Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 111142
Eingetragen
8.8.2005
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
die Planung, Entwicklung und Konstruktion auf dem Gebiet des Automobil- und Maschinenbaus, der Automatisierung und Mechanisierung, der Elektronik und verwandter technischer Gebiete sowie die Herstellung und der Vertrieb von Funktionsmodellen, Prototypen, Werkzeugen, Vorrichtungen, Sondermaschinen und Industrieanlagen für die Automobil- und Maschinenbauindustrie. Die Herstellung und der Vertrieb von Bauteilen, Komponenten, Modulen und Kunststofferzeugnissen jeglicher Art für die Serienproduktion oder die Einzelfertigung von Kraftfahrzeugen, Maschinen oder industriellen Anlagen. Der Vertrieb von allgemeinen technischen Leistungen, wie Oberflächenbeschichtung und Bauteilbearbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Fuchs
seit 1.7.2025
Geschäftsführer
Holger Stockey
seit 16.3.2022
Prokura
Thomas Köllgen
seit 20.9.2021
Geschäftsführer
Ingo Weigel
seit 6.10.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Ronald Gerschewski
51.00%
34.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Welp Holding GmbH
Germany
225.000 €
90.00%
Welp Holding GmbH
Germany
25.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Farmingtons Automotive GmbH

Georgsmarienhütte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz

Aktiva

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.203.001,00 2.762,6
II. Sachanlagen 4.794.633,62 5.054,3
III. Finanzanlagen 36.649,50 36,6
Anlagevermögen gesamt 8.034.284,12 7.853,6
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.727.912,18 8.028,5
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.868.788,66 7.282,6
davon gegen verbundene Unternehmen 684.415,78 301,5
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 625.609,06 2.886,3
Umlaufvermögen gesamt 13.222.309,90 18.197,5
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.472,04 43,8
D. Aktive latente Steuern 1.143.300,00 1.143,3
22.480.366,06 27.238,3

Passiva

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250,0
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500,0
III. Bilanzverlust/-gewinn -163.516,97 3.066,7
davon Gewinnvortrag: € 3.066.790,38 (Vj.: T€ 5.269,4)
Eigenkapital gesamt 586.483,03 3.816,7
B. Rückstellungen 1.080.781,27 1.238,3
C. Verbindlichkeiten 20.800.031,76 22.183,2
davon gegenüber Kreditinstituten 8.601.621,28 9.540,0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 7.329.230,87 8.016,9
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.070,00 0,0
22.480.366,06 27.238,3

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
T€
1. Rohergebnis 19.579.851,62 18.813,7
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.732.837,10 -11.602,9
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.428.404,87 -14.161.241,97 -2.272,3
davon für Altersversorgung: € 9.569,28 (Vj.: T€ 9,5)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.167.614,61 -821,3
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.608.088,22 -5.935,0
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.172,27 23,7
davon aus verbundenen Unternehmen: € 37.172,27 (Vj.: T€ 23,6)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -905.409,16 -399,2
davon an verbundene Unternehmen: € 416.570,76 (Vj.: T€ 103,3)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,0
davon: Aufwand aus der Bildung pass. lat. Steuern: T€ 129,8 und Ertrag aus der Bildung aktiver lat. Steuern: T€ 129,8)
8. Ergebnis nach Steuern -3.225.330,07 -2.193,5
9. Sonstige Steuern -4.977,28 -9,0
10. Jahresfehlbetrag -3.230.307,35 -2.202,6
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.066.790,38 5.269,4
12. Bilanzverlust/-gewinn -163.516,97 3.066,7

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Georgsmarienhütte und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (Register Nr. HRB 111142).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Farmingtons Automotive GmbH weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt worden. (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden, im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Aktivseite der Bilanz

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

In den Herstellungskosten der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten (Fertigungs- und Materialgemeinkosten) einbezogen.

Die Ermittlung der zugrunde liegenden Nutzungsdauern erfolgte nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden über die Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern liegen den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagegüter zugrunde:

Bauten auf fremden Grundstücken 4-14 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2-14 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-20 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände ab € 250,01 bis zu einer Höhe von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte auf Basis der Anschaffungskosten zu gleitenden Durchschnittspreisen. Für Kleinmaterialien wurde ein Festwert gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Im Rahmen langfristiger Projekte wurden branchenüblich vertraglich vereinbarte Teilleistungen aufgrund von Teilabnahmen der Kunden abgerechnet und Teilgewinne realisiert. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen einbezogen. Allgemeine Verwaltungskosten, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und für freiwillige soziale Leistungen sowie für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie aus anderen Gründen ergeben, werden, sofern dies erforderlich ist, durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Forderungen wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, sofern dies erforderlich ist, unter Berücksichtigung notwendiger Abschreibungen angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.

Passivseite der Bilanz

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag erfasst.

Währungsumrechnung

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, da sie eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben.

I. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Auf die Angabe des Anteilsbesitzes wird gemäß § 286 Abs. 3 HGB verzichtet.

2. Umlaufvermögen

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen T€ 80,2 (Vj.: T€ 0,0) gegenüber der Gesellschafterin.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird eine Forderung in Höhe von T€ 100,0 (Vj.: T€ 109,3) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen besteht eine Forderung in Höhe von T€ 100,0 (Vj.: T€ 100,0) gegenüber verbundenen Unternehmen.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von € 11.847,50 (Vj.: T€ 0,0).

4. Latente Steuern

Es bestehen zum 31.12.2023 aktive latente Steuern in Höhe von T€ 2.082,4. Diese werden mit passiven latente Steuern in Höhe von T€ 939,1 saldiert.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag T€ 250 und ist voll einbezahlt.

Zum Stichtag sind gemäß § 268 Abs. 8 HGB T€ 1.143,3 aufgrund der Aktivierung von aktiven latenten Steuern ausschüttungsgesperrt sowie T€ 3.203,0 auf der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten von T€ 17.303,2 (Vj.: T€ 17.591,4) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 2.624,1 (Vj.: T€ 3.437,6) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. In Höhe von T€ 897,7 (Vj.: T€ 1.154,2) haben die Verbindlichkeiten eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dient die Sicherungsübereignung mehrerer Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von € 1.500.448,96

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren.

Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dient die Sicherungsübereignung mehrerer Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von € 301.495,39

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 5.730,3 (Vj.: T€ 1.346,3) enthalten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 246,1 (Vj.: T€ 253,6) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie T€ 0,0 (Vj.: T€ 9,0) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit berücksichtigt.

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 121,0 (Vj.: T€ 116,7) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von T€ 798,0 (Vj.: T€ 0,0) von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB enthalten. Die Erträge stammen aus einer sale and lease back Transaktion.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 113,7 (Vj.: T€ 253,6) enthalten.

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 4.584 (VJ: T€ 4.391), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.307 (VJ: T€ 4.385) und aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.276 (VJ: T€ 304).

2. Anzahl der Mitarbeiter

Von der Gesellschaft wurden im Durchschnitt des Jahres 265 (Vj: 255) Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 127 (VJ: 136) Angestellte und 138 (VJ: 119) gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Geschäftsführung

Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Ronald Gerschewski, Gesamtgeschäftsführer, Zwickau

Herr Thomas Köllgen, Gesamtgeschäftsführer, Bonn

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Konzernverhältnisse

Die Welp Holding GmbH, Georgsmarienhütte, stellt als Konzernmutterunternehmen der Farmingtons Automotive GmbH den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Welp Holding GmbH werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de erhältlich.

5. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen in Höhe von T€ 13.619 Das Risiko der Inanspruchnahme ist gering, da die Gesellschaften die Verbindlichkeiten planmäßig zurückführen wird.

 

Georgsmarienhütte, 15. Oktober 2024

Ronald Gerschewski, Geschäftsführer

Thomas Köllgen, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchung
Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.745.098,01 691.755,00 0,00 0,00 3.436.853,01
2. entgetlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485.113,47 18.873,00 0,00 0,00 503.986,47
3.230.211,48 710.628,00 0,00 0,00 3.940.839,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 838.032,12 0,00 0,00 0,00 838.032,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.264.066,56 318.512,40 2.217.947,50 724.126,49 6.088.757,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.584.991,24 287.131,71 60.244,21 0,00 2.811.878,74
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 797.000,33 33.538,78 0,00 -724.126,49 106.412,62
11.484.090,25 639.182,89 2.278.191,71 0,00 9.845.081,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.649,50 0,00 0,00 0,00 36.649,50
36.649,50 0,00 0,00 0,00 36.649,50
Anlagevermögen gesamt 14.750.951,23 1.349.810,89 2.278.191,71 0,00 13.822.570,41
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 250.605,01 0,00 250.605,01
2. entgetlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 467.581,47 19.652,00 0,00 487.233,47
467.581,47 270.257,01 0,00 737.838,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 295.190,12 79.729,00 0,00 374.919,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.396.483,56 568.256,89 2.217.947,50 2.746.792,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.738.086,09 249.371,71 58.722,06 1.928.735,74
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.429.759,77 897.357,60 2.276.669,56 5.050.447,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 6.897.341,24 1.167.614,61 2.276.669,56 5.788.286,29
Buchwerte Buchwert 31.12.2023
Buchwerte Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.186.248,00 2.745.098,01
2. entgetlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.753,00 17.532,00
3.203.001,00 2.762.630,01
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 463.113,00 542.842,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.341.965,00 2.867.583,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 883.143,00 846.905,15
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 106.412,62 797.000,33
4.794.633,62 5.054.330,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.649,50 36.649,50
36.649,50 36.649,50
Anlagevermögen gesamt 8.034.284,12 7.853.609,99

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Farmingtons Automotive GmbH bietet als sogenannter Full-Service-Provider den vornehmlich in der Automobilindustrie angesiedelten Kunden ein sehr breit gefächertes Spektrum an Produkten und Dienstleistungen. Dieses umfasst die Entwicklung und Konstruktion komplexer Blech- und Kunststoffbauteile für die Bereiche Interieur und Exterieur, den Prototypenbau, den Werkzeugbau sowie die Produktion kleiner und mittlerer Serienstückzahlen von Fahrzeugkomponenten und Modulen.

Ein weiteres Geschäftsfeld des Unternehmens ist der Fahrzeugbau. In diesem, den Standards der Automobilindustrie entsprechenden Wertschöpfungsbereich, entwickelt und fertigt die Farmingtons Automotive GmbH qualitativ hochwertige Sonder- und Sonderschutzfahrzeuge, letztere in verschiedenen ballistischen Schutzklassen. Der mit den Sonderschutzfahrzeugen angesprochene Kundenkreis umfasst Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen und unterliegt nicht den typischen volatilen Marktentwicklungen der Automobilbranche. Somit stellt er einen sehr stabilisierenden Ausgleich zu der für konjunkturelle Schwankungen anfälligen Automobilindustrie in ihrer klassischen Ausprägung dar.

Die beschriebenen Tätigkeiten werden durch die folgenden Geschäftsbereiche erbracht:

1) Entwicklung und Konstruktion.

2) Werkzeugbau und Werkzeuginstandhaltung.

3) Fertigung und Zusammenbau von Kunststoffteilen, Modulfertigung.

4) Montage von Sonder- und Sonderschutzfahrzeugen sowie Fertigung von Fahrzeugmodulen und Schutzkomponenten.

Gestützt werden diese operativen Geschäftsbereiche durch diverse administrative Service- und Stabsfunktionen.

Ein hoher Anteil der Wertschöpfung wird im eigenen Hause realisiert.

Aufgrund des breiten Spektrums der Produkt- und Dienstleistungspalette arbeitet die Farmingtons Automotive GmbH zudem mit einer Vielzahl von hoch spezialisierten Kooperationspartnern und Dienstleistungsunternehmen bereits langjährig zusammen.

In Erfüllung der Forderungen der IATF 16949 sowie der DIN EN ISO 9001 wendet Farmingtons erfolgreich ein Qualitätsmanagementsystem an. Zusätzlich werden Anforderungen ISO 14001 Umweltmanagement und 50001 Energiemanagement erfüllt. Weiterhin verfügt das Unternehmen über einen Prototypenschutz nach Tisax Label 3 sowie eine Herstellerqualifikation nach DIN 2303, Q1/Q2.

Das Unternehmen ist in Georgsmarienhütte im Gewerbegebiet Harderberg angesiedelt und verfügt auf ca. 56.000 qm Grund, bestehend aus mehreren Fertigungshallen und Bürokomplexen, über eine Fertigungs- und Lagerkapazität von ca. 27.000 qm sowie eine Büroflächenkapazität von 3.500 qm.

2. Forschung und Entwicklung

Die Innovationskraft des Unternehmens basiert auch auf einem hoch qualifizierten Entwicklungsteam, welches zurzeit aus 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht.

Alle Entwicklungen erfolgen mit modernen CAD-Systemen u.a. auf der Basis der Entwicklungssoftware CATIA, Siemens NX, Toleranzsimulation Teamcenter VSA sowie der Simulationssoftwaresuite Hyperworks.

Als Dienstleistung für die Kunden der Farmingtons Automotive GmbH werden in einem breiten Spektrum Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bearbeitet. Die den Kunden zugesicherte Vertraulichkeit im Umgang mit den einzelnen Projekten erlaubt jedoch hierzu keine näheren Ausführungen.

Eigene F&E-Aktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2023 insbesondere im Bereich Sonderschutz zur Entwicklung von neuen Höchstschutzsystemen, für Sonderausstattungen und Fahrwerksüberarbeitungen erbracht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltweit wurden 2023 rund 10,0% mehr Personenkraftwagen als im Vorjahr hergestellt. Von insgesamt 79,52 Mio. im PKW-Segment wurden 14,8 Mio. (+12%) von europäischen Herstellern und somit den OEM-Kunden der Farmingtons Automotive GmbH produziert. Die deutschen Hersteller haben im Jahr 2023 weltweit 14,11 Mio. (+8%) Personenkraftwagen hergestellt. Über Vorjahresniveau wurden davon 4,11 Mio. Fahrzeuge (+18%) in Deutschland hergestellt. (Quelle: www.vda.de).

Die weltweiten Neuzulassungszahlen von PKW liegen gegenüber dem Vorjahr auf einem erhöhten Niveau von 75,5 Mio. PKW. Dies entspricht einer Erhöhung bei den neu zugelassenen PKW von etwa 9%. Bei der Steigerung der Neuzulassungszahlen konnte der europäische Markt im Jahr 2023 noch stärker um rund 17% auf 14,8 Mio. Neufahrzeuge wachsen. Deutschland lag bei den Neuzulassungen hingegen mit nur 7% Zuwachs deutlich hinten anderen Regionen. Die Neuzulassungen auf dem US-Amerikanische Markt wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 12%. Der chinesische Markt, der seit Jahren die höchsten Neuzulassungszahlen erreicht, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5% auf 21,7 Mio. Fahrzeuge verbessert.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass im Jahre 2023 offenbar einige Versorgungsprobleme verbessert wurden, so dass ein leichtes Wachstum in fast allen Märkten zu verzeichnen war.

Im Automobilbau stehen drei Trends im Fokus: Elektromobilität/Elektrifizierung, autonomes Fahren und Digitalisierung. Treiber für die Transformation zur Elektromobilität sind das Bekenntnis der Automobilindustrie zum Klimaschutz und die Regulierung im Bereich der Emissionsvorschriften. Der Veränderungsdruck in der automobilen Wertschöpfungskette fordert vor allem die Zulieferer heraus und erfordert einen hohen Kapitaleinsatz. Zudem erlebt die Branche seit einigen Monaten eine Kaufzurückhaltung bei den reinen BEV-Fahrzeugen und hingegen eine "Renaissance" der verbrennungsmotorischen Fahrzeuge bzw. der hybriden Antriebe. Diese tatsächliche Marktentwicklung verstärkt die Planungsunsicherheit vor allem derjenigen OEM, welche sich dem zeitnahen "Verbrennerausstieg" verschrieben haben. Überlegungen zu Produktüberarbeitungen führen in diesem Umfeld zu Projektverschiebungen oder Veränderungen in der geplanten Modellpolitik. Die Prognosen der Automobilindustrie für das Jahr 2024 liegen daher in Deutschland unter dem Vorjahr, während in Europa von einem geringen Wachstum ausgegangen wird.

Bei der genannten Unsicherheit spielen für den deutschen Produktionsstandort zudem belastende Standortthemen eine wesentliche Rolle, welche sich vor allem in den hohen Produkt- und Produktionskosten wie auch den langen Produktentstehungszeiten widerspiegeln. Für die deutsche Industrie und damit auch für den Automobilsektor muss Deutschland sich hinsichtlich seiner Energie- und Rohstoffversorgung breiter aufstellen. Zudem sind vor allem die Automobilhersteller aufgefordert, die Produktentwicklungszyklen zu verkürzen und Produktionslinien zu flexibilisieren, um vor allem dem starken chinesischem Wettbewerb zu begegnen. Gerade hier ist eine politische Flankierung gefordert um administrative Prozesse flexibler, kostengünstiger und schneller gestalten zu können.

Der Markt für sondergeschützte Fahrzeuge stellte sich im Jahr 2023 weiterhin stark dar. Aufgrund der weltweit angespannten Sicherheitslage durch 2 Krisenregionen in oder am Rande Europas ist der Bedarf an sondergeschützten Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr gestiegen und weiterhin als hoch einzuschätzen. Der Trend zu höheren Panzerungsklassen, technisch anspruchsvollen Sonderausstattungen sowie hochindividualisierten Lösungen wirkt zudem als Treiber von Innovationen.

Das wachsende Qualitätsverständnis der Kundschaft von sondergeschützten Fahrzeugen bietet Entwicklern und Herstellern mit automobilem Hintergrund und großer technologischer Kompetenz einen zunehmenden Markt.

Die aktuellen globalen Krisenherde sowie die hohe Terrorismusgefahr förderten weiterhin ein Umdenken der Verteidigungsministerien der NATO-Länder und anderer - durchaus lokaler - Behörden hinsichtlich einer notwendigen Kapazitätserweiterung und Erneuerung des Bestandes an sondergeschützten Fahrzeugen. Dies gilt für die kommenden Jahre umso mehr, da Fahrzeugbestände in erheblichem Maße in die heutigen Krisengebiete abgeflossen sind.

