DLT Finance Holding AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Georg Bergmann seit 4.2.2026 | Geschäftsführer |
Roger Wurzel seit 23.2.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Wölfing seit 23.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DLT Securities GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023DLT Securities GmbH, Frankfurt am MainA. Grundlagen der DLTS 1. Das Geschäftsmodell Die DLT Securities GmbH, vor der Umwandlung in 2022: DLT Subsidiary AG, (nachfolgend "DLTS") wurde im September 2019 als Vorratsgesellschaft in Frankfurt am Main gegründet und im Mai 2020 von der DLT Finance Holding AG erworben, um primär institutionellen Kunden technisch und regulatorisch möglichst sichere Krypto-Handelsdienstleistungen anzubieten. In Ergänzung der weiteren Dienstleistungen der DLT-Schwesterunternehmen, insbesondere die Verwahrung von Kryptowerten für Kunden, soll so ein komplettes Angebot aus Handel und Verwahrung von Kryptowerten "aus einer Hand" angeboten werden können. Zentraler Teil des Geschäftsmodells der DLTS ist die Verwendung einer hochsicheren und gleichzeitig funktionalen Handels-Infrastruktur, um ein möglichst sicheres und effizientes Service-Angebot machen zu können. Den Kunden soll der Handel und die Verwahrung digitaler Assets so sicher, so reguliert und so komfortabel gemacht werden, wie dieser es aus dem Handel mit traditionellen Finanzinstrumenten gewohnt ist. Die Sicherheit der digitalen Vermögenswerte und der Kundengelder ist dabei der oberste Grundsatz des Geschäftsmodells und der technischen und regulatorischen Infrastruktur. Derzeit unterstützt DLTS mehr als 200 digitale Vermögenswerte für die Verwahrung und baut die Unterstützung weiterer digitaler Vermögenswerte auf Basis der Kundennachfrage aus. Nach ihrer Gründung im Jahr 2019, dem Erwerb der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft DLT Finance Holding AG und der Erteilung der beantragten Lizenzen wurde die DLTS im September 2022 operativ tätig. 2. Rechtliche Struktur/Die Gesellschaft Der DLTS hat im Dezember 2020 bei der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (nachfolgend: "BaFin") Erlaubnisse nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (nachfolgend: "WpIG") beantragt. Mit Bescheid vom 27. April 2022 wurden der DLTS die nachfolgenden Erlaubnisse erteilt:
Mittels dieser Erlaubnisse betreibt die DLTS ein Handels- und Abwicklungssystem für Kryptowerte ("DLT-Handelssystem") und ist als Wertpapierinstitut unter der BaFin-ID: 10159536 registriert.
Der Geschäftssitz der DLTS liegt in Frankfurt am Main. 3. Ziele und Strategie
Die DLT Finance Holding AG bietet mittels ihrer Tochtergesellschaften, zu der auch die DLTS gehört, ein kombiniertes Dienstleistungsangebot für digitale Vermögenswerte unter der Marke DLT Finance. Dies ermöglicht eine effektivere und kundenorientierte Kommunikation der gesamten Dienstleistungen der Gruppe und ein auch in wirtschaftlicher Hinsicht kombiniertes Serviceangebot an die Kunden. Aus diesem Grund hat die DLT Markets AG mit Sitz in Liechtenstein (Schwestergesellschaft der DLTS) im Geschäftsjahr 2020 eine technische Infrastruktur aufgebaut, die es institutionellen und professionellen Kunden ermöglicht, mit digitalen Vermögenswerten an mehreren Handelsplätzen und in mehreren Währungen zu handeln. Ziel ist es, diesen Kunden den Zugang zu Handelsplätzen für digitale Vermögenswerte und zu anderen Liquiditätsanbietern zu bieten und über die Infrastruktur das Order-Routing, die Speicherung von Orderdaten sowie das Positionsmanagement für alle Kunden und Vermögenswerte abzubilden. Die Plattform ist darüber hinaus in der Lage, Barzahlungsinstruktionen an die "Clearing"-Stelle und Abwicklungsinstruktionen für digitale Vermögenswerte zu liefern und ist in die Verwahrungsinfrastruktur der DLT Custody GmbH integriert. Dies ermöglicht einen nahtlosen Abwicklungsprozess für digitale Vermögenswerte. Die DLTS nutzt diese gruppeninterne, technische Infrastruktur steht den Kunden im Rahmen des Eigenhandels oder eines Finanzkommissionshandels als Gegenpartei zur Verfügung, um eine sichere und transparente Orderausführung und Abwicklung der Handelsgeschäfte zu gewährleisten. Die technische Infrastruktur kann auch in die technischen Systeme institutioneller Kunden, insbesondere Kernbankensysteme integriert werden. 