Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 72458
Vorher
NATIVE INSTRUMENTS Software Synthesis GmbH
Eingetragen
4.8.2004
Branche
Einzelhandel mit Musikinstrumenten und NotenHerstellung von MusikinstrumentenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Vermarktung und Vertrieb von Software, Hardware, Inhalten und Dienstleistungen in den Bereichen Musik und Audiotechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Schütze
seit 21.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
34.54%
24.24%
20.61%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stephan Schmitt
Berlin
6.200 €
34.54%
V***** H***
4.350 €
24.24%
D***** H****
3.700 €
20.61%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NATIVE INSTRUMENTS GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

INHALTSVERZEICHNIS:

1 Überblick

2 Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020

2.1 Allgemeine Branchenentwicklungen

2.2 Entwicklungen der NI-Produktbereiche

2.2.1 Entwicklung des Produktbereichs KOMPLETE

2.2.2 Entwicklung des Produktbereichs MASCHINE

2.2.4 Entwicklung des Produktbereichs SOUNDS.COM

2.2.5 Gesamtaussage zum Gesamtverlauf und zur Lage der Gesellschaft

3 Unternehmensentwicklung 2020

3.1 Entwicklung der Beteiligungsstruktur

3.2 Forschung und Entwicklung

3.3 Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.3.1 Ertragslage

3.3.2 Vermögens- und Finanzlage

4 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1 Risiken der künftigen Entwicklung

4.1.1 Bestandsgefährdende Risiken

4.1.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken

4.1.3 Risiken der Produktentwicklung sowie Innovations- und Qualitätsrisiken

4.1.4 Wettbewerbsrisiken

4.1.5 Währungsrisiken

4.1.6 Forderungsrisiken

4.1.7 Vertriebsrisiken

4.1.8 Personalrisiken

4.1.9 Beschaffungsrisiken

4.2 Chancen der künftigen Entwicklung

4.2.1 Marktchancen

4.2.2 Chancen der Produkt-Umsatzentwicklung

4.2.3 Chancen der Umsatzentwicklung durch Abonnementmodell

4.3. Prognosebericht

1 ÜBERBLICK

Die Native Instruments GmbH ist ein wichtiger Hersteller von Hardware und Software für die computerbasierte Musikproduktion und DJing.

Das Geschäftsjahr 2020 der Native Instruments GmbH umfasst das volle Kalenderjahr.

2 GESCHÄFTSVERLAUF DER GESELLSCHAFT IM GESCHÄFTSJAHR 2020

2.1 Allgemeine Branchenentwicklungen

Der für Native Instruments primär relevante Markt der Computer basierten Musiktechnologie hat sich im Geschäftsjahr 2020 nicht signifikant geändert und umfasst weiterhin die Kategorien der Software-Instrumente und -Effekte für die digitale Musikproduktion, der hardware- und software-basierten Groove Production-Systeme, der Controller-Keyboards, der Audio-Interfaces sowie der digitalen DJ-Technologie.

Wie schon in den Jahren zuvor hat sich auch für 2020 ein weiteres Wachstum der Branche angekündigt, jedoch hat die COVID-19-Pandemie den Markt, gerade im Hinblick auf öffentliche Veranstaltungen signifikant beeinflusst. Im Gegensatz zur Veranstaltungs- und Entertainment-Industrie, wo sich von heute auf morgen ganze Berufszweige in den kompletten Stillstand bewegt haben, waren die Auswirkungen auf Hersteller von Musiksoftware unterschiedlich: anstelle Konzerte oder DJ-Sets aufzuführen haben sich weltweit Musiker, Produzenten und Künstler in ihre Studios zurückgezogen, um an neuer Musik zu arbeiten, Mixe oder Podcasts aufzunehmen oder in Form von Live-Streams ihre Fangemeinde direkt aus ihrer Produktionsumgebung anzusprechen. Somit stieg auch die Nachfrage nach neuen Musikinstrumenten und Klängen an, insbesondere im Hinblick auf jene, die via Download verfügbar sind.

Was abgesehen von der Pandemie die Marktentwicklung angeht, sehen wir auch im Berichtsjahr weiterhin einen Trend hin zu Cloud-basierten Werkzeugen (z.B. die immer beliebtere kostenfreie Digital Audio Workstation (DAW) 'Bandlab') und zu Abonnementen-Modellen für Softwareprodukte (z.B. bietet die Firma Propellerheads ihre DAW 'Reason' nun als Abonnement an).

In diesem Zusammenhang ist auch die steigende Popularität von Sample- und Loop-basierten Bibliotheken (wie z.B. die Download-Plattform Splice oder den Hersteller Output mit ihrem Plug-In 'Arcade') zu erwähnen, die meist mit einem Abonnement-Modell verknüpft sind. Vor allem bei der jüngeren Generation mit eingeschränkten finanziellen Mitteln und wenig Affinität komplexe Programme zu erlernen, aber auch bei professionellen Musikern, die wenig Zeit zur Verfügung haben, sind diese Formen der Klang- und Ideen-Beschaffung beliebter denn je.

Diese Sample-basierten Klangbibliotheken stoßen jedoch an ihre Grenzen - der Sound-Content ist nur sehr eingeschränkt veränderbar- bzw. an die bestehende Komposition adaptierbar - hier eröffnen 'Artificial Intelligence' und 'Machine Learning' basierte Technologien ganz andere Möglichkeiten: Apps wie z.B. Humtap, JAM oder Boomy erstellen Kompositionen von selbst. Wohingegen Programme wie Orb Composer, Vochlea oder Rhythmiq neue Ansätze zur Klangsynthese liefern. Im Bereich von Mixing und Mastering ist neben Landr, CloudBounce auch speziell iZotope zu nennen, welche mit ihren Klangbearbeitungs- und Reparations-Werkzeugen bei professionellen Mixing- und Mastering Ingenieuren schon seit Längerem bekannt sind.

2.2 Entwicklungen der NI-Produktbereiche

Heute bietet Native Instruments ein einzigartiges und hochintegriertes Ökosystem von Software- und Hardwareprodukten sowie digitalen Plattformen und Services. Mit der Entwicklung und Einführung der Native-Kontrol-Standard-Technologie (NKS) vor einigen Jahren, ist es Native Instruments zudem gelungen, das eigene Produkt- und Services-Portfolio über eine standardisierte Integrationsschnittstelle für Drittanbieter zu öffnen. Die Akzeptanz von NKS ist ungebrochen. Auch im Berichtsjahr ist es gelungen, eine signifikante Zahl neuer NKS-Partnerschaften zu schließen. Die anbieteroffene Einführung von NKS vereint Software-Instrumente und -Effekte in einem intuitiven Workflow und sorgt für eine umfassende Integration zwischen den Produkten von NI und anderen führenden Drittanbietern. NKS ist heute zentraler Bestandteil für erfolgreiche branchenrelevante Partnerschaften.

2.2.1 Entwicklung des Produktbereichs KOMPLETE

Unter der Dachmarke KOMPLETE gruppiert sich bei Native Instruments das gesamte Portfolio an Software-Instrumenten und -Effekten, das gleichzeitig den Ursprung der Gesellschaft repräsentiert. Mit KONTAKT und REAKTOR befinden sich zwei leistungsstarke und sehr beliebte Entwicklungsumgebungen für virtuelle Instrumente im Portfolio, die von vielen professionellen Drittherstellern genutzt werden. Das KOMPLETE-Portfolio wird durch ein integriertes Hardware-Portfolio bestehend aus KOMPLETE KONTROL-Keyboards und KOMPLETE Audio-Interfaces ergänzt.

Der KOMPLETE-Produktbereich ist weiterhin die wichtigste Produktfamilie der Gesellschaft und trägt einen Großteil der Umsätze bei. Im Berichtsjahr wurden neben kleineren Software-Releases, darunter macOS-Kompatibilität, MIDI-Zuweisung der A-Serie, MASCHINE-Unterstützung für Barrierefreiheit und VST3-Unterstützung für bestimmte KOMPLETE-Plug-ins, auch die neue Generation der weltweit führenden Sammlung mit Instrumenten und Effekten KOMPLETE 13 veröffentlicht.

2.2.2 Entwicklung des Produktbereichs MASCHINE

Die MASCHINE-Produktpalette umfasst Hardware und Software für die digitale Produktion und Performance von loopbasierter elektronischer Musik.

Im Laufe des Berichtsjahres wurden mehrere Software-Updates für das bestehende Portfolio veröffentlicht, darunter Verbesserungen für den Arranger, macOS-Kompatibilität, Unterstützung für Barrierefreiheit über KOMPLETE KONTROL-Keyboards, Scannen von Hintergrundinhalten und VST3-Unterstützung für bestimmte KOMPLETE-Plug-ins. Die Produktlinie wurde im vierten Quartal 2020 mit der Veröffentlichung des neuen Flaggschiffs MASCHINE+ auf den Bereich der Standalone-Instrumente ausgeweitet.

