OM-Handels GmbH
Schulstraße 5, 37181 Hardegsen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg August Düssel seit 26.10.2022 | Geschäftsführer |
Angela Jürgensen seit 20.3.2019 | Prokura |
Thomas Stolletz seit 20.3.2019 | Geschäftsführer |
Stefan Mag. Haslinger seit 20.3.2019 | Prokura |
Stephan Sielhorst seit 20.3.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
MW-Holding GmbH | 94.00% |
XL Investment GmbH | 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OM-Handels GmbHHardegsenBefreiender Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023MW Holding GmbHWels/ÖsterreichInhaltsverzeichnis über den offengelegten KonzernabschlussBekanntgabe der Größenmerkmale zur Einordnung in die Größenklassen nach § 246 Abs 1 UGB Konzernbilanz gemäß § 280 UGB zum 31. Dezember 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 280 UGB für den Zeitraum vom 1. Jänner 2022 bis 31. Dezember 2023 Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Darstellung der Komponenten des Eigenkapitals und ihrer Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 Angaben zum Beteiligungsbesitz zum 31. Dezember 2023 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk Bekanntgabe der Größenmerkmale zur Einordnung in die Größenklassen nach § 246 Abs 1 Z 2 UGB
Konzernabschluss der MW Holding GmbHBilanzsummen zum Abschlussstichtag (§ 246 Abs 1 Z 2 UGB)
Umsatzerlöse in den letzten zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag (§ 246 Abs 1 Z 2 UGB)
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Geschäftsjahr (§ 246 Abs 1 Z 2 UGB)
Unterschrift der Geschäftsführer in vertretungsbefugter Anzahl
Wels, am 16. Mai 2024 Einordnung durch das Firmenbuchgericht: (nur vom Firmenbuchgericht auszufüllen)
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung nach der AFRAC-Stellungnahme 36 für das Geschäftsjahr 2023 der MW Holding GmbH, Wels
Darstellung der Komponenten des Eigenkapitals und ihrer Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023 der MW Holding GmbH, Wels
ANHANG zum KONZERNABSCHLUSS für das Geschäftsjahr 2023der MW Holding GmbH, WelsA. ALLGEMEINES Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. KONSOLIDIERUNGSKREIS Allgemein Die Angaben gemäß § 265 Abs 2 UGB zum Beteiligungsbesitz sind in einer Aufstellung zusammengefasst, die Teil des Anhangs (Anlage VI) ist. Angaben zu verbundenen Unternehmen (Vollkonsolidierung) Wesentliche Änderungen (§ 247 Abs 2 UGB) Folgende verbundene Unternehmen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2023 in den Konzernabschluss einbezogen:
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ist aufgrund 100%igen Anteilserwerbes an der WITON Beteiligungs GmbH, Hardegsen, Deutschland, diese Gesellschaft verbundenes Unternehmen geworden. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Bilanzstichtag. Ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist nicht entstanden. Diese Gesellschaft ist die Komplementärin der WITON Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs KG, Hardegsen. An der WITON Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs KG, Hardegsen, bestand bisher keine gesellschaftsrechtliche Beteiligung. Zum 1. September 2023 wurden 12% der Kommanditanteile erworben. Die weiteren 88% der Kommanditanteile hält - wie bisher schon - die WITON Beteiligungs GmbH, Hardegsen. Aufgrund des nunmehr beherrschenden Einflusses auf die Kommanditgesellschaft ist die WITON Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs KG, Hardegsen, seitdem nicht mehr Zweckgesellschaft, sondern verbundenes Unternehmen. Folgende verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2023 endkonsolidiert:
Die Möbelix Immobilien RO S.R.L., Rumänien, wurde im Geschäftsjahr 2023 liquidiert. Aus der Liquidation ist ein Gewinn in Höhe von TEUR 87 entstanden C. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Vollkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 254 Abs 1 UGB nach der Neubewertungsmethode. Es wurden die Wertansätze der den Mutter- und Tochterunternehmen gehörenden Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals dieser Tochterunternehmen verrechnet. Dabei wurden die in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten mit den Zeitwerten (maximal auf die Anschaffungskosten der Anteile) bewertet. Als Stichtag der Erstkonsolidierung wurde
gewählt. Die jeweiligen Zeitpunkte sind in Anlage VI angeführt. Im Geschäftsjahr entstanden aus der Kapitalkonsolidierung keine aktivischen Unterschiedsbeträge (Vorjahr TEUR 0). Soweit bei aktivischen Unterschiedsbeträgen am Abschlussstichtag feststeht, dass diese einem verwirklichten Verlust entsprechen, wurden diese im Zuge der Erstkonsolidierung mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Im Geschäftsjahr entstanden aus der Kapitalkonsolidierung keine passivischen Unterschiedsbeträge (Vorjahr TEUR 0). Insgesamt belaufen sich die passivischen Unterschiedsbeträge zum Stichtag auf EUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Equity-Konsolidierung Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 264 Abs 1 UGB mit ihrem anteiligen Eigenkapital nach der Buchwertmethode bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte sind dementsprechend fortgeschrieben. Als Stichtag der Erstkonsolidierung wurde
