Bädergesellschaft Düsseldorf mbH

Kettwiger Straße 50, 40233 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 31746
Eingetragen
27.1.1995
Branche
Betrieb von SportanlagenBeteiligungsgesellschaftenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Betriebsführung der städtischen Bäder für Rechnung der Stadt Düsseldorf. Umfang und Gegenstand der Betriebsführung richten sich nach den Bestimmungen des jeweils geltenden zwischen der Stadt Düsseldorf und der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages. Die Gesellschaft kann auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf auch im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Bäder Dritter betreiben sowie Bäder errichten oder leasen, pachten und betreiben, sowie Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte sowie Gebäude zum Betrieb von Bädern erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Helene Michel
seit 11.4.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landeshauptstadt Düsseldorf
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bädergesellschaft Düsseldorf mbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH sieht sich im Rahmen der Daseinsvorsorge dazu verpflichtet, die Gesundheit der Bürger:innen zu fördern. Sie trägt dazu bei, der gesamten Bevölkerung durch sozialverträgliche Tarife, die Möglichkeit zu geben, modernen Schwimmsport in einem attraktiven Umfeld und eine gesundheitsorientierte Freizeitgestaltung zu betreiben. Sie verfolgt ein besonders bürgerorientiertes und wirtschaftlich attraktives Konzept. Dazu gehören z.B. neue Angebote zu entwickeln, die städtischen Bäder zu modernisieren oder nach dem Bäderkonzept 2020 neue Anlagen zu bauen, die nach Fertigstellung von der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH betrieben werden. Die Gesellschaft passt ihr Angebot kontinuierlich an die sich wandelnden Wünsche und Bedürfnisse der Düsseldorfer Bevölkerung an.

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH betreibt aktuell vier Hallenbäder, die im Besitz der Gesellschaft sind:

das Freizeitbad "Düsselstrand", welches bereits seit November 1995 in Betrieb ist

das im März 2020 eröffnete Hallenbad Allwetterbad sowie

das im August 2021 eröffnete Hallenbad Rheinblick 741 und

das im August 2023 eröffnete Hallenbad Benrath

Ein weiterer Gegenstand der Gesellschaft ist die Betriebsführung der städtischen Bäder (BgA) für Rechnung der Landeshauptstadt Düsseldorf. Diese hat die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH auf der Grundlage des mit der Landeshauptstadt Düsseldorf abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages übernommen. Mit Wirkung vom 01.01.2002 wurde der Betriebsführungsvertrag gefasst und erstreckt sich auch auf die Betriebsführung der städtischen Lehrschwimmbäder in den Düsseldorfer Schulen.

Bei der Unternehmensführung der Bäderbetriebe orientiert sich die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH an dem Public Corporate Governance Kodex der Stadt Düsseldorf (Düsseldorf Kodex, Stand 09.03.2023). Der Düsseldorfer Kodex soll einen Standard im Sinne einer einheitlichen Handlungsleitlinie für das Zusammenwirken aller Beteiligten (Rat der Stadt, Stadtverwaltung und Beteiligungsunternehmen) festlegen und definieren, eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -überwachung bei den Beteiligungsunternehmen sicherstellen, die Unternehmenstransparenz verbessern und durch mehr Öffentlichkeit und Nachprüfbarkeit das Vertrauen in Entscheidungen aus Stadtverwaltung und Politik erhöhen. Zudem sollen gesellschaftlich relevante Themen wie insbesondere Nachhaltigkeit, Gleichstellung und Vielfalt (Diversity) stärker in den Vordergrund gestellt beziehungsweise auch bei den Beteiligungsunternehmen angemessen berücksichtigt werden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Insgesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschlang sowie in der Weltwirtschaft auch im Jahr 2023 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der seit 2022 anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine und der darauffolgende starke Anstieg der Rohstoffpreise und die damit verbundenen weiterhin hohen Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten, die hartnäckige Inflation sowie die verschärfte Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich belastend auf das Wachstum in Berichtsjahr aus. Laut der Prognose der Wirtschaftsweisen ist Deutschland im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Die Inflation 2023 ist zwar geringer ausgefallen als im Jahr zuvor, sie ist allerdings immer noch auf einem hohen Stand. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahr 2023 gegenüber 2022 erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel um 12,4 % erneut spürbar. Die Energiepreise sind im Vergleich zu 2022 zwar insgesamt gesunken, trotzdem sind sie zum Teil noch über dem Vorkrisenniveau und stellen eine Herausforderung dar. Die Preise für die Energieprodukte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,3%.

Um der Belastung der privaten Haushalte durch die Entwicklung der Verbraucherpreise entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung analog zu 2022 Entlastungsmaßnahmen beschlossen. Der Arbeitspreis für Energie wurde mit Hilfe der sogenannten Gas-, Wärme- und Strompreisbremse auf 80 % des Verbrauchs "gedeckelt". Die Mehrwertsteuer für Gas, Flüssiggas sowie für Fernwärme wurde temporär vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Als Nachfolgeprodukt für das "9 Euro-Ticket" wurde ab Mai 2023 das sogenannte "Deutschlandticket" zum monatlichen Preis von 49 Euro beschlossen. Der im Zuge der Corona-Überbrückungshilfen verminderte Mehrwertsteuersatz von 7 % bei Gaststätten wurde bis zum 31. Dezember 2023 verlängert.

Laut Jahreswirtschaftsbericht für das Jahr 2024 prognostiziert die Bundesregierung zwar eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, eine deutliche Erholung bleibt aber weiterhin aus. Im Jahr 2024 geht die Bunderegierung insgesamt von einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2% aus..

Der in 2023 vorherrschende Arbeitskräftemangel wird auch im Jahr 2024 spürbare Auswirkungen haben. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich weiter fortsetzen, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik als im Vorjahr. In 2024 soll es zu einem leichten jahresdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen, welcher im Zuge der konjunkturellen Erholung in 2025 wieder zurückgehen soll. Hier setzt die Bundesregierung im Rahmen der Fachkräftestrategie neue Maßnahmen für eine Steigerung der Attraktivität Deutschlands für qualifizierte Erwerbspersonen aus dem Ausland um sowie eine nachhaltige Aktivierung von Arbeitslosen sowie verbesserte Erwerbsanreize und -möglichkeiten insbesondere für Ältere und für Zweitverdienende.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Unsicherheiten und Ängste aus der Energiekrise und die damit erwartete Energieknappheit, die zu Abschaltungen von Bädern im Jahr 2022 hätte führen können, waren im Jahr 2023 sowohl in Deutschland insgesamt als auch bei der Bäderlandschaft Düsseldorf mbH überwunden. Durch die von der Bundesnetzagentur und der Politik ergriffenen Maßnahmen konnte z.B. die Gasmangellage vermieden und auch die kostenseitigen Auswirkungen durch die sogenannte Gaspreisbremse teilweise abgemildert werden.

Die Energiekrise hat jedoch die bereits begonnene Diskussion zum Umgang mit Energie und Energieverbrauch in der Bäderlandschaft deutlich verstärkt. Bäder befinden sich oft in der Öffentlichen Hand und sind Einrichtungen mit sehr hohen Energieverbräuchen. Sie sind- auch aufgrund von Vorgaben- immer komplexer geworden. Das bringt nicht nur eine Herausforderung für das Fachpersonal mit, sondern bedarf weiterer finanzieller Mittel, um einen optimierten Energieverbrauch sicherzustellen.

