Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 41927
Vorher
SCUR-Alpha 1586 GmbH
Eingetragen
8.3.2023
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen jeder Art, sowie alle Tätigkeiten, die zu den Aktivitäten einer aktiven Holdinggesellschaft gehören.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Birke
seit 1.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Catman Top S.à r.l.
Luxembourg
161.640 €
80.82%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Catman HoldCo GmbH (vormals: SCUR-Alpha 1586 GmbH)

Wurzen (vormals: München)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 03.03.2023 bis zum 31.12.2023

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

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3. März 2023
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 409.550,00 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.749.394,08 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 155.930.801,36 0
4. Geleistete Anzahlungen 481.482,31 0
209.571.227,75 (0)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.284.199,36 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.426.028,25 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.190.325,73 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 641.509,63 0
17.542.062,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 85.254,20 (0)
227.198.544,92 (0)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.750.057,79 0
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.049.280,92 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.997.762,31 0
4. Geleistete Anzahlungen 113.317,37 0
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.711.073,47 0
27.199.344,92 (0)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.832.042,22 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.476.018,35 0
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 12
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.954.527,40 0
21.262.587,97 (12)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.197.608,67 13
68.659.541,56 (25)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.202.507,68 (0)
297.060.594,16 25

PASSIVA

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3. März 2023
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 25
II. Kapitalrücklage 103.845.522,33 0
III. Eigenkapital aus Währungsumrechnung -33.808,75 0
IV. Jahresfehlbetrag -11.228.728,25 0
92.782.985,33 (25)
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 222.146,44 (0)
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.271.036,28 0
2. Sonstige Rückstellungen 1.907.514,10 0
11.178.550,38 (0)
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.638.086,62 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 77.173.994,53 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.447.236,24 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.858,41 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.238.176,39 0
davon - aus Steuern: € 195.244,75 - im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 113.325,28 177.510.352,19 (0)
E. Passive latente Steuern 15.366.559,82 (0)
297.060.594,16 25

KONZERN- GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023

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1. Umsatzerlöse 50.949.521,82
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.953.109,09
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 412.812,84
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.399.787,55
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Ware -21.600.049,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.192.946,24 -22.792.996,12
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.894.497,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.497.026,35 -8.391.524,10
- davon für Altersversorgung: € 11.532,14
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -13.959.281,98
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.787.249,44
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.519,66
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.817.333,36
- davon an verbundene Unternehmen: € 3.186.320,76
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.252.079,16
12. Ergebnis nach Steuern -10.610.773,06
13. Sonstige Steuern -617.955,19
14. Jahresfehlbetrag -11.228.728,25

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023

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T€
Konzernjahesfehlbetrag -11.229
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.959
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen -18
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 4.433
+/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -32
= Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 7.113
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.734
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.819
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge und ähnliche Gebühren 10.740
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -2.252
- Ertragsteuerzahlungen -2.040
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.008
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagevermögens 41
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -653
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.551
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -213.824
+ Zugang liquide Mittel bei Zugang zum Konsolidierungskreis 12.034
+ Erhaltene Zinsen 77
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -203.876
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 100.558
+ Einzahlungen aus Aufnahme von (Finanz-) Krediten 95.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -28.824
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen 73.934
- Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen -18.091
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Gebühren -7.522
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 215.055
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 20.185
+/- Konsolidierungskreisbedingte Anderung des Finanzmittelfonds
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.198
Zusammensetzung Finanzmittelfonds:
- Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapital- Rücklage Erwirtschaftetes Konzern- Eigenkapital Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Summe
T€ T€ T€ T€ T€
Stand 3.3.2023 13 0 0 0 13
Einzahlungen von Gesellschaftern 188 99.961 0 0 100.149
Einlagen von Gesellschaftern 0 3.885 0 0 3.885
Zugang zum Konsolidierungskreis 0 0 0 -23 -23
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0 0 0 -11 -11
Konzernergebnis 0 0 -11.229 0 -11.229
Stand 31.12.2023 200 103.846 -11.229 -34 92.783
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Konzerneigenkapital
Summe
T€
Stand 3.3.2023 13
Einzahlungen von Gesellschaftern 100.149
Einlagen von Gesellschaftern 3.885
Zugang zum Konsolidierungskreis -23
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -11
Konzernergebnis -11.229
Stand 31.12.2023 92.783

Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundsätzliche Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss

Die Catman HoldCo GmbH (im Folgenden kurz „Muttergesellschaft“, „Gesellschaft“ oder „HoldCo“) hat ihren Sitz in Wurzen. Sie ist unter HRB 41927 im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig eingetragen.

Die Gesellschaft hat nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG einen Einzelabschluss bzw. Jahresabschluss aufgestellt. Die Gesellschaft ist gem. § 290 Abs. 1 und 2 HGB verpflichtet einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Für die Konzernbilanz bzw. die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungsschemata der §§ 298 Abs. 1, 266 bzw. 275 Abs. 2 (Gesamtkostenverfahren) HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen des GmbHG angewandt.

Gemäß bzw. analog §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 5 und 6 HGB wurden einige Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zwecks Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses hinzugefügt bzw. deren Bezeichnungen an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst.

Dies betrifft folgende hinzugefügte Posten:

Passiva: B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen,

Passiva: D. 2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Das Konzerngeschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Aufgrund der Gründung der HoldCo im März 2023 ist das erste Konzerngeschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März 2023 bis 31. Dezember 2023.

