MEDFOREST Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Nobbe seit 19.3.2026 | Prokura |
Chris Bräuner seit 27.1.2025 | Prokura |
Florian Peter Link seit 20.12.2021 | Prokura |
Clemens Rapp seit 20.12.2021 | Prokura |
Inge Reim seit 8.3.2021 | Prokura |
Daniel Fies seit 19.7.2017 | Prokura |
Frank Scherrible seit 19.7.2017 | Prokura |
Dirk Heining seit 9.6.2016 | Geschäftsführer |
Ulrich Rasche seit 9.6.2016 | Prokura |
Hannes Michael Dr. Dobler seit 9.6.2016 | Prokura |
Oliver Mess seit 9.6.2016 | Prokura |
Ralf Steiner seit 9.6.2016 | Prokura |
Frank Nauheimer seit 29.10.2015 | Geschäftsführer |
Axel Dr. Pfrommer seit 29.10.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADMEDES Schuessler GmbHPforzheimJahresabschluss zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, WährungsumrechnungAllgemeine AngabenBei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes beachtet. Aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich keine ergänzenden Regelungen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. AnlagevermögenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Seit 2010 werden Zugänge ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Vermögensgegenstände von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde in den Jahren 2008 und 2009 von der Vereinfachungsregelung einer jährlichen Gruppenaktivierung und planmäßigen Abschreibung über fünf Jahre Gebrauch gemacht. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. UmlaufvermögenDie Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Unfertige sowie fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind (niedrigerer beizulegender Wert. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, wobei Risiken im Forderungsbestand angemessen berücksichtigt werden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% (Vj. 1%) gebildet. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufenden Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs.1 Satz 2 HGB) und pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a Satz 2 HGB umgerechnet. Angaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beiliegenden Anlagespiegel dargestellt. Der deutliche Rückgang der Sachanlagen (-TEUR 4.405) resultiert im Wesentlichen aus der Tatsache, dass die Abschreibungen die Neu-Investitionen deutlich übersteigen. Der Rückgang Finanzanlagen resultiert aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts der amerikanischen Tochtergesellschaft ADMEDES Inc. (-TEUR 1.212) und der Liquidation der irischen Tochtergesellschaft ADMEDES IRELAND Ltd. (-TEUR 51). Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Beträge betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen, davon entfallen TEUR 178 auf Umsatzsteuer und TEUR 158 auf Körperschaftsteuer. Zudem sind Forderungen gegenüber Mitarbeitern aus negativen Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 343 (Vj. TEUR 480) enthalten. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,89% (Vj. 4,58%). Der unterstellte Rententrend beläuft sich auf 0% (Vj. 1%), ein Gehaltstrend von 0% (Vj. 0%) und die Fluktuation beträgt 0% (Vj. 0%). Die Pensionszusage bezieht sich ausschließlich auf ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung. Verrechnung von PlanvermögenAngaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Steuerrückstellungen betreffen die für das Geschäftsjahr 2015 zu entrichtende Steuern nach Anrechnung der Verlustvorträge aus 2014. Sie entfallen zu TEUR 397 auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie zu TEUR 388 auf Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.899), Rückstellungen für Leerstand (TEUR 480), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 300), Rückstellungen für Aufbewahrung (TEUR 208) sowie übrige Sonstige Rückstellungen (TEUR 217). VerbindlichkeitenVerbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 30.900 durch Grundschulden besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträge betreffen sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.172) als auch Darlehen der Muttergesellschaft (TEUR 3.000). Latente SteuernAktive latente Steuern bestehen auf der Aktivseite im Bereich des Sachanlagevermögens und bei den Finanzanlagen. Auf der Passivseite resultieren aktive latente Steuern aus Unterschieden bei der Pensionsrückstellung und in den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich auf der Aktivseite aus dem Sachanlagevermögen, dem Vorratsvermögen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf der Passivseite im Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die aktiven latenten Steuern übersteigen die passiven latenten Steuern. Die Gesellschaft hat das gesetzliche Wahlrecht dergestalt ausgeübt, dass keine Aktivierung des Aktiv-Überhangs erfolgt. Der anzuwendende Steuersatz (KSt und GewSt) beträgt 30,5 % (Vj. 30,5%). Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach Regionen wie folgt: Tätigkeitsbereiche:
Regionen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 314 (Vj. TEUR 283) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Weitere wesentliche Posten sind Erträge aus Verrechnungen an die Tochtergesellschaft ADMEDES Inc., Livermore/USA (TEUR 465), Erträge aus Sachbezügen (TEUR 308), Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 183) und Erträge aus dem Verkauf von Essen und Getränken im Casino (TEUR 158). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 56 (Vj. TEUR 50) ausgewiesen. Der Posten enthält zudem Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 233 (Vj. TEUR 150). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 18) ausgewiesen. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseDie Gesellschaft hat eine Garantie- und Ausfallhaftungserklärung für bereits entstandene und zukünftig entstehende Verbindlichkeiten der ADMEDES Inc., Livermore/USA bei der Landesbank Baden-Württemberg, New York Branch/USA, übernommen (TUSD 7.100). Zum 31. Dezember 2015 weist die ADMEDES Inc., Livermore/USA, Verbindlichkeiten gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg bzw. ihrer Tochter der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von TUSD 5.500 aus. Die Gesellschaft hat eine Haftungserklärung bis maximal TEUR 10.000 für Verbindlichkeiten der ADMEDES Inc., Livermore/USA, bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main/Deutschland, übernommen. Die Inanspruchnahme beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2015 TUSD 7.500. Zudem bestehen Verbindlichkeiten der ADMEDES Inc., /Livermore/USA gegenüber der Südwestbank AG, Stuttgart, in Höhe von TUSD 5.000. Auch hier hat die ADMEDES Schuessler GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von maximal TUSD 6.500 übernommen. Die Gesellschaft hat Haftungserklärungen für laufende Leasingverträge der ADMEDES Inc., Livermore/USA, bei der Deutsche Leasing USA Inc., Chicago, USA, in Höhe von TUSD 1.164 (Vj. TUSD 1.828) übernommen. Aufgrund der geplanten Entwicklung der Geschäftstätigkeit der ADMEDES Inc. ist das Risiko einer Inanspruchnahme unverändert als gering einzustufen. Alle bestehenden Haftungsverhältnisse betreffen das verbundene Unternehmen ADMEDES Inc., Livermore/USA. Geschäfte außerhalb der BilanzDie Gesellschaft hat zur Verbesserung der Bilanzkennzahlen folgende Leasingverträge abgeschlossen. Im Einzelnen:
Abgesehen von den jährlichen Zahlungsabflüssen bestehen keine weiteren Risiken aus den Leasingverträgen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den oben genannten Leasingverträgen bestehen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 793 p. a. Derivative FinanzinstrumenteDie Gesellschaft hat über den Bilanzstichtag ein Devisentermingeschäft (USD-EUR) über TUSD 1.500 abgeschlossen, welches unter Anwendung marktüblicher Bewertungsmethoden berücksichtigt wurde. Honorar für Leistungen des AbschlussprüfersDie Honorare des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt TEUR 72, hiervon entfallen TEUR 49 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 23 auf Steuerberatungsleistungen. Organe und OrganbezügeAls Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015 tätig: Herr Dr. Andreas Schüßler, Diplom-Ingenieur, Pfinztal, bis 24.10.2015 Herr Dr. rer. pol. Axel Pfrommer, Pforzheim, ab 24.10.2015 Herr Frank Nauheimer, Diplom-Kaufmann, Straubenhardt, ab 24.10.2015 Die Gesellschaft macht von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. AnteilsbesitzDie Gesellschaft besitzt Anteile an folgenden Unternehmen:
Zum 31.12.2015 galt folgender Umrechnungskurs (Stichtagskurs): USD/EUR = 0,9185. Die Tochtergesellschaft ADMEDES IRELAND Ltd. in Birr, Irland wurde im Laufe des Jahres 2015 liquidiert. BeschäftigteDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
KonzernverhältnisseDer Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ADMEDES Schuessler GmbH, Pforzheim einbezogen. Der Konzernabschluss der ADMEDES Schuessler GmbH ist als Teilkonzern ein Bestandteil des Konzernabschlusses der Muttergesellschaft G. RAU GmbH & Co. KG, Pforzheim.
