Rudolf Brugger KG
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Bausch seit 15.1.2007 | Prokura |
Thomas Brugger seit 3.1.2007 | Geschäftsführer |
Georg Brugger seit 3.1.2007 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brugger GmbHHardtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGeschäftsmodell des Unternehmens Brugger ist ein führender Hersteller von permanent-magnetischen Baugruppen. Angefangen von der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung eigener Werkzeuge und Produkte, der Fertigung von individuellen Stanz- und Ziehteilen sowie Kunststoffspritzgussteilen, bis hin zur Montage der Magnetsysteme ist alles an einem Standort in Hardt angesiedelt. Die Anwendungsbereiche der permanent-magnetischen Baugruppen erstrecken sich von der Automobilindustrie, der Licht- und Medizintechnik, dem Baugewerbe, über die Verwendung für Dekorationszwecke, als Werbemittel bis hin zum Einsatz von Namensschildern. Seit 2020 ist Brugger im Markt der Campingausrüstung mit der Marke flexiMAGS® unterwegs. II. Wirtschaftsbericht 1. Berichterstattung über die gesamtwirtschaftliche Lage Im Jahr 2023 schrumpfte die deutsche Wirtschaft leicht, mit einem BIP-Rückgang von etwa 0,3 %. Gründe dafür waren anhaltende Lieferkettenprobleme, eine schwächere Nachfrage im Ausland und Investitionszurückhaltung. Besonders die Industrieproduktion blieb hinter den Erwartungen zurück, während der Dienstleistungssektor stabiler war. Die Inflation blieb hoch, mit einer durchschnittlichen Rate von rund 5,9 %, was vor allem auf gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise zurückzuführen war. Dies führte zu einer gedämpften Kaufkraft der Verbraucher, die sich negativ auf das BIP-Wachstum auswirkte. Trotz leichter Erholung blieb die wirtschaftliche Lage insgesamt angespannt. 2. Berichterstattung über die Branchensituation Unser Markt erfährt wenige Änderungen. Brugger nimmt für den Markt, in dem wir uns bewegen, eine wichtige Rolle ein und hat in der Nische Sondermagnetsysteme eine sehr starke Marktposition. Dies erfahren wir vor allem durch eine Beobachtung des Marktes und durch Aussagen unserer Geschäftspartner. Benchmarkzahlen gibt es keine. Es gibt keinen Branchenverband im Bereich der Magnethersteller oder "Magnet-Anwender". Wir sind in unserem Geschäftsfeld einer der wenigen verbliebenen echten Hersteller. Wettbewerb entsteht uns kaum aus einer vergleichbaren Herstellersituation in Europa, sondern in aller Regel durch Händler mit Bezugsquelle Asien. Hier sehen wir insbesondere steigende Umsätze bei anderen durch den digitalen Handel allerdings ausschließlich bezogen auf "Standard"-Produkte. Sonderlösungen werden über den digitalen Handel nicht angeboten. Wir stellen auch fest, dass der Online-Handel sich zunehmend vom B2C- auf das B2B-Geschäft verlagert und uns damit in unserem "Heimatmarkt" in den Wettbewerb zwingt. 3. Geschäftsverlauf a) Absatzsituation Um der starken Kostenentwicklung Rechnung zu tragen, wurden für 2023 die Preise allgemein erhöht. Das Umsatzziel wurde dementsprechend um 8 % auf rund 18,8 Mio. Euro festgelegt. Bis zum Ende des ersten Halbjahres lagen die Zahlen leicht über Plan, sodass das Umsatzziel zu erreichen schien. Mit Beginn des zweiten Halbjahres ging der Auftragseingang aber stark zurück. Das 3. Quartal schloss mit einem Minus von rund 15% ab, demzufolge auch der Umsatz an Boden verlor. Grund hierfür war die schwache Konjunktur, als Folge der hohen Inflation und der steigenden Zinsen. Die Nachfrage gab sichtlich nach und Projekte wurden 'on hold' gesetzt. Im Oktober ging unsere neue Website wie geplant online, konnte aber keine nennenswerte Steigerung bei der Nachfrage erzeugen. Unser Standard Produktsortiment wurde in 2023 stark