Reflaic UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Konstanze Bernadette Eichhorn seit 27.5.2026 | Prokura |
Oliver Horst Michael Steer seit 27.5.2026 | Prokura |
Christian Kirmeier seit 27.5.2026 | Prokura |
Yvonne Wagner seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Elias Ernst Nikolas Horst seit 14.11.2024 | Prokura |
Anjo Stiehl seit 12.9.2023 | Prokura |
Concetta Innorcia seit 29.6.2021 | Prokura |
Boris Linert seit 12.10.2015 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axactor Germany GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 1. Bilanz zum 31.12.2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Axactor Germany GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe Axactor. Die Axactor ASA, Oslo, Norwegen, als Muttergesellschaft der Axactor Gruppe ist eine skandinavische börsennotierte Gesellschaft, die auf den Ankauf und die Beitreibung von notleidenden Forderungen spezialisiert ist. Die Gruppe hat, neben Deutschland, auch Tochtergesellschaften in Norwegen, Spanien, Schweden, Finnland und Italien und beschäftigt zum Jahresende 2023 mehr als 1.200 Mitarbeiter (https://www.axactor.com/about-us). Die Kernleistungen der Axactor Germany GmbH umfassen
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Axactor Germany Holding GmbH. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres hat sich die Axactor Germany GmbH neben der Bearbeitung der bestehenden Treuhandverträge vor allem auf die Beitreibung der im Firmenverbund neu angekauften Forderungen konzentriert. Die beiden fortlaufenden Ankäufe notleidender Forderungen sind zum Ende März 2023 und zum Ende Juni 2023 ausgelaufen und wurden nicht verlängert. Dies hat sich wiederum auf die zweite Jahreshälfte ausgewirkt, in welcher der Fokus auf das bestehende Portfolio und darauf basierend veränderte Strategien gelegt wurde. Im ganzen Geschäftsjahr galt den gerichtlichen Beitreibungsmaßnahmen eine große Konzentration. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des Unternehmens sind der Umsatz und die EBITDA- Rendite. Die Prognosen des Vorjahres hinsichtlich eines Umsatzanstiegs von 39,4 Prozent (2023: - 8,2 Prozent) sowie der geplanten EBITDA-Rendite von ca. 38,2 Prozent (2023: - 20,6 Prozent) wurden im Geschäftsjahr 2023 weit verfehlt. Wesentliche Annahmen aus hinsichtlich der bevorstehenden Erträge aus den Portfolien haben sich nicht erfüllt, was seine Gründe vor allem in makroökonomischen Entwicklungen hatte. Zudem haben hohe Investitionen in gerichtliche Maßnahmen den Materialaufwand belastet und somit zu einem negativen EBITDA geführt. Die sehr hohe Mitarbeiterorientierung innerhalb der Axactor Germany GmbH ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die hohe Bearbeitungsqualität. Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor der Axactor Germany GmbH dar. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Axactor Germany GmbH 173 Mitarbeiter. Diese Mitarbeiterorientierung kommt auch im Jahr 2023 ganz besonders zum Ausdruck. Die Axactor Germany GmbH hat im Geschäftsjahr erneut das international standardisierte Gütesiegel "Great Place To Work ®" (https://www.greatplacetowork.de/workplace/item/4254/axactor+germany) erhalten. Dieses Gütesiegel misst die Zufriedenheit der Belegschaft mit dem Arbeitgeber und dem Arbeitsplatz. Die Axactor Germany GmbH hat einen Gesamtwert ("Trust Index") von 82 Prozent erreicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft (Vorjahr 1,8 Prozent Wachstum) 1. Weiterhin lastet der russische Angriffskrieg auf die Ukraine nach wie vor auf unserer Wirtschaft. Zwar sind die Energiepreise sowie die Inflationsraten wieder niedriger als im Laufe des Jahres 2022 und zu Beginn des Jahres 2023, jedoch ist die deutsche Wirtschaft nach wie vor vom hohen Niveau der Leitzinsen der EZB belastet. Eine der guten Nachrichten des Jahreswirtschaftsberichts 2024 ist, dass die Politik bei der Bekämpfung der Inflation deutliche Fortschritte macht und der Druck auf die Unternehmen und Bürger nachlassen wird 2. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bei 5,7 Prozent (Vorjahr 5,3 Prozent) 3. Auch kam es im Geschäftsjahr wieder zu einem kräftigeren Wachstum der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (7,1 Prozent, Vorjahr 5,8 Prozent) 4. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf war auch im Jahr 2023 weiterhin von den geo- und energiepolitischen Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geprägt. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird durch die immer noch anhaltende Energiekrise, den Problemen in den globalen Lieferketten sowie die dadurch stark erhöhte Inflation belastet. Folglich hat sich auch das Zinsumfeld bedeutsam verändert, was dazu führte, dass die Betreibung erschwert blieb. In Folge dieser gesamtwirtschaftlichen Situation konnten im Geschäftsjahr die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Auch der Kauf neuer Portfolien im Rahmen von fortlaufenden Ankaufsvereinbarungen ("Forward Flows") konnte diese Entwicklung nicht kompensieren.
1
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/
Aufgrund dessen wurde der Fokus auch vermehrt auf die gerichtliche Beitreibung von Forderungen gelegt, was sich in den Kosten widerspiegelt. In allen anderen Kostenpositionen wurde eine strenge Kostendisziplin auferlegt. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich die Bilanzsumme der Gesellschaft auf TEUR 20.210 (im Vorjahr TEUR 13.974). Die Veränderungen zum Vorjahr werden nachstehend erläutert. Die Veränderung der Forderungen der Gesellschaft resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 13.060 (im Vorjahr TEUR 2.948). Diese Entwicklung ist vor allem in der höheren Forderung aus der Verlustübernahme gegenüber der Axactor Germany Holding GmbH begründet. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages blieb das Eigenkapital unverändert. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt damit 3,3 Prozent (im Vorjahr 4,8 Prozent). Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf einen Betrag von TEUR 18.622 (im Vorjahr TEUR 12.033). Die deutliche Zunahme der Verbindlichkeiten ist zum größten Teil dem starken Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 12.085 (im Vorjahr TEUR 2.740) geschuldet. Dieser resultiert aus der Änderung des Abrechnungsprozesses im Zusammenhang mit den Portfolien in der deutschen Unternehmensgruppe (TEUR +10.483). Die gleichzeitige Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.279 (im Vorjahr TEUR 4.369) basiert auf der Begleichung bestehender Verbindlichkeiten. Im Bereich der Umsatzerlöse war im Geschäftsjahr ein Rückgang um TEUR 1.585 auf TEUR 17.533 zu verzeichnen (im Vorjahr TEUR 19.118). Dieser hängt unter anderem mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zusammen. Die erhöhte Inflation, das Zinsumfeld sowie die generelle Unsicherheit erschwerten die Beitreibung von Forderungen im Geschäftsjahr. Zudem wurden im Geschäftsjahr deutlich weniger Investitionen im Unternehmensverbund getätigt, was zu einer Reduktion der erfolgsbasierten Umsätze führte. Auch im Treuhandgeschäft konnten nicht alle gesetzten Ziele erreicht werden. Dadurch wurde die Prognose des Vorjahres von einem Anstieg um 39,4 Prozent bei weitem verfehlt. Die