DTB GmbH
Selbe AdresseSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeroen Gerhardus Petrus Meiberg seit 26.11.2021 | Geschäftsführer |
Marcel Borger seit 26.11.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
OG Clean Fuels B.V. | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OrangeGas Germany GmbHVerdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023(1) Allgemeine Informationen Die OrangeGas Germany GmbH hat ihren Sitz in Verden, Aller, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRB 209874 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben zur Bilanz(2) Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich der Abschreibungen der Vorjahre und des Berichtsjahres angesetzt. Die Abschreibungen werden im Allgemeinen nach der linearen Methode auf der Grundlage der Nutzungsdauer des Vermögenswerts (zwischen 5 und 50 Jahren) berechnet. Die OrangeGas Germany GmbH beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert des Anlagevermögens dauernd wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der Ertragswert des Vermögensgegenstandes ermittelt. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts voraussichtlich dauerhaft höher ist als der Ertragswert, so dass sich ein niedrigerer beizulegender Wert ergibt, auf den dann außerplanmäßig abgeschrieben wird. Ein Wertminderungsverlust wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, während gleichzeitig der Buchwert des betreffenden Vermögenswerts verringert wird. Der realisierbare Wert basiert zunächst auf einem verbindlichen Verkaufsvertrag; liegt ein solcher nicht vor, wird der realisierbare Wert auf der Grundlage des aktiven Marktes bestimmt, wobei in der Regel der vorherrschende Angebotspreis als Marktpreis zugrunde gelegt wird. Die Vorräte (Bestände) werden nach der Durchschnittspreis-Methode zum Einstandspreis (Anschaffungs- oder Herstellungskosten) oder zum niedrigeren realisierbaren Wert (strenges Niederstwertprinzip) bewertet. Der Selbstkostenpreis setzt sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und den Kosten zusammen, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Standort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Einzelkosten sowie die fixen und die variablen Produktionsgemeinkosten unter Berücksichtigung der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei Marktwerten unterhalb der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden bei der Erstbewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der zu erhaltenden Gegenleistung bzw. dem Nominalwert angesetzt. Die Folgebewertung der Forderungen erfolgt zum Preis der fortgeführten Anschaffungskosten. Wenn es kein Agio oder Disagio gibt und keine Transaktionskosten anfallen, entspricht der Preis zu fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert der Forderung. Wird die Zahlung der Forderung im Rahmen einer verlängerten Zahlungsfrist aufgeschoben, wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage des abgezinsten Wertes der erwarteten Einnahmen bewertet. Zinsgewinne werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wertberichtigungen für voraussichtlich un- oder nur teileinbringliche Forderungen werden vom Buchwert der Forderung abgezogen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen umfassen Steuern des Berichtsjahres sowie für die Geschäftsjahre 2022 und 2021. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten des abgelaufenen Geschäftsjahres. Sie wurden in Höhe des vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. (3) Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die Anlage zum Anhang verwiesen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen beinhalten Ersatzteile und sonstiges technisches Material für die Erdgastankstellen. Die Vorräte an Fertigerzeugnissen und Waren beziehen sich auf den Bestand an grünen Zertifikaten in Form von Treibhausgashandelsquoten nach dem Bundes- Immissionsschutzgesetz, die zu Herstellungskosten bewertet sind und zum Jahresende noch nicht an Kunden übertragen worden sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich auf ausstehende Rechnungen, die innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Es wurden Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Schuldner gebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für Netzkosten sowie für den Bezug von CNG-Biogas und Strom (9.830 TEUR; Vorjahr: 2.543 TEUR). Übersicht über die Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 11.017 TEUR. Sie betreffen mit 1.659 TEUR langfristige Darlehen und mit 4.444 TEUR kurzfristige Darlehen. Gesellschafterverbindlichkeiten von 4.914 TEUR resultieren aus Dienstleistungen. n den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind keine nennenswerten periodenfremden Erträge. Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 1.180 TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Managementvergütung in Höhe von 5.485 TEUR (Vorjahr: 529 TEUR) enthalten. Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere Instandhaltungs- und Reparaturkosten (2.021 TEUR; Vorjahr 2.073 TEUR) sowie periodenfremde Aufwendungen (1.180 TEUR; Vorjahr 0 TEUR). Änderungen des Ausweises im Vergleich zum Vorjahr Sachanlagevermögen: Das Konto für EDV und Hardware (TEUR 14), dass im Vorjahr unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen wurde, wird für das Geschäftsjahr 2023 in die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung umgegliedert. Steuerrückstellung: Die Steuerrückstellung (TEUR 3.449) wird für das Geschäftsjahr 2023 unter den Steuerrückstellungen und nicht mehr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Personalaufwand: Die sonstigen Personalkosten (TEUR 22) werden im Geschäftsjahr 2023 in den sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen, während der Ausweis im Vorjahr noch im Personalaufwand erfolgte. Materialaufwand: Die Provision an die Tankstellenpächter für den Verkauf des Biogases (TEUR 578) wird im Berichtsjahr als Teil des Materialaufwands bzw. der bezogenen Leistungen und nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Angaben(4) Verwaltung Geschäftsführer des Unternehmens waren und sind Herr Marcel Borger, Kaufmann, Leeuwarden (Niederlande), und Jeroen Gerhardus Petrus Meiberg, Kaufmann, Leeuwarden (Niederlande). (5) Informationen über die Muttergesellschaft Der Jahresabschluss der OrangeGas Germany GmbH, Verden, wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft OG Clean Fuels B.V., Heerenveen, Niederlande, einbezogen. Der Konzernabschluss der OG Clean Fuels B.V., Heerenveen, wird im Handelsregister der Handelskammer in den Niederlanden veröffentlicht. (6) Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Haushaltsjahr 2023 war wie folgt:
(7) Eventualverbindlichkeiten Der Anteilseigner OG Clean Fuels B.V., Heerenveen, Niederlande, hat mit einem Finanzinstitut einen Finanzierungsvertrag über ein Darlehen in Höhe von 60.000 TEUR abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages wurden folgende Sicherheiten zu Lasten von OrangeGas Germany GmbH vereinbart:
Die Sicherheiten können nur im Fall einer Leistungsstörung aus dem Kreditvertrag durch den Kreditgeber verwertet werden. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung wird die Inanspruchnahme aus der o.g. Eventualverbindlichkeit als gering eingeschätzt. (8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverpflichtungen für die Anmietung einer Reihe von Räumlichkeiten. Die jährliche Mietverpflichtung zum Jahresende beläuft sich auf etwa 81.000 EUR. Zeitraum < 1 Jahr: ca. 81.000 EUR Zeitraum 1 - 5 Jahre: ca. 192.000 EUR Zeitraum > 5 Jahre: 0 EUR (9) Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.833.123 Euro und den Gewinnvortrag in Höhe von 6.304.308 Euro, insgesamt also 8.137.431 Euro, auf neue Rechnung vorzutragen. (10) Nachtragsbericht Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Ende des Haushaltsjahres.
Verden, den 14. Juni 2024 OrangeGas Germany GmbH Die Geschäftsführung Marcel Borger Jeroen Gerhardus Petrus Meiberg Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell OrangeGas Germany GmbH, Verden, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Konzerns der OG Clean Fuels B.V., Heerenveen, Niederlande, die im Konzernverbund für den deutschen Markt zuständig ist und ausschließlich nachhaltige Kraftstoffe an selbst betriebenen und an fremd betriebenen Tankstellen vertreibt. OrangeGas Germany GmbH verfügt in Deutschland zum Jahresende 2023 über 135 Tankstellenstandorte. Der Konzern der OG Clean Fuels B.V. ist ein führender Anbieter von alternativen und zu 100% sauberen Kraftstoffen