mih Rent2Build GmbH
Selbe AdresseVermietung von Baumaschinen und -geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ilhan Brcvak seit 10.1.2025 | Prokura |
Hajriz Brcvak seit 4.7.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Brcvak Holding GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIH GmbHHorstmarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtMIH GmbH, HorstmarI. Grundlagen des Unternehmens Die MIH GmbH ist eines der führenden Unternehmen im Bereich des Ausbaus der Infrastruktur für das flächendeckende Breitbandnetz. Der Tätigkeitsbereich der MIH GmbH erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland sowie inzwischen auch mehrere angrenzende Nachbarländer. Bedingt durch die Vorgaben aus der Politik die getragen sind von dem Gedanken, eine flächendeckende Versorgung mit Breitbandnetzen zu erreichen, wurde der Bereich Fiber to the home (FTTH) in den letzten Jahren stärker forciert. Auch zukünftig gehen wir davon aus, dass dieser Bereich weiterwachsen wird. Ein weiterer Geschäftsbereich ist darüber hinaus die Unterhaltung von Glasfasernetzen. Dies umfasst die Beseitigung von Störungen, die Reparaturen von Beschädigungen sowie das Erstellen von Nachanschlüssen. Die für die Erstellung des Breitbandausbaus mit Glasfaserkabeln notwendigen Gewerke werden überwiegend in Form von Generalunternehmeraufträgen erbracht. Von der Projektplanung über die Tiefbauarbeiten (Kabelleitungsbau), dem Einbringen der Glasfasern in die Trassen, der Erstellung und Konfiguration der Schaltschränke, sowie der Anbindung der Endkunden am Hausübergabepunkt bis zur Dokumentation des erstellten Glasfasernetzes bietet die MIH GmbH als Dienstleister das gesamte Portfolio des Breitbandausbaus an. II. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet weiterhin die Entwicklung der Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union hat sich das Wirtschaftswachstum deutlich abgeschwächt. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Trotz der einstimmigen negativen Prognosen zur weltweiten konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2023, die geschlossen von einem Wirtschaftsabschwung ausgegangen waren, gab es in 2023 Unterschiede in der tatsächlichen Entwicklung, je nach Region und Wirtschaftssektor. Die globale Konjunktureinschätzung wurde für Dezember 2023 mit einem Index von -1,5 bewertet, während der tatsächliche Wert der Entwicklung mit -2,0 festgestellt wurde (Statista 2024). In diesem Umfeld stiegen die in Deutschland 2023 verzeichneten Konsumausgaben der privaten Haushalte um 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr, was durchaus auf die anhaltende Inflation und gestiegenen Lebenshaltungskosten zurückzuführen war. Das reale BIP ist in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Auch die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank 2023 um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Hiervon waren einzelne Branchen besonders betroffen, wie die Autobranche, der Einzelhandel - ausgenommen dem Onlinehandel -, der Bereich Tourismus und Gastgewerbe. Die Bauwirtschaft verzeichnete zwar ein solides Wachstum, litt jedoch gleichzeitig unter Materialknappheit und steigenden Preisen. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges zeigten sich im Verlauf des Jahres 2023 immer mehr. Hinzu kam im Oktober 2023 mit dem Angriff auf Israel ein weiterer Krieg mit weltweiten politischen und wirtschaftlichen Folgen. Im Jahr 2023 erlebte daher die deutsche Wirtschaft eine schwierige Phase und konnte sich im Vergleich zu 2022 nicht erholen. Das BIP sank um etwa 0,3 % und deutete auf eine Rezession hin. Die hohen Energiekosten und die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten belasteten die Wirtschaft weiterhin. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Entwicklung. Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) um 2,0 %. Besonders stark betroffen war die Energieversorgung, während das verarbeitende Gewerbe einen Rückgang von 0,4 % verzeichnete. Auf der anderen Seite konnten die meisten Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft stützen. Das Geschäftsjahr 2023 war für unsere Gesellschaft daher vom schwierigen Markttrend beeinflusst, hat sich aber dennoch positiv entwickeln können. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist auch preisbedingt, da die Preisentwicklung bereits frühzeitig in der Kalkulation aller neuen Projekte einfließen konnte. Notwendige betriebliche Maßnahmen und Gehaltsanpassungen konnten vollständig durchgeführt werden. Insgesamt ist die MIH GmbH im Markt gut positioniert. Der deutsche Breitbandmarkt ist geprägt von überschaubarem, aber kontinuierlichem Wachstum. Gemäß einer Marktanalyse für 2022 des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM) ist der Breitbandkabel-Umsatz in der Zeit von 2010 bis 2019 kontinuierlich gewachsen. Seit 2022 hat sich der deutsche Breitbandmarkt weiter positiv entwickelt. Die Anzahl der Breitbandanschlüsse sind weiter gewachsen, bis Mitte 2023 gab es etwa 38 Millionen Breitbandanschlüsse in Deutschland. Bis Ende 2023 wurden etwa 8 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt. III. Geschäftsverlauf Die MIH GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes konnte die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um ca. 24,70 % auf 201.307 TEUR (i. V. 161.431 TEUR) gesteigert werden. Der betriebliche Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand) konnte hingegen im gleichen Zeitraum um ca. 62 % auf 120.086 TEUR (i. V. 73.971 TEUR) gesteigert werden. Diese positive Entwicklung konnte die Gesellschaft insbesondere deshalb nehmen, weil interne Umstrukturierungen und eine Neuaufstellung der einzelnen Abteilungen erfolgte, wodurch auch externe Kompetenzen, insbesondere branchenerfahrene Berater, hinzugewonnen werden konnten. Geprägt war das Geschäftsjahr auch durch die Fertigstellung des neuen Büro- und Lagergebäudes, was zu kürzeren und strukturierteren Arbeitsweisen führte. Der interne Verwaltungsablauf konnte stabilisiert werden. Nicht zufriedenstellend ist die Entwicklung der Personalaufwendungen. Hier ist ein Anstieg auf 48.650 TEUR (i. V. 28.671 TEUR) zu verzeichnen, der trotz des Anstiegs der Gesamtleistung zu hoch ausgefallen ist. Ursächlich für den deutlich überproportionalen Anstieg der Personalaufwendungen (+ 69,68 %) im Vergleich zum Anstieg der Gesamtleistung (+ 24,70 %) sind neben den inflationsbedingt überdurchschnittlich hohen Lohn- und Gehaltssteigerungen auch Probleme bei der Auslastungssteuerung des eigenen Personals und der Koordinierung mit dem Personal, das von Subunternehmern zur Verfügung stand. Besser fällt die Beurteilung beim Blick auf die Entwicklung der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" aus. Hier ist nur ein Anstieg um 14,74 % (44.375 TEUR; i. V. 38.674 TEUR) zu verzeichnen. Bei genauerer Betrachtung fällt hier nur die Entwicklung der Reisekosten mit einem Anstieg um 156,73 % (4.559 TEUR; i. V. 1.776 TEUR) und die Entwicklung der Versicherungen und Beiträge mit einem Anstieg um 106,56 % (1.369 TEUR i. V. 662 TEUR) auf. Abschließend kommen wir trotz der deutlich überproportionalen Steigerungen der Personalaufwendungen zu einem deutlich gestiegenen Jahresüberschuss i. H. v. 15.322 TEUR (i. V. 2.335 TEUR). Im Jahre 2023 konnte die MIH GmbH erneut sehr gute Auftragseingänge verzeichnen. Somit ist die MIH GmbH mit einem hohen Auftragsbestand in das Jahr 2024 gestartet. IV. Lage a) Ertragslage