2.2.3 Entwicklung des Produktbereichs TRAKTOR

Die TRAKTOR-Marke umfasst den Digital-DJing-Bereich von Native Instruments, mit der bereits 2001 eingeführten professionellen DJ-Software gleichen Namens als Herzstück. Das Produkt-Portfolio an Hardware-Produkten ist breit gefächert.

Im Berichtsjahr konnte der Geschäftsbereich TRAKTOR, trotz des nach wie vor zunehmenden Wettbewerbs, sowie des Ausbleibens nahezu jeglicher öffentlicher Veranstaltungen aufgrund der Pandemie, intern weiter stabilisiert werden. Durch die Veröffentlichung von Software-Updates für TRAKTOR PRO 3 konnten positive Signale in den Markt gesendet werden. Die Software TRAKTOR PRO 3 in Verbindung mit unserem breiten Hardware-Portfolio erfreut sich weiterhin einer sehr loyalen, wachsenden und engagierten Nutzergruppe.

Basierend auf der bereits geleisteten Vorarbeit zur Schaffung einer neuen, zukunftsfähigen Codebase wurde im Jahr 2020 die Entwicklung einer neuen DJ-Softwaregeneration weitergeführt. Mit dieser neuen Codebase werden die Weichen für die langfristige Weiterentwicklung innovativer, technisch flexibler und hoch skalierbarer TRAKTOR-Software sichergestellt.

Der DJ-Markt hat seit 2019 verschiedene Produkt-Ankündigungen und -Veröffentlichungen der Konkurrenz erfahren. Dies bringt nach einer längeren Phase der Konsolidierung im letzten Jahrzehnt nun wieder mehr Dynamik, Innovation und Diversität in den Markt. Nach wie vor wünschen sich DJs zunehmend eine nahtlose Software- und Hardware-Integration, unabhängig von Hersteller oder Marke. Passend dazu hat TRAKTOR bereits diesen Trend aufgegriffen und sich für Hersteller-übergreifende Produkt-Integration geöffnet. Basierend auf detaillierten Erkenntnissen aus den hier nur grob aufgeführten Wettbewerbs- und Markt- entwicklungs-Implikationen sind weitere Software-Updates geplant, um die eigene Marktposition zu stärken.

2.2.4 Entwicklung des Produktbereichs SOUNDS.COM

Die im Januar 2018 nach kurzer Entwicklungszeit eingeführte Plattform sounds.com startete mit über 500.000 verfügbaren Sounddateien in den USA. Zum Start konnten die Nutzer aus 2 verschiedenen Abonnements wählen: Free (Gratis, mit einer begrenzten Anzahl von Downloads) oder Paid (USD 9,99 mit einer unbegrenzten Anzahl an Downloads).

Die Plattform ist in 21 Ländern mit einem 3-stufigen auf Credits basierendes Preissystem verfügbar. Auf der Plattform sind mittlerweile über 1,5 Million Loops & Samples verfügbar, die sowohl von Native Instruments selbst als auch von Drittherstellern und Partnern zur Verfügung gestellt werden.

2.2.5 Gesamtaussage zum Gesamtverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft als weiterhin gut. Im Vorjahr wurde bei der Umsatzprognose ein Umsatz im Berichtsjahr auf unveränderter Basis erwartet. Dies wurde jedoch deutlich mit einem Anstieg von ca. 23% übertroffen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen eine weit über den Erwartungen liegende positive Entwicklung im Absatzbereich des Direktvertriebs sowie der sehr positiven Marktresonanz in Bezug auf die Veröffentlichungen unserer KOMPLETE 13 Bundles und MASCHINE+. Die Geschäftsführung geht auch davon aus, dass die COVID-19-Pandemie ein möglicher Einflussfaktor für die positive Entwicklung ist. Es wurde beobachtet, dass zu Beginn des Lockdowns im Frühjahr 2020 der Onlineabsatz im Software-Bereich sprunghaft angestiegen ist. Es ist anzunehmen, dass viele Menschen aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung neue Wege suchten, um sich kreativ zu verwirklichen und neue Fähigkeiten zu erlernen. Die Geschäftsführung wird diesen Umstand weiter untersuchen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eventuelle neue Nutzergruppen weiterführend anzusprechen und Kunden zu binden

3 Unternehmensentwicklung 2020

3.1 Entwicklung der Beteiligungsstruktur

Die Native Instruments GmbH verfügt insgesamt über sechs unmittelbare 100%ige Tochterunternehmen:

Native Instruments North America Inc., USA

Native Instruments Japan K.K., Japan

Native Instruments UK Ltd., Großbritannien

Native Instruments Hong Kong Ltd., Hong Kong

Native Instruments France S.à r.l., Frankreich

Sounds Unlimited Inc., USA

Zudem hält die Native Instruments GmbH über die Beteiligung an der Native Instruments Hong Kong Ltd. mittelbar 100% an der Shenzhen Native Instruments Co., Ltd. in China.

Des Weiteren ist durch die Native Instruments North America Inc., USA, eine Betriebsstätte in Kanada begründet. Durch die Native Instruments GmbH wurde eine Betriebsstätte in der Schweiz begründet und im Berichtsjahr durch Umstrukturierungen im Absatzmarkt Schweden eine weitere Betriebsstätte in Schweden.

3.2 Forschung und Entwicklung

Native Instruments investiert als innovatives Unternehmen kontinuierlich in die Weiterentwicklung seiner Produkte. Die Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung von Software und Hardware betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 24.700 (Vorjahr: TEUR 21.231), von denen TEUR 19.492 (Vorjahr TEUR 17.233) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden.

3.3 Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.3.1 Ertragslage

Mit dem Umsatzvolumen von TEUR 99.827 erzielt Native Instruments 2020 den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte und liegt damit 23 % über dem Umsatz des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 81.100). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen eine weit über den Erwartungen liegende positive Entwicklung im Absatzbereich des Direktvertriebs sowie der sehr positiven Marktresonanz in Bezug auf die Veröffentlichungen unserer KOMPLETE 13 Bundles und MASCHINE+.

Der Umsatzanteil der "Top 10"-Produkte beträgt 41% (Vorjahr: 56%). Regional betrachtet gehören die Regionen EMEA und Americas mit einem Umsatzanteil von insgesamt 85% (Vorjahr: 84%) zu den Hauptabsatzmärkten des Gesellschaftsportfolios. Die Erlöse verteilen sich auf die Kernmarken wie folgt: KOMPLETE-Familie 74% (Vorjahr: 73%), TRAKTOR-Familie 13% (Vorjahr: 16%) und MASCHINE-Familie 14% (Vorjahr: 11%).

Das Unternehmensergebnis der Native Instruments GmbH (nach Ertragsteuern und vor Aufwendungen aus der Ergebnisabführung) belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 7.649 (Vorjahr: TEUR -6.271). Die Verbesserung ist dabei auf die vorgenannte Erhöhung der Umsatzerlöse (TEUR 18.727) bei gleichzeitiger Reduktion der Personalaufwendungen (TEUR 5.523) zurückzuführen, gegenläufig erhöhten sich die Materialaufwendungen (TEUR 3.561) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 5.531).

Im Jahresergebnis sind Abschreibungen auf aktivierte selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 16.968 (Vorjahr: TEUR 14.740) enthalten.

3.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital der Native Instruments GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 35.263 (Vorjahr: TEUR 35.263).

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 10.067 auf TEUR 95.666. Die Erhöhung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Liquiden Mittel um TEUR 26.315, gegenläufig verringerten sich die Forderungen gegen Gesellschafter um TEUR 6.413 und die sonstigen Ausleihungen im Finanzanlagevermögen durch die Rückführung von ausgereichten Darlehen um TEUR 4.160. Weiterhin reduzierten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um TEUR 2.258, die Anteile an verbundenen Unternehmen um TEUR 1.023 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.102. Die letztgenannten Veränderungen betreffen Wertberichtigungen auf den niedrigen beizulegenden Zeitwert in Verbindung mit der Sounds Unlimited, Inc. Die Veränderungen auf der Passivseite resultieren im Wesentlichen aus den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Gewinnabführung um TEUR 4.250 aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.823) und den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.216).

Die Vermögens- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist stabil sowie nachhaltig gesichert.

Verbindlichkeiten wurden und werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement.

