GETEC green PV Amsdorf GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Lange seit 29.10.2024 | Prokura |
Peter Fischer seit 29.10.2024 | Prokura |
Kerstin Krischok seit 5.9.2023 | Prokura |
Christian Jäschke seit 12.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 61.33% | |
| 8.54% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
"ROMONTA GmbH"Seegebiet Mansfelder LandJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Stendal HRB 207576I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ROMONTA GmbH (ROMONTA), Seegebiet Mansfelder Land, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 238 ff. i.V.m. §§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die ROMONTA ist nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird nach Ergebnisverwendung aufgestellt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend erweitert. Der vorliegende Abschluss umfasst Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Bergbautypische Sachverhalte werden gesondert ausgewiesen. Zur Klarheit wurde die Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB und § 42 Abs. 3 GmbHG um folgende Posten erweitert:
Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenGoing-ConcernDer Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde (Going-Concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen. 1. Immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. 2. GrundstückeGrund und Boden sind zu Anschaffungskosten bewertet. 3. Abnutzbares Anlagevermögen (ohne Tagebauaufschluss)Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Eigene Leistungen sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 HGB einbezogen worden. Abnutzbare Anlagegüter werden unter Anwendung der erwarteten, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zeitanteilig (im Jahr des Zugangs) und linear abgeschrieben. Die Ermittlung der Nutzungsdauern erfolgt in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Dabei wurden die Mindestsätze gewählt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bzw. EUR 250,00 netto bis EUR 1.000,00 netto werden über fünf Jahre abgeschrieben. 4. TagebauaufschlussDer Tagebauaufschluss ist in Höhe der Herstellungskosten für den Aufschlussabraum ausgewiesen und wird über die voraussichtliche Laufzeit des Tagebaus linear abgeschrieben. 5. FinanzanlagenDie Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bilanziert. 6. VorabraumBei der Bilanzierung des Vorabraums wird mit dem Konzept eines technologischen Soll-Böschungssystems gearbeitet. Vorabraum wird erst dann aktiviert, wenn der technologische Soll-Bestand an sofort greifbarer und anteilig freigelegter Kohle überschritten ist. Dies war im Geschäftsjahr 2023 - wie im Vorjahr - nicht der Fall. 7. Roh-, Hilfs- und BetriebsstoffeDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gleitenden gewogenen Durchschnittspreisen (Anschaffungskosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. 8. Fertige Erzeugnisse und WarenFertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzel- und Materialgemeinkosten, Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens (handelsrechtliche Untergrenze). Die Bilanzierung der Handelswaren erfolgt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten. 9. EmissionsrechteDie Emissionsrechte, die voraussichtlich zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen aufgrund des im Rahmen der Produktion anfallenden Schadstoffausstoßes benötigt werden und unentgeltlich staatlich zugeteilt worden sind, wurden mit dem Erinnerungswert bilanziert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des § 253 Abs. 4 HGB. Für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten für das Geschäftsjahr wird eine Rückstellung gebildet. 10. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Abwertungen (Einzelwertberichtigungen) berücksichtigt. 11. Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. 12. EigenkapitalDer Ansatz des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. 13. Sonderposten für Zuwendungen zum AnlagevermögenDer Ansatz des Sonderpostens erfolgt zum Nennwert. 14. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene EmissionsrechteFür die zum Erinnerungswert aktivierten Emissionsrechte wurde auf der Passivseite als Gegenposten ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsrechte gebildet. 15. RückstellungenDie Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB zum Erfüllungsbetrag durch ein versicherungsmathematisches Gutachten nach der PUC-Methode. Dabei wird ein von der Deutschen Bundesbank ermittelter Zinssatz in Höhe von 1,83 % p.a. (Vorjahr: 1,78 % p.a.) zugrunde gelegt. Gehalts- und Rententrends werden nicht berücksichtigt, wenn die Pensionsverpflichtungen keiner Dynamisierung unterliegen und als Einmalbetrag, welcher bereits in seiner Höhe feststeht, zu zahlen sind. Ansonsten wird ein Rententrend in Höhe von 0,5 % berücksichtigt. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Den Rückstellungen für Jubiläen liegt ebenfalls ein versicherungsmathematisches Gutachten zum Stichtag 31. Dezember 2023 zugrunde. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB zum Erfüllungsbetrag nach der PUC-Methode. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (1,76 % p.a.; Vorjahr: 1,45 % p.a.) abgezinst. Die Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen erfolgte wie im Vorjahr auf der Grundlage der "Richttafeln RT 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für Wiedernutzbarmachungsverpflichtungen (bergbaubedingte Verpflichtungen) wurden Rückstellungen in Höhe der Aufwendungen gebildet, mit welchen bei Inanspruchnahme voraussichtlich gerechnet werden muss. Basis hierfür ist ein technologisches Modell des Tagebaues, wie dieses aufgrund der aktuell gültigen rechtlichen und wirtschaftlichen Abbaubedingungen voraussichtlich bei Beendigung des aktiven Bergbaus vorzufinden sein wird (voraussichtliche Restlochfigur). Darauf aufbauend wurden die Massenbewegungen und die darauffolgenden Wiedernutzbarmachungsmaßnahmen gutachterlich mittels Drittvergleich bewertet. In Abhängigkeit vom Auskohlungsgrad des Tagebaus erfolgt eine jährliche Zuführung zu den Rekultivierungsverpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt unter Annahme der durchschnittlichen Preissteigerungsrate der letzten sieben Jahre von 3,24 % p.a. (Vorjahr: 2,45 % p.a.). Entsprechend der Restlaufzeit der Rückstellung wurden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB zum 31. Dezember 2023 bei der Bewertung zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und übrigen sonstigen Rückstellungen sind für die erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste und Risiken gebildet worden. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Übrige mittel- und langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für derivative Finanzinstrumente wird - im Falle eines negativen Marktwertes -, dieser zurückgestellt, sofern keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB vorliegen oder sich die gegenläufigen Zahlungsströme über die Laufzeit nicht ausgleichen. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung und Aufzinsung von Rückstellungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert unter den "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" sowie "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen. 16. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen angesetzt. 17. RechnungsabgrenzungspostenUnter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. 18. Latente SteuernFür bestehende Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden passive (Steuerbelastung) bzw. aktive (Steuerentlastung) latente Steuern gebildet. Entstandene aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Aktivsaldos wird nicht in Anspruch genommen. Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen. III. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung der Posten des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) haben wir in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. FinanzanlagenDie Anteile an verbundenen Unternehmen sind in der Beteiligungsliste unter Abschnitt VIII. dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 24.886 (Vorjahr: TEUR 16.511) beinhalten langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen (TEUR 3.011; Vorjahr: TEUR 2.841) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 437; Vorjahr: TEUR 425). Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zinsforderungen (TEUR 38; Vorjahr: TEUR 0). Sonstige Forderungen bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 12). Unter den Forderungen gegen Gesellschafter, die in Höhe von TEUR 3.047 (Vorjahr: TEUR 2.349) zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen, werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.735; Vorjahr: TEUR 1.986) sowie Ansprüche im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 312; Vorjahr: TEUR 363) und sonstige Forderungen (TEUR 1; Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Darüber hinaus werden unter den Forderungen gegen Gesellschafter ausgereichte Darlehen (TEUR 1.000; Vorjahr: TEUR 1.000) sowie dazugehörige Zinsforderungen (TEUR 50; Vorjahr: TEUR 30) ausgewiesen. 4. Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenUnter den Guthaben bei Kreditinstituten sind verpfändete Guthaben in Höhe von TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 1.400) ausgewiesen. 5. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt Mio. DM 50. Es wird von der ROMONTA Holding GmbH, Seegebiet Mansfelder Land (94,9 %), der GETEC Energie Holding GmbH, Hannover (2,448 %), Opus Beteiligungs GmbH, Hannover (1,326 %) und der LaBelle GmbH, Hannover (1,326 %) gehalten. Die anderen Gewinnrücklagen resultieren ausschließlich aus der BilMoG-Umstellung und betreffen die geänderte Bewertung langfristiger Rückstellungen abzüglich der auf den Bewertungsunterschied entfallenden latenten Steuern. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von TEUR 5 ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt. 6. Sonderposten für Zuwendungen zum AnlagevermögenZum verbesserten Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde für die im Zusammenhang mit dem Großschadensereignis in unserer Veredlungsanlage gezahlte Versicherungsentschädigung für den noch nicht abgeschlossenen Neubau ein entsprechender Sonderposten gebildet. 7. RückstellungenRückstellungen für bergbaubedingte Verpflichtungen sind für Verpflichtungen zur Wiedernutzbarmachung aufgrund des BBergG gebildet worden. Für das Berichtsjahr ergibt sich eine Zuführung in Höhe von TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 671) sowie eine Auflösung aus Abzinsung von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 44). Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:
8. Verbindlichkeiten
Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
Die ROMONTA GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden ausgewählte Derivate eingesetzt, nicht aber für Spekulationszwecke, d.h. außerhalb entsprechender Finanzierungsvorhaben werden keine Derivate erworben. Im Zusammenhang mit einer Investitionsfinanzierung wurden gegenläufige Payer- und Receiver-Zinsswapgeschäfte abgeschlossen, die eine Bewertungseinheit in Form eines Mikro-Hedges gemäß § 254 HGB bilden. Das Nominalvolumen der Zinsswaps beträgt TEUR 6.272 (Vorjahr: TEUR 7.421). In Höhe des sich bis zum Laufzeitende der Zinsswaps im ersten Quartal 2026 nicht ausgleichenden Anteils der gegenläufigen Zahlungsströme wurde unter Anwendung der Einfrierungsmethode eine Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet (TEUR 84; Vorjahr: TEUR 166). Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente leitet sich laut Angaben der entsprechenden Bank, unter Berücksichtigung der vorherrschenden Marktbedingungen, vom Mid-Market Preis ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.713; Vorjahr: TEUR 336) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.316; Vorjahr: TEUR 136), aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2; Vorjahr: TEUR 2) sowie aus der körperschaftsteuerlichen Organschaft (TEUR 395; Vorjahr: TEUR 198). Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter (TEUR 1.281; Vorjahr: TEUR 0) beinhalten sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 0). 9. Latente SteuernZum Bilanzstichtag ergeben sich aktive und passive latente Steuern. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Aktivsaldos wird nicht in Anspruch genommen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz aufgrund der Ausübung des Wahlrechtes für die Bildung eines Sonderpostens für Zuschüsse sowie aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden für sonstige Rückstellungen und körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, welche in den nächsten fünf Jahren aufgrund der vorliegenden Unternehmensplanung voraussichtlich in Anspruch genommen werden. Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche hauptsächlich die Bildung einer Rücklage nach R 6.6 EStR 2012 betreffen. Bei der Bewertung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von insgesamt 27,91 % (Vorjahr: 27,91 %) zugrunde gelegt. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar: Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Nicht betriebsnotwendige Grundstücke der ROMONTA GmbH sind mit einer Grundschuld ohne Brief in Höhe von TEUR 520 belastet. Diese Grundschuld dient dem Gläubiger ausschließlich als Sicherungsmittel bezugnehmend auf die Rückbaukosten nach dauerhafter Nutzungsaufgabe einer Photovoltaikanlage in einer Konzernbeteiligung. Aufgrund der vorliegenden mittelfristigen Ertrags- und Liquiditätsplanungen der einzelnen Gesellschaften des ROMONTA-Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht mit einer Inanspruchnahme aus o.g. Haftungsverhältnissen zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: Durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt wurde für den Tagebau Amsdorf eine Sicherheitsleistung nach § 56 Abs. 2 BBergG in Höhe von Mio. EUR 5,0 festgesetzt. Die ROMONTA GmbH hat den Betrag zum Bilanzstichtag als Bankbürgschaft hinterlegt. Die Bürgschaft selbst ist durch eine Buchgrundschuld auf Firmengrundstücke der ROMONTA GmbH in Höhe von Mio. EUR 6,0 und durch ein Festgeld in Höhe von Mio. EUR 1,4 besichert. Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 43.651 (Vorjahr: TEUR 27.188). Davon entfallen auf Termingeschäfte für Emissionsberechtigungen TEUR 22.718 (Vorjahr: TEUR 23.817), auf Termingeschäfte für Strom TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 0), auf sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen TEUR 1.487 (Vorjahr: TEUR 1.051), davon TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27) gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie auf das Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR 13.864 (Vorjahr: TEUR 934). Vom Gesamtbetrag bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 5.484 (Vorjahr: TEUR 1.386) betreffen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.264 (Vorjahr: periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 668). Zur Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 511 (Vorjahr: TEUR 337), die aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 334), aus Buchgewinnen von Anlagenabgängen (TEUR 34; Vorjahr: TEUR 3) sowie aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 20; Vorjahr: TEUR 0) resultieren. Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 13.078 (Vorjahr: TEUR 0) eine Versicherungsentschädigung im Zusammenhang mit dem Großschadensereignis in unserer Veredlungsanlage. 3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 108). 4. Sonstige SteuernIn den sonstigen Steuern sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten. VI. ErgebnisverwendungIm laufenden Geschäftsjahr erfolgte eine Vorabausschüttung auf den erwarteten Jahresüberschuss. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. VII. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. VIII. Sonstige AngabenMutterunternehmenAn der Gesellschaft hält die ROMONTA Holding GmbH, Seegebiet Mansfelder Land, zum 31. Dezember 2023 Anteile in Höhe von 94,9 %. Der Jahresabschluss der ROMONTA GmbH wird in den Konzernabschluss der ROMONTA Holding GmbH, Seegebiet Mansfelder Land, einbezogen. Die ROMONTA Holding GmbH, Seegebiet Mansfelder Land, stellt einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB sowie einen befreienden Konzernzahlungsbericht gemäß § 341 q ff. HGB auf. Der Konzernabschluss wird zur Offenlegung an das Unternehmensregister übermittelt und ist dort abrufbar. Wesentliche Beteiligungen
Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wurde gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten sind. MitarbeiterWährend des Berichtsjahres waren im Durchschnitt 177 (Vorjahr: 191) gewerbliche Arbeitnehmer und 46 (Vorjahr: 52) Angestellte, ohne Berücksichtigung von Auszubildenden und Praktikanten beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden betrug 18 (Vorjahr: 19). GeschäftsführungDer Geschäftsführung gehören die folgenden Personen an:
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Seegebiet Mansfelder Land, den 26. März 2024 Christian Jäschke, Geschäftsführer Hans-Markus Knoll, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Stendal HRB 2075761. Grundlagen des UnternehmensDie ROMONTA GmbH (nachfolgend kurz: ROMONTA) ist ein Unternehmen, das auf eine mehr als 100-jährige Tradition in der stoffwirtschaftlichen Nutzung von Braunkohle zurückblickt und weltgrößter Erzeuger von Montanwachs ist. Montanwachs ist mit seinen Eigenschaften ein wichtiger Grundstoff in vielen Industriezweigen und kann sich trotz großer Veränderungen auf den Zielmärkten über Jahrzehnte hinweg in wichtigen Einsatzgebieten behaupten. Die traditionelle Montanwachserzeugung wurde in den vergangenen Jahren zielgerichtet weiterentwickelt. Darüber hinaus wurde in höherveredelte Produktionsverfahren und Produkte investiert. Weiterhin wird der Standort Amsdorf, durch den Ausbau bestehender und die Integration zukunftsfähiger neuer Geschäftsfelder, strategisch weiterentwickelt. Die Gesellschaft sieht sich gut für die Zukunft aufgestellt. GeschäftsmodellUnter dem Dach der ROMONTA Holding GmbH (kurz: ROMONTA Holding) ist ROMONTA