Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 207821
Eingetragen
21.11.2011
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit elektronischen Produkten und verwandten Artikeln, insbesondere der Vertrieb der vorgenannten Produkte im Rahmen des Fernabsatzhandels. Ferner ist Gegenstand die Erbringung von Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Abwicklung dieser Handelsgeschäfte stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Schreckling
seit 6.3.2025
Geschäftsführer
Holger Pöppe
seit 17.2.2025
Geschäftsführer
Christoph Komor
seit 12.2.2024
Geschäftsführer
Marcus Willbold
seit 24.2.2021
Prokura
Stefan Dr. Müller
seit 21.11.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
expert Wachstums- und Beteiligungs SE
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

expert SE

Langenhagen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Branchenentwicklung

2.3 Geschäftsverlauf

3 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

3.2 Finanzlage

3.3 Ertragslage

4 Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage des Unternehmens

5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Risiko- und Chancenbericht

5.2 Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Konzern ist im Groß- und Einzelhandel für elektrische, elektronische und optische Erzeugnisse tätig.

Die expert SE (ESE) ist ein Zusammenschluss von 153 (Vorjahr: 159) selbständigen Händlern und ist seit 1962 in Hannover-Langenhagen ansässig. Die angeschlossenen Händler sind überwiegend Aktionäre der expert SE.

Diese betreiben Fachgeschäfte in Innenstadtlagen mit ca. 500 qm Verkaufsfläche, aber auch Fachmärkte in Gewerbegebieten und Einkaufszentren mit Verkaufsflächen von 1.000 qm bis 3.000 qm. Das Angebot der meisten expert-Händler umfasst das ganze Spektrum der Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Computer, CD-, DVD- und PC-Software und Elektro-Haushaltsgeräten.

Die Großhandelstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Bereiche der:

Unterhaltungselektronik

Telekommunikation

Informationselektronik

Hauselektronik

Die Gesellschaft wickelt ihre Geschäfte als Großhandelsunternehmen ab. Ihre Kunden (Lizenznehmer) sind Aktionäre der Gesellschaft oder haben Darlehen gewährt. Ferner unterhält die Gesellschaft über Tochterunternehmen eigene Einzelhandelsunternehmen, die ebenfalls über die expert SE beliefert werden.

Die Lieferungsabwicklung mit ihren Kunden (Lizenznehmern) erfolgt in der Form eines Reihengeschäftes. In dem so genannten Lizenzvertrag sind unter anderem die Bedingungen der Belieferung und der Zusammenarbeit sowie die Leistungserbringung vereinbart. Darüber hinaus können nach der Erfüllung bestimmter, im Lizenzvertrag genannter, weiterer Voraussetzungen, die Lizenznehmer Aktionäre werden und ihre zunächst als Darlehen erbrachte Beteiligung in Aktien (soweit noch freie oder eigene Aktien vorhanden sind) umwandeln.

Mit allen Lieferanten der Gesellschaft bestehen Rahmenverträge. Sie bilden die Basis für alle Einkaufsaktionen.

Auf Basis der Rahmenverträge mit den gelisteten Lieferanten und des Lizenzvertrages sind die Aktionäre (Gesellschafter) als Lizenznehmer bevollmächtigt, Waren im Namen und für Rechnung der Gesellschaft, bei den von der Gesellschaft gelisteten Lieferanten zur direkten Belieferung an die festgelegten Anschriften der Lizenznehmer zu ordern (Streckengeschäft) und diese Lieferung direkt der Gesellschaft berechnen zu lassen. Die Lizenznehmer erwerben gleichzeitig von der Gesellschaft die an sie von den gelisteten Lieferanten gelieferten Waren zu den gleichen Preisen, welche die gelisteten Lieferanten im Einzelnen der Gesellschaft berechnen.

Darüber hinaus sind die Lizenznehmer berechtigt, bei der expert Warenvertrieb GmbH (EWG) Waren im Namen und für Rechnung der Gesellschaft zur direkten Belieferung zu ordern. Die Waren werden von der EWG der Gesellschaft in Rechnung gestellt und anschließend an den jeweiligen Lizenznehmer ausgeliefert und fakturiert (sog. Lagergeschäft).

Die Gesellschaft erhält von ihren gelisteten Lieferanten für ihre Leistungen aus den abgerechneten Lieferungen vertragsgemäß Boni und für ihre termingerechte Zahlung der offenen Lieferantenrechnungen, unabhängig von der Bezahlung der Rechnungen der Lizenznehmer an die Gesellschaft, Skonti. Die ihr so zufließenden Erträge werden an die Lizenznehmer nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen und Steuern als Umsatzrückvergütung (A-/B-/E-/Super-E- und V-, Jahres- und Sonderbonus) weitergegeben. Die Rückvergütung erfolgt monatlich bei A-/B-/E-Boni und jährlich bei Super-E-, V- und Jahresboni. Für den Jahresbonus wird jährlich ein Abschlag im Oktober gezahlt. Die Auszahlung des Jahresbonus erfolgt im Mai eines jeden Jahres.

Des Weiteren betreibt der Konzern über acht Tochterunternehmen an über 60 Standorten Fachmärkte für elektrische und elektronische Geräte. Die Regiebetriebe sind nach Einschätzung des Vorstands im Wachstumskonzept des Konzerns neben der Weiterentwicklung und der Filialisierung von Gesellschafter/Lizenznehmer-Betrieben bei der Neubesetzung von Standorten ein wichtiger Wachstumsbaustein.

Zudem erbringt der Konzern verschiedene Dienstleistungen für die Gesellschafter/Lizenznehmer der ESE, EAK und ET (z.B. Versicherungen, Coaching).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem konjunkturellen Einbruch im Jahr 2020 konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021 mit 2,7% wieder ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Konjunktur entwickelte sich jedoch schlechter als im März 2021 vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert (+3,7 %). Die privaten Konsumausgaben, als eine wichtige Stütze des Wirtschaftswachstums, stagnierten auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg bei den Verbraucherpreisen lag 2021 mit 3,1 % über dem Vorjahr (0,5 %). Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2021 mit durchschnittlich 44,9 Mio. geringfügig über dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2022 entwickelte sich der ifo Geschäftsklimaindex negativ, was auf die rückläufigen Geschäftserwartungen der Marktteilnehmer zurückzuführen ist. Die Inflationsrate stieg im März von 5,1% auf 7,3%. Der Anstieg der Inflationsrate wird sehr stark von den Energiekosten, aber auch durch die Steigerungen bei den Nahrungsmittelpreisen getrieben. Ursächlich ist hierfür vor allem der seit Ende Februar laufende Krieg in der Ukraine.

2.2 Branchenentwicklung

Die Gesellschafter/Vertragsmitglieder der expert-Kooperationen üben ihre Einzelhandelstätigkeit überwiegend in den Geschäftsfeldern Consumer-Electronics, Weiße Ware und Entertainment aus. Andere Betätigungsfelder sind aufgrund ihrer wirtschaftlichen Auswirkung im Verhältnis zum Gesamtumsatz nur von untergeordneter Bedeutung.

Stark geprägt wird die Handelsbranche nach wie vor von einigen Großvertriebsketten wie Media Markt und Saturn sowie anderen großflächigen Märkten, zu denen auch viele expert-Lizenznehmer zählen. Ferner gewinnt der Internethandel zunehmend Marktanteile.

Der Umsatz im gesamten Markt für technische Konsumgüter betrug im Jahr 2021 € 47,0 Mrd. und verzeichnete lt. dem GfK Non-Food-Index Retail Germany einen Anstieg von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Bereiche Elektrogroßgeräte (+5,0 %) und Telekommunikation (+4,6 %) haben zu der positiven Umsatzentwicklung beigetragen.

Die Umsätze im ersten Quartal 2022 liegen mit € 11,6 Mrd. rund 6,6 % über denen des von einem Lockdown geprägten Vorjahresquartals. Gestützt wird diese Entwicklung vor allem durch die Bereiche Telekommunikation (+16,2 %) sowie Elektrogroßgeräte (18,1 %).

Consumer Electronics

Die Unterhaltungselektronik (CE) verzeichnete im Kalenderjahr 2021 einen starken Rückgang von 9,4 % auf 5,3 Mrd. €, während der Bereich Foto (PH) um 2,0 % auf 1,1 Mrd. € zurückging. Den Rückgängen in den Bereichen TV und Home Audio standen im vergangenen Jahr leichte Zuwächse in den Teilsegmenten des Bereichs Foto gegenüber.

