Steinberg Media Technologies GmbH

Beim Strohhause 31, 20097 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 86534
Eingetragen
25.2.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Soft- und Hardware im Bereich der Medien- und Informationstechnologie sowie die Durchführung zugehöriger Dienstleistungen und Handelsgeschäfte. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Takatsuna Maeda
seit 27.11.2025
Geschäftsführer
Nils-Peter Keller
seit 27.11.2025
Geschäftsführer
Clyde Uwe Sendke
seit 4.5.2023
Geschäftsführer
Peter Dr. Klie
seit 25.2.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Steinberg Media Technologies GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Steinberg Media Technologies GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Steinberg Media Technologies GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinberg Media Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 18. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hantke, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.03.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.624.150,62 1.952.210,98
2. Geleistete Anzahlungen 135.038,74 164.870,45
1.759.189,36 2.117.081,43
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 567.111,63 420.949,70
2.326.300,99 2.538.031,13
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.186,61 18.134,41
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 13.362,29 27.712,09
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.094.129,01 1.187.828,79
4. Geleistete Anzahlungen 2.297,09 27.297,09
1.117.975,00 1.260.972,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.145.741,32 2.502.240,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 407.764,30 415.697,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 809.950,80 433.811,61
3.363.456,42 3.351.748,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.101.622,12 11.932.024,05
9.583.053,54 16.544.745,10
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 694.056,53 512.890,34
12.603.411,06 19.595.666,57

PASSIVA

31.03.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.891.310,00 6.891.310,00
II. Kapitalrücklage 3.699.601,23 3.699.601,23
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 66.667,55 66.667,55
IV. Gewinnvortrag 3.692.508,87 2.844.108,37
V. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -5.888.669,86 1.696.801,50
8.461.417,79 15.198.488,65
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 285.596,79 1.628.787,60
2. Sonstige Rückstellungen 3.559.784,59 2.190.865,00
3.845.381,38 3.819.652,60
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102.702,50 185.844,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 71.013,58 1.262,80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 113.567,81 380.424,43
davon aus Steuern EUR 172.390,42 (Vj. EUR 233.249,53)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.217,92 (Vj. EUR 5.979,67)
287.283,89 567.531,32
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.328,00 9.994,00
12.603.411,06 19.595.666,57

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.181.838,80 28.925.864,45
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.425,30 -382.346,46
3. Sonstige betriebliche Erträge 137.082,73 351.196,32
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 46.614,37 (Vj. EUR 70.806,65)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.298.263,03 -2.911.179,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -88.883,22 -294.271,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.713.920,96 -12.585.464,20
b) Soziale Abgaben -2.937.815,44 -2.839.097,36
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -839.812,27 -672.977,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.577.557,42 -6.973.261,83
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 102.619,07 (Vj. EUR 237.752,46)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.984,64 23.762,01
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.426,00 -11.593,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 161.677,01 -933.830,62
11. Ergebnis nach Steuern -5.888.669,86 1.696.801,50
12. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -5.888.669,86 1.696.801,50

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

A. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Steinberg Media Technologies GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 86534 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen Software, Nutzungsrechte und Domains. Sie sind mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Software und die Nutzungsrechte werden planmäßig linear abgeschrieben. Auf die Domains erfolgt keine planmäßige Abschreibung.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibung für Sachanlagen wird ausschließlich linear und zeitanteilig entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschal jeweils 20 Prozent im Jahr, für deren Zugänge sie gebildet wurden, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Das Einzel- sowie das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin betragen zum Bilanzstichtag TEUR 198 (i. Vj. TEUR 180) und bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den am Bilanzstichtag ausgewiesenen Bankguthaben sind TEUR 271 (i. Vj. TEUR 271) als Sicherheit verpfändet worden.

