PWK IBEX GmbHLiquidiert

09423 Gelenau/Erzgeb., DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 78810
Vorher
pertus Einundneunzigste GmbH
Eingetragen
12.10.2016
Branche
Herstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Metallwaren, insbesondere für die Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Frank Dietze
seit 27.1.2022
Prokura
Thomas Hänig
seit 27.1.2022
Prokura
Klaus-Dieter Henke
seit 27.1.2022
Prokura
Roland Heller
seit 7.1.2021
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PWK IBEX GmbH i.I.

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

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31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 769.015,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.087.634,18
0,00 1.856.649,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.713.137,25
2. technische Anlagen und Maschinen 673.739,21 4.002.874,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.551,69 237.701,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 220.500,00
724.290,90 8.174.213,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 424.753,80 1.393.191,21
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.160.375,72 2.959.676,04
3. fertige Erzeugnisse und Waren 414.870,48 1.033.464,91
2.000.000,00 5.386.332,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.096.131,27 1.366.036,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 6.796.733,45
3. sonstige Vermögensgegenstände 831.735,01 470.509,56
1.927.866,28 8.633.279,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 497.360,90 6.594,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.468,85 80.236,16
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.108.572,76 0,00
20.320.559,69 24.137.305,01

PASSIVA

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31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.775.000,00 5.775.000,00
III. Verlustvortrag 2.905.280,10 2.905.280,10
IV. Jahresfehlbetrag 18.003.292,66 0,00
nicht gedeckter Fehlbetrag 15.108.572,76 0,00
Summe Eigenkapital 0,00 2.894.719,90
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.287.727,13 609.718,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.741.313,63 5.681.887,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.620.272,95 4.938.760,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.342.847,64 9.626.849,26
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.328.398,34 385.369,45
19.032.832,56 20.632.867,01
20.320.559,69 24.137.305,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

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2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.389.561,91 17.510.447,28
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 93.388,59 617.867,76
3. sonstige betriebliche Erträge 350.971,36 268.177,66
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.072.938,44 7.068.349,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.361.872,99 2.920.205,21
10.434.811,43 9.988.555,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.576.123,26 6.157.149,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.546.424,33 1.689.005,89
8.122.547,59 7.846.154,95
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.836.492,67 2.474.457,59
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.722.858,81 0,00
13.559.351,48 2.474.457,59
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.578.299,28 2.318.723,80
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 897.797,32 1.234.467,94
9. Ergebnis nach Steuern -17.945.662,42 -6.701.602,10
10. sonstige Steuern 57.630,24 24.696,54
11. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 6.726.298,64
12. Jahresfehlbetrag 18.003.292,66 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der PWK IBEX GmbH i. l., Gelenau (Registergericht Düsseldorf, HRB 78810) die Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften angewandt worden. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden freiwillig nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Ausweisvorschriften erstellt.

Die Geschäftsführung der PWK IBEX GmbH i. l. hat am 13. Oktober 2021 beim Amtsgericht Krefeld ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zugleich beantragte die Geschäftsführung die vorläufige Eigenverwaltung gemäß §§ 270, 270b InsO. Mit Beschluss vom 13. Oktober 2021 wurde vom Amtsgericht Krefeld die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und Herr Rechtsanwalt Dr. Jan-Philipp Hoos zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Das Amtsgericht Krefeld hat mit Beschluss vom 1. Januar 2022 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit Wirkung vom gleichen Tage eröffnet und Herrn Rechtsanwalt Dr. Jan-Philipp Hoos zum Sachverwalter bestellt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde daher unter Anwendung des IDW RS HFA 17 "Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss" unter der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Für den Bilanzansatz folgt aus der Abkehr von der Fortführungsprämisse, dass nur noch bis zum Zeitpunkt der Beendigung des Geschäftsbetriebs verwertbare Vermögensgegenstände zu aktivieren und neben den bislang zu passivierenden Schulden auch solche Verpflichtungen zu berücksichtigen sind, die durch die Abkehr von der Fortführungsprämisse verursacht wurden.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Liquidationswerten bzw. niedrigeren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen; Zuschreibungen erfolgen, wenn der Grund für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr besteht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Anhang ist unter teilweiser Berücksichtigung größenabhängiger Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB erstellt worden.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel der dem Anhang beigefügt ist.