EBITDA-Rendite wies im Geschäftsjahr eine negative Tendenz auf (-20,6 Prozent, im Vorjahr 0,6 Prozent). Dies lag vor allem an hohen Investitionen in gerichtliche Maßnahmen. Damit konnte das im Vorjahr gesteckte Ziel von einer EBITDA-Rendite von 38,2 Prozent nicht erreicht werden. Die ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen TEUR 2.732 (Vorjahr TEUR 3.019) betreffen überwiegend interne und externe Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuaufsetzung unseres Inkassosystems. Die Erhöhung des Materialeinsatzes auf TEUR 8.822 (Vorjahr TEUR 7.515) hängt mit unseren Aktivitäten im Bereich des gerichtlichen Mahnverfahrens zusammen. Diese langfristigen Investitionen wirken sich zeitversetzt in den Umsatzerlösen aus. Die Erhöhung der Personalaufwendungen von TEUR 8.378 im Vorjahr auf TEUR 8.558 hängt im Wesentlichen mit generellen Lohnerhöhungen zusammen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 4.285 (im Vorjahr TEUR 4.030). Im Wesentlichen handelt es sich hier um Softwareaufwendungen, Aufwendungen für den Postversand, die Büroräume sowie Rechts- und Beratungskosten. Die Einsparungen in verschiedenen Bereichen konnten nur bedingt die zusätzlichen Kosten für den neuen Standort Saarbrücken und den erhöhten Beratungsaufwand im Geschäftsjahr kompensieren. Zinsen und ähnliche Aufwendungen fielen in Höhe von TEUR 127 (im Vorjahr TEUR 755) an. Diese Entwicklung steht in Verbindung mit den Rückführungen von Konzerndarlehen sowie der Bereitstellung zusätzlicher Mittel an die Gruppe. Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis vor Verlustübernahme TEUR -4.429 (im Vorjahr TEUR -1.266) ab. Die Axactor Germany GmbH wird durch die Axactor Gruppe ausschließlich durch die Bereitstellung von Konzerndarlehen finanziert. Die vom Mutterkonzern zur Verfügung gestellten Konzerndarlehen werden planmäßig aus dem operativen Cashflow zurückgeführt. Die Liquidität des Mutterkonzerns wird, neben dem laufenden Cashflow, durch eine bestehende Konsortialfinanzierung sowie durch ausgegebene Anleihen sichergestellt. Der benötigte Liquiditätsbedarf für das angestrebte Unternehmenswachstum ist aus heutiger Sicht einerseits durch die Refinanzierung im Konzern und andererseits durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft gesichert. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geordnet. III. Chancen- und Risikobericht Die Axactor Germany GmbH hat in der Vergangenheit das vorhandene Risikomanagementsystem kontinuierlich erweitert. Wesentliche Eckpfeiler des Risikomanagements sind hierbei das Finanz-, IT-, HR- und Produktionscontrolling. Dieses umfasst neben entsprechenden Berichten und Analysen auch ein umfangreiches Kennzahlensystem. Darüber hinaus werden unterjährige Forecasts und Jahresplanungen erstellt. Der Aufbau des Risikomanagementsystems ist auf die möglichen Risiken der Unternehmensgruppe ausgelegt. Diese werden nachstehend erläutert: Zentrale Risiken des Unternehmens sind sinkende Übergaben neuer Forderungen sowie ein Rückgang der Zahlungsmoral der Schuldner. Sinkende Übergaben sind insbesondere in gesamtwirtschaftlich guten Zeiten zu befürchten, da es zu weniger Zahlungsausfällen kommt. Die Zahlungsmoral der Schuldner sinkt in gesamtwirtschaftlich schlechten Zeiten, da die noch verfügbare Liquidität für den Lebensunterhalt benötigt oder gespart wird. Diesen Risiken wird durch Investitionen in die Vertriebstätigkeiten sowie durch Investitionen in neue Dienstleistungsangebote und in effiziente Produktionsprozesse gegengesteuert. Die Investitionen werden laufend auf ihr Kosten- / Nutzenverhältnis hin überprüft und entsprechend