Plukon Agri Deutschland GmbH
Selbe AdresseHaltung von Geflügel a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Bernd Sperveslage seit 26.7.2022 | Prokura |
Rainer, Dipl.-Ing. Dullweber seit 5.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.91% | |
| 89.09% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plukon GmbHVisbekJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023der Plukon GmbH, VisbekA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Plukon GmbH wird nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen der §§ 242-256a und §§ 264-288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 14. Dezember 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2023 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 14. Dezember 2023 mit der Fresh-Care Convenience GmbH, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg HRB 72544) verschmolzen. Die Übernahme des Vermögens des übertragenden Rechtsträgers durch den aufnehmenden Rechtsträger erfolgt im Innenverhältnis der Gesellschaften mit Wirkung zum 1. Juli 2023, 0.00 Uhr als handelsrechtlicher Verschmelzungsstichtag im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG ("Verschmelzungsstichtag"). Steuerlicher Übertragungsstichtag ist der Ablauf des 30. Juni 2023. Die Verschmelzung hat keine Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen. B. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Plukon GmbH mit Sitz in Visbek im Unternehmensregister des Amtsgerichts Oldenburg unter der Nummer HRB 205980 eingetragen. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Aktiva Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Per August 2022 wurde der Kundenstamm der Fri-Ki-Frisch GmbH auf die Plukon GmbH übertragen. Die Bewertung der externen Kundenbeziehungen erfolgte zum Stichtag 31.12.2022 durch eine dafür beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mittels der Residualwertmethode (Multi-Period-Excess-Earnings-Methode - "MEEM"). Dabei wird der beizulegende Zeitwert ("Fair Value") aus denjenigen Cashflows, die durch den zu bewertenden Vermögenswert erzeugt werden, abgeleitet. Grundlage hierfür sind die von der Geschäftsführung getroffenen Annahmen zu dem zukünftig erwarteten Umsatzniveau sowie die EBIT-Marge. Der sukzessiven Abwanderung des bestehenden Kundenstamms wird mit einer, aus Erfahrungswerten, wie historischen Abwanderungsraten von Kunden, und Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung, abgeleiteten Abwanderungsrate von 20% pro Jahr Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Barwert des verbleibenden Cash-Flows zuzüglich dem abschreibungsbedingten Steuervorteil (tax amortization benefit). Der so ermittelte indikative Wert der Kundenbeziehungen der Fri-Ki-Frisch GmbH beträgt EUR 1,4 Mio. Die planmäßige Abschreibung des Kundenstamms erfolgt über 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 30 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Anlagengegenstände mit einem Anschaffungswert von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre mit jeweils 20 % p. a. abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten in Form von durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag aktiviert. Waren werden zu Anschaffungskosten in Form von durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag bilanziert. Es wird verlustfrei bewertet und dem strengen Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2. Passiva Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Aufstellung des Anteilbesitzes Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 war die Plukon GmbH an folgenden Gesellschaften beteiligt:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 890 (Vj.: TEUR 1.409) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.664 (Vj.: TEUR 4.955) aus Cash Pooling. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückvergütungen für Großabnehmer mit TEUR 3.400 (Vj.: TEUR 4.170), Personalaufwendungen mit TEUR 592 (Vj.: TEUR 442), ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 2.289 (Vj.: TEUR 2.062) sowie Gewährleistungen mit TEUR 62 (Vj.: TEUR 62). Verbindlichkeiten
*) davon gegenüber Gesellschaftern: TEUR
33.750 (Vj.: TEUR 33.750)
**) In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
enthalten:
Verbindlichkeiten aus Steuern: TEUR 187 (Vj.: TEUR 195) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 12.800 (Vj.: TEUR 17.607) Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 33.750 (Vj.: TEUR 33.750) ein Gesellschafter-Darlehen. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Die Umsatzerlöse der Plukon GmbH entfallen im Wesentlichen auf das Inland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Intercompany-Weiterberechnungen und sonstige Verrechnungen mit TEUR 643 (Vj.: TEUR 581), Eigenverbrauch für PKW-Nutzung mit TEUR 200 (Vj.: TEUR 175) und Versicherungsentschädigungen mit TEUR 128 (Vj.: TEUR 44). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 51 (Vj.: TEUR 298) enthalten. Diese betreffen mit TEUR 0 (Vj.: TEUR 183) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 0 (Vj.: TEUR 84) Erträge aus Anlageabgängen und mit TEUR 51 (Vj.: TEUR 31) sonstige periodenfremde Erträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Vertriebskosten mit TEUR 17.093 (Vj.: TEUR 15.306), Verwaltungskosten mit TEUR 3.269 (Vj.: TEUR 2.015), Intercompany-Weiterberechnungen und sonstige Verrechnungen mit TEUR 6.739 (Vj.: TEUR 5.635), Versicherungen und Gebühren mit TEUR 656 (Vj.: TEUR 325) sowie KFZ-Kosten und Kraftstoffe mit TEUR 1.022 (Vj.: TEUR 1.335). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 42 (Vj.: TEUR 163) enthalten. Diese betreffen mit TEUR 0 (Vj.: TEUR 84) Aufwendungen aus Anlageabgängen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 1.776 (Vj.: TEUR 421) das Factoring und mit TEUR 1.776 (Vj.: TEUR 605) Intercompany-Darlehen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Gesellschaft gewährt fremden Dritten und Konzernunternehmen Darlehen. Daraus resultieren Zinserträge in Höhe von TEUR 184 (Vj.: TEUR 80). E. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zwischen der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, und einem Bankenkonsortium besteht eine Kreditvereinbarung, in der das Bankenkonsortium der Bankiva B.V. und ihren Tochtergesellschaften einen Finanzierungsrahmen über maximal TEUR 450.000 zur Verfügung stellt. Der Finanzierungsrahmen wurde am 31. Dezember 2023 mit EUR 170 Mio. in Anspruch genommen. Gemäß der Vereinbarung haften alle Unternehmen der Gruppe für die erhaltenen Kredite gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird in Ansehung der wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. 2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. 3. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden Belastungen: Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
4. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Außerbilanzielle Geschäfte
5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren die Herren Rainer Dullweber, Barßel, Geschäftsführer Peter Poortinga, Wijhe/Niederlande (bis 11.04.2023) Die Geschäftsführer sind bzw. waren alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Es erfolgt keine Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses im Unternehmensregister, da dieser seinerseits in den Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, einbezogen wird, der in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt wird. Der Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, wird wiederum in den Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen (größter Kreis von Unternehmen), welcher im niederländischen Handelsregister offengelegt wird. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschriften nach § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Befreiung ist durch den Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande gegeben. 7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gem. § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch, da die Honorarangaben im Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, enthalten sind. 8. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. 9. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Visbek, den 18. Dezember 2024 Plukon GmbH Rainer Dullweber Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Grundlage des Unternehmens Geschäftstätigkeit Die Plukon GmbH hat ihren Sitz in Visbek. Das Unternehmen übernimmt die Vertriebstätigkeiten und die Organisation der Belieferung der Waren für einen Teil der zur Plukon-Gruppe gehörigen Unternehmen. Die Plukon GmbH ist Ansprechpartner für den Lebensmitteleinzelhandel sowie Großverbraucher und betreut diese Kunden von der Bestellannahme bis zur Rechnungszahlung. Dies schließt die Befrachtung mit eigenem Fuhrpark und die Organisation von Frachtführern ein. Die Gesellschaft fungiert gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Großverbrauchern als Abrechnungsstelle von aus der Unternehmensgruppe Plukon zugekauften Artikeln. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 und damit niedriger als im Vorjahr (2022: +6,9%). Bei näherer Betrachtung der Inflationsrate nach Monaten ist ein Rückgang der Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte 2023 festzustellen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 12,4 %. Im Jahr 2022 lag die Preissteigerung bei +13,4%. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preissteigerungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils+15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7%) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um +8,3 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5%, darunter Butter: -17,8%). Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut deutlichgesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 4,0 % oder 280.200 Tonnen weniger als im Vorjahr. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) im siebten Jahr in Folge. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch stieg im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 1,4 % auf 1,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg ist insbesondere die um 1,1 % auf 1,1 Millionen Tonnen gestiegene Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch. Die Produktion von Putenfleisch (Truthahnfleisch) stieg um 2,7 % auf 417.000 Tonnen. Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. Im Bereich des gesellschaftlichen Umfeldes sind Änderungen in den Bereichen Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung im Jahr 2023 deutlich stärker umgesetzt worden. Neben der "Initiative Tierwohl", welche man als Standard im Lebensmitteleinzelhandel ansehen kann, gibt es unterschiedliche Haltungsformen, welche sich mit mehr Tierschutz/Tierwohl beschäftigen. Der Markt, aber auch jeder einzelne Marktteilnehmer, stellt sich der gesellschaftlichen Herausforderung und ist mit unterschiedlichen Haltungssystemen am Markt vertreten. Sollte der Markt andere neue Haltungsformen wünschen, sieht sich die Branche aufgrund der unterschiedlichsten Bezugsquellen sowohl national wie auch international in der Lage, sich den Herausforderungen zu stellen. 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs Allgemein Das Geschäftsjahr 2023 war entlang der gesamten Wertschöpfungskette von durchschnittlich höheren Preisen geprägt. Während der andauernde Russland-Ukraine-Krieg der Gesellschaft keine größeren Probleme in Bezug auf den Futtermittelpreis bereitete, so waren die Preissteigerungen bei anderen Betriebsmitteln maßgeblich für die Entwicklung des Geschäftes. Die Gesellschaft hat das Marktgeschehen sehr eng beobachtet und auf Entwicklungen umgehend reagiert. Auch entstanden der Gesellschaft deutlich höhere Kosten für Personal, Verpackungen und Transport. Für die Gesellschaft bedeutete das im abgelaufenen Geschäftsjahr, dass in allen Bereichen eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig war, um auf die Markveränderungen reagieren zu können. So konnte aufgrund von kürzeren Kontraktlaufzeiten mit den Kunden eine angepasste Preisstrategie verhandelt werden. Die von der Geschäftsführung installierten Instrumentarien haben sich bewährt und ließen die Gesellschaft auf Marktverschiebungen 2023 mit einer positiven Entwicklung reagieren. Schlachttiere Die Kapazitäten an Hähnchenfleisch waren im Geschäftsjahresverlauf konstant. Trotz einzelner Ausbrüche der Geflügelgrippe H5N1 hatte diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Angebotsmenge 2023. Die Importmengen an Filetprodukten sind auf dem geringen Niveau von 2022 geblieben. Diese geringere Menge an Filet-Importen resultierte aus der erhöhten Nachfrage nach deutschen Produkten. Ferner stieg die Inlandsnachfrage nach deutschen Hähnchen aufgrund der Selbstverpflichtung des Handels auch Tiefkühlprodukte mit Fleisch aus dem Ursprungsland Deutschland einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen die Auszahlungspreise für lebende Tiere im Jahresverlauf um ca. 14 %. Auf der Erzeugerseite konnten trotz gestiegener Kosten im Bereich der Betriebsmittel sowie der Energie als Kostentreiber der Erzeugung, bei gesunkenen Futtermittelpreisen, kostendeckende Erträge erzielt werden. Trotz der volatilen Auszahlungspreise hatten unsere Vertragsmäster unserer Ansicht nach keine wirtschaftlichen Probleme im Betriebszweig der Hähnchenhaltung. Die Versorgung mit ausreichend lebender Ware war jederzeit sichergestellt. Die oben beschriebenen Kosten führten bei der Gesellschaft insgesamt zu sinkenden Einkaufspreisen für den Rohstoff Fleisch. Haltungsstufen Mit einer Kennzeichnung "Tierhaltung" informiert der Lebensmitteleinzelhandel seit sechs Jahren seine Kunden über die Haltungsform der abgepackten Fleischprodukte. Dabei wird zwischen der Stufe 1: "Stallhaltung", 2 "Stallhaltung Plus", 3 "Außenklima" und 4 "Premium" unterschieden. Haltungsstufe 1 Tiere aus der Haltungsstufe 1 werden in der Gesellschaft nur noch in sehr geringem Umfang geschlachtet und verarbeitet. Plukon hat sich in Deutschland bewusst dazu entschieden, Tiere