mit dem Wachsgeschäft und dem Bereich Elektroenergieerzeugung eine wesentliche Säule im Ergebnisbeitrag des Gesamtkonzerns. Die ROMONTA Holding als Konzernmuttergesellschaft übernimmt zentrale Managementaufgaben, wie u.a. die Bereiche Finanzen, Controlling, Produkt- und Anwendungsentwicklung, Marketing und Vertrieb des gesamten Wachsproduktportfolios, sowie für die Energieabgabe. Ebenso werden das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement, einschließlich des Risikomanagements über die ROMONTA Holding gesteuert. Parallel dazu unterstützen konzerneigene Servicegesellschaften mit prozessübergreifenden Dienstleistungen, unter anderem in den Bereichen Software- und Managementconsulting sowie im Rechnungswesen und der Verwaltung. Die Struktur der ROMONTA ist durch eine klare Zuteilung der Verantwortlichkeiten gekennzeichnet. Das operative Geschäft verantworten unsere Betriebsführerbereiche, die im Zusammenspiel die Bereitstellung der Rohbraunkohle, die energetischen Prozesse und die Produktion der wachsbasierten Produkte ermöglichen. Die zentrale Beschaffung der für den Prozess notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fremdleistungen und die Koordination eigener Reparaturkapazitäten und Logistikprozesse sind ebenfalls der ROMONTA zugeordnet. Parallel zum Kerngeschäft hat ROMONTA in der Vergangenheit neue Geschäftsfelder etabliert und kontinuierlich entwickelt. Dabei wurden die nicht dem Kernbereich zuzuordnenden Geschäftsprozesse in Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ausgelagert. Ziele und StrategienEin wesentliches Ziel der ROMONTA ist es, die Finanzkraft und das operative Potenzial zur Marktsicherung und -erweiterung von Montanwachs und anderen Wachsprodukten nachhaltig einzusetzen. Durch die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb unserer Konzernstrukturen kann ROMONTA den Kunden stets das passende Produktportfolio anbieten. Die Erprobung der Möglichkeit zur Verbringung extrahierter Resttrockenkohle in den Tagebau Amsdorf, um die zwangläufig im Montanwachsgewinnungsprozess anfallende Restkohle nicht mehr thermisch verwerten zu müssen, wurde im Jahr 2023 fortgeführt und zeigt positive Ergebnisse. Zusammen mit der geplanten Einstellung der thermischen Verwertung der Restkohle stellt dies einen wesentlichen Schritt zu einer zukünftig CO 2-neutralen Montanwachsproduktion dar. Ergänzend betreibt die ROMONTA eine aktive Standortpolitik mit dem Ziel, am Standort Amsdorf bestehende Geschäftsfelder auszubauen und zukunftsweisende neue Projekte zu entwickeln. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft umgesetzt. Im Rahmen der wirtschaftlichen Nachnutzung der Bergbaufolgelandschaft wird ein Logistikkonzept im Bereich Ver- und Entsorgung verfolgt. BeteiligungenROMONTA Reststoffverwertung, Wertstoffaufbereitung Edersleben und ROMONTA EBSDiese Gesellschaften sind im Unternehmensverbund für die Aufbereitung und Verwertung von Abfällen verantwortlich. Dieser Geschäftsbereich hat sich in den letzten Jahren zu einem wirtschaftlich maßgeblichen Segment im ROMONTA Verbund entwickelt und trägt nachhaltig positiv zum Jahresergebnis bei. Alternativen zur Verbrennung von prozessbedingter Restkohle werden zukünftig von wesentlicher strategischer Bedeutung sein, um eine möglichst CO 2 -neutrale Montanwachsproduktion zu gewährleisten. Hierfür ist es notwendig, den Wärmeenergiebedarf des Standortes durch einen alternativen, nicht-kohlebasierten Energieträger zu decken. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Investition in einen weiteren, dritten Dampferzeuger (Dampferzeuger 7) auf Ersatzbrennstoffbasis begonnen und in den Jahren 2022 und 2023 planmäßig fortgesetzt. Zur Umsetzung der Investition und für den späteren Betrieb fungiert die ROMONTA EBS GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der ROMONTA Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH. ROMONTA URZ und Romonta Metall RecyclingDas Geschäftsfeld der Annahme von bergbaufremden mineralischen Schüttgütern hat sich zu einem stabilen und wachsenden Geschäftsmodell entwickelt. Die als 51%ige Beteiligung der ROMONTA Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH gegründete ROMONTA URZ GmbH hat den Geschäftsbereich Ver- und Entsorgung von nichtgefährlichen mineralischen Abfällen von der ROMONTA übernommen. Dabei steht das Recycling zur Wiederverwendung dieser mineralischen Stoffe im Vordergrund. Parallel wird die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn fortgesetzt mit dem Ziel, die Logistik weiter auf die Schiene zu verlagern. Dies trägt in Zukunft in wesentlichem Maße zur Senkung der CO 2 -Emissionen am Standort Amsdorf bei. Zur Erweiterung des Geschäftsfeldes wurde im Jahr 2023 die Romonta Metall Recycling GmbH als 50%ige Tochtergesellschaft der ROMONTA Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH gegründet. Zielstellung ist es das Recycling und die Rückgewinnung insbesondere von Metallen aus nichtgefährlichen mineralischen Abfällen zukünftig weiter auszubauen. Übrige BeteiligungenDie Beteiligungen an der ROMONTA Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, der SBC GmbH Software Business Consulting, der ROMONTA Service und Dienstleistungs GmbH und insbesondere an der GERO Solarpark GmbH leisteten erwartungsgemäß einen positiven Beitrag zum Jahresergebnis der ROMONTA. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Produktbereich erfolgen ausschließlich über die Muttergesellschaft. Dabei stehen die Produktentwicklungen und Modernisierung sowie Anpassung der Geschäftsprozesse unter klimaverbessernden und energieeffizienten Gesichtspunkten im Fokus. Aufbauend auf den Erfahrungen mit montanwachsbasierten Produkten, die nach wie vor im Mittelpunkt stehen, wird auch an der Entwicklung neuer Produkte auf Basis ausreichend verfügbarer, vorwiegend nachwachsender Rohstoffe, gearbeitet. Unter dem Nachhaltigkeitsaspekt werden neben unserem fossilen Pflanzenwachs auch zunehmend nachwachsende pflanzliche Wachse in die Produktentwicklungen einbezogen. Parallel dazu arbeitet ROMONTA ständig in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft an einer Optimierung der Gesamtprozesskette zur Montanwachsgewinnung; auch unter Berücksichtigung neuer Produktionsverfahren und Rohstoffquellen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Welt erschüttert und der bereits durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine rasant gestiegenen geopolitischen Unsicherheit eine neue Dimension hinzugefügt. Jenseits der damit verbundenen humanitären Krise hinterlässt der Nahostkonflikt auch dauerhaft Spuren auf das Wirtschaftsgeschehen, nicht nur in der betroffenen Region, sondern auch in Deutschland und der Welt insgesamt. Die geopolitischen Verschiebungen der letzten Jahre werden weiter verschärft mit einer entsprechenden weiteren Fragmentierung der Weltwirtschaft als Folge, was gerade in einem bereits bestehenden inflationären Umfeld und im Vorfeld eines gestiegenen Bedarfs an höherer ökonomischer Sicherheit und Resilienz globaler Wertschöpfungsketten eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft und ein Hindernis für die Erholung der Wirtschaft, sowohl in Deutschland als auch weltweit darstellt. Die unsichere geopolitische und wirtschaftliche Lage bremst die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen aus. Somit bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sich in den kommenden Monaten materialisieren werden, wenngleich die kurzfristigen Volatilitäten in den Märkten überstanden zu sein scheinen. 1 Im abgelaufenen Jahr war ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft mit 3,1 % (Vorjahr: 3,3%) zu verzeichnen. Mit -2,0 % (Vorjahr: 3,3 %) war die Entwicklung des Welthandelsvolumens negativ. Die europäische (0,5 %; Vorjahr 3,5 %) und nationale (-0,3 %; Vorjahr: 1,8 %) Entwicklung des BIP spiegelt diese Entwicklung wider. 2
1 Quelle: Kolev-Schaefer, Galina/ Obst, Thomas/
Puls, Thomas, 2024, Auswirkungen des Nahostkonfliktes auf
die deutsche Wirtschaft, IW- Report, Nr.1, Köln/
Berlin
2.2. GeschäftsverlaufGesamtaussage zum GeschäftsjahrIm Jahr 2023 sah sich ROMONTA erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Ein entscheidender operativer Einflussfaktor auf unsere Geschäftsaktivitäten war das außergewöhnliche Großschadensereignis an unserer Veredlungsanlage im März 2023. Dies führte zu einem Stillstand der Wachsproduktion sowie zu einer angepassten Betriebsführung in den Energieerzeugungsanlagen. Infolgedessen konnten im Schadenszeitraum Kunden nicht mit unseren Produkten beliefert werden. Angesichts des von der Versicherung anerkannten Schadensfalls konnten die wirtschaftlichen Folgen begrenzt werden. Die ursprünglich geplanten Produktionsziele wurden in Konsequenz dessen jedoch nicht erreicht. Die Wiederinbetriebnahme der Wachsproduktion erfolgte nach erfolgreicher Reparatur bereits im Juli 2023. Ungeachtet des Schadensfalls im Bereich der Wachsproduktion war kundenseitig nach der Wiederaufnahme der Wachsproduktion eine ungebrochene starke Nachfrage nach unseren Wachsprodukten zu verzeichnen. Die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Rohstoffen blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil, jedoch bleibt deren Management eine fortwährende Herausforderung. Aufgrund technologischer Rahmenbedingungen im Kraftwerksbereich verzögerte sich nach dem Schadensereignis die Wiederinbetriebnahme des vollständigen Regelbetriebes der Energieerzeugung. Erst im vierten Quartal 2023 wurde die volle Leistungsfähigkeit im Bereich Energie- und Wärmeerzeugung erreicht. Aufgrund dessen konnten im Bereich der Elektroenergieerzeugung die quantitativen Produktions- und Absatzvorgaben im Jahr 2023 nicht erreicht werden. Die Entwicklung des Zertifikatpreises für die Abgabe einer Tonne CO 2 -Äquivalent ist weiterhin politisch geprägt. Dieser hat sich im Laufe des Geschäftsjahres auf einem gleichbleibenden hohen preislichen Niveau eingestellt. Im Rahmen von in Vorjahren abgeschlossenen Markttermingeschäften konnte das durchschnittliche Preisniveau für CO 2 -Zertifikate für das Geschäftsjahr 2023 unterhalb des jahresdurchschnittlichen Spotmarktpreises gesichert werden. Zusätzlich ist aufgrund des Schadensereignisses die erforderliche Menge an CO 2 -Zertifikaten für das Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die Aufwendungen liegen leicht unter den Aufwendungen im Vorjahr und unter unserem Planansatz. Das Unternehmensergebnis in den letzten beiden Geschäftsjahren stellt sich wie folgt dar:
Im Bereich der Umsatzerlöse blieb die Vermarktung unserer Wachserzeugnisse sowie der Elektroenergie mengenseitig aufgrund des Schadensereignisses unter unseren Erwartungen, jedoch konnte dies durch die erhaltene Versicherungsentschädigung abgemindert werden. Die Aufwendungen für die Sicherung von CO 2 -Zertifikaten betrugen im laufenden Geschäftsjahr insgesamt EUR 12,7 Mio. (Vorjahr: EUR 12,9 Mio.). Die aufgrund des Schadensereignisses technologisch bedingte Senkung der Menge an CO 2 -Zertifikaten für das Geschäftsjahr wurde durch die volatile Preisentwicklung am Markt nahezu kompensiert. ROMONTA konnte in Summe dieser Entwicklungen die ursprüngliche EBIT-Planerwartung nicht erfüllen. Aufgrund des Schadenereignisses hat sich eine negative Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Lage des UnternehmensErtragslageDer Umsatz im Berichtsjahr 2023 lag mit EUR 51,9 Mio. unter dem des Vorjahres. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Bereich Wachse generiert. Aufgrund des Schadensereignisses lag der umsatzstarke Montanwachsbereich mengenseitig unter Vorjahresniveau. Im Bereich der Elektroenergievermarktung lag die Entwicklung der Preise deutlich volatil zu den Erwartungen der Branche. Unsere Elektroenergieeinspeisung blieb stillstandsbedingt um 37 % unter unseren Erwartungen. Insgesamt lag das Segment umsatzseitig um 16 % unter dem Vorjahresniveau. Im Bereich der Annahme bergbaufremder Massen setzt sich die Entwicklung des Vorjahres auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fort. Die Umsatzerlöse erfüllten unsere Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte aufgrund angepasster Preise ein Umsatzzuwachs in diesem Segment von insgesamt 14 % erreicht werden. Im Bereich Aufbereitung und Verwertung von Abfällen entsprechen die Umsatzerlöse annähernd unseren Planvorgaben. Die produktionsseitig gesunkene Anlagenverfügbarkeit und die damit einhergehende Verminderung der verwerteten Mengen konnte größtenteils durch höhere, als marktseitig prognostizierte, tatsächlich erzielte Preise ausgeglichen werden. Insgesamt liegt die Betriebsleistung 2023 mit EUR 52,0 Mio. unter der des Vorjahres (EUR 69,5 Mio.). Mit EUR 64,6 Mio. lag der Betriebsaufwand unter dem Vorjahr (EUR 70,1 Mio.). Die Veränderung begründet sich im Wesentlichen durch die proportional zum aufgrund des Schadensereignisses geminderten Umsatz gesunkenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 6,1 Mio. sowie aufgrund der preisbedingten Kostenanstiege im Bereich der Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von ca. EUR 0,6 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. EUR 11,8 Mio. erhöht. Ursächlich sind im Wesentlichen Erträge aus Schadenersatzleistungen der Versicherungen im Rahmen des anerkannten Schadenfalls. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.) positiv. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften zeigen die positiven Entwicklungen neuer Geschäftsaktivitäten der vorangegangenen Jahre. Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich im Zeitverlauf seit 2021 wie folgt dar:
MitarbeiterFür die ROMONTA waren zum 31. Dezember 2023 ohne Auszubildende sowie ohne Geschäftsführung 216 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 239). Das zentrale Anliegen im Personalbereich liegt weiterhin auf dem Gebiet des Personalrecruitings. Aus diesem Grund haben die Rekrutierung von Fachkräften und der Wettbewerb um qualifiziertes Personal die Personalstrategie des Unternehmens im Jahr 2023 maßgeblich beeinflusst. Angesichts der demografischen Entwicklungen setzen wir aktiv Maßnahmen um, um unseren zukünftigen Bedarf an Fachkräften zu decken. Im vergangenen Jahr haben wir verstärkt auf Marketing und Werbung gesetzt, um diesen Prozess öffentlichkeitswirksam zu unterstützen. Unser Ziel bleibt es, als attraktiver, zukunftsorientierter und zuverlässiger Arbeitgeber in der Region Mansfeld-Südharz wahrgenommen zu werden. ROMONTA bietet die Möglichkeit, sowohl eine klassische Ausbildung als auch ein duales Studium zu absolvieren. Im Jahr 2023 haben ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vier Auszubildende eine Ausbildung begonnen, sodass aktuell 18 Auszubildende eine Ausbildung wahrnehmen. Zudem hat sich ROMONTA im laufenden Geschäftsjahr aktiv an verschiedenen regionalen Berufsorientierungsveranstaltungen beteiligt und verschiedene Formate genutzt, um Schulen und Ausbildungspartnern Informationen über die Ausbildungsangebote des Unternehmens zu vermitteln. NachhaltigkeitDie ROMONTA ist ein diversifizierter Unternehmensverbund, fokussiert auf Innovation und Nachhaltigkeit. Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen, der Schutz der Umwelt, die nachhaltige Wiederherstellung der Landschaft sowie ein offener Dialog mit unseren Stakeholdern gehören dabei zu den Grundsätzen unseres Handelns. Wir fördern die Vielfalt und Potenziale unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023 hat die ROMONTA erstmalig eine Bewertung ihrer Nachhaltigkeitsleistung durch Dritte vornehmen lassen. Hierbei hat die ROMONTA am Ratingprozess der Gesellschaft EcoVadis teilgenommen und ein positives Rating erhalten. Finanzlage- und VermögenslageDie Steuerung der Finanz- und Vermögenslage der ROMONTA hat das Ziel, sowohl die eigene als auch die Liquidität der Konzerngesellschaften nachhaltig sicherzustellen und den erforderlichen Finanzierungsbedarf kostengünstig zu decken. Die Finanzlage ist durch die langfristigen Rückzahlungsverpflichtungen aus Kreditverbindlichkeiten (Investitionskredite und Betriebsmittelkredite) geprägt. Das Liquiditätsmanagement ist darauf ausgelegt, die Zahlungsfähigkeit jederzeit sicherzustellen. Die ROMONTA ist sowohl im Bereich der Finanzierungsinstrumente als auch im Anlagegeschäft konservativ tätig und hat weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart spekulative Finanzinstrumentarien eingesetzt. Dies ist auch künftig nicht beabsichtigt. Unternehmensspezifischer Cashflow
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 16,2 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) erwirtschaftet. Ursächlich hierfür ist die bereits erläuterte EBIT- und Ergebnisentwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt EUR 3,5 Mio. sowie in das Finanzanlagevermögen in Höhe von EUR 10,4 Mio. getätigt, welche aus dem laufenden Cashflow finanziert wurden. Die planmäßigen Darlehenstilgungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,0 Mio. wirken entlastend auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wesentlich gekennzeichnet durch die planmäßige Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,6 Mio. sowie durch die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 6,5 Mio. Vom Finanzmittelbestand standen am Bilanzstichtag EUR 1,4 Mio. nicht für das laufende Geschäft zur Verfügung. Diese sind als Sicherheit hinterlegt für eine Bürgschaft (EUR 5,0 Mio.) gegenüber dem Landesamt für Geologie und Bergwesen. VermögenslageDie Vermögenssituation der ROMONTA ist geprägt durch das Sachanlagevermögen und die Finanzanlagen, welche durch die Finanzierungsfunktion für Tochtergesellschaften beeinflusst sind. Gegenüber dem Vorjahr sind die Forderungen um ca. EUR 0,5 Mio. - resultierend im Wesentlichen aus der Minderung der sonstigen Vermögensgegenstände um ca. EUR 1,4 Mio. sowie der Erhöhung der Forderungen gegen die Konzernmuttergesellschaft um ca. EUR 0,8 Mio.- gesunken. Das Vorratsvermögens ist in Höhe von ca. EUR 5,7 Mio. gesunken, im Wesentlichen durch die Abnahme des Bestandes an produktionsseitig erforderlichen CO 2 -Zertifikaten in Höhe von ca. EUR 5,2 Mio. geprägt. Das Eigenkapital der Gesellschaft, die Kreditverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Anlagevermögen und die Rückstellungen stehen diesen passivisch gegenüber. Am Bilanzstichtag ist das Unternehmen zu ca. 55 % durch Eigen- und ca. 45 % durch Fremdkapital finanziert. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,2 Mio. gesunken. InvestitionenDie Investitionstätigkeit von ROMONTA umfasst zur Sicherstellung der Produktionsbereitschaft notwendige Ersatzinvestitionen in unsere Anlagen. Parallel dazu werden Investitionen im Umweltbereich notwendig, um den sich hier verändernden Anforderungen Rechnung zu tragen. Im operativen Bereich wurden im Jahr 2023 im Wesentlichen Infrastrukturmaßnahmen, wie die Ertüchtigung der werkseigenen Gleisanlagen und die Erweiterung von Lagerflächen umgesetzt. Ebenfalls wurde mit der Projektierung einer neuen Wachsextraktionsanlage begonnen. Diese wird die nach dem Schadenereignis notreparierte Anlage ersetzen. Aufgrund der langfristigen Bau- und Lieferzeiten für diese spezielle ROMONTA-Anlage wird die Montage und Einbindung voraussichtlich Ende 2024 erfolgen. ROMONTA investierte 2023 circa 3,5 Mio. Euro in moderne Technik, den Umweltschutz sowie strategische Projekte. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. Prognosebericht - AusblickDurch die in Folge der angespannten geopolitischen Lage deutlich geminderten Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland im Jahr 2023 wird für das Jahr 2024 lediglich ein leichter Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland in Höhe von 0,9 % sowie eine deutliche Senkung der Inflation mit einer Rate von 2,3 % (Vorjahr 5,4 %) erwartet. 3 Nach aktueller Einschätzung erwarten wir für 2024 im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr aufgrund der nach dem Schadenereignis notreparierten Anlage, einen spürbaren Anstieg der Umsatzerlöse. Diese resultieren insbesondere aus den Bereichen Wachse und Elektroenergie. Kostenseitig gehen wir im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 von weiter steigenden Personalaufwendungen aus. Die Aufwendungen für Rohstoffe und Grundmaterial werden proportional zur erhöhten Produktionsmenge erwartungsgemäß steigen. Signifikante Preisanstiege im EU-Emissionshandelssystem können nur bedingt durch Preisanpassungen unserer Produkte kompensiert werden. Bereits abgeschlossene Handelsgeschäfte für CO 2 -Zertifikate zukünftiger Verbräuche sichern feste Konditionen im Preisbereich. ROMONTA arbeitet weiterhin verstärkt daran, alternative Lösungen zu entwickeln, die die Herstellung der Produkte im Wachssegment unabhängig von der Entwicklung der CO 2 -Zertifikate-Preise machen. Wir erwarten für 2024 ein positives Jahresergebnis, dass deutlich über dem Niveau des Jahres 2023 liegt, sofern weder marktseitige Einflüsse oder Auswirkungen durch die angespannte geopolitische Lage noch die energiemarktseitig geplanten Erträge und die geplanten Aufwendungen CO 2 -seitig signifikant von unseren Planansätzen abweichen. Der Liquiditätsbedarf ist unseren Planungen zufolge für das Jahr 2024 und auch für die kommenden Geschäftsjahre gesichert. 3.2. RisikoberichtIm Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Marktanalysen, unseren eigenen Produktionsrisiken und den relevanten Kosten- und Erfolgsfaktoren. Auf dieser Basis werden systematisch Risiken in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. So lassen sich Gefahrenpotenziale frühzeitig minimieren. Im Folgenden werden die wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken der nächsten fünf Jahre erläutert. ProduktionsrisikenDie Bereitstellung hochwertiger Rohbraunkohle ist das Herzstück unserer Montanwachsherstellung. Die Versorgung der Veredlungsprozesse mit ausreichender und qualitativ optimaler Rohbraunkohle steht dabei im Mittelpunkt der Risikobetrachtung. Unterschiedliche Kohlequalitäten können zu unterschiedlichen Wachsausbeuten führen. Unsere jahrelange Erfahrung erlaubt es uns, den Naturrohstoff Kohle bestmöglich für den Extraktionsprozess zu konfigurieren. Außerhalb der eigenen Bereitstellung von Braunkohle werden kontinuierlich alternative Braunkohlen auf ihre Eignung für unseren Produktionsprozess untersucht. ROMONTA kann hier auf eine Vielzahl von Untersuchungen zurückgreifen. Im Bedarfsfall ist es möglich, eine Unabhängigkeit vom eigenen Tagebau zu gewährleisten. Um eine hohe Anlagenverfügbarkeit in allen Produktionsbereichen sicherzustellen, erfolgt ein planmäßiges, vorausschauendes Instandhaltungsregime sowie ein intensives Auseinandersetzen mit den technologisch bedingten Stillständen. Ungeachtet dessen besteht ein inhärentes Risiko, dass ein vorübergehender Ausfall von kritischen Anlagenteilen zu zeitweiligen Produktionsausfällen einzelner Produkte führen kann. MarktrisikenZur Sicherung unserer Marktposition werden die Bedürfnisse der Kunden ständig hinterfragt und unsere Produkte entsprechend weiterentwickelt. Die Lieferfähigkeit qualitäts- und termingerecht sicherzustellen ist eine unserer Hauptaufgaben. Der Ausfall eines oder mehrerer Kunden könnte die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen. Eine aktive Marketingarbeit der ROMONTA Holding GmbH sichert dazu das langjährige Kundenportfolio in den unterschiedlichen Anwendungsgebieten unserer Produktpalette. Gleichzeitig werden ständig neue Märkte erschlossen, die nachhaltig weitere Anwendungs- und Liefermöglichkeiten aufzeigen. Auswirkung der angespannten geopolitische Lage infolge des russischen Angriffskrieges und des Nahostkonfliktes auf die zukünftige Verfügbarkeit von Rohstoffen oder die Auswirkung auf Lieferketten allgemein lassen sich aktuell nicht abschließend beurteilen. Insgesamt ist mittelfristig von negativen Auswirkungen auf die weltweite Konjunkturentwicklung auszugehen. Die Sicherung der notwendigen Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe für unsere Prozesse stehen im Zentrum unseres Rohstoffmanagements. Neue Lieferwege und Quellen werden permanent untersucht, so dass aktuell keine Engpässe bestehen und auch nicht erkennbar sind. Rechtliche RisikenROMONTA unterliegt den Regelungen des Bundesberg- und weiterer Gesetze und Auflagen, die beim Betrieb des Tagebaus und der Veredlungsanlagen zu beachten sind. Langfristige Planungssicherheit ist daher wichtig. Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen lassen diesbezüglich momentan keine Risiken erkennen. Die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für alle ROMONTA zugehörigen Produktionsanlagen, einschließlich der Investitionen sind gegeben und lassen keine Risiken erkennen. Bezüglich der aktuellen Gesetzgebung im Energiebereich unterliegen die rechtlichen Vorgaben unserer permanenten Kontrolle. FinanzrisikenDas Unternehmen ist mittelfristig zu marktgerechten Konditionen durchfinanziert und verfügt über eine gute Eigenkapitalquote. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mittel- und langfristige Investitionskredite. Für die Investitionskredite wurden fixe Zinskonditionen für die nächsten fünf Jahre sowie teilweise darüber hinaus vereinbart, sodass ein steigendes oder sinkendes Zinsniveau weder positive noch negative Auswirkungen hätte. Auslaufende Zinsbindungen werden rechtzeitig zu marktgerechten Konditionen weitergeführt. Mögliche Risiken aus Finanzinstrumenten beschränken sich bei der Gesellschaft auf den Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten, die überwiegend aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft resultieren. Besondere Ausfallrisiken in Höhe der Buchwerte von Forderungen und Liquiditätsrisiken bei Verbindlichkeiten bestehen aufgrund des Mahnwesens und des Liquiditätsmanagements nicht. Grundlage der Liquiditätsplanung und -bereitstellung bildet ein internes Berichtssystem, aus dem der aktuelle und zukünftige Liquiditätsbedarf ersichtlich wird. Die langfristige Finanzplanung wird dabei durch eine revolvierende Finanzplanung über einen Zwölfmonatszeitraum ergänzt. Langfristige, auf die Geschäftsentwicklung abgestimmte Rückzahlvereinbarungen der Kreditverbindlichkeiten lassen unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen eine stabile Liquiditätsentwicklung erwarten. Unternehmensstrategische RisikenUnternehmensstrategische Risiken können daraus resultieren, dass möglicherweise die Erwartungen, die wir in interne Projekte sowie in Akquisitionen gesetzt haben, nicht erfüllt werden. Die dabei getätigten Investitionen könnten sich möglicherweise nicht amortisieren. Des Weiteren können einzelne Projekte durch nicht vorhersehbare Ereignisse verzögert oder sogar gestoppt werden. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfassenden Projektmanagement. Der Begrenzung dieser Risiken dienen insbesondere Wirtschaftlichkeitsberechnungen in der Prüfungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsphase, gegebenenfalls unter Einbindung externer Berater. Projekttransparenz und -steuerung werden durch unsere Steuerungs- und Controllingsysteme unterstützt. 3.3. ChancenberichtUnternehmerisches Handeln besteht aber auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Frühzeitig und regelmäßig identifizieren, analysieren und nutzen wir Chancen in den einzelnen Unternehmensbereichen. Dies ist ein elementarer Bestandteil unserer Strategie. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Marktanalysen und den relevanten Kosten- und Erfolgsfaktoren. Auf dieser Basis werden systematisch Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. So lassen sich Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen in den folgenden Geschäftsjahren beschrieben. Produktion und MarktWir verfolgen die Strategie Montanwachs langfristig und in Zukunft nahezu CO 2 neutral zu produzieren. Die Erprobung der Möglichkeit zur Verbringung extrahierter Resttrockenkohle in den Tagebau Amsdorf, um die zwangläufig im Montanwachsgewinnungsprozess anfallende Restkohle nicht mehr thermisch verwerten zu müssen, wurde im Jahr 2023 fortgeführt und zeigt positive Ergebnisse. Zusammen mit der geplanten Einstellung der thermischen Verwertung der Restkohle stellt dies einen wesentlichen Schritt zu einer zukünftig CO 2-neutralen Montanwachsproduktion dar. Parallel dazu treiben wir intensive Untersuchungen alternativer Rohstoffquellen weltweit voran, um eine langfristige und zuverlässige Produktion von Montanwachs zu sichern. LogistikROMONTA betreibt eine aktive Standortpolitik mit dem Ziel, am Standort Amsdorf bestehende Geschäftsfelder auszubauen und zukunftsweisende neue Projekte zu entwickeln. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft umgesetzt. Im Rahmen der wirtschaftlichen Nachnutzung der Bergbaufolgelandschaft wird ein Logistikkonzept im Bereich Ver- und Entsorgung verfolgt. Unter anderem wird die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mit dem Ziel fortgesetzt, die Logistik weiter auf die Schiene zu verlagern. Dies trägt in Zukunft in wesentlichem Maße zur Senkung der CO 2 -Emissionen am Standort Amsdorf bei. Unternehmensstrategische ChancenDie ROMONTA ist ein diversifizierter Unternehmensverbund, fokussiert auf Innovation und Nachhaltigkeit. Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen, der Schutz der Umwelt, die nachhaltige Wiederherstellung der Landschaft sowie ein offener Dialog mit unseren Stakeholdern gehören dabei zu den Grundsätzen unseres Handelns. Wir fördern die Vielfalt und Potenziale unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seegebiet Mansfelder Land, den 26. März 2024 Christian Jäschke, Geschäftsführer Hans-Marcus Knoll, Geschäftsführer Angabe gem. § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB über die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023In der Gesellschafterversammlung vom 07.05.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Angabe gem. § 325 Abs 1b HGBDer zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.139.139,05 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ROMONTA GmbH, Seegebiet Mansfelder Land:PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ROMONTA GmbH, Seegebiet Mansfelder Land, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROMONTA GmbH, Seegebiet Mansfelder Land, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 26. März 2024 AUDITA
Treuhand GmbH & Co. KG
G. Gaedecke, Wirtschaftsprüfer |
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