Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 1021
Eingetragen
25.1.1972
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzHerstellung von Türen und Fenstern aus HolzBearbeitung und Veredlung von Holz
Gegenstand
Die Verarbeitung von und der Handel mit Holz, sowie Herstellung und Vertrieb der entsprechenden Fertigprodukte, insbesondere aus massivem Holz und geeigneten anderen Materialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Schaub
seit 15.6.2023
Geschäftsführer
Peter Herbert
seit 24.2.2009
Geschäftsführer
Klaus Rest
seit 24.2.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Winnfried Winnefeld
Poststr. 10, 97647 Nordheim
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BM Massivholz GmbH

Nordheim v.d.Rhön

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Im Berichtsjahr konnte die Firma BM Massivholz GmbH ihre Stellung als einer der in Deutschland bedeutendsten Hersteller von Holzprodukten für den Außenbereich und die Gartengestaltung weiter ausbauen und festigen. Am Firmensitz und Produktionsstandort Nordheim vor der Rhön wurden im Jahresdurchschnitt 64 Mitarbeiter beschäftigt.

Wie bereits in den Vorjahren, wurde auch im Jahre 2022/2023 neben der Belieferung des Holzfachhandels ein Großteil des Umsatzes durch die Belieferung verschiedener Bau- und Fachmarkt-Ketten erzielt. Dabei bilden Produkte des Bereiches "Holz im Garten" nach wie vor den überwiegenden Umsatzanteil. Für eine nachhaltige Ausrichtung und Minimierung der Transportkosten, beschafft die Gesellschaft ihre Rohstoffe vorwiegend in Deutschland und zum Teil im europäischen Ausland.

Hauptgegenstand der Entwicklungstätigkeiten ist die regelmäßige Aktualisierung des Produktportfolios insb. im Bereich Outdoor-Living. Hier wurden im Geschäftsjahr Neuentwicklungen in den Bereichen urban Gardening und Gartendekoration vorangetrieben. Am Standort Nordheim verfügt die Firma über einen eigenen Musterbau, in dem im Berichtsjahr zwei Mitarbeiter eingesetzt waren.

2. Wirtschaftsbericht und Vermögens-, Finanz und Ertragslage

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge im Jahr 2023 eine Reduzierung des BIP um 0,3% (Vj. Erhöhung um 1,8%). Die starken Preiserhöhungen für Energie und Nahrungsmittel haben dazu beigetragen, dass sich die privaten Konsumausgaben nach den letzten verfügbaren Daten in 2022 nominal um 8,5 % erhöhten, preisbereinigt ergab sich ein Anstieg um 6,9 % (Vj. plus 0,1%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich in 2022 mit 6,3 % und in 2023 mit 6,1 % weniger stark als die Konsumausgaben.

Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel im Jahr 2023 um nominal 2,9 % auf 649,1 Mrd. € (Vj. 630,8 Mrd. €). Real ergab sich ein Minus von 3,4 %. Der Onlinehandel (E-Commerce) ging um 0,4 % auf 84,2 Mrd. € zurück (Vj. 84,5 Mrd. €) bzw. real um 3,9%. Damit hatten die Onlineumsätze im Jahr 2023 einen Anteil von 13,0% (Vj. 13,4%) am gesamten Einzelhandelsvolumen. Der DIY-Branchenverband BHB und die GfK meldeten einen Anstieg der Bruttoumsätze der großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm im Kalenderjahr 2022 um nominal 7,8% auf 21,92 Mrd. € (Vj. 20,33 Mrd. €). Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen - verzeichnete die Branche ein Plus von 7,2%.

2.2 Ertragslage

Die guten Umsatzzahlen, aus den Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022 konnten nicht erreicht werden und erfuhren in dem Betrachtungsjahr 2022/2023 einen merkbaren Rückgang um 6,18 %. Damit wurde das im Vorjahr prognostizierte leichte Umsatzwachstum nicht erreicht.

Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf einem Rückgang der verkauften Menge.

