Selectrona GmbHLiquidiert

01744 Dippoldiswalde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 6208
Vorher
Steffen Söhner GmbH
Eingetragen
11.2.2005
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von technischen Kunststoffteilen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

122.500 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Selectrona GmbH

Dippoldiswalde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 Kurzdarstellung des Unternehmens

Die Selectrona GmbH wurde 1992 unter der Firmierung "Steffen Söhner GmbH" in Glashütte- Schlottwitz gegründet und ist als Produktionsdienstleister spezialisiert auf die Herstellung qualitativ hochwertiger Präzisionskunststoffteile, Mehrkomponenten- und Verbundteile (Kunststoff-Metall-Verbindungen) sowie komplexe Baugruppen (Verbundteile mit montierten elektronischen und mechanischen Komponenten).

Gefertigt werden Komponenten und Komplettlösungen im Schwerpunkt für die Automobilindustrie sowie für andere Branchen.

Die Erfahrungen in der Prozesskette, vom hauseigenen Betriebsmittelbau bis zur Serienfertigung, mit den Kernprozessen Stanz-, Kunststoffspritzguss- und Montagetechnik, basieren auf einer Vielzahl von Projekten. Dieses Know-how ergibt in der Produkt- und Prozessentwicklung zur Erstellung wirtschaftlicher Lösungen einen besonderen Mehrwert.

Neben den bestehenden Standorten in Glashütte-Schlottwitz und Dippoldiswalde Reinholdshain, wurde im Jahr 2013 die Selectrona s.r.o, ein 90%-prozentiges Tochterunternehmen mit Sitz in Košťany, Tschechien, ein weiterer Produktionsstandort gegründet.

Zusammenfassend lassen sich wesentliche Eckdaten der Unternehmensentwicklung herausstellen:

1992 Gründung der Steffen Söhner GmbH in Schlottwitz als Teil der Söhnergroup

1998 Erweiterung Produktionsflächen in Glashütte

2002 Flutkatastrophe zerstört Standort Glashütte und große Teile in Schlottwitz

2002 Übernahme Gebäude (Werkzeugbau) in Reinholdshain

2004 Neubau Produktionsgebäude in Reinholdshain

2011 Ausgliederung aus der Söhnergroup im Rahmen der Nachfolgeregelung

2013 Gründung der Firma Selectrona s.r.o. in Košťany, CZ

2014 Umfirmierung der Steffen Söhner GmbH in Selectrona GmbH

2018 Insolvenz und Einleitung des Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung

2019 Realisierung des Verfahrens und Erlangung Rechtskraft des Insolvenzplanes,

Übernahme durch einen erfahrenen strategischen Investor und Unternehmer und Beginn der Restrukturierung

2020 Aufhebung des Verfahrens am 29.01.2020

2022 Beendigung der Umsetzung der Insolvenzplanregelungen

2022 Investition eines neuen Fräszentrums

2023 Modernisierung der Infrastruktur und Installation einer Photovoltaikanlage zur eigenen Stromversorgung und 13 Ladestationen für Firmenfahrzeuge

2023 Modernisierung des Betriebsmittelbaus und Großinvestition in Spritzgussmaschinen

1.2 Grundsätzliche Geschäftsentwicklung

Nach wie vor hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie die Umsetzung der inflationsbedingten Lohnentwicklung haben die Geschäftsentwicklung belastet. Die staatliche Strompreisbremse wirkte gegenläufig. Darüber hinaus war die Gesellschaft mit einer stagnierenden Marktentwicklung im zweiten Halbjahr 2023 konfrontiert. Vor diesem Hintergrund war eine maßgebliche Belastung des operativen Ergebnisses und der Liquidität zu verzeichnen.

Die in 2020 begonnenen lagebedingten Sofortmaßnahmen und sonstigen Restrukturierungserfordernisse sind auch im Berichtsjahr fortgesetzt worden. Die Neuausrichtung der gesamten Fertigungsorganisation, die Beschaffungs- und Vorratsoptimierungen, die Intensivierung des OP-/Debitoren- und Kreditoren-Managements sowie die Optimierung der Personalkosten hatten weiterhin einen hohen Stellenwert.

Zur Absicherung der Investitionserfordernisse wurde in Abstimmung mit der Hausbank die Finanzierungsstrategie weiter modifiziert und mit einer Einlage durch den Gesellschafter ergänzt.

Es sind Maßnahmen mit dem Fokus der generellen Unternehmensstabilisierung sowie der absatz- und marktpolitischen Neuausrichtung fortführend mit folgenden Schwerpunkten umgesetzt worden:

• Fokussierende Vertriebsaktivitäten durch die Zusammenarbeit mit einer professionellen und spezialisierten Handelsagentur

• Stabilisierung der Einkaufs- und Order-Prozesse

• weitere Optimierung der Vorratsbestände und Lagerhaltung

• Konsolidierung der Logistikprozesse

• Kontinuierliche Prüfung und Koordinierung der Produktionsabläufe zur weiteren Steigerung der Fertigungseffizienz und Qualitätsverbesserung

• Anpassung der Produktionskapazitäten

• Fortlaufende Forcierung des Forderungsmanagements

• Weiterentwicklung der Controlling-Instrumente (auch Frühwarnsysteme)

• Fortsetzung der Implementierung eines vollständig neuen ERP-Upgrades

• Durchführung von betriebsnotwendigen Investitionen

• Umsetzung von Struktur und Personalanpassungsmaßnahmen

• Weitere Nutzung des Instrumentes "Kurzarbeit" entsprechend der Marktlage.

1.3 Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die operative Leistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandveränderungen UE/ UL und Eigenleistungen) verringerte sich gegenüber dem Vorjahresniveau um TEUR 4.179, was einer Reduktion von 6,5 % entspricht. Als Hintergründe sind im Wesentlichen auslaufende Serienprodukt-Reihen und die Marktentwicklung herauszustellen.

Der absolute Rohertrag (ohne Berücksichtigung der sonstigen Erlöse/ Erträge) fällt um TEUR 2.162, was einem Rückgang um ca. 9,5% gleichkommt. Die leistungsbasierte Rohertragsquote schmälert um ca. 1,4 %, was weiterhin im Kontext mit dem Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) und einer Veränderung im Produktmix stand. Eine Weitergabe dieser Kostensteigerung war weiterhin nur verzögert möglich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind zum Vorjahr um TEUR 241 zurückgegangen.