Informationstechnologie (IT) verzeichnete im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 3,4 % und erreichte ein Marktvolumen von 10,6 Mrd. €. Insbesondere Tablet-PCs verzeichneten eine äußerst positive Umsatzentwicklung, während Notebooks und Desktop-PCs leicht rückläufig waren.

Telekommunikation (TK) entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr ebenso positiv. Insgesamt steigerte der Sektor seinen Umsatz um 4,6 % auf 11,9 Mrd. €. Wachstumstreiber waren neben Core Wearables wie etwa Smartwatches auch Smartphones und Telefone.

Weiße Ware

Der Markt der Elektrogroßgeräte (MDA) stieg im Jahr 2021 um 5,0 % und erzielte einen Umsatz von 9,5 Mrd. €. Die Elektrokleingeräte (SDA) verzeichneten ein moderates Wachstum von 2,3 % und erwirtschafteten einen Umsatz von 5,6 Mrd. €. Küchenmaschinen halten sich im Zuge des Cook@Home Trends weiterhin auf einem hohen Niveau. Wachstumstreiber sind neben den Heißluftfritteusen und Haartrockner auch die Kontaktgrills.

Entertainment

Das Jahr 2021 verlief für den deutschen Entertainmentmarkt (ohne Videokaufmarkt) mit 11,7 Mrd. € Umsatz über dem Vorjahresniveau (10,1 Mrd. €). Laut game - Verband der deutschen Games-Branche e.V. verzeichnete der Spielemarkt bei einem Umsatz von 9,8 Mrd. € einen Anstieg von 17 % gegenüber 2020. Wachstumstreiber waren erneut In-Game-Käufe und In-App-Käufe sowie Gaming-Hardware, dabei insbesondere Spielekonsolen und Zubehör für Spiele-PCs.

Die Musikindustrie verzeichnete 2021 erneut ein außerordentliches Umsatzwachstum von 10,0 % auf 2,0 Mrd. €. Die digitalen Formate machten mit 1,5 Mrd. € rund drei Viertel (76,4 %) des Gesamtumsatzes der deutschen Musikindustrie aus, während die physischen Formate (CD, Vinyl usw.) sich auf 0,5 Mrd. € (23,6 %) beliefen.

2.3 Geschäftsverlauf

Die wesentlichsten Leistungsindikatoren - insbesondere der Bruttoumsatz vor Bonifizierung - entwickelte sich im Berichtsjahr mit rund € 2,4 Mrd. so wie geplant. Der geplante Konzernjahresüberschuss zwischen € 2,0 Mio. und € 2,5 Mio. als eine weitere Steuerungsgröße wurde mit € 11,6 Mio. deutlich übertroffen. Ausschlaggebend dafür waren im Wesentlichen unter Plan liegende Personalaufwendungen (- € 2,3 Mio.), Abschreibungen (- € 1,6 Mio.) und sonstige betriebliche Aufwendungen (- € 4,7 Mio.).

Im Lagergeschäft, welches durch die EWG betrieben wird, sind Lagerbestand und die Lagerumschlagshäufigkeit die wesentlichen Kennzahlen. Der prognostizierte Lagerbestand von € 55 Mio. wurde mit € 55,8 Mio. erreicht. Die prognostizierte Lagerumschlagshäufigkeit von 10,9 (Ist 8,6) wurde im Wesentlichen aufgrund von unter Plan liegenden Umsatzerlösen nicht erreicht.

Der Konzern betreibt über acht Tochtergesellschaften an über sechzig Standorten eigene Regiebetriebe. Der Umsatz und das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern) sind die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Einzelhandel. Die prognostizierte Umsatzentwicklung (€ 508,0 Mio.) wurde aufgrund des Lockdowns in den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres um € 14,2 Mio. bzw. 2,8 % verfehlt. Die Prognose zum Betriebsergebnis zwischen € 6,9 Mio. und € 7,0 Mio. wurde trotz des Umsatzrückgangs erreicht (Ist: € 7,0 Mio.).

Auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. Gesamtverkaufsflächen und die Anzahl der Fachmärkte werden in der Kooperation zur Steuerung der Expansionskraft und Steigerung der Marktanteile einem Soll-Ist-Vergleich zwischen Planung und Realisierung herangezogen. Diese Indikatoren sind geeignet für die Planung der Umsatz- und Kostenentwicklung. Da diese jedoch im Wesentlichen von den Entscheidungen der Lizenznehmer abhängen und nicht vom Vorstand der Gesellschaft direkt beeinflusst werden können, werden diese Größen nicht unmittelbar zur Steuerung der Gesellschaft genutzt, sondern dienen im Wesentlichen zur Validierung der Erfolgs- und Finanzplanung.

3. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt € 428,3 Mio. (Vorjahr: € 387,6 Mio.). Das entspricht einem Anstieg von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 4,5 % auf € 111,8 Mio. (Vorjahr: € 106,9 Mio.). Grund für den Anstieg ist insbesondere der Baufortschritt und die Inbetriebnahme des expert Fulfillment Centers (Logistik). Dem gegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von € 13,7 Mio.. Der Sachanlagenanteil am Gesamtvermögen beträgt 17,1 % (Vorjahr: 15,5 %).

Das Vorratsvermögen erhöhte sich ebenfalls um 4,0 % auf € 146,1 Mio.. Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ € 8,4 Mio.) erhöhten sich insbesondere die liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr (+ € 21,2 Mio.), auch bedingt durch ein über den Bilanzstichtag abgeschlossenes unechtes Pensionsgeschäft in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Auf der Passivseite erhöhten sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von erhöhter Warenbeschaffung um € 39,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen € 4,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Hier steht der Aufnahme langfristiger Darlehen - insbesondere für das expert Fulfillment Center - die Tilgung langfristiger Darlehen gegenüber (€ 20,6 Mio.).

3.2 Finanzlage

Finanzierungsstruktur

Das Eigenkapital beträgt € 106,1 Mio. (Vorjahr: € 102,1 Mio.) und damit 24,8 % (Vorjahr: 26,3 %) der Bilanzsumme. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende von € 7,6 Mio. an die Aktionäre der ESE ausgeschüttet.

Zur Finanzierung der erworbenen Geschäftsbetriebe der EHGSW, ETLG und der BeBG sowie der Ausweitung des Geschäftsbetriebs der EHG wurden langfristige Kredite aufgenommen. Des Weiteren nahm die ESE für die Erweiterung der Geschäftsräume in der Bayernstraße 4 und 6 (expert Fulfillment Center), Langenhagen langfristige Kredite auf, die durch Grundschulden in Höhe von € 9,4 Mio. bzw. € 20 Mio. zugunsten der Sparkasse Hannover beliehen sind. Zudem ist der Grund und Boden für die Finanzierung des expert Fulfillment Center mit weiteren € 26,5 Mio. zugunsten der Deutschen Hypothekenbank, Hannover, beliehen. Andere Vermögensgegenstände und Forderungen sind nicht beliehen.

Der Verschuldungsgrad des Konzerns erhöhte sich aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten auf 303,6 % (Vorjahr: 279,7%).

Die in dem Vorjahr gewährten Landesbürgschaften sicherten zusätzliche Betriebsmittellinien in Höhe von insgesamt € 50 Mio. befristet bis zum 15. Mai 2022 ab. Zum 30. Juni 2021 wurde die Bürgschaft in voller Höhe vorzeitig abgelöst und ein Teil in eine unbesicherte zusätzliche Kreditlinie in Höhe von insgesamt € 25 Mio. bei gleichbleibender Fristigkeit umgewandelt.

Liquidität

Die expert SE, Langenhagen, steuert die Liquidität der gesamten Gruppe. Die Zinsverrechnung erfolgt auf Basis eines einheitlichen Aufnahme- und Anlagesatzes.

Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität der verschiedenen Konzerngesellschaften. Zur Ermittlung des täglichen und monatlichen Liquiditätsbedarfs werden Szenariorechnungen eingesetzt.

Die Gesellschaft benötigt im Wesentlichen nur zum Zeitpunkt der Jahresbonusauszahlungen und zur Finanzierung des Lageraufbaus zur Saison kurzfristige Kreditmittel. Diese hat sie sich durch langfristige Kreditlinien bei verschiedenen Banken gesichert. Die Aufnahme und die Anlage von Finanzmitteln erfolgt bei Banken im Rahmen von Geldmarktgeschäften (Tages- und Monatsgeld).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt € 56,8 Mio. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt € - 18,1 Mio. € und resultiert nahezu ausschließlich aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € - 20,2 Mio. enthält die Aufnahme von Krediten, planmäßigen Darlehenstilgungen sowie die gezahlten Zinsen und Dividendenzahlungen. Der Finanzmittelfond am Ende der Periode in Höhe von € 30,5, Mio., setzt sich aus € 33,2 Mio. flüssigen Mitteln und € 2,7 Mio. Kontokorrent zusammen. Zu allen weiteren Veränderungen des Cashflows verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

Die eingegangenen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten verminderten sich aufgrund der laufenden Tilgung und verminderten Mietlaufzeiten.