Die Konsequenzen der demografischen Entwicklung haben die Personal- und Ausbildungssituation in Unternehmen und Bäderbetrieben weiter verschärft. Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist in der Bäderbranche zu einer deutlichen Herausforderung geworden. Während vor einigen Jahren es schwierig war Mitarbeiter:innen bestimmter Berufe kurzfristig zu rekrutieren, ist es gegenwärtig flächendeckend bei allen Berufsgruppen und Hierarchiestufen der Fall. Es gibt aktuell kaum noch einen Bäderbetrieb, bei dem der Personalmangel nicht angekommen ist. Gerade für Mitarbeiter:innen in spezifischen Berufen, wie z.B. Fachangestellte für Bäderbetriebe, ist der Bewerbermarkt sehr übersichtlich und eine Entspannung ist in der nächsten Zeit nicht abzusehen.

Die Konsequenzen der Personalengpässe führen vielerorts zu weitreichenden Einschränkungen bei der Nutzung öffentlicher Bäder. Eine permanente Optimierung des Angebotes in den Öffnungszeiten, in den Zugängen für die Öffentlichkeit, wegen des nicht vorhandenen Aufsichtspersonals, sowie in den Angeboten von Schwimmkursen, Gesundheitskursen oder Angebotserweiterungen wie Kindergeburtstage oder Gastronomie ist für viele Bäder an der Tagesordnung.

Die Personalabteilungen sind gefordert nicht nur Bewährtes anzuwenden, sondern vielmehr neue Recruiting- und Personalentwicklungstrategien zu entfalten, um sich aus der Masse der Arbeitsgeber überhaupt und der gleichen Branche im Besonderen, herauszuheben und damit den anderen Arbeitsgebern zumindest ein Stückchen voraus zu sein.

Recruiting der Auszubildenden für Bädergesellschaften und damit die Sicherung des Nachwuchses wird immer aufwändiger und anspruchsvoller. Gleichzeitig ist das Berufsbild des Fachangestellten für Bäderbetriebe (FAB) u.a. gem. den Berufsverbänden aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung, der tarifabhängigen Eingruppierungsstrukturen und dem Schichtbetrieb immer weniger attraktiv für junge Menschen.

Ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Knappheit der Öffentlichen Mittel und der Notwendigkeit zur nachhaltigen Transformation sind der Stellenwert und die Akzeptanz in der Düsseldorfer Bevölkerung für die Bäderbetriebe ungebrochen hoch. Öffentliche Bäder sind für die Daseinsvorsorge und das Freizeit- und Gesundheitsangebot der Stadt Düsseldorf unverzichtbar. Bäder sind öffentliche Orte des Mehrwertes. Neben der Aufgabe des Breitensportes (inkl. Schul- und Betriebssport) sind es nicht nur der Spitzensport, sondern auch viele soziale und vor allem zunehmend gesundheitliche Aufgaben, die die Bäder übernehmen. Aufgrund der Daseinsvorsorgefunktion werden öffentliche Bäder von den Kommunen bezuschusst. Allerdings zeigt die Aufgabenvielfalt auf, dass Bund, Länder und Kommunen gemeinsam an einer nachhaltigen Finanzierung der Bäder in Sachen Investition und dauerhaftem Betrieb zusammenarbeiten müssen.

Geschäftsverlauf

Allgemeine Information

Die im Vorjahr während der Energiekriese erarbeiteten Notfallpläne, um im Falle einer Energiemangellage den Betrieb von Bädern unter gewissen Rahmenbedingungen fortführen können, wurden durch beschlossene Steuerungsmaßnahmen im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2023 verankert und im Berichtsjahr umgesetzt. Zu diesen Maßnahmen zählten z.B. die Absenkung der Wassertemperatur, angepasste Öffnungs- und Schließungszeiten, Schließungen der Saunen sowie Investitionen in die Energiesparmaßnahmen, wie z.B. Beckenabdeckungen, Installation der PV-Anlagen usw.. Die Zielsetzung war den Energieverbrauch und entsprechend die Energiekosten zu reduzieren und die Auswirkung der hohen Energiepreise auf die Entwicklung der Ersatzleistung weitestgehend aufzufangen.

Insgesamt wurden die Bäder der GmbH und BgA im Berichtsjahr von rund 1,6 Millionen Gästen besucht. Trotz der temporären Schließung der einzelnen Hallenbäder sowie der Saunen ist die Anzahl der Besuche in Vergleich zum Vorjahr (1,46 Millionen) um 9,9% gestiegen. Während der Freibadsaison wurde in der GmbH temporär das Hallenbad Allwetterbad und in der BgA die Hallenbäder Münster-Therme, Unterrath und Schwimm ́in Bilk temporär geschlossen. Die Saunen im Freizeitbad Düsselstrand und in der Münster-Therme ganzjährig und die Suomi-Sauna im Familienbad Niederheid während der Freibadsaison. Die bewusste Steuerung der Besucherkapazitäten bzw. Zugangsbeschränkungen hat zu Besucherrückgängen und damit verbundenen Erlösausfällen geführt.

Um die erheblichen Kostensteigerungen in vielen Bereichen kompensieren zu können, hat die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH planmäßig zum 1. Januar die Preise für den Schwimmbadeintritt, den Saunaeintritt und die Kursgebühren sowie zum 1. August für die Wassereinheiten angepasst und somit den Beschluss des Aufsichtsrates vom 24. November 2022 umgesetzt.

Um die Erlössituation zu optimieren und den Online-Kauf wieder attraktiv zu machen -der Online-Verkauf lag im Jahr 2022 nach der weitestgehenden Aufhebung der Coronabeschränkungen teilweise bei 6%- wurde zum 19.01.2023 ein dynamisches Preissystem für den Verkauf von Einfacheintritten über den Webshop eingeführt.

Diese Faktoren hatten ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Besucherzahlen.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH sind der Kostendeckungsgrad und der Zuschussbedarf je Besucher. Der Kostendeckungsgrad inkl. AfA und Kapitalkosten liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 57,2 % (Vorjahr 56,7 %) und der Zuschussbedarf je Besucher bei 10,38 EUR (Vorjahr bei 10,68 EUR).

Zu den wesentlichen aktuellen und künftigen nicht finanziellen Parametern des Geschäftsumfelds zählen die Besucher:innn, die Mitarbeiter:innen, die Attraktivität der Bäder und die Umweltbelange.

Die Besucherentwicklung der öffentlichen Bäder, dem Freizeitbad Düsselstrand, dem Hallenbad Rheinblick 741, dem Hallenbad Allwetterbad Flingern und dem Badehaus Benrath liegt mit insgesamt um 1.607.457 9,89% über dem Vorjahreswert von 1.462.721, auch wenn planmäßig mit höheren Besucherzahlen gerechnet wurde.