erweitert. Unsere umsatzstärkste Produktfamilie 'Rondoline' wurde um 'Squareline' erweitert und im Markt beworben. Weiterhin wurde gegen Ende des Jahres das Marktsegment 'industrielle Gebäudeinstallation' in den Fokus gerufen ohne aber nennenswerte Umsätze verbuchen zu können. Nach einem schwachen zweiten Halbjahr lagen am Ende die Umsatzerlöse bei 17,0 Mio. EUR, was einem Umsatzrückgang ggü. 2022 von 1,9 % entspricht, und somit unterhalb unserer Erwartungen lag. b) Produktion Die Beibehaltung von Shopfloor als Problemlösungsmethodik in der Fertigung neben dem intensiven Weiterführen der 5A-Methodik sowie die Einführung des Laserbeschriftens waren die wesentlichen Veränderungen im Bereich der Produktion. Bei den Warengruppen "Standard" gingen die Stückzahlen gegenüber 2022 um fast 10% zurück, bei den Warengruppen "Sonder" gingen sie um 3% zurück. Eine positive Veränderung ergab sich in der Gruppe der magnetischen Sonderanfertigungen. Hier hatten wir einen Zuwachs von knapp 8%. Die Vorräte sind stark zurück gegangen (-33%). Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass Sicherheitsbestände von 2022 aufgelöst wurden und zum anderen darauf, dass die Einkaufspreise für Rohmagnete sich für uns positiv nach unten entwickelten und so teilweise Bestände auch durch das Niederstwertprinzip niedriger zu bewerten waren. c) Beschaffung In 2023 entspannte sich der Beschaffungsmarkt auf breiter Ebene. Die für unsere Produkte relevanten Rohstoffpreise sanken im Jahresverlauf kontinuierlich. Sinkende Energiekosten, Überkapazitäten und die Angst vor einer Rezession waren der Auslöser. Teuerungszuschläge wurden gesenkt und untermauerten den Rückgang der Beschaffungspreise. Einzig die hohen Tarifabschlüsse der Gewerkschaften sorgten für eine erhebliche Verteuerung der Arbeitskosten und mittelbar zu Kostensteigerungen. Trotz starker, allgemeiner Preisrückgänge liegen diese vielfach noch weit über dem Preisniveau vor der Pandemie. Insgesamt reduzierte sich unser Einkaufsvolumen um 16,5% ggü. dem Vorjahr. Keine Probleme gab es bei der Beschaffung von Materialien und Produkten. Die Verfügbarkeit war von Marktseite mit Ausnahme der bleifreien Metallerzeugnisse jederzeit gegeben. Ebenso ohne Versorgungsschwierigkeiten blieb es auf dem Energiesektor. Unabhängig von Erdöl, Erdgas oder Holz, war die Versorgung für uns jederzeit gesichert. Auch der Strompreis reduzierte sich erheblich und dadurch die Energiekosten. d) Investitionen Die Investitionen fielen mit 466 Tsd. Euro in 2023 ggü. den Vorjahren wesentlich geringer aus. In der Einzeldarstellung entfielen auf Maschinen rund 36 Tsd. Euro, auf EDV und ERP-Software 218 Tsd. Euro, auf Geschäftsausstattung rund 149 Tsd. Euro und auf maschinengebundene Werkzeuge rund 63 Tsd. Euro. Unser Fokus bei den Investitionen lag auf der ERP-Software, die im November erfolgreich eingeführt wurde. e) Mitarbeiter 1 * Die Anzahl der Mitarbeiter blieb nahezu konstant. Durchschnittlich waren in 2023 118 Mitarbeiter beschäftigt, was einer Reduzierung um 2 Mitarbeiter entspricht (Vorjahr 120). Mit unserem bewährten Gleitzeitmodell konnte die Kapazität situativ ausgedehnt werden. Gegenüber 2022 hatten wir deutlich weniger Mitarbeitende von Zeitarbeitsfirmen bei uns beschäftigt. Unsere Mitarbeiter in der Verwaltung und der leitenden Produktionsebene sind nahezu ausschließlich qualifizierte Fachkräfte, wie z.B. Betriebswirte, Ingenieure, Techniker, Kaufleute oder Meister mit entsprechender Ausbildung. Die Altersstruktur ist relativ homogen auf das Unternehmen bezogen. Das Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren. Ende 2023 waren 61 Frauen und 56 Männer beschäftigt. Der Anteil der Frauen in Führungsebenen liegt bei 16,7%. Das Arbeiten an Telearbeitsplätzen war auch in 2023 noch immer ein Thema. Die Arbeitsweise wurde im Wesentlichen genutzt, um effektives Arbeiten in störungsfreier Umgebung zu ermöglichen oder im Verwaltungsbereich auch, wenn Kinder zu Hause zu betreuen waren und keine Aufsicht vorhanden war. Unser Betrieb ist nicht tariflich gebunden; wir orientieren uns an Vergleichstabellen (ERA). Aus- und Weiterbildung sollen dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenwirken. Wir unterstützen zielführende Maßnahmen im Rahmen der Weiterbildung unabhängig von Alter und Geschlecht. 