Munich Electrification GmbH

Landaubogen 1, 81373 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 216099
Vorher
Green Dynamic GmbH
Eingetragen
13.1.2015
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Entwicklung und Integration von elektrischen Antriebskomponenten, Ingenieurdienstleistungen und Unternehmensberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Uwe Dr. Wiedemann
seit 26.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.66% identifiziert33.33% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PoolShark UG (haftungsbeschränkt)
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Goede Racing UG (haftungsbeschränkt)
Germany
8.500 €
33.33%
PoolShark UG (haftungsbeschränkt)
Germany
8.500 €
33.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Munich Electrification GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1. Jahresabschluss und Lagebericht 2023

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht

2. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
in EUR in EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.336.120 364.518
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.353 115.169
2. Technische Anlagen und Maschinen 779.260 315.699
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.500 1.042.556
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 448.438 16.384
2.248.551 1.489.808
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.500 67.500
2. Beteiligungen 502.500 52.500
570.000 120.000
Summe Anlagevermögen 4.154.671 1.974.326
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 2.484.116 197.395
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 286.597 289.069
3. Geleistete Anzahlungen 2.069.846 959.033
4.840.559 1.445.497
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 340.979 3.984
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.113.638 3.450.550
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 47.526 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.429.396 753.036
4.931.540 4.207.570
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 770.800 256.392
Summe Umlaufvermögen 10.542.899 5.909.459
C. Rechnungsabgrenzungsposten 336.635 129.914
15.034.206 8.013.700

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
in EUR in EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.500 25.500
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.750 -12.750
eingefordertes Kapital 12.750 12.750
II. Gewinnvortrag 545 857.892
III. Jahresüberschuss 307.468 733.653
Summe Eigenkapital 320.762 1.604.295
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.690.447 2.068.896
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.947.442 1.606.473
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.510.222 2.556.814
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.565.333 177.223
davon aus Steuern 853.052 149.447
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 146.842 22.160
12.022.996 4.340.510
15.034.206 8.013.700

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
in EUR in EUR
1. Rohergebnis 19.323.478 14.469.400
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.523.016 7.335.330
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.783.134 1.171.556
davon für Altersversorgung EUR 248.248 (im VJ EUR 204.858)
12.306.149 8.506.885
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.144.158 779.029
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.391.101 3.497.478
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 7.904 (im VJ EUR 8.650)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5 2
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 174.606 952.356
8. Ergebnis nach Steuern 307.482 733.667
9. Sonstige Steuern 14 14
10. Jahresüberschuss 307.468 733.653

ANHANG für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. §288 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist unter der Firma Munich Electrification GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 216099 eingetragen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Es werden keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Als Nutzungsdauern werden folgende Zeiträume angesetzt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Einrichtungen für Bauten 6 - 8 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
Büroeinrichtung 5 - 13 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis unter EUR 800 wurden die Anschaffungskosten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, gesammelt und im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern von einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände, ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Aufgrund der geringen Ausfallraten bilden wir keine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die davon-Vermerke Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl unrealisierte als auch realisierte Währungskursdifferenzen.

Abgrenzungsposten werden in analoger Anwendung der steuerrechtlichen Vorschriften lediglich gebildet, wenn die abzugrenzenden Beträge EUR 800 überschreiten.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Die Gesellschaft besitzt die folgenden 100 %-igen Tochterunternehmen (Eigenkapital und Jahresüberschuss beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023):

1.

Munich Electrification BMS GmbH, München, Eigenkapital TEUR 499, Jahresüberschuss TEUR 488.

2.

Munich Electrification Components GmbH, München, Eigenkapital TEUR 2.437, Jahresüberschuss TEUR 880.

3.

Munich Electrification Devices GmbH, München, Eigenkapital TEUR 9, Jahresfehlbetrag TEUR2.

4.

Munich Electrification Electronics GmbH, München, Eigenkapital TEUR 1.063, Jahresüberschuss TEUR 280.

5.

Munich Electrification Systems GmbH, München, Eigenkapital TEUR 799, Jahresüberschuss TEUR 85.

6.

Munich Electrification Technology GmbH, Stattegg, Österreich, Eigenkapital TEUR 918, Jahresüberschuss TEUR 168.

