microfluidic ChipShop Universe GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Dr. Becker seit 11.1.2018 | Prokura |
Richard Klemm seit 11.1.2018 | Prokura |
Claudia Dr. Gärtner seit 23.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Microfluidic ChipShop GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023microfluidic ChipShop GmbHA. Geschäftsverlauf B. Risiko- und Prognosebericht Inhalt Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens A. I Grundlagen des Unternehmens A.I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens A.I.1.a Das Unternehmen A.I.1.b Die Organisationsstruktur A.I.1.c Rechtliche Struktur A.I.1.d Produkte und Dienstleistungen A.I.1.e Segmente & Zielbranchen A.I.1.f Absatzmärkte A.I.1.g Externe Einflussfaktoren auf das Geschäft A.I.1.h Wesentliche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr A.I.2 Zweigniederlassungsbericht A.I.3 Forschung und Entwicklung A. II Wirtschaftsbericht A. II.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen A. II.2 Geschäftsverlauf A.II.3 VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung A.II.3.a Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage A.II.3.b Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage A.II.3.c Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage A.II.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren A.II.5 A.II.5 Gesamtaussage B. B. Risiko- und Prognoseberichterstattung (§ 289 I 4 HGB: Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken) B. I Prognosebericht B. II Risikobericht B. III Chancenbericht B. IV Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens A. I Grundlagen des Unternehmens A.I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens A.I.1.a Das Unternehmen microfluidic ChipShop GmbH (im Folgenden auch kurz "microfluidic ChipShop" oder Gesellschaft) wurde 2002 in Jena gegründet. Vom Standort am BioInstrumente-Zentrum und Technologie- und Innovationspark in Jena (2002), über das Zeiss-Werk (2003 - 2011) erfolgte im Mai 2011 der Umzug in das erste eigene Firmengebäude und 2015 die Übernahme des zweiten Gebäudes am Standort in der Stockholmer Straße in Jena. 2003 erfolgte die Übernahme der Mildendo Gesellschaft für mikrofluidische Systeme mbH (im Folgenden MILDENDO genannt) als 100 prozentige Tochter. Das Unternehmen wird durch die Unternehmenseignerin Dr. Claudia Gärtner geführt. A.I.1.b Die Organisationsstruktur Das Unternehmen verfügt über die vollständige Wertschöpfungskette von Forschung & Entwicklung über die Fertigung bis zum Vertrieb. Die MILDENDO übernimmt Fertigungsdienstleistungen für microfluidic ChipShop wohingegen microfluidic ChipShop auf die F&E-Tätigkeit und die Darstellung nach außen fokussiert ist. Die Kundenbeziehungen laufen über die microfluidic ChipShop. A.I.1.c Rechtliche Struktur Das Unternehmen hat mit der MILDENDO ein 100 prozentiges Tochterunternehmen am gleichen Standort. A.I.1.d Produkte und Dienstleistungen Kerngeschäft von microfluidic ChipShop sind mikrofluidische Systeme, zumeist bestehend aus einem Verbrauchsartikel und einem Betriebsgerät. Dabei bietet microfluidic ChipShop über den international etablierten Lab-on-a-Chip-Katalog zum einen eigene Produkte für Forschungs- und Entwicklungszwecke an. Daneben erbringt die Gesellschaft an ihre Kunden Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen sowie Beratungsleistungen. Die Entwicklung und Fertigung mikrofluidischer Systeme erfordert eine hohe technologische Vielfalt, die für weitere Anwendungen genutzt werden kann. Daher bietet microfluidic ChipShop z.B. in Präzisions- und Mikrooptik oder Präzisionsmechanik die eigenen Serviceleistungen an. Dies erfolgt nicht durch ein offensives Marketing, sondern durch das bestehende Partnernetzwerk wodurch Anfragen zur Erbringung von Serviceleistungen erhalten werden. A.I.1.e Segmente & Zielbranchen Mikrofluidische Produkte von microfluidic ChipShop bedienen vornehmlich die Bereiche Biotechnologie, Analytik, Lebensmittel- und Umweltanalytik, Diagnostik und Medizintechnik. Der Lab-on-a-Chip-Katalog