Der Konzernabschluss wurde in Euro, welche die funktionale Währung des Mutterunternehmens und die der deutschen sowie der europäischen Tochterunternehmen darstellt, aufgestellt. Eine Währungsumrechnung nach § 308a HGB fand für die ausländischen Tochterunternehmen statt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis der HoldCo werden neben der Muttergesellschaft die folgenden - bis auf die ACTIONLIFT SPAIN S.L. - Tochtergesellschaften nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einbezogen:

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Gesellschaft Gesellschaftsanteil in Stammkapital
%
Catman BidCo GmbH, Wurzen, (nachfolgend auch „BidCo“) 100 unmittelbar 26 T€
AF Lifting Holding GmbH, Wurzen (nachfolgend auch „AF LIFTING“)1), 3) 100 mittelbar 26 T€
LIFTKET Hoffmann GmbH, Wurzen (nachfolgend auch „LIFTKET“)1), 3) 100 mittelbar 486 T€
Moveket GmbH, Nufringen (nachfolgend auch „Moveket“) 100 mittelbar 85 T€
CHAINMASTER GmbH, Eilenburg (nachfolgend auch „CHAINMASTER“)1) 100 mittelbar 26 T€
LIFTKET Group Inc., Lac-Beauport QC, Kanada (nachfolgend auch „LEI“) 100 mittelbar 100 CAD
LIFTKET India Private Limited, Gurgaon, Indien (nachfolgend auch „LIFTKET India“) 100 mittelbar 44.825 TINR
LIFTKET UK Ltd., Ellesmere Port, UK (nachfolgend auch „LIFKET UK“) 100 mittelbar 100 GBP
ACTIONLIFT SAS, Saint-Cyr-En-Val, Frankreich 100 mittelbar 5 T€
ACTIONLIFT SPAIN S.L, Valencia, Spanien2) 100 mittelbar 3 T€

1) Die Tochtergesellschaften haben von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Zusammenhang mit Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungserleichterungen hinsichtlich ihres eigenen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 Gebrauch gemacht.

2) Diese Tochtergesellschaft ist in den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB sowie § 311 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht mit einbezogen. Für das Unternehmen liegt der letzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 vor. Dieser weist ein Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 i.H.v. 72 T€ und ein Jahresergebnis von 24 T€ aus.
3) Die Tochtergesellschaften nehmen das Befreiungswahlrecht gem. § 291 HGB in Anspruch und stellen selbst keinen Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 auf, da sie in den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der BidCo einbezogen sind.

3. Konsolidierungsmethoden

Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach den Grundsätzen der §§ 300 ff. HGB (Vollkonsolidierung) konsolidiert. Dazu wurden der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt.

Alle wesentlichen konzerninternen Salden und Transaktionen wurden eliminiert.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an dem in dem Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Zeitpunkt, an dem die Unternehmen Tochtergesellschaften geworden sind oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (§ 301 Abs. 2 S. 3 HGB), vorgenommen.

Die Wertansätze der Anteile des Mutterunternehmens werden mit dem auf die Anteile entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen ist dabei mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen.

Die Tochtergesellschaft der HoldCo, die BidCo, erwarb die Gesellschaftsanteile an ihren Tochterunternehmen im II. Quartal 2023. Das sog. Closing fand im Juni 2023 statt. Die Erstkonsolidierung fand nach den Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 23 Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss) DRS 23 Tz. 11, zum zeitnah nach Erwerbsstichtag erstellten Quartalsabschluss, den 30. Juni 2023, statt.

Für Konsolidierungszwecke wurde der ursprüngliche Teilkonzernabschluss der AF LIFTING zum 30. Juni 2023 zugrunde gelegt.

Im Juni 2023 erwarb die LIFTKET die ACTIONLIFT SAS, welche ebenfalls zum 30. Juni 2023 erstkonsolidiert wurde. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte unabhängig von dem ursprünglichen Teilkonzernabschluss der AF LIFTING.

Die folgenden PPA- (Purchase Price Allocation) Effekte resultieren aus den Erst- Kapitalkonsolidierungen:

Erfassung stiller Reserven auf die Technologie i.H.v. 11,2 Mio. € (Nutzungsdauer: 15 Jahre),

Erfassung stiller Reserven auf Marken i.H.v. 35,9 Mio. € (Nutzungsdauern: 10 - 30 Jahre),

Erfassung stiller Reserven auf Auftragsbestände i.H.v. 10,1 Mio. € (davon ACTIONLIFT SAS: 0,4 Mio. €) (Nutzungsdauern: bis 1 Jahr),

Erfassung stiller Reserven auf Immobilien i.H.v. 2,2 Mio. € (Nutzungsdauern: 17 bis 24 Jahre, bis auf Grund und Boden),

Erfassung stiller Reserven auf Vorräte i.H.v. 5,5 Mio. € (davon ACTIONLIFT SAS: 0,4 Mio. €) (Nutzungsdauern: bis 0,5 Jahre),

Erfassung passiver latenter Steuern i.H.v. 19,4 Mio. € (davon ACTIONLIFT SAS: 0,2 Mio. €),

Erfassung eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung des Teilkonzerns der AF Lifting i.H.v. 161,3 Mio. € (Nutzungsdauer: 15 Jahre) und

Erfassung eines negativen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung der ACTIONLIFT SAS i.H.v. 1,0 Mio. € (Nutzungsdauer: 0,5 Jahre)

Die in den Teilkonzernabschluss der AF LIFTING sowie in den Einzelabschlüssen - bspw. aus historischen Verschmelzungen - der Tochterunternehmen enthaltenen PPA-Effekte wurden vor der Erstkonsolidierung zum 30. Juni 2023 eliminiert.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Zwischenergebniseliminierung erfolgt nach § 304 Abs. 1 HGB für Vermögensübertragungen durch Eliminierung der Gewinne zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse aus dem Liefer-, Leistungs- und dem sonstigen Verrechnungsverkehr zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Etwaige Ausweisänderungen wurden beachtet.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen sind grundsätzlich latente Steuern gemäß § 306 HGB zu bilden. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 führen Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung sowie der Zwischenergebniseliminierung zu latenten Steuern.