Im Geschäftsjahr wurde außerdem eine Einzahlung in die Kapitalrücklage des Joint Ventures Wieland & Munich Electrification GmbH (Markenname Qulectra), München, über TEUR 450 vorgenommen. Die Gesellschaft hält 50 % am Joint Venture.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 3.114 (VJ TEUR 3.451) bestehen hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Personalrückstellungen.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 2.947 (VJ TEUR 1.606) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 7.510 (VJ TEUR 2.557) bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

IV. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 123,92 (VJ 88,67).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten sind und auch nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:

Bei der Versicherungskammer Bayern besteht ein Rahmen für Mietkautionsbürgschaften i. H. v. insgesamt TEUR 150, von dem derzeit TEUR 147 genutzt werden.

Außerdem bestehen TEUR 1.923 Verpflichtungen aus Mietverträgen. Diese sind

In TEUR Gesamt davon fällig in
2024 2025 2026
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.923 742 689 492

Als Geschäftsführer sind Herr Georg-Friedrich Graf, München, sowie Herr Dr. Uwe Wiedemann, München bestellt. Herr Graf ist berechtigt, die Gesellschaft einzeln zu vertreten. Im Übrigen macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat am 17. April 2024 ein sog. SAFE (Simple Agreement for Future Equity) über TUSD 1.200 abgeschlossen. Hierbei erhält ME Rechte auf künftiges Eigenkapital eines US-amerikanischen Unternehmens.

Am 13. Mai 2024 wurde außerdem eine weitere 100 %-ige Tochtergesellschaft, die Munich Electrification Products GmbH, München, gegründet.

 

München, den 31. Mai 2024

Georg-Friedrich Graf, Geschäftsführer

Dr. Uwe Wiedemann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31. Juli 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

in EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagenklasse 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 762.522 1.330.309 0 0 2.092.831
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 123.114 41.425 0 15.390 179.929
Technische Anlagen und Maschinen 852.908 649.456 0 0 1.502.364
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.943.581 328.122 -19.793 995 2.252.906
GWG 164.816 87.792 0 0 252.609
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.384 448.438 0 -16.384 448.438
Sachanlagen 3.100.805 1.555.233 -19.793 0 4.636.245
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.500 0 0 0 67.500
Beteiligungen 52.500 450.000 0 0 502.500
Finanzanlagen 120.000 450.000 0 0 570.000
Summe 3.983.327 3.335.542 -19.793 0 7.299.076
in EUR Abschreibungen
Anlagenklasse 01.01.2023 lfd. Jahr Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände -398.004 -358.707 0 -756.711
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -7.946 -23.630 0 -31.576
Technische Anlagen und Maschinen -537.209 -185.895 0 -723.104
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -901.025 -488.134 8.754 -1.380.405
GWG -164.816 -87.792 0 -252.609
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen -1.610.997 -785.452 8.754 -2.387.694
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
Summe -2.009.001 -1.144.159 8.754 -3.144.406
in EUR Buchwerte
Anlagenklasse 31.12.2023 01.01.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.336.120 364.518
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.353 115.169
Technische Anlagen und Maschinen 779.260 315.699
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.500 1.042.556
GWG 0 0
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 448.438 16.384
Sachanlagen 2.248.551 1.489.808
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.500 67.500
Beteiligungen 502.500 52.500
Finanzanlagen 570.000 120.000
Summe 4.154.671 1.974.326

LAGEBERICHT Für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Munich Electrification GmbH (kurz: ME) mit Sitz in München ist ein Technologieunternehmen im Bereich Elektronik und Steuergeräte.

Kern des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung innovativer Steuergeräte für Batterien für mobile und stationäre Anwendungen (sogenannter Batteriemanagementsysteme / BMS). Als Systemanbieter bieten wir dabei sowohl die Hardware sowie die entsprechende embedded Software zur Batterieüberwachung und -steuerung und Sicherstellung der funktionalen Sicherheit. Als Automobilzulieferer im Elektronikbereich besteht unser Kundenportfolio sowohl aus Automobilherstellern (OEM) sowie Zulieferern aus dem Batterie- und Powertrain-Bereich. Wir bedienen mit unserem wachsenden Produktangebot dabei Anwendungen von großen Nutzfahrzeugen und Batteriespannungen bis 1000 V bis hin zu kleinen Zweirädern mit Batterien im Niedervoltbereich.

