E.I. Sustainable Resource Management GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ataman Yildirim seit 17.12.2024 | Geschäftsführer |
Paul Lukas Goj seit 12.12.2023 | Prokura |
Rolf Eike Volker Bachmann seit 1.2.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GDF International S.A.S. | 99.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ENGIE Deutschland GmbHKölnKonzernabschluss zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ENGIE Deutschland GmbHPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ENGIE Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 17. Oktober 2023 Ernst
& Young GmbH
Crisan, Wirtschaftsprüfer Kux, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Amtsgericht Köln (HRB 57515)Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden "ENGIE" oder "Gesellschaft"), für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist Euro. Verbundene Unternehmen sind solche, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), (im Folgenden ENGIE S.A. genannt), einzubeziehen sind. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der ENGIE sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind oder besondere Ausschlussgründe vorliegen. Unternehmen, bei denen die ENGIE einen beherrschenden Einfluss gemäß § 290 Abs. 2 HGB ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, wenn sie einen operativen Geschäftsbetrieb ausüben. Aufgrund auch insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist gemäß § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung einzelner Tochter- bzw. assoziierter Unternehmen in den Konzernabschluss verzichtet worden, weil sowohl ihr Jahresergebnis als auch ihre Umsatzerlöse insgesamt jeweils weniger als 5% des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten. Bilanzstichtag des Mutterunternehmens und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember. Zum 31. Dezember 2022 wurden neben dem Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
*1) Diese einbezogenen Unternehmen nehmen
hinsichtlich der Aufstellung, Prüfung sowie
Offenlegung des Jahresabschlusses die Befreiung nach §
264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
KonsolidierungsgrundsätzeGrundlagen der KonsolidierungGrundlage für die Konsolidierung sind der Jahresabschluss der ENGIE und die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse der konsolidierten Unternehmen. KonsolidierungsmaßnahmenKapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 a. F. HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen (Buchwertmethode). Der sich bei der Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, auf der Aktivseite ergebende Unterschiedsbetrag wurde nach Aufdeckung von stillen Reserven dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, der gemäß § 309 Abs. 1 HGB a. F. vollständig mit den Rücklagen verrechnet wurde. Grundsätzlich wird die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 31. Dezember 2009 erstmals konsolidiert wurden, nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Der nach der Verrechnung verbleibende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Kapitalkonsolidierung wurden die Grundsätze des DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" angewendet, wobei die vorgenannten Sätze Ausnahmen von der vollumfänglichen Anwendung dieses Standards darstellen. Im Geschäftsjahr wurde das Gemeinschaftsunternehmen Quartierswerk Gartenfeld GmbH, Berlin, an dem die Gesellschaft 50% der Anteile hält, nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB erstkonsolidiert. SchuldenkonsolidierungForderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden miteinander verrechnet. Aufwands- und ErtragskonsolidierungDie konzerninternen Umsatzerlöse, Zinserträge, Beteiligungserträge sowie die anderen konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenen Aufwendungen verrechnet worden. ZwischenergebniseliminierungSoweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen wesentliche Zwischenergebnisse enthalten waren, wurden diese gem. § 304 Abs. 1 HGB erfolgswirksam eliminiert. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind, sofern nicht im Weiteren beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert und erfolgen nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Dies gilt auch für die in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen, deren Einzelabschlüsse einheitlich nach den von der Muttergesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt worden sind. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB erstellt und um die Posten "Emissionsrechte" im Umlaufvermögen unter den Vorräten und "Sonstige Finanzanlagen" im Anlagevermögen unter den Finanzanlagen erweitert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen - sofern sie der Abnutzung unterliegen - vermindert. In die Herstellungskosten sind neben den angefallenen Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausschließlich nach der linearen Methode errechnet. Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2015 bei der H.G.S. GmbH, Krefeld (im Folgenden HGS genannt), erfolgten Erwerbs der Servicesparte des Blockheizkraftwerk-Anbieters Seva Energie AG entstand ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 3.923. Die Abschreibungsdauer von 10 Jahren wurde an die langfristige strategische Ausrichtung des ENGIE-Konzerns im Zusammenhang mit der Energiewende ausgelegt. Zudem liegt die übliche Abschreibungsdauer von Blockheizkraftwerken bei 10 Jahren. Weitere Faktoren für diese Abschreibungsdauer waren die erweiterte Geschäftstätigkeit auf bis dahin nicht geographisch erschlossenen Gebieten sowie sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die damit einen wesentlichen Tiel des Unternehmenswertes darstellten. Die ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau (im Folgenden ENGIE REF genannt), übernahm in 2018 die CO 2 -Hochtemperatur-Wärmepumpen-Aktivitäten aus der Insolvenzmasse von Hafner-Muschler Kälte- und Klimatechnik GmbH & Co. KG. Dabei entstand ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.226, für den eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt wird. Die Schätzung basiert auf der voraussichtlichen Laufzeit der erworbenen Patente. Im Rahmen der Umstrukturierung der H.G.S.-Beteiligungen wurde bei der Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr 2016 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 12.407 aufgedeckt. Die Nutzung des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts beruht insbesondere an dem Know-How der beschäftigten Mitarbeiter. Eine verlässliche Schätzung konnte daher nicht vorgenommen werden, so dass für die planmäßige Abschreibung die standardisierte Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt wird. Bei der Erstkonsolidierung der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (im Folgenden ESLL GbR genannt), wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.743 aufgedeckt, für den eine an die durchschnittliche Kundenfluktuation angelehnte Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt wird. Bei der Erstkonsolidierung der Energieversorgung Gera GmbH, Gera (im Folgenden EGG genannt), wurde im Geschäftsjahr 2017 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.527 aufgedeckt. Hierfür wird eine Nutzungsdauer von sechzehn Jahren zugrunde gelegt, die der durchschnittlichen Restnutzungsdauer der zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanzierten erhaltenen Baukostenzuschüsse entspricht. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg (im Folgenden OBT genannt) im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 138.461 aufgedeckt. Gleichzeitig wurde ein immaterieller Vermögensgegenstand in Form von erworbenen Kundenverträgen in Höhe von TEUR 24.026 identifiziert. Für den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert und die aktivierten Kundenverträge wird eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt, die einer durchschnittlichen Kundenbindung der OBT entspricht. Für die erworbene Marke wurde ein immaterieller Vermögensgegenstand in Höhe von TEUR 1.345 ermittelt, der über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben wird. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung monatsgenau abgeschrieben. Die Abbildung geringwertiger Anlagegüter erfolgt in den Konzerngesellschaften leicht modifiziert. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis maximal 250 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst, solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 60 EUR bis maximal 1.000 EUR werden aktiviert und sofort bzw. teilweise entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der OBT im Geschäftsjahr 2019 stille Reserven in Höhe von TEUR 5.827 aufgedeckt. Die Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert. Unter den sonstigen Finanzanlagen werden Rückdeckungsansprüche mit dem beizulegenden Zeitwert, der auch den Anschaffungskosten entspricht, gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten der Versicherungsgesellschaft angesetzt. Das am Bilanzstichtag auf Baustellen lagernde Material wird innerhalb der unfertigen Leistungen zu Einstandspreisen ausgewiesen. Die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den angefallenen Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Teils der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erkennbaren Verlusten aus unfertigen Aufträgen oder innerhalb des Auftragsbestands wurde durch Abwertungen auf das Vorratsvermögen ausreichend Rechnung getragen. Darüber hinausgehende Verluste werden durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt. Teile des Vorratsvermögens (Lager mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Vorräte in Kundendienstfahrzeugen) wurden mit einem Festwert bewertet. Vorräte im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung des Mengengerüstes basiert weitestgehend auf einer automatisierten Füllstandsmessung über eBoxen®. Bei den anderen Anlagen werden die Bestände im Rahmen einer vorgelagerten Inventur ermittelt und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte unter den Vorräten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei vorliegender