EK Vermögensverwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raphael Alexander Marcus Kern seit 25.1.2024 | Geschäftsführer |
Elena Maria Cassiopea Kern seit 25.1.2024 | Geschäftsführer |
Marc Brenner seit 25.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ebert HERA Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ebert HERA Esser Holding GmbHBaden-BadenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-BadenA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, ist Konzernmuttergesellschaft der Ebert HERA Esser Unternehmensgruppe (kurz: EHE-Gruppe). Die operativ tätigen Tochtergesellschaften sind die HERA Maintenance GmbH, Baden-Baden, die Ebert GmbH, Baden-Baden, die Esser Anlagentechnik GmbH, Baden-Baden, und die Ebert HERA Nederland B.V., Ridderkerk. Am 01.07.2022 wurde die Heinz Geberzahn GmbH & Co. KG, Köln mit Ihrer dazugehörigen Komplementärin übernommen. Das Unternehmen ist ein etablierter Anbieter im Bereich der Gebäudetechnik in der Umgebung von Köln. Der Konzern beschäftigt sich insbesondere mit der Planung und Durchführung von Maintenanceaktivitäten in Chemieanlagen und Raffinerien in den Tätigkeitsbereichen Rohrleitungsbau, Maschinen-, Apparate- und Behältermontage, Transport, Gebäudetechnik, Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR) sowie in geringerem Maße der Arbeitnehmerüberlassung. Bei den Kundenverträgen handelt es sich meistens um mehrjährige Rahmenvereinbarungen, die auf einer langjährigen und vertrauensvollen Kundenbeziehung beruhen, wobei feste Gruppen von Mitarbeitern innerhalb der Produktionsstandorte unserer Kunden stationiert sind. Neben den Standorten in Deutschland ist der Konzern auch im angrenzenden europäischen Ausland tätig (Niederlande, Belgien und Frankreich). II. Ziele und Strategien Ziel der EHE-Gruppe ist es, den Mehrwert für unsere Kunden zu steigern, indem ihnen einerseits ein ganzheitliches Paket von Wartungsdienstleistungen angeboten wird ("One-Stop-Shop"-Strategie) und andererseits indem die EHE-Gruppe ihren Kunden an allen Standorten innerhalb unseres geografischen Servicebereichs Dienstleistungen anbietet ("Follow the Client"-Strategie). Diese Strategie führt zu sehr vertrauensvollen und langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden. Bei der Erfüllung von Aufträgen und Kundenwünschen haben Arbeitssicherheit und die Unversehrtheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allerhöchsten Stellenwert. Sicherheit, Umwelt und Integrität sind unsere "License to Operate" in Märkten, in denen unsere Kunden global operierende Unternehmen sind, die sich und ihre Lieferanten an strengsten internationalen Industriestandards messen. Das Unternehmen ist ein Unternehmen in Familienhand. Unsere langjährigen Beziehungen zu Kunden spiegeln unsere Grundwerte als Familienunternehmen wider, die darin bestehen, langfristig einen Mehrwert für unsere Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten zu generieren. Neben Frau Dr. Ebert als geschäftsführende Gesellschafterin sind in leitenden Funktionen Frau Kern, Herr Kern und Herr Brenner als Familienmitglieder im Unternehmen beschäftigt. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wurde 2022 durch einige Faktoren spürbar belastet. Eine große Unsicherheit ist dem Russland-Ukraine Konflikt und den daraus folgenden Sanktionen zuzuschreiben. Diese beeinträchtigten die globalen Lieferketten erheblich, was auch eine Erhöhung der Rohstoffpreise nach sich zog. In ganz Europa führten die reduzierten Gasimporte zu extremen Energiepreiserhöhungen, welche auch in Deutschland deutlich zu spüren waren. Neben dem Krieg in der Ukraine wurde die Entwicklung der Wirtschaft im Frühjahr noch weiterhin durch die Corona Pandemie belastet, was sich jedoch im Jahresverlauf entschärfte. Trotz allem konnte die deutsche Wirtschaft sich gut behaupten und das deutsche Bruttoinlandprodukt in 2022 um 1,9 Prozent steigen. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief allerdings sehr unterschiedlich. Vor allem die Dienstleistungsbranche konnte getrieben von dem Wegfall aller Corona Schutzmaßnahmen deutlich profitieren, während die Industrieproduktion und die Baubranche gebremst wurde durch hohe Preise und Materialmangel. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hatte im Jahr 2022 ein Rekordhoch an Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland und erwies sich insgesamt als robust in einem schwierigen Marktumfeld trotz dem Fachkräftemangel. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13. Januar 2023, https://www.destatis.de/ DE/Presse/Pressekonferenzen/2023/bip2022/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile) 2. Branchenentwicklung Die Corona-Krise, die seit Anfang 2020 die europäische Wirtschaft betrifft, hat die Grundlage unseres Geschäftsmodells nicht verändert. Der Markt für Maintenance-Dienstleistungen wurde unwesentlich beeinflusst. Da die Instandhaltung der Produktions-Standorte einen rechtlichen und damit obligatorischen Charakter hat, kommt es lediglich zu zeitlichen Verschiebungen. Im Laufe des Jahres sind so gut wie alle Corona Schutzmaßnahmen ausgelaufen. Im Jahr 2022 hat sich der Markt für Industriedienstleistungen trotz der starken Inflation und Energiekrise gut behaupten können. Unsere Kunden, die hauptsächlich in den besonders energieintensiven Chemie, Öl und Pharmaindustrie zu Hause sind, mussten in 2022 vermehrt Transformationsprozesse einleiten um die Energieeffizienz zu steigern. Stellenweise wurden über das Jahr auch einzelne, besonders energieintensive Anlagenbereiche heruntergefahren. Nach wie vor teilt sich der Markt in wenige sehr große Player wie Bilfinger, Engie, Spie oder Remondis, eine größere Zahl mittelständisch geprägter Unternehmen mit Mitarbeiterzahlen zwischen 800 und 2.000 Beschäftigten und kleinen Unternehmen auf. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die durch die Corona-Krise entstandenen Herausforderungen die schwachen Unternehmen in unserer Branche weiterhin nachhaltig in Schwierigkeiten bringen werden, da die sehr häufigen Planungsänderungen, Fehlzeiten durch die Corona-Maßnahmen und Personalbeschränkungen aus dem Ausland zu zusätzlichen Kosten führen werden, die nicht vollständig durch die Kunden vergütet werden. Dies wird zu einer weiteren Konsolidierung der Anzahl der Unternehmen auf unserem Markt führen. Personalbedarf ist weiterhin aus Sicht der Unternehmen die größte Herausforderung. Das Gewinnen und Binden von Personal ist auch in der Zukunft der zentrale Erfolgsfaktor für die Industriedienstleister (Quelle: Lünendonk-Studie 2022). II. Geschäftsverlauf 1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die EHE-Gruppe konnte ihr Wachstum aus 2021 auch in 2022 fortsetzen. Die Umsatzerlöse der gesamten EHE-Gruppe haben sich von 121,0 Mio. EUR in 2020 auf 155,3 Mio. EUR in 2021 und auf 194,0 Mio. EUR im Jahr 2022 erhöht. Das entspricht einem Wachstum der Umsatzerlöse von 2020 auf 2022 von ca. 60%. Im Jahr 2022 lag neben einigen großen Stillstandsprojekten auch eine sehr hohe Auslastung auf unseren Rahmenbaustellen für Maintenance Aktivitäten vor. 2. Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.059, schwerpunktmäßig in Baustelleneinrichtung, Fuhrpark, Werkzeuge und Gerätschaften. Regionaler Schwerpunkt war die Erweiterung der Baustelleneinrichtungen im Chemiepark Leverkusen, Chemiepark Dormagen, YARA Brunsbüttel und BASF Düsseldorf. Grundsätzlich investieren wir weiterhin verstärkt in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und in die Ressourcen, die sie benötigen, um noch sicherer arbeiten zu können. 3. Personal Die Entwicklung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2022 ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Diese Zahlen zeigen eine durch Verrentung und Neueinstellungen ausgeglichene Fluktuation und sind ein weiterer Beleg für das gute Betriebsklima in unserem Konzern. Der Mangel an Fachkräften wird als einer der wichtigsten limitierenden Faktoren für weiteres Wachstum gesehen. Um unseren Personalbestand nachhaltig auf dem notwendigen Niveau zu halten, konzentriert sich unsere Personalstrategie stark auf die Mitarbeiterbindung. Die Unternehmensgruppe ist weiterhin bemüht durch verschiedenste Initiativen die weitere Aufstockung des Personals zu verfolgen. 4. Sicherheit Um unseren "License to Operate"-Verpflichtungen im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz nach den Standards der internationalen Öl-, Gas- und Chemieindustrie nachzukommen, muss der mehrjährige Durchschnitt unterhalb des grünen Bereichs liegen. Die beigefügte Grafik zeigt, dass wir dies prinzipiell seit mehreren Jahren einhalten und uns deutlich verbessert haben.