2023 wurden rund 33 Tsd. Euro in die externe Aus- und Weiterbildung investiert. Laufende interne Schulungen und Praktika runden unser Bildungsangebot ab. f) Umweltschutz und Arbeitssicherheit Das Unternehmen ist seit 2007 nach EMAS validiert und hat damit ein systematisches Management für Umwelt und Arbeitssicherheit und erfüllt die gesetzlichen und behördlichen Anforderungen. Eine wichtige Investition zur Betrachtung des Stromverbrauchs und der Spitzenlast war die Installation von Stromzählern an den wichtigsten Verbrauchern mit einem nachgeschalteten Monitoring. Mit der Investition in die Nahwärmeversorgung und Erneuerung der Steuerungs- und Regelungstechnik im Jahr 2015 sind wir hier auf einem aktuell hervorragenden Stand. Arbeitssicherheit ist für uns ebenfalls ein wichtiges Thema. Hier wird sowohl in Schulung investiert und es werden entsprechend an den jeweiligen Arbeitsplätzen geeignete Hilfsmittel eingesetzt. In 2023 investierten wir in den beiden großen Fertigungshallen in die Beleuchtung. Die Röhrenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt, was uns in Summe eine Einsparung für den ganzen Betrieb von ca. 30% in Bezug auf den Energieverbrauch (Strom) eingebracht hat. g) Forschung und Entwicklung Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert und entwickelt Produkte im Bereich der Permanentmagnetsysteme und stellt diese her. Die in 2021 begonnene Teilnahme an der Konsortialstudie "Innocool" der Fraunhofergesellschaft wurde in 2022 weiter verfolgt. In mehreren Workshops ging es hier um die Bewertung neuer technischer Möglichkeiten zur energieeffizienten Kühlung u. a. mit Permanentmagneten. Das Endergebnis der Studie ist inzwischen im Haus. Leider hat sich jedoch hieraus für uns keine konkrete Geschäftsidee entwickelt. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Entwicklung in den letzten 3 Jahren
a) Ertragslage/ Ergebnisentwicklung / Geschäftsergebnis 2023 war gekennzeichnet durch sinkender Einkaufspreise, steigender Personalkosten, einer abschwächenden Konjunktur und sinkenden Umsätzen. Bereinigt durch die Preiserhöhungen reduzierte sich der Umsatz zum Vorjahr um 6,2%. Nicht mehr alle Produktbereiche trugen mit ihren Erlösen zu einem positiven Ergebnis bei. Bei einigen Produktgruppen erreichten die Kostendeckungsbeiträge nur ein mäßiges Niveau. Bei einigen Highrunner Produkten sank der Absatz. An das Ergebnis aus 2022 (260 Tsd. Euro) konnte nicht angeknüpft werden. Auch unser angestrebtes Ergebnis von 150 Tsd. Euro konnten wir mit 31 Tsd. Euro nicht erreichen. Die Gründe hierfür sehen wir zum einen in der geringeren Gesamtleistung, die um 1,587 Mio. Euro auf 16,558 Mio. Euro zurück ging und zum anderen in den höheren Personalkosten, welche sich um 65 Tsd. Euro auf 5,947 Mio. Euro erhöht haben. Die Auswirkungen auf das Umlaufvermögen infolge sinkender Einkaufspreise und der Anwendung des Niederstwertprinzips schmälerten ebenso den Ertrag erheblich. Das Ergebnis blieb damit weit unter unseren Erwartungen zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte in 2023 nur 65 Tsd. Euro gegenüber 388 Tsd. Euro aus dem Vorjahr. Der Rohertrag der Gesellschaft reduzierte sich um 3,1 % auf 8.811 