3.2. Basis der DLT-Geschäftsstrategie Die DLT-Gesellschaften kooperieren mit Banken und Zahlungsdienstleistern, um ihre derzeitigen und künftigen Dienstleistungen zu erbringen, da diese auch mit der Abwicklung von FIAT-Zahlungen verbunden sind, die nur von Vollbanken erbracht werden dürfen. Auf diese Weise kann ein vollständiger Service für den Kunden erbracht werden. Teil dieses Angebots ist insbesondere, dass die Kunden einen eigenen direkten Login zur DLT- Plattform haben, bzw. eine elektronische Anbindung an ihr eigenes Handelssystem und so ihre Aufträge direkt im System platzieren können. Alternativ sollen die Kunden auch die Möglichkeit erhalten, bei einem Trading Desk der DLTS zu platzieren, die dann die Order für Rechnung des Kunden ausführt. 3.3. Strategische Zielgeschäftssegmente und deren Zielkunden Die Zielkunden der DLT Finance-Gesellschaften und somit auch der DLTS sind institutionelle und professionelle Kunden, die entweder bereits ein Engagement in digitalen Vermögenswerten haben oder ein Engagement in dieser neuen Anlageklasse anstreben. Bei diesen institutionellen und professionellen Kunden kann es sich um regulierte Finanzinstitute wie Banken, Broker-Dealer, Wertpapierhandelsbanken, Vermögensverwalter, Hedge-Fonds, Family Offices, Market Maker oder professionelle Händler handeln. Die Zielmärkte sind aus regulatorischer Sicht die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) einschließlich Liechtenstein. Darüber hinaus beabsichtigt die DLTS digitale Vermögenswerte von Kunden der DLT Finance-Gesellschaften, welche im Zusammenhang mit der Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG zu qualifizieren sind, beim Erwerb und der Umschichtung von Assets zu unterstützen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Angebot, die Handels- und Abwicklungsplattform als "White-Label-Lösung" ausgewählten Finanzintermediären und strategischen Partnern anzubieten. Im Rahmen eines solchen Software-as-a-Service-Angebots erhalten Kunden die komplette Infrastruktur (Front- und Backend) und auf Wunsch auch die Integration in die DLTS zur sicheren Verwahrung digitaler Vermögenswerte in ihre bestehende Infrastruktur. Die Kunden oder strategischen Partner haben so den Vorteil, eine vollständige und aufeinander abgestimmte technologische Infrastruktur nutzen zu können, um ihren institutionellen und professionellen Kunden wiederum Brokerage-Dienstleistungen zu bieten. Zusätzlich wird den Kunden oder den strategischen Partnern die sichere Verwahrung der Assets durch die DLT Custody GmbH offeriert. 3.4 Key Performance Indicators (KPIs) als Steuerungsinstrument der DLTS Eines der Hauptziele der Strategie der DLTS ist das profitable Umsatzwachstum in den vorgestellten Zielsegmenten. Daher werden die Umsatzerlöse in den Segmenten geprüft und der Planrechnungen gegenübergestellt. Darüber hinaus wird bei der DLTS ständig die freie Liquidität und die aktuellen und künftigen Zahlungsströme überwacht. Die DLTS fungiert als Teil des kombinierten Dienstleistungsangebots der DLT-Gesellschaften. Eine alleinige Handelsdienstleistung wird Kunden selbstverständlich auch angeboten. Der Unterschied zu Wettbewerbsunternehmen ist allerdings, dass die DLT-Gesellschaften, den Kunden sowohl Handel als auch Verwahrung von Kryptowerte "aus einer Hand" anbieten können, d.h. aus dem gleichen Unternehmensverbund heraus aber auf Basis einer einheitlichen technischen Infrastruktur, die es dem Kunden ermöglicht, nur eine technische Integration umzusetzen und damit sowohl den Handel als auch die Verwahrung von Kryptowerte in Anspruch nehmen. Dies erlaubt es auch, ein gemeinsames strategisches und damit ein gemeinsames preisliches Angebot der DLT-Gesellschaften machen zu können. Aufgrund der Tatsache, dass die DLTS ihre erlaubnispflichtige Geschäftstätigkeit erst im September 2022 aufgenommen hat, konnte eine konkrete Kundenansprache auch erst nach diesem Zeitpunkt erfolgen. Auch aufgrund des bestehenden Interesses der bereits bestehenden Beziehung der DLT Custody GmbH zu institutionellen Kunden konnten in der kurzen Zeit Monaten bis zum Jahresende 8 institutionelle Kunden ongeboarded werden. Im Laufe des Jahres 2023 kamen 11 weitere institutionelle Kunden hinzu. 4. Die konjunkturelle Lage und das Geschäftsumfeld
