Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 510134
Vorher
Stengel Apparatebau GmbH
Eingetragen
5.4.1984
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: - Die Fertigung von Präzisionsteilen, die Durchführung von Blech- und Stahlbearbeitungsaufträgen einschließlich Lackier- und Montagearbeiten aller Art, die Ausübung des Transport- und Speditionsgewerbes, der Vertrieb von Hardund Software, IT-Infrastruktur, EDV-Artikeln und Elektrogeräten sowie Softwareerstellung, Systemintegration und Kundendienst. - Der Großhandel mit Waren des Bedarf der haustechnischen Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär sowie Baustoffen, der Großhandel mit verwandten Waren. - Entwicklung, Herstellung, Vertrieb sowie der Im- und Export von Sanitärzellen und sonstigen Einrichtungskomponenten für den Hoch- und Schiffsbau sowie die Montage eigener und Erzeugnisse anderer Branchen und alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Ernsperger
seit 18.12.2023
Prokura
Romy Stengel
seit 17.5.2023
Prokura
Jonas Gloning
seit 16.1.2023
Prokura
Thomas Balle
seit 3.6.2022
Prokura
Christoph Raab
seit 3.6.2022
Prokura
Patrick Mayer
seit 1.3.2021
Prokura
Frank Schäffler
seit 24.7.2017
Geschäftsführer
Gerhard Richard Baur
seit 13.6.2012
Prokura
Monika Stengel
seit 13.6.2012
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Josef Leonhard Stengel
Ellwangen
115.200 €
90.00%
Stengel Beteiligungs GmbH
Germany
12.800 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stengel GmbH

Ellwangen Jagst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Stengel GmbH gehört mit zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Blechbearbeitung, Blechumformung und Blechdesign. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ellwangen (Jagst) entwickelt, produziert und vertreibt Produkte in verschiedensten Variationen in vielen Branchen.

Wir verstehen uns als Fullservice-Dienstleister und bieten unseren Kunden durchdachte und effiziente Komplettlösungen aus einer Hand an. Von der Planung und Konzeption über die Fertigung und Endmontage bis hin zur Auslieferung an die jeweiligen Endkunden.

2. Forschung und Entwicklung

Die Stengel GmbH entwickelt permanent neue Produkte und Lösungen für verschiedenste Einsatzbereiche. Dabei stehen die Anforderungen der Kunden immer im Vordergrund. Unser Ziel ist es stets, die Kundenwünsche zu realisieren und nach Möglichkeit zu optimieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ging im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, Die Wirtschaft kam in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Trotz Preisrückgängen wurde die Konjunktur über alle Wertschöpfungsstufen hinweg vor allem aufgrund der hohen Energiepreise, der steigenden Zinsen und der geringeren Nachfrage gedämpft.

Die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank um 2,0 %, vor allem wegen der niedrigeren Energieproduktion. Der Handel, Verkehr und Gastgewerbe verlor 1,0 % an Wirtschaftsleistung. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre Wirtschaftsleistung 2023 erneut steigern, aber schwächer als in den Vorjahren. Der Bereich Information und Kommunikation wuchs am stärksten mit +2,6 %. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit und die Unternehmensdienstleister legten ebenfalls zu.

Das Baugewerbe erreichte 2023 ein kleines Plus von 0,2 %, trotz hoher Baukosten, Fachkräftemangel und schlechteren Finanzierungsbedingungen. Der Hochbau war davon stärker betroffen als der Tiefbau und das Ausbaugewerbe.

Der private Konsum sank 2023 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr, vor allem wegen der hohen Verbraucherpreise. Die Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte gingen besonders stark zurück. Der Staat reduzierte seine Konsumausgaben erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 %, vor allem wegen des Wegfalls von Corona-Maßnahmen.

Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen 2023 um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr, vor allem wegen des Anstiegs der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen. Der Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkte diesen Effekt. Die Bauinvestitionen sanken dagegen um 2,1 %, vor allem wegen der hohen Bauzinsen und der schwachen Wohnungsbaukonjunktur.

