Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Jung Papier GmbH
Kappeler Straße 51, 40597 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Volker Karl Gerhard JungJUNG.INV GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jung Papier GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2023 - 31.12.20231 Grundlagen der Gesellschaft Die Jung Papier GmbH, Düsseldorf ist ein 100%iges Tochterunternehmen der JUNG.INV GmbH. Das Management der Jung Papier GmbH hat seinen Sitz am Standort Düsseldorf-Reisholz. Jung Papier ist ein deutscher Hersteller von Hygienepapieren. Am Produktions- und Verwaltungsstandort in Düsseldorf-Reisholz werden Produkte der bekannten Traditions-Hygienemarke Hakle und anderer Marken produziert. Ein flexibler Produktionsbetrieb sowie langjährig erfahrene und motivierte Mitarbeiter sind das Kapital der Gesellschaft. Unser Handeln wird geleitet vom Streben nach kontinuierlicher Verbesserung unserer Qualitäts-, Umwelt- und Energieleistungen sowie nach einem Maximum an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Wir arbeiten im Rahmen eines geschlossenen Qualitätsmanagementsystems und halten verschiedenste Zertifizierungen, z. B. nach DIN EN ISO 9001, 14001, 50001, IFS, FSC oder PEFC. Im Rahmen der Insolvenz wurden die Markenrechte durch den Verkauf der Hakle Markenhaus GmbH an die Sofidel Germany GmbH zum 28. März 2023 veräußert. Im Rahmen des Verkaufs wurde ein Werklieferungsvertrag geschlossen, der die Belieferung von Hakle Markenprodukten durch die Jung Papier GmbH mit abnehmenden Mengen an die Sofidel Germany GmbH bis Ende 2024 sicherstellt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 betrug rund 4,12 Billionen Euro und ist somit gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3% gesunken. Der Ausblick für 2024 beinhaltet lt. letzter Prognose der Bundesregierung für 2024 einen Rückgang in Höhe von 0,2%, auch in Folge der Erwartung, dass die Weltwirtschaft spürbar ihr Tempo verlangsamt hat. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von knapp 45,9 Millionen Erwerbstätigen (vgl. mit 2022 +333.000) mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit 1991. Die Arbeitslosenquote, die auch als Indikator für den Fachkräftemangel angesehen werden kann, war entsprechend niedrig mit 5,7%. Das verarbeitende Gewerbe hat als zweitwichtigsten Wirtschaftsbereich zur Entstehung des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland im produzierenden Gewerbe eine Bruttowertschöpfung von ca. 1.000 Mrd. Euro. Der Gesamtabsatz an Hygienepapieren deutscher Papierfabriken lag 2023 bei 1.434kt (2022: 1.532kt) laut Branchenverband DIE PAPIERINDUSTRIE und somit 6,4% niedriger ggü. dem Vorjahr. Die Papierindustrie ist mit Metall und Glas einer der energieintensivsten Branchen im produzierenden Gewerbe. 2.2 Geschäftsverlauf - Umsatz- und Auftragsabwicklung Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr wurden Nettoumsatzerlöse in Höhe von TEUR 35.708 erzielt. Es wurden sowohl Fertigprodukte (Marke, Handelsmarken) als auch Halbfertigprodukte (Mutterrollen) veräußert. Der Gesamtumsatz ist um 12,8% gesunken, was maßgeblich durch den kürzeren Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres begründet ist. Im Rahmen des Werklieferungsvertrages mit der Sofidel Germany GmbH wurden weiterhin überwiegend Produkte der Marken Hakle und Dick & Durstig produziert. Erste Markenabsätze der neuen Marke The Papermakers konnten im zweiten Halbjahr 2023 platziert werden. In Bezug auf Umweltaspekte legte die Geschäftsführung den Schwerpunkt auf die Optimierung der Produktionsprozesse zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen je produzierter Mengeneinheit. 