gewählt. Die jeweiligen Zeitpunkte sind in Anlage VI angeführt. Im Geschäftsjahr entstanden aus der Equity-Konsolidierung keine aktivische Unterschiedsbeträge (Vorjahr TEUR 0) Zwischenergebniseliminierung Die Eliminierung von Zwischenergebnissen (im Bereich des Sachanlagevermögens) wurde gemäß § 256 Abs 2 UGB nicht durchgeführt, da die Behandlung der Zwischenergebnisse nicht wesentlich ist. Bei den assoziierten Unternehmen wurden gemäß § 264 Abs 5 UGB die Zwischenergebnisse nicht eliminiert, da die für die Beurteilung maßgebenden Sachverhalte nicht bekannt oder zugänglich waren. Schuldenkonsolidierung Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Beziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 255 Abs 1 UGB aufgerechnet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Gemäß § 257 Abs 1 UGB wurden Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen oder als andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind. Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen (§ 265 Abs 1 Z 2 UGB) Die in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften wurden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Dabei wurden für sämtliche Vermögens- und Schuldposten der Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlustrechnung der Devisen-Jahresdurchschnittskurs und für die Posten des Eigenkapitals der Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunterunternehmen in den Konzernabschluss bzw der Entstehungskurs der Eigenkapitalveränderung angewendet. Abweichend davon wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Abschreibungen zu den Sachanlagen sowie das Jahresergebnis und die Ergebnisverwendung mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die sich aus den unterschiedlichen Kursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind als Rücklage aus der Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals bzw in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Latente Steuern Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Unterschieden zwischen den unternehmensrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, werden latente Steuern gemäß § 258 iVm § 198 Abs 10 UGB angesetzt. Stichtag des Konzernabschlusses (§ 252 Abs 1 UGB) Der Stichtag des Konzernabschlusses - 31. Dezember - entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie aller österreichischen, deutschen und polnischen Tochterunternehmen. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit entsprechend der gesetzlichen Regelung eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet. Der Konzernabschluss wurde unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste, die in dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden - soweit gesetzlich geboten - berücksichtigt. Wertminderungen wurden unabhängig davon berücksichtigt, ob das Geschäftsjahr mit einem Gewinn oder einem Verlust abschließt. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres. Sofern die Bestimmung eines Wertes nur auf Basis von Schätzungen möglich war, so beruhen diese Schätzungen auf einer umsichtigen Beurteilung. Lagen statistisch ermittelte Erfahrungswerte aus gleich gelagerten Sachverhalten vor, so wurden diese berücksichtigt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochterunternehmen wurden gemäß § 260 UGB nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anzuwendenden Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Vom Wahlrecht gemäß § 264 Abs 5 zweiter Satz UGB wird Gebrauch gemacht; die Vermögensgegenstände und Schulden wurden bei der Equity-Konsolidierung nicht an die Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens angepasst. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - mit folgender Ausnahme - auch bei der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses beibehalten. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden aufgrund der betraglichen Wesentlichkeit sowie der unternehmensrechtlich gebotenen Angabe des Anteils an den Gewinnen und Verlusten bzw. des Buchwertes der assoziierten Unternehmen nicht im Anlagenspiegel, sondern in einem gesonderten Bilanzposten außerhalb des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Währungsumrechnung Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die ihren Abschluss in Euro erstellen, werden Fremdwährungsforderungen mit dem Anschaffungskurs oder - unter Berücksichtigung des Niederswertprinzips - mit dem durchschnittlichen Mittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder - unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips - mit dem durchschnittlichen Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Voraussichtlich auf Dauer eingetretene Wertminderungen bei immateriellen Vermögensgegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Sachanlagen Erworbene Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die als Zugang ausgewiesenen geringwertigen Vermögensgegenstände werden gem § 204 Abs 1a UGB vollständig abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Voraussichtlich auf Dauer eingetretene Wertminderungen bei Sachanlagen werden durch außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag (Niederstwertprinzip) bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden durchgeführt, wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwert niedriger war. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 264 Abs 1 UGB nach der Buchwertmethode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Veränderungen im Eigenkapital der assoziierten Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der MW Holding GmbH und deren einbezogene Tochterunternehmen entfallen. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wird durch Abschreibungen berücksichtigt. Alterswertabschläge werden in Höhe von 5% bis 100% vorgenommen. Als Bewertungsvereinfachungsvereinfahren findet die FIFO-Methode Anwendung. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisken und Pauschalvorsorgen wurden absaldiert. Soweit erforderlich, wurde die spätere Fälligkeit durch Abzinsung berücksichtigt. In Zusammenhang mit der Kurzarbeitshilfe wurden für die Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung eine Aktivierung vorgenommen und das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Zuschüsse in der Gewinn- und Verlustrechnung offen vom Personalaufwand abzusetzen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Zahlungen berücksichtigt, die dieses Jahr geleistet wurden, jedoch Leistungszeiträume nach dem Abschlussstichtag betreffen. Aktive latente Steuern Für Differenzen zwischen unternehmens- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden aktive latente Steuern nach dem bilanzorientierten Konzept angesetzt. Die Bewertung erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf Basis des jeweiligen länderspezifischen aktuellen Körperschaftsteuersatz, zwischen 23% und 30%. Eine Saldierung mit passiven latenten Steuern wurde gemäß § 198 Abs 10 iVm § 258 UGB vorgenommen. Rückstellungen für Jubiläumsgelder Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämie (PUC-Methode - Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck". Für die Abzinsung wird der auf der Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,74% (Vorjahr 1,44%) zugrunde gelegt. Bei der Berechnung wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 1,50% (Vorjahr 1,50%) unterstellt. Es wurde eine Fluktuationswahrscheinlichkeit zwischen 2% und 40,5% berücksichtigt (Vorjahr zwischen 2% und 46%). Pensionsrückstellung Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC Methode - Projected Unit Credit Method) berechnet. Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,82% (Vorjahr 1,78%), einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 0,00% (Vorjahr 0,00%) sowie des gesetzlichen Pensionsantrittsalters unter Zugrundelegung der Richttafeln "2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck". Bei der Berechnung wurde ein Rentendynamiktrend von 1,50% p.a. (Vorjahr 1,50% p.a.) zugrunde gelegt und keine Fluktuation unterstellt. Der Rechnungszinssatz für Pensionsrückstellungen wird wie im Vorjahr auf Basis des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgeleitet. Es wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Zinsaufwendungen betreffend Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Steuerrückstellung Für Differenzen zwischen unternehmens- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden passive latente Steuern angesetzt. Die Bewertung erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung nachfolgender Geschäftsjahre. Eine Saldierung mit aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 198 Abs 10 iVm § 258 UGB vorgenommen. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses erkennbaren Risken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtungen aufgewendet werden müssen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitkongruenten Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen gemäß § 253 Abs 2 dHGB wurde der Zinssatz der Deutschen Bundesbank zugrunde gelegt. Die ermittelte Kosten- bzw. Preissteigerungsrate in Höhe von 8,3% (Vorjahr 7,3%) ergibt sich aus der Betrachtung der Entwicklung der Wiederherstellungswerte für Wohngebäude für die letzten fünf Jahre gemäß Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes. Für übernommene Gewährleistungsverpflichtungen in den Umsatzsegmenten Möbel und Fachsortimente sind entsprechende Rückstellungen zu bilden. Aus den Erfahrungswerten vorhergehender Perioden werden die garantiebelasteten Umsätze abgeleitet. Aus Praktikabilitäts- und Wesentlichkeitsgründen wird auf die Berücksichtigung von Kostensteigerungen und eine Abzinsung verzichtet, da aufgrund der Erkenntnisse der Vergangenheit mit erheblichen Schwankungen der jährlichen Aufwendungen nicht zu rechnen ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum bestmöglich geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Zahlungen berücksichtigt, die dieses Jahr vereinnahmt wurden, jedoch Leistungszeiträume nach dem Abschlussstichtag betreffen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ UND KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen Sonstige Ausleihungen weisen im Gesamtbetrag von TEUR 5.412 (Vorjahr TEUR 5.412) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt, die durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden. Es handelt sich bei den Finanzinstrumenten um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-Instrumente) Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist derzeit auf die Absicherung der Finanzierungsvorgänge des Konzerns beschränkt. So sind die Zinsrisiken, die aus der variablen Verzinsung der Darlehen resultieren, mit fristen- und betragskongruenten Zinsswaps abgesichert. Die Höhe der abzusichernden Darlehen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 65.242 (Vorjahr TEUR 75.481). Ziel des Einsatzes der Zinsswaps ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Zinssätzen zurückgehen. Die wirtschaftlich eingegangenen Sicherungsbeziehungen werden dabei im Rahmen der Bilanzierung durch sog. Mikro-Hedges abgebildet. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit) bei Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten im Wesentlichen übereinstimmen (sog. perfekter Micro-Hedge). Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam (critical-terms-match) eingestuft. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderung auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt (Einfrierungsmethode). Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Critical-terms-match Methode festgestellt. Im Konzern bestehen zum Stichtag zur Absicherung von Zinsrisiken folgende derivative Finanzinstrumente:
Sämtliche Zinsswapgeschäfte stehen im Zusammenhang mit einem Grundlagengeschäft (Darlehen), so dass eine Rückstellungsbildung nicht geboten ist. Sie sind fristen- und betragskongruent abgeschlossen, fällig zwischen 2024 und 2035 (Vorjahr 2023 und 2035), und bleiben aufgrund der jeweils hochwirksamen Sicherungsbeziehung außer Ansatz. Die Berechnung der Zeitwerte durch die Kreditinstitute erfolgte auf Basis der Mark-to-Market Bewertung. Der Bewertung liegen anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) und die Marktmittelkurse zum Bewertungsstichtag zugrunde. KONZERNANLAGENSPIEGEL ZUM 31. Dezember 2023