für Verbraucher und Unternehmen, der bisher in den Niederlanden, Deutschland, Schweden und Italien, jeweils mit eigenen Tochtergesellschaften, tätig ist. Die Zuständigkeit der OrangeGas Germany GmbH im Konzernverbund leitet sich daher insofern vom Unternehmenzweck des Konzerns der OG Clean Fuels B.V. ab, indem ihre Vertriebstätigkeiten den deutschen Markt betreffen. Das Unternehmensziel liegt darin, saubere Kraftstoffe anzubieten und damit eine nachhaltige Mobilität für künftige Generationen zu ermöglichen. Aktuell wird in Deutschland ausschließlich Biomethan ("Bio CNG") verkauft, während andere Konzerngesellschaften eine Mischung verschiedener nachhaltiger Kraftstoffe anbieten. Bio-CNG ist ein nachhaltiger Kraftstoff, der aus Abfall- und Reststoffen wie z.B. Bioabfall, Mist, Gülle oder Klärschlamm hergestellt wird. Diese Ausgangsstoffe werden in Biomethan umgewandelt. Die Produktpalette für den deutschen Markt soll in der weiteren Zukunft auf andere nachhaltige Kraftstoffe erweitert werden. Der Konzern der OG Clean Fuels B.V. bietet ausschließlich nachhaltige Kraftstoffe an. Im Konzern umfassen die Kraftstoffe neben Biomethan auch Elektro, Wasserstoff, Bio-LNG ("Bioflüssiggas") und HVO100 ("Hydrotreated Vegetable Oil"-Diesel) Dabei haben wir eine Vision, verschiedene nachhaltige Kraftstoffe an jedem Standort anzubieten ("OG Dream Station"). Als Konzern sehen wir ein großes Potenzial für steigende Volumina im grenzüberschreitenden Verkehr durch zukünftige Investitionen in Stationen in ganz Europa, wodurch ein europaweites Tankstellennetz für Bio-Gas, sowohl CNG als auch LNG, geschaffen wird. Rechtliche Struktur, interne Organisationsstruktur und Personal Die Anteile an der OrangeGas Germany GmbH befinden sich vollständig im Eigentum der OG Clean Fuels B.V. in den Niederlanden. OrangeGas Deutschland ist in den letzten drei Jahren sehr deutlich gewachsen, wesentlich bedingt auch durch die Unterstützung aus den Niederlanden für das deutsche Geschäft und den Geschäftsauf- und -ausbau. Das bedeutet, dass die Arbeit auf Gruppenebene für alle Länder, in denen OG Clean Fuels tätig ist, wie z.B. Deutschland, geleistet wird. Für diese Tätigkeiten wird von der OrangeGas Germany GmbH eine Managementgebühr erhoben. Mit dem Geschäftsausbau in Deutschland wächst jedoch auch die Organisation in Deutschland und die Anzahl der Mitarbeiter bei der OrangeGas Germany GmbH. Immer mehr Tätigkeiten, insbesondere im Bereich Vertrieb und technische Wartung und Instandhaltung, werden von Mitarbeitern in Deutschland ausgeführt. In Deutschland beschäftigte OrangeGas Germany GmbH Ende 2023 14 Mitarbeiter, Ende 2022 waren es noch 8 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Schnitt 10 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Marktentwicklungen bei Kraftstoffen Der Mobilitätssektor befindet sich seit einiger Zeit in einem tiefgreifenden Wandel, bei dem fossile Brennstoffe im Straßenverkehr eine geringere Rolle spielen werden. Dies bedeutet, dass die Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe und erneuerbarer Energiequellen im Mobilitätssektor an Bedeutung gewinnen werden. OG Clean Fuels und OrangeGas Germany passen im Hinblick auf ihre Vision für nachhaltige Kraftstoffe und Energieträger in dieses Szenario. Die Politik und die Technologien entwickeln sich ständig weiter, so dass Marktprognosen zur weiteren Entwicklung im Mobilitätssektor derzeit nicht oder nur begrenzt verfügbar sind. Bei den fossilen Brennstoffen wird der tatsächliche Übergang zu erneuerbaren Brennstoffen und Energieträgern voraussichtlich erst nach 2030 stattfinden. Die Geschwindigkeit dieses Übergangs wird wahrscheinlich von der Geschwindigkeit der Elektrifizierung, aber auch von der Entwicklung anderer Optionen abhängen. Eine technologische Entwicklung, mit der wir konfrontiert sind, besteht darin, dass die Flotte der fossilen Lkw immer effizienter wird und immer sparsamer fährt. Mit nachhaltigeren Kraftstoffen als Diesel, wie Bio-CNG oder sogar HVO100, kann diese Entwicklung jedoch noch schneller erreicht werden. Immer mehr größere Transportunternehmen stellen ihre Transportflotten auf sauberere und effizientere Kraftstoffe wie Bio-CNG, Bio-LNG und HVO100 um. Bei den Personenkraftwagen scheint der Diesel endgültig aus der Mode gekommen zu