Belastend wirkte sich dabei das Kaufverhalten der Endkunden aufgrund der anhaltenden Inflation aus, die zu einer allgemeinen Verteuerung von Waren und Dienstleistungen geführt hat. Hierdurch hatten die Verbraucher weniger Kaufkraft und haben ihre Ausgaben einschränkt. Weiterhin hat der Ukrainekrieg zu politischer Unsicherheit und wirtschaftlichen Turbulenzen geführt, was das Vertrauen der Verbraucher weiter geschwächt hat. Das hohe Preisniveau im Einzelhandel hat ebenfalls dazu beigetragen, dass die Kundschaft den privaten Konsum eingeschränkt hat.

Der Rohertrag belief sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf 6.223,5 T€ nachdem er im Vorjahr 6.988,3 T€ betragen hatte.

Die Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2022/2023 war begleitet von sehr hohen Kosten in nahezu allen Bereichen. Insbesondere für Energie, Personal, Abschreibungen, Versicherungen und Abgaben.

Im Gegenzug reduzierten sich die KFZ-Kosten und die Kosten der Warenabgabe auslastungsbedingt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt waren im Geschäftsjahr 2022/2023 trotz umfangreicher Instandhaltungsarbeiten etwas rückläufig. Die im Frühjahr 2023 langanhaltende Schlechtwetterperiode, der wiedererstarkte Reiseboom sowie die inflationsbedingt gestiegenen Kosten in den privaten Haushalten, haben sich im Geschäftsjahr 2022/2023 negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.

Der Jahresüberschuss belief sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf 166,8 T€ nachdem er im Vorjahr 686,9 T€ betragen hatte.

Die Einführung neuer Produkte hat dazu beigetragen, neue Kundensegmente zu erschließen und unsere Marktposition gestärkt. Hierdurch konnte entgegen dem Branchentrend auch für dieses Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

Basierend auf der flächendeckenden Bemusterung von Neuprodukten und neuen Designs ist es wahrscheinlich, dass sich der Auftragseingang positiv entwickeln wird. Durch die Einführung innovativer Produkte und Designs können Kunden angezogen werden, was zu einer erhöhten Nachfrage und einem Anstieg der Bestellungen führen könnte. Es ist wichtig, die Reaktion der Endverbraucher auf die neuen Produkte zu beobachten und mögliche Wettbewerbsvorteile zu identifizieren.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. September 2023 belief sich auf den Betrag von 9.613,9 T€. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres, am 30. September 2022, hatte sich die Bilanzsumme auf 10.639,1 T€ belaufen.

Die Vorräte reduzierten sich aufgrund zurückgegangener Preise im Bereich der Rohstoffe sowie einer an den Markt angepassten Reduzierung der Fertigware zum Bilanzstichtag 2023 auf den Wert von 2.661,9 T€, nachdem sie sich im Vorjahr noch auf 3.568,9 belaufen hatten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 567,7 T€, nach 446,2 T€ im Vorjahr. Dem standen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 157,2 T€ (im Vorjahr 337,4 T€) gegenüber.

Im Geschäftsjahr wurden wesentliche Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt. Insbesondere in eine Neuanschaffung eines CNC gesteuerten Bearbeitungszentrums.

2.4 Finanzlage

Das Eigenkapital, einschließlich der Rücklagen und Gewinnvorträge, beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September 2023 auf 8.184,6 T€, was 85,13 % der Bilanzsumme entspricht.

Vorderste Ziele für das Finanzmanagement sind weiterhin die kurz- und mittelfristige Bereitstellung ausreichender Liquidität, eine grundsätzlich konservativ und vorsichtig ausgerichtete Politik der Kreditaufnahme und ein effektives Risikomanagement.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein operativer Cashflow in Höhe von 471 T€ und im Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von 276 T€ erzielt werden.

Dem gegenüber stand die Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 700 T€.