3.3 Ertragslage

Umsatz

Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich um 1,3 % und beträgt € 2.103,6 Mio. Die Materialaufwendungen stiegen um 1,1 % auf € 1.898,2 Mio. Im Umsatz sind bereits an die Lizenznehmer ausgezahlte Jahres-, Lager-, Weiße Ware Leistungs-, A/B/E und Super E-Boni sowie durchlaufende Boni mit € 434,5 Mio. (Vorjahr: € 401,7 Mio.) als Erlösschmälerungen berücksichtigt.

Im Folgenden werden die Umsätze aus den einzelnen Warensegmenten nach Konsolidierung dargestellt:

In der Hauselektronik (Weiße Ware) haben sich die Umsätze des expert-Konzerns um 4,5 % von € 845,2 Mio. auf € 882,9 Mio. erhöht. Die Entwicklung wurde durch die hohe Nachfrage positiv geprägt.

Der Bereich der Klassischen Unterhaltungselektronik ("Braune Ware") verzeichnet einen Umsatzanstieg von € 648,5 Mio. auf € 703,3 Mio. (8,4 %).

Der PC-Bereich inkl. Peripherie-Geräte entwickelte sich im Berichtsjahr 13,8 % unter dem Vorjahr und erreichte einen Umsatz von € 358,5 Mio. (Vorjahr: € 416,0 Mio.). Der außerordentliche Anstieg im Vorjahr, primär bedingt durch die Nachfrage nach Homeoffice-Ausstattung, konnte im Berichtsjahr nicht wiederholt werden.

Der Bereich der Telekommunikation stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % auf € 250,4 Mio. an (Vorjahr: € 239,3 Mio.).

Der Bereich " Entertainment" - Ton- und Bildträger sowie PC-Software - hat sich bei einem Umsatzvolumen von € 46,9 Mio. (Vorjahr: € 48,1 Mio.) leicht verringert.

Für ihre Anschlusshäuser leisten die Konzerngesellschaften in vielfältiger Hinsicht verschiedene Dienstleistungen, wie Marketing, Werbung, EDV-Software, Organisation, Personalentwicklung, Buchhaltungsservice etc.. Der Umsatz für Dienstleistungen der Konzerngesellschaften ist von € 111,1 Mio. auf € 123,0 Mio. gestiegen (+10,7 %).

Bei steigendem Umsatz erhöhte sich der Bestand an Handelswaren der EWG zum Stichtag von € 51,6 Mio. um € 2,5 Mio. auf € 54,1 Mio. Der Lagerumschlag lag mit 8,6 unter dem Vorjahreswert von 11,6, was auf den unter Plan liegenden Umsatz zurückzuführen ist. Trotz des Umsatzrückgangs im Lagergeschäft erhöhte sich der Rohertrag um € 5,1 Mio. bzw. 7,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Einzelhandelstöchter trugen mit einem Umsatz von € 493,8 Mio. (VJ: € 499,8 Mio.) zum Gesamtumsatz bei und konnte damit nicht an dem Wachstum der Branche partizipieren, da der stationäre Handel in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres von einem Lockdown betroffen war.

Die sonstigenbetrieblichen Erträge (€ 12,6 Mio.; Vorjahr: € 5,4 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Versicherungserstattungen, sowie Bonuserträge für das vorausgegangene Berichtsjahr.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich von € 86,7 Mio. auf € 92,5 Mio., vor allem aufgrund vermehrter Kurzarbeit im Vorjahr. Die Personalaufwandsquote pendelte sich bei 4,4 % ein. Das Personal ist in der EWG für den Kooperationsbereich, in der EHG, EHGO, EHGSW, EOG, ETLG, BeG, BeHG, EBIEG für den Einzelhandelsbereich sowie in der EVSG für den Versicherungsbereich zusammengefasst. Im Konzern waren zum Stichtag 2.062 Mitarbeiter und 321 Auszubildende angestellt. Der größte Teil der Auszubildenden wird in den Filialen der Einzelhandelsunternehmen der expert-Gruppe beschäftigt.

Die Abschreibungen betrugen insgesamt € 13,7 Mio. (Vorjahr: € 13,2 Mio.) und haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von € 93,8 Mio. auf € 95,9 Mio. gestiegen und beinhalten im Wesentlichen Transportkosten, Werbekosten, Mietaufwendungen sowie Bonusaufwendungen.

Das Betriebsergebnis vor Steuern und vor Konsolidierung der Einzelhandelstöchter erhöhte sich von € 4,3 Mio. auf € 7,0 Mio.. Dies ist insbesondere auf Kosteneinsparungen und periodenfremde Erträge zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf € 13,9 Mio. (Vorjahr: € 9,1 Mio.). Im Wesentlichen beeinflussten dabei die oben beschriebenen Effekte das Ergebnis. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 5,2 Mio.) sowie der sonstigen Steuern über € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.) verbleibt ein Konzern-Jahresüberschuss von € 11,6 Mio. (Vorjahr: € 3,4 Mio.).

4. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage des Unternehmens

Der expert-Konzern schloss das vergangene Geschäftsjahr über dem Vorjahresniveau ab. Die Umsatzerlöse vor Bonifizierung konnte trotz des Lockdowns in den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres um 2,4 % bzw. € 55,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Rohertrag entwickelte sich ebenfalls positiv und stieg um € 5,5 Mio.. Auch die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von € 5,4 Mio. auf € 12,6 Mio.. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um € 5,7 Mio. sowie auch die Abschreibungen (€ 0,5 Mio.) und auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (€ 2,1 Mio.) belasten den Jahresüberschuss. Entgegengesetzt entlastet das Finanzergebnis (€ 0,3 Mio.) und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (€ 3,7 Mio.) das Ergebnis. Somit verbleibt ein im Vorjahresvergleich um € 8,2 Mio. höherer Konzernjahresüberschuss von € 11,6 Mio..

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Risiko- und Chancenbericht

Die Risikopolitik ist im Konzern ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung, die jede einzelne Konzerngesellschaft, in Verbindung mit der Gestaltung der jeweiligen Geschäftsprozesse, umfasst. Das operative Management der Risiken erfolgt bei der jeweiligen Konzerngesellschaft.

Gemeinsam mit ihren Töchtern hat die Gesellschaft ein Überwachungssystem installiert, dass den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der wirtschaftlichen und geschäftlichen Entwicklung frühzeitig erkennt. Die folgenden Risiken sind in ihrer Gewichtung absteigend dargestellt.

Das Forderungsrisiko ist ein wesentliches Risiko, das durch das Geschäftsmodell expert entsteht, wird durch eine regelmäßige Berichterstattung von konzerneigenen, betriebswirtschaftlich ausgebildeten regionalen Betreuern in Verbindung mit der Einsichtnahme in Geschäftsabläufe und -unterlagen sowie in testierte Jahresabschlüsse, ferner in unterjährige Umsatz- und Ertragszahlen der Gesellschafter/Lizenznehmer und durch eine laufende "Delkredere-", Obligo- und Bonitätsüberwachung eingegrenzt. Für große Risiken ist darüber hinaus eine Kreditversicherung abgeschlossen. Diesem Risiko wird bilanziell über die Wertberichtigung Rechnung getragen.

Die Überwachung der Beschaffungsrisiken hinsichtlich Liefertreue und Kosten für bezogene Waren sowie die Inanspruchnahme von Leistungen erfolgt durch eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte. Durch ein System von Rahmenvertragsabkommen mit den wichtigsten Produzenten von Waren und Dienstleistungen unserer Branche hat die Gesellschaft für sich und für ihre Gesellschafter/Lizenznehmer, nach Auffassung des Vorstands, die bestmöglichen Konditionen und Warenbezugsmöglichkeiten gesichert, auch um etwaigen Engpässen in den Lieferketten besser entgegenwirken. Des Weiteren kann die Gesellschaft auf zusätzliche Lagerreserven zugreifen.

