Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 2081
Vorher
Geiger Maschinenbau GmbHGeiger Fertigungstechnologie GmbH
Eingetragen
2.9.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Entwicklung, die Konstruktion, die Herstellung und der Handel mit Maschinen aller Art, deren Zubehör und Ersatzteile. Die Gesellschaft kann ferner alle sonstigen Geschäfte betreiben, die der Erreichung und Förderung ihres Hauptzweckes dienlich sind. Die Gesellschaft kann ferner im Inund Ausland unter ihrer oder unter anderer Firma Zweigniederlassungen errichten, andere Unternehmen erwerben und/oder Vertretungen von anderen Firmen übernehmen und wieder aufgeben. Sie darf sich ferner mit anderen Unternehmen zu Arbeits- und Interessengemeinschaften zusammenschließen und solche auflösen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Neller
seit 16.5.2025
Geschäftsführer
Markus Stenglein
seit 16.5.2025
Prokura
Rüdiger Knauer
seit 3.1.2013
Prokura
Thomas Wippich
seit 19.10.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Mehler Verwaltungs GmbH
Germany
940.000 €
94.00%
DAUN & Cie. AG
Germany
40.000 €
4.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geiger GmbH

Pretzfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

der Geiger GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Geiger GmbH ist ein Hersteller von hochpräzisen, spanend bearbeiteten Werkstücken aus Metallwerkstoffen, die überwiegend im Bereich der Automobilindustrie Verwendung finden.

Sitz des Unternehmens und einziger Standort ist Pretzfeld, an dem vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 mit durchschnittlich 205 Mitarbeitern ein Umsatz von 29,8 Mio. EUR erwirtschaftet wurde.

Das Unternehmen wird von Herrn Dipl. Ing. Daniel Kerper als einzelvertretungsberechtigtem Geschäftsführer vertreten. Daneben sind als Prokuristen Thomas Wippich, Dieter Neller und Rüdiger Knauer bestellt, die jeder für sich das Unternehmen entweder gemeinsam mit dem Geschäftsführer oder zusammen mit mindestens einem weiteren Prokuristen vertreten.

Zur Unternehmenssteuerung werden bilanz-, ertrags- und liquiditätsorientierte Leistungsindikatoren ausgewertet, insbesondere sind dies Umsatz, EBITDA, Cashflow und Sachinvestitionen. Somit wird sichergestellt, dass bei Abweichungen frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt war in 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die nach wie vor hohen Preise dampften die Konjunktur durch eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Dazu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund des ansteigenden Zinsniveaus. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ging um 0,4 % zurück. (Quelle: Statistisches Bundesamt 15.01.24)

Die Automobilindustrie konnte 2023 allerdings einen Absatzanstieg verzeichnen. 2023 wurden in Deutschland mit mehr als 2,8 Millionen Fahrzeugen 7 % mehr Neufahrzeuge zugelassen als 2022. (Quelle: ifo Institut 11.01.24)

Auch die großen internationalen Automobilmärkte haben in 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Der europäische PKW-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 %) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. (Quelle: VDA Pressemeldung 18.01.24)

Der Umsatz von Geiger wird in nur geringem Maße vom PKW-Sektor als vielmehr vom Nutzfahrzeugabsatz beeinflusst. Auch dieser ist in Deutschland in 2023 mit fast 360.000 Neuzulassungen deutlich um 15 % gestiegen. Allerdings war gegen Ende des Jahres bei den Nutzfahrzeugen auch ein Einbruch der Zulassungen zu verzeichnen gewesen. (Quelle: VDIK Pressemeldung 04.01.24).

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Insgesamt betrachtet war der Geschäftsverlauf bei Geiger in 2023 nicht zufriedenstellend. Dass die Umsätze gegenüber 2022 geringer werden würden, war bereits Ende 2022 absehbar gewesen und in der Planung für 2023 berücksichtigt worden.

In den ersten neun Monaten 2023 lagen die Umsätze noch über der Planung, das Ergebnis dieser Monate war nur leicht negativ und lag damit deutlich über den negativen Planwerten.

In den letzten drei Monaten des Jahres gingen jedoch die Kundenabrufe stark zurück, so dass der Hauptgrund für das deutlich negative Ergebnis in 2023 in den Monaten Oktober bis Dezember zu finden ist. Gegen Ende des Jahres wurde in Teilbereichen der Produktion Kurzarbeit eingesetzt, was aber das Ergebnis nur geringfügig beeinflussen konnte.

Gegenüber dem Budget war das Jahresergebnis aber immer noch besser als geplant. Das lag vor allem an den Energiekosten, die in der Planung für 2023 auf Basis der extrem hohen Strompreise in 2022 hoch angesetzt worden waren, aber sich in 2023 tatsächlich wieder weitgehend normalisierten.