Wertminderung werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert bilanziert. Bei langfristiger Auftragsfertigung im Geschäftsbereich "Technische Dienstleistungen und Produkte" werden Gewinne anteilig entsprechend des Fertigungsgrades realisiert und bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wie folgt berücksichtigt: bei Aufmaß-Projekten werden Teilgewinne im Zuge der abgerechneten Fortschritte realisiert, bei Pauschal-Projekten erfolgt eine Bewertung zu Herstellungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Zusammengang mit der langfristigen Auftragsfertigung im Geschäftsbereich "Technische Dienstleistungen und Produkte" werden nach der Nettomethode ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Sofern der Betrag der erhaltenen Anzahlungen den Betrag der unfertigen Leistungen übersteigt, wird dieser unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Risikobehaftete Posten wurden durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bzw. im Rahmen der Verbrauchsabrechnung durch pauschale Abschläge korrigiert. Forderungen in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs am Tag der Einbuchung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Modell des langfristigen Energiespar-Contractings (ESC) im Geschäftsfeld Anlagenbau des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte wird umsatzwirksam vereinnahmt und zum Barwert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen wird der die Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung betreffende, noch nicht abgelesene und abgerechnete Verbrauch von Strom, Gas und Wärme zwischen Ablese- und Abschlussstichtag abgegrenzt. Dabei werden die Forderungen auf Basis von Hochrechnungen der bezogenen bzw. abgegebenen Energiemengen unter Berücksichtigung von Preisänderungen, ermittelt. Soweit wie möglich werden dazu aktuell abgelesene Zählerwerte verwendet, in den restlichen Fällen erfolgt die Hochrechnung des Verbrauchs anhand von historischen Zählerwerten in Verbindung mit aktuellen Temperatur-Gradtagzahlen. Erhaltene Abschlagszahlungen / Anzahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch werden von den hochgerechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. In den Vorjahren haben die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehende Verpflichtungen aus laufenden Renten, Anwartschaften und pensionsähnlichen Verpflichtungen auf die Generali PENSOR Pensionsfonds AG, Hamburg, (im Folgenden "PENSOR") gegen Leistung von Einmalbeträgen im Wege des Schuldbeitritts ausgelagert. In den hierzu geschlossenen Verträgen hat sich PENSOR zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften in der Weise verpflichtet, dass die Berechtigten unmittelbar das Recht erwerben, von PENSOR die Erfüllung der übertragenen Leistungsverpflichtungen zu verlangen. Eine Überprüfung der Übereinstimmung von Versorgungsverpflichtungen und Versorgungsvermögen erfolgt jährlich. Bei wirtschaftlicher Betrachtung hat sich der Konzern durch die Zahlung der Einmalbeiträge i. V. m. dem Schuldbeitritt von PENSOR seiner Pensionsverpflichtung entledigt. Zum Bilanzstichtag droht keine Inanspruchnahme aus gesamtschuldnerischer Haftung. In 2022 hat ENGIE zur Finanzierung der im laufenden Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche Beiträge an PENSOR in Höhe von TEUR 1.160 (Vj.: TEUR 1.177) geleistet und unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf Mio. EUR 31,2 (Vj.: Mio. EUR 22,4). Die Bewertung der nicht an PENSOR ausgelagerten Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen jeweils unter Anwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" sowie jeweils unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde für die Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,79 % (Vj.: 1,87 %) zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % - 2,50 % (Vj.: 0,0 % - 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 0,0 % - 2,27 % (Vj.: 0,0 % - 1,75 %) berücksichtigt. Das Deckungsvermögen wird in Abhängigkeit der jeweils zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherungsverträge zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Deckungsvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB verrechnet, soweit eine entsprechende Verrechenbarkeit gegeben ist. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag (nach §253 Abs. 6 Sätze 1 und 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB) in Höhe von TEUR 928 (Vj.: TEUR 1.475). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Nachlaufkosten. Die Bilanzierung der Drohverlustrückstellung erfolgt projektabhängig und wird über die Marge der Hochrechnung bewertet. Nachlaufkosten werden bei entsprechender Beauftragung über die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden sie mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022 je nach Restlaufzeit 0,40 % bis 1,54 % (Vj.: 0,30 % bis 1,04 %). Die Bewertung der Rückstellungen für die Jubiläums-, Sterbegeld- und Treueurlaubsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen jeweils unter Anwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,45 % (Vj.: 1,35 %) zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % - 3,0 % (Vj.: 3,0 %) berücksichtigt. Soweit die sonstigen Rückstellungen Abgrenzungsbeträge betreffend die Netznutzung enthalten, wurden diese um die geleisteten Abschläge gemindert. Die die Abgrenzungsbeträge übersteigenden Abschläge werden als debitorische Posten unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst. Die Rückstellung für Rückbau der Dampftrasse in Gera wurde nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,9 % bewertet. Es wurde zum 31. Dezember 2022 mit einem Zinssatz von 0,59 % für die durchschnittliche Restlaufzeit von 6 Jahren gem. § 253 Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB abgezinst. Im Hinblick auf mögliche Risiken betreffend die Regulierungskonten Strom und Gas wurden die zum 31. Dezember 2016 durch die Bundesnetzagentur festgestellten Salden der Regulierungskonten der 2. Regulierungsperiode, die durch die Bundesnetzagentur festgestellten Salden der Regulierungskonten zum 31. Dezember 2017 sowie die voraussichtlichen Regulierungskontosalden der Jahre 2018 bis 2022 berücksichtigt. In die Berechnungen flossen die Auflösungspläne der Regulierungskontosalden ein. Dabei wurden zukünftige Forderungen nur dann mit zukünftigen Rückerstattungsverpflichtungen verrechnet, sofern sie das gleiche Kalenderjahr betreffen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Beträge in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Einstandskurs oder dem am Bilanzstichtag höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Stichtag bilanziert, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Insbesondere werden hier vereinbarte Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenerstattungen sowie Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Stadt Gera oder Dritter erfasst und entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagengüter zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Infolge der seit 1. Januar 2016 geltenden ertragsteuerlichen Organschaft wird das steuerliche Einkommen des Mutterunternehmens, der ENGIE REF, der HGS, der EGG, der OBT sowie der Gesellschafterin ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden EES genannt), der ENGIE Deutschland AG, Berlin (im Folgenden EDAG genannt), zugerechnet. Entsprechend DRS 18.32 unterbleibt daher der Ansatz von latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden und Abgrenzungsposten im Konzernabschluss und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen beim Organträger. Es wurden Steuerlatenzen aus der Aufdeckung stiller Reserven oder stiller Lasten aus der Erstkonsolidierung der ESLL GbR mit ihrer Tochtergesellschaft Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden ESLL AG genannt), (Steuersatz 32,97 %), der EGG mit ihrer Tochtergesellschaft GeraNetz GmbH, Gera (im Folgenden GNG genannt), (Steuersatz 32,27 %) sowie der OBT gebildet (Steuersatz 32,45 %). Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern bei Gesellschaften, die nicht der ertragsteuerlichen Organschaft unterliegen, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einzelangaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Mit dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB waren bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.446 aktiviert. Im Geschäftsjahr kamen weitere Entwicklungskosten als Zugänge in Höhe von insgesamt TEUR 1.429 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens hinzu. Im Berichtsjahr wurden diese Positionen mit insgesamt TEUR 962 planmäßig abgeschrieben. Weitere Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr weder angefallen noch aktiviert worden. Zur Erläuterung der Geschäfts- und Firmenwerte verweisen wir auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Der Rückbau bzw. Abriss der Erzeugungsanlagen der EGG (Heizkraftwerk Gera-Nord und Heizwerk Gera-Süd) an beiden Standorten wurde im Jahr 2021 abgeschlossen. Der Erbbaurechtsvertrag mit dem Gesamterbbaurecht an dem Flurstück 105/74 - eingetragen am 12. November 1996 - durch die Kraftwerke Gera GmbH (Grundstückseigentümer) und EGG (Erbbauberechtigte) wurde schuldrechtlich mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 vollständig aufgehoben. Die Gesellschaft hat in den Vorjahren Implementierungskosten eines ERP-Systems als immateriellen Vermögensgegenstand aktiviert, obwohl ihr diese Software lediglich im Rahmen eines Nutzungsverhältnisses ("Software as a Service") von einer ENGIE-Konzerngesellschaft überlassen wird. Die Aktivierung im Rahmen von Nutzungsverhältnissen wird nach neuer herrschender Meinung (2022) abgelehnt, woraufhin die zum Jahresanfang unter den geleisteten Anzahlungen aktivierten Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 7.983 im Geschäftsjahr 2022 ausgebucht wurden (Abgänge aus dem immateriellen Anlagevermögen). Die nicht konsolidierten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entfallen auf:
*1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag. Die ausgewiesenen
Beträge zeigen die Werte vor
Ergebnisabführungsvertrag.