Das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Für 2025 erwartet es eine leichte Beschleunigung auf 1,3 Prozent, bislang hatte das ifo nur 1,2 Prozent vorhergesagt. Der Preisauftrieb verlangsame sich. In der zweiten Jahreshälfte werde die Inflationsrate auf 2 Prozent sinken. Hierzu trügen vor allem sinkende Energiepreise bei. Doch die Inflation der konsumnahen Dienstleistungen werde noch eine Weile deutlich über 3 Prozent liegen, da dort kräftig steigende Löhne zu Buche schlügen. Der international viel kritisierte Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz wird von 171 Milliarden Euro in 2022 auf 285 Milliarden in 2023 springen, im Jahr 2024 wird er sogar 316 Milliarden erreichen. Das wären dann 7,5 Prozent der Jahres-Wirtschaftsleistung. 4.2. Branchen- und Marktumfeld Grundsätzlich sollten Investoren beachten, dass in der Krypto-Branche in den vergangenen Jahren ein Wandel zu beobachten war: Nachdem sie sich lange Zeit weitestgehend unabhängig von anderen Anlageklassen entwickelt hat, spielen nun branchenfremde Entwicklungen eine stärkere Rolle. Immer mehr institutionelle Anleger sind am Krypto-Markt engagiert und fällen ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen in Abhängigkeit vom Gesamtmarkt. Das bedeutet: Klassische Marktindikatoren wie Inflation, Zinsentwicklung oder die geopolitische Situation beeinflussen auch die Kursentwicklung im Krypto-Bereich. Natürlich hat das Geschehen innerhalb der Krypto-Szene nach wie vor starken Einfluss. Es ist aber nicht mehr der allein entscheidende Faktor. Die klassischen Kreditinstitute wollen sich dem Krypto-Markt öffnen und zumindest Verwahrmöglichkeiten anbieten, jüngst zum Beispiel die Commerzbank. Auch dies ist ein entscheidender Treiber für die ganze Branche. Die Tokenisierung von Kapitalanlagen, Beteiligungen und anderen Assets ist auf dem Vormarsch. Ein Systemwechsel ist zwar noch in weiter Ferne, doch man probiert sich aus. 5. Die Entwicklung des Geschäfts der DLTS
DLTS bietet ihren Kunden Handelsmöglichkeiten für über eine Vielzahl von Kryptowerten, sofern diese Werte technisch gehandelt und verwahrt werden können, insbesondere eine On Chain Due Diligence möglich ist. Den Kunden wird entweder eine Gebühr für die Ausführung berechnet, oder dem Kunden wird diese Gebühr in den Spread, der dem Kunden offeriert wird, eingepreist. Im letzteren Fall wird das Geschäft regulatorisch im Wege des Eigenhandels (im eigenen Namen als Dienstleistung für Dritte) abgewickelt, sofern eine separate Gebühr erhoben wird, kann das Geschäft auch im Wege des Kommissionsgeschäfts getätigt werden. DLTS bietet seinen Kunden den Service an, gemeinsam mit der Schwestergesellschaft auch die Verwahrung der Token vorzunehmen. In diesem Fällen, kann entweder eine separate Verwahrgebühr erhoben werden, oder ein gemeinsames Preisgefüge angewandt werden, in dem die Verwahrleistung ggf. gruppenintern vergütet wird. Sofern die DLTS in ihrer Kundenakquise von der kombinierten Verwahrmöglichkeit profitiert, ist ihr eine interne Verrechnungsleistung zu berechnen. 5.2. Die Bilanzdaten der DLTS Die DLTS weist zum Bilanzstichtag einen Bankbestand von 1.713 T€ (Vorjahr 887 T€) aus. Die DLTS weist zum Jahresende ein Eigenkapital von 1.325 T€ (Vorjahr 1.468 T€) mit einer Eigenkapitalquote von 57,8% (Vorjahr 85,0%) auf. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist mit der Aufnahme der Geschäftsaktivitäten und der damit hohen Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Umsatz begründet.
Die DLTS erzielte zum Geschäftsjahresende einen Jahresfehlbetrag von 642 T€ von (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 611 T€).
Die Zahlungsfähigkeit der DLTS war im Berichtszeitraum und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses jederzeit gegeben. Über diesen Zeitpunkt hinaus ist der Geschäftsbetrieb der DLTS aufgrund ihrer flachen Kostenstruktur liquiditätsschonend organisiert. Unter den DLT Finance Gesellschaften werden die jeweiligen Kosten von 2022 an verursachungsgerecht verteilt. So werden beispielsweise Personalkosten anteilig verrechnet. Durch das Kundenwachstum und ein gutes Forderungsmanagement wird sichergestellt, dass die gestellten Rechnungen rechtzeitig bezahlt werden. Die DLT Finance Gesellschaften haben zudem die Zuführung externer Mittel im Rahmen einer Investorenbeteiligung vereinbart und umgesetzt, die zu einer Ausfinanzierung bis mindestens Ende 2023 geführt hat. Im Sommer 2023 hat die DLT Finance Holding AG als Holdinggesellschaft der DLTS und der DLT Securities GmbH eine Wandeldarlehensfinanzierung mit einem strategischen Partner über einen mittleren einstelligen Millionenbetrag abgeschlossen, mit der sowohl das Wachstum der Gesellschaft, als auch die Kooperation mit dem strategischen Partner, der aus dem regulierten Schweizer Markt stammt, bis Ende 2026 finanziert werden soll. B. Risikobericht 1. Risikomanagement und die aktuellen Risikoschwerpunkte
Im Risikotragfähigkeitskonzept hat die DLTS ihre Tätigkeitsbereiche und die Geschäftsstrategie der Gesellschaft niedergelegt, wie sie auch im Geschäftsplan zum Erlaubnisantrag der Aufsicht vorgestellt wurde. Die Aktivitäten der Gesellschaft umfassen primär den institutionellen Handel mit Kryptowerten im Wege des Eigenhandels oder des Finanzkommissionsgeschäfts.