Das Produktportfolio im Bereich BMS bietet darüber hinaus Lösungen für die Überwachung und Steuerung von großen stationären Energiespeichersystemen mit Systemspannungen bis 1500 V.

Weitere Geschäftsbereiche sind die Entwicklung und Herstellung innovativer Schaltelemente, pyrotechnischen Trennelemente für Batterien und weiterer Automotive-Steuergeräte (beispielsweise Telematik- ECUs). Wir bieten darüber hinaus Softwarelösungen zur Analyse von Batterien und Flottendaten von Elektrofahrzeug-Batterien. Im Rahmen eines Joint-Ventures mit der Firma Wieland entwickelt und produziert ME zudem shunt-basierte Stromsensoren unter der Marke Qulectra für Anwendungen mit hohen funktionalen Sicherheitsanforderungen wie Elektrofahrzeugen.

Für die Produktion unserer Hardware-Produkte arbeiten wir mit verschiedenen Partnern aus dem Bereich Electronic Manufacturing Services zusammen. Die relevanten Produktionsstätten befinden sich in Deutschland sowie Ungarn.

Der Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen erfolgt über sechs Tochterunternehmen, wovon fünf ihren Sitz in Deutschland haben und eines seinen Sitz in Österreich hat.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und insbesondere Entwicklung im Hard- und Softwarebereich stellen das Herzstück unserer Tätigkeit dar. Zum 31. Dezember 2023 arbeiteten 98 festangestellte Mitarbeitende in diesen Bereichen. Es existieren sowohl Projekte mit Kunden, um unsere Produkte bedarfsgerecht anbieten zu können, als auch Projekte für Innovationen, um weitere Erlösströme für ME erschließen zu können. Als sichtbares Ergebnis konnten im Geschäftsjahr 5 Patente angemeldet werden. Es werden keine selbst geschaffenen Vermögensgegenstände aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stellte sich im Jahr 2023 als herausfordernd dar - so ging das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr preis- und kalenderbereinigt um 0,1 % zurück. Hiervon unbeeindruckt zeigt sich die Automobilindustrie (Hersteller und Zulieferer), aus der der Großteil unserer Kunden stammt. Laut der Beratungsgesellschaft EY wurde am Standort Deutschland 2023 ein Rekordjahr mit einem Gesamtumsatz von 558 Milliarden Euro erzielt. Hierbei wuchsen die Hersteller um 11 %, wohingegen die Zulieferer um 9 % zulegen konnten. Dieses Wachstum ist jedoch vor allem auf Preiseffekte zurückzuführen.

Der Markt elektrisch angetriebener (electric vehicles, "EV", umfasst neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Plug-in Hybride sowie Hybridfahrzeuge) Personenkraftfahrzeuge vergrößerte sich laut einer Strategy& Studie gemessen an Stückzahlen um 31 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Bereich der mittelschweren Nutzfahrzeuge (3,5 - 16 Tonnen) betrug das Wachstum der neu zugelassenen elektrisch angetriebenen Fahrzeuge in der EU 229,4 %. Damit sind in der EU nun 5,2 % der Fahrzeuge in diesem Segment elektrifiziert. Im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge (über 16 Tonnen) stieg die Zahl neu zugelassener Einheiten um 239,6 % gegenüber dem Vorjahr an. Hier beträgt die Elektrifizierungsrate 1,0 %. In den US, dem 2023 zweiten großen Absatzmarkt für die ME-Gruppe neben Europa, wuchs das Segment der commercial vehicles mit alternativen Antrieben (hier sind allerdings durch Erdgas angetriebene Fahrzeuge enthalten) um 78 %.

2. Geschäftsverlauf

Die Munich Electrification GmbH befindet sich weiterhin in einer Phase starken Wachstums, insofern ist das Geschäftsjahr trotz verschiedener Herausforderungen zufriedenstellend verlaufen. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 46,2 % auf TEUR 31.691 gesteigert werden. Das Jahresergebnis nach Steuern ging jedoch um 58,1 % auf TEUR 307 zurück.

Der Rückgang ist insbesondere auf eine Veränderung des Produktmix der gesamten ME Gruppe und einem daraus resultierenden Anstieg des Materialaufwands zurückzuführen. Vgl. hierzu die Erläuterungen im Abschnitt "Ertragslage".