Tsd. Euro (Vorjahr 9.096 Tsd. Euro). Die sonstigen Kosten reduzierten sich leicht um 74 Tsd. Euro auf 2,0 Mio. EUR. Währungseffekte (CNH) schlugen hier mit 34 Tsd. Euro zu Buche (Vorjahr 61 Tsd. Euro). b) Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich in 2023 um rund 740 Tsd. Euro auf 11,432 Mio. Euro (Vorjahr 12,172 Mio. Euro). Das Sach-Anlagevermögen reduzierte sich in 2023 um 435 Tsd. Euro bzw. -13%, sodass dieses am Bilanzstichtag 2.833 Tsd. Euro beträgt (Vorjahr 3.268 Tsd. Euro). Das immaterielle Anlagevermögen erhöhte sich um 63 Tsd. Euro auf 501 Tsd. Euro zum Vorjahr, wobei die Finanzanlagen unverändert bei 307 Tsd. Euro blieben. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte um 1.983 Tsd. Euro auf 3.991 Tsd. Euro gesunken nachdem diese im Vorjahr um 2.325 Tsd. Euro gestiegen waren. Ähnlich verhält es sich mit dem Bankguthaben, welches sich in 2023 um 1.768 Tsd. Euro auf insgesamt 2.449 Tsd. Euro erhöht hat, nachdem dieses in 2022 stark gesunken war. c) Finanzlage / Liquidität Auf der Finanzierungsseite gab es keine wesentliche Veränderung. Nach wie vor ist die Finanzstruktur der Gesellschaft stark durch Eigenkapital geprägt. Diese erhöhte sich ggü. dem Vorjahr um 5% Prozentpunkte auf 78%. Die Firma befindet sich in zweiter Generation im Familienbesitz; die beiden Geschäftsführer sind am Unternehmen beteiligt. Die Finanzstruktur der Gesellschaft ist nach wie vor als sehr gut anzusehen. Das Anlagevermögen sowie große Teile des Umlaufvermögens sind durch Eigenkapital gedeckt. Es besteht eine gute Liquiditätsausstattung. Diese deckten im Geschäftsverlauf die kurzfristigen als auch die langfristigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang ab. Die Gesellschaft war - wie in Vorjahren - auf eine Finanzierung über Kreditinstitute nicht angewiesen. 5. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs durch die Geschäftsführung Leider konnten wir den von uns gewünschten Turnaround in Bezug auf den Geschäftsverlauf in 2023 nicht erreichen. Ein an sich guter Start ins Jahr (die ersten 5-6 Monate) wurde durch ein für uns untypisches Sommerloch mit schlechten Auftragseingängen und damit einhergehend schlechten Umsätzen konterkariert. Die eher seitliche Entwicklung im Herbst konnte das sommerliche Manko dann auch nicht kompensieren. In Summe lagen wir deutlich unter unseren Erwartungen. Des Weiteren verpassten wir bedauerlicherweise auch die von uns gesetzten Ziele in Bezug auf die Beschaffungskosten. Eigentlich wollen wir hier bei ca. 42% in Bezug auf die Gesamtleistung (BWA) liegen. Dieses Ziel verfehlten wir deutlich. So kam am Schlussbilanziell für uns quasi eine schwarze Null heraus. Hintergrund für die relativ hohen Materialkosten waren die immer noch hohen Preise zu Anfang 2023 im Bereich der Magnete und die Tatsache, dass wir in 2022 aufgrund der strategisch unsicheren Situation in China (Stichwort Taiwan) zur Absicherung unserer Produktion zu hohen Preisen Sicherheitsbestände angelegt hatten, die wir dann 2023 aufgelöst haben. Die Einführung des neuen ERP-System (oxaion) band dann die eigentlich für eine vertriebliche Initiative notwendigen Ressourcen, so dass trotz entsprechender Gegenmaßnahmen mit den freien Kapazitäten die Wirkung nicht in dem Maße stattfinden konnte, wie wir uns das erhofft hatten. Insgesamt müssen wir festhalten, dass die Brugger GmbH im Berichtszeitraum erneut mit einer herausfordernden Gesamtsituation konfrontiert war. Die negativen Auswirkungen der Risikoabsicherungsmaßnahmen auf die Ertragssituation und die Verschlechterung der Vermögens- und Finanzsituation stellen Risiken dar, die das Unternehmen in Zukunft bewältigen muss. III. Prognosebericht Die Abschätzung der Lage für 2024 ist recht schwierig. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa (unsere Hauptmärkte) sieht prognostisch eher zurückhaltend bis schwierig aus. Ein echtes Wachstum kann nur aus eigener Kraft erfolgen. Dazu sind wir im Prinzip gut aufgestellt. Sowohl technisch als auch personell sollte ein Wachstum auch gegen den Markt möglich sein. Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Ressourcen zielgerichtet und strategisch sinnvoll einsetzen und dann die eingeschlagenen Wege konsequent verfolgen. Ein Risiko hierbei stellt immer noch die Einführung des neuen ERP-Systems dar. Auch wenn wir einen verhältnismäßig reibungslosen Start hatten, stellt sich die Frage, inwieweit alle Nutzer mit dem System effektiv und effizient zu arbeiten in der Lage sind und inwieweit das System uns bei der Markterschließung neuer Märkte gut unterstützen kann. Die VUCA-Welt bleibt uns erhalten. Hohe Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit werden uns unserer Ansicht nach nicht mehr verlassen. Vor diesem Hintergrund ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit gefragt, Entscheidungen müssen auch auf Grundlage schlechter oder mäßiger Datenbasen getroffen werden und das Bewusstsein für Chance / Risiko als Spieler / Gegenspieler muss zunehmen. Wir planen für dieses Jahr ambitioniert mit einem Umsatz von 20 M€ und einer Steigerung des Gewinns auf 530 Tsd. Euro. Auch im Bereich der Investitionen streben wir wieder ein höheres Niveau an. IV. Chancen- und Risikobericht a) Risikomanagement Die Firma verfügt über zahlreiche Instrumente zur Früherkennung von Risiken in sehr vielen Bereichen des Unternehmens. Dies ist auch Anforderung der DIN ISO 9001:2015. Weiterhin halten wir an regelmäßigen Besprechungen und Berichten fest (z.B. Frühwarnsystem, Erhebung und Analyse von Kennzahlen, Zielfestlegungen und strategische Sitzungen), um Risiken frühzeitig zu erkennen und diese transparent zu machen. Ein festgelegter Krisenstab trifft sich bei gegebenen Anlass regelmäßig zur Abstimmung von Maßnahmen. b) Absatzmarkt-/Kundenrisiken In 2024 werden unsere Preise weitestgehend konstant bleiben. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage auf mäßigen Niveau konstant bleiben wird. Eine stärkere Nachfrage erwarten wir aus dem Euroraum, dem gegenüber eine rückläufige Inlandsnachfrage bei schwacher Konjunkturlage entgegensteht. Mit einigen Produktneuheiten wie z.B. unserer Vakuline wollen wir Anreize geben. Ebenso wollen wird das Geschäftsfeld 'industrielle Gebäudeinstallation' vorantreiben und neue Partner finden. Ein vielversprechendes Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien könnte uns neue Möglichkeiten erschließen und zum Umsatzwachstum beitragen. Weiterhin gute Wachstumschancen sehen wir im Bereich Camping und Freizeit. Durch einen neuen Internetauftritt und neuen Produkten wollen wir unsere Präsenz stärken. c) Beschaffungsrisiken Als Hersteller von Baugruppen liegt der Fokus im Einkauf auf der Beschaffung von Einzelkomponenten wie zum Beispiel Drehteilen, Rohmagneten, Normteilen und Kunststoffgranulaten. Eine untergeordnete Rolle nehmen Klebstoffe und Werkzeuge ein. Letztere werden überwiegend selbst hergestellt. Aktuell zeichnen sich keine Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges auf unseren Beschaffungsmarkt ab, wobei Kriegsverlauf und -dauer aufgrund der geografischen Nähe nach wie vor ein unbekanntes Risiko bedeuten. Bei der Beschaffung von Rohmagneten sehen wir für 2024 keine Versorgungsprobleme, wenngleich die sehr hohe Abhängigkeit vom Zuliefermarkt China die Lieferfähigkeit massiv beeinträchtigen könnte. Kritisch sehen wir die Entwicklung protektionistischer Maßnahmen zwischen der EU und China. Je nach Art und Umfang könnten Einkaufsprodukte davon betroffen sein und