Die Einhaltung der erhöhten Anforderungen der Arbeitssicherheit durch den zusätzlichen Infektionsschutz führte im Geschäftsjahr 2020 und in den ersten Monaten 2021 zu Ineffizienzen im täglichen Arbeitsablauf. Diese Maßnahmen haben sich in 2022 deutlich entspannt. Die Abteilung HSE (Health Safety Environment) arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung und Optimierung des Gesundheitskonzepts, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter bestmöglich sicherzustellen. III. Lage 1. Vermögenslage Nachstehende Aufstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage des Konzerns. Aktiva
(Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund Rundung Differenzen auftreten können.) Verbunden mit dem starken Umsatzwachstum in 2022 wurde entsprechend in das Sachanlagevermögen investiert. Hier kam es zu einer Nettozunahme um TEUR 1.081. Das Eigenkapital wurde durch den Konzerngewinn 2022 weiter verbessert, der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 28.810. Das langfristige Fremdkapital ist geprägt durch die im Vergleich zu früheren Jahren veränderte Finanzierungsstrategie der Unternehmensgruppe mittels langfristiger Gesellschafterdarlehen. 2. Ertragslage Nachstehende Aufstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage des Konzerns.
(Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund Rundung Differenzen auftreten können.) Die Umsatzerlöse der Gruppe sind von TEUR 155.255 in 2021 auf TEUR 193.995 im Jahr 2022 gestiegen. Wesentliche Ertragsquelle des Konzerns ist nach wie vor das sehr stabile und langjährige Rahmenvertragsgeschäft an den Standorten in Ludwigshafen, Marl, Gelsenkirchen, Leverkusen, Rotterdam, Düsseldorf, Antwerpen, Worms, Geleen, Oberhausen, Brunsbüttel, Rheinmünster und Herne. Wesentliche Kunden sind: BASF, Shell, Evonik, BP, Vestolit, SASOL, OQ, Sitech, SABIC, INEOS, BAYER, Covestro, YARA, Saltigo, Momentive und DOW Chemical. Der Materialaufwand ist in Verbindung mit dem Umsatzwachstum ebenfalls stark angestiegen um ca. TEUR 30.828. Der überproportionale Anstieg beruht neben gestiegenen Preisen auch auf einer leichten Erhöhung des zusätzlich eingekauften Fremdpersonals. Die Personalkosten sind entsprechend gesunken in Relation zur Gesamtleistung. Das EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 8.986 (i.V. TEUR 6.676) Die Abschreibungen betragen TEUR 3.809 und haben sich gegenüber dem Vorjahr bedingt durch den Aufbau des Sachanlagevermögens um TEUR 537 erhöht verbunden. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1.661 (i. V. TEUR -1.750) resultiert maßgeblich aus der Finanzierungsstruktur, welche durch langfristige Gesellschafterdarlehen und Darlehen nahestehender Unternehmen geprägt ist. Durch die Rückführung von Gesellschafterdarlehen hat sich das Zinsergebnis leicht verbessert, demgegenüber hat sich jedoch das Zinsniveau bei der Betriebsmittellinie und dem Factoring durch variable Zinssätze erheblich erhöht aufgrund der Zinsschritte der Europäischen Zentralbank. Der Konzernjahresüberschuss liegt bei TEUR 1.907 und konnte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 563 erhöht werden. 3. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 1.737 (Vj. TEUR 13.100) erzielt. Aufgrund der guten Liquiditätslage des Konzerns in 2022 konnte der tägliche Betrieb auf gesunde Weise durchgeführt werden. Innerhalb des Konzerns bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen. Die Gesellschaft verfügt außerdem seit Ende 2021 über eine Betriebsmittellinie um die Liquidität und das Working Capital Management der Gesellschaft weiter zu verbessern. Die Betriebsmittellinie wurde bisher noch nie vollumfänglich in Anspruch genommen. Der Konzern ist bilanziell überschuldet, geht aber aufgrund der langfristigen Finanzierungen, der positiven