aus anderen Haltungsformen bevorzugt zu schlachten und zu verarbeiten. Haltungsstufe 2 Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. In unserem Unternehmen führte dieses strenge Nämlichkeitsprinzip zu nicht unerheblichen Kosten, welche nicht durch Mehrerlöse der "Initiative Tierwohl" gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel ausgeglichen werden konnten. Sämtliche Modifikationen der Initiative Tierwohl wurden wie gefordert umgesetzt. Haltungsstufe 3 Im Jahr 2023 wurde in der Öffentlichkeit weiterhin über die Haltungsformen diskutiert. Sämtliche großen Retailer beabsichtigen mehr Tiere aus der Haltungsstufe 3 zu vermarkten. Unser Unternehmen war in der Lage, sämtliche Kundenanfragen mit Tieren aus dieser Haltungsstufe zu beliefern. Das Tierhaltungskonzept "Fairmast", welche Plukon seit Jahren den Kunden anbietet, konnte die Tiere der Haltungsstufe 3 bedienen. Unsere Mengenverfügbarkeit wurde im Jahresverlauf 2023 planmäßig verbessert und ausgebaut. Haltungsstufe 4 Im Jahr 2023 wurde in der Öffentlichkeit über die Haltungsformen diskutiert. Auch hier war unser Unternehmen in der Lage die vermehrten Kundenanfragen der Haltungsstufe 4 zu beliefern. Unsere Mengenverfügbarkeiten wurden verbessert und ausgebaut. Allgemeine Beschaffungskosten In der Berichtsperiode 2023 stiegen die Frachtraten der Spediteure erwartungsgemäß zwischen 8 und 10 Prozentpunkte. Wesentliche Faktoren waren dabei die deutlich gestiegenen Treibstoff- und Lohnkosten im Jahresverlauf 2023. Die Kosten der anderen Beschaffungsbereiche für Hilfs- und Betriebsstoffe verzeichneten zum Teil deutliche Kostensteigerungen im Jahresverlauf 2023 (8-10%). Einzelne ungeplante Abweichungen lassen sich erklären. Im Jahr 2021 wurde das Kostpreisplus-Modell eingeführt. Nach diesem Modell erhalten die Intercompany-Zulieferbetriebe immer den normalisierten Kostpreis zuzüglich eines Aufschlages. Das für das Geschäftsjahr 2023 geplante positive Jahresergebnis konnte trotz der Preissteigerungen im Beschaffungsbereich aufgrund der marktbedingten kürzeren Kontraktlaufzeiten mit dem Handel und der damit einhergehenden Preisverhandlungsstrategie verbessert werden. Im Jahresverlauf 2023 wurden sämtliche geplanten Investitionen planmäßig abgeschlossen. Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei ca. TEUR 1.032. 2.2.1 Retailabsatz In einigen Wochen des Geschäftsjahres stieg der Umsatz unerwartet an. In diesen Wochen konnten die Bestellungen nur bedingt ausgeliefert werden. Es gab geringe Fehlmengen bei der Auslieferung. Teilweise gab es aber auch Wochen, in denen der Absatz deutlich unter der üblichen saisonalen Erwartung lag. Insgesamt lag der Retailabsatz im Frischebereich unter den Planungen. Dies lag an dem verringerten Bestellvolumen aufgrund von weniger zugeordneten Zentrallägern gegenüber dem Vorjahr 2022. Der Absatz von Tiefkühlprodukten sank ggü. dem Vorjahr um ca. 12%. Der Geschäftsverlauf unterlag den erwarteten Schwankungen und die bestellten Mengen konnten ausgeliefert werden. Der Absatzrückgang im Tiefkühlbereich ist durch den starken Wettbewerb und den damit einhergehenden Preisdruck begründet. In den eher kalten Monaten des Jahres lag die Absatzmenge über dem Jahresdurchschnitt. In den Sommermonaten lag die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten eher unter dem Jahresdurchschnitt. Aufgrund der gestiegenen und zum Teil volatilen Beschaffungspreise in sämtlichen Bereichen wurden mit den Kunden zeitnahe Verhandlungen geführt und Preiserhöhungen verhandelt. 2.2.2 Großverbraucher, Gastronomie, Export Der Absatz im Bereich Großverbraucher, Gastronomie und Export verlief wie erwartet auf einem höheren Niveau ggü. dem Vorjahr 2022 und entsprach den geplanten Absatzmengen. Notwendige Preisanpassungen konnten kurzfristig mit den Kunden verhandelt werden. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Ertragslage Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres, wobei die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Insgesamt wird die Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Marktumfeld des Jahres 2023 als zufriedenstellend betrachtet. Im Jahr 2023 wurde mit TEUR 2.013 (Vj. TEUR -549) ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern erzielt. Bei einer leicht gesunkenen Materialaufwandsquote (2023: 90,36 %, 2022: 91,25 %) stieg das Rohergebnis aufgrund der erhöhten Umsatzerlöse um EUR 10,1 Mio. auf EUR 43,5 Mio. Das Betriebsergebnis erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Rohergebnisses, bei gestiegenen Personalaufwendungen und gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere der Vertriebs- und Verwaltungskosten, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.987 auf TEUR 5.408. Das Finanzergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus den gestiegenen Zinsaufwendungen für das Factoring sowie Zinsaufwendungen für Intercompany-Darlehen. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Plukon GmbH hat im Jahr 2023 einen Umsatz von TEUR 440.669 erzielt, das sind TEUR 71.227 (ca. 19%) mehr als 2022. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf Preiserhöhungen, aber auch auf höhere Absatzmengen zurückzuführen. 2.3.2 Vermögenslage Nachfolgende Aufstellung verdeutlicht die wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die Eigenkapitalquote (Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals und der leicht gesunkenen Bilanzsumme von 9,94 % zum 31. Dezember 2022 auf 13,20 % zum 31. Dezember 2023. Die Bilanzsumme belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 65.388 (Vj. TEUR 68.133). Dies entspricht einer Verringerung um TEUR -2.745. Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und auf der Passivseite aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Plukon GmbH hat alle planmäßigen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen erfolgreich durchgeführt. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ca. TEUR 1.032 investiert. 2.3.3 Finanzlage Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel zuzüglich der unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Forderungen aus dem Cash Pooling abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) der Plukon GmbH ist von TEUR 4.955 im Vorjahr um TEUR -3.236 auf TEUR 1.719 in 2023 gesunken. Sofern erforderlich, stehen dem Unternehmen im Rahmen der vorhandenen Konzernfinanzierung derzeit ausreichende Finanzmittel zur Verfügung. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Plukon GmbH als geordnet anzusehen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass europaweit, aber auch global gesehen, der Konsum von Hähnchenfleisch weiterwachsen und eine zentrale Rolle in der Proteinversorgung der Menschen einnehmen wird. Nach unserer Einschätzung wird der Konsum von Geflügelfleisch in Deutschland im Jahr 2024 auch weiterhin wachsen. Hähnchenfleisch ist mittlerweile etabliert und als vollwertiges Pendant zu Rind- und Schweinefleisch angesehen und kann hier als Substitution gesehen werden. Mittelfristig gehen wir von einer Verknappung des Geflügelfleisches aus deutscher Herkunft aus. Mit der weiteren Abnahme der Besatzdichte pro Quadratmeter werden sich die Tierzahlen reduzieren. Aufgrund der in der Bevölkerung vorhandenen ablehnenden Haltung zur Massentierhaltung und der hohen Anforderungen im Genehmigungsrecht wird sich das Angebot an deutschem Geflügelfleisch kaum erhöhen. Die vom Handel aktuell diskutierten Haltungsstufen 3 und 4 werden zusätzlich das Mengenangebot verknappen. Hier bleibt jedoch abzuwarten, ob der Konsument bereit ist, für diese neuen Konzepte mehr zu zahlen, als er es im Moment gewohnt ist. Die im Verhältnis zu anderen Tierarten günstigeren Produktionskosten von Geflügelfleisch und daher auch der günstigere Preis für den Konsumenten wird den Konsum von Geflügelfleisch fördern. Generell hat der Bereich Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert in allen sozialen Schichten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Themen ebenso wie die GMO-Freiheit politisch weiter ausgebaut werden. Im Bereich der Beschaffung von Frachtraten gehen wir im Jahr 2024 von weiteren Steigerungen der Kosten aus. Die Versorgungssicherheit steht im Vordergrund. Geforderte Aufschläge der Spediteure müssen teilweise trotz bestehender Vereinbarungen akzeptiert werden, da ansonsten keine Auslieferung der Waren sichergestellt werden kann. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass sich sämtliche Kunden mit der veränderten Situation arrangieren und Preisanpassungen partnerschaftlich diskutiert und akzeptiert werden. Durch die Einbindung in die Plukon Food Group sehen wir eine gute nachhaltige Vermarktungsmöglichkeit der Produkte im Inlands-, aber auch im Exportbereich als gewährleistet. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiter steigenden Kostenstruktur für das Unternehmen. Die Personalkosten als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden erwartungsgemäß steigen oder aber auf einem erhöhten Niveau stagnieren. Aufgrund der o. g. Erwartungen plant die Geschäftsführung für 2024 mit deutlich höheren Umsatzerlösen und einem deutlich höheren Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen und einem Jahresergebnis auf dem Niveau von 2024. 