Der Handel mit dem Ausland ging 2023 trotz sinkender Preise zurück. Die Importe sanken kräftiger als die Exporte, was zu einem positiven Außenbeitrag führte, der das BIP stützte. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage waren die Hauptgründe für den Rückgang des Außenhandels.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,7 % auf 45,9 Millionen. Die Beschäftigung nahm vor allem in den Dienstleistungsbereichen zu, durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und die steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin eine starke Herausforderung.

(Quelle: destatis.de, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024)

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Gesamtleistung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 112,6 Mio. Euro auf 95,4 Mio. Euro.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
in T€
Vorjahr
in T€
Veränderung
in T€
Betriebsergebnis 823,8 521,8 302,0
Zinsergebnis -321,3 -188,7 -132,7
Steuern 118,1 37,7 80,3
Jahresergebnis 267,3 215,4 51,9

Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Gesamtleistung sank im Vergleich zum Vorjahr um -17,2 Mio. € (-15,3 %). Die Personalaufwandsquote erhöhte sich mit 23,0 % im Vergleich zum Vorjahr (20,1 %). Die Materialaufwandsquote (d.h. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Ware sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen) verbesserte sich von 66,3 % im Vorjahr auf 61,5 % im Berichtsjahr.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war aufgrund des erwirtschafteten Cashflows sowie der eingeräumten Kreditlinien im Geschäftsjahr gut. Unsere finanziellen Verpflichtungen konnten wir im Geschäftsjahr jederzeit erfüllen.

c) Vermögenslage

wesentlichen Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
in T€ in T€ absolut in %
Aktiva
Anlagevermögen 28.820,5 32.674,7 -3.854,2 -11,8
Umlaufvermögen 16.216,3 16.329,5 -113,2 -0,7
davon liquide Mittel 1.003,3 890,6 112,7 12,7
Rechnungsabgrenzung 77,6 88,3 -10,7 -12,2
Passiva
Eigenkapital 27.090,6 26.823,3 267,3 1,0
Fremdkapital 18.023,8 22.269,3 -4.245,4 -23,6
Rechnungsabgrenzung 0,0 159,9 -159,9 -100,0
Bilanzsumme 45.114,4 49.092,6 -3.978,1 -8,8

Die Stengel GmbH investierte im Jahr 2023 rund 3,2 Mio. €. in das Anlagevermögen. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf rund 5,2 Mio. €.

Das Umlaufvermögen verringerte sich minimal um -0,1 Mio. € auf 16,2 Mio. €.

Das Eigenkapital der Stengel GmbH erhöhte sich durch den Jahresüberschuss von 267,3 T€ auf 26,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 60,1 % der Bilanzsumme.

Die positive Veränderung der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

̈ Umsatzentwicklung

̈ Materialaufwand und ̈ Betriebsergebnis

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist entsprechend unseren Erwartungen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

III. Prognosebericht

Die Stengel GmbH erwartet für das Jahr 2024 einen leicht höheren Umsatz als im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Geschäftsbereichen Hochbau sowie IT-Infrastruktur. Das Auftragsvolumen für die kommenden Jahre wird sich vor allem im Bereich Hochbau stetig erhöhen. Die Regierung hält an dem von ihr gesteckten Ziel, jährlich bis zu 400.000 neue Wohneinheiten schaffen zu wollen, weiterhin fest. Es ergibt sich für uns eine sehr gute Perspektive unsere Kapazitäten auf längere Sicht hinaus, auslasten zu können. (Quelle: Koalitionsvertrag SPD/Bündnis 90/Die Grünen und FDP 2021-2025 - Seite 88).

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken

Chancen sehen wir für die Stengel GmbH darin, dass die konsolidierte Produktpalette weiterhin Wachstumschancen beinhaltet. Hauptaugenmerk liegt in dem Bereich Systembad und Objekteinrichtung für den Bereich Hochbau. Nach wie vor herrscht in Deutschland Wohnungsmangel, speziell im Bereich sozialverträglicher Wohnungsbau. Die anhaltende Inflation im Land wird die Spreizung der Einkommensschere noch stärker als bislang vorantreiben. In der Bauindustrie wird es umso wichtiger sein, Projekte in einer kürzeren Durchlaufzeit umzusetzen, um den Zeitraum der Zwischenfinanzierung zu minimieren bis es in die Vermarktung/Vermietung geht. Parallel nimmt die Modularisierung und Vorfertigung der Systembäder positiven Einfluss auf die Produktkosten. Steigende Produktkosten auf Grund von steigenden Löhnen können durch einen gesteigerten Automatisierungsgrad positiv beeinflusst werden.