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 6.891.310,00 ist in voller Höhe eingezahlt und in einen Geschäftsanteil eingeteilt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 639, i. Vj. TEUR 730), für noch nicht genommenen Urlaub (TEUR 381, i. Vj. TEUR 350) sowie für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 91, i. Vj. TEUR 101) sowie Personalrückstellungen für Restrukturierung und Inflationsausgleich (TEUR 1.801, i. Vj. TEUR 392).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert und haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin betragen zum Bilanzstichtag TEUR 71 (i. Vj. TEUR 1) und bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten betreffen:

01.04.2023- 31.03.2024 01.04.2022- 31.03.2023
TEUR % TEUR %
Inland 7.958 32,9 21.437 74,1
Ausland 16.223 67,1 7.489 25,9
24.181 100,0 28.926 100,0

Folgender Sachverhalt hat sich in der Gewinn- und Verlustrechnung u. a. ausgewirkt:

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 90 (i. Vj. TEUR 280) enthalten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

E. Finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betreffen das Leasing der KFZ sowie Mietverträge für Büro- und Lagerräume für die nächsten Jahre in Gesamthöhe von TEUR 1.467.

F. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 198 (i. Vj. 205) Angestellte beschäftigt.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor. Der wirtschaftliche Einfluss in Folge der Corona Pandemie ist zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung nicht zu beziffern. Die sich aus dem russischen Überfall auf die Ukraine ergebenden mittelbaren Auswirkungen, insbesondere die erhöhte Inflation bzw. die erhöhten Energiekosten, lassen sich ebenso nicht beziffern. Von einer Bestandsgefährdung ist insbesondere aufgrund der guten Liquiditätslage des Unternehmens nicht auszugehen.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Clyde Sendke

Geschäftsführer der Steinberg Media Technologies GmbH, Hamburg

Herr Yoshiyuki Tsugawa

Senior General Manager, Creator & Consumer Audio Division, Audio Products Business Unit

Herr Marco Papini

President of Yamaha Music Europe GmbH, Rellingen

Allen neuen Geschäftsführer wird jeweils Einzelvertretungsbefugnis eingeräumt. Sie sind jeweils von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nur ein Geschäftsführer bezieht Gehalt von der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Yamaha Corporation, Hamamatsu, Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Sie erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen.

Der Konzernabschluss der Yamaha Corporation, Hamamatsu, Japan, ist unter folgender Adresse erhältlich:

Yamaha Corporation of Japan

10-1, Nakazawa-Cho,

Hamamatsu, 430-8650 Japan

 

Hamburg, den 17. April 2024

Steinberg Media Technologies GmbH

Geschäftsführung

Clyde Sendke

Yoshiyuki Tsugawa

Marco Papini

Entwicklung des Anlagevermögens für 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.796.212,05 79.437,50 208.300,00 199.509,49 7.866.859,04
2. Geleistete Anzahlungen 164.870,45 221.127,78 51.450,00 -199.509,49 135.038,74
7.961.082,50 300.565,28 259.750,00 0,00 8.001.897,78
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 38.788,03 0,00 0,00 0,00 38.788,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.539.796,50 426.257,71 279.813,47 0,00 3.686.240,74
3.578.584,53 426.257,71 279.813,47 0,00 3.725.028,77
11.539.667,03 726.822,99 539.563,47 0,00 11.726.926,55
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.844.001,07 561.207,35 162.500,00 6.242.708,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.844.001,07 561.207,35 162.500,00 6.242.708,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 38.788,03 0,00 0.00 38.788,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.118.846,80 278.604,92 278.322,61 3.119.129,11
3.157.634,83 278.604,92 278.322,61 3.157.917,14
9.001.635,90 839.812,27 440.822,61 9.400.625,56
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.624.150,62 1.952.210,98
2. Geleistete Anzahlungen 135.038,74 164.870,45
1.759.189,36 2.117.081,43
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 567.111,63 420.949,70
567.111,63 420.949,70
2.326.300,99 2.538.031,13