Grundsätzlich ist einzuschätzen, dass Märkte für Sonder- und sondergeschützte Fahrzeuge global wachsen. Innerhalb des Wettbewerbsumfeldes zeichnet sich das Unternehmen durch einen hohen Qualitätsstand, Fach- und Systemkompetenz, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Stabilität aus. Die Marktposition und der Bekanntheitsgrad des Unternehmens konnte im Jahresverlauf durch Innovation und Marketingaktivitäten weiter verbessert werden. Kooperationen und langfristige angelegte Projekte mit strategischen Partnern fördern die eignen Kompetenzen und stärken die marktliche Stellung des Unternehmens.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 blieb unter den Erwartungen. Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 40.284 T€ um 3.292 T€ auf 43.576 T€. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 39.074 T€ um 1.768 T€ auf 40.842 T€, was einem Anstieg von 4,5% entspricht. Das geplante Umsatzziel für 2023 von 40 Mio. Euro wurde somit erreicht. Der Jahresfehlbetrag ist mit 3.230 T€ geringer als prognostiziert (3.400 T€). Die Zahlen zeigen einen schlechten Geschäftsverlauf.

Die Umsätze des Geschäftsbereichs Entwicklung (-48 T€), Werkzeugbau (-4.026) und Fahrzeugbau (-675 T€) reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereiches Serienfertigung erhöhte sich dagegen deutlich gegenüber dem Vorjahr (6.517).

Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsätze der Entwicklungsabteilung entsprechen weitestgehend denen des Vorjahres. Wie im Vorjahr wurden Kapazitäten für ein internes Sonderschutzprojekt eingesetzt. Der Anteil der Entwicklungsabteilung am Gesamtumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2023 rund 7%.

Der Umsatz im Bereich Werkzeugbau hat sich gegenüber dem Vorjahr von 7.860 T€ um 4.026 T€ auf 3.834 T€ reduziert. Die auf dem Markt weltweit angebotenen Kapazitäten für den Werkzeugbau waren im Verhältnis zu der Anzahl an Aufträgen, die Vergeben wurden, wesentlich zu hoch. Der Anteil des Bereichs Werkzeugbau am Gesamtumsatz reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 20% auf 9% im Berichtsjahr.

Der Bereich Serienfertigung kann im Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 9.516 T€ um 6.517 T€ auf 16.033 T€ verzeichnen. Dies entspricht einem Umfang von 39% am Gesamtumsatz des Jahres 2023. Ursächlich für die Umsatzsteigerung ist der Projektanlauf eines in den Vorjahren gewonnen Großauftrages.

Trotz einer höheren Beauftragung als in den Vorjahren war die Umsatzentwicklung im Bereich Fahrzeugbau/ Sonderschutz gegenüber dem Vorjahr mit einem um 675 T€ geringeren Umsatz als im Vorjahr rückläufig. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2023 der Projektstart für ein neues Sonderschutzprodukt erfolgte. Der Aufwand je Fahrzeug war zum Start des Projektes zu hoch. Dieser hat sich jedoch im Geschäftsjahr 2024 deutlich reduziert. Mit rund 45% Umsatzanteil im Geschäftsjahr ist der Zukunftsmarkt Sonderschutzfahrzeuge wie in den Vorjahren der umsatzstärkste Geschäftsbereich.

a) Ertragslage

Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.292 T€ bzw. um rund 8,2%. Die positive Umsatzentwicklung im Jahr 2023 von +4,5% ist insbesondere auf die Umsatzsteigerung in der Serienfertigung im Jahr 2023 zurückzuführen. Die ergebniswirksame Bestandserhöhung von 1.761 T€ liegt insbesondere ein zum Jahresende 2023 höherer Bestand an bearbeiteten, aber nicht fertiggestellten Fahrzeugen zu Grunde.

Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte konnte aufgrund des höheren Umsatzes von 4,9 um 0,4 auf 5,3 verbessert werden.

Im Geschäftsjahr wurden andere aktivierte Eigenleistungen von 973 T€ erbracht. Bei den Eigenleistungen handelt es sich um die aktivierten Konzept- und Entwicklungskosten für ein Fahrzeugbauprojekt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 428 T€ um 957 T€ auf 1.385 T€. Darin enthalten sind in Höhe von 1.000 T€ Erträge aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens.

Der Materialaufwand hat sich analog zur Gesamtleistung von 21.898 T€ um 3.482 T€ auf 25.380 T€ im Geschäftsjahr erhöht. Die Materialintensität beträgt 58,2% und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,8% erhöht. Insbesondere inflationsbedingte Preissteigerungen führten zu dem Anstieg.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 13.875 T€ um 286 T€ auf 14.161 T€. Lohn- und Gehaltsanpassungen im Geschäftsjahr 2023 führten zu höheren Personalaufwendungen. Personalkosteneinsparungen wurden im Bereich der administrative tätigen Mitarbeiter durch gebotene Freisetzungen erreicht. Bezogen auf die Gesamtleistung verbesserte sich die Personalaufwandsquote von 34,4% auf 32,5%.

Die Abschreibungen betragen 1.168 T€ und liegen aufgrund der getätigten Investitionen rund 42% über den Vorjahresabschreibungen. Insbesondere die Investitionen in ein langfristiges Fahrzeugbauprojekt führten zu höheren Abschreibungen als in den Vorjahren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen 673 T€ über dem Vorjahresniveau. Gemessen an der Gesamtleistung erhöhten sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz inflationsbedingten Kostensteigerungen gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,5%.

Das Finanzergebnis hat sich aufgrund einer höheren Fremdkapitalaufnahme sowie gestiegener Zinsen um 493 T€ verschlechtert.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von -3.230 T€ (Vorjahr -2.202 T€) ab.

Die Umsatzrentabilität im Berichtsjahr ist demzufolge negativ und beträgt -5,8% (Vorjahr -4,7%).