3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, nach denen wir unser Unternehmen steuern, sind: • Umsatzerlöse • Ergebnis vor Steuern sowie Finanz- und Beteiligungsergebnis (EBIT) • Liquiditätssituation 3.1 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 35.708 (i. Vj. TEUR 40.966) erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.919 (Vj. TEUR 36.514) enthielten im Wesentlichen Erträge aus Energiesubventionen, während im Vorjahr periodenfremde Erträge aus Sanierungsgewinnen im Rahmen der Insolvenz aus Gruppenbildung in Höhe von TEUR 28.637 enthalten sind. Im vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr sind Erlöse von außergewöhnlicher Größenordnung aus dem Verkauf der Beteiligung an der Hakle Markenhaus GmbH im Rahmen des Markenverkaufs an die Sofidel Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 6.968 enthalten. Weiterhin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 196 (i. Vj. TEUR 334). Der Materialaufwand betrug 66,2% (i. Vj. 65,4%) der Gesamtleistung gerechnet als Nettoumsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen. Die Entwicklung der seit dem Jahr 2021 gestiegenen Preise am Rohstoffmarkt für Zellstoff sowie die Einkaufspreise für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Energie hat sich seit Beginn 2023 deutlich verändert. Die Einstandspreise nehmen seit Beginn des Jahres deutlich ab und haben ihren Tiefpunkt im 4. Quartal 2023 erreicht. Der Personalaufwand belief sich auf TEUR 6.047 (i. Vj. TEUR 7.830) und betrug somit 16,8% (i. Vj. 19,5%) der Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich wie folgt:
Die Abschreibungen betrugen TEUR 162 (i. Vj. TEUR 193) und sind auf einem normalen Niveau. Jung Papier realisierte im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 - 31. Dezember 2023 ein EBIT von TEUR 866 (i. Vj. TEUR 26.219). 3.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen entfällt mit TEUR 2 auf immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 4.106 auf Sachanlagen. Das Sachanlagevermögen besteht zum größten Teil aus technischen Anlagen und Maschinen. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.686 für neue Verarbeitungsmaschinen geleistet. Das Vorratsvermögen (in Summe TEUR 6.882 (i. Vj. TEUR 6.242) setzt sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 2.489 (i. Vj. TEUR 1.602) und unfertigen Erzeugnissen (Mutterrollen) in Höhe von TEUR 562 (i. Vj. TEUR 1.200) zusammen. Darüber hinaus sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 3.831 (i. Vj. TEUR 3.440 enthalten. Die Sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 5.443 (i. Vj. TEUR 7.724), davon sind TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.890) Forderungen aus Factoring. Jung Papier weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.703 (i. Vj. TEUR 11.838) aus. Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31.12.2023 TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25). Die sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 6.445 (i. Vj. TEUR 10.056). Diese beinalten überwiegend Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von TEUR 1.042 (i. Vj. TEUR 3.003) sowie Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (im Wesentlichen Energie) in Höhe von TEUR 2.204 (i. Vj. TEUR 1.904). Die Rückstellungen für Personal (im Wesentlichen für Überstunden, nicht genommenen Urlaub und Jubiläen) betragen TEUR 566 (i. Vj. TEUR 1.160). Die Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.583 (i. Vj. TEUR 3.516). 3.3 Finanzlage Jung Papier weist zum Bilanzstichtag flüssige Mittel in Höhe von TEUR 6.189 (i. Vj. TEUR 10.469) aus, davon TEUR 3.180 auf Treuhandkonten. Im Geschäftsjahr wurden Anzahlungen für Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 2.686 geleistet. Die Investitionen wurden in eine neue Verarbeitungsmaschine sowie in eine Verpackungsanlage getätigt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Rumpfgeschäftsjahr sichergestellt. Im Rahmen unseres Finanzmanagements werden wir auch künftig sicherstellen, dass wir unsere Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen können. 