Für die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH spielt das Personal eine entscheidende Rolle, sei es in der Betreuung der Besucher:innen, der Wartung der Anlagen oder der Organisation des gesamten Betriebsablaufs. Die Mitarbeiter:innen sind das Herzstück eines jeden Bades und tragen maßgeblich zum reibungslosen Ablauf bei. Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat im Berichtsjahr eine Reihe von tariflichen, als auch freiwilligen Personalbindungsmaßnahmen umgesetzt. Es wurde z.B. ein Gesundheitstag für die Mitarbeiter:innen und Welcomeday ́s für die Neuanstellungen durchgeführt sowie ein Angebot eines Fahrradleasings und die Möglichkeit der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Krankenversicherung unterbreitet. Ein in 2021 begonnenes internes Trainee-/Qualifizierungsprogramm zum Leitenden Schwimmmeister wurde im Jahr 2023 abgeschlossen. Damit wurde sichergestellt, dass insbesondere junge Führungskräfte auf die vielfältigen Aufgaben in den Bädern vorbereitet sind und sie Entwicklungsperspektiven erhalten.

Als Ausbildungsbetrieb sichert sich die Gesellschaft qualifizierten Nachwuchs für den Bäderbetrieb und hat auch im Berichtsjahr den jungen Leuten eine zukunftsorientierte Berufsausbildung angeboten. Einen weiteren Schwerpunkt der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH bildet die Förderung ihrer Mitarbeiter:innen, die im Rahmen von Fort- und Weiterbildungs- sowie Personalentwicklungsmaßnahmen auf zukünftige Aufgaben vorbereitet werden. Im Berichtsjahr wurden regulär umfangreiche Fort - und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der fach- und arbeitsplatzbezogenen Aufgaben sowie durch gezielte Schulung Soft Skills zur Stärkung der sozialen Kompetenzen angeboten.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 295 Mitarbeiter:innen (Vorjahr 275), einschließlich 20 Auszubildenden und 13 Beschäftigten mit ruhenden Arbeitsverhältnissen. Das Durchschnittsalter betrug in 2023 43,79 Jahre (Vorjahr 43,52).

Nachhaltig zu handeln heißt für die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH, Verantwortung für die Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Düsseldorf zu übernehmen. Bereits im Jahr 2016 wurde das Energiemanagementsystem der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH nach der DIN EN ISO 50001:2018, mit dem Ziel die Bäder der Landeshauptstadt energetisch weiter zu optimieren, implementiert. Im Berichtsjahr wurde ein Überwachungsaudit durchgeführt und am 20.10.2023 ein Überwachungsbericht vorgelegt. Im Rahmen des Audits wird die Konformität des Managementsystems mit den Anforderungen der ISO 50001:2018 überprüft und vor Ort begutachtet, wie die Vorgaben der Managementdokumentation sowie Regelwerke in die Praxis umgesetzt werden und ob diese wirksam sind. Eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung und die Konformität und Wirksamkeit des Managementsystems mit den Anforderungen der Norm sowie das Erreichen der Auditziele wurden durch den externen Auditor mit zwei Nebenabweichungen bestätigt.

Die Energieziele werden in einem umfangreichen Aktionsplan festgehalten und kontinuierlich durch ein interdisziplinär zusammengesetztes Team unterjährig verfolgt und umgesetzt. Dazu gehören solche Maßnahmen wie z.B. Ausweitung der Nutzung von erneuerbaren Energien durch Installation der PV-Anlagen, Verbesserung der Energieeinsätze durch Anlagenoptimierung (Erneuerung Druckluftanlage und Differenzstrommessung) und Optimierung der Steuerung der gesamten Beleuchtung in den Bädern. Zur Steigerung der Energieeffizienz durch Verminderung von Energieverlusten wurde z.B. im Strandbad Lörick eine Beckenabdeckung gebaut, weitere PV-Anlagen ans Netz angeschlossen und im Neubau Badehaus Benrath wurde als energiesparende Maßnahmen die Einhausung des Solebeckens begonnen. Des Weiteren wurden E-Fahrzeuge nach dem Auslaufen der einzelnen Leasingverträge der E-Fahrzeugflotte durch weitere E-Fahrzeuge ersetzt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zahlreiche Veranstaltungen und Promotion-Events durchgeführt. Darunter waren die Eröffnungen des Frei- und Hallenbades Benrath, mehrere Malaktionen, Spielnachmittage, besondere Eventveranstaltungen wie beispielsweise Nachtschwimmen und "Ab ins Bällebad" sowie besondere Kundenangebote wie z.B. Aqua Yoga im Rheinblick 741 und im Strandbad Lörick Hundeschwimmen und der Frühlings- und Herbstflohmarkt im Allwetterbad Flingern.

Lage

Ertragslage

Im Berichtsjahr hat sich der Verlust der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH um 1.140,97 TEUR verändert und ist damit auf 6.297,0 TEUR (Vorjahr: 5.156,02) gestiegen.

Die Umsatzerlöse lagen mit 13.267,98 TEUR (Plan 12.611,88 TEUR) um 1.543,05 TEUR bzw. 13,16 % über den Vorjahreserlösen in Höhe von 11.724,93 TEUR. Die Erträge für die Schwimmkarten sind u.a. durch Anpassungen der allgemeinen Badtarife, das dynamischen Preissystem, weitestgehend ganzjährigen Betrieb sowie die Eröffnung des Badehauses Benrath um ca. 319,74 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Des Weiteren konnten die Erträge aus den Schwimmkursen um ca. 102,97 TEUR und die Erträge aus Mieten um ca. 181,58 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert gesteigert werden. Die Erträge für das Schul- und Vereinsschwimmen liegen um ca. 335,58 TEUR wesentlich über dem Vorjahreswert. Die Entgelte für die Betriebsführung der Städtischen Bäder BgA und der Lehrschwimmbäder belaufen sich auf 3.004,78 TEUR und sind ebenfalls um ca. 202,88 TEUR gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 2.801,9 TEUR) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf 2.289,38 TEUR und liegen insgesamt mit ca. 671,55 TEUR über dem Vorjahreswert (in 2022 1.617,82 TEUR). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens i.H.v. 1.812,53 TEUR im Berichtsjahr zurückzuführen.

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie für sonstige bezogene Leistungen beläuft sich auf 4.091,51 TEUR und liegt mit 1.456,72 TEUR (55,29%) über dem Vorjahreswert von 2.634,8 TEUR. Die wesentliche Veränderung zum Vorjahr hat sich im Bereich der verbrauchsbedingten Energiekosten (Fernwärme, Heizung, Strom) mit 1.158,61 TEUR abgezeichnet. Des Weiteren hat sich der Aufwand für die Glas -und Gebäudereinigung um 153,33 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert deutlich erhöht. Die Steigerung ist durch die Reinigungszyklen sowie in der Eröffnung des Badehauses Benrath zu begründen. Sonstige bezogene Leistungen liegen mit ca. 55,35 TEUR über dem Vorjahreswert, darin sind unter anderem die Aqua Fitnesskurse und Dienstleistungen der Stadtwerke für die Lohnabrechnung sowie den arbeitsmedizinischen Dienst enthalten.