Für eine weitere Erläuterung der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen verweisen wir auf den Abschnitt "Konsolidierungskreis". Unter den sonstigen Finanzanlagen werden nicht mit Pensionsverpflichtungen verrechenbare Ansprüche aus Versicherungen zur Deckung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 102 (Vj. TEUR 95) ausgewiesen. VorräteAbrechnungsbedingt höhere Halbfertigbestände im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte führten zu einem Anstieg der Unfertigen Leistungen von TEUR 441.866 auf TEUR 534.704. Die in den Vorräten verrechneten erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich dazu überproportional von TEUR 412.784 auf TEUR 515.016. Innerhalb der unfertigen Leistungen werden in Ausführung befindliche Aufträge des Bereichs Energiespar-Contracting bilanziert, die in Höhe von TEUR 3.989 (Vj.: TEUR 1.652) abgegrenzte Kosten umfassen, die nach dem Stichtag abgerechnet werden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 sind bilanziell - zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt - Emissionsrechte (CO 2 -Zertifikate für die Erzeugungsanlagen) im Bestand in Höhe von TEUR 21.202 (Vj.: TEUR 12.579) vorhanden. Im Vorjahr wurden die entsprechenden Bestände teilweise (TEUR 6.226) saldiert mit den korrespondierenden Rückgabeverpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen gezeigt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten TEUR 8.187 (Vj.: TEUR 5.103) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese stehen insbesondere im Zusammenhang mit dem langfristigen Energiespar-Contracting (TEUR 8.162; Vj.: TEUR 5.078). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in Höhe von TEUR 299.716 (Vj.: TEUR 227.151) Forderungen aus noch nicht abgelesenem und abgerechnetem Verbrauch. Von den Forderungen sind Abschlagszahlungen sowie Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 262.070 (Vj.: TEUR 182.829) abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen nationale Emissionsrechte im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Brennstoffen in Höhe von TEUR 5.248 (Vj.: TEUR 4.830), debitorische Kreditoren (TEUR 3.414; Vj.: TEUR 3.388), Lieferantenboni (TEUR 2.774; Vj.: TEUR 2.394) sowie Forderungen aus der Umsatzsteuer (TEUR 1.862; Vj.: TEUR 1.849). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus Mietkautionen sowie langfristigen Vorschüssen in Höhe von TEUR 376 (Vj.: TEUR 36). Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenBei dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.486 (Vj.: TEUR 5.922) handelt es sich vornehmlich um Guthaben bei Kreditinstituten. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 15.670. Alleinige Gesellschafterin ist die EES. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 323.703. Die Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt TEUR 3.004 enthalten den im Jahr 2010 eingestellten Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG in Höhe von TEUR 1.419. Die nicht beherrschenden Anteile zeigen den Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften. Diese betragen zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 4.720 (Vj.: TEUR 4.573) und betreffen Anteile von anderen Gesellschaftern an den vollkonsolidierten Unternehmen ESLL GbR, ESLL AG, EGG sowie GNG. Unterschiedsbetrag aus der KapitalkonsolidierungIm Jahr 2017 ergab sich aus der Erstkonsolidierung der EGG ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6.527. Es handelt sich dabei um einen passiven Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter. Durch die Neubewertung der Bilanzposten im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich eine absehbare negative Ertragsentwicklung, welche zu einer Minderung der zukünftigen Konzernergebnisse der Gesellschaft in den folgenden 16 Jahren führt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 408 aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenZum Bilanzstichtag ergibt sich per Saldo eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 16.775 (Vj.: TEUR 16.275), die unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen ist. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 17.370 (Vj.: TEUR 16.852). Von den Rückdeckungsansprüchen in Höhe von TEUR 595 (Vj.: TEUR 577) wurden TEUR 595 (Vj.: TEUR 577) mit den saldierungspflichtigen Teilen der Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche betragen TEUR 22 (Vj.: TEUR 22), der beizulegende Zeitwert TEUR 595 (Vj.: TEUR 577). Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Anteile an dem Pensionsfonds zum Bilanzstichtag ermittelt. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 57.376; Vj.: TEUR 43.312), Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen (TEUR 41.597; Vj.: TEUR 43.191) sowie personalbezogene Rückstellungen (TEUR 32.437; Vj.: TEUR 31.486). Darüber hinaus werden hier Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsrechten in Höhe von TEUR 24.429 (Vj.: TEUR 12.654) bilanziert. In den sonstigen Rückstellungen sind darüber hinaus Rückstellungen für die Regulierungskonten Strom und Gas bei der GNG (TEUR 4.838; Vj.: TEUR 5.371), Rückstellungen für Rückbaukosten für das Dampfnetz in Gera in Höhe von TEUR 3.383 (Vj.: TEUR 2.936) sowie Rückstellungen für Altlastenrisiken (TEUR 3.647; Vj.: TEUR 1.876) enthalten. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 64.000 sind vollständig durch Sicherungsübereignung der in 2022 fertiggestellten Gasmotorenanlage in Saarbrücken gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 111.442 (Vj.: TEUR 110.360) Darlehen und Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling, mit TEUR 44.137 (Vj.: TEUR 24.823) Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer insbesondere im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der EDAG in Höhe von TEUR 14.521 (Vj.: TEUR 16.639). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin EES aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 33.121 (Vj.: TEUR 71.903). Passiver RechnungsabgrenzungspostenDie passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten insbesondere die nach dem 31. Dezember 2002 vereinbarten Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenerstattungen sowie Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Stadt Gera oder Dritter. Die Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagengüter zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Passive latente SteuernDie latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.169 entstehen im Wesentlichen aufgrund der Zwischenergebniseliminierung zwischen Konzerngesellschaften und werden über die betriebliche Nutzungsdauer der betroffenen Gegenstände des Anlagevermögens aufgelöst. Dagegen bestehen auf Konzernebene passive latente Steuern für die erworbene Marke sowie den Kundenstamm im Zusammenhang mit dem Erwerb der OBT in 2019. Die daraus resultierenden passiven latenten Steuern haben sich zum 31. Dezember 2022 um TEUR 563 auf TEUR 6.017 reduziert. Darüber hinaus bestehen passive latente Steuern aus der Aufdeckung von stillen Reserven des Gas- und Stromnetzes sowie der Auflösung von Ertrags- und Investitionszuschüssen im Rahmen der Erstkonsolidierung der EGG und GNG auf Konzernebene. Die passiven latenten Steuern für Gegenstände des Sachanlagevermögens haben sich per 31. Dezember 2022 um TEUR 180 auf TEUR 324 reduziert. Die Veränderung der passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit der Auflösung von Ertrags- und Investitionszuschüssen betrug insgesamt TEUR 42. Bei der ESLL AG resultieren aktive latente Steuern im Wesentlichen aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerrecht im Bereich der Pensionsrückstellungen. Der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 17,15 % zugrunde gelegt, jedoch wird der Aktivsaldo der latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Einzelangaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die geografisch bestimmten Märkte unterscheiden sich nicht erheblich untereinander, weshalb keine Aufgliederung der Auslandsumsätze erfolgt.
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 69.837 im Vorjahr auf TEUR 27.810 im laufenden Jahr zurückgegangen, insbesondere durch den Erlös aus dem konzerninternen Verkauf der Beteiligung an der EDEG in Höhe von TEUR 41.829, der im Vorjahr hier ausgewiesen wurde. Periodenfremde sonstige betriebliche Erträge bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 14.024 (Vj.: TEUR 14.338) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11.671; Vj.: TEUR 16.020). Steuern vom Einkommen und vom ErtragAufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages des Mutterunternehmens ENGIE mit ihrer Gesellschafterin EES werden in diesem Posten nur laufende Ertragsteuern aus Tochtergesellschaften ausgewiesen, die nicht Teil des Organkreises sind. Hiervon betreffen TEUR 5.141 (Vj.: TEUR 2.263) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie TEUR 3.770 latenten Steuerertrag (Vj.: TEUR 653). Aufwendungen von außergewöhnlicher GrößenordnungIm Berichtsjahr sind Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Reorganisationen und der Schließung einer Niederlassung in Höhe von insgesamt TEUR 4.436 (Vj.: TEUR 6.178) entstanden. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter der Position Löhne und Gehälter. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 8.075 entstanden. Davon entfallen TEUR 7.983 auf die in den Vorjahren aktivierten Implementierungskosten eines ERP-Systems; wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zum Anlagevermögen. ErgebnisabführungDer Jahresüberschuss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 33.121 (Vj.: TEUR 71.903) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die EES abgeführt. Zusätzliche AngabenDerivative FinanzinstrumenteDer Konzern unterliegt im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziellen Währungsänderungs- sowie Zinsrisiken. Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements ist es, diese finanziellen Risiken zu reduzieren. ENGIE nutzt derivative Finanzinstrumente insbesondere zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit. Alle derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von zugrunde liegenden Geschäftsvorfällen eingesetzt und in Bewertungseinheiten einbezogen, Spekulationsgeschäfte werden nicht vorgenommen. Dabei werden Währungsrisiken durch sogenannte Micro-Hedges, bei denen das aus einem Grundgeschäft resultierende Risiko unmittelbar durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert wird, eingesetzt. Bei der EGG erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2006 entsprechend den Vorgaben der Energiemarktsicherungspolitik die Absicherung der Gasbezugskosten für Kommunalgas. Die Preisabsicherung erfolgt derzeit durch Festpreisvereinbarungen für Teilmengen. BewertungseinheitenZur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen werden Zinsswaps bzw. Zins-Caps abgeschlossen. Weiterhin werden durch Abschluss von Devisentermingeschäften Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen im Rahmen von Projektverträgen abgesichert. Folgende Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte wurden in Form von Micro-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst:
Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mit der critical term match Methode bestimmt. Es wird erwartet, dass Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Grundgeschäften aufgrund von Zinsschwankungen durch gegenläufige Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Sicherungsgeschäften ausgeglichen werden, da sich wesentliche Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen. Die Höhe des mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risikos beträgt TEUR 6. Des Weiteren werden Bewertungseinheiten für so genannte Back-to-Back-Geschäfte mit ausgewählten Großkunden im Bereich Strom und Gas gebildet (micro-hedges). Es wurden Back-to-Back-Geschäfte für die Lieferung von 119 GWh Strom zu TEUR 19.163 für das Geschäftsjahr 2023, 32 GWh Strom zu TEUR 3.160 für das Geschäftsjahr 2024, 30 GWh Strom zu TEUR 2.512 für das Geschäftsjahr 2025 sowie 1 GWh Strom zu TEUR 159 für das Geschäftsjahr 2026 mit ausgewählten Großkunden abgeschlossen. Mit dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis wird eine positive Preisdifferenz abgesichert. Andere Kunden im Bereich Strom werden in einem Portfolio zusammengefasst. Den für die Jahre 2023 bis 2026 georderten Einkaufsmengen stehen vertraglich gebundene Absatzmengen bzw. weitestgehend sichere Prognosen gegenüber. Für die Lieferung von 119 GWh Gas zu TEUR 11.022 für das Geschäftsjahr 2023 sowie 26 GWh Gas zu TEUR 430 für das Geschäftsjahr 2024 für ausgewählte Großkunden wurden ebenfalls Back-to-Back-Geschäfte abgeschlossen. Mit dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis wird eine positive Preisdifferenz abgesichert. Andere Kunden im Bereich Gas werden ebenfalls in einem Portfolio zusammengefasst. Den für die Jahre 2023 bis 2026 georderten Einkaufsmengen stehen vertraglich gebundene Absatzmengen bzw. weitestgehend sichere Prognosen gegenüber. HaftungsverhältnisseAus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag für Bürgschaften, im Wesentlichen für Gewährleistungen und Vertragserfüllungen, in Höhe von TEUR 127.987 (Vj.: TEUR 117.193). Dieser Betrag enthält keine Anzahlungsbürgschaften. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme ist aufgrund der Bonität der ENGIE gering. Die EGG ist Bruchteilseigentümerin von acht Kollektoren. Kollektoren sind begehbare unterirdische Kanäle oder vergleichbare Anlagen. Als Mitglied an acht Kollektoreneigentümergemeinschaften haftet die EGG gesamtschuldnerisch für die Verpflichtungen der Eigentümergemeinschaften. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, da die wesentlichen Risiken (Schäden an den oberirdischen Bauwerken) durch Versicherungen abgedeckt sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteZum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:
Die Miet- und Leasingverträge dienen der mittelfristigen Optimierung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten. Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere das zum Bilanzstichtag bestehende Bestellobligo. Aus zum 31. Dezember 2022 bereits vertraglich fixierten Handelsgeschäften bestehen bei zwei Tochtergesellschaften die Bezugsverpflichtungen für Gas und Strom über insgesamt TEUR 495.224, davon bestehen Verpflichtungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 419.166. Weiterhin führt die Gesellschaft im Zuge eines aktiven Working Capital Managements mit verschiedenen Banken ein Factoringprogramm, welches die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("True Sale"). Das zum 31. Dezember 2022 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Factoringvolumen betrug zum Stichtag TEUR 25.015 (Vj.: TEUR 31.140). Auch das Factoring dient der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors, liegen jedoch unterhalb des Bonitätsrisikos des ursprünglichen Forderungsschuldners. Im Zusammenhang mit der Abwicklung von infrastrukturellen Dienstleistungen werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 12.489 (Vj.: TEUR 13.197) mit Aufwendungen in gleicher Höhe saldiert, da alle wesentlichen Chancen und Risiken aus den entsprechenden Vertragsverhältnissen mit dem Kunden an den Nachunternehmer weitergegeben werden (durchlaufende Posten). Die Prozesskosten für diese Verfahrensweise werden durch den Aufraggeber in Form einer Handlingfee erstattet und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter
Daneben waren 186 (Vj.: 189) Ausbildungsplätze besetzt. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 514 für erbrachte Leistungen im Geschäftsjahr 2022 betrifft mit TEUR 475 Abschlussprüfungsleistungen sowie sonstige Leistungen mit TEUR 39. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Nachtragsbericht 2022Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB i.V.m. 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB nicht eingetreten. Einfluss steuerrechtlicher BewertungsmaßnahmenIn Vorjahren wurden bei der EGG Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz von insgesamt TEUR 16.951 in Anspruch genommen. Aus dem Übergang zur Abschreibung auf den Restbuchwert nach Ablauf des Förderzeitraumes gemäß § 4 Fördergebietsgesetz ergeben sich in den kommenden Geschäftsjahren verminderte Normalabschreibungen von insgesamt TEUR 1.220. Die Minderung der Normalabschreibungen für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 93 (i. Vj. TEUR 116). Angaben zu den Organen des MutterunternehmensGeschäftsführung:Manfred Schmitz, Grafschaft Geschäftsbereichsleiter der Sparte Energy Solutions Europe in Deutschland Eric Joseph Stab, Bukarest/Rumänien (seit dem 1. Juni 2023) Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe Aufsichtsrat:Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern: Hervé-Matthieu Ricour-Dumas, Paris/Frankreich, (seit dem 10. November 2022, Aufsichtsratsvorsitzender seit dem 12. Dezember 2022) Managing Director der Sparte Energy Solutions Europe der ENGIE Gruppe Christine Climeau, Paris/Frankreich, Chief Finance Officer der Sparte Energy Solutions Europe der ENGIE-Gruppe Anne-Laure De Chammard, Paris/Frankreich, (bis zum 31. Oktober 2022, Aufsichtsratsvorsitzende bis zum 31. Oktober 2022) vormals Managing Director der Sparte Energy Solutions Europe der ENGIE-Gruppe Sabine Murphy, Berlin (bis zum 19. Oktober 2022, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bis zum 19. Oktober 2022) kaufmännische Angestellte bei der ENGIE Deutschland GmbH, Berlin. Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wurde die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.
Köln, 25. September 2023 ENGIE Deutschland GmbH Geschäftsführung Manfred Schmitz Eric Joseph Stab Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022Anlage zum Konzernanhang
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen und Geschäftsmodell des KonzernsDer deutsche ENGIE-Konzern (im Folgenden auch "ENGIE Deutschland Konzern" oder "Konzern" genannt) ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: a) Technische Dienstleistungen und Produkte (ENGIE Deutschland GmbH, Köln; ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau; Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg) b) Energiedienstleistungen (ENGIE Deutschland GmbH, Köln; Solarimo GmbH, Berlin; H.G.S. GmbH, Krefeld; Quartierswerk Gartenfeld GmbH, Berlin) c) Strategische Kooperationen (Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken; Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken; Energieversorgung Gera GmbH, Gera; GeraNetz GmbH, Gera) Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte umfasst die Planung und Installation von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere von wärme-, lüftungs-, klima-, kälte- und elektrotechnischen Anlagen sowie von Sanitär- und Brandschutzanlagen und Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwassertechnik bzw. den Bau von Rohrleitungen für alle technischen und gewerblichen Zwecke. Darüber hinaus sind neben der Instandsetzung, Inspektion und Wartung von gebäude-/produktionstechnischen Anlagen die Aktivitäten des Facility Managements in diesem Geschäftsbereich vertreten. Des Weiteren gehören Contracting-Modelle zur Energieeffizienzverbesserung mit Einspargarantie inklusive Finanzierung sowie Energie- und Gewährleistungsmanagement zum Leistungsspektrum. Der Geschäftsbereich deckt außerdem alle Bereiche der industriellen Kühl- und Kältetechnik ab, einschließlich Projektplanung, Fertigung sowie Betrieb und Betreuung. Dazu zählen energieeffiziente Kältemaschinen sowie energienahe kältetechnische Dienstleistungen, zum Beispiel ein Retrofit existierender Kältemaschinen. Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen umfasst sowohl die Bereitstellung oder Lieferung von Medien aller Art im Rahmen verschiedener Contracting-Modelle (Energieliefer-, Energiespar-, Licht- und Kälte-Contracting) als auch die Energieoptimierung (Energiekostenreduktion, CO 2 -Reduktion, Energie-Monitoring sowie "smarte" Energieverteilung und -speicherung), wobei der Einsatz erneuerbarer Energieträger (Biomasse und Biogas) sowie die technische und energiewirtschaftliche Konzeption von Kundenlösungen zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen eine zunehmend große Rolle spielen. Weiterhin wird auch die Planung, Errichtung und der Betrieb von Energieerzeugungsanlagen für Immobilien einschließlich des Vertriebs von Strom auf eigene oder fremde Rechnung im Geschäftsbereich abgedeckt. Darüber hinaus gehört auch die Errichtung von BHKW-Anlagen mit Gasmotoren sowie die Erbringung von Service-, Wartungs- und Betriebsführungsdienstleistungen für derartige Anlagen zum Portfolio des Geschäftsbereichs. Das Geschäftsportfolio des Geschäftsbereichs Strategische Kooperationen umfasst die Versorgung von Haushalts-, Gewerbe- und Geschäftskunden mit Strom, Gas und Wärme sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden energienahen Dienstleistungen. Darüber hinaus erfolgt in den regionalen Heizkraftwerken die umweltschonende Erzeugung von Strom und Fernwärme. Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ("BIP") war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um +1,9 % (Vj.: +2,7 %) höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 1 Die Bauindustrie in Deutschland - als ein wichtiger Indikator für das Marktumfeld des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte - verzeichnete nach Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. 2022 ein Umsatzminus von preisbereinigt -5,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominale Zuwächse wurden durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Nachteilig wirken sich neben den weiter hohen Materialkosten mittlerweile auch die gestiegenen Zinskosten auf die Bauindustrie aus. Trotz dieser Entwicklung haben die Bauunternehmen im vergangenen Jahr aber 15.200 neue Arbeitsplätze geschaffen. 2 Diese Entwicklung wiederum belastet den ENGIE Deutschland Konzern weiterhin als Arbeitgeber, der Fachkräfte auch aus Baugewerken nachfragt.