3.4 Personal Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 163 Mitarbeiter (i. Vj. 178). Jung Papier fördert ihre Mitarbeiter durch zielgerichtete und punktuelle Weiterbildungsmaßnahmen. Es werden sowohl fachliche als auch persönliche Schulungen zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter und damit zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durchgeführt. Um den Generationswechsel zu vollziehen, die relativ kopflastige Altersstruktur der Belegschaft zu kompensieren und dem Fachkräftemangel adäquat begegnen zu können, bildet Jung Papier konsequent mehrere Ausbildungsberufe aus. 3.5. Kunden - und Lieferantenbeziehung Der vertrauensvolle und partnerschaftliche Umgang mit Kunden und Lieferanten gehört zu den wichtigsten Grundsätzen der Jung Papier GmbH. Dabei hat die Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen wie z.B. Liefer- und Zahlungsbedingungen eine sehr hohe Priorität. Insgesamt sehen wir im Berichtszeitpunkt eine herausfordernde wirtschaftliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Auch in der Phase der Insolvenz sind Kunden und Lieferanten dem Unternehmen treu geblieben und haben uns, soweit es möglich war, unterstützt. 3.6. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft war insgesamt zufriedenstellend. Aus dem operativen Geschäft waren sowohl Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsverlauf befriedigend. Zudem konnten durch Energiesubventionen die Ertrags- und Liquiditätslage deutlich verbessert werden. 4. Chancen-, Risiko und Prognosebericht 4.1 Chancenbericht Die Herstellung und der Vertrieb von Hygieneprodukten werden auch im Geschäftsjahr 2024 Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft sein, auch wenn eigene Markenprodukte vorerst nicht mehr zum Hauptgeschäft gehören. Im ersten Halbjahr werden noch verstärkt Mutterrollenverkäufe nach Großbritannien geringere Mengen an Hygieneprodukten kompensieren, für das 2. Halbjahr sind bereits Verträge mit Kunden des Lebensmitteleinzelhandels geschlossen, die die Kapazitäten in der Papierverarbeitung zu großen Teilen auslasten können. Folgende Wachstumstreiber haben wir für das laufende Geschäftsjahr identifiziert: 1) Durch Beschaffung neuer Verpackungs- und Wickelmaschinen werden wir die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der Verarbeitung signifikant verbessern. Gleichzeitig werden wir die Personalanzahl noch einmal deutlich reduzieren, da einzelne Abteilungen und Prozesse, die speziell für die Marke notwendig waren, wegfallen. 2) Die Erfahrung mit Markteinführung neuer Produkte bietet Jung Papier signifikantes Absatzpotenzial im Handelsmarkensegment. Mittels eines Mehrwertkonzeptes haben wir die Möglichkeit, höhere Verkaufspreise zu erzielen. Zu den Produktinnovationen gehören Produkte aus alternativen Fasern wie Kaffeesatz oder Gras. Des Weiteren sehen wir in der Markteinführung von Produkten unter dem eigenen Markennamen "THE PAPERMAKERS" weiteres Absatzpotenzial. 4.2 Risikobericht Das Risikomanagement der Jung Papier GmbH soll die Gefahr des Nichterreichens von unternehmerischen Zielen und Strategien bewerten und wenn möglich Handlungsalternativen aufzeigen sowie unternehmerische Chancen und Risiken bewerten und entwickeln. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt die Geschäftsführung. Sie identifiziert und bewertet im Rahmen des monatlichen Berichtsprozesses systematisch die entsprechenden Chancen und Risiken aus dem Unternehmensgeschäft und erstattet hierüber regelmäßig Bericht an den Gesellschafter. Es finden monatliche Besprechungen statt, in denen Chancen und Risiken erörtert werden. Jung Papier ist geschäftsmodellbedingt einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als wesentlich werden dabei Absatzrisiken, das Risiko steigender Rohstoffpreise sowie regulatorische Risiken z. B. im Rahmen der Energiepolitik eingeschätzt. Durch Jahresvereinbarungen mit den Kunden, werden Absatzrisiken auf der Volumenseite reduziert. Die eventuell nötigen Preiserhöhungen, die sich aufgrund steigender Energiepreise und höherer Kosten für Zellstoff ergeben können, versuchen wir durch Preis-Gleitklauseln mit den Kunden abzusichern. Beschaffungsrisiken werden mit langfristigen Lieferverträgen und einer Mehrlieferantenstrategie gesteuert. Lieferengpässe, die sich aus Problemen im Einkauf ergeben könnten, sind nicht absehbar. Es sind keine speziellen Gefahrenpotentiale bezüglich Zahlungsausfällen zu erkennen, da sich die Kundschaft im Wesentlichen aus führenden deutschen Lebensmitteleinzelhändlern und Drogeriemarktketten zusammensetzt. Der teilweise Forderungsverkauf beeinflusst die Liquiditätslage positiv und reduziert das Ausfallrisiko zusätzlich. Entscheidend für den Fortbestand der Gesellschaft wird es sein, die Maschinen wie geplant einsetzen zu können und die passenden Handelsmarkenverträge zu akquirieren. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, deren gesamtwirtschaftliche Folgen sowie Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht final abschätzbar. Wir erwarten seitens der Politik klare Rahmenbedingungen, die kongruent mit den Investitionen in jahrzehntelang nutzbare Maschinen einhergehen. Die Verunsicherung der Wirtschaft insgesamt ist aktuell signifikant und wir haben uns entschieden, dennoch an diesem Standort zu investieren, weil wir an die Lösungsmöglichkeiten glauben. Die Geschäftsführung kann nicht ausschließen, dass die möglichen weiteren Entwicklungen zu negativen Abweichungen von Prognosen oder Zielen der Gesellschaft führen. 4.3. Prognosebericht Nach erfolgreich beendeter Insolvenz zum 30. Juni 2023 und einer positiven Entwicklung im abgeschlossenen Rumpfgeschäftsjahr, sind die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 durchaus positiv zu sehen. Um den Umbau vom ehemaligen Markenproduzenten zum Hersteller von Handelsmarken umgesetzt zu bekommen, wurde zum Ende des Jahres 2023 eine neue Verpackungsmaschine angeliefert und im Januar 2024 in Betrieb genommen. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 wird eine neue Wickelmaschine geliefert und in Betrieb genommen, die es uns ermöglicht eine höhere Produktivität in der Produktion zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir den erfolgreichen Umbau vom Markenhersteller zum Hersteller von Handelsmarken. Erste Verträge mit dem Einzelhandel wurden im ersten Halbjahr 2024 geschlossen, durch die eine Auslastung der angepassten Maschinenkapazität von ca. 65% gesichert wird. Weitere Verhandlungen mit dem Einzelhandel fanden im 2. Halbjahr statt und ergaben die Möglichkeit die Papierverarbeitung nahezu vollständig auszulasten. Um die Produktionskapazitäten der Papiermaschine auszulasten und effizient zu produzieren, werden aktuell Mutterrollen in den europäischen Markt verkauft. Größere Risiken stellen derzeit die Entwicklung der Zellstoffpreise dar, die im August 2024 neue Allzeithochs an den Börsen erreicht haben. In dem vierten Quartal 2024 gab es einen leichten Rückgang der Zellstoffpreise. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein stabiler Preisverlauf der Zellstoffpreise auf aktuellem bzw. leicht reduziertem Niveau erwartet. Diese Preisentwicklung auf zukünftige Ausschreibungen an den Kunden weiterzugeben, stellt eine große Herausforderung für kommende Lieferungen dar. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2024 wird unterhalb der Erwartungen liegen, da die ersten Auslieferungen zu neuen Handelsmarkenverträgen verspätet in der 2. Jahreshälfte gestartet sind. Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einem EBIT in Höhe von 3 % von der Gesamtleistung ausgegangen. Für das Geschäftsjahr 2025 werden deutlich gesteigerte Absatzmengen erwartet. Es wird mit einem Umsatzwachstum von 5 % bei weitestgehend gleichbleibenden Kosten gerechnet. Demzufolge wird sich das EBIT überproportional zum Umsatzwachstum verändern. Die Liquidität entwickelt sich ausgehend ab Beendigung der Insolvenz im Rahmen der Planungen für das Geschäftsjahr 2024. Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Factoringvereinbarung abgeschlossen, welche zu einer weiteren Stabilisierung der Liquiditätslage führt. Wir erwarten eine leicht positive Entwicklung vor dem Hintergrund steigender Verkaufspreise und erhöhter Mengen für das Geschäftsjahr 2025. Die Entwicklung der Planzahlen in den vorgenannten Bereichen ist mit wesentlichen Unsicherheiten verbunden. Negative Abweichungen von unseren Planzahlen können zu Einschränkungen bei der Fortführung der Unternehmenstätigkeit führen. Dies hätte maßgebliche Folgen für den Geschäftsverlauf und könnte dazu führen, dass Vermögenswerte nicht realisiert, sowie Schulden nicht beglichen werden können.