Pforzheim, 30. März 2016 ADMEDES Schuessler GmbH, Pforzheim Dr. Axel Pfrommer, Geschäftsführer Frank Nauheimer, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell des UnternehmensDie ADMEDES Schuessler GmbH ist ein Hersteller von medizintechnischen Komponenten für Medizintechnikunternehmen (für Medical Device OEMs). Die Gesellschaft hat sich auf die Herstellung von selbst-expandierbaren vaskulären Implantaten (d. h. für die Blutgefäße), wie Stents und Herzklappenrahmen spezialisiert. Die Kunden sind i. d. R. Medizintechnikunternehmen der interventionellen Kardiologie und Radiologie. Die Gesellschaft produziert Komponenten im Kundenauftrag, welche ihrerseits die Komponenten (i. d. R. Implantate) mit minimalinvasiven Zuführsystemen und Kathetern verbinden und als Gesamtsysteme verkaufen. Neben der Serienproduktion fertigt die Gesellschaft auch Muster und Prototypen. Zudem werden den Kunden Ingenieursdienstleistungen angeboten. Es wird hauptsächlich Nitinol verarbeitet, eine Formgedächtnislegierung aus Titan und Nickel. Dieser Werkstoff, der i. d. R. in Form von Rohren oder Drähten verarbeitet wird, ist aufgrund seiner hohen Flexibilität und Biokompatibilität erste Wahl für kathetergestützte Gefäß-Implantate. Die ADMEDES Gruppe besteht aus der ADMEDES Schuessler GmbH in Pforzheim und den folgenden Tochtergesellschaften:
Die ADMEDES Inc. in Livermore/USA hat eine ähnliche strategische Grundausrichtung wie die ADMEDES Schuessler GmbH und dient ebenfalls als Produktionsstandort der Unternehmensgruppe. Die Tochtergesellschaft ADMEDES IRELAND Ltd. in Birr, Irland, wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2015 liquidiert. Ziel ist, die Marktanteile in bestehenden Geschäftsfeldern auszubauen und über technologische Alleinstellungsmerkmale neue Bereiche der Medizintechnik zu erschließen. Diese Wachstumsziele werden durch die konsequente Verbesserung der internen Produktionsprozesse, stärkere Ausnutzung von möglichen Effizienzpotenzialen, die weitere Diversifikation durch nachhaltige Forschung und Entwicklung sowie die Erschließung neuer Märkte verfolgt. Forschung und EntwicklungDas Unternehmen hat im Jahr 2015 seine Aktivitäten in Forschung und Entwicklung weiter fortgesetzt und konzentrierten sich u. a. auf: a) Verfahrenstechnische Optimierung der Stent- und Herzklappen-Herstellung b) Ausbau der Draht- und Textiltechnologien c) Aufbau neuer Lasertechnologien d) Aufbau von Mikro-Assemblytechniken Im Jahr 2015 haben wir TEUR 1.697 (Vj. TEUR 2.126) für den Bereich Forschung und Entwicklung aufgewendet. Eine stetige Entwicklung potenzieller Technologien ist ein entscheidender Faktor für den kurz- und vor allem langfristigen Erfolg der Gesellschaft, da die Branche stets im Wandel ist. Die Wachstumsziele werden nur über die Erforschung und Entwicklung neuer Verfahren und Technologien erreichbar. Entscheidend für unsere Innovationskraft ist ein Team mit hochqualifizierten Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern. Wirtschaftsbericht:Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDer Markt, in welchem das Unternehmen tätig ist, wächst weiter stetig. Dies ist an den weiter steigenden Stückzahlen unserer Bestandskunden, neuen Großkunden sowie den Anfragen aus Start-up Unternehmen erkennbar. Es existieren weiterhin hohe Ideen- und Innovationsraten für neue Anwendungen in verschiedenen medizinischen Bereichen (z. B. neurovaskulare, kardiovaskulare oder endovaskulare Therapien). Andere Wachstumsimpulse für die Zukunft sehen wir bei selbst-expandierbaren Stents für die Behandlung des akuten Herzinfarkts, Behandlung des diabetischen Fußes durch Stenting der Unterschenkelarterien, und für das Stenting von Venen. Der Einsatz medikamentenbeschichteter Ballonkatheter könnte das Stenting in den Beinarterien in der Zukunft reduzieren. Der Konzentrationsprozess im Bereich der Medizinproduktehersteller dauert weiter an. Diese Übernahmen ermöglichen die Erschließung neuer Absatzmärkte sowie die Vergrößerung der Produktportfolios. Die Folge ist die Reduzierung der verschiedenen Stent-Systeme, da sich durch die