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Für Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände besteht keine wechselmäßige Verbriefung. Latente Steuerabgrenzungen Die ausgewiesenen latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Der Rückgang der aktiven latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der laufenden Veränderung der Differenzen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Der angewandte Ertragsteuersatz betrug im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr 30% für latente Steuerabgrenzungen der deutschen Tochterunternehmen und 23% für die österreichischen Gesellschaften. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Personalrückstellungen enthalten. Darüberhinaus wurden Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Raumkostenabrechnungen, Rückbauverpflichtungen und Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Verbindlichkeiten Die Summe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 112.022. (Vorjahr TEUR 217.843). Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 178.350 (Vorjahr TEUR 210.313) in Form von Grundschulden dinglich besichert. Der nominelle Betrag dieser Grundschulden beträgt TEUR 347.636 (Vorjahr TEUR 375.636). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von TEUR 7.245 (Vorjahr TEUR 8.000) durch Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 7.245 (Vorjahr TEUR 8.000) (Valuta) gesichert. Der nominelle Betrag dieser Sicherungsübereignung beträgt TEUR 9.396 (Vorjahr TEUR 8.359). Weiters sind Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 56.444 (Vorjahr TEUR 61.925) in Form von Verpfändung von Geschäftsanteilen an assoziierten Unternehmen dinglich besichert. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografischen Märkten/Regionen in:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleibt gemäß § 240 UGB, da diese nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung geeignet wäre, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
Der sich aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ergebende Zinsaufwand in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR 57) wurde im Finanzergebnis erfasst. Auf das Geschäftsjahr entfallen folgende Aufwendungen für den Abschlussprüfer:
Aufwand aus Garantiedividende für nicht beherrschende Anteile Der Konzern ist verpflichtet, an einen nicht beherrschenden Gesellschafter jährliche Ausgleichszahlungen (Garantiedividenden) iHv TEUR 7.436 abzüglich anfallende Ertragsteuern zu leisten. Die Ausgleichszahlung ist in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung in den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresüberschuss ausgewiesen und wird zum Bilanzstichtag als sonstige Verbindlichkeit passiviert. F. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse sind für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 238 Abs 1 Z 14 UGB) Wesentliche Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Ausmaß vor:
Aufgrund einer inkorrekten Berechnung wurden die Vorjahreswerte von TEUR 61.527 auf TEUR 61.087 für das folgende Geschäftsjahr angepasst. Leistungsverpflichtungen, die sich kontinuierlich aus dem fortgeführten Betrieb des Konzerns ergeben (Versicherungs-, Wartungs-, Energiebezugs-, Instandhaltungs- und Beratungsverträge), übersteigen nicht den branchenüblichen Rahmen und sind für die Beurteilung der Finanzlage nicht von wesentlicher Bedeutung. Sie werden daher nicht unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angeführt. Nachtragsbericht / Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (§ 238 Abs 1 Z 11 UGB) Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben. Angaben über Organe und Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:
Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Geschäftsführer tätig:
Die Aufgliederungen gem. § 251 Abs. 1 iVm § 239 Abs. 1 Z 3 und 4 UGB unterbleiben aufgrund § 266 Z 2 iVm § 242 Abs. 4 UGB. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Geschäftsführung keine Haftungen übernommen. Angaben zum Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die MW Holding GmbH mit Sitz in Wels, welche einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellt, der beim Firmenbuchgericht in Wels erhältlich ist sowie im elektronischen Bundesanzeiger in Deutschland eingereicht und offengelegt werden wird. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach handelsrechtlichen Vorschriften Für die in den Konzernabschluss einbezogenen, nachfolgend aufgeführten Gesellschaften werden die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 dHGB (Kapitalgesellschaften) bzw. § 264b dHGB (Personenhandelsgesellschaften) in Anspruch genommen. Kapitalgesellschaften OM-Handels GmbH, Hardegsen, Deutschland 1) Domäne Gruppe Management GmbH, Hardegsen, Deutschland Großmarkthalle Dresden Verwaltungs GmbH, Hardegsen, Deutschland POCO-Domäne Immobilien Holding GmbH, Bergkamen, Deutschland POCIM Verwaltungs GmbH, Hardegsen, Deutschland POCO Einrichtungsmärkte GmbH, Bergkamen, Deutschland POCO Immobiliengesellschaft Berlin mbH, Bergkamen, Deutschland POCO Immobilienverwaltungs GmbH, Hardegsen, Deutschland POCO Service GmbH, Bergkamen, Deutschland POCO Verwaltungsgesellschaft Hannover mbH, Hardegsen, Deutschland POCO Verwaltungsgesellschaft Münster mbH, Hardegsen, Deutschland VIPA Verwaltungs GmbH, Hardegsen, Deutschland Personenhandelsgesellschaften Domäne Besitz GmbH & Co. KG, Hardegsen, Deutschland Großmarkthalle Dresden GmbH & Co. KG, Hardegsen, Deutschland POCO Immobilien GmbH & Co. Vermietungs KG, Hardegsen, Deutschland POCO Immobilien Hannover GmbH & Co. KG, Hardegsen, Deutschland POCO Immobilien Münster GmbH & Co. KG, Hardegsen, Deutschland VIPA Immobilien GmbH & Co. KG, Hardegsen, Deutschland
1) Diese Gesellschaft macht von der Befreiung
gemäß § 291 Abs. 2 dHGB Gebrauch.
G. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG / -BESCHLUSS Zur Erstattung eines Vorschlags über die Verwendung des Ergebnisses besteht keine gesellschaftsrechtliche Verpflichtung und ein Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses liegt noch nicht vor. Dieser Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Konzernkapitalflussrechnung sowie Darstellung der Komponenten des Eigenkapitals und ihrer Entwicklung, wurde von den Geschäftsführern erstellt und im Folgenden unterzeichnet.
Wels, am 16. Mai 2024 Mag. Nikola Seifert Nicole Seifert Fabian Roman Seifert Angaben zum Beteiligungsbesitz per 31. Dezember 2023
N-U Die Beteiligung ist von untergeordneter
Bedeutung.
