Fuchs Kunststofftechnik GmbH
Industriestraße 2, 51709 Marienheide, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sara Leslie Sikora seit 16.12.2024 | Prokura |
Martin Dalmann seit 16.6.2023 | Prokura |
Elfrun Fuchs seit 16.6.2023 | Prokura |
Thomas Gerhard Walter Bötzel seit 2.2.2018 | Prokura |
Timo Fuchs seit 24.9.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 31.00% | |
S******** H***** | 18.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fuchs Kunststofftechnik GmbHGummersbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Verkauf von technischen Kunststoffspritzgussteilen, Kunststoffbaugruppen verschiedenster Art und der dazu benötigten Stahlformen. Kunden der Gesellschaft sind industrielle Abnehmer aus unterschiedlichen Branchen, die im Wesentlichen in Deutschland ansässig sind. Die Exportquote beträgt rund 30%. Der Anteil des Umsatzes, der in die Automobilindustrie geht, beträgt rund 55%. Der Gründungssitz der Gesellschaft befindet sich in Gummersbach-Niedergelpe, wo neben der Kunststoffspritzerei auch der Werkzeugbau angesiedelt ist. Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurde in Marienheide-Rodt ein zweiter Produktionsstandort eröffnet, an dem mittlerweile auch die Verwaltung ansässig und die Gesellschaft ihren Sitz hat. In Gummersbach-Windhagen unterhält das Unternehmen ein Fertigwarenlager. Eigene Forschung betreibt die Gesellschaft nicht. In der Vergangenheit wurden jedoch verschiedene Projekte mit der Fachhochschule Köln durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massivsteigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschlanderbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Jahr 2022 waren in Deutschland rund 1,33 Millionen Menschen erwerbslos (nach dem Konzept der ILO). Die Erwerbslosenquote betrug rund 2,8 Prozent. Damit hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nach der Corona-Krise wieder gebessert. Der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung stieg nach Angaben des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie im Jahr 2022 um 12,6 Prozent auf 78,9 Mrd. Euro. Dazu hat vor allem der Auslandsumsatz mit +19,7 % beigetragen, weshalb sich die Exportquote um 2,6 % auf 41,4 % erhöht hat. Diese Umsatzsteigerung ist preisgetrieben. Die verarbeitete Menge an Kunststoff hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 % reduziert. Die Anzahl der Beschäftigten ist mit knapp 326.600 leicht gestiegen. Auch wenn die Hälfte der Unternehmen Umsatzzuwächse erwartet, rechnet gut ein Viertel mit weiter sinkenden Ergebnissen. In der Konsequenz denken etliche Unternehmen über Produktionsverlagerungen oder -einstellungen bis hin zur kompletten Betriebsaufgabe nach (Quelle: Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV)). Geschäftsverlauf Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 6,3 % gestiegen. Während sich die Umsätze in den Bereichen Möbel, Elektro sowie Medizin und Maschinenbau verringert haben, sind die Erlöse in den übrigen Segmenten teilweise deutlich gestiegen. Die stärksten Erhöhungen betreffen die Formen und die Automobilindustrie. Die geplante und im Vorjahres-Lagebericht beschriebene deutliche Umsatzsteigerung ist damit eingetreten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Jahresüberschuss von 195 T€ erzielt. Das Ergebnis liegt damit um 134 T€ höher als im Vorjahr. Die geplante und im Lagebericht des Vorjahres beschriebene deutliche Steigerung des Jahresüberschusses ist damit eingetreten. Ertragslage Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 3,1 % gestiegen. Die Verteuerungen der Rohstoffpreise konnten nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Zudem konnten Lieferprobleme nur mit erhöhten Beschaffungskosten kompensiert werden. Dadurch ist die Materialaufwandsquote von 50,9 % auf 53,4 % gestiegen, was auch im Vergleich zur Gesamtleistung eine überproportionale Erhöhung darstellt. Der Personalaufwand ist leicht um 151 T€ gesunken. Das korrespondiert mit der etwas niedrigeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Die Abschreibungen sind bei nahezu konstanten Investitionen gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesunken. Die Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr weitestgehend auf zwingend notwendige Investitionen für die Produktion beschränkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3.555 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das betrifft insbesondere die niedrigeren Aufwendungen für Leiharbeiter. Das EBIT erhöhte sich damit um 183 T€ auf 389 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Unter Berücksichtigung des leicht höheren Zinsaufwands ist ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 195 T€ (Vorjahr 62 T€) erzielt worden. Aufgrund der steuerlichen Verlustvorträge entspricht das auch dem Jahresüberschuss. Die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war damit zufriedenstellend. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 1.475 T€ und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 369 T€ gestiegen. Das resultiert insbesondere aus den niedrigeren Vorräten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt durch die etwas höheren Investitionen bei - 1.329 T€ (Vorjahr - 1.248 T€). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt aufgrund der höheren Darlehensaufnahme bei - 264 T€ (Vorjahr: - 659 T€). Hieraus ergibt sich ein Cashflow von - 118 T€, wodurch sich die Kontokorrentkredite in gleichem Umfang erhöht haben. Die Finanzlage ist somit insgesamt zufriedenstellend. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt mit 12,2 Mio. € um 0,4 Mio. € höher als im Vorjahr. Auf der Aktivseite ist insbesondere das Anlagevermögen gestiegen. Das Umlaufvermögen ist insgesamt nahezu konstant geblieben. Die leicht höheren Investitionen von insgesamt 1.329 T€ (Vorjahr 1.247 T€) sind vor allem in den Maschinenbestand geflossen. Dem stehen Abschreibungen von 868 T€ und Abgänge von 18 T€ gegenüber, wodurch das Anlagevermögen sich insgesamt um 443 T€ auf 6.288 T€ erhöht hat. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren sind um 233 T€ gesunken. Diese Minderung entfällt vor allem auf die unfertigen Erzeugnisse (- 202 T€). Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Anzahlungen ist um 49 T€ gestiegen, weshalb die Vorräte insgesamt um 184 T€ gesunken sind. Die Kundenforderungen lagen zum Stichtag bei 1,9 Mio. € und sind proportional zu den Umsatzerlöse um 114 T€ gestiegen. Die Forderungen betreffen wie im Vorjahr fast ausschließlich das Inland. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresüberschusses auf 21,9 % (Vorjahr: 21,0 %) erhöht. Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 27,3 % (Vorjahr 26,5 %). Die Bankverbindlichkeiten haben sich insgesamt um 47 T€ erhöht. Hierbei haben sich die Darlehen um 71 T€ verringert und die Kontokorrentkredite um 118 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vermögenslage zum Bilanzstichtag ist insgesamt zufriedenstellend. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Existenzielle Risiken sind -soweit möglich- über Versicherungen mit angemessenen Deckungssummen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Dem Preisänderungsrisiko auf dem volatilen Rohstoffbeschaffungsmarkt wird regelmäßig durch konsequente Marktbeobachtung und Rahmenverträge entgegengewirkt. Bei der Kreditfinanzierung profitieren wir bei den Langfristfinanzierungen von dem niedrigen Zinsniveau der Vorjahre. Anschlussfinanzierungen stehen hier in den nächsten Jahren nicht an. Die Anfang des Jahres 2023 begonnene Zinsanhebung der EZB zur Inflationsbekämpfung werden jedoch im Bereich der kurzfristigen Finanzierung des Working-Kapitals zu einer Belastung der Ertragssituation führen. Das Unternehmen hat vorgesehen hier mit einem rigorosen Bestandsabbau und professionellen Bestandsmanagement entgegenzuwirken. Wir hatten für das Geschäftsjahr 2023/2024 ursprünglich einen Umsatz von ca. 24 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern von rund 0,5 Mio. € geplant. Hierbei sind wir von einem zum Vorjahr prozentual geringeren Personaleinsatz ausgegangen, in der Hoffnung, dass sich die volatile Auftragslage im Automobilbereich beruhigt. Im Gegenzug wurden leichte Steigerungen beim Materialeinsatz eingeplant, da sich das Produktportfolio im Automobilbereich zunehmend in Richtung der Verarbeitung hochwertiger Zukaufteile verschiebt. Bis Ende des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2023/2024 konnten wir ein Ergebnis von rund 0,2 Mio. € ausweisen. Mit dem Erreichten waren wir insofern zufrieden, da unerwarteterweise die Absatzplanzahlen außerhalb der Automobilindustrie durch eine tiefe Rezession in den Bereichen Möbel, Freizeit, Bau und Maschinenbau bei weitem nicht erreicht werden. Insgesamt lag der Absatzrückgang gegenüber Plan Ende des dritten Quartals bei -15%. Wir rechnen somit für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatz von ca. 21 Mio. €. Des Weiteren sahen wir uns im Geschäftsjahr 2023/2024 zusätzlich durch die Inflation ausgelöst enormen Kostensteigerungen im Bereich der Löhne, Gehälter und sonstigen Kosten ausgesetzt. Diesen Herausforderungen haben wir durch Personalabbau und einer "Make or Buy"-Entscheidung zugunsten "Make" im Bereich der Baugruppenmontage kompensieren können. Wir rechnen daher für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem leicht rückläufigen Personalaufwand. Insgesamt rechnen wir, dass wir im Geschäftsjahr 2023/2024 ein ähnliches Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichen werden. Wir gehen davon aus, dass auch noch die erste Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2024/2025 sehr herausfordernd für die Fuchs Kunststofftechnik werden wird, da erst dann der inflationsbedingte Zenit der Kauf- und Investitionszurückhaltung durchschritten sein wird. Ebenso können, wir erfreulicherweise vermelden, dass die Fuchs Kunststofftechnik im Geschäftsjahr 2023/2024 das erfolgreichste Jahr der Neuaufträge-Gewinnung in der 60-jährigen Firmengeschichte hatte. So dass wir von Mitte des Jahres 2024 von einer einsetzenden längeren Wachstumsphase ausgehen können. Strukturierte Investitionen in neue maschinelle Anlagen bieten ebenfalls ausreichend Potenzial, über schnellere Zykluszeiten, bei einer Reduzierung der Energieverbrauchs, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig unserer ökologischen Verantwortung als Unternehmen gerecht zu werden.