Ertragslage sowie der guten Planung davon aus, dass die Going-Concern-Prämisse gegeben ist. Grundlage für die nachhaltig gesicherte Finanzierung ist die in 2019 vollkommen neu aufgesetzte Finanzierungsstrategie. Diese steht in Zusammenhang mit einer neuen Struktur im Gesellschafterkreis des Konzerns. Die neue Strategie sieht vor, die Finanzierung über den erweiterten Gesellschafterkreis und diese nahestehende Unternehmen sicherzustellen. Hierfür wurde aus dem Gesellschafterkreis ein Darlehen über TEUR 10.974 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 zur Verfügung gestellt. Daneben wurde von einem dem Gesellschafterkreis nahestehendem Unternehmen ein Darlehen im Volumen von TEUR 20.727 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 zur Verfügung gestellt. Die Gesellschafterdarlehen sowie die Darlehen aus dem Gesellschafterkreis sind in Höhe von TEUR 5.980 mit Rangrücktritten erklärt. Im Jahr 2023 erfolgte eine Anpassung der Rangrücktrittserklärungen auf einen Betrag in Höhe von TEUR 38.041. 4. Risikomanagementziele und -methoden Die Unternehmensgruppe versucht durch eine systematische Erfassung der relevanten Informationen und aktive Steuerung des Konzerns die Wahrscheinlichkeit von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Neben Markt und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) anhand verschiedenartiger Parameter quantifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Baustellenbudgets werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Kundenentwicklungen, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung der Baustellenleitung herangezogen. Der Konzern ermittelt im Rahmen seines laufenden Controllings eine monatliche Deckungsbeitragsrechnung auf Kostenstellenebene, die standort-, bauleiter- sowie segmentbezogen aggregiert wird. Zentrale Kennziffern hierbei sind Umsatz, Deckungsbeitrag und Stundenleistung. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und unter Berücksichtigung der Kundenbonität teilweise über Factoring rückgedeckt. C. Chancen-, Risiko und Prognosebericht I. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das Jahr 2022 war geprägt durch eine hohe Auslastung über das ganze Jahr zum einen durch einige Stillstände und Projekte sowie viel Arbeit in den Rahmenbaustellen. Die Industrieservice-Unternehmen profitieren davon, dass bis zum Jahr 2026 Stillstände in großem Umfang anstehen. Die EHE-Gruppe wurde für diverse dieser Stillstände beauftragt. Insoweit - und basierend auf einer guten personellen und technischen Infrastruktur auf den Rahmenvertragsbaustellen - liegt der Fokus der Geschäftsführung auf der Akquisition von Personalgruppen, die in Verbindung mit Kundenaufträgen zu weiterem Wachstum der Unternehmensgruppe führen werden. Mittelfristig geht der Konzern davon aus, dass das zunehmende Alter der Prozessanlagen in Westeuropa zu einem zunehmenden Maintenance-Volumen führen wird, von dem die Konzerngesellschaften profitieren werden. Auch Entgasung und Energieeffizienz sind Themen, die durch das Embargo gegen Russland und den Krieg in der Ukraine beschleunigt wurden. Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung resultieren weiterhin aus einer Verschärfung des Facharbeitermangels. Dies trifft Auftragnehmer wie Auftraggeber gleichermaßen und bringt uns teilweise in Konkurrenz zu unseren Kunden um qualifizierte Arbeitskräfte. Die EHE-Gruppe begegnet diesem Mangel auf der Grundlage der oben genannten Personalstrategie und dem verstärkten Ausbilden von Mitarbeitern. Zusätzlich wird mit dem auslaufenden Bergbau in Nordrhein-Westfalen zusammengearbeitet, um Mitarbeiter zu qualifizieren und für die Unternehmensgruppe zu gewinnen. Zudem haben wir langfristige Rahmenverträge mit Personaldienstleistern in Ländern, in denen wir tätig