Die Ertragslage des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2023 gut, da wir die Entwicklung einzelner Aufwandspositionen als zufriedenstellend beschreiben würden. Ausgehend von Umsatzerlösen von 101.651 TEUR (im Vorjahr: 47.274 TEUR), einer Erhöhung des Bestands der unfertigen Erzeugnisse von 98.314 TEUR (im Vorjahr: 113.369 TEUR) und aktivierten Eigenleistungen von 1.342 TEUR (im Vorjahr: 787 TEUR) konnte eine Gesamtleistung von 201.307 TEUR (im Vorjahr: 161.431 TEUR) erzielt werden. Der betriebliche Rohertrag konnte angesichts der nicht proportional zum Umsatz gestiegenen Materialaufwendungen um 46.115 TEUR auf 120.086 TEUR (im Vorjahr: 73.971 TEUR) gesteigert werden, was einer betrieblichen Rohertragsmarge von 58 % (im Vorjahr: 45 %) entspricht. Die Erhöhung des Personalaufwands um 19.979 TEUR auf 48.650 TEUR ist sowohl auf den Anstieg der Mitarbeiterzahl sowie auf eine Umstellung auf Akkordlohn und die marktbedingte Erhöhung von Stundenlöhnen und Gehältern zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 17,76 % auf nunmehr 24,17 %, was auch durch personelle Verstärkung insbesondere im Bereich der Verwaltung begründet ist, die aufgrund des Unternehmenswachstum notwendig wurde. Mit dem Anstieg der Auftragslage und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5.701 TEUR auf 44.375 TEUR gestiegen. Abschließen konnte die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von 22.284 TEUR (im Vorjahr: 3.727 TEUR). Nach Ende der coronabedingten Einschränkungen konnte eine wesentlich exaktere Kapazitätsplanung erfolgen, was dazu führte, dass die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Gesamtleistung in Höhe von 10-20 % übertroffen wurde (24,70 %). Des Weiteren hat man den überproportionalen Anstieg der Materialkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen eindämmen können. Im Ergebnis entwickelte sich das Jahresergebnis außerordentlich positiv von 2.335 TEUR im Vorjahr auf 15.322 TEUR und bestätigte damit die Erwartungen. b) Vermögens- und Finanzlage Infolge der guten Ergebnisentwicklung hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft um 13.628 TEUR auf 41.779 TEUR (im Vorjahr: 28.151 TEUR) erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich wieder von 34,53 % auf 47,44 %. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel abzüglich jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten) beträgt -132 TEUR. Dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 20.562 TEUR steht ein durch hohe Investitionen geprägter negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -18.147 TEUR sowie ein ebenfalls negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -2.547 TEUR gegenüber. Die Finanzierung erfolgt damit durch die Zahlungszuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Das gesamte Investitionsvolumen im Berichtsjahr betrug 18.365 TEUR. Dabei handelt es sich neben den Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um umfangreiche Investitionen in technische Anlagen und Maschinen auch um die Investition in den Neubau eines Verwaltungsgebäudes i. H. v. 5.636 TEUR. Im Jahr 2024 sind aufgrund des geplanten Wachstums weitere Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und den Maschinenpark geplant. Darüber hinaus konnte der Bau der neuen Betriebsimmobilie am Unternehmenssitz in Horstmar im Frühjahr 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Vermögenslage war sowohl am Bilanzstichtag als auch im Berichtsjahr 2023 stets geordnet. Das Gesamtvermögen beträgt 88.075 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6.558 TEUR erhöht. Diese Erhöhung ist getrieben von den umfangreichen Investitionen in das Anlagevermögen unserer Gesellschaft. Gegenläufig konnte die