Dagegen sind die Lohnkosten stärker als geplant gestiegen. Wegen der in 2023 hohen Inflation wurde an die Mitarbeiter die Inflationsausgleichszahlung in voller Höhe der staatlichen Förderung geleistet. Darüber hinaus wurden teilweise auch Löhne und Gehälter angehoben, um den Kaufkraftverlust zumindest teilweise auszugleichen und die Mitarbeiter zu halten. Trotz der zum Jahresende deutlich gesunkenen Umsätze wurde die Stammbelegschaft nicht abgebaut, da absehbar ist, dass in naher Zukunft bei Geiger wieder zusätzliches Personal gesucht wird, was angesichts des Arbeitskräftemangels ohnehin keine einfache Aufgabe sein dürfte. Abgesehen davon sind in der Verwaltung immer noch Planstellen unbesetzt. Die Auszahlung der Fahrtkostenzuschüsse an die Mitarbeiter in Abhängigkeit von der Fahrtstrecke zur Arbeitsstätte, die in 2022 aufgrund der stark gestiegenen Kraftstoffkosten bei Geiger eingeführt wurde, wurde auch in 2023 fortgeführt.

Neue Aufträge kamen in 2023 für Produkte, die in Dieseleinspritzpumpen und Off-Highway Einspritzsystemen zum Einsatz kommen. Die Aufträge konnten gewonnen werden, weil Geiger sehr kurzfristig den Produktionsanlauf realisieren konnte, nachdem ein anderer Zulieferer dieser Produkte unerwartet ausgefallen war. Da Geiger bei der Realisierung dieser sehr kurzfristig erforderlichen Anläufe die Kundenerwartungen voll erfüllen konnte, werden einige dieser neu gewonnenen Aufträge nun auch zukünftig bei Geiger verbleiben.

Bei den Produkten aus dem Bereich der Elektromobilität, insbesondere Komponenten, die für die Herstellung von Brennstoffzellen zum Einsatz kommen, sind wie geplant die ersten Serienanläufe durchgeführt worden. Was nun folgt sind weitere Optimierungen im Produktionsablauf sowie eine weitere Erhöhung der Fertigungskapazitäten, um die künftig steigenden Kundenbedarfe abzudecken. Dazu laufen aktuell auch Planungen für eine Erweiterung der bestehenden Produktionshallen am Standort Pretzfeld.

Für den Anlauf dieser neuen Produkte wurde 2023 in mehrere neue und gebrauchte Bearbeitungszentren investiert. In 2024 wird mit den Artikeln für die Elektromobilität zwar noch ein vergleichsweise kleiner Umsatz erzielt, die Absatzprognosen künftiger Jahre sind jedoch stark ansteigend. Da die Artikel bereits vor dem Serienstart auf den später in der Serie zum Einsatz kommenden Maschinen bemustert werden müssen, sind die Investitionen in Maschinen & Anlagen und der damit verbundene Installationsaufwand deutlich überproportional zur Umsatzsteigerung, die mit den neuen Artikeln im Anlauf erzielt werden kann. Dieser Effekt ist beim Brennstoffzellenprojekt besonders ausgeprägt, weil nur wenige Maschinen aus dem Bestand für den Serienanlauf genutzt werden konnten. Die Artikel der Brennstoffzelle benötigen andere Bearbeitungskonzepte als frühere Artikel von Geiger, die schwerpunktmäßig Drehteile waren und weniger Fräsoperationen erforderten.

In dem Bestreben, für die Zukunft die starke Abhängigkeit von Produkten zu verringern, die in Verbrennungsmotoren Verwendung finden, ist Geiger in 2023 gut vorangekommen und wird nach unserer Auffassung damit für die Zukunft sehr gut aufgestellt sein. Bei der Anfragebearbeitung werden Projekte mit Bezug zur Elektromobilität momentan bei Geiger priorisiert ohne jedoch den Verbrennungsmotor ganz auszuklammern. Es ist nämlich durchaus realistisch, dass der Verbrennungsmotor - insbesondere im Schwerlast- und Off-Highway-Sektor - eine Zukunft hat, wenn auch nicht in dem Umfang wie in der Vergangenheit.

2.3 Ertragslage des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2023 war mit 27,1 Mio. EUR ein Umsatz geplant, der um ca. 3,3 Mio. EUR unter dem Umsatz des Vorjahres von 30,4 Mio. EUR liegen sollte. Ein Rückgang in den Umsätzen war bereits gegen Ende 2022 zu spüren und auch die Kundenabrufe für 2023 lagen unter dem Niveau von 2022. Tatsächlich wurde jedoch in 2023 ein Gesamtumsatz in Höhe von 29,8 Mio. EUR erzielt, im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 2% gegenüber dem Budget jedoch 10% mehr als geplant. In den ersten neun Monaten 2023 konnten die Planumsätze deutlich übertroffen werden. In den Monaten Oktober bis Dezember dagegen waren die Kundenabrufe stark rückläufig und lagen sogar unter den niedrig angesetzten Planwerten.