4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß §§ 298 Abs. 1, 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Muttergesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Es wird vom Wahlrecht der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens entsprechend §§ 298 Abs. 1, 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten entsprechend §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 2a i.V.m. Abs. 2 S. 2 und 3 HGB. Abgeschlossene Entwicklungsleistungen werden über deren unternehmensindividuelle Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die bereits zum 30. Juni 2023 in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen aktivierten Entwicklungsleistungen gelten aus Konzernsicht als entgeltlich erworben und werden gemeinsam mit der Technologie aus der PPA insoweit als entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt gemäß §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßigen Abschreibungen gemäß §§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 3 HGB. Die beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die beweglichen Vermögengegenstände des Anlagevermögens werden linear und pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter/Vermögensgenstände im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten unter 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Im handelsrechtlichen Konzernabschluss wird analog verfahren.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten gem. §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gem. §§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 3 HGB.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit Anschaffungskosten gemäß §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von §§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis gewogener Durchschnittspreise oder zu einem niedrigeren anzusetzenden Marktpreis (Einkaufspreis) am Bilanzstichtag. Auf überalterte und schwergängige Vermögensgegenstände werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB unter Berücksichtigung von §§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Der Ansatz entspricht den produktionsbezogenen Vollkosten. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung verursacht, sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen. Auf überalterte und schwergängige Erzeugnisse werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit Anschaffungskosten gemäß §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen vom Vorratsvermögen abgesetzt und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Auf zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit- und Zinsrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag gebildet worden.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Die Umrechnung von in Fremdwährung vorhandenen Bankguthaben erfolgt im Geschäftsjahr bei Zahlungseingang bzw. Zahlungsausgang mit dem Tageskurs.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden entsprechend §§ 298 Abs. 1, 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Da die Restlaufzeiten der betroffenen Salden unter einem Jahr betragen, werden alle Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Investitionszuschüsse und Investitionszulagen für Investitionen sind nicht von den Anschaffungskosten der bezuschussten Anlagengegenstände abgesetzt, sondern als Sonderposten passiviert. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wird über die Nutzungsdauern der betreffenden Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten in ausreichender Höhe. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei einer Restlaufzeit der Rückstellungen von über einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf temporäre Differenzen von Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gemäß §§ 298 Abs. 1, 274 und 308 HGB gebildet. Eine Saldierung von Aktiven und Passiven latenten Steuern ist möglich und wird im Konzernabschluss angewandt. Ergibt sich insgesamt ein passiver Überhang, ist dieser gemäß §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 S. 1 HGB zu bilden. Ein aktiver Überhang kann gemäß §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 S. 2 HGB bilanziert werden. Latente Steuern gemäß § 306 HGB werden mit latenten Steuern gemäß §§ 298 Abs. 1, 274 und 308 HGB zusammengefasst. Der Berechnung liegen, die zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze zu Grunde, die am Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind.

5. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten und der Entwicklung der Abschreibungen, ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert (zum 31.12.2023: 155,9 Mio. €) wird über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer resultiert vor allem aus langjährigen Kundenbeziehungen und einer langjährig erfahrenen Arbeitnehmerschaft. Der negative Unterschiedsbetrag wurde über 0,5 Jahre als sonstiger betrieblicher Ertrag realisiert und beträgt somit zum 31. Dezember 2023 0,00 €.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,7 Mio. € und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 0,4 Mio. € enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb des nächsten Geschäftsjahres fällig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen das Finanzamt i.H.v. 5,6 Mio. € ausgewiesen. Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Als Sonderposten werden gewährte Investitionszuschüsse und erhaltene Investitionszulagen ausgewiesen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden Beträge in Höhe von 6 T€ vom Sonderposten für Investitionszuschüsse und 12 T€ vom Sonderposten für Investitionszulagen aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Gewährleistungen (0,6 Mio. €), für Personal (0,7 Mio. €), für Jahresabschlusskosten (0,1 Mio. €) für ausstehende Rechnungen (0,3 Mio. €) sowie für sonstige Aufwendungen (0,1 Mio. €).

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthält Darlehensverbindlichkeiten sowie dazugehörige Zinsen gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten unter Angabe der Restlaufzeiten ermittelt sich wie folgt:

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in T€
31.12.2023 Gesamt Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 2 bis 5 Jahre Laufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.638 2.636 16.695 77.307
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 77.174 0 0 77.174
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.447 2.447 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13 13 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.238 1.238 0 0
177.510 6.334 16.695 154.481

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 96,6 Mio. € wie folgt besichert:

Gewährte Grundschulden

Verpfändung von Anteilen an einem Konzernunternehmen

Sicherungsübereignung des Anlage- und Umlaufvermögens

Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Versicherungs- und konzerninternen Forderungen

Verpfändung von Bankguthaben

Die passiven latenten Steuern ergeben sich zum 31. Dezember 2023 aus temporären Differenzen:

bezüglich der Kapitalkonsolidierung i.H.v. 15,7 Mio. €

der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen in Höhe eines saldierten aktiven Saldos von 0,5 Mio. € sowie

aus der Aktivierung von in den Einzelabschlüssen als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesene Posten in Höhe von 0,3 Mio. €.

Darüber hinaus wurden passive latente Steuern i.H.v. 0,5 Mio. € aus der Aktivierung von weiteren in den Einzelabschlüssen als selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens i.H.v. 1,8 Mio. € mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ebenfalls i.H.v. 0,5 Mio. € auf Einzelabschlussebene eines Tochterunternehmens verrechnet.

Der Berechnung liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz in Höhe von ca. 30 % zu Grunde. Er berücksichtigt Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden

aufgrund von Abschreibungen bzw. Auflösungen von PPA-Effekten passive latente Steuern i.H.v. 3,8 Mio. € aufgelöst,

passive latente Steuern i.H.v. 0,1 Mio. € bezüglich selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens auf Einzelabschlussebene neu gebildet und

im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung 0,2 Mio. € an aktiven latenten Steuern neu bilanziert.

Der Saldo der passiven latenten Steuern zum Stichtag beträgt 15,4 Mio. €.

Da gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird auf die Darstellung einer steuerlichen Überleitungsrechnung gemäß DRS 18 Tz. 67 verzichtet.

6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Anteil der einzelnen Produktgruppen am Gesamtumsatz stellt sich wie folgt dar:

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2023
Stagenation 44%
Industriation 33%
Renewables 24%

Die Umsatzerlöse konnten in folgenden geographischen Märkten erzielt werden:

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2023
Deutschland 29%
übrige EU 26%
Drittland 45%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a. Erträge aus der Auflösung des negativen Unterschiedsbetrages (991 T€), der Auflösung von Rückstellungen (121 T€), Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung (117 T€), Erträge aus Kursdifferenzen (59 T€), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens (19 T€), sowie sonstige periodenfremde Erträge (18 T€) enthalten. Es handelt sich zum Teil um Erträge außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung gemäß § 314 Abs.1 Nr. 23 HGB.