sein. Allerdings ist die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes bis 2030 und erst recht bis 2050 noch ungewiss. Es wird erwartet, dass LNG-Gas und CNG-Gas auch hier eine Übergangsrolle spielen werden. Auch in der Luft- und Schifffahrt wird LNG-Gas und CNG-Gas voraussichtlich stark nachgefragt werden. Insbesondere im Straßenverkehr (Transport und Logistik) und bei mobilen Maschinen und Geräten können Biokraftstoffe erhebliche CO 2 -Reduzierungen, sowohl für die bestehende Flotte als auch für künftige Investitionen, ermöglichen. Bei unseren Biokraftstoffen hängt die Länge der Übergangszeit von der Geschwindigkeit der Elektrifizierung ab. Bei Personenkraftwagen wird keine weitere Beimischung über das derzeitige E10-Benzin hinaus erwartet. Bei schweren Dieselanwendungen, z.B. im LKW-Bereich, wird jedoch ein Wachstum erwartet, solange noch keine anderen emissionsfreien Lösungen verfügbar sind. In der Tat kann HVO-Diesel in bestehenden Motoren, sowohl als Beimischung als auch in reiner Form, ohne Probleme verwendet werden und wird daher als die vielversprechendste Alternative zu Dieselkraftstoffen genannt. Die begrenzte Verfügbarkeit von HVO-Diesel, die eingeschränkte Politik der Unternehmen zur Umstellung auf HVO und der relativ hohe Preis des Kraftstoffs geben der Branche derzeit jedoch Anlass zur Sorge. Entsprechend den Markterwartungen wird die Elektrizität (EV) einen Boom erleben und sicherlich der dominierende Energieträger für Personenkraftwagen werden. Für viele Anwendungen kann Strom eine gute Alternative zu fossilen Brennstoffen sein, aber für schwere oder Langstreckenanwendungen sind andere Energieträger wie Bio-CNG und Bio-LNG wahrscheinlich besser geeignet. Bestehende und zu erwartende Netzengpässe im Stromnetz sind in den Niederlanden derzeit das größte Hindernis für die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen und die zukünftige Nutzung von Elektrofahrzeugen. Dies gilt sowohl für den Kauf als auch für den Betrieb eines Elektrofahrzeugs. Entsprechende Erwartungen existieren auch für den deutschen Markt. OG Clean Fuels und OrangeGas Germany zielen aktuell auf das Kundensegment des gewerblichen Transportmarktes. Der Schwerpunkt liegt auf Bio-CNG. Darüber hinaus beabsichtigen wir, entsprechend der Marktentwicklung, in den kommenden Jahren immer mehr HVO-100- und EV-Standorte zu betreiben. Insbesondere in Deutschland wollen wir auch unser Netz von Bio-LNG-Stationen ausbauen. Politik, Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten Wie bereits beschrieben, ist der Konzern der OG Clean Fuels B.V., derzeit in 4 Ländern tätig: den Niederlanden, Deutschland, Schweden und Italien. Der Konzern bietet fünf unterschiedliche Aren von Kraftstoffen an und hat in den 4 Ländern insgesamt über 300 Standorte. In Deutschland haben wir uns auf den Ausbau unseres Netzes von Bio-CNG- Tankstellen konzentriert. Bis Ende des Jahres 2023 haben wir 135 Standorte in Betrieb genommen, an denen wir unseren Bio-CNG-Kraftstoff verkaufen. Bio-CNG ist ein 100% nachhaltiger Kraftstoff, der aus biologisch abbaubaren Abfällen hergestellt wird. Der kreislauffähige Kraftstoff dient als Übergang für alle, die nachhaltig fahren wollen und noch keine Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge einsetzen. Mit Bio-CNG ergibt sich eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern sowie um 90 % geringere Emissionen im Vergleich zu Benzin und Diesel. Das Geschäftsjahr 2023 stand für OrangeGas Deutschland im Zeichen eines weiteren Wachstums der Anzahl der Stationen und des Ausbaus der internen Organisation. Obwohl ein großer Teil der Koordination für das deutsche Geschäft immer noch von den Niederlanden aus erfolgt, ist die deutsche Organisation inzwischen so aufgestellt, dass die operativen Tätigkeiten vollständig von Deutschland aus durchgeführt werden können. Die Zahl der Stationen hat sich durch Akquisitionen und den Bau von neuen Stationen erheblich erhöht. Die Zusammenarbeit mit DHL Deutschland hat enorm zu diesem Wachstum beigetragen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit liefert OrangeGas Deutschland Bio-CNG an ausgewählten DHL-Standorten. Den Bau und den Betrieb der für die Biokraftstoffversorgung notwendigen Versorgungsanlagen (Tankstellen) übernimmt OrangeGas Germany für DHL. 2. Geschäftsverlauf und Lage Finanzielle Entwicklungen Nach einem finanziell erfolgreichen Jahr 2022 haben wir uns im Geschäftsjahr 2023 auf das weitere Wachstum und den Ausbau unseres Geschäfts konzentriert. Die Spuren der Energiekrise, des Krieges in der Ukraine und der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten waren jedoch auch 2023 noch sichtbar. Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem erzielten Ergebnis zufrieden, auch wenn wir umsatz- und ergebnisseitig deutlich unterhalb der ursprünglich gesteckten Ziele für 2023 geblieben sind, indem die deutlich über € 100 Mio. geplanten Umsätze und der weitere Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr nicht eingetreten sind. Dank einer erneuten Refinanzierung durch die Altgesellschafter und einer Finanzierungsfazilität des Konzerns, die zu Beginn des vierten Quartals 2023 durch die Santander Bank auf Gruppenebene eingeräumt worden ist, konnten wir, wenn auch später als geplant, gemeinsam mit unserem Alleingesellschafter OG Clean Fuels B.V. unsere Wachstumsambitionen und den Ausbau des Tankstellennetzes vorantreiben. Dies geht auch aus den nachstehenden Tabellen hervor. Ertragslage
Wir überwachen die Bruttomarge auf monatlicher Basis, wobei wir vierteljährlich eine ausführlichere Analyse vornehmen. Die Umsatzerlöse umfassen insbesondere die Verkaufserlöse für Bio-CNG an den Tankstellen sowie den Verkauf von Treibhausgashandelsquoten an quotenverpflichtete Unternehmen nach § 37a Abs. 6 BlmSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz). Das Nettoergebnis (EBITDA; Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern) ist mit € 3,8 Mio. niedriger ausgefallen als geplant. Gegenüber dem Vorjahr ist das EBITDA um € 4,8 Mio. gesunken. Die Bruttomarge liegt zwar noch um € 0,4 Mio. höher als im Vorjahr, jedoch haben höhere Personal- und insbesondere deutliche höhere Dienstleistungskosten des Konzerns zu einem niedrigeren EBITDA geführt. Das niedrigere EBITDA ist hauptsächlich auf einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 4,9 Mio. zurückzuführen. Der Anstieg der Betriebskosten sowie der Personalkosten ist auf das Wachstum der Organisation und des Geschäfts zurückzuführen und betrifft hauptsächlich den Anstieg der von OG Clean Fuels B.V. in Rechnung gestellten Managementgebühren für verschiedene Konzerndienstleistungen, die zentral aus den Niederlanden für OrangeGas Germany GmbH erbracht werden. Es ist hervorzuheben, dass OrangeGas Germany das Land mit der höchsten Tankstellenanzahl im Konzern ist, welches zugleich den größten Umsatz innerhalb des Konzerns der OG Clean Fuels B.V. erzielt. Höhere Abschreibungen und gestiegene Finanzierungskosten (zusammen € 0,6 Mio.) haben weiterhin zum Rückgang des Jahresergebnisses beigetragen. Infolgedessen sind die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um € 1,6 Mio. niedriger als 2023 ausgefallen. Der Jahresüberchuss ist insgesamt von € 5,6 Mio. um € 3,8 Mio. auf € 1,8 Mio. zurückgegangen. Vermögenslage
Der Anstieg der Sachanlagen betrifft vor allem den Ausbau des Tankstellennetzes, insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau von LNG-Stationen sowie im Zusammenhang mit dem DHL-Vertrag und der Errichtung von Stationen für DHL. Ein Großteil des gestiegenen Buchwertes des Anlagevermögen (€ 11,2 Mio.) betrifft Tankstellen, die sich zum Bilanzstichtag noch im Bau befinden. Der Anstieg der Vorräte betrifft insbesondere im Jahr 2023 generierte Treibhausgashandelsquoten, die zum 31. Dezember 2023 noch nicht an Kunden übertragen worden sind. Die Übertragung hat im Jahr 2024 für diese Quoten stattgefunden. Der Anstieg der Rückstellungen betrifft vor allem die Steuerrückstellungen und die Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen für Bio-CNG. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich aufgrund der von unserem Anteilseigner erhaltenen Finanzierung in Höhe von € 11,0 Mio. erhöht, über die die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und insbesondere der Tankstellenneubau finanziert wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vor allem aufgrund einer Ausweitung der Bauaktivitäten in Deutschland gestiegen, die zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geführt haben. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt erheblich um rund € 15,0 Mio. angestiegen. Finanzlage Im Jahr 2023 schloss unser Alleingesellschafter OG Clean Fuels B.V. eine langfristige Kreditvereinbarung mit einer Bank ab. Der Vertrag ist auf den 29. September 2023 datiert und die Fazilität des Konzerns beläuft sich auf € 60 Mio. Die OrangeGas Germany GmbH hat als Mitverpflichteter für diese Fazilität gebürgt. Die Mitverpflichteten haften gesamtschuldnerisch für den Kreditvertrag. Die Vereinbarung besteht aus einer B-Fazilität über € 55 Mio. und einer revolvierenden Fazilität über € 5 Mio. Die B-Fazilität wird am 29. September 2027 fällig zur Rückzahlung fällig. Durch die Kreditvereinbarung sehen wir die Finanzierung der weiteren Expansion unserer Gesellschaft als gesichert an. Die B-Fazilität ist u.a. für die Refinanzierung langfristiger Schulden, sowie für die Finanzierung weiterer Akquisitionen, Investitionen und die Entwicklung neuer Anlagen, sowie die Erweiterung bestehender Anlagen und/oder Investitionen im Zusammenhang mit (Biogas-) Produktionsstätten bestimmt. Sie bezieht sich auf die Aktivitäten des gesamten Konzerns der OG Clean Fuels B.V. OrangeGas Germany hat die folgenden Garantien und Sicherheiten für den Gruppenkredit zugunsten der finanzierenden Bank gestellt:
3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Bruttomarge, EBITDA und Jahresüberschuss. Die Kennzahlen wurden bereits oben in der Ertragslage dargestellt. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt als zufriedenstellend ein. Unsere Umsatzentwicklung ist weiterhin stark wachsend, wenn auch die ursprünglichen Planwerte für 2023 nicht erreicht wurden. Die Ergebnisentwicklung ist rückläufig und unterhalb der Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023, was v.a. an der Entwicklung der Preise für die THG- Quoten und an der verstärkten Inanspruchnahme von Dienstleistungen des Konzerns liegt. IV. Prognosebericht Wie bereits beschrieben, erwarten wir, dass wir im Jahr 2024 ein weiteres Wachstum generieren werden. Das erwartete Wachstum betrifft unsere Mitarbeiterzahl, die Anzahl der von uns betriebenen Tankstellen und die Entwicklung unserer neuartigen Zieltankstelle, die alle verfügbaren nachhaltigen Kraftstoffe anbietet. Generell benötigen wir zur Erreichung unserer Wachstumsziele auch Finanzmittel, so dass die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten auch 2024 einen Teil unserer Aufmerksamkeit erfordern wird. Strategisch konzentrieren wir uns auf unser Geschäft als Zwischenhändler bzw. als Wiederverkäufer von Gas und als Inverkehrbringer für nachhaltige Kraftstoffe. Wir werden 2024 unser Tankstellennetz in Deutschland durch strategische Akquisitionen von bestehenden CNG- und LNG-Tankstellen erweitern. Auf diese Weise wollen wir unsere Präsenz stärken und die wachsende Nachfrage nach Bio-CNG und Bio-LNG im Verkehrssektor bedienen. Wir werden auch unseren Kundenstamm im Bereich der Speditionen erweitern. Durch gezielte Marketing- und Vertriebsanstrengungen wollen wir neue Partnerschaften, insbesondere mit Logistikunternehmen, eingehen und unsere Dienstleistungen einem breiteren Publikum zugänglich machen. Ein wichtiges Ziel für das kommende Jahr ist weiterhin die Optimierung unseres Tankstellennetzes. Auf der Grundlage der Kundennachfrage werden wir unsere CNG- Tankstellen optimieren, indem wir Verbesserungen oder Aufrüstungen an den Anlagen vornehmen. Wir werden vor Ort effizienter arbeiten und nicht leistungsfähige Tankstellen schließen, um unsere Betriebskosten zu senken und unseren Service zu verbessern. Wir investieren auch weiterhin in unsere eigene Serviceabteilung, um unsere Reaktionszeiten zu verkürzen, die Servicequalität zu sichern und Kosten zu sparen. So können wir ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit aufrechterhalten und unsere Wettbewerbsposition stärken. Schließlich werden wir uns bemühen, die verbleibenden, noch im Bau befindlichen CNG- Tankstellen für DHL fertig zu stellen und neue Bauprojekte umzusetzen. Diese Initiativen werden nicht nur zu unserem Wachstum beitragen, sondern auch zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in der Logistikbranche. Mit diesem Fokus auf Expansion, Optimierung und Kundenzufriedenheit wollen wir unsere Position als Marktführer für CNG-Kraftstoffe in Deutschland im