1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Liquidationswerten bzw. niedrigeren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen jeweils Nutzungsdauern zwischen drei und fünf Jahren zugrunde.

Das immaterielle Anlagevermögen wurde zum 31. Dezember 2021 vollständig abgeschrieben.

Der Firmenwert innerhalb des immateriellen Anlagevermögens wird über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden.

Der Firmenwert wurde zum 31. Dezember 2021 vollständig abgeschrieben.

1.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 3 und 33 Jahren.

Soweit der Liquidationswert einzelner Vermögensgegenstände den Buchwert unterschreitet, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Zum 31. Dezember 2021 wurden die Positionen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (Vj.: EUR 3.713.137,25) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (Vj.: EUR 220.500,00) vollständig abgeschrieben.

Technische Anlagen und Maschinen wurden auf ihren Liquidationswert in Höhe von EUR 673.739,21 (Vj.: EUR 4.002.874,87) abgeschrieben. Auch die Position andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde auf ihren Liquidationswert in Höhe von EUR 50.551,69 (Vj.: EUR 237.701,21) abgeschrieben.

2. Umlaufvermögen

2.1 Vorräte

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird zu Anschaffungskosten, die den Durchschnittspreisen oder den letzten niedrigeren Beschaffungspreisen entsprechen, oder zum unter Liquidationsgesichtpunkten ermittelten niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum 31. Dezember 2021 erfolgt auf Basis der Liquidationswerte. Die Abschreibung ergab sich aus der Anpassung der Vorräte an die voraussichtlich erzielbaren Verkaufspreise im Rahmen der Verwertung. Der damit verbundene Wertberichtigungsbedarf in Höhe von EUR 1.219.616,43 wurde erfolgswirksam berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Zinsaufwendungen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zum 31. Dezember 2021 auf ihre Liquidationswerte abgeschrieben. Die Bewertung erfolgte auf Basis der voraussichtlich erzielbaren Nettoerlöse im Rahmen der geplanten Liquidation. Die Differenz aus dem bisherigen Buchwert und dem Liquidationswert in Höhe von EUR 2.385.709,93 wurde erfolgswirksam abgeschrieben.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Fremdwährungsforderungen sind nicht enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen die Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. in Höhe von EUR 12.467,52 sowie gegen die PWK Automotive GmbH i. l. in Höhe von EUR 105.064,93 ausgewiesen. Aufgrund der Tatsache, dass über das Vermögen beider Gesellschaften ebenfalls ein Verfahren zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens anhängig ist, wurden diese Forderungen in voller Höhe im Wert berichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten geleistete Anzahlungen an Lieferanten in Höhe von EUR 128.757,57 (Vj. EUR 47.302,33), debitorische Kreditoren in Höhe von EUR 63.358,42 (Vj. EUR 51.419,12) und den Sondereinbehalt im Rahmen des Facorings in Höhe von EUR 239.304,37 (Vj. EUR 170.801,88).

3. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Aufgrund der Verlustsituation weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von EUR 15.108.572,76 (Vj.: EUR 0,00) aus.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 25.000,00 (Vj.: EUR 25.000,00). Die Kapitalrücklage beträgt EUR 5.775.000,00 (Vj.: EUR 5.775.000,00).

5. Rückstellungen

5.1 Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 40.536,34 sowie Rückstellungen zur Deckung der geschätzten Insolvenzkosten in Höhe von EUR 800.000,00.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