Weitere Strukturmaßnahmen zur Personalanpassung wurden umgesetzt. Die Umsetzung der gesetzlichen Mindestlohnanforderungen und weiterer notwendiger Lohn- und Gehaltsanpassungen führte zu einem Anstieg der Personalkosten, um ca. TEUR 800 von TEUR 14.239 in 2022 auf TEUR 15.039 im Berichtsjahr. Die Personalintensität hat sich vor diesem Hintergrund um 2,9% verschlechtert.

Die AfA gegenüber 2022 ist durch die Investitionsleistung von TEUR 4.030 nahezu konstant zum Vorjahr (- TEUR 8).

Weiter konnten die Kosten für Leiharbeiter um TEUR 901 (88%) auf TEUR 123 p. a. reduziert werden.

Die Aufwendungen für Miete und Leasing von Betriebs- und Geschäftsausstattung betrugen TEUR 416 und waren TEUR 80 geringer als im Vorjahr. Im Berichtsjahr wurde weiter verstärkt auf Mietkauffinanzierungen mit aktivierbaren Sachanlagen gesetzt.

Weiter konnten die Reparaturen, Wartungen und Instandsetzungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. Betriebsstoffe) um TEUR 147 abgesenkt werden. Der Aufwand in 2023 lag bei TEUR 1.002.

Die Energiekosten im Berichtszeitraum waren in Summe TEUR 856 niedriger als im Vorjahr. Hier war die staatliche Strompreisbremse maßgeblich. Die Gesamtsumme der Energiekosten lag bei TEUR 1.709. Die bekannten Markteinflussfaktoren (Russisch-Ukrainischer Krieg als Haupttreiber) waren weiter ursächlich, ihr wirtschaftlicher Einfluss durch den Entlastungsbetrag aber deutlich reduziert.

In der Gesamtbetrachtung reduzierte sich die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.070 auf TEUR 7.078.

Das EBIT beträgt im Berichtsjahr TEUR -1.585 (VJ, TEUR -460). Im Schwerpunkt ist hierbei der deutlich gefallene Rohertrag (TEUR - 2.163) ursächlich.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, steigen durch den höheren Finanzbedarf durch Investitionen auf TEUR 548 (VJ, TEUR 207)

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind um TEUR 762 niedriger als im Vorjahr. Die hohe Steuerlast im Vorjahr resultierte aus der Betriebsprüfung des Finanzamtes, die durch einen Verlustrücktrag aus 2023 gemindert werden wird.

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 1.955 (VJ, TEUR 1.249).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Beim Anlagevermögen war -ausgehend von der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 4.030- eine Zunahme von TEUR 2.027 auf TEUR 15.402 zu verzeichnen. Hervorzuheben ist hier die Zukunftsinvestition in eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,7 mWp zur Deckung des eigenen Energiebedarfs und Einsparung von 863 To. CO 2 Emissionen pro Jahr. Der Maschinen- und Anlagepark wird kontinuierlich modernisiert und erneuert um für die Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Vorratsvermögen sinkt um TEUR 239 auf TEUR 8.157. Weitere Bestandsreduzierungen sind für 2024 geplant.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 1.267. Dies entspricht einer Debitorenlaufzeit von 8 Kalendertagen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Lange Zahlungsziele werden durch die Nutzung von Factoring entsprechend verkürzt.

Die Cash-Bestände bzw. flüssigen Mittel haben sich um TEUR 3.987 reduziert. Die Haupteinflussfaktoren waren die getätigten Investitionen und der Abbau der Verbindlichkeiten LuL (TEUR -1.487, i.W. Zlg. Photovoltaikanlage).

Das Eigenkapital wurde entsprechend fortgeschrieben. Die EK-Quote beträgt 61,6% (ohne Sonderposten).

Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 793 zu bilanzieren, davon für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 343. Die zuletzt genannte Position resultiert überwiegend aus der stattgefundenen Betriebsprüfung.

Die Langfristkredite bzw. die Verbindlichkeiten gegenüber KI sind in Summe um TEUR 26 auf TEUR 2.951 gefallen. Alle Raten wurden fristgerecht bedient, es wurden Neufinanzierungen für Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur i. H. v. TEUR 177 aufgenommen, es verbleibt ein mögliches Restabrufvolumen von TEUR 823 bei der Hausbank für weitere Investitionen in 2024.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag TEUR 2.225 (TEUR- 1.487 zum VJ) und werden innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen und teilweise unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Dies entspricht einer Kreditorenlaufzeit von 20 Kalendertagen. Hier war ein temporärer Aufbau durch die Investition der Photovoltaikanlage zu berücksichtigen.

Zur Finanzierung der Photovoltaikanlage haben wir ein Gesellschafterdarlehen i. H. v. TEUR 1.500 erhalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten einen Mietkauf-Darlehens-Bestand in Höhe von TEUR 1.541. Die Zuführung im Berichtszeitraum für Maschinenkäufe lässt sich in Höhe von TEUR 987 beziffern.

Hinsichtlich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (nicht bilanzierte Geschäfte aus Miet-, Dienstleistungs- und Leasingverträge sowie Konsignationslagervereinbarungen mit Kunden und Lieferanten bis Laufzeitende) verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses.

Finanzlage

Zum Berichtszeitpunkt ist die Liquiditätssituation sehr auskömmlich. Alle fälligen Verbindlichkeiten können uneingeschränkt und fristgerecht beglichen werden. Kurzfristig auftretende Liquiditätsspitzen wurden durch Bankguthaben abgedeckt.

Zum Jahresende betrug der Finanzmittelbestand TEUR 4.763.

Der zu keinem Zeitpunkt beanspruchte Kontokorrentkreditrahmen hat sich, durch Umwandlung in ein langfristiges Darlehen, von TEUR 1.500 auf TEUR 500 verringert.

1.4 Steuerungssystem / Management-Informations-System

Werteorientiertes Management ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Ziel ist es den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern. Dabei stehen die Steigerung der Ertragskraft und damit einer Stabilisierung der Eigenkapitalquote im Fokus.

Die strategische Planung stellt auf 3-Jahresbasis die Rahmenvorgaben auf Grundlage der Informationen aus dem Markt, unserer Kunden und unserer Innovationen dar. Die strategische Planung wird jährlich überprüft und ggf. ergänzt oder angepasst.

Der Geschäftsplan leitet sich aus der strategischen Planung sowie den Planzahlen und Forderungen unserer Kunden ab. Dabei werden die gesetzlichen und behördlichen Forderungen an unsere Produkte und Prozesse berücksichtigt. Im Geschäftsplan werden der Ressourcenbedarf und die Unternehmensziele einschließlich der Qualitäts- /Umwelt- und Energieziele für das kommende Geschäftsjahr festgelegt.