Der Umsatz mit Dieselinjektoren lag in 2023 um ca. 0,6 Mio. EUR unter der Erwartung und 2,6 Mio. EUR unter dem des Vorjahres. Da die Absatzzahlen für Nutzfahrzeuge insgesamt in 2023 eher angestiegen sind, ist der Hauptgrund für den Rückgang, dass Produktionsmengen durch den Kunden in die Eigenfertigung übernommen wurden, um die eigenen Kapazitäten besser auszulasten. Die Kapazitäten der Kunden sind noch nicht wieder vollständig ausgelastet, da der gesamte Automobilmarkt, trotz der Steigerung in 2023, immer noch deutlich unter dem Niveau von 2019 liegt.

Die Umsätze aus Neuprojekten waren dagegen deutlich höher als geplant. So konnten in 2023 kurzfristig Neuaufträge im Bereich Dieseleinspritzpumpen und mit einem neuen Kunden im Bereich Off- Highway Fahrzeuge Neuartikel gewonnen werden, die zusammengenommen vorher nicht geplante Umsätze in Höhe von 1,8 Mio. EUR erzielen konnten.

Die neuen Artikel für Brennstoffzellenantriebe stiegen von 1,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR und lagen damit 0,1 Mio. EUR über Plan. Darüber hinaus wurden zusätzliche Umsätze aus dem Anlauf weiterer neuer Produkte, sowie mit Prototypen- und Musteraufträgen erzielt.

Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 15,4 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote ist mit 51,0% gegenüber 51,7% aus dem Geschäftsjahr 2022 leicht gesunken.

Innerhalb dieser Position gab es jedoch deutlichere Verschiebungen. So sind in den Aufwendungen für bezogene Leistungen die Fremdleistungen um fast 0,9 Mio. EUR stark angestiegen, da die neuen Produkte einen höheren Anteil an Fremdleistungen (z. B. für Oberflächenbeschichtungen und / oder Wärmebehandlungen) beinhalten. Dagegen sind die Stromkosten gegenüber 2022 um 1,3 Mio. EUR gesunken. Die Situation auf den Energiemärkten hat sich nach den extrem hohen Kosten im Vorjahr in 2023 weitgehend wieder normalisiert.

Der Anteil der reinen Rohmaterialkosten ist 2023 von 30,6% auf 29,7% gesunken, was einerseits an leicht rückläufigen Rohmaterialpreisen lag, andererseits aber auch daran, dass der Materialkostenanteil der neuen Produkte geringer ist als bei den bestehenden Produkten.

Dieser Verringerung beim Rohmaterial steht jedoch eine Erhöhung der anteiligen Werkzeugkosten von 7,4% auf 9,1% der Gesamtleistung gegenüber, so dass die Änderung der Materialaufwandsquote insgesamt betrachtet nur gering war.

Die Belegschaft umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt 209 aktive Mitarbeiter (Vorjahr 205). Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum insgesamt 10,9 Mio. EUR, die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung lag mit 36,0% deutlich über dem Niveau des Jahres 2022 (Vorjahr 30,6%). Rechnet man die Kosten für Leihabeiter hinzu, die im Materialaufwand ausgewiesen werden, ergäben sich Personalkosten von 11,1 Mio. EUR und eine Quote von 36,8% (Vorjahr 31,6%).

Gegen Ende des Jahres wurden aufgrund der geringeren Kundenabrufe verstärkt Überstunden und Urlaub abgebaut und zusätzlich wurde im Dezember in den wesentlichen Produktionsbereichen Kurzarbeit eingesetzt.

Die Abschreibungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR lagen bei 7,7% der Gesamtleistung. Gegenüber dem Jahr 2022 (Vorjahr 8,6%) ist dies eine deutliche Verringerung, sowohl prozentual, als auch beim absoluten Betrag. Einige Investitionen aus der Vergangenheit hatten in 2022 das Ende ihrer Abschreibungsdauer erreicht, was zu den niedrigeren Abschreibungen in 2023 geführt hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR betrugen im Verhältnis zur Gesamtleistung 11,2 % (Vorjahr 2,8 Mio. EUR und 9,1%). In nahezu allen Einzelpositionen waren Preissteigerungen zu verzeichnen. Darüber hinaus gab es überdurchschnittliche Steigerungen bei den Kosten für Verpackungsmaterial und Messmittel für den Anlauf der neuen Produkte.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 0,8 Mio. EUR, und entsprach damit einer EBITDA-Marge von 2,5 % (Vj. 8,7%). Geplant war für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA von -0,1 Mio. EUR (-0,5% vom Planumsatz).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von -1,6 Mio. EUR sank von 0,1% (Vj.) auf -5,2% der Gesamtleistung.

Der Zinsaufwand lag in 2023 bei 0,2 Mio. EUR und damit 0,1 Mio. EUR höher als in 2022. Der Hauptgrund war, dass neben den Zinsen an die Muttergesellschaft in 2023 auch verstärkt Kundenforderungen gegen eine angemessene Verzinsung vor ihrem Fälligkeitsdatum zur Auszahlung gebracht wurden, um die Liquidität zu sichern.