Übernahmen Überschneidungen im Produktportfolio unserer Kunden ergeben. Für die ADMEDES Schuessler GmbH stellt sich die Frage des "Adressierbaren Marktes" für OEM Hersteller. Ein Inverkehrbringer hat immer die Wahl, seine Produkte selbst herzustellen, oder die Produktion an einen Zulieferer zu vergeben. Der Markt der minimalinvasiven und interventionellen Medizintechnik wächst mit einem CGAR (Compound Annual Growth Rate) von ca. 10%. Der Weltmarkt für periphere, selbst-expandierbare Stents ist mit Wachstumsraten von 5% - 7% pro Jahr (bezogen auf die Stückzahlen) weiterhin intakt. Der andauernde Preisverfall der Produkte wird in Form von Kostendruck an die Zulieferer weitergegeben. Der Markt für kathetergestützte Herzklappenprothesen bietet exzellente Wachstumschancen, da die Rahmen vorrangig aus Nitinol gefertigt werden. Die prognostizierten jährlichen Wachstumsraten für kathetergestütze Aortenklappen-Prothesen bis zum Jahre 2020 werden mit 15% bis 26% angegeben. Darüber hinaus entwickeln viele Unternehmen bereits Prothesen für die mitralen Herzklappen, was zusätzliche Wachstumsperspektiven bietet. Die Dynamik bei der Entwicklung anderer Materialien (z. B. Polymer, Magnesium) für den peripheren Bereich hat sich verlangsamt. Zukünftige Generationen dieser Produkte haben nicht die klinische Datenlage oder technischen Eigenschaften eines selbst- exbandierbaren Nitinol- Stents. GeschäftsverlaufNach dem schwierigen Jahr 2014 kann die Gesellschaft auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2015 zurück blicken. Das zu Jahresbeginn ausgegebene Umsatzziel von TEUR 53.355 konnte mit TEUR 60.135 deutlich übertroffen werden. Anstatt des geplanten Verlusts für das Geschäftsjahr von TEUR 764 konnte die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von TEUR 5.687 erzielen. Durch die Effekte der Fixkostendegression konnten wir überproportional von den zusätzlichen Umsatzerlösen profitieren. Durch die Umsetzung des sehr umfangreichen Kosteneinsparungsprogramms konnte die gesamte Kostenstruktur signifikant verbessert werden. Es wurden lediglich unbedingt betriebsnotwendige Investitionen getätigt, um die Liquiditätssituation zu schonen. Darstellung der Lage des Unternehmens:ErtragslageDie Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz von TEUR 55.075 auf TEUR 60.135 (+TEUR 5.059) steigern. Die Umsätze verteilen sich auf rund 11% im Inland, 66% innerhalb der EU und 23% in Drittländern (im Wesentlichen USA). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus konzernweiten Verrechnungen (TEUR 465), periodenfremde Erträge (TEUR 314) und Erlöse aus Sachbezügen (TEUR 308). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 917 angestiegen. Dieser Anstieg ist prozentual gesehen analog zum Anstieg bei den Umsatzerlösen. Die Materialeinsatzquote ist von 20,2 auf 20,0% gesunken. Im Vergleich zur Gesamtleistung konnte sogar ein deutlicherer Rückgang auf 19,2% (Vj. 20,2%) erreicht werden. Die Verbesserung ist auf den veränderten Produktmix und Produktivitätssteigerungen zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des weiteren Personalabbaus in 2015 deutlich verringert. In Summe konnten die Personalaufwendungen um TEUR 6.210 auf TEUR 28.903 reduziert werden. Die Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 5.098 (Vorjahr: TEUR 5.341). Der leichte Rückgang ist auf das verringerte Investitionsvolumen in 2015 zurückzuführen. Aufgrund des durchgeführten Kosteneinsparungsprogramms konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 3.173 reduziert werden. Die Beschränkung auf betriebsnotwendige Ausgaben spiegelt sich in allen Aufwandspositionen wieder. Ein Großteil der Aufwendungen wurde durch im Vorjahr gebildeten Rückstellungen verbraucht. Das Finanzergebnis bewegt sich nahezu auf Vorjahresniveau und wird langfristig kontinuierlich sinken, da die Gesellschaft kontinuierlich die Darlehen tilgt und sich die Zinslast somit sukzessive verringert. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurde auf Basis des durchgeführten Werthaltigkeitstests des Beteiligungsbuchwerts der Tochtergesellschaft ADMEDES Inc., Livermore/USA, eine außerplanmäßige Abschreibung (TEUR 1.212) vorgenommen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.766 angestiegen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.687 erwirtschaftet. FinanzlageUnser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die überschaubare Kundenanzahl und der enge Kontakt zu den Kunden ermöglicht uns ein effektives Forderungsmanagement. Die Finanz- und Liquiditätslage des Unternehmens hat sich deutlich verbessert. Die Kapitalstruktur hat sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses deutlich verbessert (Eigenkapitalquote: Anstieg von 31,6% auf 42,2%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten deutlich reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 44,1% (Vj. 51,7%) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1,1% der Bilanzsumme (Vj. 2,1%). Absolut entspricht dies einem Rückgang um TEUR 996 auf TEUR 792. Die Reduzierung liegt im Wesentlichen an der verbesserten Liquiditätssituation. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen sind um TEUR 475 auf TEUR 4.172 gesunken. Der von der EUROFLEX GmbH, Pforzheim, bereitgestellte Lieferantenkredit wurde im Laufe des Jahres in ein Darlehen (31.12.2015: TEUR 3.000) umgewandelt. Der von der G. RAU GmbH & Co. KG, Pforzheim, zur Verfügung gestellte Überbrückungskredit in Höhe von TEUR 1.500 wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der ADMEDES Inc. in den USA. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital sowie mittel- und langfristige Bankdarlehen gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten. VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 73.912) um TEUR 4.957 auf TEUR 68.955 verringert. Auf der Aktivseite resultiert der Rückgang im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens. Auf der Passivseite ergibt sich der Rückgang als Differenz aus dem Jahresüberschuss (+TEUR 5.687) und dem Schuldenabbau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 7.747 auf TEUR 30.436 gesunken. Die Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 5.098 (Vj. TEUR 5.341) und enthielten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Finanzanlagen haben sich aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung auf die Beteiligung der ADMEDES Inc. um TEUR 1.212 verringert. Das Anlagevermögen hat sich in Summe um TEUR 6.012 auf TEUR 53.329 reduziert. Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.683 auf TEUR 7.378 erhöht. Einem Bestandsaufbau bei den Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen, den unfertigen Erzeugnissen sowie den Fertigerzeugnissen (in Summe +TEUR 2.830) steht eine Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen (-TEUR 1.147) gegenüber. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen haben sich leicht verringert (-TEUR 718). Im Gegenzug sind die Flüssigen Mittel leicht angestiegen (+TEUR 385). Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 29.065 (+24,3% im Vergleich zum Vorjahr). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 42,2% (Vj. 31,6%). Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs deutlich verbessert. Veränderungen werden sich in der Zukunft im Wesentlichen durch die planmäßigen Tilgungen der Bankverbindlichkeiten ergeben. Finanzielle LeistungsindikatorenWir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz, Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und Materialaufwandsquote. Die Umsatzrendite berechnen wir als Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen, die Materialaufwandsquote als Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung. Der Umsatz hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 5.059 auf TEUR 60.135 erhöht. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 121 (+TEUR 28). Die Umsatzrendite beträgt im aktuellen Jahr 11,8% und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (-13,9%) deutlich verbessert. Die Materialaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 20,2% auf 19,3% reduziert. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft führt regelmäßig Kundenzufriedenheitsbefragungen durch. Die Ergebnisse werden ausgewertet und zur Verbesserung genutzt. Zudem werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit den Führungskräften besprochen und im Intranet veröffentlicht. Die niedrige Fluktuation, trotz intaktem Arbeitsmarkt, belegt die Zufriedenheit der Belegschaft. Aufgrund des sehr guten Verhältnisses der Mitarbeiter zur Gesellschaft waren wir in der Lage, die schwierige wirtschaftliche Situation gemeinsam zu bestreiten. Die ADMEDES Schuessler GmbH engagiert sich zudem lokal bei diversen Veranstaltungen und Vereinen sowie an der Hochschule Pforzheim. Als einer der größten Arbeitgeber in Pforzheim ist sich die Gesellschaft ihrer sozialen Verantwortung und gesellschaftlichen Verpflichtung bewusst. Es werden sowohl soziale als auch karitative Projekte unterstützt. NachtragsberichtHerr Dr. Andreas Schüssler ist aus der Geschäftsleitung der Gesellschaft ausgeschieden. Weitere Vorgänge besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Chancen- und RisikoberichtRisikoberichtZiel unseres Risikomanagements ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und ihrer Ausprägung gemäß angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung zu gewährleisten. Es ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Risiken gehen wir nur ein, wenn der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert werden kann und mögliche Auswirkungen und Risiken dauerhaft beherrschbar sind. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsführung bzw. -leitung. Die Früherkennung, die Abschätzung der Auswirkungen, die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen sowie die interne Kommunikation von Risiken ist eine der originären Aufgaben der Geschäftsbereichsleiter sowie der einzelnen Prozess- und Projektverantwortlichen. Der USD-Anteil am Gesamtumsatz hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 3,8% in 2014 auf 6,2% erhöht. Da im Wesentlichen in Euro abgerechnet wird sind Wechselkursrisiken nur in geringem Umfang vorhanden. Es sind aktuell keine Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin-, Devisenoptions- sowie Target-Forward-Geschäften geplant. Überschüssige USD-Bestände werden zur Begleichung von USD-Verbindlichkeiten (z. B. ADMEDES Inc.) verwendet. Zusätzliche USD werden innerhalb des Konzerns getauscht, da bei anderen Gesellschaften ein USD-Bedarf besteht. Im Bereich der Versorgung mit NiTi-Rohrmaterial hat das Unternehmen seine Strategie, Zweit- und Drittlieferanten zu qualifizieren, fortgesetzt, um damit die mit einer "Single-Source"-Lösung verbundenen Risiken zu reduzieren. Im Laufe des Jahres 2016 wird eine neue Europäische Medizinprodukte-Verordnung erwartet, die den Zulassungsprozess in Europa erschweren wird. Die Verhandlungen dauern an und der Inhalt ist noch nicht wirklich absehbar. Die Akquise von Neugeschäft für ADMEDES könnte davon beeinflusst werden, zumal ein Großteil der US-amerikanischen Firmen das CE-Zeichen als Erstzulassung benutzen. Weitere relevante Risiken im Rahmen der sonstigen Geschäftstätigkeiten sind durch Versicherungen abgedeckt. Im Rahmen unseres Risiko-Management-Systems sind im Jahr 2015 im Risikoportfolio keine weiteren, wesentlichen Risiken identifiziert worden. Branchenspezifische Risiken:Die Gesellschaft arbeitet in einem sehr wachstumsstarken Marktsegment. Eine Abschwächung des Branchenwachstums ist aktuell nicht zu befürchten. Wir investieren weiter in neue Technologien und die Entwicklung von Herstellprozessen für zukunftsweisende Medizinprodukte, um die Position als Marktführer zu festigen und sogar noch weiter auszubauen. Die Investitionen in die Zukunft sind notwendig, um zu vermeiden, dass die Gesellschaft ihre Marktposition oder ihre Alleinstellungsmerkmale verliert. Die Markteintrittsbarrieren in der Medizintechnik sind aufgrund des regulierten Marktes höher als in anderen Branchen. Ertragsorientierte Risiken:Die Wettbewerbsrisiken haben sich aufgrund des spürbaren Preisdrucks verstärkt. Die Gesellschaft hat eine unverändert gute Marktposition und arbeitet konsequent an