Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vulpius Klinik GmbH
Vulpiusstraße 29, 74906 Bad Rappenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elke Graf seit 1.7.2025 | Prokura |
Thilo Bausback seit 17.2.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Privatklinik Dr. Reinhard GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 42.73% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vulpius Klinik GmbHBad RappenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Die Firma Vulpius Klinik GmbH mit Sitz in Bad Rappenau wird beim Amtsgericht Stuttgart unter der Handelsregisternummer HRB 100957 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) und der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB und wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB in Verbindung mit der KHBV erweitert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt, das der bisherigen Handhabung entspricht. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung weitgehend im Anhang gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden weitestgehend Festwerte gebildet. Im Übrigen erfolgte die Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte retrograd nach der Erlösaufteilungsmethode. Von den erzielbaren Erlösen wurden die nach dem Bilanzstichtag noch anfallenden Kosten und ein Gewinnanteil abgezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde das Ausfallrisiko durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens entsprechen dem Buchwertanteil der geförderten Vorhaben bzw. Gegenstände gemäß KHG. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden wie im Vorjahr nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre von 1,82 % aufbauend auf den Heubeck-Richttafeln 2018 G angesetzt. Rentensteigerungsraten sowie ein Fluktuationsabschlag waren wie im Vorjahr nicht zu berücksichtigen. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind ausreichend bemessen. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Latente Steuern Die latenten Steuern setzen sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Sachverhalten zusammen:
Der Bewertung wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15 % und der Solidaritätszuschlag von 5,5 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern wurden nicht abgezinst. Aktive latente Steuern werden entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht bilanziert. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich sowie zukünftige Belastungen aus abgerechneten Leistungen, die vom medizinischen Dienst der Krankenkassen aufgegriffen wurden. 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 379 besichert durch Grundschulden, in Höhe von TEUR 86 durch sonstige Pfandrechte in Form der Sicherungsübereignung von Anlagegütern und durch eine Globalzession. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht sind Verbindlichkeiten nach KHEntgG in Höhe von TEUR 1.152 (Vorjahr: TEUR 181) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 447) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 59) und betreffen Darlehen von Unterstützungskassen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Periodenfremde Erträge In den Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB, soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten und in den sonstigen betrieblichen Erträgen, sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.147 enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Zuschüssen sowie aus Erstattungen und Ausgleichsbeträgen für Vorjahre. 2. Periodenfremde Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 956 zu verzeichnen. Sie beinhalten im Wesentlichen Buchverluste aus Anlagenabgängen sowie die Zuführung von Wertberichtigungen. 3. Außergewöhnliche Aufwendungen Die außergewöhnlichen Aufwendungen von TEUR 907 betreffen Buchverluste aus Anlagenabgängen aus der Anpassung von geplanten Bauvorhaben. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten latente Steuererträge in Höhe von TEUR 49. E. Ergänzende Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat für ihre Größe und Branche typische Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Daneben bestehen Wartungs- und Abnahmeverpflichtungen. Die Leasingverträge dienen der Nutzung von Gegenständen, die bei einem Kauf den Einrichtungen und Ausstattungen im Anlagevermögen zuzuordnen wären. Durch das Leasing und die Miete werden ansonsten sofort fällige Investitionsausgaben über die Miet- bzw. Leasingdauer linearisiert. Das Leasing wird als Finanzierungsinstrument genutzt. Wartungsverträge werden bei Großinvestitionen üblicherweise über einen mehrjährigen Zeitraum abgeschlossen, um die jederzeitige Funktionsfähigkeit der von der Gesellschaft eingesetzten technischen Anlagen und Operationsräume sicherzustellen. Längerfristige Abnahmeverpflichtungen bestehen im Wesentlichen mit Energierversorgungsunternehmen und bei Medizinprodukten. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen sowie Abnahmeverpflichtungen ergeben sich in künftigen Jahren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.674. 3. Angaben zur Belegschaft Die Gesellschaft hat in 2023 im Durchschnitt 332 Arbeitnehmer (Vorjahr: 332) ohne Geschäftsführer und Zivil- und Bundesfreiwilligendienstleistende beschäftigt. Bei der Anzahl der Beschäftigten handelt es sich um Vollkräfte. 4. Sonstige Angaben Geschäftsführer war bzw. ist:
Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 57. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 4.550.094,05 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 440.400,00 zu verwenden und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt für
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (Nachtragsbericht) Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Bad Rappenau, den 16. Februar 2024 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Vulpius Klinik GmbH betreibt ein orthopädisches Fachkrankenhaus in Bad Rappenau mit insgesamt 117 Planbetten. Die Klinik ist aufgeteilt in die Bereiche Endoprothetik, Kinderorthopädie, Kniechirurgie, Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Handchirurgie, Fußchirurgie und konservative Wirbelsäulentherapie. Die Klinik mit ihrer mehr als 100- jährigen Tradition entwickelt sich stetig weiter. Dies belegen die anhaltend hohe Patientenzufriedenheit, die außerordentliche Qualität sowie die stetig steigenden Behandlungszahlen. Die Vulpius Klinik ist zudem akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. 1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung Die deutsche Volkswirtschaft ist nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2023 in die Rezession gerutscht. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes schrumpfte die preisbereinigte Wirtschaftsleistung um 0,3%. Im Jahr zuvor hatte es nach jüngsten Berechnungen noch 1,8% Wachstum gegeben. Ursächlich für diese Entwicklung sind nach wie vor die hohen Energie- und Lebenshaltungskosten, der anhaltende Krieg in der Ukraine und der sich verschärfende Nahostkonflikt. Im Vergleich zum Jahr 2022 sank die Inflationsrate 2023 von 6,9% auf voraussichtlich 5,9% im Jahr 2023. Die Lohneinkommen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, trotzdem kam es nicht zu einem Anstieg des privaten Konsums. Die Erhöhung der Zinsen durch die Europäische Zentralbank führte im Gegenzug zu einem Rückgang der Investitionen, insbesondere im Wohnungsbau. Im Export kämpft die deutsche Volkswirtschaft mit der schwächelnden Weltkonjunktur. Dies zeigt sich auch in der Ausfuhrbilanz, die in den ersten elf Monaten für das Jahr 2023 negativ ausfiel. Hierbei fiel der Wert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1%. Aufgrund des sich ausweitenden Nahostkonflikts ist mit einer raschen Erholung auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen. Auch für das kommende Jahr kann mit keiner schnellen Erholung der deutschen Wirtschaft gerechnet werden. Die Industrie und die Bauwirtschaft haben seit Monaten mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Bestehende Auftragspolster werden kaum in der Lage sein, diese Entwicklung abzufangen. Die andauernden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten geben auch keinen Anlass zu einer optimistischeren Einschätzung. Aufgrund der jüngsten Haushaltskrise ist der Staat nur bedingt in der Lage, durch Investitionsförderprogramme entgegenzusteuern. Die wirtschaftliche Entwicklung der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland hat sich aufgrund der schlechten finanziellen Lage der Krankenhäuser im Vergleich zu 2022 deutlich verschlechtert. Gaben 2022 noch 35% der Krankhäuser an, ein positives Ergebnis erreicht zu haben, rechnen 2023 nur noch 7% mit einem Jahresüberschuss. 15% der Krankenhäuser rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das Jahr 2023. Der Anteil der Krankenhäuser mit einem negativen Jahresergebnis steigt nach Aussagen des Deutschen Krankenhausinstituts von 54% im Jahr 2022 auf 78% im Jahr 2023. Ursächlich für diese negative Entwicklung sind die hohen Tarifabschlüsse und die weiter gestiegenen Material- und Personalkosten, die nicht durch entsprechende Erhöhungen der Baserate ausgeglichen wurden Ein weiteres Problem der Kliniken besteht in der Besetzung offener Stellen. Hiervon betroffen ist nicht mehr nur der Bereich der Pflege. Der Fachkräftemangel erstreckt sich auf nahezu alle Berufsgruppen im Krankenhaus. Im Hinblick auf den demographischen Wandel dürfte sich die Anzahl an offenen Stellen für die Kliniken in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Schon heute können in vielen Kliniken nicht mehr alle Operationssäle oder Stationsbetten genutzt werden, da das Personal fehlt. Dies wiederum führt zu erheblichen Umsatzeinbußen und verschlechtert die finanzielle Lage der Krankenhäuser. Erkennbar wird dies auch bei der Zahl der Klinikinsolvenzen. 