Die Geschäftsstrategie und die daraus resultierende Risikosituation hat die Geschäftsleitung als Basis für die auf das (zukünftige) Kryptohandelsgeschäft ausgerichtete Risikostrategie entwickelt und daraus wiederum in der Risikotragfähigkeitsanalyse, die für das Geschäft notwendige Eigenmittelausstattung, bestimmt. Die Risikostrategie ist zentraler Bestandteil der geschäftsstrategischen Planungen der DLTS und der DLT-Unternehmen insgesamt. Sie gibt einen Überblick über die sich aus dem Handelsgeschäft ergebenden potenziellen Risiken und geht auf die Ausgestaltung des Risikomanagements für die relevanten Risikoarten unter Berücksichtigung der Risikolimitierung durch die vorhandenen Eigenmittel ein. Die Geschäftsleitung hat sich auch mit den kryptospezifischen Risiken auseinandergesetzt, insbesondere mit den Gefahren eines Verlustes der zu den Kryptowerten von Kunden gehörenden privaten Schlüsseln während der Abwicklung der Handelsgeschäfte. Die Risikostrategie beachtet auch den Umstand, dass solche Angriffe auf Verwahrwallets nicht nur von außen, sondern auch von intern durch Mitarbeiter erfolgen können. Das Risikokonzept wappnet sich daher dagegen durch die Nutzung von Multisign-Wallets und eine sorgfältige Auswahl der mit Zugriffsrechten ausgestatteten Personen, sowie ein durchgängiges 4-Augen bzw. "2 aus 3" Berechtigungssystem in den sicherheitsrelevanten Bereichen.
Die Risikostrategie und das Risikotragfähigkeitskonzept bestimmen die Risikobetrachtung und das Risikomanagement. Die Gesellschaft erbringt ausschließlich Handelsdienstleistungen gegenüber Kunden. Die mit den Kunden getätigten Geschäfte mit Kryptowerten unterliegen zwischen dem Abschluss des Kundengeschäfts und der Eindeckung dieser Position einem Kursrisiko. Aufgrund der derzeit mit den Kunden präferierten Vereinbarung, dass der Kunde Kryptowerte bzw. FIAT-Geld vor seinem Handelsgeschäft bei der DLTS einliefern muss, ist es der DLTS möglich, eine umgehende Eindeckung vorzunehmen. Das Kursrisiko ist so begrenzt und im verbleibenden Umfang im Spread berücksichtigt. Unter Risikogesichtspunkten ist die sichere, d.h. aus Compliance- und AML-Gesichtspunkten unauffällige Einlieferung und die sichere Verwahrung der Assets für die Gesellschaft ebenfalls entscheidend. Die Einlieferung der Assets wird daher nach einem umfangreichen KYC und Onboardingprozess des Kunden bei jeder Transaktion und für jede einliefernde Adresse (wallet) (unter Einbeziehung der Schwestergesellschaft DLTC) gesondert geprüft und mittels eines externen On- Chain-Due Diligence Dienstleisters auf Auffälligkeiten gescreent. Je nach Ergebnis wird der Transaktion ein Risikolevel zugeordnet und bei Überschreiten der internen Grenzwerte abgelehnt. Auch bei der Auslieferung der Assets an den Kunden kann dieser nur zuvor überprüfte und "gewhitelistete" Adressen benennen. 2. Wesentliche Risiken
Die DLTS legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, da diese regulatorische und technische Qualifikationen besitzen müssen. Kunden: Das Geschäftsmodell der DLTS ist auf institutionelle Kunden im regulierten Umfeld ausgerichtet. Gleichwohl ist eine intensive Prüfung von neuen und auch bestehenden Kundenbeziehungen essenziell. Dies gilt auch für die technisch auf dem aktuellen Stand befindlichen On-Chain Due Diligence Werkzeuge zur Prüfung der Herkunft der eingelieferten Kryptowerte durch die hiermit beauftragte Schwestergesellschaft DLT Custody GmbH.