die Beschaffungskosten steigen lassen. Über eine konsequente (Mehr-) Lieferantenstrategie, Zwischenlager, Marktbeobachtung und eigene Bevorratung wollen wir Risiken entgegenwirken. Die Turbulenzen auf dem Strommarkt scheinen vorbei zu sein. Seit einigen Monaten bewegen sich die Kosten seitwärts auf einem akzeptablen Niveau. Wir rechnen auch für 2024 mit geringeren Schwankungen und konstanten Preisen. Weitere Energieträger spielen für uns keine Rolle, da unsere Fertigung und Gebäude ohne Erdöl und Erdgas auskommen. Die Energieversorgung insgesamt sehen wir daher unkritisch. Bei den von uns eingesetzten Maschinen handelt es sich vielfach um Standardtypen mit gesicherter Versorgung an Ersatzteilen und Service. Bei Sondermaschinen arbeiten wir mit regionalen Partnern mit gesicherter Ersatzteilversorgung. d) Währungsrisiken Rechnungen an unsere Kunden im In- und Ausland fakturieren wir ausschließlich in Euro. Auch ein Großteil unserer Lieferanten befindet sich in der Region bzw. innerhalb der EU. Daher werden auch Kreditorenrechnungen überwiegend in Euro bezahlt, wodurch uns kein Währungsrisiko entsteht. Bei der Warenbeschaffung aus China akzeptieren wir die Rechnungsstellung in CNH. Für unsere Lieferanten bedeutet dies mehr Sicherheit, da zwischen Angebot, Auftrag, Lieferung und Bezahlung oft einige Wochen liegen. Diese Rechnungen werden über ein entsprechendes Währungskonto bedient. Durch gezielte Währungskäufe wollen wir unser Kursrisiko reduzieren. e) Haftungsrisiko Verträge mit erweitertem Haftungsrisiko werden individuell und nach eingehender Prüfung geschlossen. Neue Produkte und/oder Anwendungen mit erhöhtem Risikopotenzial sind speziell über unseren Versicherer gedeckt. Wir pflegen einen guten und regelmäßigen Kontakt zum Versicherer, um den ggf. sich veränderten Gegebenheiten zeitnah und regelmäßig Rechnung zu tragen. f) Chancen Aufgrund unserer breiten Produktpalette und Kundenstruktur bleiben wir trotz dem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg zuversichtlich. Wir bedienen überwiegend den europäischen Markt, wobei der deutsche Binnenmarkt weiterhin eine führende Rolle einnimmt. Vereinzelt erreichen wir auch Kunden aus Übersee. Der Marktzugang erfolgt sowohl über Reseller, als auch direkt über Kunden mit dem entsprechenden Anwendungsbereich. Kein Kunde oder Produkt ist umsatzbeherrschend ebenso auch kein Marktsegment. Wir planen im Marktsegment 'industrielle Gebäudeinstallation' Fuß zu fassen und erste nennenswerte Umsätze zu generieren. Umstrukturierungen in Einkauf, Buchhaltung und Vertrieb hinsichtlich Ablauf- und Aufbauorganisation in Kombination mit unserem neuen ERP System sollen uns helfen, effizienter und wirtschaftlicher zu werden. Das Investitionsbudget für 2024 sieht einen Rahmen von 950 Tsd. Euro vor. Ein Großteil hiervon wird in Maschinen und Anlagen fließen, ebenso in EDV Hard- und Software. Mit den Investitionen der letzten Jahre in teilautomatisierte Maschinen und neuerer Software, verbunden mit sinkenden Einkaufspreisen versprechen wir uns eine Kompensation von Kostensteigerungen in anderen Segmenten und erwarten eine für uns bessere Wettbewerbssituation. Die strategische Ausrichtung hin zu höherwertigen und komplizierteren Produkten behalten wir neben einer Diversifizierung im Standardprogramm mit zahlreichen neuen Produkten bei. Die Camping und Freizeitbranche boomt weiterhin. Unsere Produktreihe flexiMAGS® werden wir auch in 2024 weiter in diesem Bereich weiter forcieren und dabei unsere Website einem 'refresh' unterziehen. Gesamt betrachtet sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 31.12.2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses hat sich die Risikosituation des Unternehmens nicht wesentlich geändert.