Im Geschäftsjahr beantragte einer der größten Endkunden der ME Gruppe eine Insolvenz nach Chapter 11 des United States Bankruptcy Code. Die direkten Auswirkungen sowie die bilanzielle Abbildung betreffen das Tochterunternehmen, bei welchem die Kundenbeziehung lag. Das Management der ME Gruppe musste die Planung jedoch entsprechend anpassen, was sich insbesondere in einer Abweichung des Umsatzwachstums (vgl. Kapitel III) zeigt.

Um den hohen Ansprüchen unserer Kunden zu genügen, ist ein funktionierendes Qualitäts- und Umweltmanagement von herausragender Bedeutung für uns. Daher sind wir sowohl nach ISO 9001 als auch nach ISO 14001 zertifiziert. Zur Sicherstellung einer hohen Produktqualität sind alle unsere Produktionspartner nach IATF 16949:2016 zertifiziert. Zusätzlich sind unsere Entwicklungsprozesse nach ISO 26262 zertifiziert. Seit Januar 2024 besteht zudem eine Zertifizierung unseres Arbeitsschutzmanagements nach ISO 45001.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Ertragslage

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 307 abgeschlossen. Dieser ging gegenüber dem Vorjahr um 58,1 % zurück. Der Umsatz konnte im Berichtszeitraum um 46,2 % auf TEUR 31.691 (VJ TEUR 21.679) gesteigert werden. Die Umsatzerlöse der ME resultieren zu 98,6 % aus Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen. Diese konnten zum einen ihre Volumina mit bestehenden Kunden steigern sowie auch Neukunden akquirieren.

Die Quote des Materialeinsatzes einschließlich bezogener Leistungen beträgt 39,9 % und liegt damit über der Vorjahresquote von 36,7 %. Grund hierfür ist im Wesentlichen ein weiterer starker Anstieg des Anteils von Serienlieferungen an den Umsatzerlösen mit Endkunden. Die Personaleinsatzquote bewegte sich mit 38,8 % ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 39,2 %. Hier zeigt sich wie im Vorjahr der weitere Aufbau von Mitarbeiter:innen, um das künftig geplante Wachstum abbilden zu können.

Außerdem stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 16,1 % auf 17,0 % der Umsatzerlöse. Grund hierfür sind Ausgaben für interne Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die sich erst in den kommenden Jahren in den Umsatzerlösen widerspiegeln werden.

Diese Faktoren - insbesondere der Anstieg des Materialeinsatzes - sind für den Rückgang des Jahresüberschusses trotz steigender Umsatzerlöse verantwortlich.

3.2. Vermögenslage

Die Summe aller Aktiva der Munich Electrification GmbH betrug zum Bilanzstichtag TEUR 15.034 (VJ TEUR 8.014). Der Anteil des Anlagevermögens vom Gesamtvermögen belief sich auf etwa 27,6 % (VJ 24,6 %). Der Anstieg hier ist auf Investitionen in Software, die für unsere Produktentwicklung genutzt wird, sowie eine Erhöhung unserer Einlage in das Joint Venture zurückzuführen. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu 90 % gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, erhöhten sich leicht von TEUR 3.455 auf TEUR 3.503.

Die Forderungen der Tochterunternehmen an die Endkunden werden aufgrund unseres sehr guten Forderungsmanagements zeitnah beglichen. Die liquiden Mittel stiegen daher auf TEUR 771 (VJ TEUR 256).

3.3. Finanzlage

Das wesentliche Ziel der Finanzpolitik ist, die laufende Geschäftstätigkeit aus den liquiden Mitteln zu bestreiten. Daneben sollen die notwendigen Investitionen weiterhin weitestgehend aus eigenen Kräften bestritten werden. Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital zu 7,7 % gedeckt. Betrachtet man diese Kennzahl jedoch gruppenweit, so zeigt sich eine Anlagendeckung von 144,1 %. Die Gesamtkapitalstruktur kann als gut bezeichnet werden. Die Liquidität ist ausreichend. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich auf TEUR 5.441 (VJ TEUR 1.831) erhöht, was im Wesentlichen auf Anzahlungen von Kunden zurückzuführen ist, die die Tochterunternehmen an die Muttergesellschaft teils weitergereicht haben. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -3.336 (VJ TEUR -1.260) und betrifft im Wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR -1.591 (VJ TEUR -2.208).