Nach Abzug der Zinsen, ergab sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -1,8 Mio. EUR.

2.4 Vermögenslage

Investitionen von 2,6 Mio. EUR standen Abschreibungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR gegenüber. Der Wert des Anlagevermögens erhöhte sich somit von 15,5 Mio. EUR zum Ende 2022 auf 15,8 Mio. EUR Ende 2023. Aufgrund von Verzögerungen im Anlauf der Neuprojekte ergab sich eine leichte Abweichung zu den geplanten Investitionen von ursprünglich 2,9 Mio. EUR.

Die größten Positionen (1,7 Mio. EUR) waren Werkzeugmaschinen für die neuen Produkte im Bereich Brennstoffzelle. Darüber hinaus wurde in Maschinen für die Bearbeitung weiterer neuer Produkte investiert, sowie in eine Photovoltaikanlage.

Das Umlaufvermögen verringerte sich um 2,4 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR (12,6 Mio. EUR zum 31.12.2022).

Die Vorräte stiegen von 7,2 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR, wobei die größte Steigerung bei den Halbfertigfabrikaten mit einem Anstieg um 0,9 Mio. EUR zu verzeichnen war. Auch die Bestände an Rohmaterial stiegen leicht um 0,3 Mio. EUR. Die Fertigfabrikate dagegen verringerten sich um 0,5 Mio. EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden von 3,9 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR reduziert. Der Grund hierfür war, dass in 2023 verstärkt Kundenforderungen gegen eine angemessene Verzinsung vor ihrem Fälligkeitsdatum zur Auszahlung gebracht wurden, um stets eine ausreichende Liquiditätsreserve sicherzustellen.

Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital von 12,2 Mio. EUR aufgrund des negativen Jahresergebnisses um 1,5 Mio. EUR auf 10,7 Mio. EUR zurückgegangen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 41%.

Die Rückstellungen liegen mit 1,2 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag von 1,9 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR zurückgegangen. Hauptursache dafür war, dass 2023 die Produktion aufgrund der geringen Kundenabrufe schon ab Anfang Dezember in weiten Teilen heruntergefahren wurde und somit auch fast keine Materialanlieferungen im Dezember stattfanden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Mietkauf haben sich in 2023 von 0,4 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR verringert. Hierbei handelt es sich um Mietkaufverbindlichkeiten aus 2022 bei der Leasinggesellschaft eines Maschinenherstellers, die in 2023 planmäßig getilgt wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden um 0,1 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR erhöht. Bei diesen Verbindlichkeiten handelt es sich um ein Darlehen der Geiger Holding GmbH, welches der Geiger GmbH als "Revolving Loan" mit bis zu 17 Mio. EUR unbefristet zur Verfügung steht. Nachdem in den ersten neun Monaten in 2023 zunächst 0,9 Mio. EUR dieses Darlehens getilgt wurden, wurde es im letzten Quartal, nachdem ein deutlicher Rückgang der Kundenabrufe zu verzeichnen war, wieder um 1 Mio. EUR aufgestockt, so dass sich für das Gesamtjahr eine Erhöhung um 0,1 Mio. EUR ergab.

2.5 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Verlust vor Ertragssteuern von -1,8 Mio. EUR (EBT) erwirtschaftet. Rechnet man die Zinsen und die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen heraus, ergibt sich ein EBITDA von 0,8 Mio. EUR.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei ca. 2,5 Mio. EUR. Ursprünglich war ein Cashflow in Höhe des EBITDA (-0,1 Mio. EUR) geplant. Die Differenz zum EBITDA lag im Wesentlichen an der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,9 Mio. EUR gegenüber dem 31.12.2022. Ein Grund für die Abnahme des Forderungsbestandes waren die im Vergleich zu 2022 deutlich geringeren Umsätze in den Monaten November und Dezember. Darüber hinaus wurden Ende 2023 verstärkt Forderungen gegen einen angemessenen Zinssatz vor ihrer Fälligkeit zur Auszahlung gebracht.

Der Anstieg der Vorräte um 0,6 Mio. EUR und die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (um 0,3 Mio. EUR) wirkte sich dagegen negativ auf den operativen Cashflow aus. Darüber hinaus hatte der Abbau der sonstigen Rückstellungen um 0,1 Mio. EUR ebenfalls eine leicht negative Auswirkung auf den operativen Cashflow.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -2,5 Mio. EUR. Die Investitionen in Höhe von 2,6 Mio. EUR betrafen schwerpunktmäßig sechs CNC-Bearbeitungszentren sowie Waschanlagen und eine Messmaschine für den Hochlauf der Produkte für das Projekt Brennstoffzelle.