1 Pressemitteilung Nr. 020 des Statistisches
Bundesamt Deutschland, 13.01.2023
Der Primärenergieverbrauch 2022 verzeichnete mit -5,4 % einen deutlichen Rückgang im Vorjahresvergleich und erreichte damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. 3 Dies ist auf eine Kombination aus höheren Einsparungen aufgrund der stark erhöhten Energiepreise und den milden Witterungsbedingungen zurückzuführen. Zentrales Thema in der Energiewirtschaft war die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und langfristig die Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten. So wurden zahlreiche Gesetzesänderungen und Verordnungen verabschiedet, die zum Energiesparen anregen und Versorgungsausfälle vermeiden sollten. Die Anteile der verschiedenen Energieträger im nationalen Energiemix haben sich 2022 deutlich verschoben: Der Anteil von Kernenergie am gesamten Energiemix hat sich aufgrund planmäßiger Abschaltungen mehrerer Kernkraftwerke halbiert. Auch der Erdgasverbrauch ist deutlich um 15,7 % gesunken. Dies lässt sich teilweise durch die milde Witterung, vor allem aber durch das außergewöhnlich hohe, kriegsbedingte Preisniveau für Erdgas erklären. Infolgedessen ist auch der Stein- und Braunkohleanteil gestiegen, ebenso ist eine Zunahme der Erneuerbaren Energien am Energiemix, von 15,7 % auf 17,2 %, erfolgt. 4 Ebenso wie der Gasmarkt war auch der Strommarkt durch das außergewöhnlich hohe Preisniveau geprägt. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland betrug im Jahr 2022 insgesamt 571,3 Mrd. kWh, wobei Braun- und Steinkohle mit 31,3 % (+3,2 %) den wichtigsten fossilen Energieträger für die Stromerzeugung darstellt. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger stieg in Summe auf nunmehr 44 % (Vorjahr: 39,8 %). 5 Der Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung wurde 2022 im Zuge der Debatte um Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit weiterhin als sehr bedeutsam eingeschätzt. Nach der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (2022) wurde mit 80 % in 2030 ein neues Ausbauziel für die Erneuerbaren Energien festgelegt, welches bereits im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien bestimmt wurde. Bis spätestens 2045 soll die deutsche Energieversorgung vollständig klimaneutral und unabhängig von Importen fossiler Energieträger sein.
3 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.
(2022), S. 2
Die Gasversorgung in Deutschland hat sich auch ohne den Beitrag russischen Erdgases vor allem durch gestiegene Importe aus den Niederlanden und Norwegen stabilisiert. Das Preisniveau auf dem Energiemarkt hat sich etwas beruhigt. Insgesamt sank der Gasverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr von 1.029.056 GWh um 17,6 % auf 847.470 GWh. 6 Im vergangenen Jahr hat sich der Gaspreis nach einem Rekordniveau Ende August 2022 von über 337 Euro/MWh (Futures) ab September 2022 kontinuierlich erholt. 7 Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wurde im Berichtsjahr damit beauftragt, für das zukünftig größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten die baulichen Anlagen für die Energieversorgung der Klinikgebäude zu errichten. Der Neubau entsteht derzeit im westpfälzischen Weilerbach in unmittelbarer Nähe zur Air Base Ramstein. Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte hat dort im Juni 2022 mit der Planung von zwei Energiezentralen begonnen und realisiert ab Sommer 2023 die technische Infrastruktur im Gebäude. Drei Jahre später, im August 2026, ist mit dem Start der Inbetriebnahme zu rechnen. 8 Einen weiteren wichtigen Auftragserfolg errang der Geschäftsbereich mit dem Zuschlag bei einer EU-weiten Ausschreibung als Generalunternehmer für den Bau des Gemeinschaftskraftwerks Hanau der Mainova AG und der Stadtwerke Hanau. 9 Damit obliegt dem Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte die schlüsselfertige Errichtung des Gasmotorenkraftwerks, das ab Juli 2024 für die Fernwärmeversorgung der Stadt Hanau bereitstehen soll. Der Baubeginn erfolgte im Januar 2023. Bei der geplanten Anlage handelt es sich um ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das die bisherige Wärmelieferung aus dem Kohlekraftwerk Staudinger ersetzt. Im Markt für Facility Services sieht der Geschäftsbereich weiterhin eine stark wachsende Nachfrage nach effizienten Facility Management-Dienstleistungen für den Betrieb von Gebäuden und Liegenschaften im Rahmen einer Nachhaltigkeits-Strategie. Die regulatorischen Vorgaben der EU-Taxonomie 10 und Anforderungen im Rahmen der ESG-Vorgaben ("Environmental, Social, Governance") führen weiterhin bei Kunden aus der Immobilienwirtschaft zu einer hohen Nachfrage nach CO 2 -armen Bewirtschaftungskonzepten. Durch die Eröffnung einer neuen Niederlassung in Hannover kann der Bereich Facility Services zukünftig auch einer steigenden Nachfrage in Niedersachsen begegnen.
