Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 241172
Eingetragen
31.8.2018
Branche
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Der Entwurf, die Entwicklung und der Verkauf von Cloud-basierten Data-Warehouse Softwarelösungen und damit verbundene Geschäfte und Diestleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emily Ho
seit 26.5.2025
Geschäftsführer
Erika Lee Payne
seit 23.4.2024
Geschäftsführer
Derk Lupinek
seit 21.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Snowflake International Holdings Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Snowflake International Holdings Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Snowflake Computing GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Bilanz zum 31. Januar 2024

Aktiva

Stand am 31.01.2024 Stand am 31.01.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.238.831,40 1.509.899,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.684,61 966.535,37
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 406.686,00 406.686,00
2.626.202,01 2.883.120,71
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.387.641,69 2.771.314,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.052.644,50 403.927,78
9.440.286,19 3.175.241,91
II. Flüssige Mittel 15.474.813,31 5.562.357,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 510.157,16 232.704,03
28.051.458,67 11.853.424,13

Passiva

Stand am 31.01.2024 Stand am 31.01.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.054.653,00 2.054.653,00
III. Gewinnvortrag 3.505.234,88 2.046.482,53
IV. Jahresüberschuss 2.099.895,84 1.458.751,95
7.684.783,72 5.584.887,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.749.911,48 925.066,47
2. Sonstige Rückstellungen 1.326.904,32 1.344.950,07
3.076.815,80 2.270.016,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431.906,52 175.382,97
2. Sonstige Verbindlichkeiten 16.857.952,63 3.823.137,14
17.289.859,15 3.998.520,11
28.051.458,67 11.853.424,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024

1.2.2023- 31.1.2024 1.2.2022- 31.1.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 56.589.222,76 41.663.461,30
2. Sonstige betriebliche Erträge 15.176,62 266.635,94
56.604.399,38 41.930.097,24
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -39.603.748,60 -29.476.510,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.312.675,88 -3.906.738,92
-44.916.424,48 -33.383.249,33
4. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -533.335,50 -492.775,92
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.960.047,54 -5.866.602,97
3.194.591,86 2.187.469,02
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.748,45 6.547,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.755,47 -20.127,25
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.163.689,00 -715.137,00
-1.094.696,02 -728.717,07
9. Ergebnis nach Steuern 2.099.895,84 1.458.751,95
10. Jahresüberschuss 2.099.895,84 1.458.751,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Informationen

Die Snowflake Computing GmbH ("Gesellschaft") hat seit dem 21. April 2022 ihren Sitz in Berlin (vormals: Düsseldorf).

Die Gesellschaft war bis zum 21. April 2022 Im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 84447 eingetragen und ist seitdem im Handelsregister des Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 241172 B eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen ("F&E") für die Snowflake, Inc. ("Muttergesellschaft") und die mit ihr verbundene Gesellschaft Snowflake Computing Netherlands B.V. ("Tochtergesellschaft") in den Bereichen Vertrieb und Marketing, Technik und Professional Services ("S&M"). Die Muttergesellschaft, Tochtergesellschaft und Snowflake Computing GmbH werden zusammen als Snowflake Group bezeichnet.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB, nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG, aufgestellt.

Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird Gebrauch gemacht.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Februar und endet am 31. Januar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßige Abschreibung richtet sich nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 10 Jahren und erfolgt grundsätzlich linear.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich eventuell notwendiger Einzelwertberichtigungen bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen, werden als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Auf die Bildung eines aktiven latenten Steuerpostens wurde unter Anwendung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wurden berücksichtigt, die Bewertung erfolgt mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstande und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage 4).

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 406,69 (Vorjahr: TEUR 406,69) betreffen Mietkautionen und haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Zur Anpassung an die Darstellung des laufenden Jahres wurden für das Geschäftsjahr 2022/2023 die sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 406,69 von den sonstigen Vermögensgegenstände in die sonstigen Ausleihungen umgegliedert.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig und enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die enthaltenen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 4.920,33 (Vorjahr: TEUR 2.451,44). Die enthaltenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 3.467,31 (Vorjahr: TEUR 319,88).

Die sonstigen Vermögensgegenstande in Höhe von TEUR 1.052,64 (Vorjahr: TEUR 403,93) beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen in Höhe von TEUR 70,29 (Vorjahr: TEUR 15,75) des Weiteren Vorsteuererstattungen in Höhe von TEUR 936,34 (Vorjahr: TEUR 387,64) und Mitarbeitervorschüsse in Höhe von TEUR 46,01 (Vorjahr: TEUR 0,54).

Die Steuerrückstellungen beinhalten den aufgrund des voraussichtlichen steuerlichen Ergebnisses ermittelten Rückstellungsbedarf des abgelaufenen und des vorherigen Wirtschaftsjahres, geleistete Vorauszahlungen wurden hierbei jeweils zum Abzug gebracht.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 351,63 (Vorjahr: TEUR 498,08) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 975,28 (Vorjahr: TEUR 846,87).

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft entwickelten sich wie folgt:

31.01.2024 Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431,91 - - 431,91
(Vorjahr) (175,38) - - (175,38)
Sonstige Verbindlichkeiten 16.623,00 234,95 16.857,95
(Vorjahr) (3.531,23) (291,90) - (3.823,13)
Gesamt 17.054,91 234,95 17.289,86
(Vorjahr) (3.706,61) (291,90) - (3.998,51)

Es bestehen keine durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten.

Zur Anpassung an die Darstellung des laufenden Jahres wurden für das GJ 23 Rückstellungen in Höhe von TEUR 46,01 von den sonstigen Rückstellungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen in Höhe von TEUR 81,82 von den sonstigen Rückstellungen in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 15,18 (Vorjahr: TEUR 266,64). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 219,70 (Vorjahr: TEUR 478,52).

Die im Personalaufwand ausgewiesenen Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 1.718,96 (Vorjahr: TEUR 1.164,55) betreffen die Zahlung für mittelbare Altersvorsorgezusagen an eine Unterstützungskasse.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Anmietung der Büroräume in Berlin und München sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.832,19 (Vorjahr: TEUR 1.642,80) angefallen. Die finanziellen Verpflichtungen in Bezug auf die Mietverhältnisse (ohne Nebenkosten) stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

Kategorie TEUR
bis zu 1 Jahr 1.576,39
1 bis 2 Jahre 2.816,21
mehr als 5 Jahre -

VI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse, wie Wechsel, Bürgschaften, Gewährleistungsvertrage oder Bestellung von Sicherheiten zu vermerken.

2. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 235 (Vorjahr: 183). Hiervon sind 110 (Vorjahr: 81) Mitarbeiter dem Bereich Forschung und Entwicklung und 125 (Vorjahr: 102) Mitarbeiter dem Bereich Vertriebs- und Marketingdienstleistungen zuzuordnen.

3. Mitglieder der Unternehmensorgane

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Michael P. Scarpelli, Chief Financial Officer (Snowflake, Inc.)

Derk Lupinek, General Counsel (Snowflake, Inc.)

Leslie Topham, Vice President Tax and Treasury (Snowflake, Inc.), Abberufung am 9. März 2024

Erika Lee Payne, Vice President, Deputy General Counsel (Snowflake, Inc.), Bestellung am 9. März 2024

Jeder der bestellten Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft einzeln und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Im laufenden und im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft keine Vergütungen an die Geschäftsführer gezahlt.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Haushaltsjahres 2023/2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5. Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird als 100%ige Tochtergesellschaft der Muttergesellschaft (Sitz: 106 East Babcock Street, Suite 3A, Bozeman, Montana 59715, USA), in deren Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Konzernabschluss kann über die Internetseite der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde, der United States Securities and Exchange Commission ("SEC"), abgerufen werden.

6. Umgliederung der Zahlen des Vorjahres

Die Vorjahreszahlen wurden umgegliedert, wo dies erforderlich war, um der Darstellung des laufenden Jahres zu entsprechen.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 21. November 2024

Snowflake Computing GmbH

Die Geschäftsführung

Michael P. Scarpelli

Derk Lupinek

Erika Lee Payne

Entwicklung des Anlagevermögens der Snowflake Computing GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.2.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.01.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.940.617,28 94.659,03 -4.314,40 2.030.961,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.088.888,43 184.704,01 0,00 1.273.592,44
3.029.505,71 279.363,04 -4.314,40 3.304.554,35
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 406.686,00 0,00 0,00 406.686,00
3.436.191,71 279.363,04 -4.314,40 3.711.240,35
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.2.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.01.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 430.717,94 362.780,73 -1.368,16 792.130,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.353,06 170.554,77 0,00 292.907,83
553.071,00 533.335,50 -1.368,16 1.085.038,34
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
553.071,00 533.335,50 -1.368,16 1.085.038,34
Buchwerte
Stand am 31.01.2024 Stand am 31.01.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.238.831,40 1.509.899,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.684,61 966.535,37
2.219.516,01 2.476.434,71
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 406.686,00 406.686,00
2.626.202,01 2.883.120,71

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Snowflake Computing GmbH wurde am 6. Juli 2018 in Düsseldorf, Deutschland als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Das Unternehmen bietet Unterstützung in den Bereichen Forschung und Entwicklung ("F&E"), Vertrieb und Marketing sowie technische und professionelle Dienstleistungen ("S&M") in der Software-as-a-Service-Branche (SaaS). Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Snowflake, Inc. ("Muttergesellschaft") mit Hauptsitz in 106 East Bobcock Street, Suite 3A, Bozeman, Montana 59715, Vereinigte Staaten von Amerika.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Basisprognose geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 weiterhin mit 3,2 % und damit genauso schnell wie im Jahr 2023 wachsen wird. Eine leichte Beschleunigung für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, wo das Wachstum von 1,6 % im Jahr 2023 auf 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 steigen dürfte. Dies wird durch eine leichte Verlangsamung in den Schwellen- und Entwicklungsländern von 4,4 % im Jahr 2023 auf 4,3 % in den Jahren 2024 und 2025 ausgeglichen. 1

Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts ("BIP") der Europäischen Union ging von 3,4% im Jahr 2022 auf 0,4% im Jahr 2023 zurück. Die BIP-Wachstumsrate für Deutschland sank von 1,8 % im Jahr 2022 auf 0,3 % im Jahr 2023, was vor allem auf die hohe Inflation, eine Energiekrise aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und eine Verlangsamung des Bausektors zurückzuführen ist. 2 Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und die größte Europas - es ist ein führender Exporteur von Maschinen, Fahrzeugen, Chemikalien und Haushaltsgeräten und profitiert von hochqualifizierten Arbeitskräften. 3 Zusammensetzung des BIP auf der Verwendungsseite: Verbrauch der privaten Haushalte (53 %), Bruttoinvestitionen (21 %), davon 11 % im Baugewerbe, 6 % bei Maschinen und Ausrüstungen und 4 % bei sonstigen Erzeugnissen und Staatsausgaben (22 %) sowie Nettoexporte, d. h. Exporte minus Importe (4 %). 4

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157924/umfrage/prognose-zum-bip-wachstum-in-ausgewaehlten-laendern-und-regionen/#:~:
text=Das%20weltweite%20BIP%2DWachstum%20wird,rund%203%2C3%20Prozent%20prognostiziert
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/250161/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-den-eu-laendern/#:~:
text=Das%20reale%20BIP%20in%20der,5%2C6%20Prozent%20gestiegen%20ist
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157841/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-dem-groessten-bruttoinlandsprodukt/
4 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/inlandsprodukt-verwendung-bip.html

2.2. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung des Unternehmens wird positiv bewertet. Die Geschäftsleitung ist mit der Gesamtleistung des Unternehmens zufrieden und ist der Ansicht, dass das Unternehmen in guter finanzieller Verfassung ist und weiter prosperieren wird. Nachfolgend sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgeführt:

Umsatz für das Geschäftsjahr beträgt EUR 56.589,22 (Vorjahr: TEUR 41.663,46)

Gewinn vor Steuern für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 3.263,58 (Vorjahr: TEUR 2.173,89)

Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 2.099,90 (Vorjahr: TEUR 1.458,75)

Der deutliche Anstieg der oben genannten finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr entspricht der Prognose der Gesellschaft.

Die im Geschäftsjahr 2023/2024 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 279,36 (Vorjahr: TEUR 735,50) sind im Wesentlichen auf die Anschaffung von Büroausstattung und den zusätzlichen Innenausbau des Berliner Büros zurückzuführen.

2.3. Produkte

Die Snowflake-Gruppe ist in der Software-as-a-Service-Branche tätig. Das Unternehmen bietet seiner Tochtergesellschaft S&M-Dienstleistungen an, um den Verkauf der Produkte der Muttergesellschaft zu unterstützen, und stellt der Muttergesellschaft auch F&E-Dienstleistungen zur Verfügung, um die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen.

Der Markt für unsere Produkte ist sehr wettbewerbsintensiv, weshalb wir sie und ihre Verkaufsstrategien in Zusammenarbeit mit der Snowflake-Gruppe ständig weiterentwickeln, um auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse und Technologien sowie auf andere Marktanforderungen zu reagieren. Zu diesem Zweck beobachten wir ständig die Entwicklungen auf dem Markt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

2.4 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft führt F&E-Aktivitäten im Auftrag der obersten Muttergesellschaft durch. Die F&E-Kosten machten im Geschäftsjahr 39 % (Vorjahr: 39 %) der betrieblichen Aufwendungen aus. Der Personalstand für F&E hat sich von 95 Mitarbeitern zum 31. Januar 2023 auf 116 Mitarbeiter zum 31. Januar 2024 erhöht. Die entsprechenden Kosten haben sich von TEUR 15.195,78 auf TEUR 20.770,92 im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Der Anstieg der F&E-Aktivitäten steht in direktem Verhältnis zu den verstärkten Innovationsaktivitäten für neue Produkte und Dienstleistungen, die von der obersten Muttergesellschaft durchgeführt werden.

2.5 Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag insgesamt 243 (Vorjahr: 206) Mitarbeiter. Qualifizierte Mitarbeiter bilden eine entscheidende Säule unseres unternehmerischen Erfolgs.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 16.198,03 auf TEUR 28.051,46 (ca. 137 %). Dies ist in erster Linie auf einen Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und einen Anstieg der Bankguthaben zum 31. Januar 2024 im Vergleich zum 31. Januar 2023 zurückzuführen.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses um TEUR 2.099,90 auf TEUR 7.684,78. Die Eigenkapitalquote beträgt 27,40 % (Vorjahr: 47,1 %).

3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum 31. Januar 2024 über Bankguthaben in Höhe von TEUR 15.474,81 (Vorjahr: TEUR 5.562,36) und geht davon aus, dass sie auch im Jahr 2025 ausreichende Cashflows zur Deckung des operativen Bedarfs generieren wird, da die Liquidität aufgrund der Art der konzerninternen Vereinbarungen im Rahmen der vereinbarten Verrechnungspreise erhalten bleibt. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht in der Lage sein wird, ihre finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

3.3 Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. Januar 2024 endete, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 36 % auf insgesamt TEUR 56.589,22. Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf insgesamt TEUR 44.916,42. Beide Erhöhungen sind im Wesentlichen auf die geplante Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Steuern von TEUR 3.263,58 gegenüber TEUR 2.173,89 im Vorjahr. Der Anstieg ist auf die Erhöhung des Dienstleistungsvolumens für die verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Haushaltsjahres 2023/2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5. Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftsführung tragt die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Überwachung des Risikomanagementrahmens des Unternehmens. Durch seine Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen einer Reihe von finanziellen Risiken ausgesetzt, zu denen auch die Auswirkungen von Wechselkurs- und Bonitätsveränderungen gehören. Da das Unternehmen keine zinstragenden Aktiva und Passiva besitzt, ist es nicht den Preisen auf dem Schuldenmarkt und nur in geringem Maße dem Liquiditäts- und Zinsrisiko ausgesetzt. Die Einnahmen werden von den verbundenen Unternehmen zu einem vereinbarten Verrechnungspreis erzielt, so dass das Unternehmen nur begrenzten operativen und finanziellen Risiken ausgesetzt ist. Zu den bedeutenderen Herausforderungen gehören das Fremdwährungsrisiko, das Kreditrisiko, das Datensicherheitsrisiko, das Betriebsrisiko, das Marktrisiko und das Liquiditätsrisiko, das darin besteht, dass man seinen Verpflichtungen nicht immer rechtzeitig nachkommen kann.

5.1 Fremdwährungsrisiko

Das Unternehmen ist bei bestimmten Transaktionen, welche in Fremdwährung ausgeführt werden, einem Währungsrisiko ausgesetzt, sodass es zu Wechselkursschwankungen kommen kann. Das Risiko besteht darin, dass der Wert des Euro-Cashflows aufgrund von Wechselkursschwankungen variiert. Das Fremdwährungsrisiko ist das Risiko, dass die künftigen Cashflows betroffener Transaktionen variieren.