Im Gegensatz dazu gab es in 2023 Erlöse von 0,1 Mio. EUR aus dem Verkauf von Maschinen und Anlagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -0,2 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Geiger Holding GmbH wurden um 0,1 Mio. EUR aufgebaut, dagegen wurden Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Maschineninvestitionen durch Mietkauf um 0,1 Mio. EUR abgebaut.

Zinsen wurden in Höhe von 0,2 Mio. EUR gezahlt, davon 0,1 Mio. EUR an die Geiger Holding GmbH und 0,1 Mio. EUR für die vorzeitige Auszahlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Liquidität betrug am Ende des Geschäftsjahres 1,1 Mio. EUR. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 hatte der Liquiditätsbestand 1,2 Mio. EUR betragen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat Geiger alle Zahlungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß erfüllt. Lieferantenrechnungen konnten stets mit den eingeräumten Skontoabzügen bezahlt werden.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 müssen wir auf Basis der Abrufvorschau der Kunden mit einem weiteren Umsatzrückgang rechnen. Gegenwärtig gehen wir für 2024 von einem Umsatz in Höhe von 28,4 Mio. EUR aus (gegenüber 29,8 Mio. EUR in 2023).

Im Bereich Injektorkörper erwarten wir einen Rückgang des Umsatzes um 1,7 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR. Ein Grund dafür ist der eher verhaltene konjunkturelle Ausblick in der Automobilindustrie. Ein anderer Grund ist, dass Kunden teilweise Produkte, die bisher bei Geiger gefertigt wurden, in die Eigenfertigung übernehmen, um die eigenen Kapazitäten besser auszulasten.

Der neue Produktbereich der Komponenten für Brennstoffzellenantriebe dürfte dagegen auf einen Umsatz in Höhe von 3,4 Mio. EUR anwachsen.

Die Umsatzplanungen für Prototypen, Muster und sonstige Artikel liegen deutlich unter den Werten von 2023, da sich die meisten der neuen Artikel nun im Serienanlauf befinden.

Beim EBITDA rechnen wir in 2024 mit 0,5 Mio. EUR, was auch dem geplanten Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht. Als EBIT sind -1,8 Mio. EUR geplant.

Das geplante Investitionsvolumen liegt bei ca. 7,3 Mio. EUR. Der Großteil davon sind Investitionen in einen Hallenanbau und neue Bearbeitungsmaschinen für Produkte im Bereich der Elektromobilität, für die Geiger in 2022 Aufträge gewinnen konnte.

Die Finanzierung der Investitionen ist zum einen durch den Mutterkonzern Tieliu geplant. Zum anderen soll ein Teil der Finanzierung auch durch Leasing oder Darlehen lokaler Banken erfolgen. Daneben stünden auch Finanzmittel im Rahmen der bestehenden "Revolving-Loan"-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft zur Verfügung.

3.2 Risikobericht

Kurzfristig besteht immer noch das Risiko, dass durch ein weiteres Andauern oder gar eine Intensivierung des Krieges in der Ukraine, die zum Ende des Jahres 2023 schon spürbar gesunkene Kundennachfrage weiter zurückgehen könnte.

Darüber hinaus birgt eine potentielle Verschärfung des Konfliktes zwischen China und Taiwan ein kaum kalkulierbares Risiko für die Lieferketten zwischen Asien und Europa bzw. den USA, insbesondere aber nicht nur im Hinblick auf die Versorgung mit Speicher-Chips. Dieser Engpass würde sich nicht schnell beseitigen lassen, weil der Aufbau der notwendigen Produktionskapazitäten viel Zeit in Anspruch nimmt, so dass ein ernster Konflikt zwischen China und Taiwan zu einem globalen Produktionseinbruch führen kann.

Eine erneute Steigerung der Energiekosten könnte einerseits das Ergebnis des Unternehmens unmittelbar beeinflussen, oder mittelbar durch eine geringere Kundennachfrage aufgrund der höheren Kosten bzw. einbrechenden Konjunktur. Die von der Bundesregierung beschlossene Strompreisbremse wird zum 31. Dezember 2023 auslaufen. Die aktuellen Strompreise im Januar 2024 sind auf ein Niveau fast wie in Vorkrisenzeiten zurückgekehrt, es kann aber auch wieder zu Preissteigerungen kommen. Langfristig könnte auch ein Risiko durch künftige Entwicklungen hin zu Nutzfahrzeugen mit elektrischen Hauptantrieben bestehen. Um darauf vorbereitet zu sein, werden vorzugsweise Neuprojekte in den Sektoren elektrische Hauptantriebe bzw. Brennstoffzellentechnologie akquiriert. 2022 konnten in diesem Bereich bereits einige neue Artikel in das Produktportfolio aufgenommen werden, die in 2023 größtenteils in Serie gegangen sind, wenn auch zunächst noch mit kleinen Stückzahlen.