Der Personalaufwand ist durch den tariflichen beschlossen Inflationsausgleich sowie Inbetriebnahme des Badehaueses Benrath deutlich gestiegen und liegt im Berichtsjahr bei insgesamt 12.740,14 TEUR (Vorjahr 11.631,86) und damit 1.108,28 TEUR (9,53 %) über dem Vorjahreswert.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind durch die Aktivierung der Anlagen im Bau mit Inbetriebnahme des Badehaueses Benrath zum 31.12.2023 auf 2.615,39 TEUR (Vorjahr 2.223,23 TEUR) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 644,07 TEUR auf 2.515,33 TEUR (Vorjahr 1.871,25 TEUR) gestiegen. Im Wesentlich sind es die übrigen sonstigen Aufwendungen, die sich gegenüber dem Vorjahreswert um ca. 283,37 TEUR -durch Anpassung des Erbbauzins um ca. 100 TEUR- geändert haben sowie Rechts- und Beratungskosten, die gegenüber dem Vorjahr um 104,94 TEUR gestiegen sind. Die Kosten im Bereich der Lehrgänge und Fortbildung sind zum Vorjahr um ca. 43,39 TEUR gestiegen. Durch die weitere Digitalisierung der Organisation liegen die Kosten für IT-Leistungen aufgrund der Bereitstellung von Infrastruktur sowie den durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen mit 20,00 TEUR über dem Vorjahreswert.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr stieg die Bilanzsumme um ca. 6,43 % auf 80.462,39 TEUR (Vorjahr: 75.601,86 TEUR). Die Veränderung ist auf der Passivseite im Wesentlichen durch den Anstieg des Sonderpostens für Investitionszuschüsse für die Umsetzung des Bäderkonzeptes und auf der Aktivseite durch den Anstieg des Anlagevermögens abgebildet.

Das Sachanlagevermögen mit 74.642,59 TEUR (Vorjahr 70.819,90 TEUR) umfasst hauptsächlich die Grundstücke und Gebäude, die Bädertechnik sowie Anlagen im Bau für die Neubaumaßnahmen aus dem Bäderkonzept 2020.

Das Umlaufvermögen liegt am 31.12.2023 bei insgesamt 5.540,39 TEUR (Vorjahr 4.590,84 TEUR). Den Forderungen und den flüssigen Mitteln in Höhe von 5.532,33 TEUR stehen Verbindlichkeiten (außer Rückstellungen) in Höhe von 3.526,85 TEUR entgegen.

Bezogen auf die Bilanzsumme ergab sich eine Eigenkapitalquote von 13,31 % (Vorjahr 14,78 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr ist auf die gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse beträgt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote 92,32 % (Vorjahr: 94,11 %).

Die aktivierungsfähigen Maßnahmen wurden durch Zuwendungen der Stadt Düsseldorf finanziert. Die ertragswirksame Vereinnahmung von erhaltenen Investitionszuschüssen wird über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes verteilt. Hierzu ist ein "Sonderposten für Investitionszuschüsse" zum Anlagevermögen gebildet worden, der im Berichtsjahr 63.574,74 TEUR (Vorjahr: 59.974,45 TEUR) beträgt. Die jährliche Auflösung des Sonderpostens erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

In den sonstigen Rückstellungen von 2.072,18 TEUR (Vorjahr: 1.509,02 TEUR) sind u.a. Altersteilzeit mit 120 TEUR, Urlaub und Mehrarbeit mit 414,50 TEUR, die Leistungsorientierte Vergütung mit 199,3 TEUR, Rückzahlungsrisiken aus den erhaltenen Entlastungen aus den Energiepreisbremsen von 414 TEUR sowie die ausstehenden Erbbaupachten i.H.v. 223 TEUR enthalten.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Berichtsjahr der gewährte Mietzuschuss der Bezirksvertretung für die Büroräumlichkeiten im Rheinblick 741 abgegrenzt.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit durch die Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter gewährleistet. Ihren Zahlungsverpflichtungen kam die Gesellschaft im Berichtsjahr fristgerecht nach. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln 2.151,06 TEUR (Vorjahr: 2.124,95 TEUR). Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätssituation und finanzielle Entwicklung der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH.

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.773 -2.122
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.529 -9.281
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11.328 12.401
Veränderung des Finanzmittelfonds 26 998
Finanzmittel am Anfang der Periode 2.125 1.127
Finanzmittel am Ende der Periode 2.151 2.125

Auch zukünftig ist die Gesellschaft auf Vorauszahlungen des Gesellschafters auf den erwarteten Jahresfehlbetrag angewiesen, ebenso wie auf eine ausreichende Liquidität für die Umsetzung des Bäderkonzeptes 2020 durch die Einzahlungen in den Sonderposten für Investitionszuschüsse.

Die Gesellschaft erbringt für die Stadt Düsseldorf Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Um eine Unvereinbarkeit mit dem EU-Beihilferecht vorzubeugen wurde der im Jahr 2012 erteilte Betrauungsakt angepasst. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf betraut die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH nunmehr mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung der Bereitstellung und des Betriebs von im Eigentum der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH derzeit bzw. zukünftig befindlichen Badanlagen im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Gesellschaft erhält seitens der Landeshauptstadt Düsseldorf mittelbar über die Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH eine Ersatzleistung ausschließlich für Gemeinwohlverpflichtungen. Sollten neben Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse auch marktwirksame Leistungen erbracht werden, dürfen diese nicht von den öffentlichen Unterstützungsleistungen profitieren.

Die im geringen Umfang betriebenen sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeiten werden durch eine Trennungsrechnung abgegrenzt und führen nicht zu einem negativen Ergebnis. Durch die Trennungsrechnung werden die Nichtwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Tätigkeiten und ihre Kosten, Finanzierung und Erlöse voneinander getrennt ausgewiesen. Damit soll die Gefahr der Quersubventionierung der wirtschaftlichen Tätigkeit durch die nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten abgewendet werden. Explizit und beispielhaft für wirtschaftliche Tätigkeiten werden von der EU z.B. die Vermietung von Infrastruktur und Dienstleistungen für gewerbliche Unternehmen genannt.

Bei den wirtschaftlichen Tätigkeiten der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH handelt es sich um die Vermietung/ entgeltliche Überlassung von Räumlichkeiten. Im Gebäude auf der Kettwiger Straße 50 "Freizeitbad Düsselstrand" befinden sich 11 Appartements, die zeitweise an Auszubildende und Mitarbeiter:innen der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH, aber auch an fremde Dritte, zum ortsüblichen Mietzins vermietet werden. In Allwetterbad, Flinger Broich 91a, werden Räumlichkeiten an eine Physiotherapiepraxis vermietet. Im Rheinblick 741, Pariser Str. 41, werden Büroräumlichkeiten an die "Bezirksvertretung im Stadtbezirk 4" und der Gymnastikraum an das Sportamt vermietet. Des Weiteren werden Räumlichkeiten an eine Physiotherapiepraxis sowie eine Mitarbeiterwohnung vermietet. Die Veranstaltungsräume werden sowohl für betrieblichen Versammlungen und Besprechungen genutzt, als auch an fremde Dritte vermietet. Hier besteht ein Kooperationsvertrag ab dem 01.05.2023 mit einem Cateringunternehmen. Im Berichtsjahr kommt es insgesamt zu einem negativen Ergebnis (2022: Überschuss i.H.v. 35,34 TEUR), da eine verlässliche Anschlussvermietung des Cateringbereiches im Rheinblick 741 nicht möglich war und die Gastronomie nach der erfolgreichen Wiedervermietung sich noch in der Anlaufphase befunden hat.