Der Cashflow im Berichtsjahr beträgt TEUR 26.139 (Vorjahr: TEUR -1.061). Die Veränderung der liquiden Mittel setzt sich dabei aus folgenden Aspekten zusammen: Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 43.960 (Vorjahr: TEUR 18.267) und wird im Wesentlichen geprägt von nicht zahlungsrelevanten Abschreibungen in Höhe von TEUR 21.791 (Vorjahr: TEUR 17.358), der Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva und Passiva von insgesamt TEUR 20.372 (Vorjahr: -2.344 TEUR). Aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit ergibt sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR -17.821 (Vorjahr: TEUR -19.329), resultierend im Wesentlichen aus Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Investitionen in Sach- und Finanzanlagen. Aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Berichtszeitraum weder ein Mittelabfluss noch Mittelzufluss (Vorjahr: TEUR 0).

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Erwartungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Ergänzend verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kontokorrentlinien. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 33.685 (Vorjahr: TEUR 7.547) und setzt sich aus den Liquiden Mitteln zum 31.12.2020 in Höhe von TEUR 33.897 (Vorjahr TEUR 7.582) abzüglich der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr TEUR 35) zusammen.

Mit etwaigen Liquiditätsengpässen ist, basierend auf der erwarteten Geschäftsentwicklung, kurz- bis mittelfristig nicht zu rechnen.

4 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1 Risiken der künftigen Entwicklung

4.1.1 Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind zum Abschlussstichtag und zum Berichtszeitpunkt nicht bekannt.

4.1.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung der Native Instruments-GmbH hängt wesentlich von der globalen, wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. In dem halbjährlich von der Weltbank veröffentlichten Global Economic Prospects-Bericht werden die weltweiten Perspektiven auch für Schwellen- und Entwicklungsländer dargestellt. 1 Der aktuelle Bericht, welcher im Januar 2021 erschien, zeigt auf, dass gerade im Hinblick auf die Schwellen- und Entwicklungsländer, Investitionen im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingebrochen sind, welcher auch durch eine wirtschaftliche Widerbelebung im Jahr 2021 nicht ausgeglichen werden kann. Nach dem wirtschaftlichen Einbruch im vergangenen Jahr, welche durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst worden ist und die globale Wirtschaftsleistung um schätzungsweise 4,3% schrumpfen ließ, erwartet die Weltbank ein globales Wachstum um 4% für 2021 und für das Jahr 2022 von 3,8%. Das Wachstum in den für die Native Instruments GmbH wichtigen Absatzmärkten USA und den EURO-Raum, wird für 2021 auf 3,5% und 3,6% und für 2022 auf 3,3% und 4,0% geschätzt. Die EU-Kommission geht gemäß dem "Autumn 2021 Economic Forecast" vom 11. November 2021 von einem Wachstum in der Europäischen Union für 2021 von 5,0% und für 2022 von 4,3% aus. 2 Das Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern wird für 2021 auf 5,0% und für 2022 auf 4,2% prognostiziert. Der Großteil dieses Wachstums in den Entwicklungs- und Schwellenländern entfällt auf China, mit einem Wachstum von 7,9% im Jahr 2021 und 5,2% 2022. Die entsprechenden Prognosen stehen jedoch unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Pandemiebekämpfung, der Bereitstellung von Impfstoffen und den entsprechenden Maßnahmen der Staaten zur Stützung der Wirtschaft.

1 World Bank. (2021). Global Economic Prospects, January 2021, Washington, DC:.
2 https://ec.europa.eu/info/business-economy-euro/economic-performance-and-forecasts/economic-performance-country/eu_de, abgerufen am 15.11.2021

Obwohl es weitere Schritte hin zu einer Handelsliberalisierung gegeben hat, bleiben die in den Vorjahren eingeführten höheren Zölle zwischen den USA und China in Kraft. Auch wenn die handelspolitischen Unsicherheiten, von den Höchstständen im Jahr 2019 zurückgegangen sind, liegen diese weiterhin über den historischen Vergleichswerten. Von diesen Unsicherheiten, ist auch die Native Instruments GmbH, mit seinen weltweit verzweigten Produktions- und Absatzmärkten betroffen.

Aktuell ist der Welthandel von Lieferengpässen und Engpässen in den globalen Wertschöpfungsketten, die sich vorübergehend, durch die Blockade des Suezkanals im März 2021 noch verstärkt hatten, geprägt. Durch die Widerbelebung der Weltwirtschaft und die gleichzeitig weiter anhaltende Pandemie, ist ein starker Anstieg im Bereich der internationalen Frachtraten, bei lokalen Engpässen von Schiffscontainern zu verzeichnen. 3

Aufgrund der erreichten Diversifizierung der Absatz- und Bezugsmärkte der Native Instruments-GmbH können leichte Konjunkturschwankungen in einzelnen Märkten teilweise kompensiert werden. Die Gesellschaft beobachtet jedoch fortlaufend die Entwicklungen in den relevanten Märkten, um etwaige Veränderungen und daraus resultierende Risiken bestmöglich zu identifizieren und zu antizipieren, um wiederum frühestmöglich entsprechende Strategien und Maßnahmen zur Gegensteuerung zu entwickeln und zu implementieren. Hierfür greift die Gesellschaft unter anderem auf das Netzwerk internationaler, spezialisierter Beratungsfirmen zurück.

4.1.3 Risiken der Produktentwicklung sowie Innovations- und Qualitätsrisiken

Für den Erfolg der Gesellschaft ist es nach wie vor wichtig, gesetzte Entwicklungsziele zu erreichen und geplante Markteinführungstermine der Produkte einzuhalten. Können diese Ziele und Termine nicht erreicht bzw. realisiert werden, kann dies negative Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Unternehmens haben.

3 World Bank. (2021). Global Economic Prospects, June 2021, Washington, DC:.

Darüber hinaus unterliegt die Native Instruments GmbH diversen Innovationsrisiken. Ihre Innovationsführerschaft stellt für die Gesellschaft einerseits einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil und eine Kernkompetenz dar, andererseits verpflichtet sie die Gesellschaft jedoch auch zu besonderer technologischer und konzeptioneller Innovationskraft und erzeugt marktseitig eine entsprechende Erwartungshaltung. Diese Erwartungshaltung wird durch den allgemeinen, technologischen Fortschritt mit immer kürzeren Marktzyklen verstärkt. Produktinnovationen bergen dabei immer auch das Risiko eines potenziellen Misserfolgs, zum Beispiel aufgrund von nicht erwarteten oder kurzfristigen Veränderungen von Kundenpräferenzen im Laufe des Entwicklungsprozesses. Insofern besteht grundsätzlich stets die Möglichkeit, dass innovative Produkte oder Technologien der Native Instruments GmbH aufgrund ihres Konzepts oder ihrer Umsetzung schwächer als erwartet vom Markt angenommen werden, wodurch das erwartete Wachstum negativ beeinflusst werden kann. Zur Minimierung dieses Risikos nutzt die Gesellschaft weiterhin Methoden des Innovationsmanagements, um auch latente Präferenzen und Tendenzen im Markt möglichst klar und frühzeitig zu erkennen. Die Innovationskraft innerhalb der Teams wird durch den Einsatz von User Panels und Focus Groups sowie durch "Design Thinking"-Prinzipien, Think Tanks und ähnliche Ansätze gestärkt. Ein weiteres Risiko ist der sogenannte Innovationsabgriff durch Dritte. Der Innovationsvorsprung der Gesellschaft am Markt geht verloren, sofern die Konkurrenz in der Lage ist, die von der Gesellschaft entwickelten Technologien oder Produktkonzepte zeitnah zu imitieren. Diesem Risiko beugt die Native Instruments GmbH durch möglichst frühzeitige und möglichst umfassende Patentierungen und Schutzanmeldungen vor. Allerdings lassen sich insbesondere Ideen und Nutzungskonzepte aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen und deren regionaler Unterschiede teilweise nur eingeschränkt oder gar nicht schützen.

Umgekehrt besteht auch das Risiko für die Native Instruments GmbH, unwissentlich durch eigene Innovationen bestehende Eigentums- und Schutzrechte Dritter zu verletzen. Angesichts der inhärenten Komplexität der Fragestellungen und auch der teilweise bestehenden Intransparenz über bestehende Schutzrechte auf globaler Ebene kann trotz intensiver Bemühungen und systematischer, rechtlicher und technischer Recherchen ein Restrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zur Minimierung dieses Risikos hat die Gesellschaft insbesondere in den entwicklungsnahen Bereichen entsprechende Projektmanagementprozesse implementiert und bedient sich darüber hinaus zahlreicher Tools, Infrastrukturen und Netzwerke, um diesbezügliche Risiken gegenüber den Eigentumsrechten Dritter zu minimieren.