In monatlichen Führungskreisbesprechungen und monatlichen Auswertungen werden die wesentlichen Geschäftszahlen und Unternehmensziele verfolgt und wenn notwendig operative Maßnahmen eingeleitet.

Als Warenwirtschaftssystem wird die ERP-Software "FEPA" der Firma Planat GmbH eingesetzt. Im "FEPA" sind die benötigten Rohstoffe, die gefertigten Zwischen- und Endprodukte angelegt. Aus den für die gefertigten Artikel hinterlegten Stücklisten und Arbeitsplänen ergeben sich die konkreten Wareneinsätze sowie die erforderlichen Maschinen- und Personalkapazitäten. Neben den vorliegenden Kundenbestellungen werden parallel auch die kommunizierten Kundenplanzahlen mit im System erfasst. Auf Basis des Auftragsbestandes sowie der Kundenjahresplanung sind wir in der Lage, über die Stücklistenauflösungen eine detaillierte Leistungs- und Wareneinsatzplanung erstellen zu können. Die im "FEPA" vorhandene Datengrundlage ermöglicht damit auch vielfältige Abweichungsanalysen auf den Ebenen Plan, Soll und Ist. Gegenwärtig läuft die Implementierung eines umfassenden Upgrades. Die vollständige Funktionalität wird bis Anfang 2025 erreicht sein.

Wir haben Ende 2023 mit der Integration eines professionellen geschlossenen und datenbankbasierten Planungssystems begonnen. Dieses System, bestehend aus Plan-Bilanz, Plan-GuV-Rechnung und Plan-Cashflow-Rechnung sowie diversen Subsystemen der operativen Planung, ist ein integriertes Controlling-Instrument, mit dem ein umfangreiches betriebswirtschaftliches Spektrum abgebildet werden kann. Auf Basis des Rechnungswesens werden alle wichtigen betriebswirtschaftlichen Stromgrößen bzw. Segmente und Teilpläne (Personalplanung, Darlehensaufstellungen, Absatz-/ Umsatz-, Materialeinsatz- und Fremdleistungsplanung sowie sonstige Kostenarten und Bilanzpositionen etc.) kombiniert und ausgewertet. Ausgehend von dieser Herangehensweise, wird die Entwicklung für ein oder mehrere Geschäftsjahre abgebildet. Entscheidend hierbei ist die durchgehend lückenlose Vernetzung aller Basiskomponenten und der entsprechenden Subsysteme. Durch die systematische Vorgehensweise wird es möglich, unterschiedliche ertrags- und liquiditätsseitige Entwicklungsszenarien unter Berücksichtigung der konzipierten Maßnahmen darzustellen. Laufend können entsprechend dem Controlling-Regelkreis Planabweichungen berücksichtigt und kurzfristig ein neuer bzw. rollierender Ansatz gewählt werden. Grundsätzlich sind Plan-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen sowie andere Controlling-Werkzeuge je nach unternehmensspezifischem Bedarf integrierbar. Die Liquiditäts- bzw. Cashflow-Planung kann nach Wahl der gewünschten Periodenbetrachtung (jährliche, monatliche, wöchentliche oder tägliche Budgetierungen) in dynamischer oder statischer Form mit verschiedenen Modulen durchgeführt werden. Das Hauptinstrument des o. g. integrierten Geschäftsplanungssystems (Finanzplan) dokumentiert sämtliche Finanzströme, die aus der Leistungsgenerierung und Aufwandsverursachung resultieren. Es werden zudem jegliche Investitionen, Anlagenverkäufe, Tilgungsleistungen und Darlehenszugänge, die Veränderungen der Debitoren- und Kreditoren-Bestände, der Umsatzsteuersalden sowie andere Ein- und Auszahlungen berücksichtigt. Ziel ist es, den Liquiditätsverlauf bzw. die möglichen Inanspruchnahmen der KK-Linien und die ggf. zusätzlichen Finanzierungs-/Betriebsmittelbedarfe respektive die vorhandenen und/oder entstehenden Deckungslücken aufzuzeigen.

1.5 Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterentwicklung (Kurzdarstellung) lässt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammenfassen (Stichtag 31.12.2023):

• Angestellte Mitarbeiter gesamt (ohne Azubis) 298
Davon Verwaltungsangestellte/adm. MA 36
Davon Angestellte Produktion/prod. MA 196
Davon Angestellte Projektmanagement 3
Davon Angestellte Materialwesen/ Logistik 20
Davon Angestellte Betriebsmittelbau 43
• Azubis/ Studenten 21
• Geschäftsführer (extern) 1
• Prokuristen 1
• Leiharbeiter (AÜG-Kräfte) 9

Ausgehend von der aktuellen Rechtsprechung und unserer Verpflichtung, allen Arbeitnehmern ein Angebot für die staatlich geförderte betriebliche Altersvorsorge mit AG-Zuschuss zu unterbreiten, haben seit dem 01.01.2023 zusätzlich 12 Arbeitnehmer eine neue betriebliche Altersversorgung abgeschlossen. Gesamt sind 57 Mitarbeiter im Besitz einer betrieblichen Altersvorsorge.

Das Schulungsangebot wurde sowohl von den direkten Arbeitskräften als auch vom Verwaltungspersonal vollumfänglich genutzt. Dieses diente zur Stärkung der Personalentwicklung und um den sich rasch ändernden technologischen Anforderungen gerecht werden zu können.

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Berufsausbildung und ein bedarfsorientiertes Angebot an dualen Studiengängen - insbesondere Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen - sichern uns für die Zukunft qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen.

Die aktuelle Dynamik im Arbeitsmarkt erfordert deutlich mehr Ressourcen und Zeit für die Personalakquise. Die Besetzung der Auszubildendenstellen war im laufenden Geschäftsjahr erheblich schwieriger als in den vorangegangenen Jahren der Firmenhistorie. Insbesondere die Ausbildungsstellen für die Kernberufe Verfahrenstechnologe für Kunststoff und Kautschuktechnik, Werkzeugmechaniker und Mechatroniker konnten nicht alle besetzt werden.

1.6 Entwicklung der Vertriebsaktivitäten

Die Firma Selectrona hat an die intensiven Vertriebstätigkeiten des vorangegangen Geschäftsjahres angeknüpft, und eine hohe Anzahl an Anfragen für verschiedene Branchen und Anwendungsbereiche von Bestandskunden aber auch potenziellen Neukunden erhalten. Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern hat dazu beigetragen, dass wir die Kundenbeziehungen weiterhin stärken und die Anzahl an Anfragen für zukünftige neue Produkte im Vergleich zu 2022 steigern konnten.