Mittelbindung im Umlaufvermögen reduziert werden. Die Vorräte reduzierten sich um 3.206 TEUR auf 19.082 TEUR; der Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände konnte um 3.644 TEUR auf 26.402 TEUR reduziert werden. Innerhalb der Position Vorräte wurde der Bestand an unfertigen Leistungen um 98.314 TEUR weiter gesteigert. Diese Entwicklung wurde durch den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 112.076 TEUR übertroffen. Auf der Passivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme insbesondere in der bereits erläuterten Erhöhung des Eigenkapitals wider. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten, die trotz der erhöhten erhaltenen Anzahlungen insgesamt um 11.395 TEUR auf 38.963 TEUR reduziert werden konnten. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Primäre Ziele der Gesellschaft sind die Bestätigung der Marktposition und ein nachhaltiges Wachstum. Aus diesem Grund erfolgt die Steuerung des Unternehmens im Wesentlichen auf Basis der folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: • Gesamtleistung • Rohertrag • Ergebnis vor Steuern (EBT) Für die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse werden diese Kennzahlen überprüft und analysiert. d) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein internes Berichtswesen, welches u.a. auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ermittelt, ist im Aufbau. Ergänzend dazu stellen wir jedoch fest, dass die MIH GmbH über ein stabiles Kundenportfolio verfügt. Darüber hinaus ist die MIH GmbH bemüht, das betriebliche Leistungsspektrum auf neue Produkte und neue Märkte auszuweiten. Diversifikation ist Mittel der Wachstums- und Risikopolitik. e) Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir im Geschäftsjahr als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist angesichts der Rahmenbedingungen als positiv zu bezeichnen. Insgesamt blicken wir auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurück. V. Chancen- und Risikobericht Es werden unternehmenseigene Kontroll- und Überwachungsmechanismen eingesetzt, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Geschäftsleitung werden regelmäßig Informationen in Form von Kennzahlen und Reportings zur Verfügung gestellt, die der Einschätzung von und der frühzeitigen Reaktion auf Risiken dienen. Dem Risiko der Abhängigkeit einzelner Auftraggeber ist die MIH GmbH durch Diversifikation bereits begegnet und hat sich bereits in den Vorjahren breiter aufgestellt. Da das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsstarken Breitbandanschlüssen und den in einem weiteren Schritt notwendigen Aufbau von Gigabitnetzen als Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand sieht, bieten sich daher für unser Unternehmen weitere Chancen und Wachstumspotenziale. Der Ausbau des Breitbandnetzes, insbesondere in den nicht so dicht besiedelten Gebieten, stellt in den nächsten Jahren eine nicht unerhebliche Anforderung an Netzbetreiber und ausführende Unternehmen dar. Der Markt bietet, auch in Anlehnung an die dargestellten politischen Forderungen des flächendeckenden Breitbandausbaus, mittelfristig sehr gute Auftragschancen. Neben der Erstellung von neuen Netzen steigt naturgemäß auch der Bedarf an qualifizierten Unternehmen, die sich der Pflege und Wartung dieser Netze annehmen. In diesem Segment ist eine langfristige Positionierung möglich. Um das Wachstum realisieren zu können, sind entsprechende Mitarbeiterressourcen erforderlich. Bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation könnte ein Risiko in der Akquise gut ausgebildeter Fachkräfte liegen. Durch diverse, neu auf dem Markt drängende Unternehmen, die im Glasfaserbau tätig sind, ist bereits in den Vorjahren ein gewisser Preisdruck