Bezeichnung Gesamt
Ist-Wert (aufgelaufen) DS Ist-Wert (aufgelaufen) AWB Ist-Wert (aufgelaufen) RB 741 Ist-Wert (aufgelaufen)
Mieten 383.067,37 61.398,16 147.000,00 174.669,21
Sonstige Erträge 49.935,30 0,00 140,00 49.795,30
Erträge gesamt 433.002,67 61.398,16 147.140,00 224.464,51
Personal- und Sachaufwand 240.432,25 49.373,01 83.267,70 107.791,54
Abschreibungen 205.488,40 11.054,00 45.978,10 148.456,30
Gesamtaufwand 445.920,65 60.427,01 129.245,80 256.247,84
Ergebnis nach Betriebsführung -12.917,98 971,15 17.894,20 -31.783,33

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß DÜSSELDORF KODEX ANALOG § 289F HANDELSGESETZBUCH DER BÄDERGESELLSCHAFT DÜSSELDORF FÜR DAS JAHR 2023

Für die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH ist eine gute und auf eine nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung von besonderer Bedeutung. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat gewährleisten eine gleichstellungsfördernde, tolerante und diskriminierungsfreie Kultur innerhalb des Unternehmens.

Entsprechenserklärung gemäß Düsseldorf Kodex

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH erklären, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung gemäß Düsseldorfer Kodex am 30.03.2023 den Bestimmungen des Public Corporate Governance Kodex für die Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf (Düsseldorfer Kodex) in der aktuell gültigen Fassung vom 09.03.2023 mit Ausnahme der u.a. Punkte entsprochen wurde.

Die Abweichungen vom Düsseldorfer Kodex ergaben sich zu folgenden Ziffern und werden wie folgt begründet:

5.8 und 6.5

D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung:

Es ist kein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung vereinbart. Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur ein Sitzungsgeld. Mit der Geschäftsführung ist andere Individualvereinbarung im Anstellungsvertrag vereinbart worden.

6.2.4

Interne Revision als eigenständige Stelle:

Bisher wurde aufgrund der Unternehmensgröße und dem Umfang der Tätigkeiten auf die Schaffung einer eigenständigen Stelle zur internen Revision verzichtet. Aufgrund der immer weiter ansteigenden quantitativen und qualitativen internen und externen Anforderungen wird die Schaffung einer eigenständigen (ggf. anteiligen) Stelle derzeit geprüft.

Arbeitsweise von Geschäftsführung und Aufsichtsrat, Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte und Auskünfte der Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich in vier Sitzungen und mit einem Umlaufbeschlussverfahren mit der laufenden Geschäftsentwicklung, den zustimmungsbedürftigen Geschäften, Risiken, Investitionsvorhaben sowie der Unternehmensplanung befasst. Die Teilnahmequote der Mitglieder an den Aufsichtsratssitzungen lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 83%.

Der Aufsichtsrat hat seine Geschäftsordnung, welche am 30.03.2023 beschlossen wurde, berücksichtigt und eingehalten.

Die Effizienzprüfung des Aufsichtsrates wurde zur Aufsichtsratssitzung am 14.03.2024 erstellt und mit dem Gremium abgestimmt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Geschäftsführung haben gemeinsam die Aufsichtsratssitzungen vorbereitet und sich weiter regelmäßig zu den für das Unternehmen relevanten Sachverhalten abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Wirtschaftsjahr 2023 keine Ausschüsse zu bestimmten Themen gebildet.

Für die Alleingeschäftsführung ist keine Geschäftsordnung erlassen, die Geschäftsverteilung richtet sich nach dem Organigramm des Unternehmens.

Das Unternehmen hat im Jahr 2023 einen Verhaltenskodex entwickelt.

Dieser Verhaltenskodex soll Leitlinie sein für das verantwortungsbewusste, respektvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Verhalten des Unternehmens, seiner Organe sowie seiner Mitarbeitenden nicht nur gegenüber Dritten, sondern auch untereinander.

Zugehörigkeit der Aufsichtsratsmitglieder zum Aufsichtsrat

Die letzte Entsendung der Mitglieder des Aufsichtsrates durch den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf erfolgte am 5. November 2020. Eine Ersatzwahl erfolgte am 8. September 2022 durch den Rat der Stadt Düsseldorf.

Zielgrößen zum Frauenanteil in Führungsebenen

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH achtet darauf, dass in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ein möglichst ausgeglichener Anteil von Frauen und Männern erreicht wird. Dieser Anteil soll sowohl in der Verwaltungsführung wie auch in der Leitung der Bäder ausgeglichen sein. Dabei darf der Anteil eines der zuvor aufgeführten Geschlechter 30% nicht unterschreiten. Weitere Geschlechtsidentitäten werden durch diese Regelung eindeutig nicht diskriminiert.

Der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung lag im Jahr 2023 (Stand 27.09.2023) bei 64%.

Zielgröße zum Frauen-/Männeranteil im Aufsichtsrat

Der Frauenanteil der Mitglieder des Aufsichtsrates der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat im Jahr 2023 40% betragen und erfüllt somit die Vorgaben analog § 96 AktG von minimal 30% Frauen- bzw. Männeranteil.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Im Wirtschaftsplan 2024 sind für alle vier Bäder Revisionsschließungen geplant und der ganzjährige Betrieb der Strand-Sauna im Freizeitbad Düsselstrand unterstellt.

Die Umsatzerlöse sind unter Berücksichtigung der angepassten Auslastung sowie der beschlossenen Preissteigerungen kalkuliert. Bei den Personalkosten wurden die Besetzungen der notwendigen Stellen für den Bäderbetrieb angepasst und die beschlossene Tarifsteigerung für das Jahr 2024 aufgrund des Tarifabschlusses eingepreist. Die Überprüfung und Anpassung der Sachkosten u.a. aufgrund des ganzjährigen Betriebes des Badehauses Benrath sind im Wirtschaftsplan 2024 veranschlagt. Die mittelfristigen Planansätze werden durch die Planungsinstrumente der Geschäftsführung fortlaufend überprüft und ggf. angepasst. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für den flächendeckenden Betrieb der städtischen Bäder in der Landeshauptstadt Düsseldorf für die Folgejahre jeweils steigende Ersatzleistungen. Der Aufsichtsrat wird über das Berichtswesen der Gesellschaft laufend und zeitnah informiert.

Die Geschäftsführung arbeitet weiterhin intensiv an der Umsetzung des Bäderkonzeptes 2020. Die Planungsarbeiten für das Neubauprojekt Hallenbad Unterrath mit dem festgelegten Standort "An der Piwipp / Ulmenstraße" sind teilweise gestockt und im Jahr 2023 nur sehr mühsam vorangekommen. Die Vorbereitung und der Start des Vergabeverfahrens sind in 2023 erfolgt. Im Jahr 2024 ist die EU weite Ausschreibung des Planers sowie die Erstellung und Beschluss des Bebauungsplans vorgesehen. Die Eröffnung des Bades kann aktuell frühestens im Jahr 2028 realisiert werden.

Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem Fehlbetrag von 10.460 TEUR (Entnahme aus der Kapitalrücklage/ Ersatzleistung). Für das Jahr 2024 wird ein Kostendeckungsgrad inkl. Abschreibung und Kapitalkosten von 43,9 %(Vorjahr 42,8 %) angenommen. Der Zuschussbedarf pro Besucher wird mit 17,94 EUR (Vorjahr 17,95 EUR) unterstellt. Öffentliche Bäder mit ihrem großen Gemeinwohlauftrag sind und bleiben weiterhin Zuschussbetriebe.

Risikobericht

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Die vorhandenen und potentiellen Risikofelder werden in Form eines Risikobogens kontinuierlich aktualisiert, bewertet und im Rahmen der Quartalsberichterstattung dargestellt. Damit existiert ein von der Geschäftsführung getragenes und tabellarisch dokumentiertes Risikomanagementsystem, welches in der Lage ist, bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem potenziellem Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft zu erkennen. Auf dieser Grundlage befassen sich die Gremien der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH mit gegenwärtigen und potentiellen Risiken.

Des Weiteren wurde im Berichtszeitraum eine Meldestelle gemäß dem Hinweisgeberschutzgesetz eingerichtet und Mitarbeiter:innen über die Möglichkeiten der Meldewege im Falle eines Verstoßes aufgeklärt. In diesem Zusammenhang informiert die Geschäftsführung gemäß Düsseldorf Kodex für die Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf regelmäßig den Aufsichtsrat und das Beteiligungsmanagement anlassbezogen sowie im Rahmen des Quartalsberichts über die relevanten Fragen der Compliance.

Sowohl der Wettbewerb auf dem Freizeitmarkt, wetterbedingten Rahmenbedingungen als auch weiterhin ggf. anhaltenden Energiepreise sowie Arbeitskräftemangel im Geschäftsfeld der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH können zu Absatz- und Erlösrisiken führen. Auch die wirtschaftliche Lage der Verbraucher kann nicht vorhergesagt werden, eine weitere Zurückhaltung bei Badbesuchen u.a. aufgrund der hohen Inflation ist wahrscheinlich. Diesen Risiken wird durch die fortwährende Attraktivierung und Entwicklung aktueller Leistungsangebote sowie zahlreicher Events versucht entgegenzuwirken. Die für Kinder ausgerichteten Schwimmprogramme sowie die verstärkten Marketingaktivitäten und innovativen Ideen und Maßnahmen tragen dazu bei, vorhandene Kunden zu binden und neue Zielgruppen zu gewinnen.

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH ist daran interessiert, talentierten und engagierten Kräften Perspektiven zu bieten und mit Experten zu arbeiten, sowie im ständigen Austausch mit diesen zu bleiben. Um dem Arbeitskräftemangel entgegen zu wirken bietet die Gesellschaft im Rahmen der Nachwuchsförderung regelmäßig Betriebspraktika an. Dort können Schüler:innen insbesondere das Berufsbild einer*s Fachangestellten für Bäderbetriebe kennenlernen, um künftig eine Ausbildung in diesem Bereich anzustreben. Auch nimmt die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH unterschiedliche Möglichkeiten wahr, wie z.B. Messen, Schulbesuche, Kooperationen mit Wohlfahrtsverbänden und der Agentur für Arbeit, um den Schüler:innen und den Schulabgänger:innen den Beruf der/des Fachangestellten für Bäderbetriebe bekannter zu machen und sich auf dem Ausbildungsmarkt als attraktiver Ausbildungsbetrieb frühzeitig effektiv zu positionieren. Durch gezielte Weiterbildung sowie Personalbindungsmaßnahmen von Fachkräften und erweiterten Führungskräfteschulungen wird bei der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH die Attraktivität des Arbeitsplatzes gefördert. Auch die in 2023 entwickelten JOBWATCH-Tage werden weitergeführt und intensiviert. Durch den politischen Beschluss in der Sommersaison 2024 so viele Bäder geöffnet zu haben wie nie zuvor, bleibt die Besetzung der offenen Stellen jedoch weiterhin eine Herausforderung.

Durch die Weiterentwicklung des Facility Managements, regelmäßige Instandhaltung, Abarbeiten des Sanierungs- und Modernisierungsstaus bei den Altanlagen und die Einführung neuer Techniken, wird den operativen Risiken effektiv begegnet. Darüber hinaus ist ein Gebäudeleitsystem im Einsatz, das die systematische und automatisierte Überwachung der Betriebszustände in den Bädern gewährleisten soll. Durch das Meldesystem "Tasko" ist die Abarbeitung der Schadensmeldungen ortsunabhängig beschleunigt und die sicherheits- organisationsrelevanten Kontroll- oder Messpunkte systematisch lückenlos erfasst und analysiert.

Durch die weitere Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitsbereiche steigen die Sicherheitsanforderungen an die IT und die Angriffsfläche bei Cyberangriffen. Mit der Entwickelung und Förderung des Sicherheitsverständnisses bei den Mitarbeiter:innen einerseits und durch die regelmäßigen Updates der Betriebssysteme, die Ausarbeitung einer IT-Strategie mit unterschiedlichen Sicherheitsresilienzmaßnahmen sowie Sicherheitsrichtlinie wird versucht nachhaltig die Sicherheitslücken so gering wie möglich zu halten.

Ein umfassender Versicherungsschutz begrenzt Schadenswirkungen.

Steigende behördliche und betriebliche Anforderungen/Auflagen für die laufenden Betriebe und die geplanten Neubauten können dazu führen, dass es, aufgrund enger werdender personeller Ressourcen (Fachkräfte), konjunktureller Auswirkungen (Bauwirtschaft) und Engpässe auf dem Rohstoffmarkt, zu Verzögerungen in den geplanten Projekten kommt, die auf Zuarbeit oder Ausführung durch Firmen sowie die Mitarbeiter:innen angewiesen sind.

Chancenbericht

Die Gesamtentwicklung wird von der Geschäftsführung überwiegend positiv gesehen. Die Sicherstellung der flächendeckenden Grundversorgung der Düsseldorfer Bevölkerung mit Schwimmbädern und Saunen, unter den Rahmenbedingungen der finanziellen Ausstattung durch den Rat der Landeshauptstadt, ist die zentrale Aufgabenstellung der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH. Mit den Sportbädern, Freibädern und einem Freizeitbad ist die Bädergesellschaft sowohl architektonisch als auch nutzungsspezifisch differenziert aufgestellt und kann auch in Zukunft die unterschiedlichen Kundenanforderungen bedienen. Die Bedürfnisse der kommunalen Pflichtaufgabe des Schul- sowie des Vereinssports und gegebenenfalls des öffentlichen Sportschwimmens können gut abgedeckt werden. Die Konkurrenzsituation zum Angebot der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung im Berichtsjahr 2023 nicht signifikant verändert.

Die Beschlüsse zur Umsetzung des Bäderkonzeptes 2020 mit dem Neubau von vier Bäderbetrieben in den Stadtteilen der Landeshauptstadt ist richtungsweisend und fordert in den kommenden Geschäftsjahren bis 2028 enorme Ressourcen der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Mit dem Hallenbad in Unterrath wird voraussichtlich in 2028 das vierte Bad aus dem Bäderkonzept 2020 in Betrieb genommen.

