,26 61.874,33 1.179.510,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.762.468,84 291.918,26 73.445,43 1.980.941,67
Buchwerte
Stand am 31.12.2020
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 322.373,00 466.308,00
davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 309.672,00 442.390,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.922,00 65.530,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.857,00 125.519,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 513.606,00 551.250,00
691.385,00 742.299,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.900,00 17.900,00
1.031.658,00 1.226.507,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AirAlliance GmbH, Burbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AirAlliance GmbH, Burbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AirAlliance GmbH, Burbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 11. Juni 2021

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

gez. Bernadette Liessem, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung efolgte am 15. Juni 2021.

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