Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 3572
Eingetragen
23.7.1997
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und das Bedrucken im Offsetverfahren von Verpackungen und sonstigen Druckerzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Wirbel
seit 6.1.2017
Geschäftsführer
Thomas Wirbel
seit 10.1.2014
Geschäftsführer
Günter Merziger
seit 16.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
57.00%
33.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

66287 Quierschied Rosenstraße 32
45.600 €
57.00%
66399 Mandelbachtal-Ormesheim Kiefernstraße 24
26.400 €
33.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hager Papprint GmbH

Kirkel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1. Unternehmensstruktur

Hager Papprint blickt auf eine lange und spannende Geschichte. Bereits im Jahre 1896 gründete Nikolaus Hager eine Buchdruckerei und Buchbinderei. Unternehmergeist und Tatkraft sind seither die Basis für eine beständige positive Entwicklung. Heute agiert das mittelständische Unternehmen, als Spezialist für individuelle Verpackungslösungen im B2B-Bereich, erfolgreich am Markt. Vom Firmensitz im saarländischen Kirkel aus, wird der bundesweit gestreute Kundenkreis, aus allen Branchen des produzierenden Gewerbes, betreut. Mit Hilfe modernster Technik sorgen die qualifizierten Mitarbeitenden durch Verpackungsentwicklungen nach Kundenbedürfnis, über alle Produktions- und Veredelungsschritte, bis hin zu anspruchsvollen Logistikdienstleistungen, für Begeisterung bei den größtenteils langjährigen Kunden. Die, auf Basis des nachwachsenden Rohstoffs Holz, hergestellten recyclingfähigen Faltschachteln und Displaysysteme, werden auch zukünftig wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein.

2. Forschung und Entwicklung

Jedes Produkt bringt ganz individuelle Anforderungen und Ansprüche mit sich. Daher entwickeln wir in enger Abstimmung mit unseren Kunden Verpackungslösungen, die exakt den Kundenanforderungen entsprechen. Hager Papprint bildet den gesamten Entwicklungsprozess in-house ab. Das bedeutet, kurze Wege und eine schnelle Realisation von der Idee zum fertigen Produkt. Der Grundsatz des „design for recycling", als Basis einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, wird zunehmend zum Standard.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Kalenderbereinigt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland 0,1 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die deutsche Faltschachtelindustrie ist 2023, wie bereits im Vorjahr 2022, mengenmäßig erneut geschrumpft und liegt mit einem Minus von 6,2% bei rund 883.751 Tonnen. Die Nachfrage ist eingebrochen, weil die aufgrund der schwächelnden Wirtschaft ohnehin geringeren Bedarfe an Faltschachteln in großen Teilen über die im Vorjahr aufgebauten Lagerbestände zur Sicherung der Rohmaterialversorgung gedeckt worden sind. Der Produktionswert sank ebenfalls; allerdings in geringerem Umfang und lag mit einem Minus von -1,3% immer noch über der 2-Milliarden-Marke (2,16 Mrd. €), da Kostensteigerungen im Rohmaterial-, Fracht- und Energiebereich weitergegeben wurden (Quelle: Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V., Jahresbericht 2023).

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von umfangreichen Investitionen in Maßnahmen zur Steigerung der Automatisierung im Produktionsprozess und der Logistik. Dadurch profitieren unsere Mitarbeitenden in Form deutlicher Entlastung und wir können frühzeitig dem voraussichtlich geringeren Potenzial an Arbeitskräften entgegenwirken. Im laufenden Geschäftsbetrieb wurden die Auswirkungen der Bevorratungen des Vorjahres offensichtlich. Lagerentnahmen führten zu verminderter Neufertigung.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Ertragslage

Eine geringere Nachfrage, einerseits den umfangreichen Bevorratungen bei unseren Kunden in Vorperioden geschuldet, andererseits auf generelle Zurückhaltung auf Konsumentenseite zurückzuführen, sorgte in Verbindung mit teils sinkenden Verkaufspreisen dazu, dass sich die Umsatzerlöse um TEUR 1.470 (11,1%) auf TEUR 11.723 vermindert haben. Davon betroffen waren nahezu alle Branchen.

Dementsprechend hat sich der Materialaufwand infolge der gesunkenen Nachfrage und in Verbindung mit leicht sinkenden Einkaufspreisen, um TEUR 1.343 auf TEUR 3.722 verringert. Die Materialaufwandsquote hat sich dadurch um 5,7 Prozentpunkte, bezogen auf die Gesamtleistung, reduziert.

Durch die gesunkenen Umsatzerlöse hat sich das operative Ergebnis (Jahresüberschuss vor Finanzergebnis, neutralem Ergebnis und Ertragsteuern) entsprechend verringert. Das operative Ergebnis ist um TEUR 504 auf TEUR 1.848 zurückgegangen.

Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 329 auf TEUR 1.304 verringert.

b. Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements unserer Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Unsere Gesellschaft weist unverändert eine sehr gute Finanzlage auf. Dadurch war es jederzeit möglich, gewährte Skonti in Anspruch zu nehmen. Im Gegenzug konnten Zahlungsausfälle durch konsequentes Forderungsmanagement nahezu gegen Null gehalten werden.

Die flüssigen Mittel (Finanzmittelbestand) betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.143 und setzen sich aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Die flüssigen Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr aus um TEUR 453 erhöht; insbesondere aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Liquidität 1. Grades (liquide Mittel im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) konnte um 51 Prozentpunkte auf 150% erhöht werden. Die Liquidität 3. Grades (Liquide Mittel inklusive kurzfristige Forderungen und Vorräte im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beträgt 327 % und steigerte sich gegenüber dem Vorjahr (298 %).

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist zu 99,94 % durch Eigenkapital finanziert. Ansonsten wird das Anlagevermögen langfristig über Kreditinstitute finanziert.

Durch die liquiden Mittel verfügt das Unternehmen über genügend finanziellen Spielraum und ist jederzeit in der Lage, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Das Unternehmen ist durch den ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln und die hohe Liquidität 1. Grades sehr solide finanziert.

c. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.840 vorgenommen. Die bessere Verfügbarkeit von Rohmaterialien erlaubte es, die Vorräte um 26,5% zu verringern.

In einem anspruchsvollen Geschäftsjahr konnte die bereits sehr gute Eigenkapitalquote um 7 Prozentpunkte auf 72% erhöht werden. Das Eigenkapital hat sich absolut um TEUR 1.304 auf TEUR 12.453 erhöht.

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 27 auf TEUR 17.137.

Die Finanzkennzahlen führen bei den Banken und Auskunfteien zu einem sehr guten Ranking.

4. Gesamtaussage

Der Umsatz verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang. Das Jahresergebnis sank im abgelaufenen Geschäftsjahr, gegenüber dem Vorjahr, um 20,1%. Unsere Gesellschaft besitzt dennoch eine sogar verbesserte Eigenkapitalausstattung und verfügt damit über eine solide Vermögenslage. Aufgrund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln, und daraus resultierend einer hohen Liquidität 1. Grades, weist unsere Gesellschaft eine sichere Finanzlage auf. Daher bestehen zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe, so dass keine Beeinträchtigung der Innovations-und Investitionsfähigkeit gegeben ist.

III. PROGNOSEBERICHT

Das Geschäftsjahr 2024 ist geprägt von einer insgesamt schwächelnden Konjunktur. Der generelle Nachfragerückgang wirkt sich auf den Bedarf an Verpackungen aus. Hinzu kamen zu Jahresbeginn noch hohe Lagerbestände der Kunden, sodass Bedarfe zunächst aus diesen gedeckt werden konnte. Die einkaufsseitig relevanten Lieferketten können zwischenzeitlich wieder als stabil angesehen werden. Die Investitionen zur Optimierung und Automatisierung in Produktion und Logistik zeigen die erhoffte Entlastung der Mitarbeitenden, bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Der bürokratische Aufwand, durch den Gesetzgeber verursacht, für uns selbst, oder unsere Kunden, die diesen gerne auf ihre Partner in der Lieferkette abwälzen, wird mehr und mehr zu einer echten Herausforderung für ein Unternehmen unserer Größe.

Unter diesen Voraussetzungen, und vor dem Hintergrund der durch uns beeinflussbaren Faktoren, werden wir in 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielen. Das Jahresergebnis 2024 wird voraussichtlich ebenfalls das Vorjahresniveau erreichen. Aktuell sehen wir keine außergewöhnlichen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen sehen wir uns gut gerüstet.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Wir verstehen unser unternehmerisches Handeln derart, dass wir zur Erreichung unserer Ziele Chancen nutzen, und gleichzeitig zwangsläufig Risiken eingehen müssen. Dabei werden die Chancen und die Risiken sorgfältig gegeneinander abgewogen. Unser Geschäftserfolg ist daher davon abhängig, die sich ergebenden Chancen zu nutzen und gleichzeitig die einzugehenden Risiken zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Unsere eingesetzten Planungs- und Kontrollsysteme sind geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen. Wir setzen dabei konsequent auf die Beobachtung der Märkte, ein umfassendes Controlling, die Qualitäts- und Terminsicherung sowie die Personal- und Kapazitätsplanung.