angepasst. Ein neues regulatorisches Risiko ergibt sich durch die Inkraftsetzung des Kreditzweitmarktgesetzes (KrZwMG) zu Beginn des Jahres 2024, welches die Beitreibung notleidender Kreditforderungen im Zweitmarkt unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt. Hierzu muss die Axactor Germany GmbH als Kreditdienstleister eine Lizenz beantragen, ohne die eine Beitreibung von ab 2024 akquirierten Portfolios nicht erlaubt wäre. Die Risiken der Gesellschaft werden regelmäßig überprüft und sind mit Kontrollpunkten sowie -maßnahmen versehen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Risikolage damit unter Kontrolle ist. Neben der Aufgabe, Risiken frühzeitig zu identifizieren, hat das Risikomanagement auch die Aufgabe, Chancen zu erkennen und entsprechende Schritte zu deren Nutzung einzuleiten. Chancen der Unternehmensgruppe sind folgende: Die zentralen Risiken bieten gleichzeitig auch Chancen für die Unternehmensgruppe, denn zum einen führen gesamtwirtschaftlich gute Zeiten zu einer gesteigerten Zahlungsmoral der Schuldner, da überschüssige Liquidität zur Entschuldung genutzt wird. Zum anderen treten in gesamtwirtschaftlich schlechten Zeiten vermehrt Zahlungsstörungen auf, was wiederum zu steigenden Übergaben an Inkassounternehmen oder zu interessanten Möglichkeiten im Bereich von notleidenden Krediten führt. Durch die Einbindung in die europäischen Konzernstrukturen ergeben sich insbesondere im Vertrieb neue Chancen für die Axactor Germany GmbH. Die Außendarstellung als europäisches Unternehmen ermöglicht es bei größeren Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, als Alternative in der Inkassobearbeitung wahrgenommen zu werden. Durch den europäischen Erfahrungsaustausch erwartet die Geschäftsführung darüber hinaus positive Effekte auf die internen Geschäftsprozesse. Hierdurch können die Dienstleistungen verbessert und Produktionsprozesse effizienter gestaltet werden. Die Nutzung moderner Kennzahlen- und Scoringmodelle sowie das Angebot neuer Dienstleistungen sorgen für Wachstumspotentiale. Als Folge des anhaltend hohen Zinsniveaus haben sich die auch die Preise für den Ankauf von Portfolios deutlich reduziert, was zu einer Zurückhaltung der anbietenden Banken und Finanzdienstleister geführt hat. Erwartete Ausschreibungen wurden daher bereits verschoben oder reduziert, was einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Axactor Germany GmbH hat. So ist im Geschäftsjahr 2024 keine Akquisition eines neuen Portfolios im Firmenverbund geplant. Es ist jedoch mittelfristig zu erwarten, dass ein neues Preisniveau durch die Anbieter akzeptiert und ein hohes Volumen notleidender Forderungen am Markt platziert wird. Durch ein aktives Kostenmanagement werden die Grundlage für zukünftige Akquisitionen von neuen Portfolios gelegt und die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten auf die Ertragslage der Gesellschaft begrenzt. IV. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft befindet sich im zweiten Quartal 2024 nach wie vor in einem angespannten Umfeld. Dennoch gibt es Zeichen, dass sich die Wirtschaft langsam aus dieser schwierigen Phase erholt. So stiegen beispielsweise die Preise für Konsumgüter langsamer als erwartet. Im März 2024 entwickelte sich die Kaufkraft durch weiterhin steigende Löhne, eine robustere Beschäftigungslagesituation sowie durch den Abwärtstrend der Inflationsrate positiv 5. Steigende Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen prägten die ersten Monate des Geschäftsjahres 2024 6. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal 2024 um 0,2 Prozent im Vergleich zum 4. Quartal 2023 7.
