Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 14512 KI
Vorher
Papier Union Verwaltungsgesellschaft mbHPMF Print Media Factoring GmbH
Eingetragen
10.12.1990
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut, welches Finanzdienstleistungen für andere gewerbsmäßig erbringt im Rahmen des laufenden Ankaufs von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff (Factoring), ohne jedoch ein Kreditinstitut zu sein (§ 1, 1 Abs. a Nr. 9 KWG). Für ihre Geschäftstätigkeit ist gemäß § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG eine schriftliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erforderlich. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, für die eine Genehmigung nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz, dem Rechtsberatungsgesetz, dem Steuerberatungsgesetz oder nach § 34 c der Gewerbeordnung erforderlich wäre.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jana Falkenberg
seit 14.4.2025
Geschäftsführer
Holger Wagner
seit 7.1.2013
Geschäftsführer
Holger Klaus Pfund
seit 7.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

74.91% identifiziert25.09% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Holger Klaus PfundJOSCHA FERMARANT GMBH
74.91%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JOSCHA FERMARANT GMBHEigenbeteiligung
25.09%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.700 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PMF Factoring GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

der PMF Factoring GmbH, Kiel

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve
a) Kassenbestand 430,08 633,11
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 66.511,23 2.324.150,39
4. Forderungen an Kunden 13.953.888,53 18.592.389,99
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
11. Immaterielle Anlagewerte
a) selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.438,00 26.505,00
11.439,00 26.506,00
12. Sachanlagen 130.578,00 17.362,00
15. sonstige Vermögensgegenstände 10.669.190,33 11.613.647,67
16. Rechnungsabgrenzungsposten 3.124,98 0,00
Summe der Aktiva 24.835.162,15 32.574.689,16

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 14.175.783,67 20.032.130,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
darunter: 7.988.644,75 9.677.528,21
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 100.714,72 40.374,72
7. Rückstellungen
b) Steuerrückstellungen 8.317,10 36.977,28
c) andere Rückstellungen 85.133,55 137.385,58
93.450,65 174.362,86
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 83.791,40 510.263,63
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 30.700,00 30.700,00
c) Gewinnrücklagen
cd) andere Gewinnrücklagen 1.164.839,43 1.164.839,43
d) Bilanzgewinn 1.197.237,53 944.490,29
2.392.776,96 2.140.029,72
Summe der Passiva 24.835.162,15 32.574.689,16

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2023 2023 2022
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.544.657,68 743.848,34
2. Zinsaufwendungen -1.118.257,02 -474.970,78
426.400,66 268.877,56
5. Provisionserträge 1.153.340,73 925.949,91
6. Provisionsaufwendungen -124.778,63 -127.086,58
1.028.562,10 798.863,33
8. Sonstige betriebliche Erträge 90.948,07 101.931,75
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen
aa) Löhne und Gehälter -433.369,20 -464.178,72
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) -58.274,31 -59.779,85
-491.643,51 -523.958,57
b) andere Verwaltungsaufwendungen -430.329,81 -406.253,58
-921.973,32 -930.212,15
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -35.264,70 -33.467,51
13. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmter Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -217.448,56 -215.659,83
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 371.224,25 -9.666,85
22. Außerordentliche Erträge 0,00 467.332,16
23. Steuern vom Einkommen und Ertrag -118.477,01 -145.769,19
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen 0,00 -1.084,00
27. Jahresüberschuss 252.747,24 310.812,12
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 944.490,29 633.678,17
34. Bilanzgewinn 1.197.237,53 944.490,29

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die PMF Factoring GmbH hat ihren Sitz in Kiel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 14512 eingetragen.

Die Gesellschaft betreibt das Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und ist damit ein Finanzdienstleistungsinstitut.

Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt sie den Regelungen des Kreditwesengesetzes und steht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Damit fällt die PMF Factoring GmbH auch in den Anwendungsbereich der §§ 340 ff. HGB und der RechKredV.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der PMF Factoring GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und der Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Für die Gliederung der Bilanz hat die Gesellschaft das Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet.

Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden werden mit den realisierbaren Werten bilanziert. Für alle erkennbaren und latenten Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Zugangsjahr abgeschrieben und Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 liegen, werden in ein einem Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verpflichtungen sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsverluste bzw. -gewinne wurden gemäß den vertraglichen Regelungen mit den Factoringkunden als Forderung bzw. Verbindlichkeiten an Kunden bilanziert.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel auf Seite 4 darstellt. Die Sachanlagen enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Gliederung nach § 9 RechKredV von ausgewählten Posten der Bilanz nach Restlaufzeiten ist auf der Seite 5 dargestellt.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Zur Absicherung von Kontokorrentverbindlichkeiten im laufenden Jahr wurden Zessionsverträge über die Forderungen an Kunden der Gesellschaft geschlossen. Daneben wurden die Schadenersatzansprüche aus der Warenkreditversicherung für die abgetretenen Forderungen ebenfalls abgetreten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von T€ 10.515 Forderungen an Refinanziers aus Forderungsverkäufen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal, Versicherungsprämien, und Ausfallgarantien, Archivierungskosten, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen.

Von den nachrangigen Darlehen wurden T€ 84 von Gesellschaftern gewährt. Für alle Darlehen wurde ein wirksamer Rangrücktritt erklärt.

Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr waren die Herren Holger Pfund (Diplom-Betriebswirt) und Holger Wagner (Diplom-Kaufmann), beide Hamburg, als Geschäftsführer bestellt.

Die Gesellschaft wendet die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge an.

Mitarbeiter

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 3 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Leitende Angestellte im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes werden nicht beschäftigt.

Honorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von T€ 31 umfasst nur Abschlussprüferleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von T€ 1.197 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Kiel, 10. Mai 2024

PMF Factoring GmbH

Holger Pfund

Holger Wagner

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Historische Anschaffungskosten 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.854,55 21.854,55
b) entgeltlich erworbende Konzessione gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 344.693,63 344.693,63
366.548,18 0,00 0,00 366.548,18
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.550,08 132.440,77 304.990,85
172.550,08 132.440,77 0,00 304.990,85
539.098,26 132.440,77 0,00 671.539,03
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugänge Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.853,55 21.853,55
b) entgeltlich erworbende Konzessione gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.188,63 15.067,00 333.255,63
340.042,18 15.067,00 0,00 355.109,18
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 155.188,08 20.197,70 972,93 174.412,85
155.188,08 20.197,70 972,93 174.412,85
495.230,26 35.264,70 972,93 529.522,03
Restbuchwert 31.12.2023 Restbuchwert 31.12.2022 Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023
Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00 0,00
b) entgeltlich erworbende Konzessione gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.438,00 26.505,00 15.067,00
11.439,00 26.506,00 15.067,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.578,00 17.362,00 20.197,70
130.578,00 17.362,00 20.197,70
142.017,00 43.868,00 35.264,70

Fristengliederung nach § 9 RechKredV

bis drei Monate mehr als drei Monate mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Gesamt
Aktiva
4. Forderungen an Kunden 13.953.888,53 0,00 0,00 0,00 13.953.888,53
Passiva
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.988,644,75 0,00 0,00 0,00 7.988,644,75

Lagebericht 2023

Marktumfeld

Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland ist im Jahr 2023 laut Statistischem Bundesamt um 0,3 % geschrumpft und befindet sich in einer Rezession. Die Schwäche der deutschen Wirtschaft führte auch zu einem historisch niedrigen Wachstum des Factoringmarktes. Laut Angaben des Deutschen Factoringverbandes nahm der Factoringmarkt in Deutschland im Jahre 2023 lediglich um 3,1 % auf 384,4 Mrd. € zu.

Die Mitglieder des Deutschen Factoringverbandes vereinigen einen Marktanteil von 98 % auf sich. Seit dem 1.1.2016 ist die PMF ebenfalls Mitglied im Deutschen Factoringverband.

