Burda Digital Systems GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Louis Winnen seit 5.6.2023 | Geschäftsführer |
Eva, geb. Strauch Winnen seit 9.7.2018 | Prokura |
Caroline, geb. Winnen Wöltge seit 28.3.2017 | Geschäftsführer |
Thomas Gerrit Winnen seit 3.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Eva & Thomas Winnen Beteiligungsgesellschaft mbH | 50.00% |
Logistik Unicorp Inc. | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WINTEX APPAREL GmbHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024Lagebericht zum Jahresabschluss 31.05.2024WINTEX APPAREL GmbH, OffenburgI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wintex Apparel GmbH wurde 1997 von Thomas und Eva Winnen in Neuried, Baden, gegründet. Der Sitz der Firma ist seit 2024 in Offenburg, Hubert-Burda-Platz 2. Wir sind im Bereich der Entwicklung und Herstellung hochwertiger, kundenspezifischer Bekleidungserzeugnisse tätig. Unser Kerngeschäft generieren wir über Kunden aus dem Militär, dem Behördensegment, national sowie im deutschsprachigen Raum und im europäischen Ausland. Dazu gehören insbesondere die Bundeswehr, Bundesministerien und Innenministerien der Bundesländer und in Europa, die wir mit Dienst-, Schutz- und Sonderbekleidung ausstatten. Einen weiteren Tätigkeitsbereich stellt das Lohnkonfektionsgeschäft (Cut & Make) dar. Mit der Herstellung von hochwertiger Schutzkleidung, die wir für unsere Kunden in Lohnarbeit in unseren eigenen Produktionswerken in Tunesien herstellen. Die Herstellung aller unserer Produkte erfolgt in den eigenen Produktionsstätten in Tunesien. 2. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungsarbeit sind innovative Bekleidungskonzepte sowie Nischenprodukte für spezielle Anwendungsbereiche in Behörden und im Militär. Ziel ist es im Behördenbereich höhere Umsätze zu erzielen. Durch die Verstärkung im Personal (Vertrieb und Produktentwicklung) soll im kommenden Geschäftsjahr der Fokus auf die Erhöhung des Marktanteils im Bereich Polizei und Behörden erreicht werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von gemischten Signalen geprägt. Während die Konjunktur in den ersten Monaten von Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise beeinträchtigt wurde, zeigte sich im zweiten Halbjahr eine leichte Erholung. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese moderate Steigerung resultierte hauptsächlich aus einem stabilen Dienstleistungssektor und einer Erholung der Industrieproduktion. Der Arbeitsmarkt erwies sich als robust, mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 5,7 %, was einer der niedrigsten Werte in Europa bleibt. Die Inflationsrate blieb mit einem Jahresdurchschnitt von 5,6 % auf einem hohen Niveau, was vor allem auf anhaltend hohe Energiekosten und gestiegene Lebensmittelpreise zurückzuführen ist. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die 2023 mehrere Zinserhöhungen vorgenommen hat, dämpfte jedoch die Inflationsdynamik im Jahresverlauf. Im Jahr 2023 sank der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie gegenüber 2022 um 410 Mio. EUR auf 12,4 Mrd EUR. (Quelle: Statistisches Bundesamt Textil-Bekleidungsindustrie: Umsatz bis 2023 |Statista) Unsere Branche war 2023 mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, aber auch mit Chancen, die sich durch spezifische Marktbedürfnisse ergaben: 1. Steigende Produktionskosten: Die anhaltend hohen Energiekosten und die allgemeine Inflation haben die Herstellungskosten deutlich erhöht. Insbesondere die Preise für Rohstoffe wie Baumwolle, Polyester und Chemikalien stiegen im Jahresverlauf, was die Margen unter Druck setzte. 2. Nachfrage nach spezialisierter Schutzkleidung: Die Nachfrage nach hochwertiger Schutz- und Kampfbekleidung, vor allem bei der Bundeswehr, war auch im Jahr 2023 ungebrochen. Hier konnten wir die Rahmenverträge, die wir 2022 kurz nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine mit der Bundeswehr geschlossen haben, und nachdem wir weitere, eigene Produktionslinien in Tunesien aufbauen konnten, kontinuierlich und in hoher Stückzahl produzieren und liefern. 3. Lieferkettenstabilisierung: Nach den gravierenden Störungen der Lieferketten in den Vorjahren durch die COVID-19-Pandemie und geopolitische Konflikte verbesserten sich die internationalen Logistikbedingungen im Jahr 2023. Dies erleichterte die rechtzeitige Beschaffung von Rohstoffen und die Lieferung von Endprodukten. 4. Technologische Innovationen: Der Trend zu nachhaltigen und technologisch fortschrittlichen Materialien hat unsere Branche stark beeinflusst. Kunden zeigten verstärktes Interesse an Produkten, die sowohl umweltfreundlich als auch leistungsstark sind. 