E Erstkonsolidierungszeitpunkt
KONZERN-LAGEBERICHT der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 1. Jänner 2023 - 31. Dezember 20231. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 1.1. Grundlagen des Konzerns Der MW Holding GmbH-Konzern (kurz MW Holding Konzern) ist ein Konzern, welcher maßgeblich geschäftliche Aktivitäten im Möbeleinzelhandel bzw. Immobilienmanagement verfolgt. Im MW Holding GmbH-Konzern werden Tochterunternehmen im 100% Eigentum und assoziierte Unternehmen (at-equity-bilanzierte-Beteiligungen) zusammengefasst. Für Angaben zum Beteiligungsbesitz per 31. Dezember 2023 siehe Anlage VI. Die Unternehmen und Beteiligungen des Konzerns agieren großteils in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Der Konzernabschluss wird maßgeblich bestimmt durch die Geschäftstätigkeit der vollkonsolidierten Tochterunternehmen, unter diesen wiederum hat die POCO Einrichtungsmärkte GmbH (kurz POCO), die mit einem flächendeckenden Filialnetz in Deutschland dort einer der größten nationalen Möbel-Discounter ist, den wesentlichen Ergebnisbeitrag. Bei den österreichischen assoziierten Unternehmen, welche at equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird zwischen jenen, welche diverse Dienstleistungen des Einrichtungseinzelhandels an Handelsfirmen in Deutschland bereitstellen bzw. Immobilienbesitz halten, unterschieden. Darüber hinaus werden at equity 50% an der Mobilux S.à.r.l. in Luxembourg, welche wiederum die französischen Möbel- und Elektrohandelsketten BUT und Conforama France hält, einbezogen. Mit 504 Standorten (einschließlich Franchisenehmern) in Frankreich und den französischen Überseegebieten ist der Mobilux S.à.r.l Konzern einer der führenden Akteure am französischen Markt. Der 50% Anteil an der Conforama Suisse SA wird ebenfalls at equity in den Konzern einbezogen. Mit 19 Filialen ist die Möbelhandelskette in allen drei Sprachregionen der Schweiz verteilt und vertreibt auch über den Online-Shop Möbel, Elektronik und Dekoration. 1.2. Wirtschaftliche Lage Die MW Holding Gruppe ist in mehreren Ländern Europas aktiv. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, in dem Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen aktiv sind, wirkt sich wesentlich auf das Ergebnis bzw. den Ergebnisbeitrag aus. In Folge des Kriegsausbruchs in der Ukraine und der damit verbundenen Unsicherheiten in Bezug auf die Energieversorgung sowie deren Kosten und der Verteuerung der Lebensmittel setzte weitgehend eine Kaufzurückhaltung ein. Diese fällt in den unterschiedlichen Ländern unterschiedlich stark aus, was wiederum maßgeblich durch Maßnahmen der nationalen Regierungen bestimmt wird. Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine stürzte der GfK-Konsumklima-Index in Deutschland im Jahr 2022 Monat für Monat ab, bis er im Oktober 2022 mit -42,8 den Tiefstand erreichte. Bis Jahresende 2022 verharrte er fast unverändert bei -40,1. Im ersten und zweiten Quartal 2023 verbesserte sich das Konsumklima, der GfK-Konsumklima-Index stieg auf - 24,4. Die erwartete weitere Aufhellung blieb im dritten und vierten Quartal leider aus, der GfK-Konsumklima-Index trübte sich ein und sank auf -27,6 im Dezember 2023. Der deutsche Arbeitsmarkt befand sich 2023 noch in einer robusten Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Laufe des Jahres nur leicht von 5,3% im Vorjahr auf 5,7%. Zusätzliche Einflussfaktoren im Jahre 2023 auf den Konsum in Deutschland waren die hohe Inflationsrate sowie die Leitzinserhöhungen der EZB. Die Inflationsrate sank von dem Rekordwert von über 8% zum Jahreswechsel 2022/2023 auf 3,7% im Dezember 2023 und ging bis Februar 2024 sogar auf 2,5% zurück. Die EZB erhöhte den Leitzins in 2023 weiter von 2,5% im Dezember auf 4,5% ab September 2023. Die veränderte Zinspolitik bremste das Wirtschaftswachstum in 2023 ein. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,3%. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 nominal zwar noch 2,3% mehr um als 2022. Real ergab sich jedoch ein Minus von 3,3%. Die Umsätze im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen sind auf Jahresbasis real um 7,4% und nominal um 3,4% gesunken. Im für den Handel wichtigen Weihnachtsgeschäft im Dezember betrug der Rückgang real sogar -8,7% und nominal -8,0%. Der Internet/Versandhandel konnte seine Position besser verteidigen und weist auf Jahresbasis real ein Minus von 3,9% und nominal von nur 0,4% aus. POCO hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 von einer leichten Verbesserung des Konsumklimas profitieren bzw. gegen den Marktrend wachsen können, war im vierten Quartal aber analog der anderen Marktteilnehmer des Handels von der Konsumzurückhaltung - auch aufgrund der Belastungen bei Finanzierungskosten und Unsicherheiten bei den Staatsfinanzen - betroffen. Die veränderten Rahmenbedingungen kommen POCO grundsätzlich mit seinem Konzept und Geschäftsmodell als Discounter entgegen. Auch bei kurzzeitiger Abschwächung unseres Wachstums punktet POCO über die günstigen Preise und kann einen Großteil der vorhandenen Nachfrage abschöpfen. In Frankreich sind die Einnahmen von den allgemeinen makroökonomischen Bedingungen beeinflusst. Aufgrund der Art der meisten Möbel- und Haushaltsgerätekäufe und der Tatsache, dass solche Käufe oft eine erhebliche Ausgabe darstellen, neigen die Verbraucher in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit eher dazu, den Kauf dieser Artikel aufzuschieben. In den Kalenderjahren 2018 und 2019 stieg das französische BIP um jeweils 1,9% bzw. 1,8%, während es im Kalenderjahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie um 7,8% sank. In den Kalenderjahren 2021 und 2022 stieg es wiederum um 6,8% bzw. 2,6%. Das Wirtschaftswachstum für 2023 liegt mit 0,9% aufgrund des geopolitischen Kontexts und der Inflation unter den Vorjahren. 