Aus PPA-Effekten resultieren im Rumpfgeschäftsjahr 2023 des Weiteren:

Bestandsveränderungen mit einem negativen Ergebnisbeitrag von 5,5 Mio. € und

Abschreibungen i.H.v 12,6 Mio. €.

Diese Aufwendungen stellen ebenfalls Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB dar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht aktivierungsfähige Transaktionskosten für den Erwerb der Anteile der AF LIFTING (1.145 T€), Projektkosten (328 T€), Aufwendungen aus Kursdifferenzen (120 T€) und aus Wertberichtigungen, Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (195 T€) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (39 T€). Dabei handelt es sich zum Teil um Aufwendungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Vermittlungs- und Abwicklungsgebühren i.H.v. 3,0 Mio. € im Zusammenhang mit der Akquisition von Bankdarlehen. Diese Aufwendungen stellen Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB dar.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Gewerbesteuer 2023 von 0,8 Mio. €, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2023 von 0,7 Mio. €, ausländische Ertragsteuern von 0,1 Mio. € sowie Erträge aus latenten Steuern von 3,9 Mio. €.

7. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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Miete und Leasing 725 T€
Bestellobligo 1.898 T€

Personalentwicklung

Der durchschnittliche Personalbestand ohne Geschäftsführer und Auszubildende setzt sich wie folgt zusammen:

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2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 158
Angestellte 76
Personal gesamt 234

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 hauptberuflich an:

Herr Jürgen Dlugi, Leipzig, CEO sowie Herr Thomas Birke, Leipzig, CFO.

Beide Geschäftsführer sind auch Geschäftsführer anderer Gruppengesellschaften.

Auf die Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB wird unter Bezug auf § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar entfällt mit 90 T€ auf Abschlussprüfungsleistungen.

Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB

Vom Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungsleistungen 2023 i.H.v. 1.106 T€ wurden 413 T€ aktiviert. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Neuentwicklung von Elektrokettenzügen.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Folgende Wechselkurse zum € für die Umrechnung der Einzelabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften sind angewandt wurden:

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Devisenkassamittelkurs = 1 € Durchschnittskurse = 1 €
Land Währungen 31.12.2023 01.07.2023 2023
Kanada Kanadischer Dollar = CAD 1,4642 1,4415 1,4602
Indien Indische Rupie = INR 91,9045 89,2065 89,3384
UK Britisches Pfund = GBP 0,8691 0,8583 0,8695

Ausschüttungssperre und ausschüttbares Eigenkapital

Entsprechend § 268 Abs. 8 HGB besteht auf Einzelabschlussebene eine Ausschüttungssperre bzgl. der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i.H.v. 2,5 Mio. € (nach Abzug der dafür gebildeten und mit aktiven latenten Steuern saldierten passiven latenten Steuern).

Da gesetzlich nicht vorgeschrieben werden keine weiteren Angaben gem. DRS 22 Tz. 60 zum ausschüttbaren Eigenkapital angegeben.

Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB

Im Zusammenhang mit Bankdarlehen, welche zum 31. Dezember 2023 i.H.v. 95,0 Mio. € valutieren, wurde ein Zinscollar abgeschlossen. Der Zinscollar hat eine Laufzeit bis 29. September 2028 und wurde damit über einen Teil der Laufzeit der zugrunde liegenden Bankverbindlichkeit geschlossen. Die Gesellschaft sichert sich dabei gegen Zinsschwankungen ab. Folglich liegt eine Bewertungseinheit vor. Der Zinscollar hat zum 31. Dezember 2023 ein Marktwert i.H.v. -0,8 Mio. €. Buchungen fallen aufgrund der Sicherungsbeziehung nicht an.

Nachtragsbericht

Im Aufstellungszeitraum des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge mit besonderer Bedeutung ergeben, die wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Wurzen, 25. März 2024

gez. Jürgen Dlugi, Geschäftsführer

gez. Thomas Birke, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)

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Anschaffungskosten
Stand 3.3.2023 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 412.812,84 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 28.709,22 -3,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 211.963,78 0,00
0,00 653.485,84 -3,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.900,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 156.892,22 -386.997,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 665.444,29 -113.912,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 724.459,26 0,00
0,00 1.550.695,77 -500.909,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
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Anschaffungskosten
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis Währungsumrechnung Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 412.812,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.942.569,29 -5,62 0,00 61.971.269,89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 161.307.725,54 0,00 0,00 161.307.725,54
4. Geleistete Anzahlungen 269.518,53 0,00 0,00 481.482,31
223.519.813,36 -5,62 0,00 224.173.290,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.780.136,07 0,00 0,00 17.784.036,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.757.970,71 0,00 338.019,02 19.865.884,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.700.811,92 -855,09 45.782,64 8.297.271,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 300.852,03 0,00 -383.801,66 641.509,63
45.539.770,73 -855,09 0,00 46.588.701,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 85.254,20 0,00 0,00 85.254,20
85.254,20 0,00 0,00 85.254,20
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Abschreibungen
Stand 3.3.2023 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 3.262,84 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.379.859,27 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.376.924,18 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 12.760.046,29 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 256.792,28 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 517.459,91 -378.193,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 424.983,50 -104.387,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 1.199.235,69 -482.580,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
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Abschreibungen
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis Währungsumrechnung Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 3.262,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.842.016,54 0,00 0,00 9.221.875,81
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 5.376.924,18
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.842.016,54 0,00 0,00 14.602.062,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.243.044,43 0,00 0,00 6.499.836,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.300.589,89 0,00 0,00 16.439.856,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.786.640,91 -291,57 0,00 6.106.945,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
28.330.275,23 -291,57 0,00 29.046.638,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
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Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 3.3.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 409.550,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.749.394,08 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 155.930.801,36 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 481.482,31 0,00
209.571.227,75 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.284.199,36 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.426.028,25 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.190.325,73 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 641.509,63 0,00
17.542.062,97 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 85.254,20 0,00
85.254,20 0,00

Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Catman HoldCo GmbH (nachfolgend auch „HoldCo“, „Konzern“ oder „Gesellschaft“) ist eine Holding, die eigenes Vermögen verwaltet.