Klassische Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften der Gesellschaft, namentlich Abwicklungs- und Erfüllungsrisiken (Settlement Risks) bestehen in gewissem Umfang aber generell. Diese bestehen insbesondere bei Geschäften mit Kunden, die im Eigenhandel abgewickelt werden und bei denen das Eindeckungsgeschäft zeitlich verzögert getätigt wird. Aufgrund der Tatsache, dass die DLTS ihre Kundengeschäfte derzeit im Request-for-Quote Verfahren tätigt (Im Finanzkommissionsgeschäft ist das Risiko aufgrund der tatsächlichen Zug-um-Zug Belieferung der für den Kunden an einem Handelsplatz platzierten Order wesentlich geringer), bei dem der Quote ständig an die tatsächliche Eindeckungssituation angepasst wird, und eine Eindeckung nach der internen Risikovorgabe derzeit unverzüglich nach dem Geschäftsabschluss mit dem Kunden erfolgt, ist das Adressausfallrisiko als gering einzustufen. Anders wäre es, wenn die DLTS als Marketmaker auf einer fremden Plattform agieren würde oder anderen externen Ausführungsverpflichtungen unterliegen würden, die dazu führen würden, dass ein Geschäft mit dem Kunden eingegangen werden muss, obwohl eine unklare oder wirtschaftlich ungünstige Eindeckungssituation besteht. Dies ist nicht der Fall, ist die Eindeckung nicht sicher und wirtschaftlich sinnvoll, möglich wird der Quote gegenüber dem Kunden entsprechend angepasst oder unterbleibt ganz. Nach dem Geschäftsmodell und nach Art und Durchführung der Dienstleistung treffen DLTS etwaige Kreditausfallrisken daher nur sehr bedingt zu. Auch Risiken aus Finanzinstrumenten im Anlagebuch bestehen nicht, da nach den unternehmenseigenen Kriterien keine Positionen im Anlagebuch gehalten werden. Adressenausfallrisiken bestehen zudem noch in Form von kurzfristigen Forderungen aus ausstehenden Kostenweiterbelastungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Da die kurzfristigen Forderungen zumeist gegenüber eigenen Verbundunternehmen oder aus den Geldkonten bei der Hausbank bestehen, ist das Ausfallrisiko insoweit aber gering.
DLTS berücksichtigt bei der Betrachtung des Liquiditätsrisikos auch ihr (Zahlungsunfähigkeits-) Risiko, den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht bzw. nicht im vollen Umfang oder nicht termingerecht nachkommen zu können, ihr Finanzierungsrisiko, das darin besteht, dass die im Gründungs- und Lizenzierungsprozess notwendigen Kosten die Erträge übersteigen und insofern eine externe Finanzierung durch Investoren notwendig ist. Aus diesem Grund wurden die oben genannten weiteren Finanzierungsmaßnahmen vereinbart.
Für die DLTS sind operationelle Risiken, die sich grundsätzlich aus IT-Betriebsrisiken, Personal-, Rechts- und steuerlichen Risiken ergeben, ganz überwiegend im IT-Betrieb verortet. Die DLTS begegnet diesen operationellen IT-Risiken durch eine im Verhältnis zur Unternehmensgröße überdurchschnittlichen Anzahl hochqualifizierter IT-Mitarbeiter und eine dem stark IT-getriebenen Geschäftsmodell Rechnung tragende IT-Infrastruktur. Neben der Sicherstellung ausreichender personeller Ressourcen und Vertretungsmöglichkeiten achtet die Geschäftsleitung auf das Risiko des Verlustes von Schlüsselpersonen wie z.B. den IT-Leiter. Die DLTS hat umfangreiche Sicherheitsmechanismen zum Schutz der Kundenassets eingerichtet, die das Risiko eines Verlusts der verwahrten Assets sowohl durch eine Bedrohung von Dritten, aber auch mittels einer Kollaboration eines Dritten mit einem internen Mitarbeiter weitestgehend minimiert. Zudem besteht ein detailliertes Notfallkonzept, das das Risiko der Ausfälle von technischen Dienstleistern oder sonstige technische Einschränkungen minimiert und einen jederzeitigen, notfalls streng reglementierten und überwachten manuellen Zugriff auf die verwahrten Assets gewährleistet. Die operationellen Risiken wurden in einer Risikomatrix zusammengetragen und gewichtet. Zu allen operationellen Risiken wurden entsprechenden Maßnahmen erarbeitet, die die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die Schadensumme im erheblichen Maße reduzieren. Hierbei wurden auch die verwahrten Krypto Assets in die Risikobetrachtung mit einbezogen.