Mit der Eröffnung der neuen Kanäle durch externe Vertriebsressourcen konnten einige Neukunden sowohl für Automotive als auch Non-Automotive dazugewonnen und die erforderlichen Freigabe- und Vertragsprozesse abgeschlossen werden. Diese Beziehungen gilt es im Geschäftsjahr 2024 auszubauen und die ersten Projekte mit unseren neuen Partnern umzusetzen.

Die Firma Selectrona hat im Berichtszeitraum nicht nur Aufträge für den Automotivsektor sondern auch Projekte in der E-Bike Branche und im Industriesektor für alle drei bestehenden Standorte akquiriert. Neben dem Neuproduktgeschäft profitierten wir auch von einigen Produktverlagerungen insbesondere "freifallenden Kunststoffteilen" für den Standort Schlottwitz.

Die Aktivitäten für Marketing und Werbung wurden im Vergleich zu 2022 nochmals erhöht, mit der Absicht mögliche neue Geschäftsfelder, welche Selectrona bis dato noch nicht beliefert, mit unseren Bestandskunden zu erschließen und in neue Branchen mit potenziellen Neukunden vorzudringen.

Mit dem Erwerb der Press-Fit Technologie "EloPin" im 4. Quartal 2023 verfolgt die Firma Selectrona das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit für Metall-Kunststoff-Hybridbauteile zu steigern und mit dieser Technologie und daraus resultierenden Anwendungen und Produktfeldern auch in andere Märkte und Branchen vorzudringen.

Schlussfolgernd war das Geschäftsjahr 2023 von ersten Erfolgen in Form von Neuprojekten im Klein-und Mittelserienbereich und Verlagerungsgeschäften geprägt, die zeigen, dass unsere eingeleiteten Maßnahmen und Vertriebsaktivitäten aus 2022 erfolgreich waren. Dennoch können die akquirierten Neuprojekte aus 2023 den Umsatzrückgang, welcher aus den fehlenden Neuprojekten aus der Insolvenzplanverfahrensphase resultiert, nicht vollumfänglich kompensieren. Die Zurückhaltung unserer Kunden bei der Vergabe von Projekten im zweiten Halbjahr 2023 hat die positive Entwicklung grundsätzlich gebremst.

1.7 Technische Entwicklung

Das Unternehmen verfügt über ein zertifiziertes integriertes Managementsystem und die wichtigsten Zertifizierungen IATF 16949, ISO 9001, ISO 14001-Umweltmanagement und ISO 500001 - Energiemanagement womit die Selectrona GmbH den aktuellen Basisanforderungen an Lieferanten der Automobilindustrie entspricht.

Jede Produktanfrage unterliegt einer detaillierten Analyse und Bewertung der vom Kunden zur Verfügung gestellten Daten und ggf. einer nachfolgenden weiterführenden Optimierung unter Berücksichtigung des firmeninternen Know-hows. Ziel ist ein unter den Gesichtspunkten Wirtschaftlichkeit, Produktqualität, Fertigungsprozess und Umweltaspekten optimales Produkt. Hinzu kommt die verstärkte Fokussierung auf sowohl die Verwendung von nachhaltig umweltschonenden Materialien als auch auf die Gestaltung von energieoptimierten Prozessen und Verfahren.

Die Selectrona GmbH arbeitet zudem daran, möglichst frühzeitig in den Produktentstehungsprozess beim Kunden eingebunden zu werden. Inbegriffen ist dabei auch die Begleitung der Musterphasen und der Erstellung von Musterteilen / Prototypen aus Vorserien- und Versuchswerkzeugen. Hierdurch können Risiken besser bewertet und damit Änderungs- und Optimierungsaufwände während der Erstellung der Serienwerkzeuge und des Serienfertigungsequipments reduziert werden. Die Einbindung bereits in den Produktentstehungsprozess ermöglicht eine Reduzierung nachträglicher Abstimmungsaufwände und damit eine optimale Terminschiene vom Start des Serienprojektes bis SOP.

Weiterhin ermöglicht die Begleitung des Produktentstehungsprozesses die synchrone Entwicklung von Produkt und Prozess, was die Basis für die spätere effiziente Großserienfertigung ist. Ein Fokus liegt hier zudem auf dem minimalen Einsatz von Rohstoff- und Energieressourcen.

Ergänzend und parallel zu diesen Aktivitäten wird der kontinuierlichen Produktverbesserung ein hoher Stellenwert beigemessen, um eine hohe Qualität zu sichern und Kostensenkungspotenziale im Serienprozess zu generieren.

1.8 QM / QS

Qualitätsmanagement

Ein wirksames Qualitätsmanagementsystem ist die zwingende Industrievorgabe als erstrangige Fähigkeit für Industrieunternehmen, die beständig Produkte und Dienstleistungen bereitstellen wollen. Es ist verantwortlich für die Sicherstellung der systematischen Erfüllung der Anforderungen der Kunden und zutreffenden gesetzlichen und behördlichen Anforderungen.

Selectrona hat die geforderten Normen zertifiziert, namentlich das IATF - Zertifikat (internationaler Automobilverband), das Energiezertifikat (ISO50001) und das Umweltzertifikat (ISO14001). Die erforderlichen Überwachungsaudits wurden erfolgreich abgeschlossen.

Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sowie der Klimagesetzgebung, welche sich auch in der Weiterentwicklung der Unternehmens- und Qualitätsstrategien der Automobilkunden widerspiegeln, kommen und kamen zusätzliche Anforderungen auf Selectrona zu. Zunehmend wird die Erfüllung von allgemeingültigen und Automotive-spezifischen Standards, z.B. der ISO 45001 (Arbeitsschutz) und TISAX (Datensicherheit), Grundlage für die Vergabe von Neuaufträgen.

Eine große Herausforderung ist die Einführung eines Klimamanagements sowie die damit verbundene umfassenden Treibhausgasbilanzierung bis auf Kunden- und Produktebene. Der Aufwand ist mit den zur ISO14001 ergänzenden Normen: ISO14064-1, ISO14064-2, ISO14040 und ISO14067 sowie verschiedenen Reporting-Plattformen der Kunden nominell größer als die Einführung der ISO9001 mit der IATF zusammen. 2023 wurde erstmalig ein Bericht zur Treibhausgasbilanzierung auf Unternehmensebene erstellt.

