Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
BYTEC Medizintechnik GmbH
Hermann-Hollerith-Straße 11, 52249 Eschweiler, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Coenen seit 28.3.2025 | Geschäftsführer |
Claudia Coenen seit 14.9.2009 | Prokura |
Paul Willi Coenen seit 8.1.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
Celsius42+ GmbHAufgelöst | 27.83% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BYTEC Medizintechnik GmbHEschweilerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der BYTEC Medizintechnik GmbHI. Grundlagen des Unternehmens I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die BYTEC Medizintechnik GmbH ist ein 1991 gegründetes, inhabergeführtes Unternehmen, das als verantwortlicher Auftragsdienstleister die komplette Geräteentwicklung von der Idee bis zum zertifizierten Medizinprodukt anbietet. BYTEC Medizintechnik entwickelt und produziert medizinische Geräte - anspruchsvolle Aufgabenstellungen aus Chirurgie, Therapie und Diagnostik. Auf der sicheren Basis erprobter Technologien und neuester Erkenntnisse setzen wir die Anforderungen der medizinischen Praxis und die Erwartungen des Marktes um. II. Entwicklung der Gesamtwirtschaft II.1 Gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Laut OECD-Weltwirtschaftsausblick (Februar 2024) zeigte sich das weltwirtschaftliche Wachstum im vergangenen Kalenderjahr 2023 aufgrund von niedrigeren Energiepreisen und abnehmendem Druck in den Lieferketten unerwartet resilient. Insgesamt gelang es dadurch die Inflation schneller als prognostiziert zu senken. Aufgrund des Inflationsrückgangs konnten die Zentralbanken im Laufe des Kalenderjahres Zinssenkungen vornehmen, wodurch der Handel wieder an Aufwind gewinnen dürfte. Der Außenhandelssaldo ist nach dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2023 um 136 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt mit 224,4 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. Im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einem Konjunkturrückgang. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen, was einer Stagnation gleichkäme. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. II.2 Branchenentwicklung Die Medizintechnik-Branche ist in Deutschland stark mittelständisch geprägt. 93 Prozent der Medizinprodukte-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Deutsche mittelständische Unternehmen waren bisher aufgrund ihrer starken Innovationskraft sehr erfolgreich auf dem Weltmarkt. Der Gesamtumsatz 2023 lag in Deutschland bei 38,4 Mrd. Euro mit einer Exportquote von 67%. Angesichts einer Exportquote von mehr als 67 Prozent kommt dem Auslandsgeschäft eine hohe Bedeutung zu. Ausgehend von den Außenhandelsdaten entfielen 37 Prozent der Exporte auf Länder der EU, 14 Prozent auf das restliche Europa, 20 Prozent auf Nordamerika und 18 Prozent auf Asien. Die wichtigsten Zielländer der deutschen Medizintechnikausfuhren bleiben die USA und China mit Exportanteilen von fast 19 sowie 8 Prozent. Ausgehend von den zuvor genannten Markttreibern ist zu erwarten, dass die Medizintechnik ihren Wachstumskurs insbesondere auf den internationalen Märkten im Jahr 2023 fortsetzen wird. Bis 2025 prognostiziert Frost & Sullivan ein durchschnittliches jährliches Wachstum des globalen Medizintechnikmarktes um 6,3 Prozent. III. Entwicklung der Gesellschaft III.1 Wirtschaftsbericht III.1.1 Ertragslage Die BYTEC Medizintechnik GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von € 5.653,94 ab. Das prognostizierte positive Ergebnis wurde somit erreicht. Die Umsatzerlöse lagen mit T€ 12.182 um T€ 2.475 höher gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der Produktion wurden die Planzahlen übertroffen. In der Entwicklung lagen die Umsätze, begründet durch Projektverzögerungen, deutlich unter den Planzahlen. Die Gesamtleistung des Unternehmens verbesserte sich um T€ 3.223 bzw. 33% gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich konnten durch Förderprojekte Erträge in Höhe von T€ 397 erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind dennoch um T€ 455 gesunken. Der positiven Entwicklung der Gesamtleistung stehen gestiegenen Materialaufwendungen in Höhe von T€ 1.791 bzw. 42% gegenüber. Ferner ist ein deutlicher Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 1.057 bzw. 65% zu verzeichnen. Die gesamten Betriebsaufwendungen sind von T€ 10.589 um T€ 3.057 auf T€ 13.646 gestiegen. Infolge dessen ist das Betriebsergebnis von T€ 333 um T€ 289 und das Jahresergebnis um T€ 287 gesunken. III.1.2 Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin als sehr stabil zu bewerten. Die Bilanzsumme erhöht sich um 16% auf T€ 7.594 (+ 3% im Vorjahr). Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen, wenn auch zum Stichtag ein hoher Forderungsbestand von T€ 4.043 vorlag. Die Eigenkapitalquote verminderte sich um 10,11 %-Punkte auf 63,29 %. Wie im Vorjahr sind das Anlagevermögen und das Vorratsvermögen vollständig durch Eigenkapital finanziert. Unsere wirtschaftliche Lage betrachten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als gut. III.1.3 Finanzlage Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Der Finanzmittelbestand hat sich zum Jahresende aufgrund des hohen Forderungsbestandes um T€ 2.149 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Gesellschaft erzielte einen negativen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 1.978. Aus der Finanzierungstätigkeit 2050827920flossen2050827920CCClaudia CoenenDer Cash Flow muss noch berechnet werden durch Darlehenstilgungen T€ 26 ab. III.1.4 Gesamtaussage Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 hat sich die Finanz- und Vermögenslage, bezogen auf das operative Geschäft, 2023 insgesamt verschlechtert. Insbesondere der hohe Forderungsbestand hat das Jahresende belastet. Für die zweite Hälfte des Jahres 2024 wird sich die Lage voraussichtlich wieder verbessern. III.2 Chancen- und Risikobericht III.2.1 Chancenbericht Chancen für die zukünftige Entwicklung der BYTEC Medizintechnik GmbH resultieren insbesondere aus der Konzentration und Fokussierung auf die Bereiche Entwicklung und Produktion von medizinischen Geräten und Systemen. Im Bereich der Entwicklung profitieren unsere Kunden von unserer Entwicklungskompetenz bei der Planungssicherheit, Zulassungssicherheit, Produktperspektive und Serviceperspektive. Für eine erstklassige Produktion setzen wir auf verlustfreie und optimal abgestimmte Workflows innerhalb der Fertigung und an ihren Schnittstellen. Dadurch können wir kostengünstig und termingerecht produzieren. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. III.2.2 Risikobericht III.2.2.1 Allgemeiner Risikobericht Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die aktuelle Situation auf den Beschaffungsmärkten verharrt auf dem hohem Vorjahresniveau. Aufgrund des Ukraine Krieges und der nachlaufenden Effekte der Corona Pandemie haben sich teilweise lange Lieferzeiten bei der Bauteilebeschaffung etabliert. Zum anderen sind die Investoren unserer Kunden zunehmend verhaltener geworden. Dies kann mitunter bei Zulieferbetrieben als auch bei Kunden zu Ausfallkosten, Investitionsstopps bis hin zu Insolvenzen führen. Die Gesellschaft hat aktuell keine Währungsrisiken, da auch die Auslandsgeschäfte in Euro abgeschlossen werden. Produktrisiken Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte in der geforderten und spezifizierten Qualität zu entwickeln und zu produzieren. Trotz ständiger Qualitäts- und Produktionsüberwachung ist es möglich, dass fehlerhafte Produkte, auch in größeren Mengen zurückgenommen werden müssen. Potenzielle Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Risiken können das Ergebnis belasten. Investitions- / Finanzierungsrisiken Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet. Solche Risiken können eintreten durch Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens oder einer steigenden Inanspruchnahme der Zahlungsziele. Personalrisiken Die BYTEC Medizintechnik GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Daher ist es wichtig, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen langfristig zu binden. Zur Risikominimierung bieten wir unseren Mitarbeitern ein attraktives Vergütungs- und Arbeitszeitmodell, soziale Zusatzleistungen sowie zukunftsfähige Qualifizierungsmöglichkeiten an. Bestandsgefährdende Risiken Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren. Darunter fällt auch ein aktuelles Verfahren, in dem die Rückabwicklung eines Rechtsgeschäftes aus dem Jahr 2019, mit einem Volumen von T€ 4.000 gefordert wird. Die Durchsetzbarkeit dieser Forderung erscheint aussichtslos, da die Hauptargumentation der Klägerin nachweislich haltlos ist und auch weitere formelle und inhaltliche Fehler auf Klägerseite vorliegen. Das Verfahren wurde im Jahr 2024 aufgrund von formellen Fehlern auf Klägerseite eingestellt und es bestehen keine Risiken mehr. Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Frühwarnsysteme wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Es gibt bei der Gesellschaft eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden. Beteiligungsrisiko Aktuell hält die BYTEC Medizintechnik GmbH keine Beteiligungen an anderen Gesellschaften. III.2.2.2 Spezieller Risikobericht Die Liquiditätslage ist gesichert; Engpässe sind nicht zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind im Verhältnis zum Umsatz gering. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten unterliegen wir gewöhnlichen Risiken im Zusammengang mit Rechtsstreitigkeiten und anderen (behördlichen) Verfahren. Dazu zählen insbesondere Risiken in den Bereichen: Produkthaftung, Produktfehler, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Schutzrechtsverletzungen, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz und Compliance - Compliance im Sinn des Einhaltens von branchenspezifischen Gesetzen und Richtlinien. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch verbindliche Leitlinien, Verfahrensanweisungen und Mitarbeiterschulungen. Ferner nehmen wir bei Bedarf spezialisierte rechtliche Beratungsleistungen in Anspruch. III.2.2.3 Risikobericht Trotz negativer Einflüsse, die aus der Corona-Pandemie nachwirken und die allgegenwärtigen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, für die allgemeine Kostenentwicklung - insbesondere für die Materialbeschaffung - gibt es positive Signale für die Auftragslage des Unternehmens. Eine weitere Unbekannte im Medizinproduktebereich ist die Umstellung auf die MDR- Zulassungsrichtlinie. Deren Inkrafttreten wurde zwar auf 2027/2028 verschoben, hat aber weiterhin enorme Auswirkungen auf die Neuentwicklung neuer innovativer Medizinprodukte. Zur Einschätzung der Risiken aus Krieg, Corona-Pandemie-Nachwirkungen, der aktuellen politischen Lage sowie der speziellen Situation im Medizinproduktebereich auf die wesentlichen Leistungsindikatoren unseres Unternehmens können nur die aktuellen Erkenntnisse bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes herangezogen werden. Auswirkungen auf die Auftragslage Im Rahmen der Auftragslage steht das Unternehmen verhältnismäßig gut da. Es werden Ideen, Anfragen und Aufträge an das Unternehmen herangetragen. Zuletzt konnten langfristige Entwicklungsaufträge gewonnen werden, mit dem Potenzial, dass sich aus den Entwicklungsaufträgen eine stabile Serienfertigung ergibt. Grundsätzlich werden Anfragen aber unter Berücksichtigung der bestehenden Auftragslage bewertet. Projekte können in ihrem Umfang zu klein sein, um ein wirtschaftlich gesundes Resultat zu ermöglichen, oder zu groß und damit die Leistungsfähigkeit überfordern. Ferner können die Schwierigkeiten auf dem Beschaffungsmarkt einen Auftrag unattraktiv gestalten, da Bauteile unangemessene Lieferzeiten haben und Kundenanforderungen, völlig unbeeinflussbar, nicht erfüllt werden können. Eine weitere Unsicherheit bringt die aktuelle Rekrutierbarkeit von Fachkräften und Ingenieuren mit sich. Zunehmend können offene Stellen nicht zeitnah nachbesetzt werden, wodurch Aufträge gegebenenfalls nicht angenommen werden können. Situation auf den Beschaffungsmärkten Auf den Beschaffungsmärkten ist im Vergleich zu den Vorjahren eine relative Entspannung eingetreten. Der Großteil der Materialien lässt sich ohne größere Schwierigkeiten beschaffen. Vereinzelt kommt es zu längeren Lieferzeiten, die aber mit ausreichender Planung und Vorlauf keine Nachteile bedeuten müssen. Die Preise verhalten sich im Rahmen der inflationären Entwicklung. Die Transportkosten verharren derweil auf hohem Niveau und es können weitere Steigerungen über die Inflationsrate hinaus nicht ausgeschlossen werden, da internationale Spannungen und Unsicherheiten auf den wichtigsten Seewegen die Kosten treiben. Die längste Lieferzeit für benötigte elektronische Bauteile liegt derzeit bei 30 Wochen. Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage Aktuell bestehen für das Unternehmen keine Liquiditätsengpässe. Verstöße gegen Covenants-Klauseln in Kreditverträgen bestehen nicht. Finanzierungsvorhaben sind aufgrund eventueller Kreditkonditionsänderungen nicht absehbar. Geplante Investitionsvorhaben sind somit nicht gefährdet, werden aber in kurzfristigen Abständen auf die strategische Relevanz jeweils neu bewertet. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage bestehen unmittelbar nicht, können aber auch nur anhand der momentanen Einschätzung erfolgen. Auswirkungen auf sonstige Unternehmensbereiche Auswirkungen auf sonstige Unternehmensbereiche sind aktuell nicht erkennbar. Kundenseitig erfolgen Veränderungen nur in beidseitiger Abstimmung und unter Einplanung der finanziellen Veränderungen. III.2.3 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Alle notwendigen Voraussetzungen wurden geschaffen, um die stetig wachsenden Anforderungen des Marktes erfüllen zu können. Es wurden neue Stellen geschaffen und damit sowohl neue Ressourcen als auch Kompetenzen ins Unternehmen gebracht. Notwendige Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten für das weitere Wachstum des Unternehmens sind vorhanden und können somit kurzfristig genutzt werden. III.3 Prognosebericht Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage und der unbestimmten Prognosefähigkeit aufgrund des weiteren Verlaufs im Ukraine Krieg und den allgemeinen weltpolitischen Spannungen, kann eine Einschätzung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung der BYTEC Medizintechnik GmbH für das Jahr 2024 nur sehr eingeschränkt erfolgen. Das Unternehmen erwartet Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres. IV. Bericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine eher konservative Risikopolitik. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätspläne erstellt, die permanent an aktuelle Änderungen angepasst werden und als Basis für die Geldmitteldisposition dienen. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von uns nicht unterhalten