wird insbesondere in F&E - sowohl universitäre / institutionelle als auch industrielle F&E - nachgefragt. A.I.1.f Absatzmärkte microfluidic ChipShop ist von Beginn an international orientiert. Wichtige Regionen sind die USA, Brasilien, Europa, der asiatische Markt und Israel. A.I.1.g Externe Einflussfaktoren auf das Geschäft Mehrere Haupteinflussfaktoren sind für das Wachstum von microfluidic ChipShop verantwortlich: • Der Trend zur patientennahen Diagnostik (Point-of-Care Diagnostik) erzeugt wachsenden Bedarf an mikrofluidischen Systemen. • Spezielle Themen wie tropfenbasierte Analytik, Synthese von Spezialchemikalien wie RNA-basierte Impfstoffe, die Nutzung von Nanopartikeln und der Bereich Organ-on-Chip, der durch die Entscheidung der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) die Nutzung von Organ-on-Chip-System stärker voran zu treiben, um Tierversuche und Experimente mit menschlichen Probanden zu reduzieren, verstärken die Nachfrage. • Das Investitionsklima in neue High-Tech-Unternehmen in den Lebenswissenschaften im wichtigen Markt USA im Bereich Analytik, Bioanalytik und Diagnostik für miniaturisierte Systeme beeinflusst das Kundenverhalten. • In Anbetracht des Fachkräftemangels wird die Personalgewinnung als wesentlicher externer Erfolgsfaktor gesehen. Das Wachstum der Gesellschaft soll hierbei zu einem großen Teil durch die künftige Automatisierung erreicht werden. • A.I.1.h Wesentliche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr Im Vergleich zum Vorjahr liegen keine wesentlichen Veränderungen vor. A.I.2 Zweigniederlassungsbericht Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassung, wohl aber mit der MILDENDO eine 100 prozentige Tochtergesellschaft. Eine Konsolidierung findet nicht statt. A.I.3 Forschung und Entwicklung Die Mikrofluidik ist ein noch sehr stark F&E-getriebenes Feld. Um weiterhin am Markt führend agieren zu können, werden umfassende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrieben. Dabei fokussiert sich die microfluidic ChipShop auf F&E und kauft die Fertigungsleistungen von ihrer Tochter MILDENDO. F&E-Leistungen von Dritten werden nicht oder in verschwindendem Maße in Anspruch genommen. Externe Expertise wird über nationale und internationale Projekte der Forschungsförderung bezogen. Die Forschungsförderung erlaubt dem Unternehmen sowohl umfassende F&E-Arbeiten im Bereich von neuen Produkten als auch neuen Fertigungstechnologien. Mit Ausnahme des Verwaltungsbereichs sind alle Mitarbeiter von microfluidic ChipShop in F&E eingebunden. Ergebnisse der eigenen F&E-Arbeiten sind durch zahlreiche Publikationen, Vorträge, Patente und im wachsenden Lab-on-a-Chip-Katalog dokumentiert. 2023 sind bei microfluidic ChipShop 10 neue Projekte der Forschungsförderung gestartet. In allen Projekte sind fluidische und fertigungstechnische Entwicklungsthemen zentrale Aufgaben, inhaltlich sind die Themen Wasseranalytik und Nanopartikelsynthese besonders hervorzuheben. Die F&E-Aktivitäten bzw. die generierten Ergebnisse werden generell nicht aktiviert. A. II Wirtschaftsbericht A. II.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Mikrofluidik ist eine noch recht junge Technologie und ein starker Wachstumsmarkt. Dabei entfällt der Hauptteil des für 2025 auf rund USD 10 Mrd. prognostizierten Marktes auf Umsatz mit Produkten ("Application of Microfluidic Technologies 2020 report, Yole Développement, 2020). Aber bereits 2016 entfielen auf Fertigungsdienstleister wie microfluidic ChipShop USD 257 Mio. (Status of the Microfluidics Industry, Yole Développment, 2017). Precedence Research gibt für das Jahr 2030 einen Jahresumsatz von 62 Mrd. USD an, Allied Market Research spricht für das Jahr 2031 von 158 Mrd. USD, vor allem die Diagnostik in Krankenhäusern und Testzentren, der Einsatz in Pharma und Biotech sowie in Forschung und Entwicklung werden als wichtige Endnutzergruppen genannt. Die Point-of-Care-Diagnostik ist dabei ein wachsender Bereich, der gerade durch den Nachweis von Infektionskrankheiten wie aktuell SARS-COV-2 Vorschub