entstanden. Da die MIH GmbH aber seit vielen Jahren am Markt ist, konnte sie sich insbesondere aufgrund der Fachkompetenz, der Firmenstabilität und des eigenen technologischen Fortschritts durchsetzen. Inzwischen flacht der Preisdruck durch die neuen Unternehmen auch ab, da die Geschäftspartner aufgrund der Erfahrungen wesentlich mehr Wert auf die kompetente Qualität legen, welche die MIH GmbH aufgrund der eigenen Firmengeschichte uneingeschränkt bieten kann. Neben allgemeinen konjunkturellen Risiken besteht zudem ein Preisrisiko im Hinblick auf den Einkauf der benötigten Rohstoffe. Dieses Preisrisiko hat sich durch die Eskalation und den Ausbruch des Russland Ukraine Krieges nochmals deutlich verschärft. Bereits die Folgen der Corona-Pandemie haben einen signifikanten Anstieg der Bezugskosten zur Konsequenz gehabt. VI. Prognosebericht Die termingetreue Ausführung der Arbeiten sowie unser dargestelltes breites Leistungsangebot führen zu einer weiterhin sehr starken Nachfrage. Aufgrund des politisch vorgegebenen Ziels, FTTH flächendeckend bis 2025 zu sichern, wird diese positive Geschäftsbasis für die nächsten Jahre Bestand haben. Trotz des politisch erklärten Willens geht man in Fachkreisen bis zur vollständigen Realisation des Ziels eher von Zeithorizonten von nicht unter 10 Jahren aus. Der Bedarf an hohen und symmetrischen Bandbreiten in Deutschland wird auch über 2023 hinaus weiter ansteigen. Der großflächige Glasfaserausbau ist deshalb drängender denn je. Ein allgemein erkennbarer Trend ist das zunehmende Videostreaming, das den Bandbreitenbedarf massiv erhöht. Immer mehr Menschen nutzen außerdem neben Video-On-Demand-Angeboten, Fernsehsender-Mediatheken und Streamingdiensten auch Cloud-Computing. Dies wird die Nachfrage nach symmetrischen Bandbreiten ebenfalls nachhaltig steigern. Die Perspektive für unser Unternehmen sehen wir als ausgesprochen positiv. Sowohl das Volumen der noch neu zu errichtenden FTTH Netze, als auch die nachfolgenden Anforderungen hinsichtlich Wartung und Pflege werden dazu führen, dass sich das jeweilige Ergebnis 2024 und 2025 in etwa auf Höhe des Berichtsjahres einstellen wird. Aufgrund der sehr günstigen Nachfragesituation und unserer stetig wachsenden Kompetenzen gehen wir auch für das Jahr 2024 von einer deutlichen Ausweitung der Geschäftstätigkeit aus. Das Unternehmen entwickelt flexible Arbeitszeitmodelle, welche zu einer erhöhten Mitarbeiterzufriedenheit führen sollen, sodass im operativen Geschäft und in der Verwaltung die Loyalität der aktuellen Mitarbeiter steigern und zusätzlich neue Fachkräfte gewinnen möchten. Die größte Herausforderung sehen wir derzeit im Bereich des Kostencontrollings. Hier haben die Entwicklungen des Jahres 2022 und auch des Jahres 2023 gezeigt, dass hieraus signifikante Ergebnisbelastungen resultieren können. Aus diesem Grund haben wir im Laufe des Jahres 2023 Maßnahmen zum Kostencontrolling und auch zur Kostenreduzierung ergriffen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich diese erst im Jahr 2024 nachhaltig und vollumfänglich auswirken werden. Für das Folgejahr erwarten wir eine Steigerung der Gesamtleistung in einer Spanne von etwa 10-20 %. Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie die deutlichen Preissteigerungen im Bereich der Materialaufwendungen, inkl. der Leistungen von Subunternehmern, sowie der Aufwendungen für das eigene Personal werden jedoch dazu führen, dass das Ergebnis in etwa auf der Höhe des Vorjahres verbleibt. VII. Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur flexiblen Frauenquote gem. § 289f Abs. 4 i. V. m. Abs. 2 Nr. 4 HGB) Die MIH GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in Führungspositionen bis zum 31.12.2024 auf 30 % zu erhöhen.