1.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Trotz anhaltend hoher Inflation und weiteren Zinsanstiegen konnte der Umsatz im Jahr 2023 von 1.360,9 Mio. € auf 1.402,8 Mio. € gesteigert werden. Spürbare Entlastungen waren lediglich im Bereich der Energiekosten zu verzeichnen. Lieferantenseitig wurde sowohl die POCO-Gruppe als auch die at equity einbezogenen Möbeleinzelhandelsunternehmen in 2023 weiterhin mit erheblichen Preiserhöhungen konfrontiert, welche aber in der zweiten Jahreshälfte begannen abzuflauen. Im Importbereich waren die Container- und Frachtraten im Jahresverlauf relativ stabil bzw. zum Jahresende rückläufig, verlängerte Laufzeiten und verringerte Kapazitäten aufgrund des Nahostkonfliktes erhielten den Kostendruck aber aufrecht. Als Marktführer ist es POCO erfreulicherweise weiterhin gelungen, die gestiegenen Beschaffungskosten in moderater Weise an den Endverbraucher weiterzureichen. Andererseits mussten auch 2023 durch vielfältige Werbeaktionen immer wieder Kaufanreize gesetzt werden, um den Verbraucher zum Kauf zu stimulieren. Im Bereich der Personal- und weiteren Sachkosten herrschte eine stringente Kostendisziplin und fortwährende Optimierung. Vor diesem Hintergrund ist die verbesserte Handelsspanne erfreulich. Das Finanzergebnis konnte im Wesentlichen durch gestiegene Erträge aus assoziierten Unternehmen auf 32 Mio. € gegenüber 27 Mio. € im Vorjahr erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen liegt das EBITDA (berechnet auf Basis Betriebsergebnis - ohne Erträge aus Beteiligungen) in Höhe von rd. 79 Mio. € um etwa 19 Mio. € über dem Vorjahr. Vermögenslage Auf Grund der immer noch anhaltenden Beeinträchtigungen und Belastungen durch den Russland-Ukraine Krieg und dessen Folgen wurden die Investitionen und Expansionspläne auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verhalten weitergeführt. Bei POCO wurde 2023 eine neue Filiale in Gera eröffnet und die bestehenden Märkte in Münster und Mannheim auf das neue POCO-Konzept umgestellt. Die in 2022 begonnenen Investitionen in ein neues Regionallager in Kronau konnten im April 2023 mit dessen Inbetriebnahme abgeschlossen werden. Das Anlagevermögen in Höhe von 529 Mio. € wird im Wesentlichen bestimmt durch die Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten in angemieteten Objekten in Höhe von 381 Mio. €. Gesamtinvestitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen sind im Berichtsjahr in Höhe von 39 Mio. € vorgenommen worden. Der Anstieg der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von 164 Mio. € auf 212 Mio. € ist im Wesentlichen auf das anteilige Jahresergebnis zurückzuführen. Die Warenvorräte sind im Vorjahresvergleich um knapp 19 Mio. € auf insgesamt 222 Mio. € zurückgegangen; gleichzeitig haben sich die Lieferantenverbindlichkeiten um rund 8 Mio. € erhöht. Das Ziel, die jederzeitige Warenversorgung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sicherzustellen, wurde erreicht. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich um rund 110 Mio. € reduziert. Die Liquidität hat im Wesentlichen durch Tilgung von Finanzkrediten insgesamt um 20 Mio. € abgenommen. Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Jahresende auf insgesamt 399 Mio. € und haben sich aufgrund regulärer Tilgungen in Höhe von 65 Mio. € gegenüber dem Jahresanfang reduziert. Ausschüttungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 5 Mio. € ausbezahlt. Die Veränderung des Eigenkapitals des Konzerns (+118 Mio. €) ergibt sich aus dem Konzernergebnis 2023 in Höhe von 53 Mio. € sowie Einzahlung eines Gesellschafteragios in Höhe von 66 Mio €. Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt nunmehr 1.099 Mio. € (Vorjahr 1.098 Mio. €) bei einer Eigenkapitalquote in Höhe von 38,3% (Vorjahr 27,6%) und einem Nettoverschuldungsgrad von 90% (Vorjahr 159%). Die Liquidität des Konzerns war das gesamte Jahr hindurch gut. Man war und ist jederzeit in der Lage gewesen, den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt 79 Mio. €. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -24 Mio. €. Den Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von 39 Mio. € stehen Einzahlungen aus Beteiligungs- und Zinserträgen in Höhe von 6 Mio. € und aus Anlagenabgängen in Höhe von 9 Mio. € gegenüber. Die Investitionen des laufenden Betriebs, die hauptsächlich auf Grundstücke, Gebäude, Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung entfielen, wurden sowohl aus dem laufenden Cashflow als auch eigenfinanziert. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -75 Mio. € setzt sich aus der Einzahlung von Eigenkapital in Höhe von 66 Mio. €, den planmäßigen Darlehenstilgungen in Höhe von 112 Mio. €, den gezahlten Zinsen in Höhe von 24 Mio. € sowie den bezahlten Ausschüttungen in Höhe von 5 Mio. € zusammen. 1.4. Bericht über die wesentliche Tochterunternehmen Der Teilkonzern der OM-Handels GmbH betrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr 127 POCO- Filialen in ganz Deutschland. In einem weiterhin zersplitterten, sich rasant veränderndem Markt können nennenswerte Umsatzzuwächse vor allem durch Hinzunahme von Flächen erzielt werden. Insoweit wurden in der Vergangenheit bereits wesentliche Schritte unternommen und die Anzahl der Filialen (ohne Online-Shop) auf nunmehr 127 gesteigert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde im Juli eine Filiale in Gera neu eröffnet. 1.5. Bericht über die wesentlichen assoziierten Unternehmen Frankreich Mobilux S.à r.l. (kurz Mobilux), welche wir zu 50% halten, ist mit seinen Marken BUT und Conforama France einer der führenden Händler für Haushaltsgeräte in Frankreich. Mobilux bietet eine große Auswahl an Produkten von traditionellen bis hin zu modernen Möbeln, Küchen und Dekorationsartikeln sowie Geräten und anderen Elektrogeräten wie Waschmaschinen und Kühlschränke. Das Produktangebot wird ergänzt durch ein starkes Serviceangebot, das auch Finanzierungen für Verbraucher und erweiterte Garantien umfasst. Mit 504 (2022: 497) Filialen (einschließlich Franchisenehmer) in Frankreich und den französischen Überseegebieten betreibt Mobilux zum 30. Juni 2023 das größte Netz von Haushaltswarengeschäften in Frankreich. Zum 30. Juni 2023 wurden 377 Geschäfte direkt betrieben und die restlichen 127 Geschäfte wurden von Franchisenehmern betrieben. Zusätzlich zu den Einzelhandelsgeschäften hat Mobilux vier Vertriebszentren in Frankreich. Schweiz Conforama Suisse SA, welche wir zu 50% halten, ist mit 19 Standorten einer der führenden Möbel- und Elektrohändler in der Schweiz. Operierend aus Morges, wird der gesamte Schweizer Markt sowohl über Filialen als auch einen Onlineauftritt bearbeitet. Nach Übernahme der 50% Ende 2021 wurde begonnen, Synergien aus der Zusammenarbeit, insbesondere im Einkauf, zu heben. Des Weiteren kommt es zum know-how Transfer anderer Beteiligungen der MW Holding Gruppe und damit Verbesserungen im operativen Management. 1.6. Finanzielle Leistungsindikatoren Aus der Eigenschaft als Handelsunternehmen ergeben sich als primäre Steuerungsgrößen für die Geschäftsführung die Umsatz- und Rohertragsentwicklung sowie das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA). Dies gilt gleichermaßen für den Immobilienbereich in der Unternehmensgruppe. Diese Leistungsindikatoren werden zum Teil täglich, zum Teil monatlich sehr eng mit Hilfe moderner Instrumente überwacht.
Die Berechnung der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt gemäß dem Fachgutachten KFS/BW 3. 1.7. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Angesichts des Ziels des MW Holding Konzerns, weiterhin Marktanteile im Handelssegment hinzuzugewinnen, verbunden mit dem Anspruch auf Marktführerschaft sind die Anzahl der Filialen und die Qualität der Mitarbeiter wesentliche Steuerungsgrößen. Der nachhaltige Erfolg des MW Holding Konzerns beruht weiterhin ganz wesentlich auch auf dem besten Preis-/Leistungsverhältnis für unsere Kunden und unseren über Jahre gewachsenen Strukturen, insbesondere auch in der Führungs- und Ausbildungskultur. Die leitenden Mitarbeiter im Verkauf und Einkauf sowie in der Verwaltung weisen bei sehr niedriger Fluktuation eine langjährige Betriebszugehörigkeit auf und sorgen für eine gelebte, ganz besondere Unternehmenskultur. Darüber hinaus gelingt es dem Konzern aufgrund der steigenden Zusammenarbeit zwischen den Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen die Profitabilität über das Heben von Synergien zu stärken. Die MW Holding Gruppe legt auch Wert auf die Einhaltung ökologischer Handlungsempfehlungen. Durch effiziente Warenströme und eine ausgefeilte Logistik werden unnötige Transportwege vermieden. Die Reduktion des Energieverbrauchs zählt zu den Unternehmenszielen. Zugleich achten die Einkäufer strikt auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards bei der Herstellung der Produkte. In den assoziierten Unternehmen wurden darüber hinaus ESG-Prozesse und Nachhaltigkeitsthemen adressiert und konsequent in die Entscheidungen des Managements mit aufgenommen. 2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Konzerns 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns Aufgrund der Vollkonsolidierung ist der Konzern wesentlich durch die Entwicklung der POCO-Gruppe getrieben. Mit mittlerweile 127 Filialen ist die POCO-Gruppe nach unserer Einschätzung sehr gut und flächendeckend in Deutschland vertreten. Im laufenden Geschäftsjahr soll die Expansion weiter fortgesetzt werden. Es sind fünf Neueröffnungen geplant. Das vorgenannte organische Wachstum wird flankiert von der erfolgreichen Umsetzung unseres neuen, modernen Filialkonzepts mit neuer Farbgebung, welches mittlerweile an fünf Standorten vorzufinden ist. Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind aktuell verhalten. Die Reduktion der Inflationsrate auf mittlerweile 2,5% im Februar 2024 mehrt jedoch die Erwartungshaltung auf eine Senkung des Leitzinses der EZB im Verlauf des zweiten Halbjahres 2024. Die Senkung der Energiekosten der Unternehmen schafft Spielräume zur Erhöhung der Löhne und damit der verfügbaren Einkommen der Verbraucher. Eine Steigerung der Reallöhne ermöglicht einen Anstieg des privaten Konsums. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter recht robust. 2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Die veränderten Rahmenbedingungen, die in 2023 zu einer Stagnation, ja zu einer leichten Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um 0,3% geführt haben, kommen POCO's Konzept und Geschäftsmodell entgegen. Der Möbeldiscount kann in diesen Zeiten seinen Wettbewerbsvorteil der niedrigen Preise ausspielen und die Verschiebung der Kundennachfrage vom Einrichter zum Discounter ausnutzen. Daher wird der MW Holding Konzern Ziel der Marktführerschaft weiter konsequent verfolgen, weiter expandieren und neue Standorte übernehmen oder selber entwickeln. Darin und in dem sich auch 2024 fortsetzenden Konzentrationsprozess werden die Chancen für den Konzern gesehen. Die bereits seit Jahren betriebene Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse werden wir ebenso weiter vorantreiben und den Online-Handel als Kaufkanal intensiv weiterentwickeln. Im Rahmen des Risikomanagements auf Ebene des deutschen OM-Teilkonzerns wird seit Jahren eine abteilungsspezifische Risikoinventur durchgeführt, die von der Geschäftsführung organisiert, gesteuert und überwacht wird; eine Aktualisierung wird turnusgemäß im Dezember eines jeden Jahres durchgeführt. Gleiches gilt für die assoziierten Unternehmen, welche sich konsequent mit der Bewertung von Risiken und dem Umgang mit diesen auseinandersetzen. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass Risiken, soweit sie geeignet sind, den Bestand des MW Holding Konzerns zu gefährden, nicht identifiziert wurden. Schließlich ist in dem hier in Rede stehenden Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass durch die interne Revision anhand einer jährlich überarbeiteten Revisionscheckliste in allen Unternehmensbereichen Prüfungen zur Sicherung der Organisationsabläufe, der Warenbestände und des Geldverkehrs durchgeführt werden. Die Warenbestandssicherheit wird zusätzlich durch die Begleitung der Inventuren gewährleistet. Die Kassenabläufe werden durch Testkäufe überprüft; durch Analyse von Bondaten werden Auffälligkeiten im Bereich der Retourenabwicklung frühzeitig kontrolliert. Beschaffungsschwierigkeiten oder Liquiditätsprobleme sind für die POCO-Gruppe und die assoziierten Unternehmen nicht sichtbar; der Warenfluss und die Liquidität waren und sind gesichert. Im Konzernverbund sind diverse Zinsswaps abgeschlossen worden. Es handelt sich hierbei ausschließlich um fristen- und betragskongruente Zinssicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung von konzerneigenen Grundstücken und Gebäuden (Grundlagengeschäft). Die mit diesen Zinsswaps einhergehenden Risiken beschränken sich nach Einschätzung der Geschäftsführung zufolge auf das Ausfallrisiko der jeweiligen Vertragspartner. Da es sich hierbei ausschließlich um Großbanken handelt, wird das Risiko als äußerst gering bewertet. Gegenüber dem Wettbewerb sieht sich der MW Holding Konzern sehr gut positioniert. Risiken aus einer Marktkonzentration sind nicht erkennbar. Durch das Eingehen von Beteiligungen an Unternehmen ergeben sich für den MW Holding Konzern neben Chancen, wie attraktive Anlegerrenditen, auch Risiken. Negative Entwicklungen einzelner Beteiligungen können zu einem Wertverlust des Investments führen. Insbesondere die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Inflation, Ukrainekrise) ist in den letzten Jahren volatiler geworden. Der MW Holding Konzern sieht sich aber aufgrund seiner Struktur und der Organisation seiner Unternehmen in einer guten Ausgangsposition. 3. Bericht über die Forschung und Entwicklung Im Konzern wurde keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit betrieben.
Wels, am 16. Mai 2024 Mag. Nikola Seifert Nicole Seifert Fabian Roman Seifert Bestätigungsvermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023Bericht zum Konzernabschluss Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der MW Holding GmbH,Wels,und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Darstellung der Komponenten des Eigenkapitals und ihrer Entwicklung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Bericht zum Konzernlagebericht Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt. Urteil Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss. Erklärung Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Frankenmarkt, am 16. Mai 2024 Ornezeder
& Partner GmbH & Co KG
Mag. Christa Karigl-Ornezeder, Wirtschaftsprüferin Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten. |
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