Zunehmende Preiserhöhungen setzten Händler unter Druck, entweder auf Marge zu verzichten oder diese an die Kundschaft weiterzugeben. Zudem wird das Direct-to-Consumer (D2C) Geschäft der Hersteller mit eigenen Onlineshops und stationären Flagshipstores immer stärker als Konkurrenz spürbar.

Die größer gewordene Verunsicherung sowie die Folgen der Sanktionen gegen Russland haben vor allem die Energiepreise rapide in die Höhe getrieben. Durch die stark gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten könnte das Konsumverhalten bei der Unterhaltungselektronik getrübt werden.

Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven zentralen Treasury Management auf Basis der geltenden Unterschriftenrichtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen (Vier-Augen-Prinzip) an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche beachtet. Das Cash Management und die Abwicklung der Zahlungsströme erfolgen ausschließlich über die Hausbanken der expert SE. Bei der Geldanlage wird darauf geachtet, dass die Bank, bei der die Tages-/Festgeldguthaben angelegt werden, über einen ausreichenden Schutz durch den Einlagensicherungsfonds der jeweiligen Institutsgruppe verfügt. Bei den Hausbanken sind die Betriebs- und Saisonmittellinien auf die expert SE gebündelt. Dadurch werden die Administrations- und Finanzierungskosten gesenkt.

Das Mutterunternehmen hat organisatorische (z.B. Regionalleiter, Controller, Vertriebsbeauftragte, Handelsmarketingberater) und wirtschaftliche (Lagerwertausgleich, Sell out, Bonusvergütungen) Regelungen getroffen, um Änderungen - insbesondere in der Umsatzsituation - kurzfristig begegnen zu können.

Das Warenbestandsrisiko wird durch ein aktives Warenwirtschaftsmanagement in der jeweiligen Konzerngesellschaft beobachtet. Durch das DataWarehouse und das einhergehende Reporting wird eine ausreichende Vorsorge für das "Altwarenrisiko" getroffen. Darüber hinaus werden durch ein Limitsystem zukünftige Risiken transparent gemacht und minimiert.

Ein zielgerichtetes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen und frühzeitig erkannt werden. Das Risikomanagement umfasst insbesondere Umsatz-, Einkaufs-, Bestands-, Kosten- und Ertragsbetrachtungen sowie das Controlling mit Marktbeobachtungs- und Gesellschafter-/ Lizenznehmer-Berichtselementen.

Die Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit der IT-Systeme werden durch laufende Überwachung, Anpassungsmaßnahmen wie auch Notfallübungen begrenzt.

Zur Bewältigung von IT- und Cyberrisiken wurden Nutzungsrichtlinien und Mitarbeiterschulungen implementiert. Zudem wird mit unterschiedlicher Cyber-Abwehr (z.B. VPN, MPLS, verschiedene Virenscanner usw.) den Cyber-Risiken Rechnung getragen. Bei Bedarf wird die Expertise von externen Beratern herangezogen.

Die interne EDV wird laufend und intensiv analysiert. In den Folgejahren werden neue Systeme schrittweise eingeführt, wobei die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes bei der Umstellung oberste Priorität hat. Laufende Umstellungsprojekte werden aktiv durch das Projektmanagement begleitet und permanent durch das interne Projektcontrolling überwacht.

Die Effizienz der Betriebsvergleichssysteme wie das Data-Warehouse und die Anwendungen im "expert-Portal" werden durch eine ständige Weiterentwicklung optimiert.

Alternative Vertriebsformen über das Internet werden in der Gesellschaft als Ergänzung zum bestehenden Geschäftsmodell gesehen. Dem Risiko der Umsatzverlagerung vom stationären auf den Online-Handel wird durch das expert e-Commerce-Modell gegengesteuert. Es ist nicht als Konkurrenz zum stationären Handel der Gesellschafter anzusehen, es ist eine Ergänzung und Erweiterung des stationären Handels. Die expert Gruppe verfolgt mit ihrem Multichannelansatz die Stärkung der regionalen Fachhändler. Dazu gehört unter anderem die Bereitstellung und Pflege der jeweiligen Fachmarktwebseiten, das Retourenhandling und der Kundenservice.

Das Kaufverhalten der Kunden hat sich seit der Pandemie drastisch verändert. Die Beschaffung der Produkte des täglichen Bedarfs erfolgte aufgrund des Lockdowns in vielen Fällen online. Dieser Trend wird laut einer Studie von UPS auch für Elektronikprodukte weiterhin bestehen bleiben.

Nach Auffassung des Vorstands sind Service und Beratung die Stärken von expert. Der Ausbau des Bereichs Service wird mit großen Schritten weiter vorangetrieben, mit dem Ziel eine 100 %-ige Kundenzufriedenheit zu erreichen, wodurch eine erhöhte Kundenbindung sichergestellt wird. Hierzu wird unter anderem mit Lieferanten/Dienstleistern/Herstellern die Reklamations- und Reparaturabwicklung optimiert. Weiterhin trägt die Einführung von Mehrweglösungen in der Versandlogistik zu einer verbesserten Versandabwicklung bei. Zudem wird durch den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage, E-Ladestationen für Pkw und papierlose Mehrwegtransportbehälter ein starker Fokus auf nachhaltige Logistik gelegt.

Das neue eFC schafft flexible Wachstumsmöglichkeiten hinsichtlich Bestellverhalten und Produktinnovation sowie Raum für Filialzuwachs und eine höhere Online-Verfügbarkeit. Gleichzeitig ist durch das moderne Logistikzentrum die vom Großteil der Kundschaft erwartete On Time Delivery und Full Service möglich.

Um unseren hohen Qualitätsanforderungen an die fachliche Kompetenz, das Engagement und die Flexibilität unserer Mitarbeiter gerecht zu werden, wird im Rahmen unserer Personalarbeit Wert auf individuell ausgerichtete und potenzialorientierte Qualifizierungsangebote gelegt. Im Berichtsjahr wurde daher das Angebot an internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen weiter ausgebaut. Zur Durchführung der Weiterbildungsmaßnahmen spielt die Onlineschulungsplattform "expert Akademie 2.0" eine zentrale Rolle.

Unter dem Schlagwort "Expert Mitarbeiter 6.0" soll dabei die nachhaltige Bindung, Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter:innen im Mittelpunkt stehen. Eine gute Ausbildung und vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind wichtig, um Fachkräfte dauerhaft im Unternehmen zu halten. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es eine ebenso große Herausforderung, kompetente und motivierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Dieser Herausforderung tritt expert durch gezielte Recruiting-Kampagnen entgegen.

Wie auch schon in den Vorjahren wurden Innenrevisionen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der expert Zentrale und den Einzelhandelstöchtern durchgeführt. An diesem Vorgehen wird auch in Zukunft festgehalten, um stets die Anforderungen des Risikomanagements erfüllen zu können.

5.2 Prognosebericht

Für das Jahr 2022 prognostiziert das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Lieferketten werden weiterhin anfällig für Engpässe und Verzögerungen sein und mit einer steigenden Nachfrage konfrontiert werden.

Die Consumer & Home Elektronikbranche (GFU) gibt, aufgrund der immer noch gestörten Lieferketten sowie der aktuellen Krisensituation, keine belastbaren Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 ab. Neben Lieferschwierigkeiten befürchtet die Branche auch Konsumeinbrüche aufgrund steigender Lebenshaltungskosten und anderer Unsicherheiten.

Der expert-Konzern rechnet für das kommende Geschäftsjahr aufgrund der positiven Wirtschaftsindikatoren und trotz der negativen Branchenerwartungen mit einem Bruttoumsatz vor Bonifizierung um € 2,5 Mrd.. Im Lagergeschäft wird mit einem höheren Bestand und einer Lagerumschlagshäufigkeit von 9,75 geplant. Der Jahresüberschuss auf Konzernebene wird zwischen € 3,0 Mio. und € 3,5 Mio. erwartet.

Die Einzelhandelstöchter sollen aufgrund der bestehenden Planung einen Planumsatz von ca. € 498,0 Mio. und einem positiven Betriebsergebnis zwischen € 7,4 Mio. und € 7,5 Mio. zum Konzernergebnis beitragen.