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Lage des Unternehmens ist auch in diesem Jahr als sehr positiv zu bewerten. Unsere wesentlichen Erträge erwirtschafteten wir im Berichtsjahr ausschließlich im Bereich Entwicklung und Herstellung hochwertiger, kundenspezifischer Bekleidungserzeugnisse. Die wesentlichen Erträge generieren wir in den Bereichen Militär und Behörden sowie im Bereich Cut & Make. Wir konnten im Berichtsjahr 2023/24 den Umsatz wieder steigern. Nachdem in den Jahren zuvor der Umsatz im Geschäftsbereich FFP2 Masken außerordentlich (Corona-Pandemie) gestiegen war, sank der Umsatz im vergangenen Jahr um ca. 60 %. Nun konnten wir unseren Umsatz allein im originären Geschäftsbereich (Bekleidung) von 25 Mio. € auf 29,4 Mio. € steigern. Das Geschäftsjahr 2023/24 ist somit trotz und aufgrund der Ukrainekrise als sehr positiv zu bewerten. Die Gesamtleistung reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 218 T€ (0,8 %) bei gleichzeitiger Reduzierung des Materialaufwandes um 2,2 Mio. €. Dies führt zu einer Minderung der Materialaufwandsquote um 7,4 %-Punkte auf 77,5 % der Gesamtleistung. Die Personalaufwendungen haben sich um 326 T€ erhöht. Ihr Anteil an der Gesamtleistung ist im Vorjahresvergleich von 4,4 % auf 5,6 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 354,2 T€ reduziert. Ihr Anteil an der Gesamtleistung ist im Vorjahresvergleich um 1,2 %-Punkte auf 3,7 % gesunken. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. Signifikante Veränderungen werden auch im kommenden Geschäftsjahr nicht erwartet. Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.367 T€ (78,0 %) auf 3.120 T€ und der Jahresüberschuss um 555 T€ (41,5 %) auf 1.895 T€ erhöht . Die Abschreibungen sind durch eine außerordentliche Forderungsabschreibung von 820 T€ um 739,2 T€ angestiegen. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist - möglichst unter Inanspruchnahme von Skonto - zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zur Finanzierung unserer Geschäfte und Investitionen bedienen wir uns aus vorhandenem Eigenkapital. Die Liquiditätslage ist somit weiter stabil. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Anlehnung an DRS 20 beträgt 5.745 T€ (Vorjahr -5.515 T€), der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 144 T€ (Vorjahr 39 T€) und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2.016 T€ (Vorjahr -1.227 T€). Investitionen wurden insbesondere im Bereich des Sach- und Finanzanlagevermögens vorgenommen. c) Vermögenslage Unsere Kapitalstruktur ist solide. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer die erwirtschafteten Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen werden. Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung der Ausschüttung von 2,0 Mio. € und des erzielten Jahresüberschusses von 1.895 T€ um 106 T€ auf 11.395 T€ reduziert. Die Eigenkapitalausstattung ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 60,6 % (Vorjahr ca. 66,0 %) ausgezeichnet. Die Bilanzsumme verzeichnet eine Erhöhung um 1.366 T€ auf 18.806 T€. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen auf der Aktivseite der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen um 2.924 T€ sowie der Erhöhung der liquiden Mittel um 3.873 T€ bei gleichzeitiger Erhöhung der Vorratsbestände und sonstigen Vermögensgegenstände um 422 T€. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Aufbau der sonstigen Verbindlichkeiten um 1.690 T€ bei gleichzeitigem Rückgang der Rückstellungen um 509 T€. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten. Die Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. 2. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind als positiv und stabil zu beurteilen. Die im Vorjahreslagebericht prognostizierte Lage unseres Unternehmens ist im Wesentlichen eingetreten. III. Prognosebericht Auch wenn die Konjunktur in Deutschland im Berichtsjahr schwächelt und auch keine Erholung der wirtschaftlichen Lage in Sicht ist, können wir die Entwicklung unseres Unternehmens als sehr positiv bewerten. Mit unseren qualitätsorientierten und innovativen Produkten sowie unseren eigenen Produktionswerken in Nordafrika sind wir in der Lage, unseren Platz am Markt auch zukünftig zu verteidigen. Die Branche bietet derzeit sowohl im Militär- als auch im Behördensegment infolge der nationalen und internationalen Sicherheitslage (Russischer Angriffskrieg auf die Ukraine) Wachstumspotential. Die Auftragslage der Wintex Apparel GmbH ist als sehr gut zu bezeichnen. Häufig handelt es sich um Mehrjahresverträge, die längerfristig Einnahmen sichern. Im kommenden Geschäftsjahr 2024/25 planen wir mit einer Umsatzsteigerung von ca. 8 % von 29,6 Mio. auf ca. 32 Mio. Euro. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu stärken, ist es weiterhin Ziel, die Entwicklung und Vermarktung neuer innovativer Produkte voranzutreiben, um Wintex Apparel GmbH stärker in Nischensegmenten platzieren zu können. In diesem Zusammenhang sind Investitionen und Zusatzkosten, insbesondere im F&E-, Marketing- und EDV-Bereich, nicht ausgeschlossen. Die Umsatzerlöse 2023/24 betragen T€ 29.414, der Jahresüberschuss 2024 beträgt T€ 1.895. Das entspricht einem Umsatzzuwachs zum Vorjahr um 13,4 %. Die Umsatzrendite erhöhte sich um 2,0 % von 4,8 % im Vorjahr auf 6,8 % im aktuellen Geschäftsjahr. Der Cashflow ist als positiv zu bewerten, wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Risikomanagementziele und -Methoden: Die stetige Überwachung und das Management von Risiken gehören zu den wesentlichen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat geeignete Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um einen geordneten Betriebsablauf zu garantieren und Risiken zu minimieren. Branchenspezifische Risiken: Die konjunkturellen Risiken in der Branche, sowohl bei Behörden als auch in der Industrie, die infolge finanzpolitischer und anderer politischer Ereignisse entstehen, können zu erheblichen Umsatz- und Ergebnisrisiken, gleichwohl aber auch Chancen, führen. Ertragsorientierte Risiken: Die leistungswirtschaftlichen Risiken betreffen die einwandfreie und vertragsgerechte Auslieferung der Bekleidung an unsere Kunden. Durch stetige Qualitätskontrollen versuchen wir diese Risiken auf einem geringfügigen Niveau zu halten. Die durch die Corona-Pandemie als auch durch den Ukraine-Krieg verursachten Preisanstiege von Rohstoffen und Energie, mussten wir mit Preisanstiegen unserer Materiallieferanten kämpfen. Da wir im Behördengeschäft mit langjährigen Rahmverträgen arbeiten, kann es hier ggf. zu signifikanten Preissteigerungen kommen, die wir versuchen werden, an unsere Kunden weiterzugeben. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz sowohl über Hersteller als auch über Händler, dem steigenden Preisdruck und den zunehmenden bürokratischen Hürden im Behördensegment werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Gleichzeitig werden wir die Erschließung von Nischenmärkten sowie der Lohnkonfektion weiter vorantreiben, um die Erfolgsabhängigkeit der Firma vom Behördengeschäft zu reduzieren. Finanzwirtschaftliche Risiken: Auf Grund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätskrisen derzeit nicht zu erwarten. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind ebenfalls nicht ersichtlich. Ausfallrisiken sind minimal und werden durch ein konsequentes Mahnwesen überwacht. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht absehbar. Die Liquiditätslage ist gut. Durch eine nachhaltige Liquiditätsplanung sind Finanzierungsbedarfe zu bestimmen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Qualitätsrisiken: Durch konsequente Umsetzung der Qualitätspolitik nach den Normen des Qualitätsmanagementsystems wird das Risiko von Qualitätsmängeln kontinuierlich kontrolliert und minimiert. Adressenausfallrisiken / Risiken bei finanziellen Vermögenswerten: Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden. 1. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite aller notwendigen Materialien können wir auf einen soliden Lieferantenstamm zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eigene Kontrollen sowie durch unser Qualitätsmanagementsystem. Chancen sehen wir vor allem in den hohen Qualitätsstandards unserer Erzeugnisse, in der Entwicklung neuer Produkte im Schutzbekleidungssegment für die Industrie sowie im Wachstumspotential in den Segmenten Behörden und Militär aufgrund der nationalen und internationalen Sicherheitslage. Zusätzliche Chancen erwarten wir durch die weitere Optimierung unserer Organisationsstruktur und die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Für das kommende Geschäftsjahr möchten wir weiter Marktanteile im Bereich Polizei (Law Enforcement) realisieren. Hier sehen wir uns durch die Gewinnung neuer Mitarbeiter in der Akquise sowie in der Produktentwicklung gut aufgestellt. Unsere stabile Vermögens- und Finanzlage bildet dabei die Grundlage für die weitere Entwicklung. 