3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, sowie die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln (Cash-Flow). Für deren Entwicklung verweisen wir auf die obigen Ausführungen.

III. Prognosebericht

Nach dem oben erwähnten Rückgang des BIPs im vergangenen Kalenderjahr rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Frühjahrsgutachten für 2024 mit einem leichten Wachstum von 0,2 % sowie 0,9 % für 2025. Weitere gesamtwirtschaftliche Kennzahlen wie die Inflation und die Arbeitslosenquote sollen sich 2024 auf 2,4 % respektive 5,8 % stabilisieren.

Global erwartet der Sachverständigenrat ein BIP Wachstum von 2,6 % für 2024 sowie 2,7 % für 2025, welches insbesondere auf die Entwicklung in den USA und in China zurückzuführen ist. Risiken für diese Entwicklung leiten sich vor allem aus der geopolitischen Unsicherheit ab, wie sie im weiterhin andauernden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie im eskalierenden Nahostkonflikt zu Tage treten. Insbesondere eine lokale Ausweitung des letzteren kann zu einer erheblichen Verteuerung von Energie führen und dadurch die Inflation wieder entfachen.

Für die ME GmbH und ihre Tochterunternehmen sind insbesondere die folgenden (Teil) Märkte von Relevanz: elektrische Nutzfahrzeuge, elektrische Personenkraftwagen sowie batterieelektrische Stationärspeicher.

Im bereits zitierten Frühjahrsgutachten arbeitet der Sachverständigenrat die immense Bedeutung der Dekarbonisierung des Güterverkehrs in Deutschland auf, da dieser derzeit zu 8 % für die Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Da eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene nur sehr begrenzt möglich ist, rückt die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs in den Fokus, der wiederum 98 % der gesamten Treibhausgasemissionen im Güterverkehr ausmacht. Hierbei biete laut dem Gutachten eine Fokussierung auf den Einsatz von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen den größten Hebel. Diese Empfehlung geht einher mit den Prognosen der Unternehmensberatungen BCG, die bis Ende des Jahrzehnts ein Wachstum im Bereich des Nutzfahrzeugmarktes von jährlich 2 % erwarten und McKinsey, die einen Anstieg des Anteils elektrischer Nutzfahrzeuge an diesem Markt auf über 35 % bis 2035 schätzen.

Auch im Bereich von elektrischen Personenkraftwagen mit einer geschätzten Marktgröße von weltweit EUR 569,8 Mrd. im Jahr 2024 wird ein jährliches Wachstum bis 2028 von 9,9 % erwartet.

Der Markt für batterieelektrische Energiespeicher wird gemessen an der Speicherkapazität laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey zwischen 2023 und 2030 jährlich um 25 % bis 26 % wachsen.

Insgesamt sind diese Prognosen mit einer erheblichen Schätzunsicherheit verbunden - aufgrund der erwähnten geopolitischen Verwerfungen wie auch aufgrund des Einflusses von politischen Entscheidungen auf diese Situation. Diese Volatilität macht sich neben des bereits in Kapitel II.2 erwähnten Grundes auch in der Abweichung des tatsächlichen Umsatzwachstums auf Gruppenebene von 17 % von der Erwartung von 66 % im Vorjahr bemerkbar.

Insgesamt leiten wir aus diesen Marktannahmen und der Erfahrungen der Vergangenheit auf Gruppeneben ein weiteres moderates Umsatzwachstum sowie einen moderaten Anstieg des Cashflows.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das nachstehende Schaubild stellt unser Risikoprofil in einer komprimierten Form dar. Ausgehend von einem einjährigen Prognosehorizont wurden eine Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche finanzielle Auswirkung des jeweiligen Einzelrisikos bewertet und aggregiert bzw. kategorisiert. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit unter 30 % wird als "niedrig" definiert, eine Wahrscheinlichkeit des Eintritts größer 60 % als "hoch".