 

Langenhagen, den 23. Juni 2022

expert SE

Dr. Stefan Müller

Michael Grandin

Frank Andreas Harder

Gerd-Christian Hesse

Konzernbilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.03.2022
31.03.2021
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 239.563,44 288.362,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.265.465,48 46.570.174,65
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  38.505.028,92 46.858.537,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 44.468.653,38 21.345.789,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.554.418,46 10.732.771,87
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 253.683,38 27.980.670,61
  73.276.755,22 60.059.232,40
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 16.445,81 16.445,81
  111.798.229,95 106.934.215,50
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Waren 146.098.966,78 140.474.012,70
2. geleistete Anzahlungen 6.976,50 13.678,37
  146.105.943,28 140.487.691,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97.344.274,37 88.944.648,01
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 153.930,04 308.563,17
3. sonstige Vermögensgegenstände 29.105.701,40 30.739.065,70
  126.603.905,81 119.992.276,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 33.172.594,03 11.997.173,36
  305.882.443,11 272.477.141,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.391.323,40 1.341.689,90
D. Aktive latente Steuern 9.194.587,30 6.878.479,72
  428.266.583,76 387.631.526,43

Passiva

   
31.03.2022
31.03.2021
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 43.840.512,00 43.840.512,00
II. Gewinnrücklagen    
1. gesetzliche Rücklagen 4.384.051,20 4.384.051,20
2. andere Gewinnrücklagen 24.936.626,92 24.936.626,92
III. Konzernbilanzgewinn 32.398.261,12 28.388.000,25
IV. Nicht beherrschende Anteile 539.500,00 533.000,00
  106.098.951,24 102.082.190,37
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37.858,00 38.696,00
2. Steuerrückstellungen 3.129.611,02 2.333.171,48
3. sonstige Rückstellungen 19.784.313,62 17.272.251,09
  22.951.782,64 19.644.118,57
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.850.472,20 82.721.558,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.704.318,41 3.502.477,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 197.150.989,95 157.880.019,54
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 19.486,25
5. sonstige Verbindlichkeiten 22.078.386,97 21.219.719,62
  298.784.167,53 265.343.261,75
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 431.682,36 561.955,74
  428.266.583,76 387.631.526,43

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

1. April 2021 bis 31. März 2022
1. April 2020 bis 31. März 2021
1. Umsatzerlöse 2.103.643.966,11 2.076.728.810,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.599.414,16 5.352.996,58
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.839.006.888,68 1.831.706.340,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.178.459,02 45.042.735,13
  1.898.185.347,70 1.876.749.075,17
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 76.723.676,08 71.614.615,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 15.740.361,12 15.121.436,91
  92.464.037,20 86.736.052,39
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.740.462,46 13.213.254,47
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 95.941.757,01 93.842.210,91
7. Erträge aus Beteiligungen 103.917,43 0,00
8. Zinsen und ähnliche Erträge 453.105,67 433.483,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.554.554,87 2.878.576,12
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.526.110,98 5.178.753,60
11. Ergebnis nach Steuern 12.388.133,15 3.917.367,66
12. Sonstige Steuern 780.792,28 476.431,73
13. Konzernjahresüberschuss 11.607.340,87 3.440.935,93
14. Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00
15. Konzerngewinn 11.607.340,87 3.440.935,93
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20.790.920,25 24.947.064,32
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen    
in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
18. Konzernbilanzgewinn 32.398.261,12 28.388.000,25

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5. Angaben zu den Posten der Bilanz

6. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

7. Sonstige Angaben

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die expert SE, Langenhagen, ist beim Registergericht Hannover unter der Handelsregisternummer B59089 registriert. Sie hat als Mutterunternehmen mit Sitz im Inland die Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses (größter und kleinster Konsolidierungskreis) und Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2021/2022 nach den §§ 290 ff. HGB.

Bilanzstichtag für die Jahresabschlüsse der expert SE und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. März. Aus diesem Grund ergibt sich auch für den Konzernabschluss derselbe Stichtag. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens und aller Tochterunternehmen sowie des Konzerns läuft somit vom 1. April eines jeden Jahres bis zum 31. März des folgenden Jahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der expert SE werden alle Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind die Gesellschaften bei denen die expert SE

die Mehrheit der Stimmrechte hält oder

das Recht der Bestellung bzw. Abberufung der Mehrheit der Mitglieder der Leitungsorgane hat und sie oder ein weiteres Tochterunternehmen zugleich Gesellschafterin ist oder

einen beherrschenden Einfluss auf Grund eines Vertrages oder einer Satzungsbestimmung ausüben kann.

Diese Tochterunternehmen werden voll konsolidiert.

Gemeinschaftlich geführte Gesellschaften werden nur in Höhe der Beteiligungsquote teilkonsolidiert. Dies betrifft die KOOP Veranstaltungs GmbH (KVG). Hier besteht eine Beteiligung von 50 % am Stammkapital der Gesellschaft.

Der Konsolidierungskreis zum 31. März 2022 umfasst die nachfolgenden Gesellschaften:

Anteil am gezeichneten Kapital
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
Muttergesellschaft        
expert SE (ESE), Langenhagen        
Tochtergesellschaften        
1. expert Warenvertrieb GmbH (EWG), Langenhagen 100 500 0 * 1)
Diese hält Anteile an: KOOP Veranstaltungs GmbH (KVG), Langenhagen 50 13 118  
2 expert Versicherungs-Service GmbH (EVSG), Langenhagen 100 50 0 * 1)
Diese hält Anteile an:        
VGV - Versicherungsmakler für gewerbliche Verbundgruppen GmbH (VGV), Langenhagen 100 239 0 * 1)
3. expert Wachstums- und Beteiligungs SE (EWB),Langenhagen 100 36.744 4.478  
Diese hält Anteile an:        
expert Handels GmbH (EHG), Langenhagen 100 6.344 0 * 1)
expert Handels Betriebs GmbH (EHBG), Langenhagen Komplementärin der EHGSW 100 26 0 * 2)
expert Handels GmbH Süd-West & Co. KG (EHGSW), Langenhagen 100 2.924 821  
expert ARFA Kommunikationsgeräte GmbH (EAK), Langenhagen 100 511 0 * 1)
expert Octomedia GmbH (EOG), Langenhagen 100 1.509 430  
expert e-Commerce GmbH (EEC), Langenhagen 100 569 0 * 1)
expert Techno-Land GmbH (ETLG), Langenhagen 100 1.181 436  
expert Bielinsky GmbH (EBIEG), Bonn 100 -2.138 1.624  
expert Handels Betriebs GmbH Ost (EHBGO), Langenhagen Komplementärin der EHGO 100 26 0 * 2)
expert Handels GmbH Ost & Co. KG (EHGO), Langenhagen 100 1.550 1.298  
Bening Beteiligungs GmbH & Co. KG (BeBG), Cuxhaven Diese hält Anteile an: 100 27.988 3.794  
Bening II. Beteiligungs GmbH (BeG II), Cuxhaven Komplementärin der BeG und der BeHG 100 53 6  
Bening GmbH & Co. KG (BeG), Cuxhaven 100 37.507 3.923  
Bening Handels GmbH & Co. KG (BeHG), Cuxhaven 100 -1.345 5  
EWB ist Komplementärin für: expert Technik SE & Co. KG (ET), Langenhagen 0 540 0  

* 1) Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen

* 2) Freiwillige Verlustübernahmeerklärung durch das Mutterunternehmen

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31.03.2021 nicht geändert.

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wurden für Erwerbe vor dem 01.01.2010 die sogenannte "Buchwertmethode" gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. angewandt. Die Verrechnung des Buchwertes der Beteiligung gegen das anteilige Eigenkapital des zu konsolidierenden Tochterunternehmens erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Aus der Kapitalkonsolidierung ergaben sich grundsätzlich keine aktiven oder passiven Unterschiedsbeträge. Dieser Umstand begründet sich dadurch, dass es bislang bei allen Tochterfirmen um von der expert SE bzw. deren Tochterunternehmen gegründete Gesellschaften handelte.

Für die ab dem 01. April 2010 erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurde die Neubewertungsmethode angewendet. Die Konsolidierung erfolgte zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt.

Gemeinschaftlich geführte Gesellschaften werden nur in Höhe der Beteiligungsquote teilkonsolidiert.

Die nicht beherrschenden Anteile beziehen das gesamte, anderen Anteilseignern zustehende Eigenkapital ein. Der anderen Gesellschaftern zustehende Anteil am Jahresergebnis ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert, in der Bilanz zusammengefasst mit dem Anteil an den übrigen Eigenkapitalpositionen, ausgewiesen.

Ausleihungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung in der Konzernbilanz gegeneinander aufgerechnet.

Soweit in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände auf konzern-internen Lieferungen oder Leistungen beruhen, wurden darin enthaltene Gewinnaufschläge im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung herausgerechnet.