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Steinberg Media Technologies GmbH ("Steinberg") gehört zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Musik-Soft- und Hardware. Steinberg erweitert kontinuierlich seine Hardware-Produktpalette, die unter dem Steinberg- Brand von Yamaha produziert wird. Die Software wird in Deutschland und Großbritannien entwickelt und produziert und in über 40 Ländern weltweit vertrieben. Die Produkte werden sowohl für die Musikproduktion (MI-Produkte) als auch für die Nachbearbeitung von Filmen und Musikstücken (Pro-Audio) und für den Notensatz und Komposition (Scoring) verwendet.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierte sich die Tätigkeit des Bereichs Forschung und Entwicklung im Wesentlichen auf Produkterweiterungen und Neuentwicklungen. Hierzu zählten insbesondere neue Releases von Cubase 13, Cubasis 3.6, Dorico 5, Iconica Sketch 1.0, Nuendo 13, SpectraLayers 10, WaveLab Cast 2.0 und WaveLab 12. Des Weiteren wurde an weiteren VST-Instrumenten und Sound Sets von Steinberg und Partnern aus dem HALion 3rd Party Programm gearbeitet. Maintenance Updates wurden insbesondere für die Digital Audio Workstations Cubase 12 und 13, Nuendo 12 und 13 und der Mastering Suite WaveLab 11 und 12 erstellt. Für das Segment Hardware wurden in Zusammenarbeit mit Yamaha die sogenannten "Colour Variations" des UR-C Audiointerface, ein Update der Software Version 3 für die UR-C Serie und die neuen Einsteiger-Audiointerfaces der IXO-Serie herausgebracht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globalen Wachstumsaussichten haben sich im Jahr 2023 nur im moderaten Tempo verändert. Während die USA ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichnetet, hat der andauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine weiterhin die Konjunktur in Europa geschwächt. Die Dynamik der chinesischen Wirtschaft war weiterhin eingebremst aufgrund der anhaltenden Probleme im Immobiliensektor. Der Welthandel entwickelte sich ebenfalls schwach. Die erhöhte Inflation ist in den meisten Volkswirtschaften bereits deutlich zurückgegangen, dennoch sind die Folgen des Kaufkraftverlustes für den privaten Konsum weiterhin spürbar, sodass die Investitionstätigkeit weiterhin gedämpft wird.

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA erwies sich im Jahr 2023 als robust. Der private Konsum hat insbesondere ab dem 3. Quartal dazu in den USA beigetragen. Grund hierfür war auch die anhaltend gute Lage im US-amerikanischen Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote befand sich auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.

Japans Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr 2023 noch kräftig gewachsen, hat aber ab dem 3. Quartal wieder deutlich abgenommen. Die private Inlandsnachfrage war schwach, ein Grund hierfür kann die Verbraucherpreisinflation von über 3% sein, die die Kaufkraft der Konsumenten deutlich geschmälert hat.

(Quellehttps://www.rwi-essen.de/fileadmin/user_upload/RWI/Publikationen/Konjunkturberichte/rwi-kb_4-2023.pdf)

2.2 Geschäftsverlauf

Zum Beginn des Geschäftsjahres wurden alle drei bisherigen Geschäftsführer ersetzt.

Im Fiskaljahr 2024 hat es Major Updates für alle wesentlichen Softwareprodukte gegeben (siehe 1.2 Forschung und Entwicklung).

Hardwareseitig wurden die Audiointerfaces der UR-C Serie in den "Colour Variriations", die Software der UR-C Serie wurde auf Version 3.0 aktualisiert und die IXO Serie wurde erstmalig veröffentlicht.

Am 19. September 2023 hat die asknet Solutions AG die für die Steinberg Media Technologies GmbH als Merchant of Record (MoR) den Onlineshop betreibt Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde die Veröffentlichung von Cubase 13, welche für den 20. September 2024 geplant war gestoppt. Am 28.09.204 hat die Steinberg Media Technologies GmbH das Verhältnis mit der asknet Solutions AG per sofort gekündigt und am 29.09.2024 den Onlineshop abgeschaltet, sodass keine weiteren Verkäufe mehr getätigt wurden. Innerhalb von 5 Wochen wurde mit der Bright Markets LLC dba FastSpring ein neuer Onlineshop implementiert und am 23. Oktober in Betrieb genommen. Am 2. November 2023 wurde schließlich Cubase 13 veröffentlicht. In der Folge wurden die geplanten Produktveröffentlichungen von Nuendo 13 auf Ende November und WaveLab 12 auf Ende Januar 2024 verschoben. Durch die Insolvenz der asknet Solutions AG ist für Steinberg ein signifikanter Forderungsausfall entstanden, der im laufenden Insolvenzverfahren behandelt wird. Durch die 5-wöchige Offlinephase des Onlineshops ist ein signifikanter Umsatzausfall entstanden. Des Weiteren ist durch die daraus resultierenden Verschiebungen von drei Major-Produktveröffentlichungen ein signifikanter finanzieller Schaden entstanden.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.3.1 Ertragslage