Eine weitere Chance für die Stengel GmbH ist die Nachhaltigkeit des Produktes Systembad. Gegenüber dem Handwerk vertreibt die Stengel GmbH mit dem Systembad ein Produkt, welches in den gängigen Zertifizierungsstellen als Nachhaltig eingestuft ist und somit dem Kunden einen direkten Mehrwert bietet.

Auch die weiterhin stark steigende Digitalisierung der Arbeitswelt bietet der Stengel GmbH sehr starke Wachstumschancen mit dem Produktbereich Server und IT-Infrastruktur. Konzentrierte sich in der Vergangenheit das Wachstum auf den deutschen Markt so sind vermehrt Projekte aus dem Ausland zu verbuchen.

Risiken

Die Konjunkturaussichten der deutschen Industrie bleiben bescheiden

Die Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft wurde zu Beginn des Jahres von einem Wachstum von 0,6 % auf 0,3 % halbiert.

Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin hinterher. Im europäischen Ausland liegen die Prognosen für das Wirtschaftswachstum über denen für Deutschland, so betragen die Vorhersagen für Spanien 1,5 %, für Italien 0,7 % oder für Frankreich 0,7 %. Für die USA prognostizieren Wirtschaftsforscher einen deutlich höheren Zuwachs von 2,6 %.

Ob und in welchem Ausmaß dies die Stengel Gruppe treffen wird, ist aktuell seitens der Geschäftsleitung noch nicht einzuschätzen. Wir gehen allerdings davon aus, dass durch die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, es in unserem Branchensegment zu keinem drastischen Einbruch kommen wird. Wir verfolgen das Geschehen aufmerksam, um kurzfristig in einem gewissen Rahmen darauf zu reagieren.

Nach unserer Ertrags- und Liquiditätsplanung ergeben sich aus der konjunkturellen Eintrübung nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Risiken, die die Entwicklung unseres Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen oder gar dessen Bestand gefährden.

Durch unsere aktuelle Ausrichtung im gesamten Unternehmen sind wir in der Lage, die sich uns bietenden Herausforderungen stemmen und erfolgreich abwickeln zu können.

 

Ellwangen, den 25.04.2024

Josef Stengel, Geschäftsführer

Frank Schäffler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 28.820.525,37 32.674.698,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 326.143,30 394.230,90
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157.046,00 247.843,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 169.096,30 146.386,90
II. Sachanlagen 28.492.822,07 32.278.907,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.359.568,02 15.915.471,02
2. technische Anlagen und Maschinen 7.126.022,00 10.257.934,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.203.048,00 4.845.343,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 804.184,05 1.260.159,24
III. Finanzanlagen 1.560,00 1.560,00
1. Genossenschaftsanteile 1.560,00 1.560,00
B. Umlaufvermögen 16.216.305,46 16.329.542,91
I. Vorräte 5.733.507,22 4.795.455,65
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.898.509,54 2.536.367,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 47.898.435,12 31.788.182,04
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.063.437,44 29.529.093,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.479.497,59 10.643.514,71
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.398.286,97 9.173.169,49
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.081.210,62 1.470.345,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 431.203,93 453.595,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.003.300,65 890.572,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.605,29 88.344,53
Aktiva 45.114.436,12 49.092.585,60