erhält, was die Nachfrage sowohl nach Entwicklungs- als auch Fertigungsdienstleistungen langfristig positiv beeinflussen wird. Mit dem umfassenden Lab-on-a-Chip-Katalog und der Abbildung der gesamten Technologiekette (Verbrauchsartikel, Betriebsgerät, Anwendung) hat microfluidic ChipShop ein internationales Alleinstellungsmerkmal, wird international als Trendsetter gesehen und ist einer der Branchenführer. Insgesamt verzeichnet die Branche einen positiven nachhaltigen Trend, der keine wesentliche Veränderung zum Vorjahr darstellt und sich auch künftig so fortsetzen wird. A. II.2 Geschäftsverlauf Die Gesamtleistung als Summe aus Umsatzerlöse, Bestandsleistungen und sonstigen betrieblichen Erträge liegt auf dem Niveau des Vorjahrs. Analog der Vorjahre werden erhaltene Forschungszuschüsse als Umsatzerlöse behandelt. Durch eine solide Kundenbasis mit vielen langjährigen Kunden und einer guten Mischung aus KMU und Großunternehmen sowie jungen und etablierten Unternehmen ist Kontinuität gesichert. Erfahrungsgemäß werden die Umsatzziele erreicht, die Prognosen der Kunden heben sich in Stückzahl und Zeit deutlich von der Umsetzung ab, d.h. Markteinführungen dauern länger, abgesetzte Stückzahlen steigen langsamer. Dies ist bei den Planungen von microfluidic ChipShop bereits berücksichtigt. Durch die zunehmende Kommerzialisierung von Entwicklungen wird künftig der Anteil der Fertigung am Umsatz im Unternehmen steigen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen ist ein entsprechendes Investitionsprojekt in Fertigungsinfrastruktur bei der Tochterfirma MILDENDO initiiert worden. A. II.3 VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres stellt sich solide dar. Wesentliche Änderungen haben sich nicht ergeben. Investitionen in Fertigungsinfrastruktur werden durch die Tochterfirma Mildendo Gesellschaft für mikrofluidische Systeme getätigt, so dass keine nennenswerten Investitionen bei microfluidic ChipShop getätigt werden und auch keine Einnahmen aus der Investitionsförderung zu verbuchen sind. A. II.3.a Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Haupteinnahme waren die Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen für industrielle Kunden. Dabei wurde der Großteil dieser Einnahmen über das Projektgeschäft erzielt. Die Entwicklung des Kataloggeschäfts war sehr positiv. Sowohl die Anzahl an Bestellungen als auch der Umsatz konnten gesteigert werden. Die Finanzierung der kostenintensiven F&E-Tätigkeit von microfluidic ChipShop erfolgt daneben auch durch öffentliche Forschungsmittel. Die Gesellschaft ist hierbei Projektpartner auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Dem gegenüber stehen höhere Aufwendungen für Material. Die Personalaufwendungen sind um rund 10% gestiegen. Die Stromkosten sind um rund 320 k€ im Vergleich zum Vorjahr 2022 deutlich gesunken. A. II.3.b Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) ist leicht unter dem Vorjahresniveau bei Herausrechnen der außerordentlichen Aufwendungen. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können alle geplanten Ausgaben finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren durch die Zuführung zur Rückstellung für Prozessrisiken beeinflusst. Investitionen in die Fertigungsinfrastruktur erfolgen bei der Tochterfirma MILDENDO und sind dort liquiditätstechnisch abgedeckt. Alle Zahlungsverpflichtungen der microfluidic ChipShop können bedient werden. Neben dem Bestand an flüssigen Mitteln steht der Gesellschaft auch ein Kontokorrentrahmen zur Verfügung. A. II.3.c Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage Die Vermögenslage wird als gut eingeschätzt. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 17% und hat sich zum Vorjahr um 1% erhöht. Zusätzlich stellt auch der Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen wirtschaftlich bis auf den steuerlichen Anteil Eigenkapital dar. Die kurzfristigen Vermögenswerte und die liquiden Mittel bewegen sich auf dem Niveau der Vorjahre. Die Mehrkosten für gestiegene Strompreise konnten aus dem Cashflow bedient werden. Daneben konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten planmäßig getilgt werden. A. II.