Zu den größten Risiken zählt sicher die wirtschaftspolitische Lage in Deutschland und die damit einhergehenden Unwägbarkeiten, die trotz erfreulicherweise wieder leicht gesunkener Inflation, weiterhin die Konsumentennachfrage bremst. Eine angemessene Kostendisziplin trägt dazu bei, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken zu minimieren und so eine zukünftige Geschäftstätigkeit gewährleisten zu können. Durch vorvertragliche Informationsbeschaffung, entsprechende Zahlungskonditionen und ein konsequent betriebenes Debitorenmanagement gelingt es uns, das Ausfallrisiko seit Jahren faktisch gegen Null zu minimieren. Da sich der Absatz- und Beschaffungsmarkt auf den Euroraum begrenzt, bestehen keine Währungsrisiken. Um Qualitätsrisiken zu minimieren, haben wir ein effizientes Qualitätsmanagementsystem etabliert und sind seit 1998 gemäß DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Ein zunehmendes Risiko besteht in Angriffen auf die IT-Sicherheit des Unternehmens. In Zusammenarbeit mit Spezialisten wirken wir, durch Weiterbildung der Mitarbeitenden und Optimierung der informationstechnischen Ausstattung, dem entgegen. Die Digitalisierung und Automatisation in Verwaltung und Produktion bietet aber auch Chancen, dem zu erwartenden Mangel an Personal, zumindest stellenweise entgegenwirken zu können.

Gerade in dieser herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage, bieten unsere langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten, sowie unsere solide finanzielle Basis, gute Chancen, unsere Marktposition als verlässlicher Partner weiter zu festigen. Die faserbasierte Verpackung bietet Marktprognosen zufolge beste Voraussetzungen, mineralöl-basierte Kunststoffprodukte zu substituieren und wichtiger Baustein einer zukünftig zwingend notwendigen „circular economy" zu sein.

 

Kirkel, den 20.11.2024

Susanne Wirbel

Günter Merziger

Thomas Wirbel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.461.219,29 11.988.847,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.329,00 18,00
II. Sachanlagen 12.316.507,29 11.867.711,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.423.953,64 6.667.840,64
2. technische Anlagen und Maschinen 5.596.063,57 5.003.184,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 296.490,08 196.686,63
III. Finanzanlagen 130.383,00 121.117,50
B. Umlaufvermögen 4.645.847,57 5.097.020,71
I. Vorräte 2.021.908,12 2.750.688,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 480.762,24 656.634,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 516,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.143.177,21 1.689.697,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.933,59 24.408,84
Summe Aktiva 17.137.000,45 17.110.276,89

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.452.444,31 11.148.348,31
I. Gezeichnetes Kapital 80.000,00 80.000,00
II. Gewinnvortrag 11.068.348,31 9.435.272,70
III. Jahresüberschuss 1.304.096,00 1.633.075,61
B. Rückstellungen 933.129,22 1.225.305,48
C. Verbindlichkeiten 3.409.191,73 4.382.772,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.656.200,00 3.335.880,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 679.680,00 679.680,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 752.991,73 1.046.892,63
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 752.991,73 1.046.892,63
D. Passive latente Steuern 342.235,19 353.850,47
Summe Passiva 17.137.000,45 17.110.276,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.222.930,75 8.638.502,07
2. Personalaufwand 3.641.538,40 3.648.119,11
a) Löhne und Gehälter 2.989.439,55 2.953.485,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 652.098,85 694.633,99
davon für Altersversorgung 115.889,29 129.807,12
3. Abschreibungen 1.389.588,01 1.350.557,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.389.588,01 1.350.557,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.232.035,67 1.219.291,55
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 4.659,00 4.659,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.448,00 721,10
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.822,62 34.720,61
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 18.031,50
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 18.031,50
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.359,44 36.988,13
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 595.256,56 747.609,62
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 11.615,28 11.615,28
10. Ergebnis nach Steuern 1.360.423,29 1.653.346,24
11. sonstige Steuern 56.327,29 20.270,63
12. Jahresüberschuss 1.304.096,00 1.633.075,61

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Hager Papprint GmbH, hat ihren Sitz in Kirkel und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 3572 eingetragen.

Erläuterungen und Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Hager Papprint GmbH, Kirkel, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Jahresabschluss von mittelgroßen Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH Gesetzes aufgestellt worden.

Methodenerläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, wenn ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungskostenminderungen wurden abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen ermitteln sich grundsätzlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten über die voraussichtliche Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände (lineare Abschreibung).

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00, bei Zugängen ab dem 1. Januar 2018 mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Fertigerzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten wurden retrograd ermittelt. Dabei wurde von den erzielbaren Verkaufspreisen ausgegangen, abzüglich eines Abschlags für den kalkulierten Gewinn sowie der Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie auf die Fertigerzeugnisse sind - soweit notwendig - Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 4 Satz 2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu ihrem Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2,0 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen und um die enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes vorgenommen.

Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume sind zeitanteilig abgegrenzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Und Credit Verfahren) errechnet. Die Rückstellungen für Pensionen basieren auf den Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck sowie auf einem Rechnungszins von 1,82 %. Der Rechnungszins ermittelt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Erfolgsänderungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Bildung der übrigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen; sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinsten Betrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Auf Fremdwährungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag der Erstverbuchung in EURO umgerechnet. Die Umrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten, die am Abschlussstichtag auf fremde Währung lauten, wird wie folgt vorgenommen: Ist der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag für Forderungen niedriger bzw. für Verbindlichkeiten höher als der entsprechende Kurs am Tag der Erstverbuchung, so werden die Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden - ungeachtet des Kurses am Tag ihrer Erstverbuchung - mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Eine Umrechnung unterbleibt, sofern die Beträge von untergeordneter Bedeutung sind.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) gegliedert.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.691,64 18.400,00 167.762,64 4.089,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 163.691,64 18.400,00 167.762,64 4.089,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.668.500,81 1.244.547,17 243.887,00
2. technische Anlagen und Maschinen 10.374.795,65 1.539.115,22 6.227.947,30 940.835,22
-89.900,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.738.494,57 300.580,24 1.742.584,73 200.776,79
Summe Sachanlagen 19.781.791,03 1.839.695,46 9.215.079,20 1.385.499,01
-89.900,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 139.149,00 9.265,50 18.031,50
Summe Finanzanlagen 139.149,00 9.265,50 18.031,50
Summe Anlagevermögen 20.084.631,67 1.867.360,96 9.400.873,34 1.389.588,01
-89.900,00
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.329,00 18,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.329,00 18,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.423.953,64 6.667.840,64
2. technische Anlagen und Maschinen 5.596.063,57 5.003.184,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 296.490,08 196.686,63
Summe Sachanlagen 12.316.507,29 11.867.711,84
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 130.383,00 121.117,50
Summe Finanzanlagen 130.383,00 121.117,50
Summe Anlagevermögen 12.461.219,29 11.988.847,34

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthält ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 80.000,00. Es blieb im Jahr 2023 unverändert.

Rückstellungen für Pensionen

Am Abschlussstichtag besteht bei den Rückstellungen für Pensionen eine Unterdeckung in Höhe von TEUR 4, die bis zum 31. Dezember 2024 gleichmäßig aufzulösen ist.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend ist mit den dazugehörigen Aufwendungen und Erträgen zu verfahren. Die Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich des vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (Aktivwert) angesetzt; dieser beträgt (TEUR 359) und wird mit dem Erfüllungsbetrag der abgesicherten Pensionsansprüche (TEUR 750) verrechnet. Die Erträge (TEUR 25) aus den verrechneten Vermögensgegenständen wurden mit den entsprechenden Aufwendungen (TEUR 10) aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr belaufen sich auf TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 666), von mehr als einem Jahr auf TEUR 1.988 (Vorjahr: TEUR 2.603). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 67). Die übrigen Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Grundschulden und der Sicherungsabtretung von Forderungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150) enthalten.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zur Ausschüttung gesperrt ist der Unterschiedsbetrag TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 33) zwischen dem am Abschlussstichtag angesetzten Rückstellungsbetrag für Pensionen, der sich nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt, und dem Betrag, der sich aus dem Ansatz unter Berücksichtigung des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergeben würde.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01. 353 TEUR
Auflösung 11 TEUR
Stand 31.12. 342 TEUR

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Posten sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Aufwendungen aus der Aufzinsung, die aufgrund des Saldierungsgebots des § 246 Absatz 2 HGB im Posten Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen werden, sind in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 11) in diesem enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 113. Er resultiert aus bestehenden Leasingverträgen.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt stellt sich wie folgt dar:

Angestellte 14
Arbeiter 44
Aushilfen 1
Azubis 2

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch

Herrn Günter Merziger, Industriemeister Druck

Frau Susanne Wirbel, Industriekauffrau

Herrn Thomas Wirbel, Betriebswirt (WA Dipl.-Inh.), Industriemeister Druck

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer wird auf Grund der Regelung des § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kirkel, den 20. November 2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

Kirkel, den 20.11.2024

gez.

S. Wirbel

T. Wirbel

G. Merziger

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 20. November 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„ BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hager Papprint GmbH, Kirkel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hager Papprint GmbH, Kirkel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hager Papprint GmbH, Kirkel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, eine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben .von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 20. November 2024

WEIDENFELLER & BERNARDING
Partnerschaftsgesellschaft m bB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Bernarding, Wirtschaftsprüfer

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