Die Gesellschaft wurde am 3. März 2023 errichtet. Das Konzern-Geschäftsjahr entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr und beginnt am 1. Januar. Im Geschäftsjahr 2023 handelt es sich allerdings um ein Konzern-Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März 2023 bis 31. Dezember 2023. Ende des zweiten Quartals 2023 nahm die Gesellschaft ihre operative Geschäftstätigkeit auf, indem sie ihre Tochtergesellschaft Catman BidCo GmbH mit finanziellen Mittel ausstattete. Die Catman BidCo GmbH übernahm im nächsten Schritt die Geschäftsanteile an der AF Lifting Holding GmbH, welche wiederum ihrerseits über Beteiligungen an operativ tätigen Unternehmen verfügt.

Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 30. Juni 2023. Folglich spiegeln die wesentlichen zeitraumbezogenen Finanzdaten im Konzernlagebericht den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 wider. Vorjahreszahlen werden aufgrund der Gründung der Gesellschaft und der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns in 2023 nicht aufgeführt. Sofern im Lagebericht ein Bezug auf die Vorjahre gemacht wird, sind das qualitative Vergleiche (auf Jahresbasis) zu der bereits seit 2017 bestehenden und operativ tätigen AF Lifting Holding Gruppe („„operativer Konzern“). Die operative Geschäftstätigkeit bzw. das Kerngeschäft sind dabei weiterhin vergleichbar.

Der Konzern konzentrierte sich in 2023 auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Elektrokettenzügen nebst Zubehör mit einer unverändert hohen Fertigungstiefe. Speziell im Bühnenbereich kommt hier noch die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb mit den dazu notwendigen Steuerungssystemen und Infrastrukturkomponenten wie Lastmessung, Kabelsysteme und Transportsysteme mit einer gesteigerten Fertigungstiefe hinzu.

Unsere Produkte verkaufen wir weltweit und in den drei Sparten Industrie, Bühne und Windkraft.

Der Lagebericht der Catman HoldCo GmbH bezieht sich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der HoldCo.

Neben der HoldCo werden in den Konzernabschluss und ebenfalls in den Konzernlagebericht folgende Gesellschaften einbezogen:

Catman BidCo GmbH (nachfolgend auch „BidCo“), Wurzen, welche für die Konzerngesellschaften Managementleistungen erbringt

AF Lifting Holding GmbH (nachfolgend auch „AF Lifting“), Wurzen, welche für die Konzerngesellschaften Dienstleistungen im Bereich Finanzen, Marketing sowie Personal erbringt

LIFTKET Hoffmann GmbH (nachfolgend auch „LIFTKET“), Wurzen, welche sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Elektrokettenzügen nebst Zubehör fokussiert

CHAINMASTER GmbH (nachfolgend auch „CHAINMASTER“), Eilenburg, und Moveket GmbH (nachfolgend auch „Moveket“), Nufringen; beide Gesellschaften konzentrieren sich auf die Weiterbearbeitung von Elektrokettenzügen, deren Verknüpfung und Steuerung jeweils in der Bühnensparte zum Einsatz kommt

die Vertriebsgesellschaften, welche die jeweiligen internationalen Regionen bearbeiten:

LIFTKET Group Inc. (nachfolgend auch „LEI“), Lac-Beauport QC, Kanada,

LIFTKET India Private Limited (nachfolgend auch ,LIFTKET India“), Gurgaon, Indien,

LIFTKET UK Ltd. (nachfolgend auch „LIFKET UK"), Ellesmere Port, UK und

ACTIONLIFT SAS (nachfolgend auch “ACTIONLIFT”), Saint-Cry-En-Val, Frankreich.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist hauptsächlich geprägt von der Geschäftstätigkeit der LIFTKET, der CHAINMASTER, der LEI sowie der Moveket. Darüber hinaus fungierte die BidCo als Akquise-Gesellschaft der AF Lifting Holding GmbH nebst ihren Tochtergesellschaften. Die Akquise erfolgte mittels Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Bankkrediten. Insoweit ist die Ertragslage der HoldCo von wesentlichen Finanzierungs- aber auch Versicherungskosten und nicht aktivierbaren Rechts- und Beratungskosten geprägt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet.

Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Kalenderjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023

Die internationalen Rohstoffpreise gingen lt. Angaben des Hamburger WeltWirtschaftsinstitutes in 2023 gegenüber 2022 zurück. Sie liegen allerdings weiterhin auf hohem Niveau und über den Jahren 2020/2021.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur.

Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemittelung vom 15. Januar 2024

In den von uns besetzten Absatzbranchen waren in 2023 folgende Entwicklungen zu verzeichnen:

Industrieproduktion

Die globale Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023

In Deutschland war in 2023 ein Rückgang der Industrieproduktion zu verzeichnen. Quelle Statista.

Industrie (Maschinenbau)

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), „Maschinenbau Konjunktur international“, Dezember 2023

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA-Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 262 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Windkraft

Weltweit ist 2023 der Zubau gegenüber dem Vorjahr um fast 50 % ansteigen. Hier kommen bspw. Nachholeffekte aufgrund gelöster Lieferkettenproblemen zum Tragen. Quelle: Erneuerbaren-Zubau steigt 2023 weltweit stark an | en:former (en-former.com)

In Deutschland lag die zugebaute Windleistung an Land mit 2,9 Gigawatt über dem Vorjahresniveau. Der Zubau an Windleistung auf See lag in Deutschland dagegen mit 8,5 Gigawatt auf Vorjahresniveau. Sehr positiv hervorzuheben ist, dass sehr hohe Zubauleistungen in 2023 genehmigt wurden. Dies sollte in 2024 ff. zu höheren Zubauzahlen führen. Quelle Bundesnetzagentur

Kultur- und Kreativwirtschaft

Hier sollte in 2023 ein Wachstum gegenüber 2022 zu verzeichnen sein, gab es ja gerade Anfang 2022 noch Corona-bedingte Einschränkungen. Aktuelle Branchendaten liegen nicht vor.

Diese gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen prägten und beeinflussten ebenfalls die Geschäftsentwicklung des operativen Konzerns in 2023.

Absatz:

Wir spürten eine klare Nachfragebelebung im Bereich Bühne (vermutlich oberhalb der Branchenentwicklung).