Konzerninterne Umsätze sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge erfolgte eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB, soweit sich diese Abgrenzung in den folgenden Jahren auflöst. Die Steuerabgrenzung zum Konzernbilanzstichtag ist im Konzernanhang gesondert angegeben. Wir verweisen auf "4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden überwiegend nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Im Berichtszeitraum ist das Ergebnis nicht durch Ausübung steuerlicher Gestaltungswahlrechte beeinflusst.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über

3 - 5 Jahre abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 8 bzw. 10 Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern betragen:

Jahre
Gebäude 10-50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-23

Die im Berichtsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 € werden sofort abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Unter den Vorräten werden die Handelswaren zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert, zweifelhafte Forderungen mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen nach dem Risikogehalt der Forderung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhält vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgaben, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die latenten Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags und des Gewerbesteuersatzes, in Summe 30,73 %. Im Geschäftsjahr ergab sich eine bilanzierte aktive latente Steuer auf steuerliche Verlustvorträge, aus den immateriellen Vermögensgegenständen, den Rückstellungen sowie den Forderungen.

Der auf Basis des Konzernsteuersatzes erwartete Steueraufwand unterscheidet sich vom tatsächlichen Steueraufwand. Die Abweichung beruht im Wesentlichen auf den Anpassungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage in Folge der gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben sowie auf einer teilweise fehlenden Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die keine latenten Steuern aktiviert werden konnten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der Zins, der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher zum Bilanzstichtag 1,81 % beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von T€ 1 ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine jährlichen Gehalts- oder Rentensteigerungen zugrunde gelegt, da der entsprechende Mitarbeiter bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus beitragsorientierten Zusagen wird aufgrund der Kongruenz zwischen zugesagten und versicherten Leistungen die Summe der Aktivwerte zugrunde gelegt. Der übersteigende Betrag aus der Verrechnung der Pensionsrückstellungen und dem Deckungsvermögen wurde in den Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" eingestellt. Die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung (der Pensionsverpflichtung) und aus dem zu verrechnenden Vermögen (Wertsteigerungen, Zinsen, Dividenden etc.) werden im Finanzergebnis saldiert.

Die Steuerrückstellungen umfassen alle ungewissen Steuerschulden, die bis zum Ablauf des Geschäftsjahres wirtschaftlich oder rechtlich entstanden sind und sind mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Jahresabschlusskosten sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

5. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage 1 zum Anhang ersichtlich.

Die erworbenen bzw. aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte der EOG, EHG, EHGSW, ETLG, BeBG und der EBIEG werden über eine Nutzungsdauer von acht bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich unter Berücksichtigung der mit dem Unternehmen erworbenen Mietverträge für die Standorte, der limitierenden Wirkung des technologischen Wandels in dem von dem erworbenen Unternehmen vertriebenen Warensortiment sowie den Herausforderungen durch alternative Vertriebsformen im Elektrofachhandel.

Geschäfts- oder Firmenwert aus den Einzelabschlüssen: T€ 5.504

Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung: T€ 32.762

Der unter dem Finanzanlagevermögen bilanzierte Anteilsbesitz enthält Beteiligungen, an denen die expert SE oder andere Konzernunternehmen weniger als 20 % der Anteile halten.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Unter dem Posten Abgrenzung latenter Steuern werden latente Steuerforderungen in Höhe von T€ 9.195 (Vorjahr: T€ 6.878) gebildet.

Das Grundkapital der expert SE beträgt zum Bilanzstichtag T€ 43.841. Es ist in 17.152 vinkulierte Namensaktien mit einem Nennwert von € 2.556,00 eingeteilt. Im Berichtsjahr wurden 1.008 vinkulierte Namensaktien zum Nennwert von T€ 2.576 von ausgeschiedenen Aktionären als eigene Aktien erworben, die wieder an andere Aktionäre verkauft wurden.

Auf der Hauptversammlung am 29. September 2018 wurde beschlossen, das bestehende genehmigte Kapital aufzuheben und durch Satzungsänderung neues genehmigtes Kapital in Höhe von T€ 10.000 zu schaffen. Das Grundkapital kann bis zum 29. September 2023 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ein- oder mehrmalig, erhöht werden. Das genehmigte Kapital zum 31. März 2022 beträgt T€ 10.000.

Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 20.791.

Der Vorstand der expert SE schlägt vor, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres i.H.v. T€ 14.049 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende (T€ 4.039) an die Aktionäre und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Pensionsrückstellungen sind für die Mitglieder des Vorstandes gebildet worden und durch entsprechende Lebensversicherungen gedeckt. Die Höhe der Rückstellung wurde uns durch das versicherungsmathematische Gutachten nachgewiesen. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.129. Diese werden mit dem Deckungsvermögen (T€ 1.091) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde eine zweckexklusive, verpfändete, insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherung klassifiziert. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen wurden mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde mit Hilfe anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen diente ein versicherungsmathematisches Gutachten.

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Rückstellungen für latenten Steueraufwand wurden nicht gebildet.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist aus dem Konzern-Rückstellungsspiegel aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.

Zur Verbesserung der Klarheit und der Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
Verbindlichkeiten 298.784   265.343
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.850   82.722
≤ 1 Jahr 23.247   20.379
> 1 Jahr 54.604   62.342
davon > 5 Jahre 19.819   11.985
Sicherheiten 55.802   55.802
erhaltene Anzahlungen 1.704   3.502
≤ 1 Jahr 1.704   3.502
> 1 Jahr 0   0
davon > 5 Jahre 0   0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 197.151   157.880
≤ 1 Jahr 197.151   157.880
> 1 Jahr 0   0
davon > 5 Jahre 0   0
Sicherheiten 0 *) 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0   19
≤ 1 Jahr 0   19
> 1 Jahr 0   0
davon > 5 Jahre 0   0
Sicherheiten 0   0
davon sonstige Verbindlichkeiten 22.078 **) 21.220
≤ 1 Jahr 18.528   17.670
> 1 Jahr 3.550   3.550
davon > 5 Jahre 0   3.550
Sicherheiten 0   0

*) Branchenüblich sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überwiegend durch einen einfachen oder verlängerten Eigentumsvorbehalt zu Gunsten der Lieferanten besichert; auf eine Betragsangabe wird verzichtet.

**) Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 5.857 und Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten der ET in Höhe von T€ 2.488.

Im Vorjahr wurden Darlehensverträge mit Kreditinstituten in einem Gesamtvolumen von T€ 46.450 für das expert Fulfillment Center geschlossen. Zum Stichtag des Berichtsjahres wurden bereits T€ 41.450 abgerufen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die für den Erweiterungsbau und das eFulfillment Center aufgenommen wurden, sind durch Grundpfandrechte in Höhe von T€ 9.352 bzw. T€ 46.450 gesichert.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
Verpflichtung aus Delkredere-Haftung 27.088 22.890
Schuldbeitritte ggü. Kreditinstituten 5.964 7.788
Bank- und Mietbürgschaften 28.041 28.364
  61.093 59.043

Die zugunsten von Gesellschaftern bzw. Kommanditisten der expert Technik SE & Co. KG eingegangenen Verpflichtungen waren nicht zu bilanzieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch diese voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Bürgschaftsverträgen gegenüber Dritten waren nicht zu bilanzieren, da diese durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Des Weiteren bestehen andere Verpflichtungen aus der Rücknahmeverpflichtung eines unechten Pensionsgeschäfts gem. § 340b HGB i.H.v. T€ 18.988. Der Rückkaufbetrag ist zum 25.04.2022 fällig.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen 80.459 79.910
- davon fällig innerhalb eines Jahres 18.939 17.134
- davon fällig in der Zeit danach 61.520 62.776
Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen 2.149 2.234
- davon fällig innerhalb eines Jahres 1.175 1.122
- davon fällig in der Zeit danach 974 1.112
  82.608 82.144

6. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Nach Tätigkeitsbereichen gegliedert betragen die Umsatzerlöse:

01.04.2021- 31.03.2022
T€
01.04.2020- 31.03.2021
T€
Hauselektronik 1.293.330 1.246.302
Unterhaltungselektronik 1.045.794 970.021
Informationselektronik 746.824 859.284
Telekommunikation 442.366 422.420
Bild- und Tonträger / PC-Software 95.540 101.248
Dienstleistungen 191.921 131.868
Leuchten, Installationsmaterial 7.391 7.254
Übrige Umsatzerlöse 42.713 40.281
Boni, durchlfd. Telefonkartenprovisionen -434.469 -401.711
  3.431.411 3.376.968
abzgl. Konsolidierung -1.327.767 -1.300.239
  2.103.644 2.076.729

Die gesamten Umsatzerlöse wurden in Deutschland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 5.325 (Vorjahr: T€ 1.811) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und Bonuserträgen für das vorausgegangene Berichtsjahr.