Des Weiteren unterliegt die Gesellschaft auch in Bezug auf neue Geschäftsbereiche Innovationsrisiken. Im Berichtsjahr hat die Native Instruments GmbH die Entwicklung ihrer Online-Plattform für Loops, Samples und Sound-Packs weiter vorangetrieben. Die Plattform mit der URL Sounds.com wurde im Januar 2018 in der Beta-Phase in den USA gestartet und ist seit Mitte des Jahres 2018 in 21 weiteren Länder erreichbar. Im Angebot sind aktuell sowohl unternehmenseigene Loop- und Sample-Inhalte der MASCHINE Expansions als auch Soundmaterial. Die Gesellschaft bietet Musikschaffenden mit dieser Plattform die Möglichkeit, u.a. mittels einer Suchfunktion die gewünschten Produkte auszuwählen und im Abonnement (auf Monatsbasis) zu erwerben. Obwohl Subscription- bzw. Abonnementmodelle in einer wachsenden Anzahl von Medien- und Softwarebranchen bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich und mit einer wachsenden Kundenakzeptanz am Markt umgesetzt werden, insbesondere im Bereich der TV- und Musikstreamingdienste sowie Plattformen für Gaming-, Foto- und Video-Software, hat dieser Trend den Bereich der Musikproduktions- und Musikinstrumentensoftware noch nicht gleichermaßen erfasst. Insofern besteht grundsätzlich die Gefahr, dass die Kundenakzeptanz von Abonnentenmodellen im Bereich der Musikproduktions- und Musikinstrumenten-Software langsamer oder weniger umfassend erfolgt als geplant bzw. in vergleichbaren Branchen. Zudem können Kannibalisierungseffekte bei den eigenen Produkten der Native Instruments GmbH eintreten, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis auswirken.

Als Anbieter von hochentwickelten Produkten für teilweise hochspezialisierte, professionelle Kunden und Anwendungsbereiche im sogenannten Premiumsegment unterliegt die Gesellschaft schließlich auch Qualitätsrisiken. Trotz intensiver Sicherungsmaßnahmen können die angestrebte und marktseitig erwartete, hohe Qualität und Funktionalität von Technologien und Produkten nicht immer vollumfänglich gewährleistet werden. Die Markteinführung von Produkten sowie Technologien, die das Qualitätsversprechen nicht halten können, kann signifikante Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben. Je nach Ausmaß des Verfehlens der Qualitätsziele kann einerseits eine nachhaltige Beschädigung der Reputation des Unternehmens als Markenhersteller von Premiumprodukten eintreten, andererseits können auch Kosten im Zusammenhang mit der Beseitigung etwaiger Produktfehler und Mängel entstehen. Um eine Fertigungsqualität auf dauerhaft hohem Niveau bestmöglich sicherzustellen, wird das implementierte Qualitätssicherungssystem der Gesellschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Die Native Instruments GmbH bedient sich dabei zeitgemäßer Tools sowie moderner, effizienter Managementmethoden zur Qualitätssicherung.

4.1.4 Wettbewerbsrisiken

Die Wettbewerbsintensität in den für die Gesellschaft relevanten Marktbereichen war auch im Berichtsjahr unverändert hoch. Die Übernahme und Nachahmung erfolgreicher und innovativer Produktkonzepte und Produkte durch die Konkurrenz stellt für die Native Instruments-GmbH ein ernst zu nehmendes Wettbewerbsrisiko dar. Sofern bestimmte Produkte der Native Instruments-GmbH aufgrund dieser Entwicklung ihre besonderen Alleinstellungsmerkmale verlieren und sich dadurch ihre Marktattraktivität reduziert, kann daraus eine Belastung der Ergebnissituation der Gesellschaft resultieren. Die Gesellschaft steuert diese Wettbewerbsrisiken fortwährend entgegen durch eine kontinuierliche und intensive Marktbeobachtung und das konsequente Bemühen, die Technologieführerschaft in den bearbeiteten Marktsegmenten zu sichern und auszubauen.

4.1.5 Währungsrisiken

Aus der Abwicklung von Bezugs- und Absatzgeschäften in Fremdwährung (vor allem in USD, GBP, JPY, CAD, CNY und AUD) ergeben sich für die Native Instruments GmbH Währungsrisiken. In Abhängigkeit von der Entwicklung des Euro-Kurses wirken sich Wechselkursänderungen positiv oder auch negativ auf die Erlöse und das Ergebnis der Gesellschaft aus.

Die kurzfristigen Risiken aus der Entwicklung des US-Dollars werden derzeit als moderat eingeschätzt. Überwiegend entsprechen sich die Volumina in US-Dollar aus Einkäufen und Umsätzen und bilden somit eine natürliche Absicherung, sofern sich entsprechende Volumina nicht mehr entsprechen sollten, werden geeignete Maßnahmen im Bereich der Fremdwährungsbeschaffung und -veräußerung vorgenommen. Erträgen in Britischen Pfund, Japanischen Yen, Kanadischen Dollar und Australischen Dollar stehen dagegen nur geringe Aufwendungen in den jeweiligen Währungen gegenüber, so dass Kursschwankungen dieser Währungen entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis haben können.

Das Währungsrisiko federt die Gesellschaft durch den Einsatz von Währungssicherungsgeschäften, vor allem durch Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, ab. Der Einsatz der Finanzinstrumente erfolgt auf Basis einer rollierenden Fremdwährungsvorschau und wird kontinuierlich angepasst und auf seine Effektivität hin überprüft. Dem Emittentenrisiko bei diesen Währungssicherungsgeschäften begegnet die Gesellschaft durch eine Streuung der Finanzinstrumente auf verschiedene internationale Bankinstitute.

4.1.6 Forderungsrisiken

Forderungsausfallrisiken bestehen für das Unternehmen dahingehend, dass Händler, Distributoren und Endkunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Diese Risiken werden bilanziell durch Einzelwertberichtigungen abgebildet, die regelmäßig analysiert und angepasst werden. Darüber hinaus sind wesentliche Forderungen über die Euler-Hermes Kreditversicherung abgesichert.

Abhängig von den Bonitätseinschätzungen externer Warenkreditversicherer besteht das Risiko, dass nicht alle Forderungen und/oder Kunden im gewünschten Maße abgesichert werden können. Derzeit können Forderungen gegen einige wenige, aus Sicht der Gesellschaft jedoch bedeutsame Kunden am Warenkreditversicherungsmarkt nicht abgesichert werden. Wenn möglich ist die Gesellschaft in diesen Fällen bemüht, entsprechende Risiken über alternative Absicherungsformen am Kapitalmarkt abzusichern. Solche alternativen Instrumente sind teilweise jedoch aufgrund der Marktliquidität nicht oder nur teilweise oder nur zu einem kaufmännisch nicht tragbaren Marktpreis erhältlich.

4.1.7 Vertriebsrisiken

Die Gesellschaft verringert sukzessive ihr Risiko der Abhängigkeit von unabhängigen Vertriebspartnern durch die Gründung von Vertriebsgesellschaften und Betriebsstätten. Die Gründungen der japanischen, britischen und französischen Vertriebsgesellschaften und einer Betriebsstätte in Kanada der Schweiz und Schweden in den vergangenen Jahren waren bereits Ausdruck dieser Strategie der Diversifikation, die zu einer Ablösung von ehemaligen Distributionspartnern und damit zu einer signifikanten Verringerung entsprechender Abhängigkeiten in den Regionen APAC und EMEA geführt hat. Auf dem US-amerikanischen Markt stellt die starke Konzentration von wenigen, mächtigen Handelsketten nach wie vor eine Herausforderung für das Unternehmen dar. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Umsetzung der von der Gesellschaft angestrebten Preispolitik im Handel selbst, aber auch hinsichtlich der Übertragung von den Endkunden gewährten Preisnachlässen auf die Gesellschaft. Ein weiterführendes Risiko, dem die Native Instruments GmbH indirekt in den USA unterliegt, ist die finanzielle Situation eines der größten Händler für Musikinstrumente. Schwierigkeiten bei diesem Vertriebspartner könnten mittelfristig dazu führen, dass dieser Vertriebskanal entfällt, mit weitreichenden Folgen für die Einzelhandelslandschaft in den USA. Entsprechende Risikominderungsmaßnahmen wurden eingeleitet.

Die Native Instruments GmbH bemüht sich daher grundsätzlich um eine Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Vertriebspartnern. Zudem wird durch fortlaufende Maßnahmen die Direktansprache der Endkunden weiter verstärkt werden. Im Berichtsjahr konnte der wertmäßige Anteil der Direktverkäufe erneut gesteigert werden.