Die Entwicklung der PMF

Die PMF bietet ihre Factoringdienstleistung mittelständischen Unternehmen in Deutschland an. Die PMF Factoring GmbH hat einen ausgewogenen Branchenmix. Das Factoringvolumen verteilt sich auf die Bereiche Dienstleistungen (56 %), Produktion (26 %) und Großhandel (18 %).

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft wird fortlaufend auf der Grundlage verschiedener Kennzahlen und Steuerungsgrößen überwacht. Als maßgebliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des Unternehmens erachtet die Geschäftsführung das Factoringvolumen (angediente Forderungen) und das Ergebnis vor Steuern.

Das Factoringvolumen (Summe der angekauften Forderungen in der Periode) lag bei 267 Mio. € und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 70 Mio. €. Dieses Wachstum erklärt sich zum einen aus einem volumenstarken Neugeschäft und der Reduzierung des consumer electronics abhängigen Großhandelsbereiches verbunden mit einer stärkeren Fokussierung auf den Dienstleistungsbereich. Wir gehen davon aus, trotz weiter bestehender externer Risiken, Volumen und Ergebnis in 2024 moderat steigern zu können.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 371 TEUR.

Die PMF betreibt ausschließlich das Factoring mit Delcredereübernahme, das sog. echte Factoring.

Die Zahl der bei der PMF bearbeiteten Rechnungen betrug 128.926 (Vorjahr 193.080).

Für die Abnehmer unserer Anschlusskunden hatten wir zum 31.12.2023 Debitorenlimite in Höhe von € 126 Mio. eingeräumt; die Inanspruchnahme lag bei 22,2 %.

Neben den genannten Leistungsindikatoren ermittelt und überwacht die Gesellschaft weitere finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. So wird auf einen risikoadäquaten Portfoliomix geachtet und die Ausfallquoten eng überwacht. Die Servicequalität wird durch ein besonders ausgeprägtes Expertenwissen und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantiert. Während der vergangenen Geschäftsjahre gab es keine Mitarbeiterfluktuation.

Die Struktur der Aktiva wird hauptsächlich durch die von uns erworbenen Forderungen geprägt. Die Forderungen sind zinsvariabel und nahezu vollständig innerhalb von drei Monaten fällig. Die Refinanzierung erfolgt durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen sowie vier weitere Fazilitäten bei Kreditinstituten und einem Refinanzierungspartner.

Die PMF Factoring GmbH verfügte während des gesamten Betrachtungszeitraumes über ausreichende Finanzmittel.

Risikobericht

Aus dem Factoringgeschäft ergeben sich unterschiedliche Risiken, denen wir durch Prüfung, Begrenzung der Einzelrisiken und fortlaufende Überwachung Rechnung tragen.

Aus diesem Grunde haben wir ein umfängliches System zur Risikosteuerung und -kontrolle (Risikomanagement) implementiert, das Gegenstand des Risikohandbuches innerhalb des Gesamtrichtlinienhandbuches unseres Hauses ist. Das Risikohandbuch als zentraler Punkt des Risikomanagements beschreibt die möglichen Risiken innerhalb unseres Unternehmens und bewertet die Risiken nach ihrer Bedeutung. Die konkrete Umsetzung des Risikomanagementsystems wird im Rahmen separater Arbeitsanweisungen und Richtlinien geregelt. Organisatorische Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil des Risikohandbuches.

Die Risikopolitik unseres Hauses liegt in der Verantwortung der Geschäftsleitung.

Folgende systemimmanente Risiken wurden identifiziert:

- Adressausfallrisiko

Das Adressausfallrisiko besteht in der Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen seitens der Vertragspartner. Für das Eingehen dieser Risiken gelten für unser Haus detailliert festgelegte Regelungen. Über große Engagements ist ein einstimmiger Beschluss der Geschäftsleitung erforderlich. Das Adressausfallrisiko setzt sich aus zwei Risikoarten zusammen:

Veritätsrisiken

Veritätsrisiken entstehen durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von unseren Kunden erworbenen Forderungen sowie durch unterlassene Zahlungs- bzw. Scheckweiterleitung. Dem Risiko begegnen wir mit einem detaillierten Neukundenaudit unter Berücksichtigung bonitätsbezogener Kriterien, sowie einer permanenten Überwachung laufender Geschäftsbeziehungen anhand von Abschlüssen und unterjährigen Auswertungen, regelmäßigen Saldenbestätigungen und Außenprüfungen bei den Anschlusskunden.

Bonitätsrisiken (Debitorenrisiken)

Bonitätsrisiken entstehen aus mangelnder Zahlungsfähigkeit der Forderungsschuldner. Das Forderungsausfallrisiko wird im Wesentlichen durch unsere Warenkreditversicherung bei der Atradius Kreditversicherung abgedeckt. Folglich erwerben wir nur Forderungen, die durch die Kreditversicherung gedeckt sind.

- Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschränkt sich bei uns im Wesentlichen auf die Sicherung unserer Zahlungsfähigkeit, die durch ein Gesellschafterdarlehen unserer Muttergesellschaft sowie durch weitere Refinanzierungslinien bei vier Kreditinstituten und einem Refinanzierungspartner gewährleistet ist.

- Korrespondentenrisiken

Korrespondentenrisiken bestehen nicht, da die PMF kein Exportfactoring betreibt.

- Marktpreisrisiken

Da die PMF keine Anlagegeschäfte im Sinne des Handelsbuches tätigt, die Marktpreisrisiken beinhalten, ist die Risikoart für uns nicht relevant. Die Refinanzierung der angekauften Forderungen erfolgt fristenkongruent.

- Operationale Risiken

Das Betriebsrisiko umfasst alle Risiken, die im Rahmen der Erbringung unserer Dienstleistung auftreten können. Die PMF versucht durch eine laufende Kontrolle der Arbeitsabläufe, das Anpassen der bestehenden Arbeitsanweisungen und den Einsatz von qualifiziertem Personal diese Risiken zu begegnen.

Ausblick

In diesem Jahr wird die Entwicklung der bundesdeutschen Wirtschaft weiterhin von den negativen ökonomischen Folgen des Ukrainekrieges und darüber hinaus von der noch nicht eingedämmten Inflation und von den Auswirkungen der Energiekrise geprägt sein. So waren die zu Jahresbeginn geäußerten Erwartungen wiederum sehr verhalten. Die aktuellen Prognosen der Bundesregierung und der führenden Wirtschaftsinstitute für 2024 zeigen demnach nur noch eine Stagnation der wirtschaftlichen Tätigkeit in der Größenordnung zwischen -0,5 und 0,3%. Eine signifikante Erholung der Wirtschaft und eine nachhaltige Überwindung der Rezession ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Für die Factoringbranche insgesamt wird eine Stabilisierung auf hohem Niveau erwartet.

Wesentliche Risiken für unser Geschäftsmodell erkennen wir zur Zeit nicht, außer den durch die Inflation, die Energiekrise und des Ukrainekrieges induzierten potentiellen ökonomischen Friktionen. Die vorgenannten Faktoren erhöhen jedoch die Unsicherheit der volkswirtschaftlichen Prognosen und unsere Unternehmensplanungen deutlich.

Unsere Gesellschaft strebt für das Jahr 2024 eine moderate Steigerung bei Factoringvolumen und Ergebnis an.

Wir investieren in die Entwicklung unserer Mitarbeiter, um die Qualität unserer Service- und Beratungsleistungen auszubauen. Ferner richten wir unsere internen Prozesse am Kundenbedarf aus. Damit beabsichtigen wir, die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern.

 

Kiel, 10. Mai 2024

PMF Factoring GmbH

Holger Pfund

Holger Wagner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PMF Factoring GmbH, Kiel,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PMF Factoring GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PMF Factoring GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dreieich, 10. Mai 2024

ifc Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Altenhofer, Wirtschaftsprüfer

Achim Baumeister, Wirtschaftsprüfer

AG Kiel, HR B 14512

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Gesellschaft wurde am 30.09.2024 festgestellt.

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