Das strategische Risiko der Nichtrealisierung des geplanten Geschäftsmodells ist bereits mit der Bündelung der Dienstleistungen der DLT-Gesellschaften minimiert. Nach den bisherigen Erfahrungen im Marktumfeld wächst der Kryptomarkt nach Durchlaufen der Kryptokrise wieder aus steigender Nachfrage der Anleger heraus, aber auch aufgrund der Erkenntnis bisher unregulierter Nicht-EU Kryptoplattformen und -dienstleister, dass in der EU, besonders aber in Deutschland, Lizenzen und Transparenzgrundsätze notwendig sind, um überhaupt tätig zu werden. Diese Gesellschaften benötigen Kooperationspartner, um europäische bzw. deutsche Kunden ansprechen zu können. Diese Entwicklung wird eine weitere Nachfrage nach regulierten Kryptodienstleistungen nach sich ziehen, da auch die Kryptokrise dazu geführt hat, dass die noch vorhandene Nachfrage vornehmlich in sichere und regulierte Dienstleistungen kanalisiert wird. Vor diesem Hintergrund ist das Interesse auf Investorenseite nach wie vor vorhanden, in regulierte Kryptodienstleister zu investieren, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können. Das strategische Risiko, das Geschäftsmodell nicht wirtschaftlich umsetzen zu können, d.h. keine Investoren für die geplanten Kapitalrunden zu finden, ist daher aus Sicht der DLTS beherrschbar. 3. Risikomanagementsystem (§ 289 Abs. 2 Nr. 2a HGB) Das Risikomanagement ist abgestimmt mit dem der DLT-Gruppe, da nicht nur die Dienstleistungen kombiniert angeboten werden, sondern auch die Risikosteuerung gemeinsam vorgenommen wird. Die Geschäftsführung hat ein ordnungsgemäß funktionierendes Risikomanagementsystem installiert, um eine Früherkennung von Risiken zu ermöglichen. Dabei sind insbesondere die Besonderheiten der Vorschriften des KWG hinsichtlich der Eigenkapitalgrundsätze berücksichtigt. Preisänderungsrisiken sind vorliegend vernachlässigbar. Adressenausfallrisiken bestehen insbesondere gegenüber Verbundgesellschaften und den Hausbanken. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Gründungs- und Lizenzierungsphase als wesentlich eingestuft. Diese werden auch unter Stressbedingungen engmaschig überwacht und mittels eine granularen Kapital- und Liquiditätsplanung überwacht. Das Risikocontrolling erfolgt durch die Gesellschaft selbst und innerhalb der Gesellschaft. Die DLTS hat eine interne Revision implementiert. 4. Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft (§ 289 Abs. 2 Nr.5 HGB) Obgleich die dann für die DLTS verbindliche Wertpapierinstituts-Vergütungsverordnung noch nicht in Kraft ist, hat die Gesellschaft Grundzüge des Vergütungssystems analog § 25a KWG in ihren Organisationsrichtlinien niedergelegt. Die Geschäftsleitung wird danach auf die in den europäischen Verordnungen und im KWG verankerten Grundsätze achten, dass variable Vergütungen in einem angemessenen Verhältnis zur fixen Vergütung stehen sollen, dass die Eigenmittelbasis der Gesellschaft nicht durch die variablen Vergütungen gefährdet werden darf und dass die Festsetzung der Vergütung unter Beachtung der Risikotragfähigkeit im Rahmen mehrjähriger Kapitalplanungen und der Ertragslage berücksichtigt werden muss. Variable Vergütungen für Mitarbeiter oder Tantieme-Zahlungen für Geschäftsleiter sind bislang für die DLTS nicht vereinbart. Auch sonstige Mitarbeiter- und Anstellungsverträge mit Geschäftsleitern sind bis dato nicht mit der DLTS abgeschlossen worden. C. Wachstum und Ausblick
Der Sachverständigenrat rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,3%. Im Euro- Raum wird mit einem BIP-Wachstum von 1,5%, somit wird mit einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft gerechnet.1 Die DLTS geht, wie Marktbeobachter auch, davon aus, dass das Interesse an Kryptowerte in 2024 und darüber hinaus weiter wächst; allerdings gilt dies vor allem für die institutionelle Akzeptanz von Krypto Produkten, die in einem regulierten und beaufsichtigten Rahmen gehandelt werden. Es ist darüber hinaus zu beobachten, dass Anleger zunehmend Interesse für die Proof-of-Stake und Smart-Contract-Protokolle wie Solana, Cardana, Polka Dot, Polygon und Avalanche zeigen. Mit der Zulassung von Krypto-ETF im US-amerikanischen Markt durch die SEC erfolgte ein weiteres Signal, das nach Auffassung der DLTS zu einer Ausweitung der traditionellen Finanzbranche auf die Assetklasse "Krypto" führen wird, was den Gesamtmarkt wiederum beflügelt.