4.1.8 Personalrisiken

Der Gewinn und die Bindung von qualifiziertem Personal ist für die Native Instruments GmbH ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Dabei erleben insbesondere die Standorte Berlin als auch Los Angeles durch ihre kreative Attraktivität und Anziehungskraft einen seit nunmehr einigen Jahren anhaltenden Boom an Unternehmensgründungen, insbesondere im Technologie- und Mediensegment. Die Auswirkungen dieses Trends führen zu einem am Arbeitsmarkt zunehmend spürbaren Konkurrenzdruck und Wettbewerb um Talente, in deren Folge offene Positionen, insbesondere in den Bereichen Soft- und Hardwareentwicklung sowie Produktmanagement und -design, mitunter nur schwer oder mit Verzögerungen besetzt werden können. Auch führt dieser Wettbewerb um Talente, insbesondere an diesen Standorten, auch zu einer sich verändernden Erwartungshaltung der Kandidaten in Bezug auf Gehalt sowie weitere, materielle und nicht-materielle Leistungen. Die Gesellschaft hat in diesem Wettbewerb sicherlich noch eine vergleichsweise günstige Position durch die starke und global etablierte Marke "Native Instruments", die weiterhin ein hohes Anziehungspotential bietet und es dadurch in besonderem Maße ermöglicht, Talente auch international zu rekrutieren. Nichtsdestotrotz muss sich auch die Native Instruments GmbH sehr aktiv und in besonderer Weise um neue, aber natürlich auch um bestehende Mitarbeiter bemühen, um die gesetzten Wachstumsziele dauerhaft und nachhaltig erfüllen zu können. Um das zu gewährleisten, arbeitet die Gesellschaft kontinuierlich an Ideen, Maßnahmen und Tools, um Attraktivität, Anziehungskraft und die besondere Unternehmenskultur von Native Instruments als Arbeitgeber weiterzuentwickeln und nach innen wie nach außen gerichtet, bestmöglich transparent und bekannt zu machen.

4.1.9 Beschaffungsrisiken

Die Native Instruments GmbH ist weltweit aufgestellt, mit verzweigten Beschaffungs- und Absatzmärkten. Da die Gesellschaft nur im Bereich der Forschung, Entwicklung und dem Vertrieb der eigenen Produkte tätig ist, muss im Bereich der Fertigung auf ein Netz von Auftragsfertigern zurückgegriffen werden. Um die sich hieraus ergebenen Risiken und Abhängigkeiten zu minimieren, werden die Hardwareprodukte der Gesellschaft an verschiedene Auftragnehmer in China, Tunesien, Malaysia und Taiwan vergeben.

Wie bereits unter Punkt 4.1.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken erwähnt, kommt es aktuell weltweit zu Lieferengpässen, denen sich auch die Gesellschaft nicht entziehen kann. Die Lieferengpässe stehen im Zusammenhang mit einer durch die COVID-19-Pandemie (siehe hierzu Punkt 2.2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft) erhöhten Nachfrage, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Produktion und Lieferengpässen bei Kernkomponenten.

Der Rückgang der Produktion ist im Wesentlichen auf die verschiedenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in den entsprechenden Ländern zurückzuführen, allem voran die vorübergehende Schließung von Fertigungsanlagen. Im Bereich von Lieferengpässen bei Kernkomponenten, ist auch die Native Instruments GmbH von der weltweit erhöhten Nachfrage im Bereich der Mikrochips betroffen. Hauptgründe für die erhöhte Nachfrage, sind die zunehmende weltweite Digitalisierung und die Nachfrage aus der Autoindustrie, aufgrund der hier erfolgenden Umstellung auf Elektromobilität. Diese erhöhte Nachfrage spiegelt sich auch im Wachstum dieses Industriebereiches wider. Für das Jahr 2021 wird mit einem Wachstum von 19,7% gegenüber dem Jahr 2020 im weltweiten Halbleitermarkt gerechnet 4.

Im 3. Quartal 2021 haben sich die Lieferengpässe im Bereich der Mikrochips noch einmal verschärft. Hierdurch wird es zu einer Limitierung der Produktionskapazitäten auf Seiten der Auftragsfertiger kommen. Aktuell geht die Geschäftsführung davon aus, dass dies im ersten Halbjahr 2022 zu Umsatzausfällen im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich führen kann. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Versorgungslage mit Mikrochips im Laufe des Jahres 2022 entspannen wird und dass diese Umsatzausfälle in wesentlichen Teilen im zweiten Halbjahr 2022 wieder aufgeholt werden können. Auch wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, dass die Umsatzausfälle aufgeholt werden können, werden unterschiedliche Maßnahmen evaluiert, um Umsatzausfälle bei den betroffenen Produkten durch andere Produktbereiche zu kompensieren.

Um die Risiken zu minimieren, ist die Gesellschaft in ständigen Austausch mit den Herstellern, dabei wird die Wertschöpfungskette laufende überwacht, Optimierungspotenzial identifiziert und entsprechend implementiert.

4 Semiconductor Industry Association. Pressemitteilung vom 09.Juni 2021, Washington, DC:.

4.2 Chancen der künftigen Entwicklung

4.2.1 Marktchancen

Die Musikindustrie befindet sich weiterhin im digitalen Wandel. Gab es im Bereich der Musikdistribution in der Vergangenheit bereits den Übergang zu Downloads und später zum Streaming von Musik, werden sich vergleichbare, technologiegetriebene Umbrüche und Entwicklungen auch auf vorgelagerte Elemente der Wertschöpfungskette ausweiten. Dieser Wandel wird dabei explizit auch den für Native Instruments relevanten Prozess der Erschaffung und Produktion von Musik umfassen.

Dabei wird es auch in Zukunft darum gehen, bestehende Ansätze, Prozesse und Anwendungen entlang der relevanten Wertschöpfungskette neu zu denken und, im Bedarfsfall, disruptiv zu ersetzen. Im Kern dieses Wandels wird es darum gehen, das Arbeiten mit diesen Technologien und Lösungen aus Sicht des Kunden zu verbessern und zu vereinfachen. Für das Halten bestehender vor allem aber auch das Erschließen neuer, jüngerer Kunden- und User-Gruppen wird es zukünftig immer bedeutender werden, einen intuitiven, zugänglichen und hochintegrierten Workflow zu schaffen, bei dem die Komplexität der im Hintergrund arbeitenden Technologien nicht wahrnehmbar sind. Die Gesellschaft sieht sich dabei aufgrund seiner Innovationsführerschaft, der stark positionierten Marken sowie seines geistigen Eigentums an Produkten, Technologien und Infrastrukturen in einer weiterhin sehr guten Position, um diesen Veränderungsprozess wesentlich mitzugestalten und die Wertschöpfungstiefe des bestehenden Produktportfolios sowohl horizontal als auch vertikal deutlich zu erweitern.

Ihre bestehende, image- und gewinnbringende Innovationsführerschaft in diversen Marktsegmenten stärkt die Native Instruments GmbH dabei durch die konsequente Anwendung von kundenzentrierten, agilen und reaktionsschnellen Produktentwicklungs-Methoden sowie die kontinuierliche Berücksichtigung von Ergebnissen aus der Markt- und Trendforschung.

Als wichtiger Markt, den es noch zu erschließen gilt, werden die sogenannten Emerging Markets (Schwellenländer) betrachtet. Da sich das Wachstum in den Schwellenländern auch in den kommenden Jahren, wenn auch nicht mehr in der bekannten Dynamik, fortsetzen wird, hat die Native Instruments-GmbH den Markteintritt auf dem wichtigsten dieser Märkte - China - im Vorjahr vollzogen und im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt.

4.2.2 Chancen der Produkt-Umsatzentwicklung

Im Berichtsjahr wurden wichtige Produkte veröffentlicht, hier sind zu nennen MASCHINE+ und die KOMPLETE 13 Bundles. Die Veröffentlichung erfolgte im 4. Quartal des Berichtsjahres und die Marktresonanz ist sehr positiv verlaufen, sodass die Geschäftsführung davon ausgeht, dass diese Produkte und die eingeschlagene strategische Neuausrichtung sich am relevanten Zielmarkt etablieren wird.