5 Pressemitteilung vom 23.04.2024 des
Bundesministeriums der Finanzen
Aufgrund dieser moderaten, gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ist mit einer gemäßigten Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft zu rechnen. Die Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit von Schuldnern sind schwer einzuschätzen und eine echte Erholung ist zurzeit nicht in Sicht. Aufgrund der stabilen Refinanzierung des Mutterkonzerns besteht die Möglichkeit profitable Investments zu tätigen. Im Markt für Forderungsportfolien ist gegen Ende des Jahres 2024 nach Erwartungen der Geschäftsführung und anderen Marktteilnehmern mit größeren Bewegungen zu rechnen, die insbesondere auf einem neuen Preisniveau sowie den verschobenen oder reduzierten Ausschreibungen basieren. Die weiterhin hohen Zentralbankzinsen werden dazu führen, dass auch die Verzinsung von Portfolios notleidender Forderungen ebenfalls hoch bleibt. Als Alleinstellungsmerkmal im Markt großer Inkassogruppen wird Axactor daher weiter einen großen Fokus auf die Kosten legen und die bestehende Disziplin beibehalten sowie neue Methoden zum richtigen Einsatz von Kosten einführen. Die Gesellschaft geht von einem moderaten Umsatzanstieg von 3,5 Prozent gegenüber 2023 und einer positiven EBITDA-Rendite von ca. 45,1 Prozent im Geschäftsjahr 2024 aus. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Einbindung in die Axactor Gruppe nach wie vor die Grundlage der Stabilität der Chancen- und Risikolage der Gesellschaft darstellt, die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage durch die direkte Abhängigkeit vom verfügbaren Einkommen der Schuldner jedoch deutlich zu spüren sind. Das Unternehmen wird weiterhin alle notwendigen Schritte einleiten, um weitere Marktpotentiale im Inkassogeschäft zu erschließen. Hierzu werden Branchenschwerpunkte gesetzt. Des Weiteren wird das Unternehmen neben dem bereits vorhandenen Spezialwissen in der Bankenbranche auch weitere Branchen in das Dienstleistungsangebot aufnehmen.
Heidelberg, 23. Oktober 2024 Geschäftsführung Tobias Walper Prokurist Anjo Stiehl Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Axactor Germany GmbH, Heidelberg im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 707342 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden über 3 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 8 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB werden unter der Position Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Die im Jahr 2023 entstandenen Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 477) wurden vollständig aktiviert. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände betrug im Geschäftsjahr TEUR 474. Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 2.745 (Vorjahr TEUR 3.032). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.023 (Vorjahr TEUR 2.948). Guthaben bei Kreditinstituten Die Bankguthaben betragen zum Jahresende TEUR 2.885 (Vorjahr TEUR 4.974). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, wurden grundsätzlich zum Nennwert TEUR 21 (Vorjahr TEUR 16) als aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen TEUR 922 (Vorjahr TEUR 1.275) wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 364 (Vorjahr TEUR 676), Leistungsboni TEUR 418 (Vorjahr TEUR 407) und Urlaubsansprüche und Sondervergütungen TEUR 79 (Vorjahr TEUR 133) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht. Eigenkapital Das Eigenkapital der Axactor Germany GmbH beträgt unverändert TEUR 666 (Vorjahr TEUR 666). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 3.590 (Vorjahr TEUR 3.262). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2031. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Nach § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Axactor Group, Oslo, Norwegen, und somit in den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser ist gleichzeitig der kleinste Kreis von Unternehmen, denn die alleinige Gesellschafterin Axactor Germany Holding GmbH wird ebenfalls in den Konzernabschluss der Axactor SE einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite des Unternehmens sowie an der Börse in Oslo veröffentlicht (https://www.axactor.com/investors-relations). Nachtragsbericht Tobias Walper wurde mit Wirkung ab dem 7. Oktober 2024 zum Geschäftsführer der Axactor Germany bestellt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Heidelberg, 23. Oktober 2024 Geschäftsführung Tobias Walper Prokurist Anjo Stiehl Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Axactor Germany GmbH, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Axactor Germany GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axactor Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer ppa. Yasmin Palacios Vásquez, Wirtschaftsprüferin |
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