Hardt, den 10.10.2024 Thomas Brugger, Geschäftsführer Georg Brugger-Efinger, Geschäftsführer 1 * zur besseren Lesbarkeit verzichten wir auf die Nennung der weiblichen und neutralen Form BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht
Bilanzierungsgrundsätze, Größenklasse Der Jahresabschluss der Firma Brugger GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear vorgenommen. Für € 1.000,00 ist ein Festwert angesetzt. Die erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften bilanziert. Nach Ende der Abschreibungsdauer wird ein fiktiver Abgang unterstellt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Für € 11.000,00 ist ein Festwert angesetzt. Vorräte die in Fremdwährung bezahlt werden, werden mit dem jeweiligen Devisenkurs am Tag des Zugangs in Euro umgerechnet und bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse werden die Einzelkosten und die Gemeinkosten des Material- und des Fertigungsbereiches sowie der anteilige Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Dabei wurde von den handelsrechtlichen Herstellungskosten-Wahlrechten kein Gebrauch gemacht. Für in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene Risiken sind in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bankbestände werden mit dem Nennwert bewertet. Bankbestände in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Fremdwährungsguthaben und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkurs am Entstehungstag bewertet. Anpassungen zum Bilanzstichtag aus Kursänderungen werden gegebenenfalls berücksichtigt. Fremdwährungsguthaben und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für Anwärter mit dem modifizierten Teilwert- und für Rentner mit dem Barwertverfahren ermittelt. Grundlagen des Gutachtens sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der durch die Deutsche Bundesbank bekannt gegebene Rechnungszinsfuß von 1,78% (Vorjahr: 1,87%), der dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Ein Gehaltstrend wurde nicht berücksichtigt, da es sich um Festzusagen handelt. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 3.94100 (Vorjahr: € 110.650,00) Für diesen Betrag besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der Unterschiedsbetrag ist im operativen Ergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Gesellschaft hält Anteile (75%) an der Super Aimants Europe SAS mit Sitz in Le Cheylas, Frankreich. Der letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 weist ein Eigenkapital von € 3.751,00 sowie ein Jahresergebnis von € 23.604,00 aus. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 238.088,43 (Vorjahr € 251.255,98). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter-Geschäftsführer aus Vorschüssen in Höhe von € 989,56 (Vorjahr € 1.284,43) enthalten. Zum Bilanzstichtag liegen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. € 19.131,34 vor (Vorjahr € 79.104,00). Der unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesene Betrag ergibt sich nach Saldierung mit einer Rückdeckungsversicherung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des zu saldierenden Vermögens betragen € 685.585,19 (Vorjahr: € 649.400,65), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen beträgt € 1.801.984,00 (Vorjahr: € 1.726.789,00). Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Urlaubs-/Überstundenverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, Aufbewahrung sowie Gewährleistungen gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Gliederung nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 919.378,44 € sonstige finanzielle Verpflichtungen. Gewinn- und Verlustrechnung Eine Verrechnung der Aufwendungen und Erträge entsprechend der Verrechnung von Planvermögen ergab sich nicht. Im Zinsergebnis wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 32.309,48 (Vorjahr: € 30.296,72) ausgewiesen. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 118 (Vorjahr: 120). Davon waren 43 (Vorjahr: 46 im Verwaltungsbereich und 75 (Vorjahr: 74 im gewerblichen Bereich tätig. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Thomas Brugger, Dipl. Physiker, Schramberg und Georg Brugger-Efinger, Dipl. Ing. (FH), Königsfeld bestellt. Organbezüge Für die Angabe der Bezüge der aktuellen und ausgeschiedenen Organmitglieder wird die Befreiungsvorschrift des § 286 (4) HGB in Anspruch genommen. Vorschlag über die Verwendung des JahresergebnissesAuf Vorschlag der Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Hardt, den 10.10.2024
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Thomas Brugger, Geschäftsführer gez. Georg Brugger-Efinger, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss der Brugger GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 handelt es sich um die in Einklang mit § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung des Jahresabschlusses. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brugger GmbH, Hardt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Brugger GmbH, Hardt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brugger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, 10. Oktober 2024 KAISER
& SOZIEN GmbH
Michael Dörle, Wirtschaftsprüfer Mathias Heinz, Wirtschaftsprüfer |
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