Für das Geschäftsjahr 2024, rechnet die DLTS mit einem Ausbau des institutionellen Kundenbestands und mit deutlicher Erhöhung des Handelsvolumens. Weiterhin rechnet die Gesellschaft mit dem Gewinn von Kunden, die ihrerseits ihren Bestandskunden sichere Kryptoverwahrung anbieten möchten, diese Dienstleistung aber aus technischen und/oder regulatorischen Gründen auslagern. Diese Kundengruppen, der DLTS können beispielsweise ausländische Verwahrer, Digitale Asset Börsen oder andere Finanzinstitute sein. Zusätzlich plant die DLTS mit Umsätzen durch Kunden der DLT Finance Gesellschaften. Weiterhin rechnet die DLTS mit der Umsetzung bereits vereinbarter Kooperationen mit großen internationalen Marktteilnehmern im Bereich Kryptohandel, die bisher keine Lizenz in Deutschland besitzen und somit den deutschen Markt nicht direkt ansprechen dürfen. Mit diesen Marktteilnehmern sind Vereinbarungen getroffen, die die personellen und technischen Investitionen, die ein solches Projekt erfordern, ausgleichen. Sollten diese Kooperationen wie geplant umgesetzt werden, ist ein erhebliches Kunden- und Handelsvolumen zu erwarten, dass zu einem deutlichen besseren Ergebnis, als geplant, führen dürfte. Gewisse Unsicherheiten im Markt- und Wettbewerbsumfeld bestehen in regulatorischer Hinsicht im Hinblick auf die Auswirkungen der Einführung der Markets in Crypto-Asset-Regulierung (MiCa). Da diese jedoch eine grundsätzliche Regulierung aller Kryptodienstleister im Blick hat, ist die DLTS von einer direkten regulatorischen Neuordnung der Lizenzlandschaft nicht negativ betroffen. Die DLTS erhofft sich im Gegenteil den positiven Effekt, dass die Harmonisierung der Lizenzlandschaft dazu führt, dass die DLTS (und die DLT Custody GmbH) ihre kryptobezogenen Dienstleistungen nicht nur - wie derzeit - in Deutschland, sondern vielmehr in ganz EU-Europa anbieten kann, sobald eine entsprechende EU-weite Regelung in Kraft tritt. Bezüglich der konkreten Auswirkungen der Entwicklung der Kryptomärkte erwarten wir, dass bei weiter wechselhaften Kursen für Kryptowerte auch die am Wert der Assets berechneten Fees zurückgehen könnten. Insofern reduziert sich der Ertrag bei Kunden, die langfristige Verwahrdienstleistungen in Anspruch nehmen. Handelshäuser, die ihrer Handelsabteilung oder ihren Kunden auch den Handel mit Kryptowerten anbieten hingegen profitieren von volatilen Entwicklungen. Insofern ist das Geschäftsmodell der DLTS ggf. bei der Preisgestaltung künftiger Kunden anzupassen, und die häufigere Ein- und Auslieferung zu bepreisen, nicht so sehr die reine Quantität einer Verwahrdienstleistung. D. Zusammenfassung In den Jahren 2020 bis 2022 konnte die Gründungs- und Lizenzierungsphase der DLT-Gesellschaften durchlaufen und weitgehend abgeschlossen werden. Neben dem Beschreiten des Prozesses der Lizenzerteilung konnte eine Finanzierungsrunde in 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Eine weitere Finanzierungsrunde in 2022 hat die langfristige strategische Planung entsprechend weiter abgesichert. Mit der weiteren Finanzierung eines strategischen Partners in 2023 ist die DLTS in den nächsten Jahren ausfinanziert und kann die Umsetzung der Kooperationsprojekte angehen. Die Geschäftsleitung geht nach heutigen Erkenntnissen davon aus, dass die DLTS ihre Zahlungsverpflichtungen decken kann und mit den eigenen Kostenstrukturen und erwarteten Erlösen die Unternehmensfortführung der DLTS über 2023 hinaus gesichert ist. Die Turbulenzen an den Finanz- insbesondere aber auch den Kryptomärkten führten und führen nach Ansicht der DLTS weiterhin zu einer hohen Volatilität im Markt. Für Anleger und Investoren bedeutet dies zwar eine Herausforderung, für Handelshäuser, die von Volatilität profitieren, allerdings auch eine erhebliche Chance. Kryptowährungen werden zunehmend als Zahlungsmittel von klassischen Zahlungsanbietern wie Banken und Kreditkartenunternehmen akzeptiert und auch traditionelle institutionelle Investoren und Finanzinstitute erweitern ihr Engagement auf die Assetklasse "Krypto". Diese Entwicklungen führen nach Ansicht der DLT-Gruppe zu einem stark wachsenden Handelsvolumen und damit zu einem stark wachsenden Bedarf an Lösungen zur regulatorisch und technisch sicheren Verwahrung und Abwicklung von Transaktionen. Genau diese Dienstleistungen erbringt die DLT-Gruppe, die daher sehr positiv auf die Entwicklung des Marktes und damit auch auf die künftigen Geschäftsaussichten blickt. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, 29.02.2024 gez. Roger Wurzel gez. Sebastian Wölfing BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023DLT Securities GmbH, Wertpapierinstitut Tiroler Straße 36, 60596 Frankfurt am MainAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die DLT Securities GmbH (nachfolgend: "DLTS") verfügt seit dem 27. April 2022 nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) über die Erlaubnisse, die folgenden Wertpapierdienstleistungen zu erbringen:
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264ff., 340a HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute RechKredV des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Gliederungsvorschriften des