Im Berichtsjahr lagen Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von T€ 1.643 aus Versicherungserstattungen vor.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 730 (Vorjahr: T€ 732).

Periodenfremde Aufwendungen lagen im Berichtsjahr in Höhe von T€ 814. (Vorjahr: T€ 1.372) vor. Diese resultieren im Wesentlichen aus Nebenkostenabrechnungen, Forderungsverlusten sowie aus Anlagenverkäufen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 31).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten T€ 2.316 Ertrag (Vorjahr: T€ 463 Aufwand) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern.

7. Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres waren in den Konzernunternehmen durchschnittlich 2.017 (Vorjahr: 2.120) Arbeitnehmer sowie 310 (Vorjahr: 336) Auszubildende beschäftigt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Vorstand der Muttergesellschaft aus den Herren

Dr. Stefan Müller, Burgwedel / Engensen, Vorstandsvorsitzender (Logistik und IT),

Michael Grandin, Hamburg, stellv. Vorstand (Finanzen), seit 18. Februar 2022,

Frank Andreas Harder, Bremen, Vorstand (Vertrieb, Marketing, e-Commerce),

Gerd-Christian Hesse, Hannover, Vorstand (Finanzen, Personal, Versicherung)

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen insgesamt T€ 1.760.

Der Aufsichtsrat setzte sich während des Berichtsjahres aus den folgenden Herren zusammen:

Friedrich Wilhelm Ruf, Elektroingenieur, Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Vorsitzender -

Dr. Bruno Hall, Kaufmann, Lörrach, - stellvertretender Vorsitzender -

Robert Feuchtgruber, Handelsfachwirt, Dingolfing,

Josef Ludwig Kappenberger, Kaufmann, Cham,

Jan Brinkmann, Kaufmann, Soltau,

Dr. Harald Stang, Rechtsanwalt, Hannover.

Die Bezüge für Mitglieder des Aufsichtsrats (einschließlich ihrer Tätigkeit als Beirat) betrugen im Berichtsjahr T€ 274 (Vorjahr: T€ 274).

Kreditierungen zugunsten der Organmitglieder sind nicht erfolgt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind nicht eingegangen worden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ergeben.

Das im Geschäftsjahr nach § 285 Nr. 17 HGB als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

T€
a. Abschlussprüfungsleistungen 369
b. Andere Bestätigungsleistungen 17
c. Steuerberatungsleistungen 288
d. Sonstige Leistungen 19

Die expert SE, die einen Konzernabschluss aufstellt, wird ihren Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für folgende von der Offenlegung ihrer (Einzel-) Jahresabschlüsse befreiten Tochterunternehmen (§§ 264, 264b HGB) bei dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einreichen:

1.

expert ARFA Kommunikationsgeräte GmbH,

2.

expert Warenvertrieb GmbH,

3.

expert Versicherungs-Service GmbH,

4.

expert Wachstums- und Beteiligungs SE,

5.

expert Handels GmbH,

6.

expert Octomedia GmbH,

7.

expert e-Commerce GmbH,

8.

VGV Versicherungsmakler für gewerbliche Verbundgruppen GmbH,

9.

expert Handels GmbH Süd-West & Co. KG,

10.

expert Handels Betriebs GmbH,

11.

expert Handels Betriebs GmbH Ost,

12.

expert Handels GmbH Ost & Co. KG,

13.

expert Techno-Land GmbH, mit Sitz in Langenhagen

14.

Bening Beteiligungs GmbH & Co. KG,

15.

Bening GmbH & Co. KG,

16.

Bening Handels GmbH & Co. KG,

17.

Bening II. Beteiligungs GmbH mit Sitz in Cuxhaven

18.

expert Bielinsky GmbH mit Sitz in Bonn.

 

Langenhagen, 23. Juni 2022

Dr. Stefan Müller

Micheal Grandin

Frank Andreas Harder

Gerd-Christian Hesse

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
A. Anlagevermögen Stand 01.04.2021
Zugänge
Zugänge aufgrund von Veränderungen des Konsolidierungskreises Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.330.881,86 125.762,94 0,00 2.367,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 91.899.440,31 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 101.230.322,17 125.762,94 0,00 2.367,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 35.129.362,96 7.367.335,80 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.197.395,47 11.027.658,11 0,00 1.125.721,38
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.980.670,61 150.099,69 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 96.307.429,04 18.545.093,60 0,00 1.125.721,38
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 16.445,81 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 16.445,81 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 197.554.197,02 18.670.856,54 0,00 1.128.088,38
Anschaffungskosten/Herstellungskosten
A. Anlagevermögen Umbuchungen
Stand 31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 9.454.277,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 91.899.440,31
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 101.353.718,11
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 17.219.427,39 59.716.126,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.657.659,53 53.756.991,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -27.877.086,92 253.683,38
Summe Sachanlagen 0,00 113.726.801,26
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 16.445,81
Summe Finanzanlagen 0,00 16.445,81
Summe Anlagevermögen 0,00 215.096.965,18
Abschreibungen
A. Anlagevermögen Stand 01.04.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.042.519,22 174.562,14 2.367,00 0,00 9.214.714,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.329.265,66 8.304.709,16 0,00 0,00 53.633.974,82
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 54.371.784,88 8.479.271,30 2.367,00 0,00 62.848.689,18
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 13.783.573,04 1.463.899,73 0,00 0,00 15.247.472,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.464.623,60 3.797.291,43 1.059.341,76 0,00 25.202.573,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 36.248.196,64 5.261.191,16 1.059.341,76 0,00 40.450.046,04
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 90.619.981,52 13.740.462,46 1.061.708,76 0,00 103.298.735,22
Buchwerte
A. Anlagevermögen Stand 31.03.2022
Stand 31.03.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 239.563,44 288.362,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.265.465,49 46.570.174,65
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 38.505.028,93 46.858.537,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 44.468.653,38 21.345.789,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.554.418,46 10.732.771,87
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 253.683,38 27.980.670,61
Summe Sachanlagen 73.276.755,22 60.059.232,40
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 16.445,81 16.445,81
Summe Finanzanlagen 16.445,81 16.445,81
Summe Anlagevermögen 111.798.229,96 106.934.215,50

expert-Konzern 2021/22 Rückstellungsspiegel

Bestand 01.04.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung Bestand 31.03.2022
1. Pensionsrückstellungen 38.696,00 2.591,00 0,00 1.753,00 37.858,00
2. Steuerrückstellungen          
Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.333.171,48 517.370,35 427.464,11 1.741.274,00 3.129.611,02
3. Sonstige Rückstellungen          
Leistungsprämie 4.000.862,69 3.631.583,41 581.272,36 5.109.317,30 4.897.324,22
Urlaubsgeldanspruch / Überstunden 3.037.377,40 3.037.008,65 5.179,26 2.590.313,37 2.585.502,86
Gewährleistung 2.244.311,48 0,00 712.194,27 112,79 1.532.230,00
ausstehende Rechnungen und Verpflichtungen 2.882.679,89 1.945.040,26 556.355,08 4.831.826,70 5.213.111,25
übrige Sonstige Rückstellungen 2.063.619,51 456.332,72 120.170,54 238.620,75 1.725.737,00
Jahres-/Konzernabschlusskosten 290.049,80 268.580,00 21.469,80 341.825,00 341.825,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 839.802,77 49.920,34 182.814,52 327.967,88 935.035,79
Sozialversicherung 391.034,80 387.203,06 3.831,73 509.396,80 509.396,81
Rechtsstreitigkeiten einschl. Prozesskosten 388.562,33 15.015,98 71.874,51 1.059.239,05 1.360.910,89
Kosten für Betriebsprüfung 280.000,00 68.232,73 131.767,27 40.000,00 120.000,00
Abfindungen 413.354,42 201.810,42 99.994,00 4.000,00 115.550,00
Berufsgenossenschaft 232.186,00 178.902,76 3.200,00 163.699,96 213.783,20
Steuerberatungskosten 119.910,00 57.877,88 8.595,52 78.970,00 132.406,60
Geschäftsbericht 45.000,00 38.092,71 6.907,29 45.000,00 45.000,00
Verpflichtung aufgrund Elektroschrottverordnung 17.000,00 0,00 0,00 0,00 17.000,00
Instandhaltungen 26.500,00 21.941,47 4.558,53 39.500,00 39.500,00
Summe 17.272.251,09 10.357.542,39 2.510.184,68 15.379.789,60 19.784.313,62
  19.644.118,57 10.877.503,74 2.937.648,79 17.122.816,60 22.951.782,64