Die Native Instruments GmbH geht weiterhin anhand der Produkt- und Entwicklungspläne und der durchgeführten Veröffentlichungen - vor allem im Bereich des Einsteigersegmentes und der Online-Plattformen - davon aus, dass sie auch in den kommenden Jahren Marktanteil und Umsatz wird wesentlich steigern können. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor werden weiterhin ihre drei gut positionierten Produktfamilien MASCHINE, KOMPLETE und TRAKTOR sein, die durch ihre ineinandergreifenden Anwendungen den kreativen Schaffensprozess von Anfang bis Ende optimal unterstützen. In der konsequenten Umsetzung dieser Integrationsstrategie sieht die Gesellschaft gute Chancen, um Kundennutzen und -zufriedenheit auf hohem Niveau auszubauen und damit auch nachhaltigen, wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

Weitere Effizienz- und Effektivitätssteigerungen in der Produktentwicklung erwartet Native Instruments zudem aus der fortlaufenden Optimierung des internen Projektmanagements und der Arbeitsweise in einer agilen Aufbau- und Ablauforganisation. Auch im weiteren Ausbau von Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaften mit nahestehenden Herstellern von Softwareinstrumenten und -effekten wird Potential zur Stärkung des Produktportfolios gesehen. Weiterhin bietet die Optimierung der weltweiten Vermarktungs- und Vertriebswege Chancen zur Steigerung des Umsatzes und der Rohertragsmarge. Dazu gehört die Verkürzung von Vertriebsketten in den Kernmärkten ebenso wie im einstufigen, indirekten Vertriebsansatz in den für die Gesellschaft relevanten Regionalmärkten.

4.2.3 Chancen der Umsatzentwicklung durch Abonnementmodell

In die im Januar 2018 gestartete Plattform mit der URL Sounds.com hat Beta-Phase verlassen und es wurde ein aktualisiertes Abonnementmodell eingeführt. Der Marktauftritt wurde erweitert und seit Juli 2018 ist Sounds.com in 21 weiteren Ländern - neben den USA - verfügbar. Im Berichtsjahr ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, wesentlich für diesen Rückgang ist die Evaluation und die Restrukturierung des bestehenden Geschäftsmodelles und der damit einhergehenden Reduzierung der Aufwendungen für die Marketing, um neue Nutzer zu erreichen.

Nichtsdestotrotz geht die Geschäftsführung weiterhin davon aus, dass das Abonnementmodell in der Musikindustrie eine weiterhin hohe Bedeutung und entsprechende Potentiale haben wird. Im Rahmen der Evaluation und der Restrukturierung des bestehenden Geschäftsmodelles wurden Maßnahmen ergriffen und eingeleitet, um das Abonnementmodell auf die Bedürfnisse der Anwender besser auszurichten. Es ist geplant einzelne Produkte entsprechend anzubieten und die Marktresonanz in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen und das Angebot in Zukunft zu erweitern.

4.3. Prognosebericht

Im Folgenden werden im Wesentlichen Zukunftsaussagen und -erwartungen getroffen. Diese sind mit Unsicherheit behaftet. Es ist möglich, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse und Ergebnisse signifikant von den Erwartungen abweichen, wenn die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen und Prämissen von den tatsächlich eintretenden Entwicklungen abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2021 geht die Native Instruments-GmbH von einer Umsatzentwicklung leicht über dem Niveau des Berichtsjahres aus. Mit der weiteren Fokussierung auf die Steigerung der Profitabilität bei gleichzeitigen Investitionen in strategisch relevante Zukunftstechnologien, insbesondere im Zusammenhang mit dem Eintritt in neue Geschäftsfelder, plant die Gesellschaft für das Jahr 2021 derzeit mit einem im Vergleich zum Berichtsjahr leicht verbesserten Gesamtergebnis.

Die weiterhin anhaltende COVID-19-Pandemie beeinflusst auch die Geschäftstätigkeit Native Instruments-GmbH, gerade im Hinblick auf die unter Punkt 4.1.9 genannten Auswirkungen. Durch die Entwicklung eines Impfstoffes und den seit Ende 2020 eingesetzten Maßnahmen zur Impfung großer Teile der Bevölkerung in den USA und der Europäischen Union, hat sich die Lage im Sommer 2021 etwas entspannt. Seit Anfang November 2021, ist jedoch weltweit eine erneute Zunahme der Infektionszahlen zu verzeichnen, eine Dynamik, die bereits in der Europäischen Union seit Ende September zu verzeichnen ist.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Lage noch eine Zeit weiter angespannt bleibt. Die bisherige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft stimmt die Geschäftsführung jedoch positiv, dass die gesetzten Ziele erreicht werden können. Eine valide Prognose, ob die im Jahr 2020 eingesetzte Dynamik im Bereich Absatz, bei Auslaufen der Pandemie und allen damit einhergehenden Restriktionen nachlässt, kann nicht abgegeben werden. Wie bereits unter Punkt 2.2.5 erläutert, ist die Geschäftsführung bestrebt neu gewonnene Kunden zu binden und weiter an die Musikproduktion heranzuführen.

 

Berlin, den 17. Dezember 2021

Constantin Köhncke, Geschäftsführer

Robert Linke, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVSEITE

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 39.870.873,49 39.417.990,62
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.885.267,63 3.194.491,78
3. Geleistete Anzahlungen 112.365,49 43.868.506,61 36.695,21
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.734.909,80 2.753.445,84
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176.634,41 1.911.544,21 139.218,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.386,94 1.152.651,94
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 358.131,20 2.615.779,09
3. Sonstige Ausleihungen 366.808,28 854.326,42 4.527.026,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 538.905,90 636.174,27
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.574.441,57 8.113.347,47 8.462.586,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.832.532,00 1.235.128,86
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 6.413.496,47
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.147.501,30 6.249.095,97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 520.130,40 6.500.163,70 674.680,41
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 217.752,08 (i.Vj. EUR 258.967,69)
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 1,00 1,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 33.897.246,71 7.581.757,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 520.938,22 508.515,82
95.666.074,34 85.598.736,63

PASSIVSEITE

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 43.010,00 43.010,00
II. Kapitalrücklage 25.168.075,17 25.168.075,17
III. Gewinnvortrag 10.051.944,91 10.051.944,91
IV. Jahresüberschuss 0,00 35.263.030,08 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.005.814,26 4.480.648,88
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 192.753,29 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 192.753,00 (i.Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.997.465,24 8.174.754,69
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 10.997.465,24 (i.Vj. EUR 8.174.754,69)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 40.292.265,92 36.042.740,42
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.560.719,33 (i.Vj. EUR 9.660.936,95)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.634.130,01 418.312,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.634.130,01 (i.Vj. EUR 418.312,14)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.280.615,54 55.397.230,00 1.219.250,42
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.280.615,54 (i.Vj. EUR 1.219.250,42)
- davon aus Steuern EUR 1.137.406,82 (i.Vj. EUR 1.108.524,92)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.561,40 (i.Vj. EUR 6.143,51)
95.666.074,34 85.598.736,63

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für den Zeitraum vom 01.01.2020 - 31.12.2020

01.01.-31.12.2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 99.826.545,94 81.099.680,40
2. andere aktivierte Eigenleistungen 19.491.779,62 17.233.365,15
3. sonstige betriebliche Erträge 3.179.693,25 2.235.281,28
- davon aus Währungsumrechnung EUR 2.871.451,46 (i.Vj. EUR 1.932.298,95)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.946.481,63 -24.923.824,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.957.329,69 -7.419.249,42
-35.903.811,32 -32.343.073,78
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -20.268.974,02 -25.055.522,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -3.448.707,84 -4.185.327,10
-23.717.681,86 -29.240.849,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.791.377,95 -17.358.235,98
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnung EUR -2.984.451,93 (i.Vj. EUR -1.906.000,68) -32.069.850,86 -26.538.961,33
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 40.591,39 39.000,75
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 40.591,39 (i.Vj. EUR 39.000,75)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.472,02 111.232,02
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.458.959,53 -1.508.737,07
- davon an verbundene Unternehmen EUR -1.458.959,53 (i.Vj. EUR -1.508.737,07)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,01 0,00
13. Ergebnis nach Steuern 7.649.400,71 -6.271.297,80
14. sonstige Steuern -283.310,62 -716.917,58
15. Aufwendungen (Vorjahr: Erträge) aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages -7.366.090,09 6.988.215,38
16. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2020

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 72458 B eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss der NATIVE INSTRUMENTS GmbH, Berlin, zum 31.12.2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Gliederungsschema des § 266 HGB ist um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ergänzt. Die Erweiterung erfolgt gemäß § 265 Abs. 5 HGB i.V.m. § 42 Abs.3 GmbHG. In den genannten Posten werden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH, Berlin, aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Zum 1. Juli 2011 ist die Gesellschaft in eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH eingetreten. Zu diesem Zweck wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2011 ein entsprechender Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Aufgrund der finanziellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung besteht zwischen der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH und der NATIVE INSTRUMENTS GmbH, gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG, zudem eine umsatzsteuerliche Organschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Herstellungskosten wurden die in § 255 Abs. 2 HGB enthaltenen Wahlrechte ausgeübt. Vermögensgegenstände für die Entwicklung von Produktreleases werden ab dem jeweiligen Monat der Markteinführung einheitlich über einen Zeitraum von drei Jahren bzw. fünf Jahren pro rata temporis abgeschrieben. Andere selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen über längstens 10 Jahre. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über längstens 13 Jahre vermindert. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einen separaten Posten eingestellt, welcher einheitlich über eine Dauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung dem niedrigeren beilzulegenden Wert angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Hilfsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Vorhandenen Risiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Ein- bzw. Auszahlungen, die erst in späteren Perioden Erträge bzw. Aufwendungen darstellen, werden über Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und entsprechend ihres Nutzungszeitraumes aufgelöst.