Die Anzahl der Mitarbeiter/-innen beträgt im Jahresverlauf durchschnittlich 265 Mitarbeiter/-innen (127 Angestellte und 138 gewerbliche Arbeitnehmer/-innen sowie 21 Auszubildende). Im Vorjahr waren im Jahresdurchschnitt 255 Mitarbeiter/-innen beschäftigt (136 Angestellte und 119 gewerbliche Arbeitnehmer/-innen sowie 21 Auszubildende). Im Jahr 2023 wurden gegenüber den Vorjahren mehr Leiharbeitnehmer zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen beschäftigt.

Weitere Ausführungen zur Ertragslage lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Ertragslage 2023
T€
2022
T€
Gesamtleistung 43.576 40.284
Sonstige Erlöse 1.385 428
Wareneinsatz -25.381 -21.898
Rohgewinn I (T€) 19.580 18.814
Rohgewinn I (%) 44,9 46,7
Personalaufwand -14.161 -13.875
Rohgewinn II (T€) 5.419 4.939
Rohgewinn II (%) 12,4 12,3
Abschreibungen -1.168 -821
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.608 -5.935
Finanzergebnis -868 -376
Ergebnis vor Steuern -3.225 -2.193
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0
Sonstige Steuern -5 -9
Jahresfehlbetrag -3.230 -2.202
Umsatzrentabilität * -5,80% -4,70%
Der Cash-Flow nach DVFA stellt sich wie folgt dar:
Jahresergebnis nach Steuern -3.230 -2.202
Abschreibungen Anlagevermögen 1.168 821
Ergebnis nach DVFA -2.062 -1.381

*) Umsatzrentabilität = Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand

Umsatzerlöse

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Farmingtons Automotive GmbH ist angespannt und eng zu überwachen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist oder unter Abzug von Skontobeträgen vorzeitig zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresfehlbetrags von -3.230 T€ auf 586 T€ reduziert. Die finanzstrategische Festlegung, wesentliche Teile der in Vorjahren erwirtschafteten positiven Ergebnisse im Unternehmen zu belassen, zeigt sich weiterhin als richtige Entscheidung.

Die flüssigen Mittel reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2.261 T€ auf 626 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr von 9.540 T€ um 938 T€ auf 8.602 T€ reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Darlehen über 2.019 T€ getilgt und neue Darlehen über 474 T€ zur Finanzierung von langfristig gebundenem Vermögen aufgenommen. Die zur Verfügung stehenden Linien bei Kreditinstituten wurden in Höhe von 803 T€ stärker in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von 8.017 T€ im Vorjahr um 688 T€ auf 7.329 T€ im Geschäftsjahr. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Darlehen über 6.610 T€ (Vorjahr 6.130 T€).

Investitionen wurden im Umfang von 1.350 T€ getätigt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - ermittelt nach DRS 21 - ist negativ und beträgt -504 T€ (Vorjahr.: 114 T€). Dem negativen Periodenergebnis liegt ein positiver Cashflow aus der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zugrunde.

Das Unternehmen verfügt über Kreditlinien, welche der Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit dienen. Ferner finanziert sich das Unternehmen über die Muttergesellschaft und Gruppengesellschaften.

Der Finanzmittelfond zum 31.12.2023 beträgt -178 T€ und besteht aus Bankguthaben abzüglich in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien.

Über weitere Einzelheiten gibt die folgende Kapitalflussrechnung Auskunft:

Cash-Flow 2023
T€
2022
T€
Abweichungen
T€
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -504 114 -618
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -313 -3.227 2.914
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.247 5.335 -6.582
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -2.064 2.222 -4.286
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.886 -336 2.222
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode -178 1.886 -2.064

c) Vermögenslage

Die Kennzahlen zur Vermögenslage des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr wie nachfolgend dargestellt verändert. Das Anlagevermögen hat sich um 181 T€ auf 8.034 T€ erhöht. Investitionen von 1.350 T€ stehen Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungskosten von 2.278 T€ und Abschreibungen von 2.276 T€ gegenüber. In den Anlagenabgängen sind Maschinen und Anlagen enthalten, die im Geschäftsjahr verkauft und zurück geleast wurden. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 4.939 T€ auf 14.446 T€. Der Vorratsbestand reduzierte sich um 301 T€. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.632 T€ erhöht. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Fertige Erzeugnisse, deren Umsatz im Jahr 2024 erfolgte, haben sich um 370 T€ erhöht. Einer Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen von 1.078 T€, die im Jahr 2023 vereinnahmt werden konnten, steht eine Reduzierung der geleisteten Anzahlungen von 1.223 T€ gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3.976 T€ reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 181 T€ um 1.179 T€ auf 1.360 T€. Die liquiden Mittel reduzierten sich um 2.261 T€. Aktive latente Steuern von 1.143 werden unverändert zum Vorjahr ausgewiesen. Hieraus resultierend hat sich die Bilanzsumme von 27.238 T€ um 4.758 T€ auf 22.480 T€ reduziert.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund des negativen Periodenergebnis von 14,0% im Vorjahr auf 2,6% im Geschäftsjahr.

2023 2022
Anlagevermögen 35,7% 28,9%
Umlaufvermögen einschl. Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern 64,3% 71,1%
Eigenkapital 2,6% 14,0%
Fremdkapital 97,4% 86,0%

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Leistung pro Mitarbeiter (Gesamtleistung (= Umsatz +/- Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen) / durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter), Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung), Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) und die Umsatzrendite (Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand / Umsatz) heran.

Aufgrund von vielen Projektgeschäften, die je nach Auftrag zu späteren Zeitpunkten abgenommen und fakturiert werden, kann der Umsatz von Jahr zu Jahr trotz gleicher Leistung schwanken. Aus diesem Grund ist für unser Unternehmen die Gesamtleistung ausschlaggebend. Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 40.284 T€ um 3.292 T€ auf 43.576 T€. Der Anteil pro Mitarbeiter an der Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr von 158 T€ um 6 T€ auf 164 T€ erhöht. Die um den Materialaufwand bereinigte Leistung pro Mitarbeiter in Höhe von 68 T€ ist um 4 T€ geringer als im Vorjahr.

Die Materialaufwandsquote hat sich um 3,8% auf 58,2% verschlechtert. Der Materialaufwand ist inflationsbedingt in 2023 stärker gestiegen als wir unseren Kunden die Preissteigerung weiterbelasten konnten.

Die Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 34,4% um 1,9% auf 32,5% verbessert.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Diese ist aufgrund des Jahresfehlbetrags negativ und beträgt -5,8% für 2023 (Vorjahr -4,7%).

Durch das Periodenergebnis von -3.230 T€ hat sich die wirtschaftliche Lage der Farmingtons Automotive GmbH verschlechtert. Die wirtschaftliche Lage ist als angespannt zu bezeichnen.

4. Gesamtaussage

Die Lage des Unternehmens ist in finanzieller und struktureller Hinsicht als angespannt zu bewerten, d.h. wir schätzen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz des im Jahr 2023 erlittenen Jahresfehlbetrag als hinreichend ein. Dies insbesondere, da die Farmingtons Automotive GmbH als Unternehmen der Welp-Gruppe in finanzieller Hinsicht von dem Mutterunternehmen Welp Holding GmbH und den Gruppengesellschaften unterstützt wird.

In Bezug auf die Umsatzentwicklung für 2023 wurden die Planungsansätze um 0,5 Mio. € übertroffen. Das erzielte Ergebnis für das Jahr 2023 liegt mit 0,17 Mio. € besser als der Planungsansatz, ist aber weiterhin negativ.

III. Prognosebericht

Die Folgen der Krisen der letzten Jahre, die Kriege in Europa und dem Nahen Osten und letztlich die Inflation sind bis heute spürbar, haben jedoch weitgehend einer gefühlten Normalität Platz gemacht. Geblieben sind hingegen die gestiegenen Beschaffungs-, Kapital- und Personalkosten aber auch die gefühlte wie auch die reale Unsicherheit. Diese führt derzeit gerade in der Automobilwelt zu Kaufzurückhaltung und einem unerwarteten Interesse an den Antriebsformen, welche im Rahmen der Transformation eigentlich abgelöst werden sollten. Die Folge sind geringe Produktionsvolumen und wiederum Unsicherheiten bei den strategischen Modellentscheidungen der OEM. Das Interesse an Individualisierungen ist allerdings weitgehend ungebrochen.

Hingegen führt die gefühlte und reale Unsicherheit zu einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis, welches sich nicht nur in einem erheblich gewachsenen medialen und gesellschaftlichen Interesse an dem Thema messen lässt, sondern an realen Anfragen und Aufträgen, an erhöhten Budgets und insgesamt an einer neuen Investitionsbereitschaft in die nationale sowie die jeweils eigene Sicherheit.

Der Bedarf an sondergeschützten Fahrzeugen ist ein Wachstumsmarkt. Die Nachfrage nach Sonderschutzprodukten der Farmingtons Automotive GmbH wird durch die weltweiten Konflikte und Krisenherde und dem steigenden Bedürfnis nach Schutz weiterhin zunehmen. Die Beauftragung ist als gut zu bezeichnen.

Eine positive Unternehmensentwicklung der Farmingtons Automotive GmbH ist von einer guten Auslastung der Bereiche Entwicklung, Fahrzeugbau, Werkzeugbau und Serienfertigung abhängig.

Als Zulieferer der automobilen OEMs wird die Gesellschaft auch im Jahr 2024 das angestrebte Umsatz- und Ergebnisniveau nicht erreichen. Eine reduzierte Anzahl an neue geplanten Fahrzeugmodellen sowie spätere Projektanläufe seitens der automobilen OEMs führte zu einer geringeren Beauftragung unserer Entwicklungsabteilung mit größeren Entwicklungsumfängen im Jahr 2024. Aufgrund der guten Marktvernetzung konnten zur Kompensation mehrere kleinere bis mittelgroße Aufträge gewonnen und umgesetzt werden.

Die Auftragslage im Jahr 2024 im Werkzeugbau war nicht nur bei der Gesellschaft, sondern weltweit zu gering. Eine verringerte Anzahl an neuentwickelten Fahrzeugen war auch hier der Haupttreiber. Eine Markterholung ist derzeit nicht erkennbar.

Durch den Serienhochlauf eines Großprojektes ab dem 2. Halbjahr 2024 werden sich die Absatzzahlen und damit auch der Umsatz der Serienfertigung gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhen. Dadurch sind die Kapazitäten im Bereich Kunststoffspitzguss und Montage sehr gut ausgelastet. Die Absatzzahlen werden in den kommenden Jahren auf einem hohen Niveau verbleiben.

Der Bereich Fahrzeugbau verzeichnet einen hohen Auftragsbestand. Die Nachfrage nach sondergeschützten Fahrzeugen ist durch die weltweiten Krisenherde sowie dem gestiegenen Bedürfnis nach Schutz deutlich gestiegen. Der Serienstart eines neu entwickelten Sonderschutzfahrzeugs hat zu Anlaufverlusten im Geschäftsjahr 2023 geführt. Die Anlaufphase ist zu Beginn des Jahres 2024 weitgehend abgeschlossen. Die Ausbringungsmenge an sondergeschützten Fahrzeugen konnte im Jahr 2024 deutlich gesteigert werden. Ab dem Jahr 2024 werden wieder nachhaltig positive Ergebnisbeiträge aus dem Bereich Fahrzeugbau erwartet.

In der Planung für 2024 wird von einem Umsatz von rd. 51,7 Mio. € und einem Jahresfehlbetrag von rd. 1,9 Mio. € ausgegangen.

Im Jahr 2024 beschäftigt die Gesellschaft im Durchschnitt 15 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter wird sich im Geschäftsjahr 2024 von 164 T€ um 20 T€ auf 184 T€ erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg von rund 12%. Die Materialaufwandsquote verbessert sich um rund 4% auf 54,1%. Die Personalaufwandsquote verbessert sich geringfügig um ca. 0,4 % auf 32,1%. Insgesamt erhöht sich der Personalaufwand durch den Aufbau der Beschäftigung im wertschöpfenden Bereich als auch durch notwendige Lohn- und Gehaltsanpassungen. Die Umsatzrendite verbessert sich von -5,8% um 3,9% auf -1,9%.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2024 im Rahmen der Konzernfinanzierungen Mittel zur Sicherung der Liquidität erhalten. Nach aktuellen Verhandlungen mit Finanzpartnern gilt die Finanzierung der gesamten Welp Group bis 2026 als gesichert. Farmingtons wird auch zukünftig in der Lage sein, Ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die Welp Holding GmbH erklärte zur Stärkung des wirtschaftlichen Eigenkapitals der Farmingtons Automotive GmbH im Jahr 2024 einen qualifizierten Rangrücktritt. Im Rahmen des Rangrücktritts hat die Welp Holding GmbH erklärt, für Forderungen aus Darlehen gegenüber der Farmingtons Automotive GmbH hinter den Forderungen der übrigen Gläubiger zurückzustehen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 wird sich verschlechtern. Für das Jahr 2025 erwarten wir eine Verbesserung.

IV. Chancen- und Risikobericht

Für den Geschäftsbereich Sonder- und Sonderschutzfahrzeuge zeichnet der Markt nach wie vor einen starken Wachstumstrend. Der weltweite Bedarf ist auf Grund gesellschaftlicher Spannungen, dem Schutzbedürfnis wohlhabender Bevölkerungsschichten, wachsender Terrorismusgefahr, der weltweiten Krisenherde wie auch dem Bedürfnis nach individuellen Fahrzeuglösungen weiterhin steigend. Als zusätzlicher Markt zeichnen sich auf Grund der neuen Krisen die europäischen Sicherheitsbehörden ab. Auch in diesem Markt ist der Kostenfaktor für die Kaufentscheidung nach wie vor wichtig, wenngleich auch der Anspruch an Qualität und technisch hochwertigen Lösungen steigt. Die Unternehmensgruppe bietet hierfür optimale Lösungen.

Die Systemkompetenz im Bereich der Sonder- und Sonderschutzfahrzeuge ist für staatliche und nichtstaatliche Organisationen, Automobilunternehmen und Individualkunden gleichermaßen interessant. Als Alleinstellungsmerkmale sind an dieser Stelle das spezialisierte Team von Konstrukteuren und Entwicklern mit OEM- und Kleinserienerfahrung, der eigene Prototypenbau, eine eigene Materialentwicklung sowie die Stärke eines flexiblen Gesamtfahrzeugbaus zu nennen.

Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen eröffnen im Markt der sondergeschützten Fahrzeuge neue Vertriebsperspektiven der WELP Group wie auch neuartige Materialentwicklungen und Fertigungstechnologien für die Fahrzeuge von morgen.

Material- und prozessseitige Innovationen werden weiterhin als wesentlicher Treiber für profitables Wachstum angesehen. Die hierzu laufenden regelmäßigen Workshops im Rahmen des Innovationsmanagements und deren praktische Umsetzung leisten hierbei einen wichtigen Beitrag. Die Attraktivität des Unternehmens sowie die eigene Ausbildung kann weiterhin den Zufluss an geeignetem Fachpersonal sichern.

Zur Verbesserung der Effizienz von Prozessen sowie der Produktqualität und zur Kapazitätsausweitung wird in den Folgejahren auch weiter in Maschinen, Anlagen und IT-Themen (Prozesse, Software, Hardware) investiert.

Marktveränderungen, Gesetzgebungen, neue Wettbewerber und das Risiko erneuter Finanzmarktschwächen oder Krisen können als latentes Risiko das Kaufinteresse an Neuwagen belasten und somit die Automobilhersteller in Ihrer Entwicklung hemmen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der mit geringeren Lohnkosten operierenden ausländischen Anbieter in den Segmenten Automotive und Sonderschutz, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Effizienz und insbesondere durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Hinzu tritt der bei geringen bis mittleren Serienstückzahlen vorhandene Vorteil geringerer Logistikkosten bei der Belieferung inländischer Produktionen. Dennoch nutzt das Unternehmen auch hier den Vorteil eines ausländischen Standortes der Unternehmensgruppe.

Das Unternehmen profitiert zunehmend davon, dass man sich vertrieblich auf Kunden spezialisiert bzw. diese aufgebaut hat, welche eher hochpreisige Fahrzeuge produzieren bzw. an denen Interesse hat und sich als krisenunabhängiger darstellen.

Die Stärkung der technischen Basis des Unternehmens durch investive Maßnahmen wie auch die Weiterentwicklung des Unternehmens in neue technologische Tätigkeitsfelder mittels eigenem Kompetenzaufbau und Kooperationen mit Instituten und Hochschulen aber auch der Austausch mit einem strategischen Kooperationspartner wird auch langfristig den Standort sichern. Im Rahmen der Neustrukturierung der Produktionsabläufe werden vorhandene Hallenflächen hinsichtlich ihrer Nutzung umgewidmet und die effektive Produktionsfläche dadurch erweitert. Die zusätzliche Produktionsfläche wird aufgrund des Umsatzwachstums benötigt.

Die Kräfte der Unternehmen im Konzernverbund der Welp Group werden weiter gebündelt, um durch Innovationen, zusätzliche Leistungen und eigene Produkte mehr Unabhängigkeit von Großkunden zu erreichen. Die Nutzung von Synergieeffekten innerhalb der Gruppe in produktiven - aber auch administrativen Bereichen - ist hierbei eine Selbstverständlichkeit und intensiviert sich aktuell u.a. durch die aktive Arbeit von Facharbeitsgruppen. Den Kunden wird so ein vollumfängliches Systempaket für die Entwicklung und Fertigung im Sonderfahrzeug- und Sonderschutzbereich sowie im Bereich Werkzeugbau und Serienfertigung geboten.

Die Akquisition neuer Kunden und Aufträge wird durch intensive Aufwendungen im Marketing- und Vertriebsbereich auf Basis eines einheitlichen Marketingauftritts gewährleistet. Die gestiegene Bekanntheit und gute Reputation des Unternehmens ermöglicht die weitere Etablierung einer breiten und diversifizierten Auftrags- und Kundenbasis der Farmingtons Automotive GmbH sowie eine erhöhte Attraktivität für Personal und Kooperationspartner im In- und Ausland.

Neue Kunden, aber auch aktuelle Anfragen und Verhandlungsphasen mit potenziellen Neukunden im In- und Ausland bestätigen diese Entwicklung.

Die Automobilindustrie steht auch im Jahr 2024 vor intensiven Veränderungen - der Transformation - und bietet gerade deshalb Potentiale für die Farmingtons Automotive GmbH und den Verbund der Welp Gruppe - vor allem im Sonderfahrzeugbau.

Die Branche ist weiterhin getrieben von dem Streben nach umweltfreundlicheren oder zumindest alternativen Antrieben und Mobilitätsdienstleistungen. Hinzu kommt der, aktuell insbesondere von branchenfremden Konzernen dominierte Trend zur "neuen Mobilität", welche als Kombination von Carsharing und autonomen Fahren verstanden werden kann. Diese ausgesprochen investitionsintensiven Themen werden flankiert durch den Wettbewerb zu ausländischen Mitbewerbern, welche aufgrund ihres Lohnniveaus Preisvorteile erzielen können, die zu einem Preisverfall der Leistungen und Produkte und zu einem Know-How Verlust am Standort Deutschland führen können. Gerade in Zeiten vergleichsweiser hoher Arbeitskosten und wachsender Unflexibilität ist Deutschland hierfür anfällig.

Der auf diesem Wege durch die Fahrzeughersteller oder international operierende "Tier 1 Supplier" erzeugte Kostendruck wirkt sich unmittelbar ertragsmindernd aus. Gleichzeitig steigt der Kostendruck auf die in Deutschland produzierenden Unternehmen, bedingt durch den demografisch verursachten Fachkräftemangel in Deutschland, welcher darüber hinaus zu Kapazitätsengpässen führen kann, sowie den hohen Energiekosten.

Diesem Trend kann effektiv nur durch hochwertige Technologien mit USP-Charakter, vergleichsweise komplexen Produkten sowie einem sehr hohen Qualitätsstandard der Produkte in Verbindung mit einem gesunden Maß an Automatisierung am Standort Deutschland begegnet werden. Nur ein höherer Innovationsgrad der deutschen Automobilindustrie rechtfertigt die höheren Arbeitskosten im Vergleich zum Wettbewerb.

Die Motivation zur Investition in Innovation und Erschließung neuer Standorte - z.B. der Fertigung in Auslandsstandorten - sowie in Partnerschaften und Kooperationen, wird somit auch für mittelständische Engineering- und Zulieferunternehmen stärker.

Das Unternehmen als Tochtergesellschaft der Welp Holding GmbH hat sich in den letzten Jahren wesentlich breiter aufgestellt, was sowohl durch den gewachsenen Kundenstamm als auch durch das erweiterte Produktportfolio deutlich wird.

Durch Personalmarketing sowie die Förderung der innerbetrieblichen Ausbildung wurde dem drohenden Fachkräftemangel entgegengewirkt. Personalkapazitäten können der tatsächlichen und zu erwartenden Auftragslage angepasst werden. Investitionen werden in enger Abstimmung mit den aktuellen Marktbedürfnissen und der langfristigen Unternehmensstrategie getätigt. Das Unternehmen ist somit auch bei Veränderungen des wirtschaftlichen Umfeldes gut aufgestellt.

Die Planungssicherheit ist für das Jahres 2024 hoch. Aufgrund der guten Auftragslage im Bereich Fahrzeugbau und Serienfertigung ist zudem die Perspektive für die Folgejahre trotz oder gerade wegen eines volatilen wirtschaftlichen und politischen Umfeldes gut.

Den durch den Krieg in der Ukraine und weiteren Krisenherden entstehenden Risiken, wie die einer schrumpfenden Weltwirtschaft, einer weltweit zu erwartenden geringeren Anzahl an Aufträgen für Neufahrzeuge, zeitlichen Versorgungsengpässe etc. stehen jedoch auch eine Vielzahl an Chancen gegenüber. Gerade für den Bereich Sonderschutz und Sonderschutzfahrzeuge.

Nicht alle Marktbegleiter werden die Krise überstehen. Viele Automobilzulieferer waren vor der Corona-Krise bereits aufgrund ihrer Marktposition angeschlagen. Durch Insolvenzen und Firmenschließungen ist der Markt der Automobilzulieferer kleiner und Kapazitäten sind entfallen, wodurch Unternehmen wie die Farmingtons Automotive GmbH profitieren können.

Inflationsbedingt steigende Lohn- und Gehaltsaufwendungen wie auch steigende Zinsen für die Aufnahme von Fremdkapital belasten die Märkte und den Standort Deutschland zusätzlich.

Es sind aktuell keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, welcher mehrheitlich aus DAX-Unternehmen der Automobilindustrie und staatlichen Organisationen besteht. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Die Auftragslage ist mit einem erhöhten Vorfinanzierungsbedarf verbunden. Dieser Bedarf kann neben der laufenden Geschäftstätigkeit bzw. den Erträgen aus der Abwicklung der Aufträge nur über Fremdmittel finanziert werden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine detaillierte mehrere Monate vorausschauende Liquiditätsplanung mehrfach wöchentlich gepflegt. Für größere Projekte werden gesonderte Einzelpläne erstellt, welche in den Gesamtliquiditätsplan einfließen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft hat sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in den zurückliegenden Jahren verschlechtert, ist aber als hinreichend zu bezeichnen. Zur Verstärkung der Liquidität hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 weitere Finanzierungsmaßnahmen implementiert.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, werden durch Sicherungsgeschäfte kompensiert.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Georgsmarienhütte, 15. Oktober 2024

Ronald Gerschewski, Geschäftsführer

Thomas Köllgen, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss mit dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Farmingtons Automotive GmbH, Georgsmarienhütte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Farmingtons Automotive GmbH, Georgsmarienhütte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Farmingtons Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 15. Oktober 2024

SRP Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Rogalli, Wirtschaftsprüfer

Philipp Heimbach, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde am 21. Oktober 2024 festgestellt.

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