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentlicher Leistungsindikator ist die Umsatzentwicklung bzw. unter Berücksichtigung der Projektabschlüsse die Entwicklung der Gesamtleistung. Für 2023 wurde ein Umsatz leicht über dem des Vorjahrs angestrebt. Mittel- bis langfristig soll über die Jahre ein durchschnittliches jährliches Umsatzplus von 5 - 10% erwirtschaftet werden. Der zweite Leistungsindikator sind die neu akquirierten Projekte mit Fertigungspotential. Insbesondere unter dem Aspekt, dass 2023 wiederum zahlreiche neue Projekte mit Potential auf eine langfristige Geschäftsbeziehung gestartet wurden, ist dies ein wichtiger und positiv ausfallender Leistungsindikator A. II.5 Gesamtaussage Aufgrund der positiven Entwicklung des Marktes und der guten Positionierung von microfluidic ChipShop schätzen wir unser Geschäft als hervorragend ein. Unsere strategischen Ziele zum Kundenausbau und zur Stärkung des Kataloggeschäfts und damit unserer Bekanntheit wurden erreicht. Dabei übertrafen sowohl der Umsatz als auch die Anzahl der Katalogbestellungen das Vorjahr. Unser Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. B. Risiko- und Prognoseberichterstattung (§ 289 I 4 HGB: Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken) B. I Prognosebericht Die Prognose für den künftigen Geschäftsverlauf ist als sehr positiv zu sehen. Dies begründet sich einerseits in der Tatsache, dass das Geschäftsfeld von microfluidic ChipShop ein starkes Wachstumsfeld ist (CARG von 22,6% bis 2027, marketsandmarkets) und microfluidic ChipShop einer der führenden Anbieter ist und andererseits in dem bestehenden Kundenstamm. Aktuell befinden sich mehrere Projekte im Übergang von der Entwicklung zur Fertigung, was mittelfristig zu dem geplanten signifikanten Umsatzplus beitragen wird. Dabei soll das Umsatzwachstum insbesondere durch Fertigungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft erzielt werden. Weitere Entwicklungsprojekte werden zum Beginn 2025 in die Fertigung überführt, so dass in 2025 ein Umsatzanstieg durch diese bestehenden Projekte erwartet wird. Das eigene Produktportfolio wird durch laufende Projekte in der Forschungsförderung beständig erweitert. Besonders hervorzugeheben ist hier die Akquisition eines großen EU-Projektes mit einem Gesamtprojektvolumen für alle Partner von rund 70 Mio. € im Bereich der Organ-on-Chip-Technologie mit microfluidic ChipShop als Gesamtprojektkoordinator und künftigem Fertigungspartner für beteiligte Partner. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, eine weitere Steigerung der internationalen Bekanntheit von microfluidic ChipShop, den Ausbau des eigenen Produktkatalogs und eine steigende Anzahl von Produkten in der Fertigung. Der Umsatz für 2023 lag etwa auf Vorjahresniveau. Für 2024 wird eine leichte Umsatz- und Gewinnsteigerung angestrebt. Ein Umsatzanstieg von 5 - 10% ist für 2025 geplant. Mittelfristig ist ein jährliches Umsatzplus von 5 - 10% angestrebt, das über moderates Mitarbeiterwachstum von 1 - 2% und eine Automatisierung erreicht werden soll, wobei die Fertigungsaufgaben von MILDENDO übernommen werden. Die Liquidität entwickelte sich in 2023 entsprechend der Planung. Die Dispo-Kreditlinie wurde in Anspruch genommen. Die 2022 immens gesteigerten Stromkosten sind in 2023 zurückgegangen. Beschaffungsengpässe aufgrund des Ukraine-Kriege und der Corona-Epidemie die vor allem durch Lagerhaltung einhergehend mit Preissteigerungen kompensiert wurden, zeigten sich in 2023 nicht. In Bezug auf die Corona-Epidemie erhöhten sich Anfragen im Bereich der Point-of-Care-Diagnostik mit verschiedenen Anwendungen abseits des Corona-Nachweises. Risiken wie eventuell neu auftretende Pandemien oder etwaige Beschaffungsengpässe verursachende Ereignisse werden durch entsprechende Lagerhaltung minimiert. B. II Risikobericht Operative Tätigkeit Zwei Hauptrisiken ergeben sich aus der operativen Tätigkeit: Einerseits, dass Entwicklungsprojekte sich verzögern oder gar nicht erfolgreich beendet werden können und andererseits, dass Kunden geringere Stückzahlen von neuen Produkten abnehmen oder neue Produkte nicht erfolgreich am Markt positioniert werden können. Aufgrund der Vielzahl der Projekte und ihrer Diversität ist das Gesamtrisiko gering, das Risiko für Einzelprojekte aber als hoch einzustufen. Personal Die Gewinnung neuen Personals ist in Zeiten einer nahezu Vollbeschäftigung schwierig und das Abwerben von Mitarbeitern ist kritisch, da damit Erfahrungen verloren gehen und neu aufgebaut werden müssen. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, in Zahlungsrückständen von Kunden und Fördermittelgebern. Aktuell liegen die Außenstände von microfluidic ChipShop immer bei 2 - 3 Monaten Liquidität. Über eine Kontokorrentlinie werden diese Liquiditätsrisiken abgedeckt. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in die Unternehmensplanung eingeflossen. Gesamtrisikobewertung Aufgrund der guten Auftragslage und der soliden Mischung unterschiedlicher Kunden, Projekte und Branchen wird das Gesamtrisiko negativer Entwicklungen für das Unternehmen durch die Geschäftsführung als gering eingeschätzt. Das Risiko, der im Zuge der Pandemie und des Ukraine-Krieges schwieriger zu handhabenden Lieferkette, wird durch Vorratshaltung und langfristige Lieferverträge minimiert. Einzelne Risiken insbesondere hinsichtlich Projektrisiken und Personal werden adressiert, um eine Risikominimierung zu erreichen. B. III Chancenbericht Projekte Die zahlreichen Projekte tragen nicht nur zur Risikostreuung bei, sondern sind eine Chance, auf unterschiedlichen Märkten mit einem breiten Kundenstamm vertreten zu sein. Als besondere Chance für microfluidic ChipShop ist zu sehen, dass das Unternehmen neben dem Verbrauchsartikel und dem Betriebsgerät auch Reagenzien und biologische Applikation beherrscht und so ein internationales Alleinstellungsmerkmal hat, was für zahlreiche der laufenden Projekte entscheidend ist. Eine weitere Besonderheit und Chance ist, dass kleine und mittlere Stückzahlen vielfach angefragt werden und über das Standardisierungskonzept des Unternehmens einfach und schnell gefertigt werden können und microfluidic ChipShop, aber auch den Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die laufende Akquisition neuer Projekte und die Überführung von Entwicklungen in Produkte demonstriert, dass diese Chance nachhaltig genutzt wird. Eigene Produkte Mit dem Lab-on-a-Chip-Katalog verfügt microfluidic ChipShop über ein internationales Alleinstellungsmerkmal, das sowohl Umsatz als auch Akquisitionsinstrument ist. Durch eigene Produkte und Aufnahme von Fremdprodukten soll dieser Katalog weiter ausgebaut werden, um damit langfristig einen signifikanten Anteil des Umsatzes - angestrebt sind 15 - 30% - erwirtschaften zu können. Alleinstellungsmerkmal - Chip - Betriebsgerät - Anwendung Das Alleinstellungsmerkmal von microfluidic ChipShop sowohl den Verbrauchsartikel, das Betriebsgerät als auch die Anwendung anbieten zu können, ist die Chance über die Serviceleistungen der Wettbewerber hinausgehen zu können und damit einen breiteren Kundenstamm erschließen zu können. Region Thüringen und Deutschland Thüringen und Deutschland stellen eine wichtige Chance für microfluidic ChipShop dar. Dies umfasst sowohl stabile Rahmenbedingungen, "made in Germany", den Ruf Thüringens und gerade Jenas als Technologiehochburg als auch technologische Expertise im nahen Umfeld und Förderbedingungen, die die Vorteile von US-Firmen in Bezug auf das Anwerben von Risikokapital überwiegen. Expansion Über die MILDENDO als Fertigungsarm erfolgen Investitionen in die Fertigungsinfrastruktur, um langfristig Stückzahlen und Komplexität der Lab-on-a-Chip-Lösungen "Made by ChipShop" zu steigern und am Standort international wettbewerbsfähig fertigen zu können. Unabhängigkeit & Finanzielle Stabilität microfluidic ChipShop ist als einziger Wettbewerber im Bereich polymerbasierte Lab-on-a-Chip-Systeme mit über das reine Plastikteil hinausgehende Kompetenzen noch