Eintrittswahrscheinlichkeit
Risiko Niedrig Mittel Hoch
allgemeine und branchenspezifische Marktrisiken X
Finanzwirtschaftliche Risiken X
Personalrisiken X
Bestandsrisiken X
Ausfall- und Bonitätsrisiken X
Marktpreisrisiken X
Währungsrisiken X
Steuerrisiken X
Zinsänderungsrisiken X
Absatzrisiken X
Beschaffungsrisiken X
Produktionsrisiken X
Garantie-/Qualitätsrisiken X
Umweltschutzrisiken X
Sonstige Risiken X
Mögliche finanzielle Auswirkungen
Risiko Unwesentlich Moderat Wesentlich
allgemeine und branchenspezifische Marktrisiken X
Finanzwirtschaftliche Risiken X
Personalrisiken X
Bestandsrisiken X
Ausfall- und Bonitätsrisiken X
Marktpreisrisiken X
Währungsrisiken X
Steuerrisiken X
Zinsänderungsrisiken X
Absatzrisiken X
Beschaffungsrisiken X
Produktionsrisiken X
Garantie-/Qualitätsrisiken X
Umweltschutzrisiken X
Sonstige Risiken X

Die größten Risiken gehen von einer verschlechterten Marktlage durch eine weltweite Rezession sowie Produktionsengpässen aufgrund der schlechten Verfügbarkeit von Bauteilen aus.

Insbesondere die geopolitischen Krisenherde, die bereits erwähnt wurden, sowie auch der wachsenden Handelskonflikt zwischen den USA und der Volksrepublik China sind nicht verlässlich einschätzbar und können teils gravierende Folgen auf Absatz- und v.a. Beschaffungsmärkte haben. Hierzu haben wir uns im Bereich Sourcing und Supply Chain Management personell verstärkt, um diese Risiken adressieren zu können. Einkaufsseitig können sich zudem weltmarktgetriebene Rohstoffpreiserhöhungen negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken. Diesen Risiken versuchen wir durch mittel- und langfristige Rahmenvereinbarungen oder Preisgleitklauseln entgegenzuwirken. Produktionsseitig stellen Verzögerungen und Kapazitätsschwankungen durch fehlende Bauteile ein Produktionsrisiko dar. Wir versuchen durch Vorziehen von Bestellungen bzw. langfristige Verträge dieses Risiko zu minimieren.

Außerdem bewerten wir kontinuierlich das Zahlungsverhalten und die Bonität unserer Kunden, um sich hieraus ergebende Risiken möglichst weit abzusichern. Ebenfalls besteht absatzseitig das Risiko, dass unsere Kunden aufgrund fehlender anderer Komponenten neben den von uns bereitgestellten Produkten keine Batterien, Batteriesysteme oder Fahrzeuge bauen können und dadurch ihren Bedarf reduzieren. Um diese Risiken steuern zu können, sind wir in ständigem Austausch mit unseren Kunden.

Auf der Personalseite sind wir merklich vom Fachkräftemangel betroffen. Als wachsendes Unternehmen bauen wir auch weiterhin Personal auf, jedoch bleiben Stellen teilweise unbesetzt, da sich die Suche nach geeigneten Personen als schwierig gestaltet.

2. Chancenbericht

Durch die weitere Transformation hin zur Elektromobilität sehen wir uns in einer guten Position, unser Geschäftsmodell weiter auszubauen und unsere Umsatzerlöse sowohl mit bestehenden als auch mit neuen Kunden zu steigern. Außerdem sehen wir hohe Chancen, durch unsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere in den Bereichen elektromechanische Bauteile sowie Softwareprodukten neue Erlösströme zu erschließen.

Weitere Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer regionaler Märkte. So sind wir derzeit in Asien noch kaum repräsentiert. Außerdem ergeben sich wie bereits im Prognosebericht angedeutet große Chancen außerhalb des Mobilitätssektors, etwa im Bereich stationäre Batteriespeicher, in welchem wir bereits Fuß fassen konnten.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung werden insbesondere im hohen Wettbewerbs- und Kostendruck, dem Beschaffungsmarkt, Produktionsrisiken, sowie Insolvenzen gesehen. In Anbetracht der Gesamtsituation gilt es, das Momentum des Wirtschaftswachstums zu nutzen und dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

München, den 31. Mai 2024

Georg-Friedrich Graf, Geschäftsführer

Dr. Uwe Wiedemann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Munich Electrification GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Munich Electrification GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Munich Electrification GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 6. Juni 2024

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Fabian Galler, Wirtschaftsprüfer

Michael Steck, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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