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Art der Verbindlichkeit Restlaufzeiten
(Vorjahreswerte) Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Sicherung
EUR EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 5.741.313,63 5.741.313,63 0,00 0,00 0,00
(5.681.887,32) (0,00) (5.681.887,32) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 4.620.272,95 4.620.272,95 0,00 0,00 0,00
(4.938.760,98) (1.873.599,55) (3.065.161,43) (0,00) (0,00)
gegenüber verbunden Unternehmen 7.342.847,64 7.342.847,64 0,00 0,00 0,00
(9.626.849,26) (9.626.849,26) (0,00) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.328.398,34 1.328.398,34 0,00 0,00 0,00
(385.369,45) (385.369,45) (0,00) (0,00) (0,00)
Summe: 19.032.832,56 19.032.832,56 0,00 0,00 0,00
(20.632.867,01) (11.885.818,26) (8.747.048,75) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Geschäftsjahr 2020 Darlehen des Gesellschafters PWK Automotive GmbH i. l. in Höhe von EUR 3.800.000,00, welche im Geschäftsjahr 2021 gegen den Anspruch der PWK IBEX GmbH i. l. aus dem Ergebnisabführung verrechnet wurden. Gegenüber der Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. bestehen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 6.800.000,00 (Vj.: EUR 5.400.000,00) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Zinsen in Höhe von EUR 542.847,64 (Vj.: EUR 426.849,26).

6.1 Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von EUR 1.112.302,80 (Vj.: EUR 0,00) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 182.920,63 (Vj.: EUR 95.301,97) enthalten.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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2021 2020
Erlöse Produkte 16.654.753,27 16.830.275,13
Erlöse Material- und Legierungszuschläge 682.153,74 156.813,29
Summe Erlöse Schrott 267.864,55 125.647,53
Erlöse Verpackung 227.370,77 185.732,62
Summe Umsatz Intercompany 211.427,89 65.139,98
Erlöse Dienstleistungen 11.100,00 1.850,00
Erlöse Werkzeuge -8.000,00 0,00
Summe Erlösschmälerungen -8.524,57 -61.299,34
Erlöse Sonstige 351.416,26 206.288,07
Summe 18.389.561,91 17.510.447,28

2. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und für bezogene Waren in Höhe von EUR 7.072.938,44 (Vj.: EUR 7.068.349,79) sowie den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 3.361.872,99 (Vj.: EUR 2.920.205,21) zusammen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Einsatzstoffe, Energie sowie Hilfs- und Betriebsstoffe.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 350.971,36 (Vj.: EUR 268.177,66) resultieren mit EUR 247.057,40 (Vj.: EUR 196.155,00) aus der Weiterbelastung von Werkzeugkosten und diversen sonstigen Erträgen von EUR 103.913,96 (Vj.: EUR 72.022,66).

4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen betragen insgesamt EUR 8.122.547,59 (Vj.: EUR 7.846.154,95), davon entfallen EUR 1.546.424,33 (Vj.: EUR 1.689.005,89) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung.

5. Abschreibungen

Die Position Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 7.582.258,21 (Vj.: EUR 0,00) und außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 3.722.858,81 (Vj.: EUR 0,00).

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsen für kurzfristige Bankkredite in Höhe von EUR 284.209,07 (Vj.: EUR 306.770,74), Zinsen für langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17.861,04 (Vj.: EUR 21.006,03) sowie Zinsen aus Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 571.569,43 (Vj.: EUR 905.107,45).

7. Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 18.003.292,66 (Vj.: EUR 0,00) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen bestehen in Höhe von EUR 229.163,00 (Vj.: EUR 421.432,00).

Für fremde Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen PWK Automotive GmbH i. l. und Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. wurden folgende Sicherheiten nachrangig gewährt:

Sicherungsübereignung technischer Anlagen und Maschinen

Sicherungsübereignung Bestände

Globalzession Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zudem haftet die PWK IBEX GmbH i. l. für die Erfüllung der Bankverpflichtungen der verbundenen Unternehmen PWK Automotive GmbH i. l. und Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts. Die Bankverpflichtungen der PWK Automotive GmbH i. l. zum 31. Dezember 2021 betrugen EUR 7.843.418,79 (Vj.: EUR 7.777.955,04). Die Bankverpflichtungen der Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. zum 31. Dezember 2021 betrugen EUR 20.711.518,87 (Vj.: EUR 16.907.705,03).

Auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 11./17. September 2020 hat die PWK IBEX GmbH i. l. Forderungen von EUR 2.002.984,55 (Vj.: EUR 956.442,38) im Rahmen eines echten Factorings an eine Factoring-Gesellschaft veräußert.