unabhängig. Alle drei Hauptwettbewerber sind in den letzten Jahren von international agierenden Großkonzernen aufgekauft worden (Sony DADC von Stratec, THINXXS von IDEX, Minifab von SCHOTT) was bei den Unternehmen weder zu einer sichtbaren Umsatzsteigerung noch zu verbesserten Marktsichtbarkeit geführt hat. microfluidic ChipShop wird als unabhängiges, entscheidungsfähiges Unternehmen wahrgenommen, das nachhaltig den Trend in der Mikrofluidik angibt und auch für technologisch anspruchsvolle Aufgaben ein verlässlicher Partner ist. Mit 100% der Firmenanteile in der Hand der Geschäftsführerin und einem beständig profitablen Wirtschaften ist dies eine Chance, sich weiterhin erfolgreich am Markt zu positionieren. B. IV Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Neben üblichen Krediten und Darlehen werden keine Finanzinstrumente genutzt, so dass an dieser Stelle keine weiteren Erläuterungen notwendig sind.
Jena, 23.12.2024 Dr. Claudia Gärtner, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die microfluidic ChipShop GmbH hat ihren Sitz in Jena und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 209251 eingetragen. Der Jahresabschluss der microfluidic ChipShop GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dies umfasst die Beachtung der generellen Ansatzvorschriften des HGB §§ 246 - 251 HGB sowie die Berücksichtigung besonderer Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268 - 274a, §§ 276 - 277 HGB, und die generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der § 266 und § 275 HGB Anwendung. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es wurden Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen 2.1 Grundlagen 2.1.1 Bilanzierungsmethoden Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. 2.1.2 Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: 2.2 Anlagevermögen 2.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich der Anschaffungspreisminderungen angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 2 - 10 Jahre) gemindert. 2.2.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 2 - 33 Jahre) gemindert. Die Herstellungskosten enthalten die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Anlagegüter wurde nach der gültigen AfA-Tabelle bemessen. 2.2.3 Geringwertige Wirtschaftsgüter Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden im gleichen Jahr in voller Höhe abgeschrieben. 2.2.4 Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung gemäß § 253 Absatz 3 HGB werden diese auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sofern in Folgejahren die Gründe für die Wertminderung entfallen, erfolgen Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB. Derzeitige Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. 2.3 Umlaufvermögen 2.3.1 Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Absatz 4 HGB mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. letzten Einkaufspreisen bewertet. Damit wurden die Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden die Materialeinzelkosten, die Materialgemeinkosten, die Fertigungseinzelkosten, die Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens sofern er auf den Zeitraum der Fertigung entfiel, einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind auf Basis einer Kalkulation zu Herstellungskosten bewertet. Dazu gehören die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. 2.3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen in der Höhe von TEUR 53 waren im laufenden Geschäftsjahr notwendig. Weiterhin wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand eingestellt, um das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzudecken. 2.3.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen verbundene Unternehmen wurden zu Nennwerten bewertet und mit den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert und je nach Saldo auf der Aktiv- oder Passiv-Seite der Bilanz ausgewiesen. 2.3.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten bewertet. 2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungposten Auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellten. 