Weiterhin besteht das Risiko, dass unsere Kunden aufgrund rückläufiger Absatzzahlen künftig noch verstärkt Produktionsschritte, die bisher an Unterlieferanten wie Geiger vergeben wurden, in die Eigenfertigung verlagern, um die eigenen, von der rückläufigen PKW-Diesel-Produktion freiwerdenden, Kapazitäten auszulasten. Bei einigen Produkten ist aus diesem Risiko bereits Realität geworden.

Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken bestehen aktuell nicht. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Mit der Muttergesellschaft Geiger Holding GmbH besteht seit 2019 eine "Revolving- Loan"-Vereinbarung, über die Geiger eventuell auftretende Liquiditätsengpässe abdecken kann.

Ein Risiko könnte darin bestehen, dass es der Konzernmutter Tieliu künftig nicht möglich sein könnte, Finanzmittel für die geplanten Investitionen aus China nach Deutschland zu transferieren. Aktuell besteht diese Gefahr jedoch nicht, wie die Inanspruchnahme einer Erhöhung des Revolving Loan- Darlehens im vierten Quartal 2023 gezeigt hat.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen auch in Form von Ausfallrisiken bei Leistungsforderungen. Diesem Risiko wird durch zeitnahe Abrechnung, eine laufende Überwachung offener Posten und mit einem konsequenten Mahnwesen begegnet, mit dem Ergebnis, dass in der Vergangenheit keine nennenswerten Ausfälle von Forderungen zu verzeichnen waren.

Ein Risiko besteht zwar in dem derzeit hohen Absatzanteil mit einem Kunden, der seinen Lieferanten aber durch seine marktbeherrschende Position und die hohe Anzahl neuer Projekte in verschiedenen Geschäftsfeldern, immer wieder Potentiale für Wachstum bietet. Die meisten anderen Kunden können diese Potentiale aktuell nicht oder nur in geringerem Maße bieten.

Ein weiteres Risiko, das zunehmend auch für mittelständische Betriebe Bedeutung gewinnt, ist das Thema IT-Security. Um diese weiterhin sicherzustellen, strebt Geiger in 2024 die Zertifizierung nach TISAX an. Die Vorbereitungen dafür wurden bereits in 2022 begonnen.

3.3 Chancenbericht

Die Zusammenarbeit mit dem neuen Produktionswerk für Präzisionsteile unserer chinesischen Muttergesellschaft auf dem bestehenden Firmengelände in Hangzhou - der Geiger New Energy - entwickelt sich langsam aber stetig. Insbesondere bei Projekten, die in Deutschland anlaufen und später kundenseitig nach Asien verlagert werden sollen, kann die Geiger GmbH in Kooperation mit Geiger New Energy den Kunden Vorteile bieten. Erste Anfragen zu solchen Projekten gibt es bereits. Wir halten aber weiterhin an der Strategie fest, dass sowohl die Geiger GmbH als auch die Geiger New Energy schwerpunktmäßig die eigenen lokalen Märkte bedient, so dass kein gruppeninterner Wettbewerb entsteht.

Die Kundenanfragen fokussieren sich zurzeit vorwiegend auf die Elektromobilität. Es ist aber auch festzustellen, dass der Verbrenner nicht vollständig aufgegeben wird. Neue Projekte im Umfeld des Verbrennungsmotors und speziell auch im Dieseleinspritzbereich befinden sich konkret in Planung, so dass ein finales Ende des Verbrennungsmotors noch nicht in Sicht ist.

Geiger hat in den vergangenen zwei Jahren viele neue Artikel ins Portfolio aufgenommen, die mit alternativen Antrieben zusammenhängen. Die notwendigen Deckungsbeiträge werden jedoch immer noch mit den Projekten aus der Vergangenheit erzielt. Die Volumina im Zusammenhang mit der Elektromobilität sind im LKW-Sektor, den Geiger primär beliefert, noch sehr niedrig. Wir gehen aber davon aus, dass insbesondere die Brennstoffzelle in Kombination mit Elektroantrieben auch im Nutzfahrzeugsektor die Zukunft sind. Die Anstrengungen der LKW-Hersteller (u. a. Daimler Truck) im Hinblick auf den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur bestärken uns in der Annahme, dass zukünftiges Wachstum in diesem Bereich zu suchen ist. Trotzdem werden wir die Hersteller von Dieselantrieben und deren Zulieferer weiterhin mit Komponenten beliefern, solange es einen Bedarf dafür gibt.

Der Aufbau des Maschinenparks für die neuen Artikel schreitet gut voran, so dass die dafür freigehaltenen Hallenflächen schnell erschöpft waren. Für 2024 ist daher die Erweiterung der Hallenfläche um 1.600 qm geplant und auch bereits beantragt. Die Bezugsfertigstellung soll noch in 2024 erreicht werden.