2. Personal

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 226,5 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2021 EUR 16.000,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

4. Konzernverhältnisse

Die PWK Automotive GmbH i. l., Krefeld, hält sämtliche Anteile am Kapital der PWK IBEX GmbH i. l.. Die PWK IBEX GmbH i. l. wird in den Konzernabschluss der PWK Automotive GmbH i. l. für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen.

5. Gesellschaftsorgane

Auf der Gesellschafterversammlung vom 26. November 2020 wurde beschlossen, Herr Ulrich Hannemann (CFO), Bonn, und Herr Roland Heller (COO), Krefeld, zum 1. Januar 2021 zu Geschäftsführern zu bestellen.

Mit Amtsniederlegungsschreiben vom 15. Dezember 2023 legte Herr Ulrich Hannemann mit Ablauf zum 31. Dezember 2023 sein Amt als Geschäftsführer der PWK IBEX GmbH i. l. nieder.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

E. Nachtragsbericht

Das Amtsgericht Krefeld hat mit Beschluss vom 1. Januar 2022 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit Wirkung vom gleichen Tage eröffnet und Herrn Rechtsanwalt Dr. Jan-Philipp Hoos zum Sachverwalter bestellt.

Nach der Verfahrenseröffnung wurden Verhandlungen mit potenziellen Investoren geführt, wobei im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Winning Group den Zuschlag erhielt. Am 13. Mai 2022 wurde der Kaufvertrag notariell beurkundet und zum 30. Juni 2022 vollzogen. Der Standort Zittau wurde nicht weiter betrieben, während der Betrieb aus Schönbrunn nach Gelenau verlagert wurde. Wesentliche Vermögenswerte, darunter Sachanlagen, Vorräte und immaterielle Vermögensgegenstände, wurden an die Erwerberin übertragen, während die Verwertung der Bestände in Zittau von der NETBID Angermann GmbH übernommen wurde.

Am 27. Mai 2022 hat die Gesellschaft den Ergebnisabführungsvertrag mit der PWK Automotive GmbH i. l. als Organträgerin mit sofortiger Wirkung gekündigt und diesen darüber hinaus gemeinsam mit der PWK Automotive GmbH i. l. hilfsweise aufgehoben.

Aufgrund der Insolvenz der Muttergesellschaft, der PWK Automotive GmbH i. l. im Geschäftsjahr 2022 wurde der Ergebnisabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2021 als nicht durchführbar und die diesbezügliche Forderung gegen die PWK Automotive GmbH i. l. als nicht aktivierbar qualifiziert. Der Jahresabschluss endet folglich trotz des mindestens bis zum 31. Dezember 2021 wirksamen Ergebnisabführungsvertrags mit einem Jahresfehlbetrag.

F. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gelenau, den 4. Dezember 2025

PWK IBEX GmbH i. l.

Geschäftsführung

Roland Heller

Entwicklung des Anlagevermögens der PWK IBEX GmbH i. l., Gelenau, im Geschäftsjahr 2021

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Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.122.748,30 36.493,10 0,00 0,00 1.159.241,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.467.954,30 0,00 0,00 0,00 1.467.954,30
2.590.702,60 36.493,10 0,00 0,00 2.627.195,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.140.412,30 0,00 0,00 0,00 4.140.412,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.495.227,99 504.590,86 0,00 0,00 10.999.818,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.206.117,23 60.549,61 0,00 0,00 1.266.666,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 220.500,00 52.200,00 0,00 123.912,79 148.787,21
16.062.257,52 617.340,47 0,00 123.912,79 16.555.685,20
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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.733,02 805.508,38 0,00 0,00 1.159.241,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 380.320,12 1.087.634,18 0,00 0,00 1.467.954,30
734.053,14 1.893.142,56 0,00 0,00 2.627.195,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 427.275,05 3.713.137,25 0,00 0,00 4.140.412,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.492.353,12 3.833.726,52 0,00 0,00 10.326.079,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 968.416,02 247.699,13 0,00 0,00 1.216.115,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 148.787,21 0,00 0,00 148.787,21
7.888.044,19 7.943.350,11 0,00 0,00 15.831.394,30
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Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 769.015,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.087.634,18
0,00 1.856.649,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.713.137,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 673.739,21 4.002.874,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.551,69 237.701,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 220.500,00
724.290,90 8.174.213,33

Lagebericht für 2021

A. Grundlagen

Die PWK IBEX GmbH i. l. war Hersteller von Komponenten aus kaltgepressten Umformteilen, spanend bearbeiteten Umformteilen sowie Funktionselementen aus Metall. Unsere Kunden waren die Modul- und Systemlieferanten, über die wir weltweit für nahezu alle Fahrzeuge fertigten.