Eschweiler, den 04.12.2024 Paul-Willi Coenen, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der BYTEC Medizintechnik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, bewertet. Es wurde generell die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Sofern Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig sind, werden diese vorgenommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden als Pool-Abschreibung verteilt auf fünf Jahre abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind die Material- und Fertigungseinzelkosten, der notwendige Anteil der Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung enthalten. Sofern notwendig erfolgte die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Jahr 2023 wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 111.822,32 € gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, jedoch maximal in Höhe der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch offenen Forderungen, ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen nicht erwähnten Aktivposten sind mit dem Nennwert angesetzt. Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurde von einem Zinssatz 1,82% ausgegangen, der dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre entspricht, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Biometrische Rechnungsgrundlagen waren die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Es erfolgten pauschale Annahmen zur Anwartschaftsdynamik und Rentendynamik (Anwartschaftsdynamik 1-3%; Rentendynamik 1-2%). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände und deren Abschreibung im Jahre 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die Pensionsrückstellungen betragen € 1.632.204,00. Es wurden mit ihrem Zeitwert (=Anschaffungskosten) bewertete verpfändete Rückdeckungsansprüche i. H. .v € 703.721,93 verrechnet, so dass ein Ausweis von € 928.482,07 erfolgt. Von der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde gebrauch gemacht. dadurch wurde ein Wert von € 7.334,00 nicht passiviert, der noch über 1 Jahr aufgelöst wird. Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag zwischen dem mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74% und dem mit einem Rechnungszinsfuß von 1,82% berechnete Verpflichtungsumfang beträgt 23.367,00 €. Die sonstigen Rückstellungen entfallen mit € 119.000,00 auf Personalverpflichtungen, mit € 157.100,00 auf Gewährleistungsverpflichtungen, mit € 27.500,00 auf Jahresabschlusskosten und mit € 9.200,00 auf Aufbewahrungsverpflichtungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben € 7.500,00 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weitere Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen und Vorräten sowie eine Globalzession aller Kundenforderungen gesichert. Es ergibt sich ein aktiver latenter Steuerüberhang aufgrund des handelsrechtlich höheren Ansatzes der Pensionsverpflichtungen. In Ausübung des bestehenden Wahlrechtes wurde auf eine Aktivierung verzichtet. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Innerhalb der Zinsaufwendungen wurden Zinserträge in Höhe von € 7.704,51 aus bestehenden Rückdeckungsversicherungen mit dem Zinsaufwandsteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen i.H.v. € 28.373,50 saldiert. V. sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres wurden berechnet nach § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 71 Arbeitnehmer beschäftigt, davon sind 16 weiblich und 55 männlich. Die Mietverpflichtungen für Immobilien sind in Höhe von 403 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Davon haben Verpflichtungen in Höhe von T€ 399 jährlich eine Restlaufzeit von 16 Jahren. Die Miet- und Leasing-Verpflichtungen für Mobilien welche innerhalb eines Jahres fällig werden betragen 59 T€. Der Betrag der Miet- und Leasingverpflichtungen die innerhalb eines und fünf Jahren fällig werden betragen 50 T€. Es wurde eine selbstschuldnerische Bürgschaft zu Gunsten der Firma ClaCo Immobilienverwaltungsges. GmbH, Titz i.H.v. 1.020 T€ zu Gunsten der VR Bank eG Würselen abgegeben. Zum 31.12.2023 valutiert das Darlehen mit € 853.319,98. Die ClaCo Immoblilienverwaltungsges. GmbH, Titz ist in der Lage den Kapitaldienst gegenüber der VR Bank eG Würselen zu leisten. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Paul Willi Coenen (Geschäftsführer). Das Honorar des Abschlussprüfers betrug in 2023 T€ 9. Es entfällt ausschließlich auf Prüfungsleistungen. Die Geschäftsführung hat den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung vorgeschlagen. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023BYTEC Medizintechnik GmbH; Eschweiler
sonstige Berichtsbestandteile
Eschweiler, den 04. Dezember 2024 Dipl.-Ing. Paul Willi Coenen Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BYTEC Medizintechnik GmbH,Eschweiler Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BYTEC Medizintechnik GmbH, Eschweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BYTEC Medizintechnik GmbH, Eschweiler, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aachen, den 9. Dezember 2024 S
& P Wirtschaftsprüfer GmbH
Oliver Mojert, Wirtschaftsprüfer |
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