Die liquiden Mittel zeigten sich, wie in den Vorjahren auch, in ausreichender Höhe und beliefen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf den Betrag von 4.170,7 T€.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der ausgeprägten Saisonhaftigkeit des Umsatzes in den Frühjahrsmonaten ein deutlich höherer Kapitalbedarf besteht, was die ausgewiesene Liquiditätsvorhaltung zum Bilanzstichtag begründet. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Zur weiteren Sicherung der Liquidität verfügt die Gesellschaft über zugesagte, aber nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 1.000 T€.

2.5 Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen als solide.

3. Risiken- und Chancenbericht

Die BM Massivholz GmbH verfolgt mit einem aktiven Risikomanagement die Planung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Geschäftsentscheidungen werden unter Berücksichtigung der bekannten Risiken getroffen. Bei der Identifikation von Risiken gilt es, wesentliche Risikopositionen herauszuarbeiten und sowohl ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten als auch ihre Auswirkungen durch geeignete Maßnahmen weitestgehend zu reduzieren.

Folgende, gegenüber dem Vorjahr unveränderte, moderate Risiken haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens:

Strategische und Marktrisiken

1. Wetterbedingungen: Gartenprodukte sind stark von den Wetterbedingungen abhängig. Extremes Wetter wie Stürme, starke Regenfälle oder extreme Hitze können die Nachfrage beeinflussen.

2. Wettbewerb: Die Gartenholzbranche ist oft von intensivem Wettbewerb geprägt. Neue Wettbewerber könnten in den Markt eindringen und bestehende Unternehmen könnten ihre Produkte oder Preise ändern, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken.

3. Veränderungen im Verbraucherverhalten: Das Verhalten der Verbraucher ist einem ständigen Wandel unterworfen, und dies kann auch unsere Bereiche beeinflussen. Wenn sich die Vorlieben der Verbraucher ändern oder neue Trends entstehen, kann dies Auswirkungen auf die Nachfrage unserer Produkte haben.

4. Konjunkturelle Schwankungen: Veränderungen in der Wirtschaftslage können die Nachfrage nach Gartenholzprodukten beeinflussen. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Rezessionen könnte die Nachfrage nach solchen Produkten sinken.

Beschaffungsrisiken

1 Rohstoffverfügbarkeit und Preise: Die Verfügbarkeit und die Preise von Holz können starken Schwankungen unterliegen. Änderungen in der Waldwirtschaft, Umweltauflagen oder Naturkatastrophen können die Holzversorgung beeinträchtigen und zu Preisschwankungen führen.

2. Bei gleichbleibendem Holz-Angebot lässt der Trend zum verstärkten Einsatz von Holz im Bausektor die Nachfrage nach dem Rohstoff Holz langfristig steigen.

IT- und Cyberrisiken

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsanalgen und Prozessen ist mit einer steigenden Anfälligkeit durch Cyberangriffen zu rechnen. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen implementiert wie z.B. Firewalls, regelmäßige Updates von Software und Betriebssystemen, Schulungen der Mitarbeiter zur Sensibilisierung von Cyberbedrohungen.

Finanzrisiken

In Bezug auf Finanzinstrumente zur Absicherung aller wichtigen Transaktionen sind keine besonderen Risikomanagementziele und -methoden vorgesehen. Kundenrechnungen werden ausschließlich in Euro fakturiert. Vorhandene Finanzmittel werden risikoavers angelegt. Vorderste Ziele für das Finanzmanagement sind weiterhin die kurz- und mittelfristige Bereitstellung ausreichender Liquidität, eine grundsätzlich konservativ und vorsichtig ausgerichtete Politik der Kreditaufnahme und ein umfassendes Risikomanagement

Neben den Risiken werden bei der BM Massivholz GmbH auch Chancen identifiziert und nachverfolgt, die von wichtiger Bedeutung für die Steuerung und den Erfolg des Unternehmens sind.