Die PWK IBEX GmbH i. l. betrieb keine eigene Forschung. Wir erfüllten die Kundenanforderungen nach technischen Problemlösungen und Verbesserungen vor Ort mit unserem „Application Engineering“.

Die alleinige Gesellschafterin der PWK IBEX GmbH i. l. ist die PWK Automotive GmbH i. l., Krefeld.

Geschäftssitz der Gesellschaft ist Gelenau in Sachsen, der Handelsregistersitz ist Düsseldorf.

Die PWK IBEX GmbH i. l. verfügte über drei Standorte, die alle in Sachsen liegen.

B. Aktueller Stand des Insolvenzverfahrens

Die Geschäftsführung der PWK IBEX GmbH i. l. hat am 13. Oktober 2021 beim Amtsgericht Krefeld ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Mit Beschluss vom 13. Oktober 2021 hat das Amtsgericht Krefeld die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Es wurde für das vorläufige Verfahren ein Gläubigerausschuss eingerichtet.

Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Januar 2022 durch das Amtsgericht Krefeld wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung in Eigenverwaltung eröffnet. Herr Dr. Jan-Philipp Hoos wurde zum Sachwalter bestellt. Ein Gläubigerausschuss wurde eingerichtet, dessen Mitglieder identisch mit denen des vorläufigen Ausschusses im Eröffnungsverfahren sind. Mit gleichem Beschluss wurde die Schuldnerin ermächtigt, unter Aufsicht des Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen (§§ 270-285 InsO).

Im Anschluss an die Verfahrenseröffnung wurden die Verhandlungen mit den möglichen Investoren durch die Schuldnerin fortgeführt. Dabei stellten sich die Angebote der Winning Group und der Berylls Group als beste Optionen für die übertragende Sanierung und den bestmöglichen Schutz der Gläubigerinteressen heraus. Zur Wahrung des planungsmäßigen Abschlusstermins der Transaktion am 30. Juni 2022 wurden unmittelbar die Verhandlungen mit den beiden Investoren aufgenommen. Innerhalb der Verhandlungen stellte sich das Angebot der Winning Group als das Angebot mit der höchsten Transaktionssicherheit und bestmöglichen Zufluss für die Masse heraus. Die Winning Group ist ein internationaler Automobilzulieferer mit einem Umsatz von rund 548 Mio. € und 3300 Arbeitnehmern. Die Mitglieder des Gläubigerausschusses und der Sachwalter stimmten dem ausgehandelten Kaufvertrag zu. Der Kaufvertrag wurde sodann am 13. Mai 2022 von den Parteien notariell beurkundet. Der Vertrag wurde zum 30. Juni 2022 vollzogen und der schuldnerische Geschäftsbetrieb übertragen. Das Erwerberkonzept sah einen Weiterbetrieb des Standorts Zittau nicht vor. Ebenso wurde der Betrieb in Schönbrunn nach Gelenau verlagert. Die Kosten des damit verbundenen Personalabbaus wurden von der Erwerberin getragen und haben die Masse insofern nicht belastet.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde unter Anwendung des IDW RS HFA 17 "Auswirkungen einer Abkehr von der Going Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss" unter der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

C. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Automobilindustrie

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in 2021 gegenüber 2020 um 2,7%. Die deutsche Wirtschaft konnte sich somit nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 leicht erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. In 2020 war das BIP gegenüber 2019 noch um 2,0% niedriger.1