Düsseldorf, den 12. November 2024 gez. Volker Jung gez. Chris Faltin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 - 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Jung Papier GmbH ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Jung Papier GmbH (vormals Hakle GmbH) ist am 2. September 2022 in die vorläufige Insolvenz eingetreten, die am 30. Juni 2023 erfolgreich beendet werden konnte. Aufgrund des Verkaufs der Markenrechte, firmiert die Gesellschaft seit 19. Juli 2023 als Jung Papier GmbH. Aufgrund der Beendigung der Insolvenz ist das Geschäftsjahr 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1.Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Da die Gesellschaft zum 30. Juni 2023 aus dem Insolvenzverfahren entlassen wurde, wurden zum 30. Juni 2023 alle Verbindlichkeiten, die vor Eintritt in die Insolvenz entstanden sind, korrigiert, da sie durch den Gläubiger zur Insolvenztabelle anzumelden sind. Dies betrifft ebenfalls Verpflichtungen aus Verträgen, zu denen Rückstellungen bestanden und aufgrund des Wegfalls der Verpflichtung aufgelöst werden konnten. Die Jung Papier GmbH (vormals Hakle GmbH) ist auf dem Registerblatt HRB 70256 im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen ein und zehn Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen, soweit mit dauerhaften Wertminderungen gerechnet wird. Sobald der Grund der Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und die Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei direkt zurechenbare Materialeinzel- und Fertigungskosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Fertigungs- und Materialgemeinkosten (mit Ausnahme der Kosten der allgemeinen Verwaltung) und fertigungsbedingte Abschreibungen berücksichtigt werden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungs- oder Wiederherstellungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bis auf eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 1.200 (i. Vj. TEUR 1.200) grundsätzlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen, wird das handelsrechtliche Wahlrecht insoweit ausgeübt, dass kein Wertansatz der aktiven latenten Steuern erfolgt. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen- und steuerrechtlichen Ansätzen bestehen im Wesentlichen bei den Posten Rückstellungen für Pensionen sowie sonstige Rückstellungen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30 % angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (sog. "Projected-Unit-Credit-Methode") für einen festen Personenkreis von Mitarbeitern ermittelt. Für die Bewertung der Pensionspläne sind als Rechengrundlage die Sterberichttafeln 2018 G (i. Vj. 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet worden. Zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwertes wurden die folgenden Parameter per annum (p. a.) verwendet: Abzinsungssatz 1,82 % (i. Vj. 1,80 %), Rententrend 1,0 % (i. Vj. 1,0 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte p. a. mit einem Abzinsungssatz von 1,74 % (i. Vj. 1,57 %), einem Gehaltstrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %), einem BBG-Trend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) und einer Fluktuationsrate von 4,5 % (i. Vj. 4,5 %). Für die Bewertung wurden als Rechengrundlage die Sterberichttafeln 2018 G (i. Vj. 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Altersteilzeitrückstellung wurde p. a. mit einem Rechnungszins von 1,07 % (i. Vj. 0,82 %) und mit einem Gehaltstrend von 2,0 % für 2023 (i. Vj. 2,0 %) berechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten und Fremdwährungsforderungen werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aufwendungen und Erträge werden auf das Rumpfgeschäftsjahr abgegrenzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 2.668 (i. Vj. TEUR 2.632) Anzahlungen auf das Umlaufvermögen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.890) Forderungen aus dem Factoring. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderung gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 25) enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 25 (i.VJ. TEUR 25). Mit Genehmigung des Insolvenzplans wurde die Herabsetzung des Eigenkapitals auf TEUR 0 und dann folgend die Heraufsetzung auf TEUR 25 beschlossen. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 25 wurde durch den neuen Gesellschafter JUNG.INV, Bedburg, Anfang Juli 2023 eingezahlt. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.583 (i.VJ TEUR 3.516) unter Berücksichtigung eines Durchschnittszinssatzes über zehn Jahre bei der Ermittlung der handelsrechtlichen Pensionsverpflichtung. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 49 (Unterschiedsbetrag). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Altersteilzeitrückstellung beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 378 (Vj. TEUR 427). Nach der Verrechnung mit dem Aktivwert aus Deckungsvermögen (= Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 261 (Vj. TEUR 259) verbleibt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 117 (i. Vj. TEUR 168). Es wurden Zinserträge in Höhe von 1 TEUR (i. Vj. 1 TEUR) mit den Zinsaufwendungen in Höhe von 1 TEUR (i. Vj. 1 TEUR) verrechnet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 718 (i. Vj. TEUR 1.877) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufteilung nach Regionen