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Der Handelsbestand wurde mit dem Stichtagskurs bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Sie werden gebildet, soweit Ausgaben vor dem Bilanzstichtag entstehen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenübergunden. Kunden sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Entwicklung des AnlagevermögensAngaben zu Forderungen an Kreditinstitute Als Forderungen an Kreditinstituten sind die Bankbestände in Höhe von 1.713.401,35 Euro (Vorjahr 887.029,63 Euro) ausgewiesen. Diese sind täglich fällig. Die Bankbestände sind im wesentlichen an die Bank Frick & Co AG, Balzers, Liechtenstein, verpfändet. Angaben zu Forderungen an Kunden Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von 30.980,98 Euro (Vorjahr 542,986,47 Euro). Darin enthalten sind Forderungen an die Muttergesellschaft DLT Finance Holding AG in Höhe von 3.435,76 Euro und an die beiden Schwestergesellschaften in Höhe von 12.545,22 Euro. Die Forderungen an Kunden sind innerhalb von einem Jahr fällig. Wertberichtigungen waren in Höhe von 7.500 Euro erforderlich und ist enthalten. Angaben zum Handelbestand Es bestand zum 31.12.2023 ein Bestand aus den Handelsaktivitäten mit Kryptowerten in Höhe von 237.846,05 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) hier ist ein Risikoabschlag von 5% 12.518,21Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) berücksichtigt. Angaben zu sonstigen Vermögensgegenständen Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Geld in Transit in Höhe von 166.971,34 Euro (Vorjahr 0,00 Euro). Angaben zu Rechnungsabgrenzungsposten In dem Rechnungsabgrenzungsposten wurden im wesentlichen vorausgezahlte Lizenzgebühren und Versicherungen in Höhe von 101.749,60 Euro (Vorjahr: 52.035,65 Euro) periodenanteilig abgegrenzt. Angaben zu Eigenkapitalentwicklung
Bei Aufstellung der Bilanz erfolgt unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust in Höhe von 1.469,339,27 Euro ein Verlustvortrag 827.640,93 Euro einbezogen. Angaben zu Rückstellungen Im Posten andere Rückstellungen sind Verbindlichkeiten enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge für ausstehende Rechnungen in Höhe von 55.000,00 Euro (Vorjahr: 43.050,00 Euro), die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. In dem Posten sind Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung in Höhe von 30.000,00 Euro enthalten. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Kunden In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 526.849,78 Euro (Vorjahr 0 Euro), sind erhaltene Kundengelder ausgewiesen, die für einen späteren Zeitpunkt für den Kauf von Kryptowerten verwendet werden oder ausbezahlt werden. Die Verbindlichkeiten sind Insolvenzgeschützt und können täglich zurückgezahlt werden. Angaben zu Verbindlichkeiten Die Gliederung der Fristigkeiten erfolgt im Sinne des § 340d HGB. Art der sonstigen Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft der DLT Finance Holding AG beläuft sich auf 219.441,08 Euro (Vorjahr: 7.456,66 Euro) und resultieren aus der internen Leistungsverrechnung. Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die aus der Weiterbelastung der Kosten, welche die Muttergesellschaft im Rahmen ihrer Holding Funktion für die DLT-Gruppe übernimmt, resultieren. Die Kosten betreffen im Wesentlichen Rechts- und Beratungsleistungen und anfallende Personalkosten, die aufgrund des Ausbaus von Kompetenzzentren in der DLT-Gruppe entstehen. Angaben zu Nachrangverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen bestehen nicht. Zusätzliche Erläuterungen und Pflichtangaben im Sinne der §§ 34 und 35 RechKredV waren nicht erforderlich. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Nettoertrag des Handelsstands Im Nettoertrag des Handels sind Erträge aus dem Handel mit Kryptowerten in Höhe von 256.313,73 Euro (Vorjahr 0 Euro) und Provisionserträge von Höhe von 139,77 Euro (Vorjahr 0 Euro) ausgewiesen, dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 91.752,05 Euro (Vorjahr 0 Euro) Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen Die sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Beratungsleistungen in Höhe von 520.906,22 Euro (Vorjahr: 518.297,11 Euro) und Erträge aus Konzernumlagen 150.243,11 Euro (Vorjahr 114.422,03 Euro) Angaben zu anderen Verwaltungsaufwendungen In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Konzernumlage in Höhe von 505.539,48 Euro (Vorjahr: 602.532,16 Euro) und Set up Gebühren in Höhe von 80.085,95 Euro (Vorjahr 5.326,45 Euro) und Rechts- und Beratungskosten 116.154,11 Euro (Vorjahr 93.717,79 Euro) enthalten. Zusätzliche Erläuterungen und Pflichtangaben im Sinne der §§ 34 und 35 RechKredV waren nicht erforderlich. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurde durchschnittlich 5 Angestellter beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Roger Wurzel (Dipl. Betriebswirt (FH), Frankfurt /Main) und Herrn Sebastian Wölfing (Rechtsanwalt, Frankfurt/Main) geführt. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bezüge der Geschäftsführer Die Bezüge der Geschäftsführung belaufen sich im Jahr 2023 auf 220.267,10 Euro (Vorjahr 217.307,50 Euro). Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 25.000,00 Euro (netto). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie bestanden am Bilanzstichtag nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Ausgehend von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 641.698,34 Euro ergibt sich unter Einbeziehung des Bilanzvortrages aus dem Jahr 2022 in Höhe von -827.640,93 Euro ein Bilanzverlust in Höhe von Euro 1.469.339,27 der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, 19.03.2024 Sebastian Wölfing Roger Wurzel Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DLT Securities GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DLT Securities GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DLT Securities GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dreieich, den 14. Juni 2024 Klotz
• Kalbas GmbH
Sybille Seifert-Klotz, Wirtschaftsprüferin Gerhard Klotz, Wirtschaftsprüfer |
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