Das Jahr 2021 war ein außerordentlich schwaches Jahr für die Automobilbranche. Die Zahl der Neuzulassungen sank im Jahr 2021 gegenüber dem Corona-Jahr 2020 um 10%. Die Pkw-Inlandsproduktion reduzierte sich sogar um 12% gegenüber dem Vorjahr auf 3,1 Mio. Einheiten auf den niedrigsten Wert seit 1975.2 Innerhalb des Jahres 2021 war der Monat September besonders schwach. So wurden im September 2021 lediglich 197.000 Pkw zugelassen. Das waren 26% weniger als im Vorjahresmonat. In den deutschen Automobilwerken wurden im September 2021 gerade einmal 208.700 Pkw gefertigt, was gegenüber September 2020 einem Rückgang von -44% gleichkam.3 Die Gründe waren anhaltende Lockdowns4 und Lieferengpässe.5

2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen orientierte sich an finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren waren Umsatz und EBITDA. Die Entwicklung beider Kennziffern in 2021 erläutern wir in unserer Darstellung der Ertragslage im Abschnitt D.

1 Siehe Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14.01.2022 unter http://www.destatis.de/.
2 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 05.01.2022 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
3 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 05.10.2021 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
4 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 16.04.2021 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
5 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 07.04.2021 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.

Wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren waren betriebliche Produktivitätskennzahlen, welche die produzierte Menge in einen zeitlichen Bezug setzen. Daneben waren Qualitätskennziffern von großer Bedeutung. Hier orientierten wir uns unter anderem an der ppm-Rate.

Im Bereich der Arbeitssicherheit verfolgten wir die Kennziffern Anzahl Verbandbucheintragungen, Unfallschwere (Anzahl Ausfalltage) und Unfallhäufigkeit.

3. Geschäftsentwicklung der PWK IBEX GmbH i. l.

Die Lockdowns sowie die Stockungen in der Lieferkette hatten in 2021 einen schwachen Geschäftsverlauf zur Folge. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 betrug lediglich 18,4 Mio. €. Der Umsatz lag somit zwar 0,9 Mio. € über 2020. Allerdings war das Jahr 2020 coronabedingt historisch schwach. Im Jahr 2019 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 28,1 Mio. €.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse reduzierten sich um 0,0 Mio. € (Vorjahr: -0,6 Mio. €).

In Summe erhöhte sich die Gesamtleistung von 16,9 Mio. € um 1,4 Mio. € auf 18,3 Mio. €.

Der Rohstoffmarkt war in 2021 geprägt von einer kontinuierlich steigenden Rohstoffknappheit und damit zusammenhängenden Preissteigerungen. Die einkaufsseitig gestiegenen Preise konnten an die Kunden weitergegeben werden. Die Rohertragsmarge (im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) verbesserte sich in diesem Zusammenhang von 39,4% in 2020 um 3,5%-Punkte auf 42,9% in 2021. Das Rohergebnis betrug absolut gesehen 7,9 Mio. € in 2021 und lag damit um rd. 1,0 Mio. € über dem Vorjahreswert von 6,9 Mio. €.

In 2021 erfolgte keine Erhöhung der Tarifentgelte.

Der Personalaufwand lag bei 42,1% der Gesamtleistung. In 2020 betrug der Anteil 44,4%.

Die Entwicklung des Working Capitals war wie folgt (in T€):

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in T€ 31.12.2021 31.12.2020 Delta
Vorräte 2.000 5.386 -3.386
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.096 1.366 -270
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4.620 -4.939 319
Gesamt -1.524 1.813 -3.337

Die Vorräte wurden auf die Liquidationswerte abgeschrieben und zeigen damit eine deutliche Abnahme. Die Abnahme der Forderungen resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf der Forderungen im Rahmen des Factorings. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind leicht zurückgegangen, da einige Lieferanten vermehrt nur Waren gegen Vorkasse lieferten.

Investitionen

Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug im Jahr 2021 insgesamt 526 T€. Diese Investitionssumme teilt sich auf in:

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In T€ 2021 2020
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 36 226
Grundstücke und Bauten 0 0
Maschinen und maschinelle Anlagen 377 387
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61 59
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52 122
Gesamt 526 794

Der Schwerpunkt der maschinellen Investitionen in 2021 lag, wie in den Vorjahren, vor allem in der Ersatzbeschaffung und Flexibilisierung der Anlagen.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der aktiven Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) lag am Stichtag 31. Dezember 2021 bei 230 Mitarbeitern (Vorjahr: 223 Mitarbeiter). Im Durchschnitt des Jahres reduzierte sich diese Zahl der aktiven Mitarbeiter von 261 in 2020 auf 226,5 in 2021.