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) 11.607 3.441
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.740 13.213
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.511 4.001
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.870 -3.580
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -12.279 11.047
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 38.182 9.832
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -31 -3
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.101 2.445
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.526 5.179
-/+ Ertragsteuerzahlungen -2.409 -3.111
-/+ Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 56.818 42.464
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 3
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -126 -91
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 76 224
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.545 -20.690
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
+ Erhaltene Zinsen 453 433
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.142 -20.120
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 7 46
+ Einzahlungen aus und der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 10.331 15.873
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -20.601 -21.213
- Gezahlte Zinsen -2.340 -2.539
- Gezahlten Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -7.597 0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -20.201 -7.834
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 18.476 14.510
+ Konsolidierungkreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 296
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.997 -2.809
= Finanzmittelfonds * am Ende der Periode (= Liquide Mittel) 30.473 11.997
* der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Kontokorrentverbindlichkeiten"    
Finanzmittelbestand laut Bilanz 33.173 11.997
Kontokorrentbestand -2.700 0
Summe Finanzmittelfonds (saldiert mit Kontokorrent) 30.473 11.997

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

Gezeichnetes Kapital
T€
gesetzliche Rücklage
T€
andere Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
Summe
T€
Stand am 01.04.2020 43.840 4.383 24.937 29.320 29.320
Rücknahme von Anteilen          
Ausgabe von Anteilen          
Ausschüttung          
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag          
Einstellung in Rücklagen       0 0
Abgang beherrschende Anteile          
Stand am 31.03.2021 43.840 4.383 24.937 29.320 29.320
Stand am 01.04.2021 43.840 4.383 24.937 29.320 29.320
Rücknahme von Anteilen          
Ausgabe von Anteilen          
Ausschüttung          
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag          
Einstellung in Rücklagen       0 0
Abgang beherrschende Anteile          
Stand am 31.03.2022 43.840 4.383 24.937 29.320 29.320
Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschenden Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
T€
Stand am 01.04.2020 24.947 98.107 488 0
Rücknahme von Anteilen   0 0  
Ausgabe von Anteilen   0 45  
Ausschüttung   0    
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 3.441 3.441   0
Einstellung in Rücklagen 0      
Abgang beherrschende Anteile     0 0
Stand am 31.03.2021 28.388 101.548 533 0
Stand am 01.04.2021 28.388 101.548 533 0
Rücknahme von Anteilen   0 0  
Ausgabe von Anteilen   0 6  
Ausschüttung -7.597 -7.597    
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 11.607 11.607   0
Einstellung in Rücklagen 0      
Abgang beherrschende Anteile     0 0
Stand am 31.03.2022 32.398 105.559 539 0
Summe
T€
Konzerneigenkapital Summe
T€
Stand am 01.04.2020 488 98.595
Rücknahme von Anteilen 0 0
Ausgabe von Anteilen 45 45
Ausschüttung   0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 3.441
Einstellung in Rücklagen   0
Abgang beherrschende Anteile 0 0
Stand am 31.03.2021 533 102.081
Stand am 01.04.2021 533 102.081
Rücknahme von Anteilen 0 0
Ausgabe von Anteilen 6 6
Ausschüttung   -7.597
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 11.607
Einstellung in Rücklagen   0
Abgang beherrschende Anteile 0 0
Stand am 31.03.2022 539 106.098

Der an die Gesellschafter des Mutterunternehmens ausschüttungsfähige Betrag zum 31.03.2022 beträgt T€ 36.986 Ausschüttungssperren bestehen in Höhe von T€ 1

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die expert SE, Langenhagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der expert SE, Langenhagen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der expert SE für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 1. Juli 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Kyeremateng, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionärinnen,

sehr geehrte Aktionäre,

im expert-Jubiläumsjahr hat die Unternehmenszentrale einen wichtigen Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Verbundgruppe gemeistert. Die Inbetriebnahme des expert Fulfillment Centers (eFC) - eines modernen, knapp 13.000 Quadratmeter umfassenden Logistikzentrums neben der Firmenzentrale - ist erfolgreich umgesetzt worden.

In einem herausfordernden Umfeld, das von angespannten Lieferketten, fortwährenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie stark steigenden Inflationsraten geprägt war, konnte die expert-Gruppe das abgelaufene Geschäftsjahr - dank der ergriffenen Maßnahmen - trotzdem mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen abschließen und freut sich über das sehr respektable Ergebnis.

In der virtuellen Hauptversammlung am 25.09.2021 wurde das Aufsichtsratsmitglied Herr Jan Brinkmann nach satzungsgemäßer Beendigung seiner Amtszeit erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 hielt der Aufsichtsrat insgesamt 5 teils mehrtägige persönliche sowie 6 virtuelle Sitzungen ab. Dabei nahm der Aufsichtsrat seine Aufgaben nach Gesetz und Satzung in vollem Umfang wahr, überwachte den Geschäftsverlauf sowie die Tätigkeiten des Vorstandes und stand diesem bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zeitnah, umfassend und kontinuierlich in schriftlichen und mündlichen Berichten über die aktuelle Entwicklung der Ertragssituation der Gesellschaft und der Geschäftsbereiche einschließlich der Risikolage sowie des Risikomanagements. Darüber hinaus war der Aufsichtsrat in alle für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen unmittelbar eingebunden.

Auf dieser Grundlage wurde in den Sitzungen intensiv diskutiert und beraten. Wesentliche Themen in den Aufsichtsratssitzungen waren:

Zielsetzungen und Strategien der expert-Gruppe,

Festlegung und Genehmigung des Jahreswirtschaftsplans,

Überprüfung der monatlichen Erfolgs- und Liquiditätsrechnungen und der Einhaltung des Wirtschaftsplans,

Überprüfung der genehmigungspflichtigen Geschäftsvorfälle,

Überwachung der Delkredere- und Finanzentwicklung,

Prüfung und Genehmigung von Investitionsvorhaben und Stellenplanänderungen,

Prüfung und Genehmigung sowie Begleitung bei möglichen Unternehmenskäufen/-verkäufen,

Prüfung des Risikomanagements, insbesondere die pandemiebedingte Liquiditätsabsicherung,

Prüfung und Entscheidung über Aufnahmeanträge von potenziellen neuen Lizenznehmern,

Überprüfung und Genehmigung der Jahresabschlüsse aller expert-Gesellschaften,

Vorbereitung und Entscheidungen für das neue Geschäftsjahr.

Weiterhin nahmen Mitglieder des Aufsichtsrates auch an ERFA-Tagungen, Gruppensprechertagungen und Beiratssitzungen sowie an Lieferantengesprächen teil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte die Gehrke Econ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Isernhagen, ohne wesentliche Feststellungen mehrere mehrtägige, routinemäßige und nicht aus besonderem Anlass in Auftrag gegebene Innenrevisionen in unterschiedlichen Gesellschaften des expert-Konzerns durch.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht der expert SE sind von der Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, fristgerecht geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlüsse und Lageberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates ausgehändigt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates ausführlich erörtert. An diesem Termin nahmen die Wirtschaftsprüfer teil, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten sämtliche Fragen des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss mit Konzernlageberichtsowie den Jahresabschluss mit Lagebericht der expert SE zum 31.03.2022 abschließend geprüft und am 06.07.2022 gebilligt. Er schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an.

Den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Gewinns 2021/2022 der expert SE hat der Aufsichtsrat geprüft und diesem nach ausführlicher Erörterung zugestimmt. Der Aufsichtsrat dankt, vor allem in der herausfordernden Zeit am Ende des Geschäftsjahres,

allen Gesellschaftern/Mitgliedern für ihr Vertrauen und ihre Loyalität,

allen Mitarbeiter:innen der expert-Gesellschafter für ihren unermüdlichen Arbeitseinsatz,

allen Gruppensprechern und Mitgliedern der Strategieteams für ihre konstruktive Mitarbeit,

dem Vorstand für seine sehr gute, erfolgreiche Arbeit und die ausgewogene Lieferanten- und Sortimentspolitik zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschafter und der Kooperation,

den Mitarbeiter:innen der expert-Zentrale für ihren engagierten Einsatz und ihre erfolgreiche Arbeit sowie die kompetente und umfassende Betreuung der Gesellschafterbetriebe.

 

Der Aufsichtsrat

Friedrich Wilhelm Ruf, Aufsichtsratsvorsitzender

Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 wurde am 06.07.2022 gebilligt.

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