Bei der Bildung von Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. In die Bewertung der Rückstellungen wurden entsprechende Kosten und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2020 veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Währungsumrechnung in Euro von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, erfolgte gemäß den Regelungen des § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag (1 USD = EUR 0,814929, 1 JPY = EUR 0,007906, 1 GBP = EUR 1,112309, 1 HKD = EUR 0,105106, 1 CNY = EUR 0,124649).

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen begonnene und abgeschlossene Entwicklungsprojekte, erworbene Software und Lizenzen sowie aktivierbaren Content aus Erwerbungen.

Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen die Ausstattung der Gesellschaft mit Büromöbeln, Mietereinbauten, Prototypen und EDV-Hardware.

Das Finanzanlagevermögen beinhaltet die Anteile an der Native Instruments North America Inc., USA (TEUR 9, Vorjahr: TEUR 9), an der Native Instruments Japan K.K., Japan (TEUR 51, Vorjahr: TEUR 51), an der Native Instruments UK Ltd., Großbritannien (TEUR 58, Vorjahr: TEUR 58), an der Native Instruments Hong Kong Ltd., Hong Kong (TEUR 1, Vorjahr: TEUR 1), an der NATIVE INSTRUMENTS France S.à r.l. (TEUR 10, Vorjahr: TEUR 10) und an der Sounds Unlimited, Inc. (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 1.023), die jeweils 100%ige Tochterunternehmen sind. Langfristige Ausleihungen sind an die Sounds Unlimited, Inc. (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 2.255), an die Native Instruments Hong Kong Ltd. (TEUR 358, Vorjahr: TEUR 360) vergeben worden, die zu marktüblichen Bedingungen verzinst werden.

Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.023 auf den Anteilsbesitz und den langfristigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 2.302 an der Sounds Unlimited, Inc. vorgenommen.

Die Gesellschaft hat an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans im Geschäftsjahr 2017 endfällige Darlehen mit einem Nominalbetrag von insgesamt TEUR 4.160 gewährt. Die Darlehen wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen, die originär auf USD, JPY, GBP, HKD oder CNY lauten. Restlaufzeiten von über einem Jahr bestehen bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht. Diese Forderungen entfallen mit TEUR 4.148 (Vorjahr TEUR 6.249) auf Lieferungen und Leistungen.

Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.628 auf Forderungen gegenüber der Sounds Unlimited, Inc. vorgenommen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 259).

Die im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 509) betreffen im Wesentlichen Zahlungen für Lizenzen und Versicherungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist vollständig eingezahlt worden.

Fremdkapital

Die sonstigen Rückstellungen wurden für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 28, Vorjahr: TEUR 16) und für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Letztere umfassen zum Stichtag im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für das Geschäftsjahr (TEUR 1.767, Vorjahr: TEUR 1.074), Rückstellungen aus steuerlichen Risiken (TEUR 982; Vorjahr: 1.147) ausstehende Urlaubsansprüche (TEUR 867, Vorjahr: TEUR 669), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 595, Vorjahr: TEUR 510), Rückstellungen für Rechtsrisiken (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 200), Rückstellungen für Boni (TEUR 136; Vorjahr: TEUR 101) und Rückstellungen für Abfindungszahlungen (TEUR 0; Vorjahr TEUR 621).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ein marktüblich verzinstes Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 27.732 (Vorjahr: TEUR 26.382), in welchem der verbleibende Teil der Ergebnisabführung der Geschäftsjahre 2013 bis 2016 gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag zusammengefasst wird, den Restbetrag aus der Gewinnabführung für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 (TEUR 9.610, Vorjahr: TEUR 9.123) und eine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.254, Vorjahr: TEUR 538) und Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 1.697; Vorjahr TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen entfallen mit TEUR 2.634 (Vorjahr: TEUR 418) auf Lieferungen und Leistungen; die Restsalden betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

Dem Jahresabschluss ist eine Übersicht der Laufzeiten und der Besicherung der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten beigefügt, der Bestandteil des Anhangs ist.

Latente Steuern

Für das Geschäftsjahr ergibt sich für die Gesellschaft, bedingt durch das ertragsteuerliche Organschaftsverhältnis mit der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH, keine ertragsteuerliche Belastung. Infolgedessen werden passive latente Steuern aufgrund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz, die zu einem höheren handelsrechtlichen Ergebnis führen, zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres in der Handelsbilanz des Organträgers, der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH, ausgewiesen. Gleiches gilt für die aktiven latenten Steuern, die aus dem Ansatz von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in der Handelsbilanz resultieren, die zu einem niedrigeren handelsrechtlichen Ergebnis führen. Die in den Vorjahren, beim Organträger, gebildeten aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, wurden im Berichtsjahr auf Grundlage der Übertragung der Mehrheit der Beteiligung an der Native Instruments Holding GmbH erfolgswirksam, bei dieser ausgebucht.

Der Steuersatz zur Ermittlung der latenten Steuern beträgt 30,18 %.

Der Gesamtbetrag der aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich der hierfür auf Ebene des Organträgers gebildeten passiven latenten Steuern beträgt TEUR 27.838 (Vorjahr: TEUR 27.522). Zudem werden auf Ebene des Organträgers aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 7.643) ausgewiesen. Die frei verfügbaren Rücklagen einschließlich des Gewinnvortrages vor Organschaft betragen TEUR 35.220 (Vorjahr: TEUR 35.220). Der vor Ergebnisabführung maximal ausschüttbare Betrag beträgt im Berichtsjahr TEUR 14.748, dementsprechend ist eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB, für das im Berichtjahr abgeführte Jahresergebnis in Höhe von TEUR 7.366 nicht gegeben.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beträgt TEUR 1.550 (Vorjahr: TEUR 2.289) und betrifft künftige, vertraglich vereinbarte Mietaufwendungen für die Geschäftsräume in der Schlesischen Straße 28 und 29/30 (TEUR 903; Vorjahr: TEUR 1.870), vertragliche Verpflichtungen für externe Entwicklungsleistungen (TEUR 600; Vorjahr: TEUR 299) sowie Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 120).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im laufenden Geschäftsjahr werden Umsatzerlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 98.502 (Vorjahr: TEUR 80.552) und Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen weiterer Unternehmenstätigkeiten in Höhe von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 548) erzielt.

Die Umsatzerlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit teilen sich nach den geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf: EMEA-Region: TEUR 50.468/51,1 % (Vorjahr: TEUR 43.583/54,1 %); Americas-Region: TEUR 33.516/33,9 % (Vorjahr: TEUR 24.159/30,0 %), APAC-Region: TEUR 14.518/14,7 % (Vorjahr: TEUR 12.810/15,9 %).

Die Umsatzerlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit teilen sich nach den Produktfamilien wie folgt auf: KOMPLETE: TEUR 72.403/73,5 % (Vorjahr: TEUR 58.631/72,8 %), MASCHINE: TEUR 13.312/13,5 % (Vorjahr: TEUR 9.297/11,5%), TRAKTOR: TEUR 12.714/15,6 % (Vorjahr: TEUR 12.547/15,6 %), SOUNDS.COM: TEUR 73/0,1 % (Vorjahr: TEUR 77/0,1 %).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 24.700 (Vorjahr: TEUR 21.231), von denen ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 19.492 (Vorjahr: TEUR 17.233) als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert worden ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 262, Vorjahr: TEUR 136) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 2.871, Vorjahr: TEUR 1.932).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für angemietete Büroflächen (TEUR 1.306; Vorjahr: TEUR 1.474), Aufwendungen für Werbemaßnahmen (TEUR 2.278; Vorjahr: TEUR 1.929), Aufwendungen für externe Entwicklungsleistungen (TEUR 3.635; Vorjahr: TEUR 4.216), Aufwendungen für Verkaufsprovision (TEUR 2.880; Vorjahr: TEUR 4.049), Aufwendungen aus Geschäftsbesorgung (TEUR 3.980; Vorjahr: TEUR 3.159), Aufwendungen für Wertberichtigungen auf den niedrigere beizulegenden Zeitwert (TEUR 4.953; Vorjahr TEUR 0) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 2.993 (Vorjahr: TEUR 1.892).