Die Softwareumsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 17,5% gesunken. Dies ist insbesondere auf den Ausfall des Onlineshops und die dadurch nach hinten verschobenen Produktreleases zurückzuführen. Die Hardwareumsätze sind um 1% gestiegen. Durch den Ausfall des Onlineshops und der Abschreibung der noch offenen Forderungen beim insolventen Onlineanbieter (TEUR 1.936) ergab sich ein Verlust vor Steuern von TEUR 6.050 (i. Vj. Ertrag TEUR 2.631) ein aus unserer Sicht einmaliges unvorhersehbares negatives Ergebnis.

Aus nachstehender Übersicht werden die Verteilung und Entwicklung der Umsätze in den einzelnen Segmenten deutlich:

Umsatzerlöse in TEUR Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024 Anteil Geschäftsjahr 01.04.2022 bis 31.03.2023 Anteil
MI 18.848 77,9% 23.078 79,8%
Pro Audio 1.663 6,9% 2.191 7,6%
Hardware 1754 7,3% 1.735 6,0%
Notation 1918 7,9% 1.922 6,6%
Übrige 0 0% 0 0%
Umsatzerlöse 24.182 100% 28.926 100%
enthaltene OEM-Lizenzerlöse 1.472 1.754

Mit einem Gesamtumsatz von TEUR 24.182 (i. Vj. TEUR 28.926) liegen die Erlöse ca. 16,4 % unter denen des Vorjahres. Die Verringerung des Umsatzes lag hauptsächlich an dem Ausfall des Onlinebereiches, sowie durch den zeitlich nach hinten versetzten Cubase Major Release, und zusätzlich durch Effekte aus der Weltpolitik, Inflation und durch Corona.

Die OEM-Erlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 16% gefallen. Die Umsätze des neuen Onlineshops (Business to Customer) haben sich aus unserer Sicht sehr positiv entwickelt. Aber für das gesamte Geschäftsjahr ist der Umsatz um 12,6% auf TEUR 17.101 (davon iTunes TEUR 653) (i. Vj. TEUR 19.562 (davon iTunes TEUR 716)) gesunken. Wir rechnen für den Bereich im folgenden Geschäftsjahr mit wieder steigenden Umsätzen.

Die Erhöhung des Materialaufwandes um TEUR 182 beruht im Wesentlichen auf die durch die Inflation erhöhte Einkaufspreise.

Aufgrund der tatsächlichen Geschäftsentwicklung haben wir die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl um 7 Personen reduziert. Die Löhne und Gehälter erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.128 hier sind Inflationsausgleichszahlungen, inflationsbedingte Lohnsteigerungen als auch Einmaleffekte wegen Reorganisation im Personalbereich enthalten, die Sozialabgaben erhöhten sich dementsprechend (Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 99).

2.3.2 Finanzlage

Die Veränderungen des Finanzmittelfonds sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

Cash Flow 2024

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis -5.889 1.697
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 839 670
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 25 239
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen 99 0
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -50 1.682
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -280 -114
Ertragsteueraufwand -21
Ertragsteuerzahlungen -18
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -5.295 4.175
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -426 -155
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -301 -149
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -727 -304
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner -808 -1.406
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -808 -1.406
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -6.830 2.465
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.932 9.467
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.102 11.932
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 5.102 11.932
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.102 11.932

Der zur Verfügung stehende Finanzmittelfonds ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.830 gefallen.