Folgende, gegenüber dem Vorjahr unveränderte, moderate Chancen haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens:

Nachhaltigkeitsaspekte

1. Nachfrage nach Gartenholzprodukten: Eine steigende Nachfrage nach regional und nachhaltig produzierten Gartenholzprodukten, wie zum Beispiel Hochbeete, Holzterrassen, Zäune, urban gardening, kann das Wachstum fördern. Heimisches Holz als CO 2 neutraler Baustoff erlangt zunehmend an Beliebtheit der Verbraucher und bildet die umweltfreundliche Alternative zu Kompositwerkstoffen und Aluminium.2. Qualität der Produkte: Die Qualität der von uns angebotenen Gartenholzprodukte gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hochwertige und langlebige Produkte, made in Germany, führen zu zufriedenen Kunden und positiven Weiterempfehlungen.

3. Innovation und Vielfalt: Die Einführung neuer Produkte oder die Erweiterung des Sortiments weckt nachhaltig das Interesse unserer Kunden, womit wir uns vom Wettbewerb abheben.

4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Die allgemeine wirtschaftliche Lage kann sich auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung kann zu einer erhöhten Kaufkraft und einem gesteigerten Interesse an Gartenholzprodukten führen.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Nach Ansicht der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage der BM Massivholz GmbH im Vergleich zu den Vorjahren in Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung nicht wesentlich verändert. Es ist festzuhalten, dass außer den oben genannten Risiken keine weiteren Risiken identifiziert wurden, die für die kommenden Jahre eine entwicklungsbeeinträchtigende Schadenswirkung für die Gesellschaft haben könnten.

4. Prognosebericht

Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis 31. Januar 2024 war eine Entwicklung des Auftragseinganges zu beobachten, welche unter den guten Zahlen des Vorjahres lag. Wobei der Auftragseingang im Februar über dem des Vorjahres lag.

Aufgrund der Belebung im Auftragseingang erfolgt wiederum eine vorausschauend verstärkte Auffüllung der Läger an Roh- und Fertigware, da die umsatzstarken Monate der Gartensaison 2024 mit März, April und Mai bevorstehen.

Wie in den Vorjahren auch, ist dabei allerdings die Auswirkung des Wetters auf die Gartensaison abzuwarten. Auch werden sich die Folgen und Begleiterscheinungen der Inflation, der Fortgang des Ukraine-Krieges, der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina sowie die Handelsstörungen auf dem Suezkanal, auf die Marktentwicklung auswirken.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/2024 werden auf Vorjahresniveau erwartet.

Hinsichtlich des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023/2024 erwarten wir bei nahezu gleichbleibenden Kostenrelationen ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres oder leicht darunter.

 

Nordheim, im März 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.347.621,83 1.104.114,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.180,50 15.870,50
II. Sachanlagen 1.334.623,57 1.087.435,57
1. technische Anlagen und Maschinen 900.845,07 412.715,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.778,50 351.020,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 323.700,00
III. Finanzanlagen 817,76 808,84
1. Beteiligungen 817,76 808,84
B. Umlaufvermögen 8.112.880,17 9.400.209,19
I. Vorräte 2.661.990,61 3.568.929,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.180.637,79 906.421,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 373.025,37 355.416,46
III. Wertpapiere 99.470,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.170.781,77 4.924.858,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 153.410,16 134.820,72
Aktiva 9.613.912,16 10.639.144,82

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.184.642,03 8.717.841,35
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 48.486,71 48.486,71
III. Gewinnvortrag 6.969.354,64 6.982.464,80
IV. Jahresüberschuss 166.800,68 686.889,84
B. Rückstellungen 1.108.261,44 1.295.976,00
C. Verbindlichkeiten 321.008,69 625.327,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.375,51 15.696,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.375,51 15.696,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 316.633,18 609.630,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 316.633,18 609.630,62
Passiva 9.613.912,16 10.639.144,82

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.223.595,92 6.988.354,72
2. Personalaufwand 3.064.628,30 2.897.850,87
a) Löhne und Gehälter 2.555.837,93 2.402.489,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 508.790,37 495.361,10
davon für Altersversorgung 324,00 324,00
3. Abschreibungen 291.298,91 271.346,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 291.298,91 271.346,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.654.339,14 2.846.389,96
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.935,34 16.789,67
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 530,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.276,99 18.204,38
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 8.707,00 9.538,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 68.657,24 284.462,57
9. Ergebnis nach Steuern 166.800,68 686.889,84
10. Jahresüberschuss 166.800,68 686.889,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