sind, sowie im osteuropäischen Ausland geschlossen, um die Bereitstellung von qualifiziertem Fachpersonal sicherzustellen. Der Russland - Ukrainekonflikt führte bisher zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen des Geschäfts. Die damit verbundenen gestiegenen Materialpreise durch Lieferengpässe konnten wir bisher aufgrund unserer vertraglichen Bedingungen an unsere Kunden weitergeben. Seit dem Jahr 2021 haben die beiden Unternehmen Ebert GmbH und Hera Maintenance GmbH eine feste Betriebsstätte in Belgien rückwirkend seit 2018 begründet. Dieses Ereignis führt im Wesentlichen zu einer Verschiebung zwischen der belgischen und deutschen Betriebsstätte und zu keiner Mehrbelastung für die Unternehmensgruppe. Den Steuernachzahlungen in Belgien stehen entsprechende Steuererstattungsansprüche in Deutschland gegenüber. Im März 2023 ist das Signing erfolgt zur Übernahme der Service Aktivitäten von Sitech am Chemiestandort Chemelot in Geleen, Niederlande. Das Closing ist am 01.06.2023 erfolgt durch die Übernahme der Sitech Services B.V. II. Ausblick (Prognosebericht) Aufgrund der positiven Marktlage, der Beibehaltung der hohen Qualifikation der Mitarbeiter und eines niedrigen Krankenstandes für das Geschäftsjahr 2023 geht die Geschäftsführung für die Gruppe von einer Gesamtleistung von TEUR 205.000 und einem Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von TEUR 10.000 aus (ohne Sitech Services). Die vorläufigen Zahlen für die ersten 6 Monate des Jahres 2023 bestätigen diese Planung. Die ganze Wirtschaft war im Jahr 2022 von den Folgen des Krieges und der Krise in der Ukraine betroffen und wird es auch in 2023 bleiben. Das Thema, das unseren Kundenstamm hauptsächlich betrifft, ist die Abhängigkeit von Gas und speziell die Nachfrage nach chemischen Produkten in der Automobilindustrie. Infolgedessen werden bei unseren Kunden massive Projekte umgesetzt, um energieeffizienter zu werden, die Abhängigkeit von Gas zu verringern und die Fabriken flexibler zu machen, um ein diversifizierteres Produktangebot zu liefern. Das sind alles Dinge, die sich durch die Situation in der Ukraine beschleunigt haben, wodurch unser Unternehmen hier und da mit einer Auftragsänderung konfrontiert wird, ansonsten bleibt weiterhin ein vollgefülltes Auftragsbuch erhalten. Die Kosten für Personal, Material und Ausrüstung steigen deutlich, getrieben durch die Inflation und die erwähnte Enge in der Logistikkette. Bisher konnten wir die gestiegenen Kosten an unsere Kunden weitergeben. Während sich der Markt für Industriedienstleistungen in Europa von seinem starken Rückschlag aufgrund der COVID Pandemie in 2020 und 2021 erholt hat, war das Jahr 2022 geprägt von dem Russland-Ukraine Konflikt. Für das ganze Jahr 2023 erwartet die Bundesregierung eine leichte Zunahme des BIP um 0,4%. Im Jahr 2024 soll die Wirtschaftsleistung um 1,6% wachsen (Quelle: Frühjahrsprojektion 2023 veröffentlicht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 26.04.2023). Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsführung von einer weiter positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe aus. Basierend auf der bestätigten Auslastung im Tagesgeschäft und vertraglich festgelegten großen Stillständen ist für das Gesamtjahr 2024 mit einer weiterhin positiven Entwicklung zu rechnen. Die prognostizierte Gesamtleistung für 2024 liegt bei TEUR 220.000 und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) bei ca. TEUR 11.500 (ohne Sitech Services) Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die operative und wirtschaftliche Entwicklung sowie den Ausblick der Unternehmensgruppe als sehr zufriedenstellend ein. Auch die Übernahme der Service Aktivitäten von Sitech sind ein starkes Zeichen für das Wachstum der Ebert Hera Unternehmensgruppe.