Eine Erhöhung der tariflichen Entgelte erfolgte in 2021 wie auch in 2020 nicht.

D. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

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In Mio. € 2021 2020 Abweich.
Umsatz 18,4 17,5 5,0%
Bestandsveränderung -0,1 -0,6 -84,9%
Gesamtleistung 18,3 16,9 8,3%
Sonstige betriebliche Erträge 0,4 0,3 30,9%
Materialaufwand -10,4 -10,0 4,5%
Personalaufwand (ohne Restrukturierungsaufwand) -7,7 -7,5 2,7%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3,6 -2,3 46,5%
EBITDA (vor Restrukturierung) -3,1 -2,5 16,0%
Restrukturierungsaufwand -0,4 -0,5 -20,0%
EBITDA -3,5 -3,0 10,5%
Abschreibungen -13,6 -2,5 448,0%
EBITDA -17,1 -5,4 -213,0%
Zinsergebnis -0,9 -1,2 -27,3%
Steuern 0,1 0,0 n/a
Ergebnis vor Verlustausgleich -18,0 -6,7 165,0%
Verlustausgleich 0,0 6,7 -100,0%
Jahresergebnis -18,0 0,0 n/a

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% gestiegen. Ursache für den Umsatzanstieg ist die Weitergabe einkaufsseitiger Preissteigerungen an die Kunden sowie Preissteigerungen im Rahmen eines von Lieferengpässen geprägten allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds. Trotz des moderaten Umsatzanstiegs in 2021 haben die Umsätze das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht.

Die negative Bestandsveränderung resultiert aus der Angleichung der unfertigen und fertigen Bestände an das verminderte Produktions- und Absatzvolumen.

Das Unternehmen hat vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die schlechte Ertragslage abzufedern, wie zum Beispiel Kurzarbeit, Reduzierung der Mitarbeiterzahl und Kostenreduzierungen jedweder Art. Obgleich hat sich das EBITDA vor Restrukturierung um 0,6 Mio. € gegenüber Vorjahr verschlechtert und ist mit 3,1 Mio. € negativ.

Die Restrukturierungsaufwendungen waren in 2021 im Vergleich zu 2020 nahezu konstant.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 11,3 Mio. € durch die Abschreibung der Vermögenswerte auf ihren Liquidationswert im Zuge der Insolvenz deutlich gestiegen.

Der Rückgang des Zinsergebnisses steht im Zusammenhang mit der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Steuern umfassen sonstige Steuern. Die Position enthält ausschließlich grundsteuerlichen Aufwand von -0,1 Mio. €.

Das erwirtschaftete Ergebnis vor Verlustausgleich war mit -18,0 Mio. € negativ.

Am 27. Mai 2022 hat die Gesellschaft den Ergebnisabführungsvertrag mit der PWK Automotive GmbH i. l. als Organträgerin mit sofortiger Wirkung gekündigt und diesen darüber hinaus gemeinsam mit der PWK Automotive GmbH i. l. hilfsweise aufgehoben.

Aufgrund der Insolvenz der Muttergesellschaft, der PWK Automotive GmbH i. l., im Geschäftsjahr 2022 wurde der Ergebnisabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2021 als nicht durchführbar und die diesbezügliche Forderung gegen die PWK Automotive GmbH i. l. als nicht aktivierbar qualifiziert. Der Jahresabschluss endet folglich trotz des mindestens bis zum 31. Dezember 2021 wirksamen Ergebnisabführungsvertrags mit einem Jahresfehlbetrag.

2. Vermögenslage

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In Mio. € 31.12.2021 31.12.2020
Anlagevermögen 0,7 10,3
Umlaufvermögen 4,4 14,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Gesamt 5,2 24,4

Die Vermögenslage ist durch die Bilanzierung unter Abkehr von der Going Concern-Prämisse gekennzeichnet.

Die Reduzierung des Anlagevermögens um 9,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist durch die Abwertung auf den Liquidationswert zurückzuführen.

Die Veränderung des Umlaufvermögens um 9,6 Mio. € ist durch verschiedene Entwicklungen geprägt. Zum einen reduzierten sich die Bestände infolge außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 0,3 Mio. €, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Uneinbringlichkeit der Forderungen vollständig abgeschrieben wurden.

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In Mio. € 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital -15,1 2,9
Fremdkapital 20,3 21,2

Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresergebnis 2021.

Innerhalb des Fremdkapitals sind Ausleihungen gegenüber der Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG i. l. in Höhe von 6,8 Mio. € enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 4,6 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). In dieser Position sind Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) enthalten. Die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie zum 31.12.2021 betrug 5,7 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) betreffen vor allem Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesagentur für Arbeit. Die Rückstellungen von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) betreffen vor allem Rückstellungen zur Deckung der geschätzten Insolvenzkosten sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

3. Finanzlage

Die PWK IBEX GmbH i. l. verfügte zum 31.12.2021 über einen Betriebsmittelrahmen bei der Commerzbank in Höhe von maximal 6,0 Mio. €. Mit Vertrag vom 12.05.2020 wurde die vormals bis auf weiteres gültige Kreditlinie befristet bis zum 31.12.2024.

Zum 31.12.2021 betrug die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie 5,7 Mio. €.

Mit Vertrag vom 17./22.02.2021 wurde vereinbart, dass die partielle Zinsstundung des Betriebsmittelrahmens, welche ab dem 01.05.2020 lief, noch bis zum 30.06.2021 erfolgt. Nach diesem Zeitpunkt erfolgen keine Zinsstundungen mehr. Die bis zum 30.06.2021 gestundeten Zinsen waren zum 31.12.2024 fällig.

Die Höhe des Darlehens gegenüber der PWK Automotive GmbH i. l. betrug zum 31.12.2021 0,0 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €). Die Reduzierung des Darlehens erfolgte durch Verrechnung mit dem Anspruch aus Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2020.

E. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

1. Keine Wesentlichen Chancen

Aufgrund des eröffneten Insolvenzverfahrens und der Abwicklung der Gesellschaft ergeben sich aus der bisherigen Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Chancen.

2. Risiken aus Fortgang des Insolvenzverfahrens

Nach erfolgter Verwertung des verbleibenden Vermögens werden im ersten Schritt die Kosten des Insolvenzverfahrens beglichen und im zweiten Schritt die Masseverbindlichkeiten vorrangig befriedigt. Die danach verbleibende Masse wird quotal an die Insolvenzgläubiger ausgekehrt. Das Risiko bei einer Insolvenz besteht grundsätzlich darin, dass Forderungen der Gläubiger nicht oder nur zu einem geringen Teil bedient werden können.

F. Prognosebericht

Die zukünftigen Aktivitäten der Eigenverwaltung konzentriert sich auf die Abwicklung der Gesellschaft. Es ist nicht auszuschließen, dass die Abwicklung noch mehrere Jahre in Anspruch nimmt.

 

Gelenau, den 4. Dezember 2025

PWK IBEX GmbH i. l.

Geschäftsführung

Roland Heller

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PWK IBEX GmbH i.I., Gelenau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PWK IBEX GmbH i.I. - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PWK IBEX GmbH i.I. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Fortgang des Insolvenzverfahrens

Wir weisen darauf hin, dass der Jahresabschluss - wie im Anhang erläutert - nicht unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), sondern unter der Annahme der Liquidation aufgestellt wurde, da sich die Gesellschaft im Stadium der Abwicklung befindet. Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 497. Dieser Bestand hat sich zum 29. Juli 2025 auf TEU 399 reduziert. Dies rechtfertigt nach Auffassung des Geschäftsführers die Annahme einer geordneten Abwicklung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit. Sollten jedoch die Abwicklungskosten wider Erwarten die liquiden Mittel übersteigen, wäre die geordnete Abwicklung gefährdet. Unsere Prüfungsurteile werden dadurch nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den Liquidatoren angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführer unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Bonn, den 04. Dezember 2025

sgpartner Advisory GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Harmann, Wirtschaftsprüfer

Luciano D'Agostino, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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