BM Massivholz GmbH, Nordheim v.d. Rhön

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die BM Massivholz GmbH mit Sitz in Nordheim/Rhön ist beim Amtsgericht Schweinfurt unter HRB 1021 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Bestimmte größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr beginnt am 01.10. und endet am 30.09. des Folgejahres.

B. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt.

Die Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 a HGB wurden beachtet.

Im Einzelnen gilt folgendes:

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt, die über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer berechnet werden. Hierbei handelt es sich um entgeltlich erworbene Lizenzen bzw. Software.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig vorgenommene Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Sachanlagevermögen, das nach dem 31.12.2019 und vor dem 01.10.2022 angeschafft wurde, wird degressiv über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zur linearen Abschreibung wird gewechselt, soweit diese höher ist als die degressive.

Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht überstiegen, wurden im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu den Anschaffungskosten, Kleinteile zu einem Festwert angesetzt. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht werden.

Unfertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen unter Berücksichtigung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasster Abschreibung (pauschal nach Fertigungsstufen), bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung erfolgte retrograd von den Netto-Verkaufspreisen der gefertigten Produkte unter Herausrechnung nicht aktivierungspflichtiger Kostenanteile und Gewinnaufschläge. Die Abweichungen zur Ermittlung der Herstellkosten anhand der Einzelkosten und der angemessenen Teile der Gemeinkosten sind für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Soweit erforderlich erfolgt beim gesamten Vorratsvermögen eine Anpassung auf den niedrigeren Marktpreis.

Dem allgemeinen Risiko der Lagerhaltung, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird zusätzlich durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Soweit erforderlich wurden zusätzlich Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Wertpapieren erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich erfolgt eine Anpassung auf den niedrigeren Marktpreis.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit gesetzlich vorgeschrieben erfolgte eine Abzinsung unter Berücksichtigung des Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Bei der Pensionsrückstellung wurde der durchschnittliche Marktzins anhand einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ermittelt.

Würden die Pensionsrückstellungen mit dem Durchschnittszinssatz der letzten 7 Jahre berechnet, ergäbe sich ein um EUR 5.384,00 höherer Wert. Für diesen Differenzbetrag gilt eine Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag nicht.

In der Bilanz werden im Vergleich zum Vorjahr die Beträge der Position Forderungen gegen verbundenen Unternehmen erstmals unter den sonstigen Vermögensgegenstände und die Beträge der Position Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen erstmals unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, da es sich nicht um verbundene Unternehmen handelt.. Der Vorjahreswert der sonstigen Vermögensgegenstände wurde um 355.416,46 € und der Vorjahreswert der sonstigen Verbindlichkeiten wurde um 93.860,77 € angepasst.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage 4, Seite 5, beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen nahestehende Personen aus einem gewährten Darlehen in Höhe von 373 TEUR (Vj. 355 TEUR) enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Dieser Bilanzposten beinhaltet bereits bezahlte Rechnungen, die periodengerecht abgegrenzt wurden.

Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Grundlage der Vorgaben des Bilanzrechts Modernisierungs-Gesetzes (BilMoG).

Der Berechnung liegt die Richttafel von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018G, Aktivensterblichkeit mit einem Rechnungszinsfuß von 1,81 % zugrunde. Es werden nur im Betrag feststehende Pensionszusagen erteilt, so dass weder ein Gehalts- noch ein Rententrend zu erfassen war. Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 entfiel auf die Pensionszuführung ein Zinsaufwand von EUR 8.707,00.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahr bestehen nicht.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von größenabhängigen Erleichterungen wird bei den Aufgliederungen und Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung Gebrauch gemacht.