Das Lieferantenmanagement wurde deutlich optimiert. Dies unterstützt die Kostenoptimierung durch verbesserte Prozesse, aber auch die Erfüllung der Normenforderung des Klimamanagements.

Das gesamte Qualitätsmanagementsystem von Selectrona hat sich stabilisiert. Ausgehend von den Vorgaben der Geschäftsleitung muss das integrierte Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagementsystem weiter professionalisiert und insbesondere effizient organisiert werden.

Basis und Prämissen sind für uns:

ISO 9001 Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem IATF internationaler Automobilverband, international automotive task force ISO 50001 Energiemanagement ISO 14001 Umweltmanagement ISO 14040 Standard für eine ISO-konforme Ökobilanzierung ISO 14064-1 Anleitung zur quantitativen Bestimmung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen ISO 14064-2 Spezifikation mit Anleitung zur quantitativen Bestimmung, Überwachung und Berichterstattung von Reduktionen der Treibhausgasemissionen ISO 14067 CO 2 -Fußabdruck von Produkten - Anforderungen und Richtlinien zur Quantifizierung ISO 27001 Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems ISO 27701 Die Norm beschreibt den Rahmen für Datenspeicherung und Verwaltung ISO 45001 Anforderungen an ein Arbeitsschutzmanagementsystem sowie eine Anleitung zur Umsetzung.

TISAX unternehmensübergreifendes Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie.

Qualitätssicherung

Alle operativen Qualitätsprozesse von Lieferanten- über Fertigungs- bis zur Kundenbetreuung sind im Bereich QS gebündelt. Die Qualitätsleistung des Unternehmens hat sich sehr positiv entwickelt und auf hohem Niveau stabilisiert. In 2023 gingen die berechtigten Reklamationen zurück. Diese Entwicklung wurde auch von den wichtigsten Kunden wahrgenommen und mit guten Lieferantenbewertungen honoriert. Weiterhin wird der Fokus auf die konsequente Verfolgung der Grundursachen über die gesamte Prozesskette gelegt.

2 PROGNOSEBERICHT

2.1 Allgemeine Tendenzen der Automotive

"Prognosen zu den globalen Light Vehicle-Produktionszahlen kommen weitgehend einheitlich zu dem Ergebnis, dass ein starkes Wachstum in den nächsten Jahren ausbleibt. Kurzfristig wird für 2024 eine Stagnation der globalen Produktion auf dem Niveau von 2023 erwartet. Für die Folgejahre folgt ein Wachstum um 2 % p. a. maßgeblich basierend auf einem steigenden Produktionsvolumen in Asien. Substanzielles Wachstum findet lediglich bei elektrifizierten Fahrzeugen bzw. batterieelektrischen (BEV) Antriebskonzepten statt. Es zeigt sich jedoch insbesondere in diesem Markt ein starker Wettbewerb durch neue Automobilhersteller (OEMs), die zum größten Teil aus China kommen und meist als BEV-only Player auf dem Markt agieren. Für die traditionellen OEMs und ihre Zulieferer ist dieser Wettbewerb besonders stark, da absatzseitig der chinesische Markt dominiert und die neuen Wettbewerber somit in ihrer Heimat auf Basis neu geschaffener Wertschöpfungsketten konkurrieren." 1

1 IKB/DEUTSCHE INDUSTRIEBANK | Automobilzulieferer: Auswertung von Jahresabschlüssen: Unternehmensgröße entscheidend (26.Februar 2024)

2.2 Voraussichtliche Entwicklung in 2024 und in den Folgejahren

Geschäftsjahr 2024

Auch im Jahr 2024 wird der Restrukturierungsprozess kontinuierlich fortgeführt. Gleichzeitig werden die Aufbauorganisation und die Führungsstruktur weiter optimiert. Zusammen mit einem externen Berater wurde im 1. Quartal ein Strategieprozess begonnen. Ziel ist es neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen.

Das Unternehmen ist allerdings mit den fortlaufenden negativen Auswirkungen der Energiekrise, der vorzeitigen Beendigung der staatlichen Strompreisbremse sowie hohen Materialkosten konfrontiert und muss seit Jahresbeginn weiterhin mit signifikanten Herausforderungen infolge der generellen Marktschwäche, der kritischen Situation der TIER 2-Automobilzulieferer sowie mit dem russisch-ukrainischen Krieg, auseinandersetzen. Eine weitere Kostenbelastung werden durch das verzögerte Genehmigungsverfahren der Photovoltaikanlage, verzögerte Jahrespreisverhandlungen mit Kunden, Sonderkosten für Instandsetzungen in den Bereichen Gebäude, Brandschutz und Infrastruktur entstehen.

Aufgrund der in den Vorjahren eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen und geleisteten Investitionen in die Infrastruktur erwarten wir eine deutliche Entlastung der Kosten. Weiter führt die Umstellung der Metallbeschaffung über Umarbeitungskonten und ein optimiertes Wertstoffmanagement zu einer Erhöhung des Rohertrages. Durch Beistellung der Produktionsmaterialien an die Selectrona s.r.o. wird die Materialkostenquote entlastet.

Die Liquidität kann als relativ stabil und planungskonform eingeschätzt werden. Wir gehen in nahezu allen Bereichen von einer Verbesserung des operativen Ergebnisses aus.

Die Investitionen belaufen sich auf ca. TEUR 4.000 (ohne geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau), davon in Neuprojekte TEUR 2.300.

Geschäftsjahr 2025 und Folgejahr

Ausgehend vom beschriebenen Produktlebenszyklus und infolge der veränderten Markt- und Vertriebsprämissen (mit teilweise verlagerten Auftragsakquisitionen/-realisierungen) ist in 2025 mit einer weiteren Output-Absenkung zu rechnen. Momentan budgetieren wir eine Leistungsgenerierung in Höhe von TEUR 52.000, die mit einer weiteren Kostenoptimierung einhergehen muss.

Aus heutiger Sicht lassen sich Plan-Investitionen in Summe von ca. TEUR 4.200 prognostizieren, davon ca. TEUR 3.000 für Neuprojekte und ca. TEUR 1.200 für technische Anlagen und Maschinen sowie für Infrastruktur.

2026 gehen wir von einer Seitwärtsentwicklung des Umsatzes aus. Ab 2027 erwarten wir wieder eine Steigerung des Umsatzes, insbesondere angesichts unserer verstärkten Vertriebstätigkeiten, neuer Geschäftsfelder und verbesserter Deckungsbeitragssituation.

Entsprechend den Planungsparametern sind die Liquiditätsressourcen hinreichend und die Kapitaldienstfähigkeit gegeben.