Baden-Baden, den 30. August 2023 Ebert HERA Esser Holding GmbH gez. Dr. Beate Ebert gez. Revor Vos KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022EBERT HERA ESSER HOLDING GMBH, BADEN-BADENAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-BadenA. Allgemeine Angaben Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Ebert HERA Esser Holding GmbH (Registergericht: Amtsgericht Mannheim, Handelsregister-Nummer: HRB 705919) wurde nach den Vorschriften §§290 ff. des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Konzern ist zum 31. Dezember 2022 bilanziell überschuldet. Für Gesellschafterdarlehen und Darlehen aus dem erweiterten Gesellschafterkreis in Höhe von TEUR 5.980 wurden Rangrücktrittserklärungen abgegeben. Unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2022 erzielten positiven Ergebnisses, des positiven operativen Cashflows und der Planung für das laufende Geschäftsjahr 2023 und die Folgejahre sowie der weiteren langfristig gewährten Darlehen ist die Finanzierung gesichert. Der Konzernabschluss wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prämisse) aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einzelnen Gesellschaften der Ebert HERA Esser Gruppe zum 31. Dezember 2022 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den §§ 266, 268, 275 und 277 HGB in Verbindung mit § 298 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Darstellung der Konzernverhältnisse 1. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Jahresabschlüsse Durch die Umstrukturierung der Ebert HERA Esser Gruppe ist mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Abs. 1 HGB entstanden. Die Erstkonsolidierung wurde auf den Stichtag 1. Januar 2009 vorgenommen. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag 31. Dezember des Mutterunternehmens, der Ebert HERA Esser Holding GmbH, aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen stellen ihren Jahresabschluss zum gleichen Stichtag wie das Mutterunternehmen auf. 2. Allgemeine Angaben zum Konsolidierungskreis Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 294 bis 296 HGB. In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, als Mutterunternehmen folgende Tochter - / Enkelunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:
* Tochtergesellschaft der HERA Maintenance GmbH, Baden-Baden ** Erwerb der Anteile zum 1. Juli 2022 Auf die Einbeziehung der Ebert HERA Gerüstbau & Industrieisolierungen GmbH (vormals: Ebert Hera Engeneering & Automation GmbH), Baden-Baden, und EHE Dutch Holding B.V., Kouderke/Niederlande (gegründet im Dezember 2022), an der die Ebert HERA Esser Holding GmbH jewewils zu 100 % beteiligt ist, wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Gesellschaften sind für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung, da sie keinen operativen Geschäftsbetrieb haben. 3. Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB Für die folgenden Tochtergesellschaften entfaltet der Konzernabschluss eine befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB:
4. Angaben und Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Die Aufdeckung der stillen Reserven spiegelt sich in der Aktivierung der Firmenwerte wider. Von den im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven entfallen auf die HERA Maintenance GmbH, Baden-Baden, (einschließlich verschmolzener Gesellschaft) TEUR 26.542. Der aus der Erstkonsolidierung der Esser Anlagentechnik GmbH, Baden-Baden, resultierende Firmenwert beläuft sich auf TEUR 5.342. Der aus der Erstkonsolidierung der Ebert HERA Nederland B.V., Ridderkerk/Niederlande, resultierende Firmenwert beläuft sich auf TEUR 534. Der aus der Erstkonsolidierung der Heinz Geberzahn GmbH & Co. KG, Köln inklusive der dazugehörigen Komplementärin resultierende Firmenwert beläuft sich auf TEUR 675. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung der Firmenwerte aus der Neubewertung erfolgt über 15 Jahre. Die Abschreibung der Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen erfolgt teilweise über die Nutzungsdauer von insgesamt 15 Jahren, im Übrigen über 7 Jahre. Die Nutzungsdauer bei der Firmenwertabschreibung der Heinz Geberzahn GmbH & Co. KG, Köln inklusive der dazugehörigen Komplementärin beläuft sich auf 10 Jahre. Begründet wird die zugrunde gelegte Nutzungsdauer mit der dauerhaft guten Marktstellung der erworbenen Unternehmen in der Branche und der langfristigen Tätigkeit führender Mitarbeiter. Zudem wird sie abgeleitet aus langfristigen Rahmenverträgen mit den Auftraggebern und einer konstanten Kundenstruktur im Einzugsgebiet. Soweit die in den Firmenwerten abgebildeten Erwartungen zum Bilanzstichtag eine Anpassung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderten, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die gegenseitigen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten von konsolidierten Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen werden erfolgswirksam eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 305 HGB alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Ergebnisabführungen vollkonsolidiert. Eine Zwischengewinneliminierung zwischen dem Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen wurde im Berichtsjahr, wie auch schon im Vorjahr, aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet. C. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen für die Software erfolgen nach der linearen Methode. Die Firmenwerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Firmenwerte aus Einzelabschlüssen sind mit einem Buchwert von EUR 350.671,00 (Vorjahr: EUR 638.789,00) enthalten. Aus der Erstkonsolidierung verbleiben Buchwerte in Höhe von EUR 2.129.875,54 (Vorjahr: EUR 2.976.093,44). Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und um außerplanmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten werden aus systemtechnischen Gründen retrograd ausgehend von den Auftragswerten unter Abzug einer Marge für Gewinn sowie Verwaltungs- und Vertriebskosten ermittelt. Dabei wird auch der Fertigstellungsgrad berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bezüglich der Firmenwerte und Darlehen ermittelt sowie auf die steuerlichen Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnungen führen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes von 32,324 % bzw. 15,825 %. Bei der Bewertung der Verlustvorträge in Belgien wurde ein Steuersatz iHv. 25,0 % angesetzt. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 i. V. m. § 308 Abs. 1 S. 2 HGB bezüglich aktiver latenter Steuern aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen wurde dahingehend ausgeübt, dass diese angesetzt werden. Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Anlagenzugänge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises werden "brutto" dargestellt, d.h. es erfolgt ein Ausweis der historischen Anschaffungskosten als auch der historischen Abschreibungen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter sind - wie im Vorjahr - in voller Höhe den sonstigen Forderungen zuzuordnen. Die sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von EUR 339.635,76 (Vorjahr: EUR 524.943,87) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Aktive latente Steuern Die Entwicklung der latenten Steuern wird nachfolgend dargestellt:
4. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ergibt sich aus:
Der Bilanzverlust hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
5. Eigenkapital Das Eigenkapital ist in Höhe der aktivierten latenten Steuern des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 579.387,84 (Vorjahr: EUR 558.978,73) ausschüttungsgesperrt. Der Konzern hält 0,70 % der Anteile an dem Mutterunternehmen mit einem Nennbetrag von insgesamt EUR 313,00. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalaufwendungen, ausstehende Rechnungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignung des finanzierten Anlagevermögens gestellt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen - wie im Vorjahr - vollumfänglich auf sonstige Verbindlichkeiten. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