kommenden Jahr weiter ausbauen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir einen moderaten Anstieg des Rohertrags auf € 15,1 Mio. bei einem Planumsatz von € 136,3 Mio. mit einer Rohertragsmarge von ca. 11%, was einen Rückgang der Rohertragsmarge gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 bedeutet. Das EBITDA soll ansteigen, so dass sich insgesamt ein leicht erhöhter Jahresüberschuss einstellen soll. V. Chancen- und Risikobericht Risiken aus operativer Tätigkeit Das Wachstum von OrangeGas Germany ist maßgeblich davon abhängig, dass neue Standorte durch Kauf oder Neubau erschlossen werden. Aus diesem allgemeinen Standortrisiko resultiert im Falle eines Zukaufes von Tankstellen ein Transaktionsrisiko sowie bei Neubauten ein Investitions- und Genehmigungsrisiko. Wir konnten in den letzten Jahren hinreichend Erfahrung in Transaktionsprozessen und Investitionsprojekten sammeln, weshalb wir das Risiko als überschaubar ansehen. Das neue Konzern-Darlehen hat die Finanzierung mittelfristig bis 2027 gesichert. Trotz allem verbleibt ein Restrisiko für Ergänzungs- und Anschlussfinanzierungen, das je nach Zinsentwicklung zu einer finanziellen Zusatzbelastung führen kann. Wir beziehen das CNG-Gas für die deutschen Tankstellen von einer Reihe ausgesuchter Lieferanten. Die Anzahl an Anbietern von relevanter Größe, die für langfristige Lieferverträge in Erwägungen gezogen werden können, ist begrenzt, weshalb ein gewisses Preisrisiko auf dem Beschaffungsmarkt besteht. Politische Risiken / Marktrisiken Wir unterliegen weiterhin einem Risiko im Hinblick auf die erzielbaren Erlöse für Treibhausgashandelsquoten an quotenverpflichtete Unternehmen. Die Preise unterliegen Schwankungen. Daneben sind wir darauf angewiesen, dass eine ausreichende Nachfrage nach Treibhausgashandelsquoten durch quotenverpflichtete Unternehmen zustande kommt. Der Markt für Treibhausgashandelsquoten unterliegt einer Regulierung und kann sich aufgrund gesetzgeberischer Eingriffe verändern. Unser Geschäftsmodell ist maßgeblich von der nationalen Gesetzgebung in Deutschland sowie in der EU rund um die Treibhausgas-Quoten, kurz THG-Quoten, abhängig. Eine Abschaffung der Quoten oder eine Verringerung der Kompensationsverpflichtung für emissionsintensive Unternehmen als regulatorische Risiken würden das Geschäftsmodell nachträglich negativ beeinflussen. Weiterhin existieren Marktpreisrisiken, die uns negativ beeinflussen können. Ein Rückgang der Nachfrage nach THG-Quoten und einen daraus resultierenden Preisverfall der Quoten ist hier als relevantes Risiko zu nennen. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die rechtlichen Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren. Chancen Chancen für OrangeGas Germany ergeben sich v.a. aus dem Ausbau des nationalen Tankstellennetzes. Darüber hinaus bieten neue Partnerschaften mit Unternehmen aus der Logistikbranche oder aus logistikintensiven Branchen, wie z.B. dem Handel, attraktive Chancen für Wachstum. Aus dem regulatorischen Umfeld resultieren nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Eine Verschärfung der Kompensationspflichten oder eine Verlängerung der THG-Quoten würden uns weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Eine Verstärkung des Trends hin zu klimafreundlichen Kraftstoffen stellt ebenso eine Chance für OrangeGas Germany und unsere Gruppe als Ganzes dar. Einschätzung Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus unserer Sicht mit dem Ausbau des Tankstellennetzes positiv zu bewerten. Somit ist nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. VI. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in Politik und Betrieb (ESG) Nachstehend skizzieren wir unsere Unternehmensziele und unsere Einschätzung in Bezug auf ihre Erreichung. Beitrag zu einem besseren Klima (Umwelt) Die Auswirkungen des Klimawandels sind unvorstellbar, jetzt für uns, aber vor allem für künftige Generationen. Wir fühlen uns mehr als verantwortlich, einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Wir tun dies, indem wir unseren eigenen Fußabdruck minimieren und unsere Mitarbeiter und Kunden ermutigen, dasselbe zu tun. In unserem Fall bedeutet die soziale Verantwortung der Unternehmen einen Beitrag zur Energiewende in einem Markt, in dem fossile Brennstoffe im