Umsatzprognose

Unsere Umsatz-/ Leistungsprognose lässt sich nach heutigem Kenntnisstand wie folgt herleiten (gerundet):

(in TEURO) 2023 2024 2025 2026
Gesamtleistung (o. sonst. Erlöse) 60.000 54.000 52.000 52.000

3 RISIKOBERICHT

3.1 Chancen

Durch entsprechende Strukturmaßnahmen und Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung hat die Selectrona GmbH eine auskömmliche Liquiditätssituation erreicht. Die Strukturkennzahlen der Bilanz sind positiv. Das operative Ergebnis wurde durch Umsetzung gesetzlicher Mindestlohnerfordernisse, der Marktentwicklung sowie die Energie- und Rohstoffkrise maßgeblich beeinflusst.

Mit einem Gesellschafter und Unternehmer mit ausgeprägten langjährigen Erfahrungen im Bereich des Betriebsmittelbaus und der Serienfertigung als auch grundsätzlich in der Branche der Automobilzulieferer, verfügt die Selectrona GmbH über geeignete Voraussetzungen für die Umsetzung einer erfolgsorientierten Unternehmensstrategie. Der Gesellschafter hat seine Bereitschaft für die weitere Fresh-Money-Zuführung, insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung von Neuprojekten, signalisiert. Die notwendigen Schritte für die Unternehmensnachfolge sind umgesetzt. Aufgrund der Gesellschafterstruktur (100%-prozentiger Kapitalanteil) bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung gute Voraussetzungen, um flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können. Zudem sind kurze Entscheidungswege gegeben und relativ unkomplizierte Maßnahmenumsetzungen im Zusammenwirken mit dem Betriebsrat des Unternehmens möglich.

Alle Führungspositionen sind mit kompetenten Verantwortungsträgern besetzt. Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass die Selectrona im technischen und kaufmännischen Bereich einen hohen Ausbildungsstand nachweisen kann, der auch für die Lösung komplexer und vielschichtiger Aufgabenstellungen einen immensen Stellenwert hat. Als vorteilhaft sind die klar definierten Mitarbeiterstrukturen und die prinzipiell einfache Aufbauorganisation mit flachen Hierarchien zu bewerten.

Bei unseren A-Kunden sind wir als strategischer Lieferant gesetzt und erhalten entsprechende Anfragen für Neuprojekte. Die Neukundenakquise hat sich positiv entwickelt.

Die strukturellen Anpassungen in den Bereichen der Fertigungsplanung und Disposition bilden die Grundlage für einen optimalen Beschaffungs- und Lagerhaltungsprozess.

Die Selectrona ist nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der vielseitigen Technologien rund um die Kunststoffverbundtechnik so aufgestellt, dass zukünftige Entwicklungstrends ebenfalls große Marktchancen bieten. Zukünftig sollen neben den schon bestehenden Bereichen folgende neue Schwerpunkte zu Umsatztreibern werden:

• Elektromobilität/Leistungselektronik

• Sensorik/Informationselektronik

• regenerative Energien.

Diese Ausrichtung trägt den Megatrends der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung und Elektrifizierung von Fahrzeugen Rechnung. Zusammenfassend eröffnet die Automobilindustrie trotz nachlassender Konjunkturdynamik weiter Chancen für Neuprojekte mit neuen Technologien wie z. B. Elektroantriebe und zusätzliche innovative Möglichkeiten der Energieeinsparung, verbesserter Fahrzeugsicherheit sowie Komfort beim konventionellen Kfz.

Als Chancen lassen sich herausstellen:

• Zunehmende Anteile von Sensorsystemen im Automobilbau

• Nutzung vorhandener Fertigungskapazitäten

• Sublimierung der Liquiditätsressourcen durch Implementierung verschiedener Factoring-Systeme

• Begrenzte Anzahl von Marktbegleitern im Bereich der komplexen Bauteile und Hybridstrukturen

• Komplette Wertschöpfungskette im Haus, von der Entwicklung über Industrialisierung bis zur Serienfertigung

• Eigene Herstellung von Automatisierungsanlagen und Werkzeugen

• Moderne Fertigung anspruchsvoller Metall-Kunststoff-Hybridbauteile auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen Spritzguss, Stanz- und Montagetechnik

• Stellung als strategischer Lieferant (gute Position in der Lieferantenpyramide/ Lieferkette) bei langjährigem Kundenkreis von Tier-1 und Tier-2-Zulieferern in der Automobilindustrie

• Erfahrene und motivierte Belegschaft mit einer ausgewogenen Altersstruktur

• Konstruktive Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit dem Betriebsrat

• Auf Grund des Transformationsprozesses drängen neue Player auf den Markt

• Installation einer Photovoltaikanlage zur Kompensation der Energiekosten und Einsparung CO 2

• Wärmerückführung Kompressor- und Kühlanlagen zur Einsparung von fossilen Energieträgern/Energiekosten und Einsparung CO 2

3.2 Risiken

Grundsätzlich sind Marktentwicklungen zu beobachten, die mit nennenswerten Herausforderungen für die Selectrona GmbH einhergehen. Die Automobilzulieferer (weniger die TOP-Zulieferer) werden mit enormen Unwägbarkeiten und Problemstellungen konfrontiert. TIER-2-Unternehmen aber auch TIER-1-Supplier zeigen deutliche Krisenerscheinungen. Dies führt zu einer Konsolidierung der Unternehmen zu weniger Playern mit höherer Marktmacht. Die Energiekrise hat sich auf hohem Niveau entschärft. Die für uns relevanten Stromkosten haben sich auf deutlichem höherem Niveau eingependelt und führen im internationalen Vergleich zu Wettbewerbsverzerrungen. Ebenfalls dadurch betroffen haben sich die Materialkosten und damit der generelle Wareneinsatz erhöht.

Die Umsatzerwartungen für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026 sind weiter geprägt vom zunehmenden Wettbewerbs- bzw. Kostensenkungsdruck der Branche. Die geopolitische Situation erschwert diesen Prozess ungemein.