Die verfügbaren liquiden Mittel sowie die kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenstände übersteigen im ausreichenden Maße die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist mit der Öffnung des neuen Onlineshops zum Bilanzstichtag weiterhin sehr gut, mit Engpässen ist nicht zu rechnen.

2.3.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich mit TEUR 2.326 (i. Vj. TEUR 2.538), im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen, um TEUR 212 verringert.

Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 1.118 (i. Vj. TEUR 1.261) hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert (TEUR 143). Dies liegt im Wesentlichen an Lieferengpässen bei Hardware.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte liegen mit TEUR 2.146 aufgrund von kürzeren Zahlungszielen unter dem entsprechenden Vorjahreswert (i. Vj. TEUR 2.502).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet unter anderen Mietvorauszahlungen.

Die Eigenkapitalquote befindet sich mit 67,14% unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 77,56%).

Die Rückstellungen fallen mit TEUR 3.845 (i. Vj. TEUR 3.820) um TEUR 25 höher aus als im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 639, i. Vj. TEUR 730) und einmalige Rückstellungen für Reorganisationen (TEUR 1.558), gegenläufig hierzu ist wegen des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr keine zusätzliche Steuerrückstellung gebildet worden (TEUR 331; VJ, TEUR 2.847).

Das Management der Steinberg Media Technologies GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ab der Wiedereröffnung des Onlineshops insgesamt als sehr positiv.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter von 204 zum 31. März 2023 auf 196 zum 31. März 2024 verringert. Im folgenden Geschäftsjahr sind nur Wiederbesetzungen von dringend notwendigen Stellen vorgesehen sowie strategische Veränderungen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Bestandsgefährdende Risiken sind zum Abschlussstichtag nicht zu erkennen.

Aufgrund der Unsicherheit über die künftige Entwicklung des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen zurzeit nicht eindeutig quantifizieren. Wir gehen jedoch von einem Umsatzplus gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr aus, auch aufgrund der wieder hergestellten und stabilen Onlineshopinfrastruktur.

Die Umsatzziele der Steinberg Media Technologies GmbH könnten durch die wirtschaftlichen Unsicherheiten in den einzelnen europäischen, amerikanischen und asiatischen Regionen negativ beeinflusst werden.

Die Dynamik des Marktes sowie die rapide technische Weiterentwicklung von Grundlagentechnologien erfordern eine zeitgerechte Entwicklung neuer Produkte im Audio-Bereich. Wesentliche Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte können zu Marktanteilsverlusten führen. Außerdem können durch den Eintritt von Mitbewerbern Marktanteilsverschiebungen auftreten.

Es besteht die Gefahr am Markt "vorbeizuentwickeln". Wenn ein Produkt nicht wie geplant vom Markt angenommen wird, kann es zu hohen finanziellen Risiken kommen.

Der Erfolg des Unternehmens beruht zu einem großen Anteil auf der hohen Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter. Der Verlust von qualifizierten Mitarbeitern kann kurzfristig erhebliche Auswirkungen in den betroffenen Teilbereichen des Unternehmens zur Folge haben. Bisher weist die Steinberg Media Technologies GmbH jedoch insbesondere in diesen sensiblen Bereichen eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation auf.

Da die Steinberg Media Technologies GmbH den Betrieb des Onlineshops nun mit der BrightMarkets LLC dba FastSpring durchführt werden ca. 50% der Onlineshop Umsätze auf US-Dollar-Basis generiert. Dadurch können Änderungen der Wechselkursrelationen zu einem Umsatzverlust oder -gewinn in höherem Maße führen als in der Vergangenheit. Dieser Wechsel verschiebt auch die Umsatzverteilung vom Inland ins Ausland.

Die Gefahr, dass insbesondere in den USA die eingeleiteten Maßnahmen zur Umsatzsteigerung nicht greifen, besteht unverändert weiter.