Geiger wird sich auch zukünftig an der Automobilzulieferindustrie und deren Bedarfe orientieren, da wir in diesem Industriesektor auch zukünftig das stärkste Wachstum erwarten, ohne andere Branchen, wie z. B. die Hersteller von eBike-Antrieben zu vernachlässigen. Speziell bei den eBike-Antrieben dürfte der Markt aber inzwischen einen hohen Reifegrad erreicht haben, so dass aus unserer Sicht nicht mehr mit großem Wachstum zu rechnen ist. Insofern können neue Marktanteile nur noch dadurch erzielt werden, indem bei einem Wechsel einer Antriebsgeneration auch ein Lieferantenwechsel stattfindet.

3.4 Nachhaltigkeit

Der Bezug des elektrischen Stroms machte in 2022 rund 90% des CO 2 -Ausstoßes von Geiger bei einer Betrachtung gemäß Scope 1+2 des Greenhouse Gas Protocols aus. Die Werte für 2023 liegen noch nicht vor. (Erd-)Gas spielt bei Geiger keine Rolle, da der Energieträger der Heizungsanlage Heizöl ist. Zumindest bei Erweiterungen der Gebäude ist aber ein sukzessiver Umstieg von Heizanlagen auf Basis fossiler Brennstoffe hin zu elektrischen Wärmepumpen unser erklärtes Ziel.

Unabhängig davon werden wir einerseits steigende Anteile des Strombedarfes auf Grünstrom umstellen und andererseits Maßnahmen umsetzen, die den Stromverbrauch nur unterproportional ansteigen lassen. Eine absolute Absenkung des Stromverbrauches wird nicht möglich sein, da für die neuen Projekte in den nächsten Jahren zusätzliche Maschinenkapazitäten aufgebaut werden müssen, die den Stromverbrauch zwangsläufig ansteigen lassen werden.

Die bereits in 2022 umgesetzten Maßnahmen, wie z. B. die konsequente Abschaltung aller nicht unbedingt notwendigen Aggregate an produktionsfreien Tagen, haben Wirkung gezeigt und werden fortgesetzt. Zukünftig wird bei Neuanschaffungen immer auch auf den Stromverbrauch der Maschinen & Anlagen geachtet werden. Ein niedriger Stromverbrauch wird dann als wichtiges Kriterium für die Entscheidung bei einer Neuanschaffung eines Fabrikats neben den technischen Ausstattungsmerkmalen herangezogen werden.

Zusätzlich zu der in 2023 über den überdachten Kfz-Stellplätzen installierten Photovoltaikanlage wird in 2024 eine noch deutlich größere Anlage auf dem Dach des Hallenneubaus errichtet werden. Der gewonnene Strom wird zu 100% von Geiger selbst verbraucht und nicht in das Stromversorgungsnetz eingespeist. Allerdings ist anzumerken, dass die Stromgewinnung durch Photovoltaik nur einen Teil der Grundlast abdecken kann. Für die Erzeugung des Stroms für einen Großteil der bei Geiger installierten Maschinen & Anlagen müssten sehr viel größere Flächen zur Verfügung stehen. Die Umfrage eines Betreibers von Photovoltaikanlagen, der große Anlagen auf Wiesen und Feldern in der Nachbarschaft aufbauen und Geiger von dort mit Grünstrom beliefern wollte, zeigte aber, dass die Grundstücksbesitzer bisher kein Interesse daran haben, Ihre Flächen für solche Zwecke zu verpachten. Das mag sich vielleicht zukünftig ändern, falls der Netzstrom erneut ein ähnliches Preisniveau wie Mitte 2023 erreichen sollte. Aus heutiger Sicht ist das aber nicht kurz- bis mittelfristig zu erwarten.

 

Pretzfeld, den 29. Januar 2024

Geiger GmbH

Daniel Kerper, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 278.916,50 344
II. Sachanlagen 15.494.316,27 15.201
III. Finanzanlagen 500,00 1
15.773.732,77 15.546
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 7.810.191,27 7.171
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.330.234,57 4.169
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.069.941,23 1.229
10.210.367,07 12.569
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 106.665,73 126
26.090.765,57 28.241

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 10.012.972,22 10.013
III. Gewinnvortrag 1.204.284,45 1.303
IV. Jahresfehlbetrag -1.548.938,61 -99
10.668.318,06 12.217
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.243.513,00 1.557,00
C. VERBINDLICHKEITEN 14.178.934,51 14.467
26.090.765,57 28.241

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 15.035.690,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.005.137,17 -7.889
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.866.144,24 -1.672
-10.871.281,41 -9.561
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.339.904,07 -2.682
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.373.247,46 -2.849
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58,39 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -225.690,67 -139
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 253.232,36 -4
8. Ergebnis nach Steuern -1.521.142,77 -72
9. Sonstige Steuern -27.795,84 -27
10. Jahresfehlbetrag -1.548.938,61 -99

Amtsgericht Bamberg HRB 2081

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Geiger GmbH wird entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB sowie den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Als Nutzungsdauer werden zwei bis fünf Jahre zugrunde gelegt.

Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwerte Anlageguter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen.

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bilanziert und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt.