Im Bereich Industrie lagen die Absatzzahlen auf Vorjahresniveau (somit auf globalem Branchenniveau).

Entgegen der Branchenentwicklung lagen unsere Absatzzahlen in Bereich Windkraft in 2023 unter denen des vergleichbaren Vorjahres.

Absatzpreisentwicklung:

Auch wir kamen nicht umhin, unsere Preise im Zusammenhang mit dem Anstieg unserer Beschaffungskosten anzuheben.

Umsatzentwicklung:

Der Anstieg der abgesetzten Mengen und die Preiserhöhungen führten zu einem Umsatzwachstum wesentlich oberhalb der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Beschaffung:

Trotz weltweit sinkender Rohstoffpreise hatten wir aufgrund von Nachholeffekten sowie Preiserhöhungen bei Lieferengpässen auch höhere Beschaffungspreise in 2023 als in 2022 zu verzeichnen. Unsere Absatzpreissteigerungen konnten den Anstieg der Beschaffungspreise aber kompensieren.

Auch in 2023 spürten wir weiterhin den Fachkräftemangel.

Finanzierungskosten:

Die in 2023 angestiegenen Finanzierungskosten waren bei dem Konzern gerade in Zusammenhang mit der Aufnahme der Fremdfinanzierung bezüglich der Akquise der AF Lifting Holding GmbH zu spüren.

Der Konzern bietet durch die Eigenfertigung mit hoher Fertigungstiefe ein sehr attraktives Preis- Qualitätsverhältnis.

Durch stetige Produktverbesserungen, Vereinheitlichungen und konsequente Fokussierung auf die Wünsche der Kunden konnten auch in 2023 neue Kundenkreise mit unterschiedlichen zukunftsträchtigen Anwendungsbereichen erschlossen werden.

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a. Ertragslage

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3-12/2023
TEUR %
Gesamtleistung ohne PPA-Effekt 53.873 100,00%
Materialaufwand -22.793 42,31%
Rohertrag 31.080 57,69%
normalisierte sonstige betriebliche Erträge 171 0,32%
Personalaufwand -8.392 -15,58%
normalisierte sonstige betriebliche Aufwendungen -5.057 -9,39%
EBITDA normalisiert 17.802 33,04%

Die Entwicklung der Umsatzerlöse war im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr von positiven Absatzmengen- und Absatzpreiseffekten gekennzeichnet. Dies führte für das pro forma Gesamtjahr 2023 aber auch für das Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 zur höchsten Umsatzrealisierung seit Bestehen der operativen Unternehmensgruppe.

Die Bestandsveränderungen enthalten im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 einen negativen Ergebnisbeitrag von 5,5 Mio. EUR, welcher aus der Purchase Price Allocation (PPA) und der anschließenden Folgekonsolidierung resultiert. Insgesamt hat sich die Leistung des operativen Konzerns positiv entwickelt. Dies gelang uns durch Prozessverbesserungen zur Steigerung der Output-Mengen aber auch durch die Umsetzung unserer konsequenten globalen Vertriebsstrategie, u.a. durch den Erwerb der ACTIONLIFT.

Die Materialpreisentwicklung führte zu einem leichten Anstieg der relativen Rohertragsmarge im Vergleich zum Gesamtjahr 2022. Im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 liegt die Rohertragsmarge (Materialaufwand im Vergleich zur (normalisierten) Gesamtleistung) bei ca. 58 %.

Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge aus der Realisierung eines negativen Unterschiedsbetrages im Rahmen der PPA i.H.v. 1,0 Mio. EUR sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 0,2 Mio. EUR.

Die Personalaufwandsquote liegt mit 16 % (bezogen auf die (normalisierte) Gesamtleistung) leicht unter dem Niveau des Gesamtjahres 2022. Der absolute Personalaufwand des operativen Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Dies resultiert aus dem Anstieg der Belegschaft, höheren variablen Vergütungen (auch im Zusammenhang mit den erhöhten Produktionszahlen) und Lohnanpassungen im Allgemeinen.

Die normalisierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit ca. 9 % der (normalisierten) Gesamtleistung unter dem Niveau des Gesamtjahres 2022. Der Fixkostencharakter macht sich bemerkbar. Der Posten enthält im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 angefallene und nicht regelmäßig wiederkehrende Kosten im Zusammenhang mit der Akquisition der AF Lifting Holding GmbH i.H.v. ca. 1,5 Mio. EUR, sowie mit Forderungsabschreibungen i.H.v 0,2 Mio. EUR.

Die normalisierte EBITDA-Marge stieg im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf ca. 33 %. Dies ist ein leichter relativer Anstieg im Vergleich zum Gesamtjahr 2022.

Die in den Abschreibungen enthaltenen Konsolidierungseffekte belaufen sich im Konzern- Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf Aufwendungen i.H.v. 12,6 Mio. EUR.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen i.H.v. 3,0 Mio. EUR.

LIFTKET und CHAINMASTER tragen jeweils hauptsächlich mit positiven Ergebnissen zum Konzernergebnis bei. Die Ergebnisse der Vertriebsgesellschaften sind in Summe ebenfalls positiv. Aufgrund von prozessualen Schwächen in der Vergangenheit ist bei Moveket erstmalig seit Jahren ebenfalls ein ausgeglichenes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 zu verzeichnen. Die HoldCo erwirtschaftete ein negatives - auch von Einmaleffekten (bspw. Transaktionskosten) geprägtes Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023.