2.5 Eigenkapital Das Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt. 2.6 Sonderposten Die Investitionszuschüsse (31.12.2023 TEUR 945) und die Investitionszulagen (31.12.2023 TEUR 288) wurden in Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände unter Beachtung der Stellungnahme 1/1984 i. d. F. von 1990 des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW) aufgelöst. 2.7 Rückstellungen 2.7.1 Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Steueraufwands des steuerlichen Gewinns eingestellt und mit den aus den Vorauszahlungen ermittelten Steuerüberzahlungen bilanziell verrechnet. Zum Bilanzstichtag ergaben sich keine Steuerrückstellungen. 2.7.2 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. 2.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bilanziell saldiert soweit eine Aufrechnungslage besteht. 2.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Auf der Passivseite wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellten. 2.10 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von < 1 Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.321 (Vj.: TEUR 908) resultieren vollständig aus Darlehen. 3.2.2 Forderungen mit Restlaufzeiten Sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen in der Höhe von TEUR 2.459 (Vj.: TEUR 2.894) haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind abgegrenzte Fördermittel aus Entwicklungsprojekten enthalten. 3.3 Verbindlichkeiten 3.3.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 107 (Vj.: TEUR 60) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 752 (Vj.: TEUR 752) beinhalten eine sonstige Verbindlichkeit. 3.3.2 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >5 Jahre Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 1.663 (Vj.: TEUR 2.114), davon gegenüber Kreditinstituten TEUR 1.257. 3.3.3 Fristigkeit Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 1.074 (Vj.: TEUR 1.278) und ist nachfolgend detailliert.
Zum 31.12.2022:
4. Sonstige Angaben 4.1 Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 67. 4.2 Pfandrechte und ähnliche Rechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 4.110. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Auf zwei Gewerbegrundstücken in Jena Lobeda bestehen jeweils Grundschulden. Weiterhin besteht eine Sicherungsübereignung für Maschinen und Einrichtungen mit der Sparkasse Jena-Saale-Holzland. 4.3 Haftungsverhältnisse Es besteht eine Bürgschaft für Verpflichtungen der Mildendo Gesellschaft für mikrofluidische Systeme mbH, Jena, in Höhe von TEUR 1.500. Für ein im Jahr 2019 begonnenes Investitionsprojekt der Tochtergesellschaft Mildendo Gesellschaft für mikrofluidische Systeme mbH ging die microfluidic ChipShop GmbH als alleiniger Gesellschafter der Mildendo GmbH einen öffentlich-rechtlichen Schuldbeitritt in der Höhe von TEUR 2.215 gegenüber der Thüringer Aufbaubank, Erfurt, ein. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da die Tochtergesellschaft eigenständig ihren Verpflichtungen nachkommen kann. 4.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es ergaben sich keine berichtsrelevanten Ereignisse. 4.5 Tochtergesellschaft
4.6 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Dr. Claudia Gärtner, Chemikerin, Jena. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.7 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsleitung
Jena, 23.12.2024 Dr. Claudia Gärtner Entwicklung des Anlagevermögens 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersMicrofluidic ChipShop GmbH, JenaPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Microfluidic ChipShop GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microfluidic ChipShop GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Meiningen, 23. Dezember 2024 Optimum Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Thoralf Bohlig, Wirtschaftsprüfer Andreas Frank, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern der Bestätigungsvermerk zitiert wird. |
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