5.2 Kredit- / Liquiditätsrisiko

Das Kreditrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit, dass Gegenparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen aus einem Kundenvertrag nicht nachkommen, was zu finanziellen Verlusten führt. Das Management geht von einem geringeren Kreditrisiko aus, da die gesamten Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen bestehen.

5.3 Risiko der Datensicherheit

Verletzungen der Datensicherheit könnten ebenfalls ein Risiko für das Unternehmen darstellen. Wenn die Snowflake-Gruppe eine Sicherheitsverletzung erleidet oder Unbefugte anderweitig Zugang zu den Daten ihrer Kunden, den Daten der Gruppe oder ihrer Plattform erhalten, wird die Plattform möglicherweise nicht als sicher wahrgenommen. Der Ruf von Snowflake könnte geschädigt werden, die Nachfrage nach der Plattform könnte zurückgehen, oder es könnten erhebliche Strafen verhängt werden.

5.4 Chancenbericht

Die Snowflake-Gruppe bietet eine Cloud-basierte Datenplattform, die es Kunden ermöglicht, Daten in einer einzigen Wahrheitsquelle zu konsolidieren, um aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen, Kl zur Lösung von Geschäftsproblemen einzusetzen, Datenanwendungen zu erstellen und Daten und Datenprodukte gemeinsam zu nutzen. Die Snowflake-Gruppe stellt ihre Plattform über ein kundenorientiertes, verbrauchsbasiertes Geschäftsmodell zur Verfügung, bei dem den Kunden nur die von ihnen genutzten Ressourcen in Rechnung gestellt werden. Über die Plattform wird die AI Data Cloud bereitgestellt, ein Netzwerk, in dem Snowflake-Kunden, - Partner, -Entwickler, -Datenanbieter und -Konsumenten Datensilos aufbrechen und auf sichere, kontrollierte und konforme Weise einen Mehrwert aus schnell wachsenden Datensätzen ziehen können.

Da das Unternehmen vereinbarte Dienstleistungen für die Snowflake-Gruppe erbringt, hängen die künftigen Ergebnisse des Unternehmens von der Fähigkeit der Snowflake-Gruppe ab, neue Kunden zu akquirieren und die Nutzung der Snowflake-Plattform bei bestehenden Kunden zu steigern, was von den folgenden Faktoren abhängt.

Die Möglichkeiten der Muttergesellschaft sind im Folgenden aufgeführt sind:

1.

Akzeptanz unserer Plattform und Ausbau der Cloud

2.

Expansion innerhalb unseres bestehenden Kundenstamms

3.

Gewinnung von Neukunden

4.

Investitionen in Wachstum und Skalierung unseres Geschäfts

6. Prognosebericht und Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung

Das Unternehmen hat mit der obersten Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft Verträge für Forschung und Entwicklung bzw. S&M abgeschlossen, wobei seine Entwicklung von den Verkaufsstrategien und der Innovation/Entwicklung von Produkten durch die Snowflake- Gruppe abhängt. Die Prognosen beruhen auf der Einschätzung des Managements hinsichtlich des Geschäftswachstums und der entsprechenden Auslastung des Personals.

Erhöhte Personalkosten werden auf der Grundlage des Zeitpunkts und des Umfangs der geplanten Neueinstellungen prognostiziert. Dabei werden länder- und kostenstellenspezifische Parameter berücksichtigt. Sonstige betriebliche Aufwendungen werden separat auf der Grundlage von Schätzungen für spezifische Projekte prognostiziert.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir keine Veränderung in der Art der Geschäftstätigkeit. Das Unternehmen befindet sich noch in der Wachstumsphase. Daher sind die branchenspezifischen Entwicklungsraten nicht direkt mit dem Unternehmen vergleichbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die positive Entwicklung der Vorjahre auch im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen wird, was sich in einem weiterhin starken Anstieg der betrieblichen Aufwendungen, des Umsatzes, des Gewinns vor Steuern und des Jahresüberschusses niederschlagen wird. Das Unternehmen befindet sich für das GJ 2025 auf einem planmäßigen Weg.

 

Berlin, den 21. November 2024

Snowflake Computing GmbH

Die Geschäftsführung

Michael P. Scarpelli

Derk Lupinek

Erika Lee Payne

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Snowflake Computing GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Snowflake Computing GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Snowflake Computing GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 21. November 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

Wibke Großmann, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde am 21. November 2024 festgestellt.

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