Abschließend kann konstatiert werden, dass wir die von uns im Budget für den operativen Teilkonzern prognostizierten Umsatz- und operativen Ergebnisziele übertroffen haben. So liegen bspw. die Umsatzerlöse und das normalisierte EBITDA über unserem Budget. Dies liegt an der sehr guten Nachfragesituation nach unseren Produkten und dem Engagement unserer Mitarbeitenden.

b. Finanzlage

Der Konzern erwirtschaftete einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. 9,0 Mio. EUR. Dies entspricht nicht ganz unseren Erwartungen, denn zum 31. Dezember 2023 ist die Kapitalbindung im Net-Working-Capital und dabei vor allem bei den Vorräten und Forderungen zu hoch.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -203,9 Mio. EUR und ist geprägt von den Auszahlungen für den Erwerb der AF Lifting Holding GmbH inkl. deren Tochtergesellschaften. Im Konzern-Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden darüber hinaus Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt. Diese beziehen sich hauptsächliche auf Investitionen in Maschinen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 215,1 Mio. EUR zeigt zum einen die im Rahmen der Unternehmensübernahme der AF Lifting Holding GmbH zugeflossenen Mittel an Eigen- und Fremdkapital i.H.v. 268,0 Mio. EUR. Neben den Anschaffungskosten für den Kauf der Geschäftsanteile an der AF Lifting Holding GmbH wurden mit den eingezahlten Mitteln historisch bestehende Bankdarlehen i.H.v. 28,7 Mio. EUR abgelöst und ein Gruppendarlehen i.H.v. 18,1 Mio. EUR übernommen.

Insgesamt beträgt der Finanzmittelfonds, der lediglich aus Liquiden Mitteln besteht, zum 31. Dezember 2023 20,2 Mio. EUR.

c. Vermögenslage

LIFTKET dominiert grundsätzlich die Vermögenslage. Darüber hinaus sind vor allem die immateriellen Vermögensgegenstände durch die PPA und die Kapitalstruktur durch die finanziellen Mittel (Mittelherkunft) bezüglich der Akquise der AF Lifting Holding GmbH geprägt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten zum 31. Dezember 2023 Vermögenswerte i.H.v. 206,0 Mio. EUR, welche aus der PPA resultieren. Im Rahmen der PPA wurden die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile an der AF Lifting Holding GmbH unter anderem mit 10,1 Mio. EUR auf Auftragsbestände (Nutzungsdauer bis 1 Jahr), 11,2 Mio. EUR auf Technologien (Nutzungsdauer 15 Jahre), 35,9 Mio. EUR auf Marken (Nutzungsdauern 10-30 Jahre) und 161,3 Mio. EUR auf den Geschäfts- und Firmenwert (Nutzungsdauer 15 Jahre) verteilt.

In den Grundstücken und Bauten sind zum 31. Dezember 2023 PPA-Effekte (Zugänge 2,2 Mio. EUR und Abschreibungen von 0,1 Mio. EUR) i.H.v. 2,1 Mio. EUR enthalten.

Neben den Investitionen in Entwicklungsleistungen investierten wir vor allem in Maschinen und die in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Vorräte beinhalten angemessene Reichweitenabschläge. Der Anstieg der Vorräte vom Erstkonsolidierungszeitpunkt zum 30. Juni 2023 bis zum 31. Dezember 2023 war vor allem bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen zu verzeichnen. Die Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe liegen weiterhin auf hohem Niveau. Der Anstieg des Vorratsvermögens geht einher mit der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit sowie den Auswirkungen von Rohstoffpreiserhöhungen und der Absicherung der Materialverfügbarkeit.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen korreliert mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit, der Bestand ging im Vergleich zum 30. Juni 2023 zurück.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum 31. Dezember 2023 hauptsächlich Steuerforderungen aktiviert.

Unser kurzfristiges Vermögen überdeckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen bei Weitem.

Die Kapitalrücklage enthält Einzahlungen für die Ausstattung der BidCo mit finanziellen Mitteln zwecks Akquise der Geschäftsanteile der AF Lifting Holding GmbH in Höhe von 100 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden Sacheinlagen in Höhe von 3,9 Mio. EUR in 2023 bilanziell in der Kapitalrücklage erfasst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen hauptsächlich Darlehensverpflichtungen und Zinsverbindlichkeiten in Verbindung mit der Ausstattung der BidCo mit Mitteln für die Kaufpreiszahlung für die Geschäftsanteile der AF Lifting Holding GmbH, dem Erwerb eines Gruppendarlehens und der Ablösung von Bankverbindlichkeiten aus der Vortransaktionszeit; diese Darlehen waren planmäßig in 2023 noch nicht zu tilgen. Weitere Darlehen wurden in 2023 planmäßig getilgt.

Die mit den finanzierenden Banken vereinbarte Financial-Covenants sind zum 31. Dezember 2023 eingehalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen auf niedrigem Niveau. Grundsätzlich werden alle Skontomöglichkeiten in Anspruch genommen.

Die zum 31. Dezember 2023 bilanzierten passiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus der PPA. Im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden 19,4 Mio. EUR an passiven latenten Steuern erfasst.

d. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das EBITDA und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse, das EBITDA sowie der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies resultiert aus der Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit, unseren Vertriebsanstrengungen sowie Prozessoptimierungen.

Unsere wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kundenklassifizierung, das Beschaffungsmanagement sowie gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter.

Für das Erreichen unserer Ziele bilden unsere Mitarbeiter die wichtigste Basis. In diesem Zusammenhang überwachen wir verschiedene Kennzahlen (bspw. die Fluktuations- und Gesundheitsrate).

Darüber hinaus bezieht sich das Working-Capital-Programm hauptsächlich auf den Bestand an Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein Ziel dabei ist generell den Bestand an Rohstoffen zu reduzieren. Aufgrund der aktuellen Beschaffungslage steht momentan jedoch eher die Versorgungssicherheit im Fokus. Hierbei findet ein Monitoring von Reichweiten, Mindestbeständen etc. fortlaufend statt.

Im Rahmen des Umweltmanagements werden verschiedene Kennzahlen und Indikatoren bezüglich des Verbrauchs von Medien gemessen und auch Einsparpotentiale verifiziert. Bei LIFTKET wurde eine PV-Anlage errichtet, die in 2024 in Betrieb genommen werden soll, um den gestiegenen Energiekosten entgegen zu wirken. Ferner fördert die Gesellschaft das umweltbewusste Verhalten (bspw. Jobrad) ihrer Mitarbeiter.

e. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die in den Jahren bis 2019 erfolgte Geschäftsausweitung des operativen Teilkonzerns - welche zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen führte - konnte in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht fortgesetzt werden. In den Geschäftsjahren 2021 bis 2023 konnten wir den Trend aus den Jahren bis 2019 fortsetzen, (normalisierte) Umsatzerlöse und EBITDA wieder steigern und liegen in 2023 über unseren Planungen.