Die Herausforderungen für die Selectrona werden maßgeblich von folgenden Umständen geprägt:

• Lange Lieferzeiten bei Ersatzteilen und Fertigungskomponenten

• Finanzierung von Neuprojekten (Überwälzung von den Kunden)

• Hohe Kapitalbindung bei wettbewerbsfähigen Neuprojekten

• Hohe Anlaufkosten und lange Anlaufzeiten bei Neuprojekten

• Konjunkturrückgang nach langer Hochkonjunkturphase

• Energiekrise mit parallelen Preissteigerungen

• Fehlende Hochlaufprodukte durch fehlende Neuprojekte 2017 bis 2021

• Zinsentwicklung hemmt Investitionstätigkeit

• Inflationsgetriebene Lohnentwicklung

• Facharbeitermangel durch demographische Entwicklung

3.3 Erkenntnisse und grundsätzliche Gegensteuerungsmaßnahmen

Neben einer fortführenden Qualitätsoffensive und Produktivitätssteigerung, ist die Deckungsbeitrag- I-Konsolidierung, die Verbesserung der Personalintensität und der Kosteneffizienz sowie die weitere Innenfinanzierung des Geschäftsmodells sicherzustellen.

Deshalb ist unter anderem weiterhin der Fokus auf die Planung und Steuerung der Rentabilität und Liquidität mit optimierter Warenwirtschafts-Software, adaptierten Controlling-Instrumenten und integrierten Geschäftsplanungssystemen zu richten. Die finale Implementierung des ERP-Upgrades haben wir priorisiert.

Zur Absicherung von Liquiditätsgefährdungen wird ein konzertiertes Risiko- und Finanz-Controlling mit fortlaufender Ertrags-, Kosten- und Liquiditätssteuerung zu professionalisieren sein, das auch im Sinne eines Frühwarnsystems fungiert und permanent die aktuellen Markt-, Kunden-, Lieferanten-, Preis- und Auftragseingangsveränderungen bis hin zur Cashflow-Beeinflussung berücksichtigt. Den möglichen Forderungs-Ausfall- und Bonitätsrisiken muss mit einem noch effizienterem Mahnwesen unter Einbeziehung des gesamten Vertriebs begegnet werden. Die in 2022 abgeschlossene Warenkreditversicherung steht im gleichen Kontext.

Die kontinuierlichen effizienzbezogenen Verbesserungen aller vorgenannten Instrumente und die stetige Professionalisierung des gesamten Unternehmens-Controllings verstehen wir als eine fokussierende Aufgabenstellung und Voraussetzung im Rahmen der Risiko-Steuerung.

Eine permanente Anpassung der Lieferantenkonditionen an Kundenvereinbarungen sowie die generellen situationsbezogenen Preiskorrekturen haben insbesondere auch im Hinblick auf die gegenwärtige Kostenentwicklung im Energie- und Rohstoffbereich einen hohen Stellenwert.

Die tendenziellen Anforderungen der Kunden/ der Zuliefererindustrie nach zunehmenden Vorausfinanzierungen von Projektkosten sowie die Umstellung auf Konsignationsläger sind weiter zu beobachten. Hier muss in der künftigen Vertriebsarbeit ein gesundes Mittelmaß bzw. eine vertretbare Gewichtung mit der A-Klientel gefunden respektive verhandelt werden.

Auch die Ausgewogenheit der Beschaffung (präziser/abgestimmter Einkauf im Kontext mit den jeweiligen Fertigungsaufträgen), die kennzahlengesteuerte Bestandsoptimierung sowie ein generell optimiertes Forderungsmanagement haben ebenfalls weiterhin eine hohe Priorität im Hinblick auf die Koordination der Liquiditätsressourcen. Bezogen auf das Order- und Lieferanten-Management muss die noch stärkere Einbindung der Warenkreditversicherer und Auskunftsdateien forciert werden.

Aufgrund der fortsetzenden Arbeitskräfteverknappung ist vor allem der Fachkräfterekrutierung eine herauszustellende Bedeutsamkeit beizumessen. Die Personalbeschaffung erfordert eine völlig neue Herangehensweise. Parallel sind die steigenden Rekrutierungskosten zu berücksichtigen. Infolge der hohen Produktionskomplexität und dem hierzu notwendigen Fachpersonal werden die Themen wie eigene Ausbildungs- und Weiterentwicklungskonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Konzeptionell muss an innovativen Maßnahmen gearbeitet werden, um die Selectrona GmbH als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

 

Dippoldiswalde-Reinholdshain, den 31. März 2024

gez. Herbert Bender, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.402.260,02 13.375.146,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73.016,00 108.288,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.016,00 108.288,00
II. Sachanlagen 14.992.862,75 13.096.348,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.645.842,09 7.801.675,86
2. technische Anlagen und Maschinen 5.668.952,90 2.667.979,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 421.160,00 444.055,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.256.907,76 2.182.639,00
III. Finanzanlagen 336.381,27 170.509,40
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.881,27 168.009,40
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 16.564.989,77 20.163.629,06
I. Vorräte 8.157.125,50 8.395.916,62
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.977.387,00 2.905.475,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.896.344,00 3.237.114,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.696.331,00 2.554.481,00
4. geleistete Anzahlungen 45.000,00 22.476,62
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 457.936,50 323.630,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.645.307,34 3.018.212,32
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.267.127,60 1.813.557,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 418.957,72 397.305,40
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.959.222,02 807.349,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.762.556,93 8.749.500,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.173,18 177.975,49
Bilanzsumme, Summe Aktiva 32.136.422,97 33.716.750,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.789.074,90 21.744.335,91
I. gezeichnetes Kapital 3.123.770,00 3.123.770,00
II. Kapitalrücklage 5.698.730,00 5.698.730,00
III. Gewinnvortrag 12.921.835,91 14.170.840,87
IV. Jahresfehlbetrag 1.955.261,01 1.249.004,96
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 964.482,00 1.024.793,00
C. Rückstellungen 792.985,48 1.106.403,45
1. Steuerrückstellungen 342.732,00 613.856,23
2. sonstige Rückstellungen 450.253,48 492.547,22
D. Verbindlichkeiten 10.340.108,59 9.421.477,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.951.203,28 2.976.761,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 400.818,68 202.835,22
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224.479,31 3.712.078,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.224.479,31 3.712.078,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.049.996,00 513.763,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 200.004,00 513.763,83
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.114.430,00 2.218.874,26
davon aus Steuern 615.271,58 482.253,69
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.323,73 11.572,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.904.528,82 1.514.352,64
E. Rechnungsabgrenzungsposten 249.772,00 419.741,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 32.136.422,97 33.716.750,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 59.435.656,95 62.821.330,28
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 198.920,00 -346.568,12
3. andere aktivierte Eigenleistungen 458.496,36 707.302,79
4. sonstige betriebliche Erträge 1.594.145,25 1.835.148,30
5. Materialaufwand 39.105.049,58 41.121.640,80
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.037.891,95 39.968.125,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.067.157,63 1.153.514,89
6. Personalaufwand 15.038.767,23 14.239.564,14
a) Löhne und Gehälter 12.335.737,61 11.607.026,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.703.029,62 2.632.537,62
davon für Altersversorgung 10.495,29 9.635,61
7. Abschreibungen 1.653.091,21 1.661.279,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.653.091,21 1.661.279,96
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.077.514,47 9.148.245,77
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.894,83 55,63
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 556.803,18 207.396,44
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -214.660,37 547.572,72
12. Ergebnis nach Steuern -1.918.291,91 -1.215.294,71
13. sonstige Steuern 36.969,10 33.710,25
Jahresfehlbetrag 1.955.261,01 1.249.004,96

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Selectrona GmbH, Industriering 19+21, 01744 Dippoldiswalde hat ihren Sitz in Dippoldiswalde und wird beim Amtsgericht Dresden unter der Handelsregisternummer HRB 6208 geführt.