2. Gesamtaussage Risiken in der Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir weiterhin: • in der derzeitigen Wettbewerbssituation, • in steigenden Preisen im Rohstoffsektor, • in steigenden Kosten für Energie und administrative Aufwendungen sowohl in unserem Unternehmen als auch bei unseren eigenen Produktionsunternehmen in Tunesien, • in steigenden Kosten in Form von Löhnen und Lohnnebenkosten, • in steigenden bürokratischen Anforderungen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. 3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus dem Eigenkapital, weniger aus Lieferantenkrediten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und konsequent unter Einhaltung von angebotenen Skontofristen gezahlt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind in diesen Kundengruppen die absolute Ausnahme. Risiken können sich ergeben in der Ausreichung eines Darlehens sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an unsere Tochtergesellschaft in Togo. Aufgrund fehlender Devisen sowie von schleppenden Zahlungseingängen der Kunden des Tochterunternehmens wurde eine Abschreibung auf den nicht versicherten Betrag der Forderung in Höhe von T€ 820 vorgenommen. Für den bilanzierten Teil der Forderung besteht eine Kreditversicherung. Daneben haben wir eine Bürgschaft für die Bankverbindlichkeiten der Tochter in Höhe von derzeit 1,5 Mio € übernommen. Wir rechnen derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft und haben deshalb noch keine Risikovorsorge dafür vorgenommen. Der Höchstbetrag der Bürgschaft beträgt rd. 3 Mio €.
Offenburg, 14. Februar 2025 Thomas Gerrit Winnen Caroline Wöltge Louis Winnen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und des GmbHG unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Anschaffungspreis bewertet. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen ist der Devisenkassamittelkurs. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz 1. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.665,8 TEuro resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen von 1.951,9 TEuro in der Bilanz resultieren aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 18,7 TEuro enthalten. 2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
3. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. 4. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von -571,00 Euro. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind im Zinsergebnis ausgewiesen. 5. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Zeitwert ist gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 HGB für die Ausschüttung gesperrt. 6. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten, Rückstellungen für Personalkosten und Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für Abschluss und Prüfung. 7. Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. 8. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:
9. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 209.397,60 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Miet- und Leasingverpflichtungen. Diese haben im Wesentlichen in Höhe von TEuro 100 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Gesellschaft haftet für Bankverbindlichkeiten für das Tochterunternehmen Bénart Afrique SASU, Togo, (verbundenes Unternehmen) in Höhe von umgerechnet Euro 1.524.490. Trotz ausstehender Forderungen beim Tochterunternehmen gegen den Togolesischen Staat wird derzeit aufgrund der Liquiditätsplanung mit keiner Inanspruchnahme gerechnet. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich um Wertberichtigungen auf Forderungen von TEuro 820. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Der Beruf entspricht der Organstellung. Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 3. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
1) vorläufiger Abschluss zum 31.5.2024 2) vorläufiger Abschluss zum 31.12.2023 4. Konzernzugehörigkeit Die WINTEX APPAREL GmbH ist nicht verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen. 5. Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nach unserer Einschätzung nicht ergeben. 6. Unterschrift der Geschäftsführung
Offenburg, 14. Februar 2025 Thomas Gerrit Winnen Caroline Wöltge Louis Winnen sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht. Wir verweisen diesbezüglich auf § 328 Abs. 1a HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WINTEX APPAREL GmbH, Offenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WINTEX APPAREL GmbH, Offenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WINTEX APPAREL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kehl, 27. Februar 2025 OTR
Ortenauer Treuhand GmbH
Scheid, Wirtschaftsprüferin End, Wirtschaftsprüfer |
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Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen