Klara Apotheke e. Kfr.
Selbe AdresseEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Neurohr seit 19.7.2023 | Prokura |
Dirk Plenter seit 19.7.2023 | Prokura |
Tobias Dipl.-Ing. Krüer seit 31.8.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
St. Franziskus-Stiftung | 98.00% |
| 2.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 80.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FACT GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die FAC'T GmbH hat ihren Sitz in Münster und wird beim Registergericht Münster (HRB 5901) geführt. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von technischen Leistungen, Serviceleistungen und Managementleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, aber auch für andere gemeinnützige, kommunale und gewerbliche Auftraggeber. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres. Die FAC'T GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die FAC'T GmbH ist ein Verbundunternehmen der St. Franziskus-Gruppe, in der alle Gesellschaften zusammengefasst sind, an denen die St. Franziskus-Stiftung, Münster, mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Anteile hält. Diese Unternehmen werden im vorliegenden Abschluss als verbundene Unternehmen ausgewiesen. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über 1 bis 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter von € 250,00 bis € 800,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Leistungen erfolgt zu (anteiligen) Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten wurden dabei mit Material- und Fertigungseinzel- bzw. -gemeinkosten bemessen. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit eingezogen. Bestandsrisiken wurden angemessen berücksichtigt. Dem Risiko von Wertminderungen durch Ungängigkeit bzw. aus der Altersstruktur wurde durch Abwertungen Rechnung getragen. Die ebenfalls im Vorratsvermögen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt. Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Es ist in voller Höhe eingezahlt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen aus Einstandsverpflichtungen gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln, erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Projected- Unit-Credit Method. Es ist ein Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HBG von 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,78 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung gekommen. Der Berechnung liegt eine Schätzung des Inflationsausgleichs laufender Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde. Bei der Berechnung mit einem 7-jahresdurchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) der Deutschen Bundesbank, würde sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von 366 T€ ergeben. Der sich somit ergebende Mehrbetrag in Höhe von 5 T€ unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Rückstellungen für Jubiläen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden pauschal mit einem Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläen wurden branchenübliche Fluktuationsabschläge sowie eine Einkommenssteigerung von 2,0 % p. a. unterstellt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 41 T€ (Vorjahr: 40 T€) ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.892 T€ (Vorjahr: 3.300 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem Verbindlichkeitenspiegel hervor. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Miet- und Pachtforderungen besichert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 21 T€ (Vorjahr 359 T€) Erträge enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 372 T€) Aufwendungen enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Innerhalb der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuernachzahlungen betreffend Vorjahre in Höhe von 10 T€ (im Vorjahr Steuererstattungen in Höhe von 6 T€) enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1 Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM., MBA, Ibbenbüren Jan Rasmus, Hamburg, (seit 01.07.2023). Bezüglich der Angaben der Vergütung der Geschäftsführung wurden die Ausnahmeregelungen des § 286 Abs. 4 HGB angewendet. 5.2 Haftungsverhältnisse Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschland in Köln (KZVK). Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht. Da weder der notwendige Erfüllungsbetrag noch der beizulegende Zeitwert des Vermögens der KZVK Köln zugänglich ist, wurden zur Ermittlung der auf die Gesellschaft entfallenden finanzökonomischen Deckungslücke als bester Schätzwert die zu erwartenden Angleichungsbeiträge, die bis 2026 erhoben werden, herangezogen. Demnach betrug die Deckungslücke am 31. Dezember 2023 248 T€ (Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB). Aufgrund eines Rahmenkreditvertrages bei der Volksbank im Münsterland e.G., Münster, mit der FAC'T GmbH, Münster, der FAC'T IT GmbH, Bremen, der FACT RS GmbH, Münster sowie der FAC'T GS GmbH, Münster, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung über maximal € 3 Mio. Der Kredit wurde zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.040.962,49 € in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nach derzeitigem Kenntnisstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FACT-Gesellschaften unwahrscheinlich. 5.3 Beteiligungen Die Gesellschaft ist im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB an folgenden Unternehmen beteiligt:
5.4 Arbeitnehmer Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 520 MitarbeiterInnen (Kopfzahl), Vorjahr 514 MitarbeiterInnen, beschäftigt. 5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen mit Dritten ergeben sich künftige Verpflichtungen in Höhe von 2.535 T€, davon sind 761 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 201 T€, davon sind 174 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus bestehen künftige Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 1.574 T€, davon sind 628 T€ innerhalb eines Jahres fällig. 5.6 Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 11 T€. Es entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. 5.7 Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, sind die St. Franziskus- Stiftung Münster, Münster, und die medical ORDER instruments GmbH, Ahlen. 5.8 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Münster, den 23.08.2024 gez. Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM., MBA gez. Jan Rasmus Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der FAC'T GmbH, Münster1. Grundlagen des UnternehmensAls FAC'T Gruppe übernehmen wir die Verantwortung für alle Leistungen des Facility- Management im Gesundheitswesen. Unser Spektrum reicht dabei von Beratung und Planung über die Erstellung bis zum Betrieb und Service einzelner Bausteine und kompletter Infrastrukturen. Mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen unsere Kunden Tag für Tag in den Bereichen Gebäude und Technik, IT, Reinigung, Gastronomie, Dokumentation und Beratung. Die FAC'T GmbH ist im Bereich Facility-Management ein Dienstleister für das technische, infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudemanagement. Dazu zählen u.a. die Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik, Fördertechnik, Hygieneberatung, Schreibdienste zur medizinischen Dokumentation, Arbeitssicherheit und Brandschutz sowie Energie- und Umweltmanagement. Darüber hinaus erbringt die FACT GmbH ganzheitliche strategische Beratungs-, Baumanagement- und Projektmanagementleistungen und übernimmt vollständig die medizintechnische Prozess- und Geräteplanung für ihre Kunden. Die FAC'T GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft im Jahr 2023 war von der nachlassenden Erholung von der Corona- Pandemie sowie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den damit einhergehenden Auswirkungen geprägt. Zudem haben straffere geldpolitische und finanzielle Rahmenbedingungen das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Insgesamt mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2. Da die Kunden zum überwiegenden Teil aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stammen, ist die Umsatzentwicklung und das Geschäftsmodell der Gesellschaft unmittelbar und in hohem Maße von den branchenspezifischen und gesundheitspolitischen Entwicklungen betroffen, die nachfolgend dargestellt werden. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag per Dezember 2023 um 214.000 oberhalb des Vorjahresmonats 3. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit haben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten drei Quartalen 2023 mit einem Defizit von rund 1,0 Milliarde Euro abgeschlossen. Die Finanzreserven der Krankenkassen beliefen sich Ende September 2023 auf rund 9,3 Milliarden Euro. 4 Der Gesundheitsfonds, der Anfang des Jahres noch über eine Liquiditätsreserve von rund 12,0 Milliarden Euro verfügte, lag Ende September mit rund 6,9 Milliarden Euro im Minus. Ein Teil des Defizits resultiert dabei aus einer Maßnahme des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Im Zuge des Gesetzes wurden durch die Absenkung der Obergrenze der Liquiditätsreserve zusätzliche Mittel an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen zu stabilisieren. 5
1 BMWK, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf
niedrigem Niveau, Berlin, 2023.
Das aktuelle Krankenhaus-Barometer zeichnet ein dramatisches Bild der wirtschaftlichen Lage deutscher Krankenhäuser. Demnach erwarten fast 80 Prozent der Krankenhäuser für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Zudem gehen 71 Prozent der Krankenhäuser mit Blick auf das Jahr 2024 von einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. 6 Die Gründe, für die sich weiter verschlechternde Lage sind vielfältig und umfassen neben dem Fachkräftemangel und den inflationsbedingt steigenden Preisen auch weiterhin bestehende stationäre Leistungseinbrüche. Dazu kommen Unsicherheiten bei der zukünftigen Finanzierung und ein damit einhergehender Investitionsstau in vielen Einrichtungen. Kurzfristige Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage durch den Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft im Zuge der geplanten Krankenhausreform erwarten die Krankenhäuser mehrheitlich nicht. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Entlastungseffekte erst ab 2028 eintreten. Vor dem Hintergrund der insgesamt sehr angespannten Lage rechnen die deutschen Krankenhaus-Manager zudem mit massenweisen Klinikschließungen und einer deutlichen Verdichtung der Kliniklandschaft in den nächsten zehn Jahren. 7 2.2 Geschäftsverlauf Auch im Geschäftsjahr 2023 haben die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die inflationsbedingten Kostensteigerungen ihre Spuren hinterlassen und den Geschäftsbetrieb der FAC'T GmbH belastet. Weiterhin überdurchschnittliche krankheitsbedingte Personalausfälle und ein angespannter Personalmarkt, aufgrund dessen viele Stellen nicht besetzt werden konnten, führten dazu, dass die Mitarbeitenden auch im Jahr 2023 stark belastet waren. Personal- und Fachkräftemangel führte auch bei für den Betrieb der FACT benötigten Fremdleistungen zu weiteren Kostensteigerungen, die nicht durch Preisanpassungen gegenüber den Krankenhauskunden kompensiert werden konnten. Die resultierenden wirtschaftlichen Herausforderungen wie auch spartenbezogene Lieferengpässe mit den damit verbundenen Verzögerungen prägten den Geschäftsverlauf 2023. Die zuvor beschriebene, Unsicherheit und der wirtschaftliche Druck der Krankenhäuser wirkten sich spürbar negativ auf den Auftragseingang aus. Zwei Förderprogramme des Landes NRW verbesserten zwar die Erlösmöglichkeiten, führten aber durch eine zeitliche Umsetzungsverpflichtung bis zum Jahresende 2023 gerade im 3. und 4. Quartal zu einer maximalen Belastung der Technik- und Planungsbereiche.
6 DKGEV Pressemitteilung; Lage der
Krankenhäuser so schlecht wie noch nie - Insolvenzen
steuern 2024 auf Rekordhoch zu, Berlin, Dezember 2023.
Im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten wurden Arbeitstreffen auch in Verbindung mit teamfördernden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des positiven Betriebsklimas und der Motivation durchgeführt. Insgesamt kann die FAC'T GmbH unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen, von Herausforderungen geprägten Rahmenbedingungen auf ein sehr anspruchsvolles, und im Ergebnis gutes Geschäftsjahr zurückblicken. 2.3 ErtragslageIn 2023 wird ein Jahresergebnis von + 301 T€ ausgewiesen. Die Erwartungen des Wirtschaftsplanes wurden damit erreicht. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten setzt sich das Ergebnis wie folgt zusammen:
* aus rechentechnischen Gründen können
in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die dargestellte Ertragslage: Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 51.444 T€ (Vorjahr 51.575 T€) und liegen damit nahezu konstant auf Vorjahresniveau (-131 T€ bzw. -0,3 %). Sie entfallen mit einem Anteil von rund 80 % (Vorjahr 82 %) auf konzernverbundene Unternehmen der St. Franziskus-Gruppe. Die Umsatzerlöse mit konzernverbundenen Unternehmen der St. Franziskus-Gruppe haben sich um 797 T€ vermindert. Der Rückgang ist insbesondere auf die Regieerlöse (- 1.880 T€) bei gleichzeitig gestiegenen Projekterlösen (+ 1.420 T€) zurückzuführen. Ursächlich für die, Entwicklung der Umsatzerlöse sind rückläufige Leistungen z.B. aufgrund der Einführung von Spracherkennungssystemen im Schreibdienst, wobei erwähnte Förderprogramme des Landes NRW in technischen Bereichen zu Projekterlösen führten. Die Umsätze gegenüber Dritten haben sich um insgesamt 668 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht und entfallen im Wesentlichen auf Projekterlöse, die durch gewonnene Neukunden in den technischen Bereichen und in der Beratung erzielt werden konnten. Die Materialaufwendungen entwickelten sich neben erwarteten Preissteigerungen proportional zu den Regieerlösen insgesamt rückläufig. Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf 35 % (Vorjahr 37 %). Der Aufwand im Personalbereich erhöhte sich um 152 T€ bzw. 0,6 % auf 25.881 T€. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personaleinsatz um 1,41 Vollkräfte (VK) gesunken. Der Rückgang des Personaleinsatzes wurde durch Lohnkostensteigerungen leicht überkompensiert, sodass sich daraus ein leichter Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ergibt. Für alle Mitarbeitenden wird eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt € 3.000 je Vollkraft gezahlt; der Ausweis der Aufwendungen in Höhe von T€ 1.235 erfolgt im neutralen Ergebnis. Die Vollkräftezahl (VK) liegt damit unterhalb der geplanten Entwicklung (Planwert 476,30 VK), da geplante Stellen zum Teil nicht besetzt werden konnten. Die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Vollkraft belaufen sich insgesamt auf 58 T€ (Vorjahr 58 T€). 2.4 Vermögens- und FinanzlageIn der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögens- und Kapitalposten der Bilanz zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt:
* aus rechentechnischen Gründen können
in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
* aus rechentechnischen Gründen können
in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Überdeckung langfristiger Vermögenswerte durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel in Höhe von 2.810 T€ (Vorjahr 3.837 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Ausweis eines in 2024 endfällig zu tilgendes Darlehen in Höhe von 1.000 T€ innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Die betriebswirtschaftlich wünschenswerte Übereinstimmung von Kapitalüberlassungs- und Kapitalbindungsfristen ist zum Bilanzstichtag weiterhin gegeben. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 29,6 % (Vorjahresstichtag 32,6 %). In 2023 wurden Investitionen in Höhe von 793 T€ durchgeführt; sie betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen, betriebstechnische Ausstattungen, Fuhrpark sowie Einrichtungen und Ausstattungen im IT-Bereich. Darüber hinaus wurde die Beteiligung an der MEDIPLAN Krankenhausplanungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, durch Kauf eines Geschäftsanteils auf 80,0 % aufgestockt. Für die getätigten Investitionen wurde im Jahr 2023 kein zusätzliches Fremdkapital aufgenommen. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft zeigte im Geschäftsjahr insgesamt eine stabile Entwicklung. Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.830 T€ als Saldo aus dem positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+ 4.591 T€) sowie dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (- 711 T€) und aus der Finanzierungstätigkeit (- 50 T€) erhöht. Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine kurzfristige Liquiditätslücke von - 393 T€ (Liquidität II. Grades). Zur Finanzierung steht ein Rahmenkreditvertrag für die FAC'T GmbH, Münster, die FAC'T IT GmbH, Bremen, die FACT RS GmbH, Münster, sowie die FAC'T GS GmbH, Münster, in Höhe von € 3 Mio. zur Verfügung. Diese wurde von der FAC'T GmbH zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzt. Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen. 2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie FAC'T GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und Jahresergebnis heran. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Personalentwicklung und Personalqualifikation von Bedeutung. Zu den Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie zu den Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr verweisen wir auf die Kommentierungen im Wirtschafts- und Prognosebericht. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 2.052 T€ erzielt. Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der FACT GmbH durchschnittlich insgesamt 520 MitarbeiterInnen (Vorjahr: 514) beschäftigt. Hinsichtlich der Leistungsentwicklung und des Personaleinsatzes (Vollkräfte) verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 2.3 Ertragslage. 3. Chancen-/ Risiko- und PrognoseberichtDas Risikomanagementsystem der FAC'T GmbH ist auf die Identifizierung möglicher Chancen und Risiken ausgerichtet. Die stetige und systematische Überwachung der Entwicklungen trägt zur frühzeitigen Erkennung bei und ermöglicht eine zeitnahe Reaktion. Die Geschäftsführung der Gesellschaft berichtet im monatlichen Rhythmus insbesondere zur Geschäftsentwicklung, zur Ertrags- und Liquiditätslage, sowie zu Qualitätsindikatoren an die Konzernmutter. Chancen aus der Zugehörigkeit zur St. Franziskus Gruppe Die FAC'T GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster. Die St. Franziskus-Stiftung Münster verfügt über umfassende Erfahrung im Management von Krankenhäusern auch im wettbewerbsintensiven Marktumfeld und hat in verschiedenen Regionen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen miteinander vernetzt. Die Stiftung unterstützt ihre Einrichtungen vor Ort und steht mit ihrer fachlichen Expertise zur Verfügung. Es werden zentrale Kompetenzen vorgehalten, die die Einrichtungen in den immer komplexer werdenden Handlungsfeldern im Gesundheitswesen beraten und unterstützen. Ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung einer regionalen Gesundheitsversorgung ist die Etablierung von durchgängigen sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen. Die FAC'T GmbH ist eingebettet in eine regionale Versorgungsstruktur mit den Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung Münster und externen Partnern. Zwischen den Einrichtungen des Konzernverbunds wird ein intensiver fachlicher Austausch gepflegt, Wissen geteilt sowie gemeinsame Angebote und zukunftsweisende Projekte entwickelt. Chancen aus der Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien Die FAC'T GmbH verbessert kontinuierlich die digitale Infrastruktur und die Prozessabläuf unter anderem durch die Einführung digitaler Workflows Die Maßnahmen sind eingebettet in die Digitalisierungsstrategie der St. Franziskus-Stiftung Münster. Im Vordergrund steht bezüglich des Aufgabenspektrums der FAC'T GmbH hierbei die Verbesserung der Patientenversorgung, die Stärkung der regionalen und intersektoralen klinischen Zusammenarbeit, die Erhöhung der IT-Sicherheit und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten bei der Cybersicherheit. Neben der Verbesserung der Dienstleistungsqualität können Effizienzgewinne realisiert werden, die sich auch wirtschaftlich positiv auswirken. Risiken aus Marktentwicklungen Die deutschen Krankenhäuser befinden sich in der Post-Corona-Pandemie-Phase. Insbesondere ist nicht abzusehen, inwieweit die Krankenhäuser ein mit 2019 vergleichbares Leistungsniveau nachhaltig wieder erreichen können. Die damit verbundenen Erlösrisiken der Krankenhäuser können sich negativ auf die Dienstleistungen der FAC'T GmbH auswirken. Die Folgen des Ukraine- sowie des Nahost-Krieges wirken sich weiterhin auf den Markt und die Konjunktur aus. Folgen sind neben beeinträchtigten Lieferketten insbesondere die inflationsbedingten Preissteigerungen. Die Einrichtungen im Gesundheitswesen sind auf die Unterstützung des Staates angewiesen, da sie den Preis für ihre Leistungen ihrerseits nicht beeinflussen können. Indirekte Risiken aus der Krankenhausfinanzierung und Krankenhausreform Im Land Nordrhein-Westfalen findet derzeit die Verfahrensumsetzung einer neuen Krankenhausplanung statt, die auf einer neuen Planungssystematik aufbaut. Ziel ist eine bedarfsorientiere Planung, die sich an medizinischen Leistungsgruppen orientiert und für jede Leistungsgruppe Struktur- und Qualitätskriterien definiert. Da die Folgen dieser Krankenhausreformen aktuell nicht einzuschätzen sind und von Bund und Ländern unterschiedlich bewertet werden, stocken die Gesetzgebungsverfahren derzeit. Da der finanzielle Druck auf die Krankenhäuser währenddessen weiter zunimmt, aber kein entsprechender Ausgleich in Sicht ist, ist davon auszugehen, dass sich die Krankenhauslandschaft deutlich verändern und die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland spürbar sinken wird. Ein akutes Thema der Krankenhausfinanzierung ist die angestrebte Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen. Die Krankenhäuser sind gefordert, auf diese Situation zu reagieren und einen Mix aus der Erweiterung ihrer ambulanten Versorgungsstrukturen und der Akquirierung zusätzlicher stationärer Fälle zu entwickeln, um die freiwerdenden stationären Ressourcen auszulasten. Dies führt zu einem weiter steigenden Wettbewerb und Investitionsbedarfen bei den Krankenhäusern. Risiken aus dem Personalbereich Neben dem o.g. Risiko, besteht weiterhin ein verschärfter Wettbewerb um Fachkräfte. Um dieser Mangelsituation entgegenzuwirken, hat die FAC'T GmbH die Personalakquise und Mitarbeiterbindung weiter professionalisiert und hierzu verschiedene Instrumente eingeführt und umgesetzt, zu diesen zählen beispielsweise Firmenfitness, Jobrad, Jobroller, Jobticket, betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Altersvorsorge, Teambuilding, Exercitien. Auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf können gezielte Maßnahmen gegenüber den Wettbewerbern entscheidende Vorteile bieten. Hierdurch können zudem Mitarbeitende zurück in eine Tätigkeit gebracht werden, die aufgrund fehlender Berücksichtigung familiärer Anforderungen bisher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden haben. Die FAC'T GmbH hat beispielsweise folgende Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf etabliert: Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitregelungen, Urlaub kaufen, Sabbatical. Flankiert werden diese Maßnahmen durch den Aufbau der FACT Akademie für gezielte interne Weiterbildungsprogramme sowie einer zentralen Abteilung für Personalentwicklung, Personalmarketing und -recruiting in Verbindung mit der Ausweitung der internationalen Personalakquise. Darüber hinaus hat sich die FAC'T GmbH erfolgreich als interessanter und umfangreicher Ausbildungsbetrieb positioniert und erhielt im Jahr 2023 die Auszeichnung "Best place to learn" als Top Ausbilder. Cyberrisiken Das Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kommt in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023 zu dem Ergebnis, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist wie nie zuvor. Die Cyberattacken richten sich dabei gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen sowie auch gegen Krankenhäuser, staatliche Institutionen und Kommunen. Die Zeit, in denen Einrichtungen des Gesundheitswesens aus ethischen Überlegungen nicht attackiert wurden, ist vorbei. Wichtig ist daher, dass alle Akteure im Gesundheitswesen ihre Kompetenz zur Cyberabwehr stärken und die Awareness aller Mitarbeitenden erhöht wird, denn Cyberangriffe werden immer professioneller. Durch die Künstliche Intelligenz (KI) werden sich die Möglichkeiten der Cyberkriminellen weiter verbessern. Zusätzlich werden immer mehr Schwachstellen in Softwaresystemen und Applikationen bekannt. Das BSI geht von 70 neuen Schwachstellen in Softwareprodukten pro Tag aus, die dann schnell durch Softwareupdates und -patches geschlossen werden müssen, bevor diese von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können. Es besteht das Risiko, dass die FAC'T GmbH Opfer eines kriminellen Cyberangriffs wird, welcher das Ziel hat, sensible Daten zu stehlen und/oder die IT-Systeme zu verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Sollte ein Cyberangriff auf die FAC'T GmbH erfolgreich sein, besteht zum einen ein erhebliches Reputationsrisiko, zum anderen kann es auf Grund eines möglichen, vorübergehenden Aussetzens der Leistungserbringung und den notwendigen Aufwendungen zur Wiederherstellung des IT-Systems zu erheblichen Auswirkungen auf die Ertragslage kommen. Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 Aufgrund der unklaren Entwicklungsperspektiven der Krankenhäuser in der Post-Corona- Phase sowie der Auswirkungen der angespannten Konjunkturlage und der aktuellen, weltweiten Krisenherde ist der Wirtschaftsplan 2024 mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Zudem wird eine gesicherte Prognose durch die laufenden Vorbereitungen für die Krankenhausreform erschwert. Wir gehen allerdings davon aus, dass Krankenhäuser weiterhin als systemrelevante Institutionen betrachtet werden und der Staat entsprechend Unterstützungsleistungen, insbesondere zur Kompensation der tarifbedingten Mehrkosten anbietet. Momentan gehen wir von einem positiven Jahresergebnis für 2024 aus, welches jedoch unter dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Zudem gehen wir davon aus, dass das EBITDA als wesentliche Steuerungskennzahl im Jahr 2024 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird.
Münster, den 23.08.2024 gez. Jan Rasmus gez. Tobias Krüer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FAC'T GmbH, Münster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FAC'T GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAC'T GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 3. September 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Bert Franke, Wirtschaftsprüfer Kathrin Graf, Wirtschaftsprüferin HRB 5901Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15.10.2024 festgestellt. Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDie Gesellschafterin beschließt, das Jahresergebnis 2023 in Höhe von € 301.278,05 den Gewinnrücklagen zuzuführen. |
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