Horstmar, den 20.09.2024 gez. Hajriz Brcvak gez. Jasmin Crnovrsanin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangMIH GmbH, HorstmarI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die MIH GmbH, Horstmar ist im Handelsregister beim Amtsgericht Steinfurt unter der Registernummer 12013 eingetragen. Der Jahresabschluss der MIH GmbH, Horstmar zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 250,00 wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 Euro wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Bewertung der Betriebsausstattung erfolgte teilweise mittels Festwertverfahren (§ 240 Abs. 3 HGB). Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte zum 31.12.2023. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. 2. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen Erzeugnisse wurden jeweils zu Herstellungskosten angesetzt. Sofern notwendig wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips Abschreibungen auf den niedrigeren Teilwert vorgenommen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde zusätzlich beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. 4. Übrige Aktiva Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert aktiviert. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung zeigt der nachfolgende Anlagenspiegel:
2. Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft ist 100 %ige Gesellschafterin der MIH BH d.o.o., Ilidza, Bosnien und Herzegowina. Die Tochtergesellschaft weist zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von € 738.796 und ein Jahresergebnis von € 875.184 aus. 3. Angabe zu den sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:
Die Rückstellungen für Personal beinhalten Rückstellung für noch ausstehende BG-Beiträge (T€ 215), Rückstellung für Tantiemen (T€ 607) und Urlaubsrückstellungen (T€ 369). Die Gewährleistungsrückstellungen wurden i. H. v. 0,4 % der Gesamtleistung der vergangenen drei Geschäftsjahre gebildet. 4. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Im Umlaufvermögen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 720 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Daneben bestehen weitere Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 7.432 (Vorjahr: T€ 197). Die verbleibenden Forderungen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Es bestehen Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren i. H. v. T€ 30 (Vorjahr: T€ 0). I V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Umfang von rd. T€ 5.123 in den Niederlanden, in Slowenien sowie in Österreich erzielt. Die übrigen Umsatzerlöse wurden vollständig in Deutschland erzielt. 2. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Das für die Prüfung des Jahresabschlusses zu berechnende Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 50. 3. Außerordentliche Aufwendungen/Erträge gem. § 285 Nr. 31 HGB In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 821 enthalten. V. Angabe zu Haftungsverhältnissen 1. Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 1.819 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die in Höhe von T€ 1.128 binnen eines Jahres fällig sind. 2. Angaben zu besicherten Verbindlichkeiten § 285 Nr. 1b HGB Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt T€ 9.078. Als Sicherheit dienen sicherungsübereignete Sachanlagen. 3. Haftungsverhältnisse Seitens der MIH GmbH bestehen Bürgschaften/Vertragserfüllungsbürgschaften zugunsten einzelner Kunden in Höhe von insgesamt T€ 18.317. Mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht zu rechnen, da die Gesellschaft eigenständig ihren Verpflichtungen nachkommen kann. VI. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angaben zu latenten Steuern Die zum Ende des Berichtsjahres gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 247 (Vj. T€ 239) haben sich um T€ 8 erhöht. Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen der Gesellschaft. Die Differenzen sind auf unterschiedliche Abschreibungsmethoden zurückzuführen und wurden mit einem Gesamtsteuerersatz von 30,8 % ermittelt (Körperschaftsteuer 15 %, Solidaritätszuschlag 5,5 % und Gewerbesteuer 14,56 %). 3. Vorschlag über die Verwendung des JahresergebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Angabe gem. § 285 Nr. 9c HGB Zum 31.12.2023 betragen die Forderungen gegen den Geschäftsführer Herrn Hajriz Brcvak T€ 4.510. Diese Forderungen beinhalten ein Darlehen über € 3,5 Mio., das mit 0,5 % verzinst wird, ein Darlehen über T€ 380, das mit 3,5 % verzinst wird und weitere getragene Auslagen, die ebenfalls mit 3,5 % verzinst werden. Gegen den Geschäftsführer Herrn Jasmin Crnovrsanin besteht eine Forderung von T€ 253 die mit einem variablen Zinssatz von 1 % über dem Basiszins verzinst wird. 5. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Hajriz Brcvak, Kaufmann Jasmin Crnovsanin, Kaufmann Dr. Stephan Zimmermann, Kaufmann (bis 7.12.2023) 6. Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. 7. Konzernabschluss Die MIH GmbH wird in den Konzernabschluss der mih Holding GmbH, Dorfstraße 5, 48612 Horstmar, (Amtsgericht Steinfurt HRB 13427) zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss der mih Holding GmbH, Horstmar, wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Horstmar, den 20.09.2024 gez.Hajriz Brcvak gez. Jasmin Crnovrsanin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MIH GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MIH GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gütersloh, 9. Oktober 2024 KJP
Audit GmbH
Milomir Jolovic, Wirtschaftsprüfer |
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