Da zwischen Fertigungserzeugnissen und Waren intern nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand unterschieden werden kann, erfolgt der Ausweis der Bestandsveränderung der Fertigerzeugnisse und Waren insgesamt unter der Position "Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen".

E. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen in nennenswertem Umfang bestehen aus einem erstmals zum 31. Dezember 2039 kündbaren Pachtvertrag, der mit einer nahestehenden Person abgeschlossen wurde. Die hieraus resultierenden Pachtzahlungen belaufen sich, nach Fertigstellung eines weiteren Betriebsgebäudes, ab Dezember 2022 auf jährlich EUR 310.000,00 (Netto).

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 60,00 Mitarbeiter beschäftigt. Hierin enthalten sind 39,00 Arbeiter, 11,50 Angestellte, 8,25 Halbtagskräfte, und 1,25 Aushilfen. Des Weiteren beschäftigte die Gesellschaft im Jahresdurschnitt 2,00 Auszubildende.

Geschäftsführung

Winnfried Winnefeld, Nordheim/Rhön, Dipl.-Betriebswirt (bis 21.07.2023)

Peter Herbert, Ostheim/Rhön, Leiter Marketing und Vertrieb

Ralf Schaub, Bad Neustadt a.d. Saale, Leiter Einkauf, (ab 23.05.2023)

Beirat

Mit Wirkung zum 29.07.2023 hat die Gesellschafterversammlung einen Beirat ernannt. Ihm gehören folgende Personen an:

• Christoph Daniel Winnefeld, Unternehmensberater, wohnhaft in Düsseldorf

• Daniel Peter Vaupel, Leiter Projekt Management Office, wohnhaft in Kassel

• Winnfried Winnefeld, der ausgeübte Beruf entspricht der Position als Vorsitzender des Beirats, wohnhaft in Nordheim v.d. Rhön

Die Bezüge der Geschäftsführer und des Beirats müssen aufgrund der gesetzlichen Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben werden.

sonstige Berichtsbestandteile

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS vom 1.10.2022 bis 30.9.2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 1.10.2022
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
Umbuchung
Euro
Stand 30.9.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111.868,35 16.220,00 0,00 0,00 128.088,35
111.868,35 16.220,00 0,00 0,00 128.088,35
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.743.829,80 271.080,74 1.200,00 323.700,00 2.337.410,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.653.653,32 249.161,17 67.638,96 0,00 1.835.175,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 323.700,00 0,00 0,00 -323.700,00 0,00
3.721.183,12 520.241,91 68.838,96 0,00 4.172.586,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 808,84 8,92 0,00 0,00 817,76
808,84 8,92 0,00 0,00 817,76
Summe des Anlagevermögens 3.833.860,31 536.470,83 68.838,96 0,00 4.301.492,18

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Stand 1.10.2022
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
Stand 30.9.2023
Euro
Buchwert 30.9.2023
Euro
Buchwert 30.9.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 95.997,85 19.910,00 0,00 115.907,85 12.180,50 15.870,50
95.997,85 19.910,00 0,00 115.907,85 12.180,50 15.870,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.331.114,73 106.649,74 1.199,00 1.436.565,47 900.845,07 412.715,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.302.632,82 164.739,17 65.974,96 1.401.397,03 433.778,50 351.020,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 323.700,00
2.633.747,55 271.388,91 67.173,96 2.837.962,50 1.334.623,57 1.087.435,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 817,76 808,84
0,00 0,00 0,00 0,00 817,76 808,84
Summe des Anlagevermögens 2.729.745,40 291.298,91 67.173,96 2.953.870,35 1.347.621,83 1.104.114,91

 

97647 Nordheim, den 08.02.2024

gez. Peter Herbert

gez. Ralf Schaub

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt und nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BM MASSIVHOLZ GMBH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BM MASSIVHOLZ GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BM MASSIVHOLZ GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Neustadt / Saale, den 05.04.2024

Ossig Main-Rhön-Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Beuerlein, Wirtschaftsprüfer

Heiko Werner, Wirtschaftsprüfer

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