Der Gesamterfolg der Gesellschaft hängt wesentlich von der Einhaltung der Release Pläne ab. Die Nichteinhaltung dieser Pläne kann die Erreichung von geplantem Umsatz und Ergebnis negativ beeinflussen.

3.2 Chancenbericht

In den Bereichen Digital Audio Workstation, virtuelle Musikinstrumente und Content und Scoring sehen wir weiterhin Möglichkeiten des Wachstums.

Die USA bieten ein großes Potenzial für die Geschäftsentwicklung, da der dortige Markt noch immer eine Vorbildfunktion für andere Regionen auf der Welt hat. Süd-Korea stellt weiterhin ein interessantes Wachstumspotential für uns dar. Auch wenn die Lage sich in China deutlich verschlechtert hat, bietet der Markt ein attraktives Wachstumspotential.

3.3 Risikomanagement

Nach Abschluss eines Monats finden monatliche Reviews zwischen dem Finance Manager und der Geschäftsleitung statt, in denen das laufende Ergebnis mit den Budgetwerten und den entsprechenden Vorjahreswerten sowohl im Umsatz- als auch im Kostenbereich verglichen werden. Dabei wird analysiert, wo es zu Abweichungen gekommen ist. Dadurch ist gewährleistet, dass finanzielle Schräglagen rechtzeitig erkannt werden und die Geschäftsleitung Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Zudem gibt es quartalsweise ein Meeting mit denselben Personen, in dem die Budgetwerte für die ausstehenden Quartale an die tatsächliche Lage angepasst werden. Ebenfalls gibt es jeden Monat ein Review mit relevanten Kollegen und Kolleginnen aus der Yamaha Konzernzentrale in Hamamatsu, Japan.

Ergänzend hierzu gibt es tägliche Listen über ausstehende Zahlungen, nicht belieferte Aufträge sowie bisher erzielte Umsätze, die an alle relevanten Personen verschickt werden.

4. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024/2025 werden wir von der Veröffentlichung der neuen Versionen von Cubase 14, Dorico 6, Nuendo 14, SpectraLayers 11, einigen VST- Instrumenten und Content profitieren. Wir erwarten einen Umsatzanstieg im Bereich Software von ca. 22 Prozent und für Hardware ein gleichbleibendes Niveau zum Vorjahr aufgrund des gealterten Portfolios und dem Wegfall einiger Hardwaremodelle, mit einem prognostizierten Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.561. Die Dauer des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine ist zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung weiterhin nicht abzuschätzen, etwaige Effekte auf die europäische Wirtschaftszone und das Konsumverhalten werden weiterhin einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Der Konflikt im Nahen Osten und damit mögliche Terroranschläge in Deutschland auf jüdische Einrichtungen und/oder israel-freundliche Einrichtungen und Personen, sowie die immer offenere rechtspopulistische Bewegung in Deutschland kann insbesondere in unserem Kernmarkt für verstärkte Verunsicherung sorgen.

Gegenüber dem Budget lag der Umsatz um TEUR 7.858 niedriger und das operative Ergebnis vor Steuern von TEUR -6.050 des laufenden Geschäftsjahres hat die Prognose des Vorjahres (TEUR 3.525) um TEUR 9.575 verfehlt.

In Zusammenarbeit mit unserer Konzernmutter haben wir weitere Projekte aufgesetzt, welche das Softwarebusiness weiter antreiben und ausbauen sollen. Zusätzlich werden wir verstärkt Softwareentwicklungsleistungen für die Konzernmutter übernehmen. Das Geschäft im Bereich Download und Online wird weiterwachsen und gegenüber dem Handelsgeschäft an Volumen und Bedeutung zu nehmen.

Die Liquidität der Gesellschaft ist gut. Sämtliche Ausgaben sind planmäßig durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit abgedeckt.

Insgesamt beurteilt das Management der Steinberg Media Technologies GmbH die Geschäftsaussichten für das nächste Geschäftsjahr positiv.

 

Hamburg, den 17. April 2024

Steinberg Media Technologies GmbH

Geschäftsführung

Clyde Sendke

Yoshiyuki Tsugawa

Marco Papini

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