2023 stellten 33 Kliniken einen Insolvenzantrag. Laut einem Bericht der Deutschen Krankenhausgesellschaft, wird für das Jahr 2024 mit einer Verdopplung der Krankenhausinsolvenzen gerechnet. Die Vulpius Klinik konnte im Geschäftsjahr 2023 nahezu alle offenen Stellen nachbesetzen. Grund hierfür ist der gute Ruf der Klinik und das gute Betriebsklima. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einer Ertragssteigerung um 7,3% im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen werden. Ursächlich hierfür ist die anhaltende hohe Nachfrage an stationärer Krankenhausbehandlung. Die Fallzahlsteigerung lag hierbei ebenfalls 7,3% über der Leistung aus dem Vorjahr. Aufgrund der Verringerung der Verweildauer um 7%, blieb die Bettenauslastung im Vergleich zum Vorjahr konstant. Auch der CaseMixIndex (CMI) lag konstant bei 1,231. Die Zahl der ambulanten Operationen wurde im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gesteigert. Zu den wesentlichen Vorgängen des Geschäftsjahres zählte die Renovierung von zwei OP- Sälen sowie die Überarbeitung der Neubauplanung. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen wurden geplante Investitionen verschoben. 3. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögens- und Finanzlage:
Im Jahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 828 getätigt. Diese wurden überwiegend mit Fördermitteln finanziert. Die im Verhältnis zu den Abschreibungen geringen eigenfinanzierten Investitionen in das Anlagevermögen sind ursächlich für die Verbesserung der flüssigen Mittel. Die bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden im Berichtsjahr planmäßig getilgt. Der Darlehensbestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 59,4%. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten ebenfalls verringert werden. Der Cashflow 2023 wurde zur Schuldentilgung sowie zur Finanzierung der Investitionen und zur Ausschüttung einer Dividende an die Gesellschafter eingesetzt. Das Betriebsergebnis der Klinik war aufgrund der hohen Tarifabschlüsse und aufgrund der anhaltend hohen Material- und Zusatzkosten im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und dem Nahostkonflikt im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Cashflow konnte aufgrund der Investitionszurückhaltung erhöht werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr stets gesichert. Ertragslage: Die Erträge des Krankenhausbetriebs konnten um 7,3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ursächlich hierfür waren die gestiegenen Fallzahlen im ambulanten und stationären Bereich. Die durchschnittliche Verweildauer konnte im Vergleich zum Vorjahr um 7% verkürzt werden. Dahingegen blieb die Bettenauslastung konstant. Die Materialkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr inflationsbedingt um 2,3%. Die Personalkosten hingegen stiegen tarifbedingt um 12,4% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Material- und Personalkosten an der Gesamtleistung belief sich auf 84,9% und liegt damit 1,7% über dem Vorjahr. Aufgrund der gestiegenen Material- und Personalkosten konnte das Jahresergebnis aus dem Vorjahr nicht gehalten werden. Das Jahresergebnis ist durch neutrale Effekte positiv beeinflusst. Letztlich ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 68 TEUR. Sowohl die Umsatzentwicklung als auch das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis 2023 entsprechen den Planungen im Lagebericht des Jahresabschlusses 2022. Im Vergleich zum Branchentrend kann der Verlauf des Geschäftsjahres immer noch als positiv bewertet werden. 4. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung 2023 sollten die Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung neu geregelt werden. Eine Reform kam bis zum Ende des Jahres 2023 nicht zustande. Ob die ursprünglich geplante Zeitschiene eingehalten werde kann ist sehr fraglich. Sollte es zur Umsetzung der Krankenhausreform nach derzeitigem Stand kommen, wäre dies eine grundlegende Veränderung der Vergütungsform. Demnach würden 60% des Krankenhausbudgets dem Krankenhaus als sogenanntes Vorhaltepauschale zur Verfügung gestellt werden. Die restlichen 40% würden dann als Vergütung für die erbrachten Leistungen erfolgen. Unklar ist derzeit, was als Budget gewertet wird bzw. welches Jahr zur Budgetermittlung herangezogen wird. Des Weiteren ist nicht bekannt, ob das Erlösvolumen von integrierten Versorgungsverträgen oder Qualitätsverträgen als Bestandteil des neuen Budgets gewertet werden können. Verbunden mit der Einstufung der Krankenhäuser zu sogenannten Leveln und den dazugehörigen Leistungsgruppen verringert sich die Planungssicherheit und lässt wenig Spielraum für freie strategische Entscheidungen über die Ausrichtung des jeweiligen Krankenhauses. Im Materialbereich muss mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden. Diese begründen sich schon allein durch die Erhöhung der CO 2 Steuer und den sich ausweitenden Nahostkonflikt. Trotz der Erfahrungen aus der Coronapandemie kommen viele Güter der Krankenhausversorgung nach wie vor aus dem asiatischen Raum und müssen auf dem Seeweg nach Europa verschifft werden. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer Preissteigerung in Höhe von 2% über alle Verbrauchsmaterialien. Bei Betrachtung der aktuellen Haushaltsdiskussionen des Bundes ist nicht mit weiteren staatlichen Unterstützungsleistungen für die zu erwartenden Preissteigerungen zu rechnen. Die Steigerung des Landesbasisfallwerts um 5,13% für das Jahr 2024 kann die Tarifsteigerung und die Materialkostensteigerung nicht neutralisieren. Zusätzlich dazu wurden die Leistungen der Bereiche Endoprothetik um ca. 4% und für den Bereich der Schulterchirurgie um ca. 2,1% erneut abgewertet. Im Bereich der ambulanten Leistungen insbesondere der ambulanten Operationen liegt der Veränderungswert für das Jahr 2024 bei 3,85%. Auch hier reichen die Erlössteigerungen nicht aus, die benannten Preissteigerungen zu kompensieren. Ein positives Bild zeichnet sich bei der Nachfrage nach orthopädischen Leistungen insbesondere im stationären Sektor ab. Aufgrund der außerordentlich hohen Nachfrage hat sich in einigen Bereichen eine lange Wartezeit bis in die Mitte des Jahres 2024 aufgebaut. Um der Nachfrage gerecht werden zu können, wurden ab Januar 2024 zusätzliche OP-Kapazitäten für diese Bereiche bereitgestellt. Geplant ist eine stationäre Leistungssteigerung in Höhe von ca. 10% über der Vorjahresplanung. Über die Auswirkungen der Anfang des Jahres eingeführten Hybrid-DRG's kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden, da bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Abrechnungsmöglichkeit dieser Leistungen besteht. Frühestens bis zum zweiten Quartal 2024 kann mit einer Abrechenbarkeit und damit mit einer Bewertung gerechnet werden. Die Vulpius Klinik ist im Bereich der Fußchirurgie von der Einführung der Hybrid DRG's betroffen. Ausfallrisiken im Forderungsbereich bestehen nicht, da die Leistungsempfänger im Wesentlichen die gesetzlichen Krankenkassen sind. Aufgrund der hohen Nachfrage sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich ist nicht mit einer sinkenden Klinikauslastung zu rechnen. Zur Verbesserung des Liquiditätsflusses wurde mit den Krankenkassen vereinbart, die Verhandlungen über das Budget 2023 Anfang des zweiten Quartals 2024 zu terminieren. 5. Sonstige Angaben - insbesondere voraussichtliche Entwicklung Aufgrund der hohen Nachfrage und der langen Wartezeiten sind wir zuversichtlich, die geplante Fallzahlsteigerung im Jahr 2024 realisieren zu können. Wir erwarten, dass der Umsatz deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Der daraus zu erwartende Fixkostendegressionsabschlag und die steigenden Personal- und Materialkosten bewirken, dass sich sowohl das Betriebsergebnis als auch der Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Jahres 2023 bewegen werden. Das Investitionsvolumen 2024 wird sich gegenüber 2023 kaum verändern. Mit den Liquiditätszuflüssen aus den Forderungen nach dem KHG werden die Bankverbindlichkeiten weiter zurückgeführt.
Bad Rappenau, den 16.02.2024 Thilo Bausback, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vulpius Klinik GmbH, Bad Rappenau: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vulpius Klinik GmbH, Bad Rappenau, der zugleich der Jahresabschluss des Krankenhauses Vulpius Klinik, Bad Rappenau, ist - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vulpius Klinik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, der zugleich den Lagebericht des Krankenhauses darstellt, geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Vulpius Klinik GmbH sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neckarsulm, den 16. Februar 2024 REVISA
Treuhand GmbH
Oechsle, Wirtschaftsprüfer Schoder, Wirtschaftsprüfer |
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