Das im Jahr 2023 eingeführte dynamische Preissystem für eine bessere Auslastung der Schwachlastzeiten, eine bessere Planbarkeit von Personal-/Energie-Einsatz sowie eine vereinfachte Tarifdarstellung im Webshop parallel zum Ticketsystem über den Kassenverkauf (statisches Preissystem) wird in 2024 ausgebaut und um die Onlineverkäufe an der Kasse erweitert.

Durch das neu eingeführte Personalrecrutinginstrument "JOBWATCH" konnten Erfolge in der Anwerbung und Beschaffung von notwendigem Personal erzielt werden. Der Schlüssel zur langfristigen Bindung und Gewinnung der Mitarbeiter:innen, um sich aus der Masse der Arbeitgeber der gleichen Branche abzuheben, wird zukünftig im Ausbau der innovativen, freiwilligen Maßnahmen, die die Einzigartigkeit und Attraktivität des Arbeitsplatzes unterstützen, liegen.

Die Perspektiven für die Düsseldorfer Bäder bleiben langfristig gut. Durch das Schaffen der optimalen Rahmenbedingungen für die betrieblichen Abläufe, durch die effiziente und vorausschauende Personalplanung, die Überprüfung der Kostenstruktur, die Digitalisierung der Arbeitsabläufe sowie durch die kontinuierliche Optimierung der Angebote, stellt die Düsseldorfer Bädergesellschaft mbH proaktiv die Weichenstellungen für die Zukunft auf. Gesundheit, Schwimmen und Schwimmen lernen sind dabei die führenden Leitlinien einer positiven Entwicklung.

 

Düsseldorf im April 2024

gez. Christoph Schlupkothen, Geschäftsführer

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 197.880,00 106.092,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.364.074,64 51.907.962,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.109.971,00 158.164,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.784.773,30 1.585.094,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.769,08 17.168.681,61
Summe Sachanlagen 74.642.588,02 70.819.902,55
Summe Anlagevermögen 74.840.468,02 70.925.994,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 8.061,57 6.542,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.381.262,18 2.459.345,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.151.066,47 2.124.947,37
Summe Umlaufvermögen 5.540.390,22 4.590.835,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.531,26 85.030,60
D. Bilanzsumme Aktiva 80.462.389,50 75.601.860,21

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
- Gezeichnetes Kapital: 25.600,00 (Vj: 25.600,00)
II. Kapitalrücklage 10.681.755,87 11.150.752,87
Summe Eigenkapital 10.707.355,87 11.176.352,87
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 63.574.740,22 59.974.445,95
C. Rückstellungen 2.233.545,71 1.631.725,06
D. Verbindlichkeiten 3.526.853,78 2.353.565,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 3.526.853,78 (Vj: 2.353.565,80)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 419.893,92 465.770,53
F. Bilanzsumme Passiva 80.462.389,50 75.601.860,21

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 11.667.909,00 10.795.400,23
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -10.028.229,55 -9.090.527,87
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.711.914,24 -2.541.329,01
- davon für Altersversorgung: -726.802,75 (Vj: -684.591,98)
Summe Personalaufwand -12.740.143,79 -11.631.856,88
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.615.393,32 -2.223.228,21
Summe Abschreibungen -2.615.393,32 -2.223.228,21
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.515.329,39 -1.871.254,04
5. Ordentliches Betriebsergebnis -6.202.957,50 -4.930.938,90
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.140,46 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -506,68
8. Finanzergebnis 7.140,46 -506,68
9. Ergebnis vor Steuern -6.195.817,04 -4.931.445,58
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.968,34 -111.865,04
11. Ergebnis nach Steuern -6.211.785,38 -5.043.310,62
12. Sonstige Steuern -85.211,62 -112.709,28
13. Jahresfehlbetrag -6.296.997,00 -5.156.019,90
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 6.296.997,00 5.156.019,90
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang für Offenlegungszwecke

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nr. HRB 31746 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden durch ein Anlagenverzeichnis nachgewiesen, in dem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Zugänge und Abgänge, die Abschreibungssätze und -beträge sowie die Restbuchwerte der einzelnen Anlagegüter enthalten sind.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden auf der Basis tatsächlicher betrieblicher Gegebenheiten nach der linearen Methode vorgenommen.

Gebäude werden über einen Zeitraum von 30 bis 50 Jahren, die Technischen Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden gemäß § 7 Abs. 1 EStG nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250,00, aber nicht EUR 800,00 übersteigen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im Einzelnen aus dem im Anlagenspiegel dargestellten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei der aktiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um zeitanteilige Abgrenzungen von Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

In der Kapitalrücklage werden die Zuschüsse der Gesellschafterin bilanziert. Diese werden für den Ausgleich von Aufwendungen und für den investiven Bereich (Erwerb von Anlagevermögen) geleistet. Die Kapitalrücklage wird genutzt, um die Jahresfehlbeträge auszugleichen; es findet eine phasengleiche Verwendung statt.

Die Zuschüsse, die von Dritten (Landeshauptstadt Düsseldorf) für den investiven Bereich (Erwerb von Anlagevermögen) geleistet werden, werden in den Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens entspricht dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird grundsätzlich die Abzinsung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um zeitanteilige Abgrenzungen von Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit TEUR 1.261 (Vj.: TEUR 235) gegen das Sportamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie mit TEUR 490 (Vj.: TEUR 653) gegen die Städtischen Bäder Düsseldorf BgA aus der Abrechnung von Leistungen für die Betriebsführung sowie Weiterberechnung von Aufwendungen.

Eigenkapital

Im Laufe des Berichtsjahres erfolgten Zuführungen des Gesellschafters in Höhe von TEUR 5.828 in die Kapitalrücklage.

Die Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 6.297 für den Jahresfehlbetrag 2023 in Anspruch genommen.

2023
TEUR
2022
TEUR
Stand zum 1. Januar 11.151 11.632
Einlagen des Gesellschafters durch Einzahlung 5.828 4.675
Entnahmen im Berichtsjahr -6.297 -5.156
Stand zum 31. Dezember 10.682 11.151

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entfällt zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 63.312 (Vj.: TEUR 59.711) auf Zuschüsse des Sportamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf für Neubauten im Rahmen des Bäderkonzeptes 2020. Weitere TEUR 263 (Vj.: TEUR 263) wurden vom Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf für den Bau von Solaranlagen geleistet.

Die Entnahmen von insgesamt TEUR 1.812 (Vj.: TEUR 1.456) werden als sonstige betriebliche Erträge vereinnahmt und betreffen die Abschreibungen für das Allwetterbad in Flingern (TEUR 690), das Bad Rheinblick in Heerdt (TEUR 811) sowie das im Berichtsjahr eröffnete Badehaus in Benrath (TEUR 311).