3.2 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement basiert auf einem periodischen Berichtswesen, das alle wesentlichen Kennzahlen wie beispielsweise Gross Margin, EBIT und EBITDA beinhaltet, sowie auf periodischen Vergleichen und Analysen der finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Abweichungsanalysen dienen der Geschäftsführung als Instrument der Unternehmenssteuerung. Regelmäßige Orientierungsgespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz- und Kostenentwicklung ermöglichen es, die Geschäftsführung und die Gesellschafterin über die wirtschaftliche Entwicklung vollständig zu informieren und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einzuleiten. Das Unternehmen ist auf Grund der Einbindung in die Plukon Food Group in der Lage, bei Eintritt der oben beschriebenen Risiken kurzfristig zu reagieren sowie Maßnahmen zur Kostenanpassung einzuleiten. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. Russland-Ukraine-Konflikt Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts können die Plukon-Gruppe in erster Linie im Bereich der Beschaffung treffen. Gegebenenfalls könnten Rohware, Verpackungsmaterialien und Handelswaren nicht in ausreichender Menge oder nicht zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Ferner wird das Preisrisiko der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen deutlich im Vordergrund stehen. In den Bereichen Produktion und Logistik besteht das Risiko, dass es zu Verzögerungen in der Bereitstellung von Personal kommen kann. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu minimieren. Daneben werden in der deutschen Geflügelbranche vor allem zwei Themen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben - zum einen die anhaltende Mediendiskussion um Tierwohl und Tierhaltung - zum anderen der verstärkt auftretende Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern. Hier ist insbesondere Polen zu nennen. Verstärkt auftretender internationaler Wettbewerb mit anderen Ländern In Polen ist die Geflügelerzeugung preislich günstiger, dadurch ist dort seit Jahren ein immenses Wachstum der Geflügelwirtschaft vorhanden. Der Selbstversorgungsgrad in Polen liegt bei deutlich über 100 %. Es werden immer mehr Absatzkanäle auch nach Deutschland erschlossen, insbesondere im Convenience Bereich. Sollte der Handel von der "Tierwohl-Hähnchenfleisch"-Strategie abweichen, könnte es zu einem verschärften Wettbewerb bei Hähnchenfleisch aus Deutschland und "preisgünstigem normalen Hähnchenfleisch" aus Polen kommen. Kurzfristig sehen wir dies jedoch als geringes Risiko an. Die nachfolgenden Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. Marktwachstum Der Geflügelkonsum hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Es wird von einem moderaten Wachstum von etwa 1 % in der gesamten Geflügelbranche ausgegangen. Das Wachstum ist aber nur durch Verdrängung der anderen Fleischarten möglich. Der Wettbewerb innerhalb der Branche wird auf dem bestehenden hohen Niveau bleiben, es wird vor allem in Polen mehr Geflügelfleisch produziert und damit auch international angeboten. Die Gesellschaft sieht sich durch das gewählte Initiative-Tierwohl-Konzept aber ausreichend durch die Anbieter aus dem EU-Ausland geschützt. Zusätzlich hebt sich die Gesellschaft gegenüber Mitbewerbern dadurch ab, dass sie in der Lage ist, ausreichend Tiere der Haltungsform 3 anbieten zu können. Neben den normalen in unseren Umsatz- und Beschaffungsmärkten liegenden Unsicherheiten sind uns über das oben Erwähnte hinaus keine Risiken bekannt. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind uns derzeit ebenfalls nicht bekannt. Einbindung in den Plukon-Konzern Durch die angestrebte ständige Verbesserung der Produktionsrahmenbedingungen gehen wir von einer stetigen Steigerung der Produktionsqualität aus. Durch die vom Unternehmen vorgegebenen hohen Qualitätsansprüche an die Endprodukte sehen wir eine Chance uns von Wettbewerbern abzuheben. Ebenso ist es der Plukon GmbH aufgrund ihrer Einbindung in die Rohstoffbeschaffungsstrategie der deutschen Schwesterbetriebe möglich, den aufkommenden Trend "Fleisch aus regionaler Produktion" zu bedienen. Hier erwarten wir deutliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern aufgrund der möglichen Belieferung mit Rohstoffen durch Schwesterbetriebe.
Visbek, den 18. Dezember 2024 Plukon GmbH Rainer Dullweber, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Plukon GmbH, Visbek Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Plukon GmbH, Visbek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plukon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 16. Januar 2025 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Kurt, Wirtschaftsprüfer |
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