Straßenverkehr irgendwann keine Rolle mehr spielen werden. Durch den Handel mit saubereren (Bio-)Kraftstoffen und den Aufbau eines Versorgungsnetzes für Kunden, die einen nachhaltigeren Fußabdruck haben wollen, leisten wir unserer Ansicht nach als Unternehmen einen sehr wichtigen Beitrag zur Verringerung der CO 2 -Emissionen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Es ist eine unserer politischen Prioritäten und ist in unsere Vision integriert. Das bedeutet auch, dass wir unseren eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig und integer gestalten und darüber transparent kommunizieren. Das betrifft auch unsere Arbeitsweise. Indem wir unseren Kunden nachhaltige Kraftstoffe zur Verfügung stellen, haben wir auch einen wesentlichen Beitrag zur geforderten CO 2 -Reduktion geleistet. Allein in Deutschland haben wir 120 Millionen Kilo CO 2 eingespart. Um die Auswirkungen dieser Kompensation zu verdeutlichen, können wir dies mit 4,8 Millionen Bäumen vergleichen, die zusammengenommen pro Jahr eine entsprechende Menge an CO 2 aus der Luft holen. Die Wirkung kann auch mit den Emissionen von 45.000 Transatlantikflügen oder 12.500 Formel-1- Rennen verglichen werden. Attraktive und nachhaltige Beschäftigung (Soziales/Governance) Die Welt um uns herum und die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändern sich rasch. Dies erfordert ein ständiges Augenmerk auf die nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit jedes Einzelnen. Um dies zu ermöglichen, investieren wir in die körperliche, geistige und sozioemotionale Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, Verantwortung für ihre eigene Vitalität und berufliche Entwicklung zu übernehmen. Wir wollen ein ausgezeichneter Arbeitgeber sein und bleiben. Wir fördern eine gute Work-Life-Balance. Integrität und Transparenz der Maßnahmen (Governance) Wir glauben, dass wir am besten in einem Umfeld arbeiten, das von Fairness, Zusammenarbeit und Chancengleichheit geprägt ist. Deshalb achten wir die Würde jedes Einzelnen. Wir alle müssen uns reif, verantwortungsbewusst, professionell und respektvoll verhalten. Als Teil unseres Engagements für ein professionelles Arbeitsumfeld lassen wir keine Drohungen, Einschüchterungen, Nötigungen oder andere Aktivitäten zu, die die Arbeitsleistung von Kollegen oder Kunden beeinträchtigen könnten. Zu einem professionellen Arbeitsumfeld gehört auch, dass wir Konflikte zwischen den Interessen von OrangeGas Deutschland und persönlichen Interessen vermeiden. Darüber hinaus schätzen wir das Vertrauen unserer Geschäftspartner und anderer Interessengruppen in unsere Ehrlichkeit und Integrität. Wir haben null Toleranz gegenüber jeder Form von Korruption. VII. Zusammenfassung Wir schätzen das Ergebnis des Jahres 2023 als zufriedenstellend ein. Das Finanzergebnis vor Ertragsteuern hat sich zwar trotz der Geschäftsausweitung deutlich verringert. Ursächlich ist eine gesunkene Rohmarge, ein Ausbau der Organisation und die verstärkte Inanspruchnahme von Dienstleistungen unserer Konzernobergesellschaft, der OG Clean Fuels B.V., Heerenveen, Niederlande. Im Jahr 2024 wollen wir diesen positiven Trend fortsetzen, um weiter zu wachsen. Wir erwarten für 2024 einen deutliche Umsatzzuwachs und ein leicht verbessertes Jahresergebnis. Schließlich möchten wir unseren Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren Einsatz im Jahr 2023 besonders danken. Auch in Deutschland, wo die Organisation erst noch aufgebaut werden musste, haben wir viele neue Mitarbeiter gewonnen. Wir bedanken uns bei allen, die zur Geschäftsausweitung und zum Geschäftsverlauf im Jahr 2023 beigetragen haben.
Verden, den 14. Juni 2024 OrangeGas Germany GmbH Die Geschäftsführung Marcel Borger, Geschäftsführer Jeroen Meiberg, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OrangeGas Germany GmbH, Verden (Aller) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresschluss der OrangeGas Germany GmbH, Verden (Aller), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OrangeGas Germany GmbH, Verden (Aller), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 18. Juni 2024 DELFS
& PARTNER mbB
Grums, Wirtschaftsprüfer Kampmeyer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19. Juni 2024 festgestellt. |
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