Aufteilung nach Tätigkeitsgebiet
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.919 (Vj. TEUR 36.514) enthielten im Wesentlichen Erträge aus Energiesubventionen, während im Vorjahr im Wesentlichen Sanierungsgewinne aufgrund der Korrektur von Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Rahmen der Insolvenz entstanden sind. Im Vorjahr sind Erlöse von außergewöhnlicher Größenordnung aus dem Verkauf der Beteiligung an der Hakle Markenhaus GmbH im Rahmen des Markenverkaufs an die Sofidel Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 6.968 enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 196 (i. Vj. TEUR 334) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 7) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Rechts- und Beratungskosten sind Kosten im Rahmen der Insolvenz in Höhe von TEUR 251 (i. Vj. TEUR 4.941) enthalten. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 75 (i. Vj. TEUR 229) enthalten. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 17 (i. Vj. TEUR 9) Bankzinsen (i. Vj. Zinserträge mit verbundenen Unternehmen). Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 159) Aufzinsungen der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellung enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Zur Ausschüttung verfügbare Beträge Durch den Unterschiedsbetrag bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 49 ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 49. Sonstige Angaben Mitarbeiter 1. Durchschnittliche Zahl1 der während des Rumpfgeschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (FTE):
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2023 umfassen im wesentlichen Mieten für den Standort in Düsseldorf sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattungen.
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 2.167 aus abgeschlossenen Operateleasing-Verträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen enthalten. Die Gesellschaft sieht den Vorteil bei Leasingverträgen im ratierlichen Liquiditätsabfluss. Das Bestellobligo hält sich im üblichen Rahmen. Geschäftsführung 1. Als Geschäftsführer sind bestellt: Herr Volker Jung, Kaufmann, Bedburg Herr Chris Werner Faltin, Dinslaken (bestellt seit: 10 Juli 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB für das Rumpfgeschäftsjahr 01. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 nicht angegeben. Abschlussprüfungshonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 35 TEUR (i. Vj. 50 TEUR). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 864.891,18 auf neue Rechnung vorzutragen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Geschäftsführung sieht in den Bereichen • Absatzmengen, • Verkaufspreise und • Einstandspreise für Zellstoff und Energie bestandsgefährdende Risiken bei negativen Abweichungen von den Planzahlen und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft. Die Entwicklung der Planzahlen in den vorgenannten Bereichen ist mit wesentlichen Unsicherheiten verbunden. Negative Abweichungen von den Planzahlen können zu Einschränkungen bei der Fortführung der Unternehmenstätigkeit führen. Dies hätte maßgebliche Folgen für den Geschäftsverlauf und könnte dazu führen, dass Vermögenswerte nicht realisiert sowie Schulden nicht beglichen werden können. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "4.2. Risikobericht" und im Abschnitt "4.3 Prognosebericht".
Düsseldorf, den 12. November 2024 gez. Volker Jung gez. Chris Faltin 1. 1 Die durchschnittliche Zahl wurde aus den Quartalsendständen ermittelt. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jung Papier GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jung Papier GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jung Papier GmbH, Düsseldorf, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe "Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4.3. Prognosebericht, des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass wesentliche Risiken im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsmodells zum Hersteller von Handelsmarken bestehen. Wie in der Angabe "Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie in der Angabe im Abschnitt "4.3. Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten ggf. zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neuss, den 12. November 2024 KBHT
Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
gez. Dust, Wirtschaftsprüfer gez. Krohn, Wirtschaftsprüfer |
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