Das Jahresergebnis der Gesellschaft vor Ergebnisabführung an die NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH beträgt TEUR 7.366 (Vorjahr: TEUR -6.988).

5. Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 317 Mitarbeiter (Vorjahr: 392 Mitarbeiter). Davon waren 71 Mitarbeiter leitende Angestellte und 246 Mitarbeiter Angestellte.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der Native Instruments North America Inc., Los Angeles, Kalifornien/USA, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2020 TEUR 7.961. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 20120 beträgt TEUR 1.080.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an Native Instruments Japan K.K., Tokyo/Japan, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 251. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 beträgt TEUR 107.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der Native Instruments UK Limited, Birmingham/Großbritannien, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 808. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 beträgt TEUR 276.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der Native Instruments Hong Kong Limited, Hong Kong, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR -55. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 beträgt TEUR -15.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der NATIVE INSTRUMENTS France S.à r.l., Paris/Frankreich, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 467. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 beträgt TEUR 141.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der Sounds Unlimited, Inc., Los Angeles, Kalifornien/USA, beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR -5.750. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 beträgt TEUR -920.

Zur Absicherung von Währungsrisiken des Euro hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Verkaufstransaktionen in Folgejahren Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von TUSD 1.500, TAUD 770, TCAD 680, TCHF 130, TJPY 158.520 sowie TGBP 740 abgeschlossen. Die Zeitwerte der Termingeschäfte zum 31.12.2020 wurden nach der Barwertmethode bewertet und betragen insgesamt (TEUR 3.426). Der Buchwert, der in den Sonstigen Rückstellungen enthaltenen ist, beträgt TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 16).

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.071 vorgenommen. Dies betrifft unter anderem Projekte, deren Entwicklung bereits begonnen wurde, jedoch eine Fertigstellung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht gewiss ist (TEUR: 550) und ein Projekt, welches im Rahmen der weiterführenden Entwicklung, die Voraussetzung eines Vermögensgegenstandes nicht mehr erfüllte (TEUR: 1.521). Weiterhin wurden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert an den Buchwerten auf den Anteilsbesitz, den langfristigen Ausleihungen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Sounds Unlimited, Inc. in einem Gesamtvolumen von TEUR 4.953 vorgenommen.

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Bankdarlehen in Höhe von TEUR 19.973 (Vorjahr: TEUR 23.334), welche durch die Muttergesellschaft aufgenommen wurden. Weiterhin besteht eine Rangrücktrittserklärung für ein an die Native Instruments Hong Kong Limited, Hong Kong, gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 89). Darüber hinaus bürgt die Gesellschaft für alle Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Kfz-Leasingverträgen der NATIVE INSTRUMENTS S.à r.l., Paris/Frankreich, in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 80).

Das Risiko der Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse wird aufgrund des Einblicks in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Tochtergesellschaften als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft nimmt als unteres Mutterunternehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB in Anspruch. Das obere Mutterunternehmen, die NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH mit Sitz in Berlin, stellt zum 31. Dezember 2020 einen befreienden Konzernabschluss (größter und kleinster Kreis) und einen Konzernlagebericht auf, in welchen die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH wird beim Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt. Damit ist die Gesellschaft von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und einen Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 aufzustellen.

Zu Geschäftsführern sind folgende Personen bestellt:

Daniel Haver; Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 23. September 2020)

Mate Galic; CIO (bis 23. September 2020)

Constantin Köhncke; Vorsitzender der Geschäftsführung (ab 23. September 2020)

Robert Linke; CPO (ab 23. September 2020)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB machen wir von der Schutzklausel Gebrauch.

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird nach § 285 Abs. 17 verzichtet, da diese Angabe in dem Konzernabschluss der NATIVE INSTRUMENTS Holding GmbH enthalten ist.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich möglicher Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 4.3 des Lageberichts.

Im Frühjahr 2021 wurde eine Mehrheitsbeteiligung an der obersten Konzerngesellschaft, der Native Instruments Holding GmbH, durch den bisherigen Mehrheitsanteilseigner EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG veräußert. Im Rahmen der Transaktion erwarb die Gesellschaft Music Creation Group Bidco GmbH 100 % der Anteile an der Native Instruments Holding GmbH. Im gleichen Zeitraum wurde auch die in den USA beheimatete Gesellschaft iZotope Inc. durch die Music Creation Group Bidco GmbH erworben, diese hält nunmehr 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft. Durch diese Veränderungen im Konsolidierungskreis und dem Eintritt einer neuen Konzernmutter erfolgt mit Abschluss der Transaktion die Einbeziehung des Native Instruments GmbH in den neuen Music Creation Group-Konzern. Oberstes Mutterunternehmen ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2020 die Music Creation Group Midco I GmbH.

Im Zusammenhang mit der vorstehend erläuterten Transaktion wurden sämtliche durch Kreditinstitute ausgereichte Darlehen der Native Instruments Holding GmbH, für welche die Native Instruments GmbH gesamtschuldnerisch haftet, zurückgeführt.

Die Gesellschaft hat im Zusammenhang mit der Transaktion den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021 auf ein Rumpfgeschäftsjahr geändert sowie das darauffolgende Geschäftsjahr mit Beginn des 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 definiert.

Der Jahresabschluss 2020 wird von der Geschäftsführung wie folgt unterzeichnet:

 

Berlin, den 17. Dezember 2021

Constantin Köhncke, Geschäftsführer

Robert Linke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Kurseffekte Geschäftsjahr Zugänge Umbuchungen Wertberichtigungen Umbuchungen Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 99.244.355,13 19.491.779,62 0,00 118.736.134,75
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.070.357,74 1.240.684,93 15.191,00 16.186.611,85
890.760,18
3. Geleistete Anzahlungen 36.695,21 966.430,46 0,00 112.365,49
890.760,18
113.351.408,08 0,00 22.589.655,19 905.951,18 135.035.112,09
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.531.687,84 293.275,90 722.818,91 16.102.144,83
0,00
3. Geleistete Anzahlungen 139.218,33 37.416,08 0,00 176.634,41
16.670.906,17 0,00 330.691,98 722.818,91 16.278.779,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.154.603,04 0,00 -1.023.265,00 0,00 131.338,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.615.779,09 -8.468,04 52.419,79 -2.301.599,64 0,00 358.131,20
3. Sonstige Ausleihungen 4.527.026,89 -32.046,90 31.576,29 4.159.748,00 366.808,28
8.297.409,02 -40.514,94 83.996,08 -3.324.864,64 4.159.748,00 856.277,52
138.319.723,27 -40.514,94 23.004.343,25 -3.324.864,64 5.788.518,09 152.170.168,85
Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Abschreibung Geschäftsjahr Umbuchungen Zuschreibung Geschäftsjahr Umbuchungen Abschreibung auf Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 59.826.364,51 19.038.896,75 0,00 0,00 78.865.261,26
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.875.865,96 1.440.669,26 0,00 15.191,00 12.301.344,22
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
70.702.230,47 20.479.566,01 0,00 15.191,00 91.166.605,48
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.778.242,00 1.311.811,94 0,00 722.818,91 14.367.235,03
0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.778.242,00 1.311.811,94 0,00 722.818,91 14.367.235,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.951,10 0,00 0,00 0,00 1.951,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.951,10 0,00 0,00 0,00 1.951,10
84.482.423,57 21.791.377,95 0,00 738.009,91 105.535.791,61
Buchwert
Stand 31.12.2020
Anlagevermögen EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 39.870.873,49
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.885.267,63
3. Geleistete Anzahlungen 112.365,49
43.868.506,61
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.734.909,80
3. Geleistete Anzahlungen 176.634,41
1.911.544,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.386,94
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 358.131,20
3. Sonstige Ausleihungen 366.808,28
854.326,42
46.634.377,24

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von davon
Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2020: < 1 Jahr 1-5 Jahren > 5 Jahre gesichert
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 192.753,29 192.753,29 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.997.465,24 10.997.465,24 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 40.292.265,92 40.292.265,92 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.634.130,01 2.634.130,01 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.280.615,54 1.280.615,54 0,00 0,00 0,00
Summe der Verbindlichkeiten 55.397.230,00 55.397.230,00 0,00 0,00 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Native Instruments GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Native Instruments GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Native Instruments GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 17. Dezember 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Christoph Henry Krause, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung der NATIVE INSTRUMENTS GmbH vom 27. Dezember 2021

Der von den Geschäftsführern der Gesellschaft vorgelegte Jahresabschluss für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme von EUR 95.666.074,34 und einem Jahresüberschuss von EUR 0,00 wird hiermit festgestellt.

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