In die ermittelten Herstellungskosten für die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstande werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanz-stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Erfassung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Hohe von 1 % der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Nach § 274 Abs. 1 HGB sind latente Steuern auf temporare Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstanden, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Es wird ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S 2 HGB wird auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Die latenten Steuern beruhen auf steuerlichen Verlustvorträgen sowie der gebildeten Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Das gezeichnete Kapital ist gemäß § 272 HGB zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Sie sind in Hohe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen laufzeitadäquaten Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Die bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigten zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und werden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellungen mit 1 % und 2 % berücksichtigt.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Alle Forderungen haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten mit folgenden Restlaufzeiten und Sicherheiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 2.056.226,61 (Vj.: EUR 3.559.717,32). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 12.122.707,90 (Vj.: EUR 10.907.286,12). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von EUR 7.301.555,56 (Vj.: EUR 4.600.000,00).

Das Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Jede Partei ist berechtigt, das Darlehen mit einer Frist von 30 Tagen mit Wirkung zum 30. Juni/31. Dezember eines Kalenderjahres zu kündigen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Es handelt sich dabei um Darlehensverbindlichkeiten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produkten wie folgt:

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Automobil-Zulieferindustrie 29.323 29.847
Späne 438 472
Übrige 55 124
Gesamt 29.816 30.443

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Inland 28.433 29.561
Brasilien 10 17
Polen 829 660
Tschechien 358 128
Ungarn 72 56
USA 114 21
Gesamt 29.816 30.443

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten solche für Altersversorgung in Höhe von EUR 6.000,00 (Vorjahr EUR 5.612,64).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 114.305,55 (Vorjahr EUR 130.359,39) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl. -Ing Daniel Kerper, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer, Pohlheim, bestellt.

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter betrug

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 158 151
Angestellte 36 36
Auszubildende (11) (12)
Gesamt 194 187

Zum Stichtag 31.12.2023 betrug die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter 209 (ohne Leiharbeiter).

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird das Honorar des Abschlussprüfers wie folgt verwendet in Wirtschaftsprüfung EUR 31.000, Steuerberatung EUR 5.000.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 629 für das Geschäftsjahr 2024 aus diversen Leasing- und Mietverträgen, Bestellungen sowie Wartungsverträgen. Über die Gesamtlaufzeit belaufen sich die finanziellen Verpflichtungen auf TEUR 1.429.

Muttergesellschaft der Geiger GmbH ist die Geiger Holding GmbH, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird für den kleinsten und größten Kreis in den Konzernabschluss der Tieliu Co Ltd, Hangzhou (China) einbezogen.

Die Firma Tieliu ist ein chinesisches Unternehmen, das wie Geiger in der Automobilzulieferindustrie tätig ist und dort vor allem Kupplungen produziert und vertreibt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.548.938,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

F. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge, die für die Gesellschaft eine im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB besondere Bedeutung haben, sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Pretzfeld, den 29. Januar 2024

Geiger GmbH

Daniel Kerper, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.2023 - 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.686.023,78 61.628,32 6.223,25 0,00 1.741.428,85
1.686.023,78 61.628,32 6.223,25 0,00 1.741.428,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.257.873,61 0,00 0,00 0,00 19.257.873,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.625.428,81 1.277.634,88 532.794,49 23.214,76 38.393.483,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.614.044,53 457.450,50 222.559,69 744,61 7.849.679,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.959,37 788.112,54 0,00 -23.959,37 788.112,54
64.521.306,32 2.523.197,92 755.354,18 0,00 66.289.150,06
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
66.207.830,10 2.584.826,24 761.577,43 0,00 68.031.078,91
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.341.806,78 126.928,32 6.222,75 0,00 1.462.512,35
1.341.806,78 126.928,32 6.222,75 0,00 1.462.512,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.088.222,71 496.975,00 0,00 0,00 11.585.197,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.144.242,98 1.270.563,14 532.791,99 0,00 32.882.014,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.087.889,03 445.437,61 205.704,69 0,00 6.327.621,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
49.320.354,72 2.212.975,75 738.496,68 0,00 50.794.833,79
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
50.662.161,50 2.339.904,07 744.719,43 0,00 52.257.346,14
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 278.916,50 344.217,00
278.916,50 344.217,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.672.675,90 8.169.650,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.511.469,83 5.481.185,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.522.058,00 1.526.155,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 788.112,54 23.959,37
15.494.316,27 15.200.951,60
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 500,00 500,00
500,00 500,00
15.773.732,77 15.545.668,60

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geiger GmbH, Pretzfeld

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Geiger GmbH, Pretzfeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geiger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 22. Februar 2024

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obst, Wirtschaftsprüfer

Traksel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Auf der Gesellschafterversammlung der Geiger GmbH vom 01.12.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023

Die Gesellschafterversammlung beschließt am 01.12.2024 die Ergebnisverwendung entsprechend des Ergebnisverwendungsvorschlags im Anhang der Gesellschaft.

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