Lösungen zur Kostenreduktion durch Prozessoptimierungen, um bei Preisverhandlungen eine für den Kunden und uns vertretbare Lösung erreichen zu können. Zudem versucht die Gesellschaft ihre Position in den margenstarken und zukunftsträchtigen Bereichen weiter auszubauen. Nach dem Umsatzeinbruch in 2014 und gestiegenen Umsätzen in 2015 gehen wir aktuell davon aus, dass wir den Umsatz im Jahr 2016 nochmals steigern können. Wir befinden uns mittel- bis langfristig weiter auf Wachstumskurs. Die Gesellschaft ist weiterhin zu einem gewissen Grad von einzelnen Großaufträgen bzw. Großkunden abhängig. Dies kann sich u.U. bei Wegfall einzelner Produkte von Großkunden negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Aus diesem Grund sind wir bemüht eine weitere Diversifikation auf Produkt- sowie Kundenebene zu erreichen. Im Rahmen des Jahresabschlusses zum 31.12.2015 wurde auf Basis des Werthaltigkeitstests des Beteiligungsbuchwerts der ADMEDES Inc., Livermore/USA, eine außerplanmäßige Abschreibung (TEUR 1.212) vorgenommen. Sollte sich die Geschäftsentwicklung der ADMEDES Inc. entgegen der Unternehmensplanung entwickeln wäre der Wertansatz im Finanzanlagevermögen (akt. Beteiligungsbuchwert TEUR 3.250) erneut wertzuberichtigen und ggf. Rückstellungen für eingegangene Haftungserklärungen zu bilden. Finanzwirtschaftliche Risiken:Die Gesellschaft ist aufgrund der Ergebnisse in der Vergangenheit mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet. Die angespannte Liquiditätssituation sowie die Schuldentilgung stellt die wesentliche Herausforderung in den folgenden Jahren dar. Die finanzielle Abhängigkeit vom Gesellschafter konnte aufgrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs 2015 deutlich reduziert werden, so dass zum Stichtag die Kontokorrentlinien der Banken frei verfügbar waren. Es ist geplant im Jahr 2016 das Gesellschafterdarlehen weiter zu tilgen. Potenzielle Währungsrisiken aus Fremdwährungsgeschäften, die die VFE-Lage der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten, sehen wir in 2016 nicht. Der deutlich verschlechterte US-Dollar Wechselkurs trifft uns nur indirekt, da die Umsätze der Gesellschaft im Wesentlichen in EUR abgewickelt werden. In Bezug auf die Bürgschaften, die für die Kredite der ADMEDES Inc. gegeben wurden, hätte der aktuelle Kurs negative Auswirkungen, aber wir sehen kein erhöhtes Risiko der Inanspruchnahme. Zur Absicherung des bestehenden Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine detaillierte Liquiditätsplanung erstellt, die als Basis zur Geldmitteldisposition dient. Die Liquiditätslage wird laufend mit der Geschäftsführung und dem Gesellschafter besprochen. Die Gesellschaft verfolgt weiterhin eine sehr konservative Risikopolitik. ChancenberichtDie ADMEDES Schuessler GmbH hat eine Vielzahl neuer Herstelltechnologien aufgebaut und damit begonnen, neue Bereiche der Medizintechnik zu erschließen. Zusammen mit der starken Kundenorientierung und der maximalen Produktionskapazität des Unternehmens bietet dies hervorragende Wachstumschancen im weltweiten Medizintechnikgeschäft. Nitinol wird seit den 70er Jahren in der Medizintechnik eingesetzt und erlebt seit Mitte der 90er Jahre eine ständig wachsende Bedeutung, vor allem bei der interventionellen Kardiologie und Radiologie. Durch neue Bearbeitungsverfahren und besseren Designmöglichkeiten durch Finite-Elemente-Analyse-Techniken (Computer Simulierte physikalische Vorgänge wie Kraftwirkung oder Deformierung des Materials) werden neue Anwendungsfelder erschlossen, Entwicklungszyklen beschleunigt und Kosten reduziert. Nitinol wird auch in absehbarer Zukunft der Werkstoff für minimalinvasive selbst- expandierende Implantate sein. Neben den Hauptmärkten werden wir mit den Fertigungsbereichen "Draht und Textiltechnologie" sowie "Smart Systems" das Bestands- und Neukundengeschäft in den Märkten "Gastrointestinal" "Cardiac Rythm Management" und "Structural Heart" weiter ausbauen. Wir gehen davon aus, dass auch in den kommenden Jahren zusätzliche Wachstumspotentiale in der innovativen Medizintechnik entstehen werden. GesamtaussageRisiken der künftigen Entwicklung sind in einem wachsenden Wettbewerbsumfeld und dem damit verbundenen Druck auf die Preise der Gesellschaft zu sehen. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft hat sich im Laufe des Jahres stabilisiert, aber die Entschuldung wird auch in den nächsten Jahren eine wesentliche Herausforderung sein. Durch die Unterstützung unseres Gesellschafters und der konsequenten Fortsetzung des Restrukturierungskurses sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Aufgaben gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle traten bisher nur in einer unwesentlichen Größe auf. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Soweit bei Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zudem wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die Gesellschaft hat zum Stichtag ein Devisentermingeschäft EUR-USD abgeschlossen. Es wurde für einen kurzen Zeitraum USD in EUR getauscht, um die negativen EUR-Bankkonten auszugleichen. Spekulative Geldanlagen werden von der Geschäftsleitung nicht durchgeführt. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind für unser Unternehmen insgesamt von eher untergeordneter Bedeutung. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. PrognoseberichtNach einem erfolgreichen Jahr 2015 wird es auch im Jahr 2016 das oberste Ziel sein, die gesamtwirtschaftliche Lage der Gesellschaft und Liquiditätssituation weiter zu stabilisieren sowie den Verschuldungsgrad zu reduzieren. Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens langfristig weiterhin als positiv. Die Umsatzplanung wurde im Wesentlichen auf Basis der Kunden-Forecasts vorgenommen. Wir rechnen mit Umsatzerlösen in Höhe von rund TEUR 65.000. Durch das nachhaltig gesenkte Kostenniveau und die konsequente Fortsetzung des Kosteneinsparungsprogramms gehen wir für 2016 von einem positiven Geschäftsverlauf mit einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 5.000 aus. Die positiven Zukunftsaussichten spiegeln sich in steigenden Umsatzzahlen wieder. Das Wachstum wird durch steigende Produktionsvolumen bei bestehenden Kunden sowie der Erweiterung der Produktportfolios mit bestehenden und neuen Kunden erreicht werden. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres bestätigt die getroffenen Annahmen. Umsatz und Ergebnis liegen bisher voll im Plan. Die Sicherstellung eines nachhaltigen Unternehmenserfolgs wird mit zunehmender Marktsättigung schwieriger. Zu den Kernaufgaben für eine erfolgreiche Zukunft zählen insbesondere:
SchlussbemerkungDie Gesellschaft blickt auf eine sehr positive Unternehmensgeschichte zurück. Das Krisenjahr 2014 mit einer erstmaligen Verlustsituation und der kritischen Liquiditätslage hat die Gesellschaft vor neue Herausforderungen gestellt. Im Jahr 2015 konnten wir wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Geschäftsleitung und die Gesellschafter haben auf die schwierigen Entwicklungen reagiert, um eine optimale Lösung für die Mitarbeiter und die Zukunft des Unternehmens zu gewährleisten. Die positive Entwicklung der Gesellschaft basiert auf einer soliden Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten, dem Einsatz hervorragender Mitarbeiter und einem Streben nach Qualität und Innovation. Das Unternehmen ist als Zulieferer auch abhängig vom Erfolg seiner Kunden. Aus diesem Grund werden sowohl erfolgreiche als auch schwierige Phasen bei den Kunden in enger Zusammenarbeit durchgestanden. Dieses Erfolgskonzept hat auch in Zukunft Bestand. Wir bedanken uns bei unseren Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen. Unseren Mitarbeitern dürfen wir unseren herzlichen Dank für den vorbildlichen Einsatz aussprechen.
Pforzheim, 30. März 2016 ADMEDES Schuessler GmbH, Pforzheim Dr. Axel Pfrommer, Geschäftsführer Frank Nauheimer, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ADMEDES Schüssler GmbH, Pforzheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 31. März 2016 Ernst
& Young GmbH
Göhner, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer |
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