Die nachfolgend zitierten Paragraphen beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf die Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 auf.

1. Darstellungsstetigkeit / Gliederung (§ 265 Abs. 1 S. 2)

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 Abs. 2. Der Anhang enthält die nach §§ 284 ff. notwendigen gesetzlichen Angaben. Die Gliederung des Anhangs entspricht § 284 Abs. 1. Die Gliederungen von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1)

Die Bilanzierung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurde gemäß der Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251, den Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a, den Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags vorgenommen.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf den Börsen- oder Marktpreis bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden bei den Vorräten in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten Materialeinzel- und Materialgemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht eingerechnet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag wurden bei den Vorräten systematisch nach der letzten Lagerbewegung der einzelnen Kaufteile, Waren, unfertigen und fertigen Teile vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird kongruent zu den Abschreibungen, die auf die mit diesen Zuschüssen angeschafften Anlagegüter entfallen, aufgelöst.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach üblicher kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Abzinsungen waren nicht vorzunehmen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagespiegel (§ 284 Abs. 3)

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf Seite 6 dargestellt.

2. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten (§ 265 Abs. 3)

Der Posten B.II.2 "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" enthält Forderungen in Höhe von TEUR 1.317 (Vorjahr: TEUR 2.232) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.383 (Vorjahr: TEUR 2.485) aus Lieferungen und Leistungen.

3. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (§ 265 Abs. 5)

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage sind die nicht rückzahlbaren Investitionszuschüsse unter einem separaten Passivposten ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 60 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12)

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Garantieverpflichtungen / Schadensersatz in Höhe von TEUR 200, Personalkosten in Höhe von TEUR 166 und für sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 84.

5. Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten (§ 268 Abs. 5 / § 285 Nr. 1a und 2)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 2.551 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und TEUR 1.121 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben TEUR 1.850 und von den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 1.210 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

6. Verbindlichkeiten und Sicherheiten (§ 285 Nr. 1b)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.951 sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung des Warenlagers und durch Globalabtretung der Ansprüche gegen Drittschuldner gesichert.

C. Sonstige Angaben

1. Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11)

Beteiligung
in %
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Selectrona s.r.o., Kostany,Tschechien 90 -96 -31

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 (§ 285 Nr. 17)

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 27
Steuerberatungsleistungen 22
sonstige Leistungen 0
Insgesamt 49

3. Personalbestand (§ 285 Nr. 7 i.V.m. § 267 Abs. 5)

Im Jahresdurchschnitt wurden 316 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 345).

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 und 3a)

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Miet-, Dienstleistungs- und Leasingverträge sowie Konsignationslagervereinbarungen mit Kunden und Lieferanten. Die Konsignationslager der Lieferanten und die Leasingverträge tragen zur Verbesserung der Liquidität und der Verringerung der Kapitalbindung bei, während die Konsignationslager bei Kunden in umgekehrter Richtung wirken.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften führen zu folgenden finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
Miet- und Dienstleistungsverträge 295
Leasingverträge 572
867

5. Organe (§ 285 Nr. 10)

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023:

Herr Herbert Bender

6. Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a-b)

Auf die Angaben über die Gesamtbezüge des Geschäftsführers nach § 285 Nr. 9 a - b wird gem. § 286 Abs. 4 verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge des Geschäftsführers feststellen lassen.

E. Unterzeichnung des Jahresabschlusses

 

Dippoldiswalde, den 13. September 2024

gez. Herbert Bender

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
Euro
Zugang ./. Abgang
Euro
Umbuchungen 31.12.2022
Euro
Stand am 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
1.665.231,06 0,00 0,00 1.665.231,06
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00
1.665.231,06 0,00 0,00 1.665.231,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 45.266,43
21.297.003,77 -15.302,77 259.170,45 21.586.137,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.011.759,40
36.740.605,10 -739.467,33 2.153.353,16 40.166.250,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.007,86
5.289.153,10 -49.620,40 11.161,41 5.431.701,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.626.383,81
2.182.639,00 -128.417,13 -2.423.685,02 1.256.920,66
3.864.417,50
Summe Sachanlagen 65.509.400,97 -932.807,63 0,00 68.441.010,84
III. Finanzanlagen 170.509,40 165.871,87 0,00 336.381,27
4.030.289,37
Summe Anlagevermögen 67.345.141,43 -932.807,63 0,00 70.442.623,17
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
Euro
Zugang ./. Abgang
Euro
Umbuchungen 31.12.2023
Euro
Stand am 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 35.272,00
1.556.943,06 0,00 1.592.215,06
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 35.272,00
1.556.943,06 0,00 1.592.215,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 444.967,88
13.495.327,91 0,00 13.940.295,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 964.364,56
34.072.626,10 -539.680,33 -12,90 34.497.297,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.486,77
4.845.098,10 -43.042,90 5.010.541,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 12,90 12,90
1.617.819,21
Summe Sachanlagen 52.413.052,11 -582.723,23 0,00 53.448.148,09
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.653.091,21
Summe Anlagevermögen 53.969.995,17 -582.723,23 0,00 55.040.363,15
Buchwerte
Stand am 01.01.2023
Euro
Stand am 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 108.288,00 73.016,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 108.288,00 73.016,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.801.675,86 7.645.842,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.667.979,00 5.668.952,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 444.055,00 421.160,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.182.639,00 1.256.907,76
Summe Sachanlagen 13.096.348,86 14.992.862,75
III. Finanzanlagen 170.509,40 336.381,27
Summe Anlagevermögen 13.375.146,26 15.402.260,02

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Selectrona GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Selectrona GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Selectrona GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, den 13. September 2024

Diehm Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Gunther Diehm, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.