2. Andere aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres betragen EUR 37.985,00 (Vorjahr: EUR 374.703,00) und betreffen die in den Einrichtungen eines neuen Standorts enthaltenen Eigenleistungen des eigenen Personals. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 778.891,63 (Vorjahr: EUR 76.940,61). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungen ausländischer Vorsteuern. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 67.482,66 (Vorjahr: Euro 141.326,88). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Nachbelastungen für Vorjahre. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden periodenfremde Steuererträge in Höhe von EUR 68.769,86 (Vorjahr: EUR 13.766,12) und periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von EUR 520.767,62 (Vorjahr: EUR 0,00) ausgewiesen. 6. Sonstige Steuern In den sonstigen Steuern werden periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von EUR 145.328,27 (Vorjahr: EUR 10.936,20) ausgewiesen E. Sonstige Pflichtangaben 1. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
2. Factoring Die Konzerngesellschaften Ebert HERA Esser Holding GmbH, Ebert GmbH, HERA Maintenance GmbH und die Esser Anlagentechnik GmbH haben zum Bilanzstichtag Forderungen über TEUR 27.682 (Vorjahr: TEUR 19.453) im Wege des Factorings verkauft. Da das Ausfallrisiko und damit das wirtschaftliche Eigentum an den betreffenden Forderungen auf den Käufer übergegangen ist, fällt der Bestand der auszuweisenden Kundenforderungen zum Bilanzstichtag um den Betrag der abgetretenen Forderungen geringer aus als ohne diese Maßnahmen. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation der Gruppe. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 6.099 (Vorjahr: TEUR 5.502). Davon sind TEUR 2.626 (Vorjahr: TEUR 3.223) innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 3.472 (Vorjahr: TEUR 2.280) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Unternehmensbeziehungen Die Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. Die Ebert HERA Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, dem die Ebert HERA Esser Holding GmbH angehört. Der Konzernabschluss der Ebert HERA Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. Die Gesellschaft behandelt alle Unternehmen als verbundene Unternehmen, die wie sie in den Konzernabschluss der Ebert HERA Beteiligungs GmbH einzubeziehen sind. 5. Honorar Abschlussprüfer Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind Honorare für den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 145 berücksichtigt. Diese entfallen vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen. 6. Geschäftsführer sowie Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Geschäftsführer der Gesellschaft waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Frau Dr. Beate Ebert, Baden-Baden, und Herr Revor Vos, Düsseldorf. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 HGB i V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. F. Konzernkapitalflussrechnung Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds (TEUR 2.370) besteht aus liquiden Mitteln. G. Konzerneigenkapitalspiegel Aufgrund bilanzieller Überschuldung stehen am Bilanzstichtag für die Gesellschafter keine ausschüttungsfähigen Beträge zur Verfügung. H. Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres Der Russland - Ukrainekonflikt führte bisher zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen des Geschäfts. Die weiteren Entwicklungen werden zeitnah und mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Die Ebert Hera Esser Holding GmbH hat im Laufe des Jahres 2023 zwei Unternehmenstransaktionen erfolgreich durchgeführt. Zum einen wurde das Unternehmen Sitech Services B.V., Geleen, Niederlande, zu 100% übernommen zum Stichtag 01.06.2023 und zum anderen wurde das Unternehmen AMS Anlagen-Montagen-Service GmbH, Regis-Breitingen, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2023 zu 100% übernommen. Durch die Übernahme beider Unternehmen erhofft sich die Ebert Hera Esser Gruppe ihre gute Markstellung weiter auszubauen.
Baden-Baden, den 30. August 2023 Ebert HERA Esser Holding GmbH gez. Dr. Beate Ebert gez. Revor Vos
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ebert HERA Esser Holding GmbH, Baden-Baden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Recklinghausen, 6. September 2023 TC
Treuhand GmbH
Edwin Haverkamp, Wirtschaftsprüfer Phil Feldmann, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 21.09.2023 von der Gesellschafterversammlung gebiligt. |
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