6 Bundesnetzagentur (2023), Bundesnetzagentur -
Rückblick: Gasversorgung im Jahr 2022
Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen, Vorgaben und Regelungen hatten auch im Jahr 2022 weiterhin Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen. Zu dieser Phase der noch unvollständigen Erholung von der Corona-Pandemie ist der Krieg in der Ukraine hinzugekommen. Dessen Folgeeffekte haben seit Februar 2022 das energiepolitische Handeln in Deutschland maßgeblich bestimmt. Seit diesem Zeitpunkt führte die Unsicherheit von Gas-, Erdöl- und Kohlelieferungen aus Russland zu einem massiven Anstieg der Börsenpreise für Brennstoffe und Strom. Glücklicherweise liegt in Deutschland bislang kein Energieengpass vor. Die Folgen des Ukraine-Krieges für Volkswirtschaften und für einzelne Unternehmen können nicht abschließend abgeschätzt werden. Insbesondere die im Vergleich zu Vorjahren sehr hohen Gaspreise erhöhen die Energiekosten drastisch und gehen mit einem entsprechenden gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Entlastend wirkt sich die zeitlich befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Erdgas und Fernwärme von 19 % auf 7 % aus. Eine weitere soziale Abfederung der Energiekosten ergibt sich aus der von uns bereits umgesetzten Dezember-Soforthilfe sowie den ab 2023 greifenden Erdgas-, Wärme- und Strompreisbremsen. Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen blickt somit auf ein angespanntes Geschäftsjahr zurück, das im Bereich der Wärmeversorgung von Kunden im Immobilien- und Gewerbesektor u. a. durch die Gasversorgungskrise gekennzeichnet war. Der Gebäudesektor gilt allgemein als wesentlicher Treiber auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ein Schlüssel zur Steigerung der Gesamtenergieeffizienz im Immobilienbereich stellt das Serielle Sanieren dar, das die energetische Erneuerung von Gebäuden dank vorgefertigter Module für Fassaden, Dach und Haustechnik deutlich effizienter gestaltet. Um zukünftig das volle Potenzial des Modernisierungskonzepts auszuschöpfen, führt der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen in Zusammenarbeit mit der GWG-Gruppe, dem Wohnungsunternehmen der R+V Versicherungsgruppe, eine Machbarkeitsstudie zur Seriellen Sanierung durch. Diese soll bis Ende Juni 2023 wertvolle Erkenntnisse zur technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Realisierbarkeit von Seriellen Gebäudesanierungen liefern. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von bis zu 75.000 Euro. Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Strategische Kooperationen ist angesichts der infolge des Krieges in der Ukraine extrem gestiegenen Energiebezugskosten sowie der noch unvollständigen Erholung von der Coronakrise als insgesamt erfolgreich zu bewerten. Hervorzuheben für das Berichtsjahr ist das Mitte 2022 erfolgreich abgeschlossene Gemeinschaftsprojekt mit dem Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte in Saarbrücken. Für rund Mio. EUR 80 hat die Energie SaarLorLux AG ein neues Gasmotorenkraftwerk inklusive eines Wärmespeichers gebaut und zur Heizperiode in Dauerbetrieb genommen. GeschäftsverlaufDie Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) stieg niedriger als die Umsatzerlöse (+19,5 %) von Mio. EUR 1.421,0 um Mio. EUR 162,3 bzw. 11,4 % auf Mio. EUR 1.583,3. Ohne den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres ausgewiesenen Sondereffekt aus dem Verkauf ausgegliederter Gesellschaften im Zuge einer Reorganisationsmaßnahme des Konzerns im Vorjahr über Mio. EUR 41,8 lag die Gesamtleistung mit 14,8 % deutlich oberhalb der prognostizierten Wachstumsrate von 1 -5 %. Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte lag der Umsatz mit Mio. EUR 647,8 unterhalb der prognostizierten Spanne von Mio. EUR 670,0 - 730,0, weil sich geplante Abrechnungen von Projekten stichtagsübergreifend verschoben haben. Dagegen wurden in den Geschäftsbereichen Energiedienstleistungen mit Mio. EUR 232,9 (Prognose: Mio. EUR 170,0 - 180,0) und Strategische Kooperationen mit Mio. EUR 569,8 (Prognose: "leicht" über Vorjahresniveau von Mio. EUR 473,4) die Umsatzziele deutlich übertroffen, im Wesentlichen beeinflusst durch nicht erwartete Preiseffekte am Energiemarkt. Das Jahresergebnis des Konzerns ist wie im Vorjahr erneut durch nicht realisierte Ergebniseffekte aus den oben beschriebenen Projektverzögerungen und den damit einhergehenden Umsatzverschiebungen im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte belastet. Die Liquiden Mittel blieben im Vergleich zum Vorjahr trotz der erhöhten Ergebnisabführung aus dem Verkaufsgewinn ausgegliederter Gesellschaften im Vorjahr mit Mio. 159,9 EUR stabil. Die wesentlichen Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten sind im Abschnitt "Finanzen" erläutert. Insgesamt unterhält der ENGIE Deutschland Konzern neben den Hauptniederlassungen der konsolidierten Gesellschaften 27 Zweigniederlassungen, die sich flächendeckend über Deutschland verteilen. Von wesentlicher Bedeutung sind die Zweigniederlassungen in Leipzig, die ungefähr einen Anteil von 14 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet sowie Dresden mit einem Anteil von 6 %. Alle anderen Zweigniederlassungen sind mit einem jeweiligen Umsatz von unter 5 % gemessen am Konzernumsatz von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Umsatz- und AuftragsentwicklungDie Verteilung des Umsatzes nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Nach Geschäftsbereichen ergibt sich folgende Umsatzverteilung:
Während die Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte überwiegend auf organisches Wachstum der Otto Building Technologies GmbH zurückzuführen ist, sind in den Geschäftsbereichen Energiedienstleistungen und Strategische Kooperationen die deutlich gestiegenen Umsätze überwiegend durch höhere Absatzpreise bei Strom, Gas und Fernwärme begründet. Die für den Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wichtigen finanziellen Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand entwickelten sich wie folgt:
Grundsätzlich ist anzumerken, dass Service-Aufträge mit mehrjähriger Laufzeit nur mit den Monatsanteilen bis zum Geschäftsjahresende im Auftragseingang berücksichtigt werden. Der Anstieg des Auftragseingangs ist begründet durch die Hereinnahme zweier Großaufträge und starkes organisches Wachstum bei der Otto Building Technologies GmbH und im Bereich der Kältetechnik. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte stieg abrechnungsbedingt und ebenfalls begründet durch die oben erwähnten Entwicklungen des Bestelleingangs um Mio. EUR 245,9 auf Mio. EUR 1.156,1. LiquiditätDer Konzern hat zum Bilanzstichtag einen Finanzmittelfonds in Höhe von Mio. EUR 159,9 (Vj.: Mio. EUR 158,7) ausgewiesen, der sich zum einen aus Bankguthaben sowie Kassenbestand und zum anderen aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash-Pool zusammensetzt. Das konzerninterne Cash-Pool-Guthaben in Höhe von Mio. EUR 149,9 (Vj.: Mio. EUR 152,8) wird in der Bilanz unter dem Posten "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. Eine kurzfristige Liquiditätssicherung ist für den Konzern durch die Anbindung an den Cash-Pool der internationalen ENGIE-Gruppe mit einem Kreditlimit in Höhe von Mio. EUR 40,5 gegeben. Zum 31. Dezember 2022 hatte der Konzern außerdem eine kombinierte Bürgschafts- und Kreditlinie bei einer Bank in Höhe von Mio. EUR 15,0, von der zum Stichtag Mio. EUR 5,3 nicht ausgenutzt waren. Darüber hinaus besteht eine Kontokorrent-Kreditlinie in Höhe von Mio. EUR 8,0 bei der Kraftwerke Gera GmbH, die wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Zur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen werden Zinsswaps bzw. Zins-Caps angenommen. Im Berichtsjahr wird ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 0,5 mit einer Laufzeit bis 2024 derart besichert. Die wesentlichen Werte der Kapitalflussrechnung des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Die Entwicklung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit war im Vorjahr durch einen Sondereffekt aus dem Verkauf ausgegliederter Gesellschaften im Vorjahr an die ENGIE Deutschland AG mit Mio. EUR 41,8 maßgeblich beeinflusst worden und führt im Vorjahresvergleich zu einem starken Rückgang des Jahresergebnisses und der Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen. Die Veränderung der Rückstellungen resultiert maßgeblich aus der erstmaligen Brutto-Bilanzierung von Emissionsrechten. Auszahlungen saldiert mit Einzahlungen für Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen, sowie gezahlte Zinsen führten zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR -45,2. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Zahlung der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag des Vorjahres an die Muttergesellschaft ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden "EES") in Höhe von Mio. EUR 71,9 sowie den Saldo aus der Aufnahme und Begebung von Konzern- und Bankdarlehen inkl. Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR -10,8. InvestitionenDie Investitionen im Jahr 2022 in Höhe von Mio. EUR 46,9 (Vj.: Mio. EUR 77,4) setzen sich wie folgt zusammen:
Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lag insgesamt unter Vorjahresniveau und unter der prognostizierten Bandbreite von Mio. EUR 55 - 65. Bei den Investitionen in Sachanlagen handelt es sich überwiegend um den Bau des neuen Gasmotorenkraftwerks in Saarbrücken und projektbezogene Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen. Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen im Wesentlichen Weiterentwicklungen von kältetechnischen Produkten. VermögenslageDie Entwicklung der Aktivposten der Bilanz im Vergleich zum Vorjahr stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens um Mio. EUR -15,0 auf Mio. EUR 512,1 resultiert aus dem Saldo aus Zugängen aus Investitionen, Abgängen und Abschreibungen des Geschäftsjahres. Wesentliche Zugänge sind im Abschnitt Investitionen erwähnt. Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang des Anlagevermögens ist der Abgang eines immateriellen Vermögensgegenstandes mit einem Effekt in Höhe von Mio. EUR 8,0. Wachstums- und abrechnungsbedingt höhere Halbfertigbestände führten im Wesentlichen zu einem Anstieg der Vorräte brutto von Mio. EUR 475,3 auf Mio. EUR 590,5. Die Vorräte netto entwickelten sich bei einer stabilen Projektfinanzierungsquote proportional. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus konzerninternem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 149,9 (Vj.: Mio. EUR 152,8) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7Mio. EUR 33,4 (Vj.: Mio. EUR 33,6). Die Entwicklung der Passivposten der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR -11,7 (Vj.: Mio. EUR -15,5), der wiederum maßgeblich Abschreibungen auf Goodwill aus Erstkonsolidierungen beinhaltet. Die erstmalige Brutto-Bilanzierung von Emissionsrechten und deren Preisentwicklung war im Wesentlichen für den Anstieg der Rückstellungen verantwortlich. Durch planmäßige Tilgungen verminderten sich die Bankverbindlichkeiten um Mio. EUR 4,9 auf Mio. EUR 72,4. Höhere Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Passiva sind maßgeblich begründet durch kalendarisch bedingte Verschiebungen von Zahlläufen im Vergleich zum Vorjahr am Jahresende. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten das im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages mit der EES abzuführende Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 33,1 (Vj.: Mio. EUR 71,9), Finanzierungen durch verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 111,4 (Vj.: Mio. EUR 110,5), sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 44,1 (Vj.: Mio. EUR 24,8). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten die Umsatzsteuerzahllast gegenüber der Organmuttergesellschaft ENGIE Deutschland AG, Berlin, in Höhe von Mio. EUR 14,5 (Vj.: Mio. EUR 16,6). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen blieben mit Mio. EUR 67,2 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (Mio. EUR 66,9), da im Berichtsjahr keine wesentlichen neuen Verträge abgeschlossen wurden. ErtragslageEine Übersicht der Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die Umsatzerlöse stiegen insbesondere aufgrund der erhöhten Preise am Energiemarkt im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 236,6 bzw. 19,5 % auf Mio. EUR 1.450,5 (Vj.: Mio. EUR 1.213,9) und lagen damit deutlich über unseren Erwartungen. Der Erhöhung der Gesamtleistung fiel mit 11,4 % bzw. Mio. EUR 162,3 geringer aus, da sowohl die Bestandsveränderung inkl. andere aktivierte Eigenleistungen um Mio. EUR 32,3 als auch die übrigen betrieblichen Erträge um Mio. EUR 42,0 unter den Vergleichswerten des Vorjahres lagen. Bereinigt um einen Sondereffekt in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres in Höhe von Mio. EUR 41,8 aus der Veräußerung ausgegliederter Gesellschaften im Vorjahr an die EDAG, erhöht sich der Anstieg der Gesamtleistung auf 14,8 %. Der gestiegenen Gesamtleistung steht ein um Mio. EUR 199,3 höherer Betriebsaufwand von Mio. EUR 1.546,9 gegenüber, der sich mit +14,8 % in etwa proportional zur bereinigten Gesamtleistung entwickelte. Bereinigt um einen weiteren Sondereffekt in Höhe von insgesamt Mio. EUR 8,0 durch den Abgangsverlust eines immateriellen Wirtschaftsgutes lag die Steigerung des Betriebsaufwands bei +14,3 % und damit unterhalb der bereinigten Entwicklung der Gesamtleistung. Beide Sondereffekte wirken sich mit insgesamt 49,8 Mio. EUR auch negativ auf den Vorjahresvergleich des Betriebsergebnisses aus. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenIm Rahmen seiner Konzernzugehörigkeit zum internationalen ENGIE S.A.-Konzern erstellt der ENGIE Deutschland Konzern auch Abschlüsse nach IFRS. Sowohl im ENGIE S.A.-Konzern als auch innerhalb der deutschen ENGIE-Gesellschaften erfolgt die Unternehmenssteuerung daher über IFRS-Kennzahlen. Hervorzuheben sind hierbei als Kennzahlen insbesondere Umsatz und EBIT sowie Cash Flow. Unterschiede zum HGB-Ergebnis ergeben sich aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS, wie bspw. aus den Bilanzierungsstandards IFRS 15 oder IFRS 9. Insbesondere wird mit der Percentage-of-Completion Methode bei Langfristfertigung eine Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Leistungsfortschritt) erreicht, das heißt Aufwendungen und Erträge werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrags anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet, wogegen auf Grund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips die Completed-Contract-Methode angewendet wird. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 315 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. Abs. 3 HGB wie Kundenzufriedenheit, Versorgungssicherheit und Umweltfreundlichkeit gewinnen insbesondere für den Geschäftsbereich Strategische Kooperationen immer mehr an Bedeutung. So wurde die Energieversorgung Gera GmbH im Jahr 2023 zum zwölften Mal als TOP-Lokalversorger Strom und Gas und zum fünften Mal auch für Fernwärme vom unabhängigen Branchendienst energieverbraucherportal.de ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage des ENGIE Deutschland Konzerns insgesamt als zufriedenstellend. Forschung und EntwicklungDa der Konzern im Wesentlichen Technische Dienstleistungen und Energiedienstleistungen erbringt, wird keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne betrieben. Gleichwohl wird das bestehende Portfolio fortwährend auf Kundenanforderungen und die eigene Strategie überprüft und bei Bedarf optimiert und erweitert. Insgesamt sind im Berichtsjahr für "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" Zugänge in Höhe von Mio. EUR 1,4 (Vj.: Mio. EUR 1,6) und Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 1,0 (Vj.: Mio. EUR 0,8) zu verzeichnen. Lediglich im Bereich Kältetechnik werden Produkte selbst konzeptioniert und kontinuierlich weiterentwickelt und fallen damit in den Bereich der Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt Mio. EUR 1,3 in die Weiterentwicklung verschiedener Kältemaschinen- und Wärmepumpen-Baureihen investiert und vollständig aktiviert. Die Abschreibung auf Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf Mio. EUR 0,5. RisikoberichtDas Risikomanagement ist für den ENGIE Deutschland Konzern verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Steuerung und zur Information unserer Gesellschafter. Außerdem wird der Konzern von den Aktivitäten der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird. In allen Geschäftsbereichen ist es für den ENGIE Deutschland Konzern von Bedeutung, die grundsätzlich bestehenden Risiken, die sich aus komplexen und technisch anspruchsvollen Projekten ergeben, in der Angebotsphase zu identifizieren. Dies können Risiken vertraglicher sowie technischer und kommerzieller Art sein und bei Eintritt zu Mehraufwendungen im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation führen. Bereits in der Angebotsphase durchlaufen Projekte einen strukturierten Prüfungs- und Genehmigungsprozess in Abhängigkeit vom Projektvolumen, besonderen Risiken und Plan-Bruttomargen. Bei Projektstart wird das Auftragsmanagement bei größeren oder komplexeren Aufträgen durch ein externes Beratungsunternehmen unterstützt. Die Auftragsabwicklung wird durch ein proaktives Claim-Management mit dem Ziel begleitet, Belastungen aus nicht planbaren Abweichungen zu reduzieren. Ferner wurde für die Anlagentechnik eine ergänzende Richtlinie zum Umgang mit Risiken ("10 Grundsätze zum Umgang mit Risiken im Unternehmen") erarbeitet und allen Mitarbeitenden im Intranet zugänglich gemacht. Das Delkredererisiko wird durch die Vereinbarung von Anzahlungen und Avalen sowie die Bildung von Einzelwertberichtigungen eingegrenzt. Präventiv werden darüber hinaus Bonitätsprüfungen mit anschließendem Monitoring durchgeführt. Um Währungs- und Zinsrisiken einzuschränken, setzt der Konzern bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein. Hier kommen in der Angebotsphase Devisenoptionsgeschäfte und nach Auftragserteilung Devisentermingeschäfte zur Anwendung. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang. Die Geschäftsbereiche Energiedienstleistungen sowie Strategische Kooperationen sind im Energiemarkt sowohl auf der Beschaffungs- und Erzeugungsseite als auch auf der Absatzseite Marktrisiken ausgesetzt. Bezugsseitige Preis- und Mengenrisiken werden vom Portfoliomanagement mittels einer strukturierten Beschaffung an den Großhandelsmärkten gesteuert. Dazu werden auf Grundlage des geltenden Hedging-Regelwerks Termingeschäfte abgeschlossen, in der Regel für mehrere Kalenderjahre im Voraus. Mit dieser Vorgehensweise erreichen wir eine hohe Planungs- und Ergebnissicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Ein weiteres Risiko besteht in einer gegenüber der Kalkulation wesentlich geringeren oder höheren Abnahme von Strom und Gas durch die Kunden und der damit verbundenen Notwendigkeit, die eingedeckten Strom- bzw. Gasmengen kurzfristig zu Marktpreisen ver- bzw. einkaufen zu müssen. Infolge der aktuell hohen Preisvolatilität können sowohl Minder- als auch Mehrmengen je nach Preisentwicklung Risiken bergen. Weitere Risiken ergeben sich durch Änderungen der Marktregeln. Im Gasmarkt hat dies Auswirkungen auf die Kosten für Ausgleichsenergie, Regel- (Ausgleichs-) Energieumlage sowie Mehr- und Mindermengen. Im Strommarkt sind, mit dem zunehmenden Anteil Einspeisungen aus fluktuierenden Erzeugungsanlagen, zunehmende wirtschaftliche Anreize für eine ausgeglichene Energiebilanz je Abrechnungseinheit zu erwarten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang. Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert. Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall. Durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben sich bisher für den Konzern keine signifikanten unmittelbaren Auswirkungen ergeben, da der ENGIE Deutschland Konzern kein direktes Geschäft mit russischen und ukrainischen Kunden oder Lieferanten betreibt. Dennoch können sich mittelbar aus der Russland-Ukraine-Krise eine Reihe von zusätzlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben. Eine drohende Gasmangellage als Folge geringerer Gaslieferungen aus Russland beeinflusst das Contractinggeschäft je nach Umfang der Gasverknappung erheblich. Ein Gasverstromungsverbot würde in Abhängigkeit der Mindestgröße der betroffenen Erzeugungsanlagen mindestens am Standort Gera zu einem Herunterfahren der dort betriebenen BHKWs mit einer Gesamtleistung von 40 MWel führen. Beide Szenarien werden derzeit als gering eingeschätzt. Preisveränderungen im Gaseinkauf treffen die Gesellschaft nicht, da sie durch Preisgleitklauseln an die Endkunden weitergegeben werden können. Durch den Wegfall der Beschaffungsflexibilität bei Verbrauchsabweichungen bestehen aber Risiken durch Abweichungen des Marktpreises zum Beschaffungspreis. Weitere mittelbare Risiken aus der Russland-Ukraine-Krise werden vom ENGIE Deutschland Konzern im Rahmen des operativen Risiko-Managements in der folgenden Weise beachtet und bearbeitet:
Kurz- oder mittelfristigen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung begegnet der Konzern mit einem kontinuierlichen Monitoring der politischen Diskussionen und einer frühzeitigen Kommunikation in die Gesellschaften. Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand des Konzerns gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage. ChancenberichtInsgesamt ergeben sich für den ENGIE Deutschland Konzern aufgrund der Bemühungen um eine Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft Chancen. Die nach wie vor gültige Strategie der Konzernmutter ENGIE S.A. stellt den Trend zur CO 2 -Neutralität in den Mittelpunkt des geschäftlichen Handelns der Gruppe. Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte ist der ENGIE Deutschland Konzern als technischer Ausrüster für komplexe Gebäude und Anlagen bekannt und plant, an der Entwicklung möglichst CO 2 -armer oder -freier Anlagen zu arbeiten. Durch die Verbindung von Service- und Energie-Aktivitäten bietet sich zudem Potenzial, integrierte Technik-, Betriebs- und Energieversorgungs- bzw. Energiemanagement-Lösungen mit Fokus auf CO 2 -Vermeidung am Markt zu platzieren. Dies bietet auch dem Segment Facility Services neue Chancen, da ENGIE in der Lage ist, Kunden im Rahmen von Facility Management-Aufträgen Garantien für die verbindliche Erreichung von CO 2 -Zielen zu geben. Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen steht ebenfalls im Fokus der neuen strategischen Ausrichtung, da die CO 2 -arme Versorgung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität sein wird. Chancen bestehen aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich - neben dem bereits erwähnten Trend zur Dekarbonisierung - aus drei weiteren gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die Dezentralisierung der Energieerzeugung, die durch EU-Taxonomie und neue Bewertungsmaßstäbe im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) regulatorisch forcierte Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen. Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre Positionen auf ihren respektiven lokalen Märkten als auch das existierende Geschäft im Bereich der Energiedienstleistungen eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Chancen verspricht sich der Konzern weiterhin auch aus der Verbindung der Energie- und Serviceaktivitäten der Konzerngesellschaften in Deutschland mit dem Ziel der Entwicklung ganzheitlicher Dekarbonisierungslösungen für Kunden aus Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft und Kommunen. Hier wächst das bereits im Vorjahr beobachtete Angebotspotential für zusätzliche, energiewirtschaftlich geprägte Services mit Zugriff auf eine vertiefte Wertschöpfungskette entlang der drei großen Bereiche Technik, Energie und Service. PrognoseberichtDie Bundesregierung sieht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht im Januar 2023 die wirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2023 besser als noch in der Herbstprojektion erwartet. Nach einer insgesamt positiven Entwicklung im zweiten Halbjahr 2022 geht die Bundesregierung für das laufende Jahr 2023 zwar von einer Abkühlung infolge des Energiepreisschocks und der Zinswende aus, rechnet in Summe aber mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von +0,2 %. Gleichzeitig geht die Inflation zurück. Sie bleibt im Jahr 2023 zwar weiterhin hoch, aber die Trendwende ist eingeleitet. Nach 7,9 % im Jahr 2022 sinkt die Inflation der Projektion zufolge 2023 auf 6,0 %. 11 Über alle Wirtschaftsbereiche lag die Bruttowertschöpfung im vierten Quartal 2022 um 1,4 % niedriger als im Vorquartal. Die Entwicklung der aktuellen Konjunktur- und Frühindikatoren zu Jahresbeginn stimmt aber vorsichtig optimistisch. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe legten im Januar zu. Ebenso ist der nominale Wert der Warenexporte gestiegen, während die Warenimporte in nominaler Rechnung erneut einen Rückgang aufwiesen. 12 Im aktuellen Bericht zum Geschäftsklima in Deutschland hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft dagegen weiter eingetrübt. Der Indikator für das Geschäftsklima ist saisonbereinigt im August 2023 auf 87,4 Punkte gefallen. Dies ist der vierte Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit August 2020. Zudem blicken die Unternehmen pessimistischer auf die kommenden Monate. 13 Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine sind die gesamt- und energiewirtschaftlichen Unsicherheiten signifikant gestiegen. Gestiegene Volatilitäten an den Energie- und Beschaffungsmärkten, die hohen Ambitionen Deutschlands in Richtung Energiewende und Klimaneutralität sowie regulatorische Steuerungseingriffe bewirken insgesamt instabile Rahmenbedingungen und werden zu tiefgreifenden Veränderungen in der Energiebranche führen und damit auch die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Strategische Kooperationen in den kommenden Geschäftsjahren prägen. Für 2023 prognostiziert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. einen preisbereinigten Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von -6 %. Neben der schwachen Auftragslage belasten die weiterhin hohen Material- und Zinskosten die Branche. Im für den Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wichtigen Wirtschaftsbau rechnet der Verband "nur" mit einem realen Umsatzrückgang von -4 %. 14
11 Pressemitteilung des BMWK vom 25.01.2023.
Entgegen dieser Einschätzung erwartet der ENGIE Deutschland Konzern für 2023 basierend auf einem sehr hohen Auftragsbestand und gestiegenen Energiepreisen eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung (2022: Mio. EUR 1.583,3) zwischen 25 und 35 %. Auf Grundlage des aktuellen Auftragsbestands und den geplanten Abrechnungen erwarten wir einen Umsatz im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte im Geschäftsjahr 2023 zwischen Mio. EUR 800 und Mio. EUR 870. Für den Geschäftsbereich Energiedienstleistungen werden Umsatzerlöse zwischen Mio. EUR 315 und Mio. EUR 335 erwartet, basierend auf einem aktuellen Preisniveau und normalisierten Gradtagzahlen als maßgeblichem Einfluss auf die Höhe der Abrechnungen aus Energielieferverträgen, und Erträgen auf Vorjahresniveau für Dienstleistungen auf Basis von Service Level Agreements für andere ENGIE-Gesellschaften, die nicht zum Konzern gehören. Im Geschäftsbereich Strategische Kooperationen werden bei einem "normalen" Witterungsverlauf und ebenfalls auf Basis des aktuellen Preisniveaus Umsatzerlöse 30-40% über Vorjahresniveau prognostiziert. Auf Basis der laufenden Projekte und geplanten Bestelleingänge geht der ENGIE Deutschland Konzern für 2023 von einer stabilen Auftragsfinanzierung langlaufender Projekte und liquiden Mitteln auf Vorjahresniveau aus. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) zwischen 10 und 20 Mio. EUR, im Wesentlichen resultierend aus dem Sondereffekt im Berichtsjahr sowie aus der Abrechnung verzögerter Projekte im Bereich der Anlagentechnik und der damit einhergehenden Gewinnrealisierung durch den Abbau der Halbfertigbestände. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird in 2023 über Vorjahresniveau erwartet und soll zwischen Mio. EUR 50 und Mio. EUR 80 liegen. Die Geschäftsführung sieht den Konzern aufgrund seiner strategischen Ausrichtung selbst unter Berücksichtigung möglicher Effekte aus der Ukraine-Krise über das kommende Geschäftsjahr hinaus gut positioniert.
Köln, 25. September 2023 ENGIE Deutschland GmbH Geschäftsführung Manfred Schmitz Eric Joseph Stab Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Gesellschafterversammlung für 2022Die Überprüfung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 erfolgt im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen. Gemäß § 110 Abs. 3 AktG ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr zweimal zu Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 05. April 2022 und 19. Oktober 2022. Der Geschäftsführer hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig über den Gang der Geschäfte mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Geschäftsführers in seinen Sitzungen behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Geschäftsführer im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und die Maßnahmen zu deren Umsetzung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Die Abschlussprüferin, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der verantwortliche Partner der Abschlussprüferin hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. Oktober 2023 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund eigener Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der vom Geschäftsführer aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss werden gebilligt.
Köln, den 18. Oktober 2023 Hervé-Matthieu Ricour-Dumas, Aufsichtsratsvorsitzender |
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