2023
TEUR
2022
TEUR
Stand zum 1. Januar 59.974 52.873
Zugänge aus Zahlungen 5.500 7.726
Abgrenzungen -87 831
Entnahmen im Berichtsjahr -1.812 -1.456
Stand zum 31. Dezember 63.575 59.974

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Gleitzeitguthaben und Urlaubsansprüche von TEUR 415 (Vj.: TEUR 324), Rückzahlungsrisiken aus den erhaltenen Entlastungen aus den Energiepreisbremsen von TEUR 415, ausstehende Erbbaupachten von TEUR 223 (Vj.: TEUR 120), leistungsorientierte Vergütungen und Bonifikationen eigener Mitarbeiter:innen in Höhe von TEUR 199 (Vj.: TEUR 233), Prozessrisiken von TEUR 164, Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 120 (Vj.: TEUR 301), Versicherungsbeiträge von TEUR 110 (Vj.: TEUR 100) sowie Rückstellungen für offene Energieabrechnungen von TEUR 98 (Vj.: TEUR 164).

Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar; die in Klammern angegebenen Beträge betreffen die Vorjahreszahlen.

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 365 365 0 0
(299) (299) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.280 1.280 0 0
(1.085) (1.085) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.881 1.881 0 0
(969) (969) (0) (0)
3.527 3.527 0 0
(2.353) (2.353) (0) (0)

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse
Erlöse aus der Überlassung von Personal an die städtischen Bäder BgA 5.535 5.182
Badebetrieb 3.473 2.674
Betriebsführung der städtischen Bäder BgA 3.005 2.802
Mieterträge 813 631
Sonstiges 442 436
13.268 11.725
Sonstige betriebliche Erträge
Ertrag aus der Auflösung des Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.812 1.456
Periodenfremde Erträge 335 107
Erträge aus Versicherungsleistungen/Schadensersatz 125 30
Sonstige 17 25
2.289 1.618

Jahresergebnis

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 6.297 ab, der durch Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus drei ursprünglich 30jährigen Erbpachtverträgen, die sich auf Grundstücke beziehen, auf denen die Hallenbäder in Flingern, Oberkassel/Heerdt sowie Benrath errichtet werden, bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 11.942.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 68. Die Verpflichtungen sind innerhalb eines Jahres mit TEUR 35 und mit TEUR 32 zwischen einem und fünf Jahren fällig.

Abschlussprüferhonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen im Berichtsjahr TEUR 14 und entfallen vollständig auf die Abschlussprüfung.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herrn Christoph Schlupkothen, Betriebswirt

Aufsichtsrat

Mitglieder waren:

Peter Schwabe Selbständiger Fernmeldemechanikermeister

(Aufsichtsratsvorsitzender)

Ratsherr Burkhard Albes Selbständiger Maler- und Lackierermeister (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)

Ratsherr Dirk Sültenfuß Selbstständiger Betriebswirt, Lehrtätigkeit

Ratsfrau Claudia Bednarski Bildungsreferentin

Beigeordnete Britta

Zur Beigeordnete

Ratsherr Stefan Wiedon Pädagogische Fachkraft

Ratsfrau Monika Lehmhaus Pädagogin

Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Senior Business Analyst

Ratsfrau Mirja Cordes Projektkoordinatorin der Organisationsentwicklung

Ratsherr Keno Schulte Fraktionsgeschäftsführer

Aufsichtsratsbezüge im Geschäftsjahr 2023

Name Vergütung
in EUR
Peter Schwabe 456,00
Burkhard Albes 171,00
Dirk Sültenfuß 228,00
Claudia Bednarski 228,00
Britta Zur 228,00
Stefan Wiedon 114,00
Monika Lehmhaus 57,00
Thorsten Graeßner 228,00
Mirja Cordes 228,00
Keno Schulte 171,00
2.109,00

Beirat

Ratsherr Burkhard Albes Selbständiger Maler- und Lackierermeister (Beiratsvorsitzender)

Ratsherr Dirk Sültenfuß Selbständiger Betriebswirt, Lehrtätigkeit (stellv. Beiratsvorsitzender)

Olaf Wagner Leitung Büro des Oberbürgermeisters

Ratsfrau Claudia Bednarski Bildungsreferentin

Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Senior Business Analyst

Ratsfrau Monika Lehmhaus Pädagogin

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Dipl. Verwaltungswissenschaftler

Beigeordnete Britta

Zur Beigeordnete

Rainer Klaeren Vorstandsvorsitzender des SSB

Andrea Haupt (bis 09/2023) Geschäftsführerin des SSB

Christian van Beeck Diplom-Volkswirt - Vertreter der Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH

Jörg Blohm Kommunalbeamter - Vertreter der Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH

Die Beiratsmitglieder erhalten keine Vergütung.

Geschäftsführerbezüge im Geschäftsjahr 2023

Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer leistungsabhängigen Prämie sowie sonstiger Vergütungsbestandteile (Dienstwagen) und setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Jahresfestgehalt inkl. Dienstwagen 181
Ausgezahlte Jahresprämie für 2022 17
Zurückgestellte Jahresprämie für 2023 20

Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden im Durchschnitt 250 (Vj.: 200) Mitarbeiter:innen (ohne 17 Auszubildende) beschäftigt.

Zusätzlich wurden im Jahr 2023 im Durchschnitt 31 (Vj.: 38) Aushilfen und Saisonarbeitskräfte beschäftigt.

Prokura

Ralf Merzig, Düsseldorf, gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen (lt. Handelsregister bis zum 8. Mai 2023).

Helene Michel, Erkrath, gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss ihrer Muttergesellschaft, der Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH, Düsseldorf, als 100%iges Tochterunternehmen einbezogen (größter und kleinster Konzernkreis). Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Düsseldorf, den 23. April 2024

Bädergesellschaft Düsseldorf mbH

gez. Christoph Schlupkothen, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 321.843,20 179.268,90 0,00 0,00 501.112,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.222.292,41 233.971,48 0,00 17.149.789,71 75.606.053,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 664.890,17 409.054,78 0,00 6.130.712,97 7.204.657,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.692.276,50 330.007,10 46.600,90 -1.117.758,62 4.857.924,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.168.681,61 5.377.831,53 0,00 -22.162.744,06 383.769,08
Summe Sachanlagen 81.748.140,69 6.350.864,89 46.600,90 0,00 88.052.404,68
Summe Anlagevermögen 82.069.983,89 6.530.133,79 46.600,90 0,00 88.553.516,78

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 215.751,20 87.480,90 0,00 0,00 303.232,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.314.329,77 1.927.649,19 0,00 0,00 8.241.978,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 506.726,17 360.901,13 0,00 1.227.059,62 2.094.686,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.107.182,20 239.362,10 46.333,90 -1.227.059,62 3.073.150,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.928.238,14 2.527.912,42 46.333,90 0,00 13.409.816,66
Summe Anlagevermögen 11.143.989,34 2.615.393,32 46.333,90 0,00 13.713.048,76

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 197.880,00 106.092,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.364.074,64 51.907.962,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.109.971,00 158.164,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.784.773,30 1.585.094,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.769,08 17.168.681,61
Summe Sachanlagen 74.642.588,02 70.819.902,55
Summe Anlagevermögen 74.840.468,02 70.925.994,55

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

An die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH, Düsseldorf bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung analog § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die in dem Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Für die Erklärung nach dem Public Corporate Governance Kodex für die Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Bestandteil der in Abschnitt 3. des Lageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 10. Mai 2024

DR. BRANDENBURG • WIRTSCHAFTSBERATUNGS-GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am: 9. Juli 2024

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