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 27.090.588,27 26.823.313,28
I. Gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
II. Kapitalrücklage 5.622,00 5.622,00
III. Gewinnvortrag 26.689.691,28 26.474.309,31
IV. Jahresüberschuss 267.274,99 215.381,97
B. Rückstellungen 1.981.898,44 2.208.874,99
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 455.669,00 488.144,07
2. Steuerrückstellungen 44.152,13 37.689,85
3. sonstige Rückstellungen 1.482.077,31 1.683.041,07
C. Verbindlichkeiten 16.041.949,41 19.900.527,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.711.776,78 8.185.939,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.108.685,56 10.511.509,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.418.592,00 1.190.388,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.043.874,42 6.279.049,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.043.874,42 6.279.049,68
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.286.298,21 5.435.538,30
davon aus Steuern 671.696,29 953.746,71
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 22.683,70 54.916,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.276.298,21 5.398.316,08
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.000,00 35.700,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 159.869,45
Passiva 45.114.436,12 49.092.585,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 78.975.958,36 100.701.733,83
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 16.381.276,18 11.891.034,14
3. sonstige betriebliche Erträge 738.267,12 788.143,65
4. Materialaufwand 58.605.297,25 74.649.286,12
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.213.215,74 53.124.252,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.392.081,51 21.525.033,25
5. Personalaufwand 21.906.263,87 22.586.757,04
a) Löhne und Gehälter 17.657.512,31 18.376.100,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.248.751,56 4.210.656,79
davon für Altersversorgung 277.311,81 259.834,19
6. Abschreibungen 5.165.267,30 5.656.349,91
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.165.267,30 5.656.349,91
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.594.869,09 9.966.751,03
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 143,40 143,40
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.153,67 63.959,67
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 341.644,11 252.756,79
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 118.074,75 37.727,67
12. Ergebnis nach Steuern 384.382,36 295.386,13
13. sonstige Steuern 117.107,37 80.004,16
14. Jahresüberschuss 267.274,99 215.381,97

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Stengel GmbH mit Sitz in Ellwangen (Jagst) wird beim Registergericht Ulm mit der Registernummer HRB 510134 geführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Stengel GmbH eine große Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

3.1 Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses der Stengel GmbH wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsrechts sowie ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Zudem wurden die besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt.

3.2 Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Die Zugänge im Berichtsjahr wurden linear abgeschrieben.

Die Zugänge bei geringwertigen Wirtschaftsgütern (bis 800 Euro) wurden im Berichtsjahr gemäß § 6 Absatz 2 Satz 1 EStG sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen betreffen Genossenschaftsanteile und sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten der in Arbeit befindlichen Aufträge umfassen entsprechend § 255 Abs. 2 HGB die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Ablagevermögens, soweit dies durch die Fertigung veranlasst ist. Vom Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht: erhaltene Anzahlungen auf Vorräte wurden von dem Posten "Vorräte" auf der Aktivseite offen abgesetzt

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im erforderlichen Maße gebildet. Aufgrund des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Netto-Forderungen (nach Abzug der Einzelwertberichtigungen) gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Forderungen und das sonstige Aktivvermögen sind grundsätzlich mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurde eine Pensionsrückstellung gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen und aktivierte Aufwendungen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

4.2 Weitere Aktivposten

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 431.203,93 Euro enthalten, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigt.

4.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage von 5,6 TEuro (Vorjahr 5,6 TEuro) resultiert aus Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben.

4.4 Rückstellungen

Entsprechend § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Berichtsjahr mit dem dazugehörigen verpfändeten Deckungsvermögen wie folgt saldiert:

31. Dezember 2023
in Euro
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 726.007,00
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (Zeitwert) -270.338,00
Summe 455.669,00

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % angesetzt (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%). Ein Fluktuationsabschlag und Gehaltstrend wurde nicht berücksichtigt. Ein Rententrend wurde auf Grundlage der vertraglichen Vereinbarungen berücksichtigt (1,0%, Vorjahr 1,0%).

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 6.548,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Urlaub 642.902,00
Tantieme 449.300,00
Betriebsprüfung 20.000,00
Gewährleistung 248.000,00
Aufbewahrung 31.875,31
Abschluss und Prüfung 40.000,00
Rückstellung Berufsgenossenschaft 50.000,00
Summe 1.482.077,31

4.5 Verbindlichkeiten

Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel enthält Angaben über die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 4.711,8 3.293,2 1.335,6 83,0
Vorjahr 8.185,9 6.995,6 1.109,2 81,2
aus Lieferungen und Leistungen 6.043,9 6.043,9 0,0 0,0
Vorjahr 6.279,1 6.279,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 5.286,3 5.286,3 0,0 0,0
Vorjahr 5.435,5 5.435,5 0,0 0,0
Summe 16.041,9 14.623,4 1.335,6 83,0
Vorjahr 19.900,5 18.710,2 2.221,0 0,0

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nachfolgende Sicherheiten zur Verfügung gestellt:

31. Dezember 2023
in TEuro
Sicherungsübereignung 598,20
Grundpfandrechte auf Immobilien der Gesellschaft 2.655,60
Summe 3.253,80

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen im nachfolgend dargestellten Umfang:

Sonstige finanzielle Verpflichtung i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB Euro
Miet- und Pachtverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 1.232.801,32
Leasingverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 235.019,24
Summe 1.467.820,56

4.7 Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 253 Absatz 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 6.548,00 Euro.

5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse (Aufgliederung gemäß § 285 Nr. 4 HGB)

Die Umsatzerlöse in Höhe von 78.976,0 TEuro verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Verkaufserlöse
in TEuro
Umsatzerlöse gesamt
in TEuro
Erlöse aus Dienstleistungen, Vermietungen u.a.
in TEuro
Eigenfertigung Handelsware
Inland 53.118,8 0,0 3.214,5 56.333,3
Ausland 14.668,2 0,0 7.974,5 22.642,7
Gesamt 67.787,0 0,0 11.189,0 78.976,0

5.2 Abzinsung (Angabe nach § 277 Absatz 5 HGB)

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet Aufwendungen aus Abzinsung in Höhe von 13,5 TEuro.

5.3 Steueraufwand

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

6. Sonstige Pflichtangaben

6.1 Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Stengel GmbH durch:

- Herrn Josef Stengel, Vorsitzender der Geschäftsführung

- Herrn Frank Schäffler, Kaufmännischer Bereich

Auf die Angabe der Gesamtbezüge von Geschäftsführungs- bzw. Aufsichtsorganen gemäß § 285 Nr. 9a) und b) HGB wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

An Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane wurden keine Darlehen ausgereicht. Die Stengel GmbH ist auch keine Haftungsverhältnisse für diese Personen eingegangen.

6.2 Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 15,0 TEuro und betrifft die Jahresabschlussprüfung.

6.3 Arbeitnehmer

Die Stengel GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 insgesamt 343 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

Angestellte 84
Arbeiter 251
Teilzeitkräfte 8
343

6.4 Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen und Unternehmen im Berichtsjahr getätigt:

Art des Geschäfts/ Art der Beziehung Forderungen aus Darlehen
in EUR
Verbindlichkeiten aus Darlehen
in EUR
Zinsen für Forderungen
in EUR
Zinsen für Verbindlichkeiten
in EUR
Tochterunternehmen/ Schwesterunternehmen/ assoziierte Unternehmen 1.303.000,00 € 3.350.000,00 € 12.318,72 € 33.500,00 €
Person in Schlüsselposition (Gesellschafter/ Geschäftsführer) /nahe Familienangehörige keine keine keine keine
Art des Geschäfts/ Art der Beziehung Erbringung von Dienstleistungen in EUR (Ertrag) Bezug von Dienstleistungen in EUR (Aufwand)
Tochterunternehmen/ Schwesterunternehmen/ assoziierte Unternehmen 13.466.296,34 € 23.584.358,87 €
Person in Schlüsselposition (Gesellschafter/ Geschäftsführer) /nahe Familienangehörige keine 5.533,56 €

6.5 Ergebnisverwendung

Euro
Vortrag auf neue Rechnung 267.274,99
Jahresüberschuss 267.274,99

 

Ellwangen, den 25.04.2024

Josef Stengel, Geschäftsführer

Frank Schäffler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stengel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stengel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stengel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

̈ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und ̈ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

̈ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

̈ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

̈ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

̈ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

̈ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

̈ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

̈ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, 25.04.2024

fion GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Jakobi, Wirtschaftsprüfer

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