Neben dem Umsatzwachstum konnten wir durch Effizienzsteigerungen, Einsparungen und sehr gutem Budgetmanagement das normalisierte EBITDA prozentual im Vergleich zu dem schon sehr hohen Niveau der Vorjahre weiter steigern.

Wie erwartet waren wir in 2023 stets in der Lage unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Unter Berücksichtigung aller Herausforderungen bewerten wir das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 als sehr positiv.

Vor dem Hintergrund der soliden finanziellen Lage des Konzerns sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

3. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Konzerns voranzutreiben, werden wir in die Produktionsstandorte im Allgemeinen und in die Produktions- und Montage-Kapazitäten im Speziellen investieren. Ebenso werden wir in die Aufbau- und Ablauforganisation des operativen Teilkonzerns investieren. Darüber hinaus werden wir unsere globalen Vertriebsaktivitäten weiter ausweiten. Ferner sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns positiv. Die Fördertechnik- und Hebezeuge-Industrie sowie Entertainment-Industrie bieten sowohl national als auch international große Wachstumspotenziale.

In unserer Planung für 2024 gehen wir von einem Umsatzwachstum von über 10 % gegenüber 2023 (Umsätze hierfür auf Jahresbasis in Rechnung einbezogen) aus. Unser Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2023 mit 56 % über dem Order-Backlog zum 31. Dezember 2022.

Wir planen unverändert für 2024 ein sehr hohes (normalisiertes) EBITDA von über 30 % gemessen an der Gesamtleistung zu erzielen. Es wird ein positives Konzernergebnis erwartet.

Unverändert werden wir auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sollte im Zusammenhang mit dem erwarteten Ergebnis und den in 2024 betriebenen Working-Capital-Maßnahmen über dem Niveau von 2023 (auch wenn dieser auf Jahresbasis bestimmt wäre) liegen.

4. Risikobericht & Chancenbericht

Branchenspezifische Risiken

Die weltweiten politischen Krisenherde und die zunehmend protektionistische Wirtschaftspolitik einiger Länder stellen eine Gefahr für den Konzern dar, der einen erheblichen Teil des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet. Eine weitere Zuspitzung dieser Entwicklung sowie die weiterhin bestehenden Unsicherheiten durch die Lieferkettenproblematik können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen.

Hieraus können für den Konzern erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ferner ist weiterhin mit einem eher volatilen allgemeinen Beschaffungsmarkt sowie schwer planbaren Energiekosten zu rechnen, die unsere Ertragslage belasten können. Hier wirken wir einerseits mit Sicherheitsbeständen im Vorratsbereich und andererseits mit der Errichtung einer PV- Anlage in Wurzen entgegen. Darüber hinaus besteht das Risiko von mangelnden Material- Verfügbarkeiten aufgrund globaler Konflikte; dies könnte die Umsetzung unserer Wachstumsambitionen verlangsamen.

Ertragsorientierte Chancen und Risiken

Aufgrund von Zusammenschlüssen und Übernahmen größerer Wettbewerber und der damit einhergehenden Unsicherheit auf Kundenebene haben die Wettbewerbsrisiken in der Branche historisch eher abgenommen. Da unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile und unser Konzern eine hohe Flexibilität bieten, gehen wir davon aus, dass wir unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen können.

Weitere Ertragschancen ergeben sich aus unseren Investitionen in den globalen Vertrieb.

Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Wettbewerber günstigere und technisch ausgereiftere Kettenzüge anbieten. Als Folge würden wir Marktanteile verlieren.

Produktionsbedingte Risiken

Im Rahmen unserer Ablauforganisation bestehen generelle Risiken im Zusammenhang mit der zeitnahen und qualitativen Verfügbarkeit von Beschaffungsmaterial, kapazitativen Engpässen in der Produktion sowie der weiteren Verfügbarkeit von Fachpersonal. Gegebenenfalls auftretende Lieferschwierigkeiten auf dem Beschaffungsmarkt könnten unverändert zu Produktionsengpässen führen.

Darüber hinaus bestehen trotz mehrfacher Kontrollen generelle Qualitätsrisiken. Hier könnten uns auch Risiken der Lieferanten zugerechnet werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Potenzielle Währungsrisiken bzw. Forderungsausfallrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen generell.

Finanzielle Risiken bestehen des Weiteren bei zukünftig weiter ansteigendem allgemeinem Zinsniveau. Ggf. werden wir uns hier mit Zins-Caps etc. absichern.

Den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten im Konzern prüfen wir fortlaufend. Zum 31. Dezember 2023 läuft ein Zinscollar bezüglich von Banken empfangenen Darlehen i.H.v. 95 Mio. EUR. Hiermit sichern wir uns gegen schwankende Zinsen ab. Weitere Informationen hierzu sind dem Konzernanhang für den Zeitraum 3. März bis 31. Dezember 2023 zu entnehmen.

Gesellschaftliche Chancen

Aufgrund der Energiewende (global wie national) sieht der Konzern entsprechende Wachstumschancen im Bereich Windkraft. Bspw. die in 2023 angestiegenen Zubau-Genehmigungen werden kurz- und mittelfristig zu weiteren Zubauten führen.

5. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist sowohl die Weiterentwicklung unserer elektrischen Hebezeuge an die stetig steigenden Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Platzverbrauch, Laufruhe und Leistungsparameter, wie Hubhöhe und Geschwindigkeit sowie die Neu- und Weiterentwicklung von Steuerungen zur vollumfänglichen Nutzung im Bereich Bühne.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist dabei unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Insgesamt waren über 22 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung im Jahr 2023 tätig. Unser Konzern trug in diesem Zusammenhang im Zeitraum 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 Aufwendungen von ca. 1,1 Mio. EUR.

 

Wurzen, 25. März 2024

gez. Jürgen Dlugi, Geschäftsführer

gez. Thomas Birke, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Catman HoldCo GmbH, Wurzen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Catman HoldCo GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Catman HoldCo GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 25. März 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Uwe Ehrsam, Wirtschaftsprüfer

gez. Agnieszka Schmidt-Mrotek, Wirtschaftsprüferin

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25.4.2025 gebilligt.

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