Marienheide, 30. Januar 2024 gez. Timo Fuchs, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangFür die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen. I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 82386 geführt. 1. Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Gemäß § 267 Abs. 3 HGB erfolgt eine Einstufung als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gem. § 266 HGB. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Bilanzstichtag vom Posten "Vorräte" offen abgesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für Zugänge seit dem 1.1.2008 kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung, wobei bei unterjährigem Zugang die zeitanteilige Jahresabschreibung angesetzt wird. Dabei werden die branchenspezifischen, kürzest möglichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen zugrunde gelegt. Bei den technischen Anlagen und Maschinen wird der Einsatz im Mehrschichtbetrieb entsprechend berücksichtigt und gleichzeitig eine Stetigkeit der Abschreibungsdauer gleichartiger Maschinen angestrebt. Soweit erforderlich, werden im Rahmen des § 253 Abs. 2 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € und bis 1.000,00 € wird seit 2008 analog der steuerlichen Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG jährlich ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben und danach als Abgang behandelt wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250,00 € werden sofort als Aufwand erfasst. Die kundengebundenen Werkzeuge werden nicht unter der Position "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung", sondern unter der Position "technische Anlagen und Maschinen" ausgewiesen, da der Ausweis hier als sachgerecht angesehen wird. Die Werkzeuge werden aus Vereinfachungsgründen nach 5 Jahren voll als Abgang dargestellt. Die Vorräte werden grundsätzlich mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten, die Materialgemeinkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser auf die Fertigung entfällt. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt fast ausschließlich retrograd ausgehend von den Verkaufspreisen zu Herstellungskosten. Dabei werden ausreichende Abschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Gewinn angesetzt. In den Vorräten liegende Risiken werden durch entsprechende Abschläge zum am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert berücksichtigt. Unterwegs befindliche Ware wird im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bilanziert. Für Ersatzteile wurde ein Festwert gebildet. Die übrigen Posten des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wird zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die voraussichtliche Inanspruchnahme wird geschätzt und abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten sonstige Verbindlichkeiten. II. Angaben zur Bilanz 1. Eigenkapital Der Bilanzverlust in Höhe von 832.439,87 € beinhaltet einen Verlustvortrag von 1.027.463,67 €. 2. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3.432 T€ grundpfandrechtlich (Grundschulden) gesichert. Für weitere Darlehen in Höhe von 2.660 T€ bestehen ausschließlich Sicherungsübereignungen von finanzierten Maschinen. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche oder kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten, insbesondere die im Geschäftsverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus Mietverträgen in Höhe von 37,2 T€ angefallen. Es handelt sich um ein unbefristetes Mietverhältnis. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Der Nutzung eines Teils des Vermögens der Fuchs Kunststofftechnik GmbH liegen Operating-Leasingverhältnisse zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingvereinbarungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr bis zu vier Jahren und führen zu Leasingaufwand in Höhe von 475,9 T€, davon 278,0 T€ innerhalb des folgenden Jahres. 3. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 5. Geschäftsführung Der Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr Timo Fuchs.
Marienheide, 30. Januar 2024 gez. Timo Fuchs Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.02.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fuchs Kunststofftechnik GmbH, Marienheide Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fuchs Kunststofftechnik GmbH, Marienheide, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fuchs Kunststofftechnik GmbH, Marienheide, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so wie, auf der Grundlage der er langten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnach weise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung so wie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 30. Januar 2024 dhpg
gez. Lange, Wirtschaftsprüfer gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer |
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